Kurz davor ist manchmal noch zu lang von Lola Mayler Meine Meinung Das Cover ist ganz schlicht und einfach und lässt einen doch irgendwie träumen. Es wirkt ein wenig wie ein blauer Sommerhimmel mit ein… Mehr
Kreative Hochzeitstagskarte mit Entenpaar
Hochzeitstagskarte in Calypso mit Entenpaar
Manchmal braucht es gar keinen großen Anlass, um mit dem Basteln anzufangen. Bei dieser Karte war es einfach das Motiv selbst, das mich angelacht hat. Zwei Enten, die fast miteinander schnäbeln, das hat mir sofort gefallen, und da mein Vorrat an Karten zum Hochzeitstag auch mal wieder aufgefüllt werden musste, war die Entscheidung schnell getroffen.
Herausgekommen ist eine schlichte, aber sehr herzliche Hochzeitstagskarte in Orange. Die Grundkarte selbst ist in Calypso mit kleinen hellbraunen Blüten gemustert, darauf habe ich einen Bogen Calypso Cardstock geklebt. Als nächste Schicht folgt ein Cardstock in Grundweiß, der das eigentliche Motiv trägt. Das Entenpaar wurde mittig gestempelt, dazu als kleine Akzente von den Seiten ein paar Blätter, die ins Bild ragen und der Szene etwas Natürliches verleihen. Den Text „Glückwunsch zum Hochzeitstag“ habe ich direkt mit aufs weiße Cardstock gestempelt.

Was mir an dieser Karte besonders gut gefällt, ist die Ruhe, die sie ausstrahlt. Kein überladenes Design, einfach ein Motiv, das für sich sprechen darf. Die beiden Enten wirken fast wie ein altes Paar, das sich nach all den Jahren noch genauso zugewandt ist wie am ersten Tag, und genau dieses Gefühl wollte ich mit der Karte einfangen.
Wenn du magst, lässt sich das Motiv übrigens auch wunderbar in anderen Farben umsetzen, je nachdem, ob die Karte eher warm und herbstlich oder lieber frisch und frühlingshaft wirken soll.
Ich hoffe, die Karte gefällt dir genauso gut wie mir, und vielleicht ist sie ja eine Inspiration für deinen eigenen Kartenvorrat.
Kerstin fragt … Rainer Weinand antwortet
Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten
heute mit Rainer Weinand

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
Mein Name ist Rainer Weinand, ich bin Jahrgang 1963 und lebe in einem kleinen, beschaulichen Ort an der schönen Mosel. Beruflich arbeite ich als Informatiker, ich bin verheiratet. Zusammen haben meine Frau und ich 4 Haustiere (2 Islandpferde, einen Husky und einen Husky-Mix).
Welches Genre schreibst/ liest du am liebsten – und warum genau dieses?
Sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen lege ich mich nicht auf ein Genre fest. Begonnen habe ich mit einem Thriller über das Thema „Künstliche Intelligenz“, der aktuell kurz vor der Veröffentlichung steht. Parallel dazu habe ich meinen historischen Roman „Gutenbergs Lehrling“ geschrieben; diesen habe ích dann ein wenig in den Vordergrund gestellt – das gedruckte Buch sollte rechzeitig zum 50. Geburtstag meines jüngsten Bruders verfügbar sein.
Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?
Wäre mein Leben ein Buchtitel – das Buch würde heißen „Das Glas ist immer halb voll“. Warum? Weil genau das mein Lebensmotto ist. Auch wenn es manchmal so scheint, als ginge etwas zu Ende, garantiert wartet schon etwas Neues. Ob das nun im Privatleben oder im Beruf sein sollte, spielt keine Rolle. Und wer weiß, vielleicht schreibe ich irgendwann mal ein Buch mit genau diesem Titel ;-)
Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?
Mit Pippi Langstrumpf oder Michel aus Lönneberga – und wir würden jeden Blödsinn anstellen, der uns einfällt.
Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?
Jeder einzelne Eifelkrimi von Jacques Berndorf. Ich hatte die große Freude, diesen Schriftsteller persönlich kennenzulernen. Und an diese Begegnung denke ich noch heute sehr gerne zurück.
Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?
Mein neues Buch, „Gutenbergs Lehrling“, beschreibt die Zeit der Erfindung des Buchdruckes; der Hauptdarsteller der Geschichte, ein Junge namens Lukas, erlernt vom Dorfpfarrer das Lesen und Schreiben. Zunächst führt ihn sein Weg als Klosterschüler in die Bibliotheken mehrerer Klöster. Als er aus dem heimatlichen Kloster verstoßen wird, reist er nach Mainz und lernt Gutenberg kennen – dies bestimmt seinen weiteren Lebensweg. Zurück in der Heimat, gründet er seine eigene Druckerei und leistet bei der Verbreitung des Druckerhandwerks Pionierarbeit.

