Frau Appeldorn und die tote Diva von Vera Nentwich Meine Meinung Das Cover zeigt passend zum Titel einen offenen roten Bühnenvorhang. Der Blick dahinter geht ins Dunkle. Nur im vorderen Bereich kann man einen roten… Mehr
Die Namen von Florence Knapp
Die Namen von Florence Knapp

Meine Meinung
Beim ersten Blick auf das Cover musste ich an eine Laufbahn denken. Die Streifen in Rot, Gelb und Grün sehen ein wenig wie eine Laufstrecke aus. Auf der mittleren steht eine Person, die in drei Richtungen gleichzeitig einen Schatten wirft, was ja gar nicht möglich ist. Für mich ein Cover, das neugierig macht auf den Inhalt des Buches.
Die Namen von Florence Knapp erschien im Eichborn Verlag. Das Hörbuch dazu wurde von Julia Nachtmann für Lübbe Audio eingelesen. Es ist der Debütroman der Autorin, der mich voll und ganz abgeholt hat und vermutlich noch sehr lange nachhallt. Die Idee ist einfach zu gut, und etwas Vergleichbares habe ich bisher noch nicht gelesen. Mich hat die Geschichte gefesselt, zum Staunen gebracht und absolut umgehauen. So wandert das Buch direkt auf meine Top Ten für 2026.
Die Geschichte dreht sich um Caro, ihren Mann Gordon, die Tochter Maia und den Sohn. Um den Namen von Letzterem rankt sich die ganze Geschichte. Das Ganze beginnt 1987, als Caro nach der Geburt ihren Sohn auf dem Amt anmelden soll. Auf dem Weg dorthin überlegt sie, ob sie wirklich den Namen ihres Mannes auch an ihren Sohn weitergeben möchte, so wie ihr Mann es ausdrücklich wünscht, oder besser gesagt vermutlich befohlen hat. Wenn es nach Maia gehen würde, dann hieße ihr kleiner Bruder Bear, weil sich das so schön anhört und sie damit einen liebenswerten Bruder betitelt. Caro selbst findet Julian schön, nicht nur wegen seiner Bedeutung: Himmelsvater. Welche Entscheidung sie letztendlich trifft und welche Konsequenzen dies nach sich zieht, musst du einfach selbst lesen. Auch wenn ich mich wiederhole, der Plot ist einfach nur gut.
In diesem Buch erwarten dich im Prinzip drei Geschichten von ein und derselben Familie. Einzig der Name des Sohnes verändert sich von Erzählstrang zu Erzählstrang. Du steigst mit folgender Frage ein:
„Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?“
Ich habe kurz überlegt, was gewesen wäre, wenn meine Mutter sich durchgesetzt hätte. Dann würde ich jetzt an erster Stelle auf Maria hören und hätte damit hier in meinem aktuellen Wohnort den Namen, den gefühlt jede zweite Frau trägt. Schon als Kind war ich sehr dankbar, dass mein Vater und meine Schwester für Kerstin waren und ich somit Kerstin Maria und nicht Maria Kerstin heiße. Wäre mein Leben anders verlaufen?
Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Aber in „Die Namen“ hast du nun die einmalige Chance zu erleben, was ein Name im Leben einer Familie ändern kann. Du bekommst hier drei Namen für einen Jungen und damit drei Versionen seines Lebens. Spannend fand ich dabei den Wechsel zwischen den einzelnen Versionen. Stück für Stück darf ich an jeder teilhaben und verfolge die gesamte Familie. Zunächst lernen wir ihn als Kind und Jugendlichen kennen und dürfen ihn dann ins Erwachsenenleben hinein begleiten, mit dabei seine unmittelbare Familie. An dieser Stelle möchte ich gar nicht mehr dazu sagen. Alles, was ich jetzt noch schreiben würde, würde zu viel vorwegnehmen. Ich kann dir nur sagen, dass ich es einfach nur verschlungen habe. Ich musste einfach wissen, wie die jeweiligen Leben weitergehen und wie sich das Umfeld dabei verändert.
Hast du schon mal eine Geschichte gelesen, die dich voll und ganz in ihren Bann gezogen hat? So erging es mir mit „Die Namen“ von Florence Knapp. Die Geschichte hat mich auf all meinen Wegen begleitet. Entweder habe ich der Stimme von Julia Nachtmann gelauscht und dabei fast vergessen, was ich eigentlich im Haushalt tun wollte, oder ich habe mir den Reader in die Hand genommen und die Welt um mich herum abgeschaltet. Für mich zählt dieses Buch ganz klar zu meinen Jahreshighlights und wandert somit auf meine Top Ten für 2026. Für mich ist diese Familiengeschichte einfach einzigartig, die man einfach gelesen haben muss. Sie regt zum Nachdenken an und setzt bestimmt auch bei dir „Was wäre wenn“-Gedanken in Kraft. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gute Geschichten mit mehreren Erzählsträngen lieben und sich immer schon mal mit dem Gedanken herumgeschlagen haben, welches Leben sie gelebt hätten, wenn sie einen anderen Namen bekommen hätten.
An dieser Stelle muss ich kurz noch eine Überlegung in den Raum werfen, die mir immer mal wieder im Kopf herumschwirrt. Gibt es eine Korrelation zwischen Vornamen und Medikation? Manchmal habe ich das Gefühl.
Inhaltsangabe
Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?
Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden – und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird.
Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt – und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.
Florence Knapps Debütroman ist die bewegende und hoffnungsvolle Geschichte von drei Namen, drei Versionen eines Lebens und den unendlichen Möglichkeiten, die eine einzige Entscheidung auslösen kann. Es ist die Geschichte einer Familie und ihrer Liebe zueinander ― egal, was das Schicksal bereithält.
Britischer Buchpreis 2026: Bester Debütroman des Jahres
Bibliografie

