Tod am Lummenfelsen von Dirk Osygus

Meine Meinung
Beim Blick auf das Cover wurde mir direkt klar, wo der Krimi spielt. Zu sehen ist die Lange Anna von Helgoland mit der charakteristischen Felsenküste. Passend zum Krimi ist der Himmel grau und die See unruhig. In gelben Buchstaben kommt so der Titel des Buches besonders gut zur Geltung.
Tod am Lummenfelsen von Dirk Osygus wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Es ist der erste Band der Jana-Martens-und-Klaus-Harms-ermitteln-Reihe, die auf Helgoland spielt. Hier trifft der alteingesessene Insulaner Harms auf die junge Polizistin Martens, die gerade auf die Insel versetzt wurde. Die zwei könnten unterschiedlicher nicht sein, aber ein Toter am Lummenfelsen sorgt für eine erste gemeinsame Ermittlung.
„Jana hörte auf, sich gegen das Unvermeidliche zu wehren. Hier auf Helgoland bestimmte Harms das Geschehen, und wenn sie weiter auf der Insel bleiben wollte, musste sie sich wohl oder übel fügen.“
Als Dirk Osygus erzählte, dass er einen Helgolandkrimi schreibt, habe ich sofort Augen und Ohren offen gehalten, weil ich den Roman unbedingt lesen wollte. Helgoland gehört irgendwie zu meiner Heimat, auch wenn die Hochseeinsel weit ab von der Halbinsel Eiderstedt liegt. Mit Helgoland verbinde ich viele sagenumwobene Erzählungen von meinem Großvater und Vater. Mein Großvater ist mit Sommergästen vom Strand in Ording nach Helgoland aufgebrochen. Bilder davon zeugen von aufregenden Fahrten. Doch es soll hier ja nun nicht um meine Beziehung zur Insel gehen, auf der ich in den 90ern eine wunderbare Jugendfreizeit verbracht habe, sondern um den Kriminalroman.
Die Geschichte spielt auf und in unmittelbarer Nähe zur Insel Helgoland und startet direkt mit der Ankunft von Jana Martens im Hafen. Sie tritt auf der Insel ihren neuen Dienstposten an. Die Hintergründe lass ich mal dahingestellt. Dort trifft sie auf Klaus Harms, einen Ureinwohner der Insel, der einfach herzallerliebst ist. Hier hat der Autor ein einzigartiges Ermittlerduo geschaffen. Jana, die junge, aber erfahrene Kriminalpolizistin, die ihre Emotionen meist im Griff hat. Und Harms, der für Konzentrationszwecke immer ein paar Stricknadeln in der Hand hat. Ich habe die beiden einfach ins Herz geschlossen.
„Ich bin eben ein Mann mit vielen Talenten.“ „Und Stricknadeln.“ Die kleine Spitze hatte sie sich nicht verkneifen können.
Alle weiteren wichtigen Figuren passen zu ihrer Rolle und sorgen für eine unterhaltsame Ermittlung auf der Insel. Wie der Feuerwehrmann Hauke, den ich im folgenden Zitat kurz zu Wort kommen lasse.
„Gott bewahre“, rief Harms. „Seit wann bist du gläubig?“, fragte Hauke den Polizisten. „Ich bin Polizist. Ich glaube an das Böse im Menschen“, merkte Harms trocken an.“
Neben dem Kriminalfall gibt es auch eine kurze Inselrundführung mit Fahrt zu den Windkraftanlagen im Offshore-Park. Dazu gibt es ein Nachwort des Autors als kleine Erklärung, die du unbedingt lesen musst. Ich finde den dort aufgeführten Grund einfach interessant.
Wer einmal in einer Windkraftanlage gestanden hat und die Leiter hinaufgeschaut hat, wird sich beim Lesen daran erinnern. Ich habe einmal in einer relativ kleinen gestanden, als die Anlagen in meiner Kindheit nach und nach wie Pilze aus dem Boden wuchsen. Für mich bedeuten sie inzwischen ein gewisses Maß an Heimat, weil sie rechts und links der B5 quasi die blinkende Einflugschneise in der Nacht auf die Halbinsel Eiderstedt bilden.
Magst du Küstenkrimis? Liebst du Ermittler mit ungewöhnlichen Hobbys? Dann kommst du in „Tod am Lummenfelsen“ von Dirk Osygus voll und ganz auf deine Kosten. Hier gibt es ganz besonderen Lokalkolorit, denn der Wuppertaler Autor hat durch gute Recherche eine spannende Ermittlung zu einem Mordfall geschaffen, den es nur an den Klippen geben kann. Wobei es nicht die einzige Möglichkeit bleibt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich schließe mit zwei Zitaten, die mir einfach in Erinnerung bleiben werden.
„Der sicherste Ort ist der, zu dem man nur einmal geht und nie zurückkehrt.“
„Ich übertreibe nie. Ich dramatisiere effizient.“
Inhaltsangabe
Warum muss sie ausgerechnet nach Helgoland? Da gibt es doch nur Vögel und keine Morde!
Eigentlich wollte sich Jana Martens auf der Insel nur über ihre Versetzung ärgern, vielleicht ein paar Ladendiebe verhaften und darüber nachdenken, wie sie möglichst schnell wieder zurück aufs Festland kommen kann.
Als sie dann ihren Kollegen, den wortkargen Inselpolizisten Klaus Harms, kennenlernt, der lieber strickt und mit Filmzitaten nervt, denkt sie: Wo bin ich hier nur gelandet?
Beim Joggen trifft sie den streitbaren Ornithologen Dr. Falk Brandt, der behauptet, Beweise gegen einen mächtigen Windparkbetreiber zu besitzen.
Am nächsten Morgen ist Brandt tot.
War es wirklich nur ein tragischer Sturz von der Klippe?
Jana beginnt zu ermitteln, doch ihr Kollege Harms bremst. Er kennt jeden auf seiner Insel, doch niemand hat etwas gesehen und scheinbar haben alle etwas zu verbergen.
Je näher sie der Wahrheit kommt, desto deutlicher wird: Brandt wusste etwas, das ihn das Leben gekostet hat.
Als Jana dann selbst zur Zielscheibe wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. In der Idylle Helgolands muss sie herausfinden, wem sie trauen kann.
Bibliografie

#Anzeige#
Autor: Dirk Osygus
Reihe: Jana Martens und Klaus Harms ermitteln Band 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN/ ASIN: B0HDL78HKG
Erscheinungsdatum: 25. August 2026
Format: Ebook und Taschenbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 463
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Dirk Osygus zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Dirk Osygus