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Autor: Florence Knapp
Genre: Familienroman
Verlag: Eichborn Verlag
ISBN/ ASIN: 978-3847902294
Erscheinungsdatum: 02. März 2026
Format: Ebook, Hörbuch und gebundenes Buch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 352
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom Eichborn Verlag über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Eichborn Verlag
Ein Reisebericht: Sketchnote Barcamp 2026
Ein Reisebericht: Sketchnote Barcamp 2026

Schon seit dem Journaling Barcamp in Hamburg hatte ich dieses Datum im Kopf: 12. und 13. Juni, Göttingen, Sketchnote Barcamp. Tanja Wehr hatte dort fleißig Werbung für ihre Veranstaltung gemacht, und je näher der Termin rückte, desto größer wurde meine Vorfreude. Zwei Tage ganz im Zeichen von Sketchnotes.
Und so saß ich nun an diesem Morgen im Auto auf dem Weg nach Göttingen.Ich hatte mein Navi gefragt, wie ich am besten zum Hotel Rennschuh komme. Es schlug mir zwei Strecken über die Autobahn vor und eine über Land. Zeitlich machte das kaum einen Unterschied, nur die Kilometerzahl war über Land deutlich niedriger. Also habe ich die spritsparende Variante gewählt und mein Hörbuch eingeschaltet. Zwischendurch wurde die Strecke richtig ländlich, und so habe ich Ecken von Deutschland gesehen, in denen ich vorher noch nie war. Aber das Hörbuch war spannend, also habe ich die Fahrt einfach genossen und mich im Windschatten von dem ein oder anderen Lkw mitziehen lassen.

Am frühen Nachmittag kam ich im Hotel an. Das Einchecken ging rucki-zucki, da ich schon vorher bezahlt hatte. Mein Zimmer fand ich im zweiten Stock, und so habe ich für einen Moment noch die Füße hochgelegt.
Mit Stiften, Büchern für die Tauschbörse und meiner 15×15-cm-Kachel bewaffnet, fuhr ich gegen halb vier ins Zufall Lab im Industriegebiet. Dort fand ich direkt auf dem Gelände einen Parkplatz, das finde ich bei solchen Veranstaltungen super, wenn man nicht ewig nach einem Stellplatz suchen muss. Ich sage nur: Hamburg und teures Parkhaus, inklusive Blitzerfoto, weil ich bei der Parkplatzsuche ein 30er-Schild übersehen habe. Aber das ist eine andere Geschichte.
Im Zufall Lab war schon einiges los. Viele kreative Köpfe, die irgendetwas mit Sketchnotes oder Illustration zu tun haben, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden tummelten sich in den Räumen. Zunächst hieß es: Namensschild gestalten. Hierbei war ich wieder mal ganz unkreativ, fürs nächste Mal bereite ich mir schon etwas vor.
Was mir das Ankommen ungemein erleichterte, war die Tatsache, dass ich das ein oder andere Gesicht schon vom Journaling Barcamp aus Hamburg kannte. So lief ich bei vielen gar nicht als Neuling durch dieses Barcamp, weil wir uns ja teilweise schon drei Mal in Hamburg gesehen hatten. Nach einer kurzen Einführung in die zwei Tage von Tanja Wehr und der Vorstellungsrunde ihres Orga-Teams ging es ans gegenseitige Kennenlernen.

Zunächst sollte jeder für sich seine Superkräfte notieren. Diese wurden dann in Zweier- bzw. Dreierrunden ausgetauscht, wobei gezielt die gleichen Farben der Goodie-Bags zusammenfinden sollten. Wir spannen zu dritt direkt eine kleine Geschichte zu unseren drei Superkräften. Danach sollte sich jede Farbgruppe zusammenschließen und gemeinsam ein Werbeplakat über die Superkräfte gestalten. Insgesamt waren wir sieben Frauen, die sich alle schnell einig wurden, wie wir das Ganze umsetzen wollten. Vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Anna, die unsere Ideen direkt zeichnerisch umsetzen konnte, so entstand unser Plakat für das „Café zum offenen Herzen“. Natürlich durfte der Dino auf dem Plakat nicht fehlen, denn das Sketchnote Barcamp 2026 stand unter dem Motto „Dinosaurier – Back to the Roots“. Das Plakat hat es übrigens mit zu mir nach Hause geschafft und wartet jetzt noch auf einen Platz in meinem Bastelzimmer. Nach der kreativen Runde stellte jede Gruppe ihr Plakat im Plenum vor. Schon spannend, was da alles herauskam: Dinosaurier und auch Schokolade waren an mehreren Stellen Thema.



Die Zeit bis zum Abendessen habe ich genutzt, um noch ein paar Bilder zu machen, unter anderem von der Community Wall, für die jeder ein 15×15 cm gestaltetes Bild mitbringen sollte. Ich selbst habe natürlich vergessen, mein Bild zu Hause ordentlich zu fotografieren, daher gibt es hier nur ein kleines Foto dazu. Ich habe auf die Schnelle die Papp-Kachel mit Designpapier von Stampin‘ Up beklebt und dann einen kleinen Dinosaurier aus Origamipapier gefaltet. Die Kachel fiel direkt ins Auge, weil ich noch meinen QR-Code hinzugefügt hatte.

Nach der Pizza habe ich meine Sachen gepackt und bin zurück ins Hotel gefahren. Dort habe ich mir nochmal in Ruhe alle Stifte und Co. in der Goodie-Bag angesehen und meine Sachen für den nächsten Tag sortiert. An dieser Stelle vielen Dank an die Sponsoren der Veranstaltung für die kleinen Aufmerksamkeiten:
- mitp Verlag
- Pentel
- Edding
- Moduletto
- Sketch Stuff
- Tom – @inkblot_de
- Im Sinne
- Ich hoffe, ich habe jetzt niemanden vergessen!

Der zweite Tag startete im Hotel mit Frühstück. Hier saß ich mit Thilo zusammen, vertieft in Gespräche über Illustrationen in Kinderbüchern, Comics und mehr. So bekam ich ganz neue Einblicke. Zusammen fuhren wir dann ins Zufall Lab. Dort führte mein erster Weg gleich zum Kaffee, und mit diesem in der Hand bin ich erst mal ankommend durch die Halle geschlendert.
Gestartet wurde mit dem Session-Pitch: Nach dem Aufruf konnte jeder aufstehen, der ein Thema anbieten oder sich ein bestimmtes Thema wünschen wollte. Hier wurden sehr viele spannende Sachen vorgestellt, und ich wusste sofort: Das Sketchnote Barcamp ist viel mehr meins als das Journaling Barcamp, weil es hier wirklich um ganz praktische Dinge rund ums Zeichnen ging.
Während das Orga-Team unter Berücksichtigung der roten Punkte aller Teilnehmenden die Themen sortierte, durfte ich Raimunds Keynote „Dinos zeichnen leicht gemacht“ lauschen. Er zeichnet Dinosaurier so realistisch, dass man das Gefühl hat, sie könnten direkt vom Papier loslaufen. Er erzählte, dass er sich immer wieder über den aktuellen Stand der Wissenschaft informiert, damit seine Dinosaurier auch genau so aussehen, wie Forscher es herausgefunden haben. Natürlich ist da immer eine gute Portion Spekulation dabei, da wir kein Bild aus jener Zeit haben. Nach dem Vortrag gab es noch eine Tombola-Runde, und ich durfte mich über eine Tasse mit zwei von Raimund gezeichneten Dinosauriern freuen. Die werde ich in Ehren halten.

Danach folgte die Qual der Wahl vor dem Sessionplan: Für welche der drei Optionen in einem Zeitslot entscheide ich mich? Das war gar nicht so einfach. Rückblickend habe ich aber die richtigen für mich gewählt.


Gestärkt an der Candy Bar ging es zur ersten Session. Ich habe mich für „Pointe im Comic“ entschieden, das hat richtig Spaß gemacht. Aufhänger waren jeweils Zeitungsüberschriften, die wir zu einer Pointe verarbeiteten. Danach war schon Zeit für das Mittagessen, das übrigens sehr lecker war, und zum Nachtisch gönnte ich mir zwei Kugeln veganes Vanilleeis im Kaffee. Den genoss ich im Garten der Location. Für einen Moment war es mal trocken, und sogar die Sonne zeigte sich.
Weiter ging es in der zweiten Session mit „Sketch und Tape“ auch ein schönes Thema, das ich für meine Karten gut gebrauchen kann. Einfach mal Rahmen und Struktur mit Tape kleben, oder beim Sketchen Fehler übertapen und dann draufschreiben. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, und schwups waren die 45 Minuten schon wieder um.

Kurz durchgeatmet, einen Schluck Kaffee nachgeholt und dann kam für mich der Moment, auf den ich im Nachhinein am meisten zurückblicke. Die dritte Session war mein ganz klares Highlight. Ich danke Gaby für diese spontane Mini-Me-Zeichen-Einheit. Zunächst zeigte sie allgemeine Aspekte, auf die sie achtet, wenn sie ein Mini-Me zeichnet: wie man Proportionen vereinfacht, welche Details ein Gesicht wirklich ausmachen, und wie viel Persönlichkeit schon in ein paar Strichen stecken kann. Im Anschluss zeichnete sie direkt im Auftrag der Wünscherin für diese Session ein Mini-Me, und wir alle zeichneten mit. Ich habe mich an einem von mir selbst gewagt und das war gar nicht so einfach, wie ich dachte. Es ist eine ganz eigene Übung, sich selbst auf ein paar Zentimeter Papier zu reduzieren und trotzdem wiederzuerkennen. Für den Anfang bin ich ganz zufrieden mit meinem Werk und werde es nochmal in Ruhe weiter ausarbeiten.


Den Abschluss machte Session vier zum Thema „Sketchen in Kreide auf Tafel“. Das hat richtig viel Spaß gebracht, und jeder konnte eine fertige Tafel mit nach Hause nehmen. Da mir auf die Schnelle kein Spruch einfiel, habe ich kurz im Netz gesucht und wurde fündig. Die Tafel steht jetzt bei uns oben im Flur, und ich freue mich jedes Mal daran, wenn ich in mein Bastelzimmer gehe.
Und damit war das Wochenende auch schon vorbei. Lange hatte ich darauf hingefiebert und nicht so recht gewusst, was mich erwartet und nun war es im Nu vorbei. Nach dem eher verhaltenen Hallo meinerseits gab es eine große Abschiedsrunde mit Umarmungen. Das nächste Jahr ist für mich schon fest im Terminkalender eingetragen. Mit ganz vielen neuen Ideen und Erfahrungen im Gepäck ging es Samstagabend dann wieder nach Hause, und mit jedem Kilometer spürte ich, wie sich die Aufregung der letzten zwei Tage langsam in eine zufriedene Müdigkeit verwandelte.
Diesmal folgte ich dem Navi über die Autobahn, wobei die Wahl der Strecke als interessant zu bezeichnen ist: Da ich mein Hörbuch nicht wirklich unterbrechen wollte und auch keine Lust hatte zu überprüfen, ob mein altes Navi im Auto wirklich einen sinnvollen Weg anzeigt, bin ich ihm einfach gefolgt. So stand ich unverhofft in Herford – mein Mann fragt sich immer noch, warum das der beste und schnellste Weg sein sollte. – Dafür habe ich dort aber für 1,74 € Diesel getankt, was mich einfach glücklich machte, weil es zu Hause 15 Cent mehr pro Liter gewesen wären.
Mit vollem Tank in jeder Hinsicht kam ich zu Hause an. Ich konnte an den zwei Tagen einfach komplett abschalten und den ganzen Stress von der Arbeit hinter mir lassen. Solche kleinen Auszeiten tun mir einfach gut, und ich werde darauf achten, mir die regelmäßig zu nehmen – und sei es vielleicht auch mal in einem digitalen Rahmen.

Kerstin fragt … Stefanie Brunswick antwortet
Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten
heute mit Stefanie Brunswick

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
Hi. Mein Name ist Stefanie Brunswick, aber die meisten Leute nennen mich Steffi. Anders als bei den meisten Autoren, habe ich nicht schon in meiner Kindheit geschrieben. Auch war ich kein Bücherwurm. Nope. Irgendwie kam ich aus heiterem Himmel zum Schreiben. Eine Geschichte hat sich so in meinem Kopf festgeklammert, dass ich irgendwann anfing, sie aufzuschreiben, damit ich dem Ganzen Luft machen kann. Daraus wurde über viele Umwege ein Roman. Der hat dann viele Leser gefunden und hat mir tolle Leserstimmen gebracht. Inzwischen sind einige Romane hinzugekommen und ich nenne mich Autorin (Grins)
Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?
Mein Roman „Wenn Herzen brechen“ ist schon eine Weile in Buchform erhältlich und hat viele tolle Leserstimmen sammeln können, aber … Am 04.06.2026 erschien es auch als Hörbuch und ich hoffe, dass viele tolle Hörerstimmen dazukommen. Es geht um Lou, die in einem Küstenstädtchen in Südengland ein Café – das Cookies – besitzt und sich nach einer bitteren Enttäuschung nur noch auf ihr Geschäft konzentrieren möchte. Als sie eine Affäre mit ihrem Stammgast Coner anfängt, wird es kompliziert. Eine Geschichte voller Herz, Kaffee und süßen Leckereien.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?
Ich schreibe Romance. Simply, weil ich es liebe. Ich kann mich in diese Geschichten hineinversetzen. Die Welt, die ich schaffe, ist cozy, lustig, romantisch und einfach ein Ort an dem ich mich ein paar Stunden zurückziehen kann, um den Alltag mal beiseitezulassen. Und ich hoffe, dass meine Leser das auch so empfingen.
Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?
Wahrscheinlich die Recherche über die Renovierung eines Segelboots für meinen ersten Roman. Ich wollte authentisch schreiben, hatte aber keine Ahnung davon und habe mich in unzähligen YouTube-Videos verloren. Von all der Info, die ich zusammengetragen habe, hat es dann natürlich nur ein Bruchteil ins Buch geschafft, weil den Leser natürlich nicht mit all den Kleindetails langweilen wollte.
Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?
Bisher habe ich zehn Bücher veröffentlicht. Bis heute ist mein Debutroman „Zitronengelb“ mein absoluter Liebling. Darin reist der Leser durch mein Herzensland Australien. Und so groß und vielfältig, wie das Land, ist auch die Liebesgeschichte. Lena und Jamie lernen sich in jungen Jahren als Backpacker kennen, verlieben sich, erleben viele Höhen und Tiefen und müssen sich irgendwann entscheiden, was sie vom Leben wollen.
Für diesen Roman bekomme ich bis heute die schönsten Leserstimmen. Und das ist ein Wahnsinnsgefühl, wenn die Leser genauso berührt sind und sehen was ich gesehen habe, als ich die Geschichte geschrieben habe.



Wenn du das Cover eines deiner Bücher neu gestalten könntest, welches wäre es – und wie würde es aussehen?
Generell mag ich eigentlich all meine Cover. Nur hadere ich immer wieder, ob ich sie fürs Branding alle neu einkleiden sollte. Also ein durchgehender Stil, damit der Leser schon am Cover erkennt, dass es sich um mein Buch handelt. Mal sehen.
Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?
Ich habe eine Geschichte im Rohzustand fertig. Hier kehre ich zu meinen buchigen Wurzeln zurück und reise mit dem Leser wieder nach Australien, wie damals, bei meinem Debutroman. Die Protagonistin Lexi wagt sich nach einer bitteren Enttäuschung an das Abenteuer „Alleine reisen“ – erstmal eher widerwillig und steif. Schritt für Schritt lernt sie es Dinge zu genießen. Sie trifft auf Land und Menschen … und vielleicht sogar einen Mann. Ein Liebesroman aber auch ein Entwicklungsroman, in dem Lexi lernt, dass sie Dinge kann – auch allein.
Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?
Spontan fallen mir da die Bücher von Madeleine Wickham (überwiegend bekannt als Sophie Kinsella) ein. Hab mir da vor vielen Jahren für die langen Zugfahrten in die Arbeit ein Buch runtergeladen und hatte die typische Chick Lit erwartet, für die Sophie Kinsella bekannt war. Das war aber dann keine RomCom, sondern … weiß bis heute nicht, was das Genre ist. Es ging um Geschichten aus der englischen Upper Class – um Geld, Affären, Status usw. Toll geschrieben. Ich habe mir dann alle Romane, die unter Madeleine Wickham geschrieben wurden, heruntergeladen und verdammt oft meine Haltestelle während der Zugfahrt verpasst.


Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.
Einfach immer der Nase nach.
Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?
Das klingt jetzt vielleicht plump. Aber für mich ist es: „Alles wird gut“ – Soll heißen, „es wird schon“, egal wie stressig / schlimm / grau die Situation jetzt gerade anmutet. Weil das zu 99 Prozent stimmt. Oft regt man sich komplett unnütz über Dinge auf oder man macht sich Sorgen, wenn man es nicht müsste.
Liebe Steffi vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich bin schon ganz gespannt auf deine neue Geschichte und füge hier direkt mal alle Bücher an, die ich von dir schon gelesen bzw. gehört habe.

The Final Bow von Jennifer Bright
Pure Grace Academy: The Final Bow von Jennifer Bright

Meine Meinung
Bei dem Cover denke ich sofort an eine Liebesgeschichte im Ballettumfeld. Zu sehen ist eine gezeichnete Ballerina, die im Rampenlicht steht. Sie ist umgeben von kleinen Lichtpunkten und scheint den Nebel um sich herum aufzuwirbeln. Ein schönes Cover, hinter dem ich nicht unbedingt Suspense erwartet hätte.
The Final Bow von Jennifer Bright ist der Auftakt der Pure Grace Academy Dilogie, die bei Loewe Intense erschien. Die Hörbuchausgabe wurde von Hannah Schepmann, Kai Hochhäusler, Leandra Seyfried, David M. Schulze und Hendrik Hoffmann für Lübbe Audio eingelesen. Die Geschichte dreht sich um Aurélie, die nach dem Tod ihrer Mutter zurück an die Pure Grace Academy kommt. Dort möchte sie die Umstände herauszufinden, die sie zur Halbwaise gemacht haben. Mit dabei sind ihr Bruder Devan und ihr ehemals bester Freund Lucian. Der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte, und mit den Tropes Dark Academia, Friends to Haters to Lovers und Suspense bekommt man schon eine gute Ahnung, in welche Richtung das Ganze geht.
„Wir müssen aus den Jahren, die uns zur Verfügung stehen, das Beste machen. Vor allem müssen wir für uns leben, niemanden sonst.“
Diese Erkenntnis trifft Aurélie, die am liebsten Elli genannt wird, im Laufe der Geschichte. Sie ist eine von mehreren Ich-Erzählern und mit Ballett aufgewachsen. Auch wenn sie die Academy ursprünglich hinter sich lassen wollte, ist sie nun zurück und wieder mittendrin in Routine, Training und Disziplin. Auch Lucian tritt als Ich-Erzähler auf. Sein Vater ist ein strenger Lehrer an der Academy, für den nur das bestmögliche Ergebnis seines Sohnes zählt und der dafür auch über Leichen gehen würde.
„Ich wünschte, ich könnte dich schützen vor alldem“, wisperte er. „Dir diesen Schmerz abnehmen. Aber ich kann dich nur halten und auffangen, wenn deine eigenen Flügel gerade nicht dazu in der Lage sind, dich selbst zu halten.“
Diese Worte stammen von Lucian Delamare, der Aurélie Cardot liebevoll Schneewittchen nennt. Die gefühlvolle Aufmerksamkeit, die er ihr schenkt, spiegelt sich auch in diesem Zitat wider. Besonders schön fand ich die Szene auf dem Dach der Academy. Wenn du dort angelangt bist, wirst du mich verstehen.
Eine weitere Perspektive möchte ich nur kurz anreißen. Die Tagebücher von Ellis Mutter erlauben es, dass auch sie noch zu Wort kommt und nach ihrem Tod etwas zum Geschehen beitragen kann. Interessant fand ich dabei ihre Bücherauswahl: Anna Karenina und Effi Briest. Ersteres habe ich mit knapp 16 Jahren gelesen, das zweite kenne ich nur vom Hörensagen.
„Die Pure Grace steht für Exzellenz.“
Am Ende des Buches findet sich noch ein kleines Glossar, das die Ballettbegriffe kurz erklärt. Ich muss gestehen, die Fachbegriffe haben mich nicht weiter gestört. Ich musste nicht unbedingt wissen, in welcher Pose sich die Schüler gerade bewegten, aber wer das nachschlagen möchte, wird dort schnell fündig.
Für mich war es eine spannende Geschichte, auch wenn ich beim Cover, wie schon gesagt, nicht an Suspense gedacht hätte. Ich war schnell drin und habe gespannt verfolgt, wie Elli sich wieder in der Academy einfindet. Ihre Freunde waren daran nicht ganz unschuldig.
Magst du Ballettaufführungen? Verstehst du den gewissen Drill, dem Ballettschüler ausgesetzt sind? Dann habe ich hier einen Dark Academia Roman für dich. The Final Bow von Jennifer Bright erschien im Loewe Intense Verlag und spielt an der gleichnamigen Academy. Die Geschichte will aufdecken, wie Ellis Mutter wirklich ums Leben kam, und bietet eine gelungene Mischung aus Liebesroman, sportlichem Drill und einer ordentlichen Portion Suspense. Letzteres spitzt sich besonders gegen Ende zu, sodass man kaum aufhören mag. Wer nicht schon durch das Cover einen reinen Liebesroman erwartet, kommt hier voll auf seine Kosten. Es gibt eine Prise Spice, die die Luft zwischen den Protagonisten förmlich zum Kochen bringt. Ich empfehle dir das Buch gerne weiter und werde wohl im August auch den zweiten Band lesen oder hören.
Inhaltsangabe
Die Wahrheit endet dort, wo der Abgrund beginnt.
Aurélie ist zurück an der Pure Grace mit nur einem Ziel: den Tod ihrer Mutter aufzuklären. Cécile Cardot, gefeierte Primaballerina und Gründerin der angesehenen Ballettakademie in Paris, soll sich das Leben genommen haben – doch ihre Tochter sieht das anders. Zurück in einer Welt, deren scheinbarer Perfektion Aurélie einst abgeschworen hatte, versucht sie, die Scherben ihrer Familie wieder zusammenzufügen. Dort trifft sie auf ihren ehemals besten Freund Lucian, von dem sie seit ihrem Weggang kein einziges Wort gehört hat. In den smaragdgrünen Augen des Klavierspielers regen sich Gefühle, die auch sie jahrelang verleugnet hat. Doch ihr gemeinsamer Pas de Deux bringt nicht nur seine Fassade zu Fall. Hinter den makellosen Gesichtern des Balletts tanzen noch immer die dunklen Schatten der Vergangenheit, bis der letzte Vorhang fällt – und Aurélie mit ihm.
Bibliografie

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Autor: Jennifer Bright
Reihe: Pure Grace Acedemy Band 1
Genre: New Adult
Verlag: Loewe Intense
ISBN/ ASIN: 978-3732027248
Erscheinungsdatum: 12. März 2026
Format: Ebook, Taschenbuch und Hörbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 460
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Loewe Intense über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Loewe Intense
Urlaub: Malen nach Zahlen von Mila Dierksen
Colorful Surprise – Urlaub: Malen nach Zahlen von Mila Dierksen

Meine Meinung
Auf dem Cover sieht man zwei Häuserreihen rechts und links von einem Wasserlauf. Mein erster Gedanke war eine Gracht in den Niederlanden, und wenn man hinten in die Bildübersicht schaut, findet man dort Alkmaar, Niederlande als Antwort. Für mich lädt das Bild sehr gut zum Thema Urlaub ein.
„Urlaub – Malen nach Zahlen“ von Mila Dierksen erschien im Frechverlag und wird mit Colorful Surprise betitelt. Im Buch findest du 35 Ausmalmotive zu Reisezielen im Urlaub. Diese entführen dich beim oder nach dem Ausmalen an ganz verschiedene Orte rund um die Welt. So gibt es Bilder aus England, den USA und China und natürlich noch sehr viel mehr.
Direkt auf der ersten Seite bekommst du den Hinweis auf die Digibib mit Extras zum Buch. Dort findest du unter anderem einen DIN-A4-Bogen mit 64 Fotoapparaten, die zum Ausmalen mit einer Farbe einladen. Damit kannst du dir ganz einfach deinen persönlichen Farbguide erstellen, mit allen Stiften, die du zur Verfügung hast. Ich habe es mit einer Sorte Brushpens gemacht, die ich in meinem Bastelzimmer gefunden habe, und konnte anschließend mit dem Farbguide an die jeweiligen Bilder gehen und meine passenden Farben für jedes Projekt herauslegen.
Im Vorwort zum Material steht der Hinweis, dass du das beste Ergebnis mit Acrylfarben und Gelstiften erzielst. In meinem Beispiel kannst du sehen, wie es mit einfachen Brushpens auf Wasserbasis aussieht. Einzig für die weißen Elemente habe ich am Ende noch einen Acrylstift benutzt, damit die weißen Stellen wirklich als solche erkennbar sind.
Der von mir so genannte Farbguide heißt im Buch übrigens Swatch Card. Wer die Anleitung genau liest, kann die Linsen der Kameras ausstanzen und sie direkt über die Farbskala beim Bild legen, um die passende Farbe herauszufinden. Bei mir hat es auch einfach mit Danebenhalten funktioniert, aber manchmal lohnt es sich wirklich, die Seiten zu Tipps und Hilfsmitteln aufmerksam zu lesen.
Jedes Bild beansprucht eine Doppelseite. Auf der linken Seite findest du Hidden Facts, die Farbskala und einen Gegenstand als Hinweis zum Bild. Mit den Fakten bekommst du eine Idee davon, was sich hinter den Feldern mit Buchstaben verbergen könnte. Zahlen sucht man in den Feldern vergebens, da die Motive mit mehr als zehn Farben ausgemalt werden, wurde durchgehend auf Buchstaben zurückgegriffen.
Beim ersten Durchblättern bin ich in den Hidden Facts über den Himalaya gestolpert und musste das Bild als erstes ausmalen. Es ist zwar kein Tempel aus Nepal zu erkennen, sondern das Bild entführt uns ins Tigernest in Bhutan. Bei den Farben musste ich aber an unsere Rundreise durch Nepal denken und habe mich beim Ausmalen noch einmal an die vielen Tempelanlagen erinnert, die wir besucht haben. Ich habe übrigens eine gute Stunde gebraucht, um alle Felder passend auszumalen. Ich habe schon einen Blick in die Auflösungen geworfen und mir ein weiteres Reiseziel der letzten Jahre herausgepickt. Als nächstes wird das Bild von Montenegro ausgemalt.
Für mich ist dieses Buch ein perfekter Begleiter für den Feierabend, um einfach mal abzuschalten. Wenn alle passenden Farben für ein Bild gefunden sind, kann es losgehen. Ich bin da ganz chronologisch vorgegangen und habe Buchstabe für Buchstabe abgearbeitet, aber du kannst auch ganz klassisch von oben nach unten arbeiten, so wie es für dich am besten passt.
Hast du demnächst eine lange Bahnfahrt vor dir, mit einem Sitzplatz am Tisch? Genießt du die Sonne auf der Terrasse und möchtest dabei gerne kreativ sein? Dann habe ich hier einen perfekten Begleiter für dich, der neugierig macht auf weitere Urlaubsziele. In „Urlaub – Malen nach Zahlen“ von Mila Dierksen findest du 35 Ausmalbilder, die dich zu ganz verschiedenen Zielen führen und vielleicht sogar deinen nächsten Urlaubsort bestimmen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die zwischendurch einfach mal mit Stiften oder Pinsel ganz entspannt nach Buchstaben malen möchten.
Inhaltsangabe
Mit Malen nach Zahlen rund um die Welt!
Entdecke dein nächstes Reiseziel mit den traumhaften Urlaubs-Motiven in diesemMalen-nach-Zahlen-Ausmalbuch. Die neue Reihe „Colorful Surprise“bietet großflächigen Ausmalspaß nach dem beliebten Malen-nach-Zahlen-Prinzip. Jedes Bild ist wie eine kleine Wundertüte: Durch zusätzliche Unterteilungen und integrierte Formen entfalten die Bilder erst im ausgemalten Zustand ihre volle Schönheit. Für ein leuchtendes, deckendes Farbergebnis empfehlen sich besonders Acrylmarker, aber auch andere Stifte eignen sich gut zum kolorieren. Die Künstlerin Mila Dierksen nimmt dich in atmosphärischen Bildern mit auf eine Reise um die Welt: von klassischen Urlaubszielen wie dem Opernhaus in Sydney bis hin zu einzigartigen Geheimtipps, die zum Träumen einladen.
Seite für Seite reist du zu den schönsten Orten der Welt – ganz entspannt mit Stift und Farbe!
Das erwartet dich:
- 35 großflächige Malen-nach-Zahlen-Ausmalbilder mit Fernweh-Garantie
- wunderschöne Urlaubs-Motive: von London bis zu den Osterinseln
- kompakter Grundlagenteil und kostenlose Add-ons wie Swatch Cards für den Stifte-Abgleich
- hochwertiges, glattes Papier und stabile Bindung mit heraustrennbaren Seiten
- Übersicht aller enthaltenen, vollständig kolorierten Motive im hinteren Teil des Buches
Bibliografie

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Autor: Mila Dierksen
Genre: Malbuch
Verlag: Frechverlag
ISBN/ ASIN: 978-3735882462
Produktnummer: 28246
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2026
Format: Taschenbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 80
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom Frechverlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Frechverlag
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner

Meine Meinung
Das Cover zeigt zwei Personen, die am Wasser entlanglaufen. Die untergehende Sonne spiegelt sich dabei im Wasser und verleiht der ganzen Szene einen rötlichen Schimmer. Im Ganzen wirkt es wie ein Gemälde, wäre da nicht in weißen Großbuchstaben der Titel aufgedruckt, was zu einem Buchcover natürlich dazugehört.
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner erschien im Lübbe Verlag. Die Geschichte spielt in Liberty Beach mit Charlie und August in den Hauptrollen. Die zwei haben die Sommer ihrer Kindheit und Jugend gemeinsam verbracht und treffen nun unverhofft nach zehn Jahren wieder aufeinander. Mit dabei ist die große Liebe zu Büchern und den darin enthaltenen Geschichten. Alles Weitere erfährst du beim Lesen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz auf den Klappentext eingehen, den ich sehr gelungen finde. Der gibt kurz und knapp Auskunft, hat damit aber den Rahmen der erzählten Zeit sehr gut umfasst.
Bevor ich dir etwas zum Erzähler, den Zeitebenen und der Spannung verrate, möchte ich dir noch ein Zitat mit auf den Weg geben, das den Grundgedanken der Geschichte sehr gut in Worte fasst.
„Denn wenn ich mit meinen zweiunddreißig Jahren eines gelernt habe, dann dass das Leben nur eine Auswahl von Zufällen aneinanderreiht, und die wenigsten davon ergeben am Ende eine wirklich gute Geschichte. In den meisten Fällen ergeben sie noch nicht mal Sinn. Eine gute Geschichte bedarf präziser Planung.“
Die Geschichte wird aus der Sicht der 32-jährigen Protagonistin Charlie erzählt. Sie fungiert als Ich-Erzählerin und nimmt mich im Laufe der Geschichte mit in ihre Kindheit und Jugend. Stück für Stück nähern sich die Erinnerungen der Gegenwart an. Insgesamt darf man zwölf Sommer mit Charlie und August in der Rückblende erleben, um die Gegenwart dadurch besser zu verstehen. Aber wie schon erwähnt, lies das einfach selbst. Ich mag verschiedene Zeitebenen in Büchern durchaus gerne, weil man dadurch die Figuren umfassender kennenlernen kann, allerdings fehlte mir hier ein bisschen die Spannung, die zum schnellen Weiterlesen animiert. Hier hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. So habe ich meist immer nur ein bis zwei Kapitel gelesen und dann das Buch wieder zur Seite gelegt.
Was ich aber noch kurz erwähnen möchte, ist das One Last Chapter in Liberty Beach. Es ist eine kleine, verwinkelte Buchhandlung, in der Charlie die Liebe zu Büchern für sich entdeckt. So ganz nebenbei gibt sie damit auch den ein oder anderen Buchtipp. In dem Zuge habe ich auch noch ein Zitat für dich, das mich zum Nachdenken gebracht hat.
„Manchmal wiegen die Dinge, die wir erwägen zu tun, schwerer als jene, die wir tatsächlich anrichten.“
Womit ich zum dritten und letzten Zitat komme, das wohl jeder Leser nachvollziehen kann.
„Erst dachte ich, das es darum geht, was ich in den Büchern finde. Aber irgendwann habe ich verstanden, dass es etwas anderes ist. Es geht um die Welt, die draußen bleibt. Dass sie draußen bleibt, wenn man liest.“
Genau darum stecke ich gerne meine Nase in Bücher, weil ich für einen Moment die Welt um mich herum vergessen möchte, um beim Lesen Kraft zu tanken für den Alltag. Hier ging es nur bedingt, weil es mich erst zum Schluss so richtig fesselte. Aber dennoch war es eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
Fragst du dich bei dem Titel, ob der Monat oder ein Mensch damit gemeint ist? Dann haben wir was gemeinsam. Ich hatte als Erstes den Monat im Sinn, aber der Protagonist heißt August, der im Sommer eine wichtige Rolle in Charlies Leben gespielt hat. Magst du Liebesgeschichten mit Sprüngen in der Erzählzeit? Dann ist „Kein Sommer ohne August“ von Lucy Astner vielleicht genau das richtige Buch für deinen Sommerurlaub. Es geht um Freundschaft und Liebe und ob diese Fehler verzeihen können. Ich hatte in Etappen eine schöne Lesezeit und empfehle das Buch gerne weiter.
Ich schließe mit einem letzten Zitat:
„Die Sache ist nämlich die: Ein Happy End ist niemals das Ende. Es ist nur der Anfang zu einer neuen Geschichte.“
Inhaltsangabe
Zwei Kinder, die die Liebe zu Büchern teilen. Zwölf Sommer, in denen sie gemeinsam erwachsen werden. Eine Entscheidung, die alles verändert. Und zehn Tage, um ein neues Kapitel zu schreiben.
Charlie Henderson hat ihr Herz hinter dicken Mauern verschlossen und lebt ein scheinbar perfektes Leben in London – bis eine Erbschaft sie zurück nach Liberty Beach im Nordosten der USA ruft. Den Ort ihrer Kindheit und den Ort, den sie vor zehn Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Dort erwartet sie nicht nur die Buchhandlung One Last Chapter, in der sie als Kind unzählige Stunden verbracht hat, sondern auch August Green, bester Freund aus Kindestagen, ihre erste große Liebe – und der Grund, warum sie damals aus Liberty Beach geflohen ist. Zwischen Regalen voller Geschichten und den Erinnerungen an schmerzhafte Verluste muss Charlie sich entscheiden: Bleibt sie Gefangene ihrer Angst oder wagt sie ein neues Kapitel?
Ein bewegender Roman über Freundschaft, Liebe und Fehler, die passieren, wenn wir versuchen, alles richtig zu machen. Und eine warmherzige Liebeserklärung an Bücher und das Zuhause, das wir zwischen zwei Buchdeckeln finden.
Bibliografie

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Autor: Lucy Astner
Reihe: Every Summer Has A Story Band 1
Genre: Liebesroman
Verlag: Lübbe
ISBN/ ASIN: 978-3757702229
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2026
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 416
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Lübbe über Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Lübbe