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?
Mir hilft es tatsächlich ganz extrem, wenn ich mich in der Natur aufhalten kann. Bedingt durch unsere Haustiere, bin ich schon immer viel spazieren gegangen. Seit ich intensiv schreibe, merke ich, dass ich dabei den Kopf frei bekomme, aber auch neue Ideen für meine Bücher finde. Das beantwortet auch gleichzeitig die Frage: Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten? – ich hatte schon von Schreibblockaden gehört, konnte mir aber nicht vorstellen, dass es so etwas gibt. Seitdem ich selbst der Schreibwut verfallen bin, habe ich es jedoch schon einige Male am eigenen Leib erlebt. Dann hilft mir ein langer Spaziergang im Wald, nach ein paar Stunden ist mein Kopf wieder in der Lage, sich in die Geschichte einzufinden und die richtigen Worte zu finden.
Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?
Bisher habe ich nur den einen Roman veröffentlicht; ich stehe also noch ganz am Anfang meiner Karriere als Bestseller-Autor. Von meinem KI-Thriller habe ich gerade das erste gedruckte Exemplar bekommen, das wird jetzt noch einmal von mehreren Geschwistern und Freunden gelesen und auf Unstimmigkeiten oder Fehler untersucht. Ich denke mal, das Anfang Juli mit der Veröffentlichung zu rechnen ist. Natürlich liegt mir der bereits veröffentlichte Roman besonders am Herzen. Einerseits, weil es eben mein Debüt ist. Andererseits aber, weil mir die Figuren in dem Roman im Laufe der Zeit wie gute Freunde vorkamen, von denen ich mich nicht mehr trennen möchte.


Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?
Die Fortsetzung meines historischen Romans ist in Arbeit, ich habe mir zum Ziel gesetzt, diese bis zum Herbst (Oktober/November) fertig zu schreiben. Darin geht es um die Tochter des Buchdruckers, die den Betrieb des Vaters weiterführt. Böse Neider in ihrem Umfeld sehen es nicht gerne, dass dieses „Teufelswerk“ (als solches wurde der Buchdruck im Mittelalter gerne bezeichnet) betrieben wurde – erst recht nicht von einer Frau. Sie verlässt dann ihre Heimat und gründet ihr Unternehmen an der Mosel neu. Hier kann ich ein spannendes Umfeld schaffen, denn es war zu dieser Zeit, Mitte/Ende des 15. Jahrhunderts, einer Frau nicht erlaubt, einen Betrieb zu führen. Auch die weiteren Lebensumstände der handelnden Personen geben immer wieder Anlass zu Intrigen. Mehr möchte ich aber hier noch nicht verraten, denn die Geschichte steht noch am Anfang und wird sicher noch einige überraschende Wendungen erleben. Lassen wir uns einfach alle überraschen!
Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie toll man sein eigenes Werk findet. Und das stimmt auch, jeder Autor leistet etwas Besonderes! Auch habe ich, wie sicher viele vor mir, die Erkenntnis gewonnen, dass es schier unmöglich ist, einen renommierten Verlag zu finden, um sein Buch zu veröffentlichen. Eine Absage zu einem eingesandten Manuskript ist da schon etwas Außergewöhnliches. Ich persönlich finde das schade. Aber ich rate jedem, der ein Buch veröffentlich hat, zu zwei Schritten: Erstens – lasst euer Manuskript von Freunden, Verwandten und Bekannten lesen. Und bittet um ehrliche Rückmeldungen. Im Status des Manuskriptes kann man noch viele Dinge an seinem Buch ändern. Zweitens – habt den Mut, euer Werk im Selbstverlag zu veröffentlichen. Ja, da steckt viel Arbeit dahinter. Aber als ich mein erstes gedrucktes Buch mit meinem Namen darauf in der Hand hielt, war ich mega-stolz. Und allein das ist die Mühe wert!
Lieber Rainer vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Wenn du Pippi oder Michel triffst, sag bescheid, ich komme gerne mit.

Cryptos Die Graphic Novel von Ursula Poznanski
Cryptos – Die Graphic Novel Ursula von Poznanski

Meine Meinung
Bei dem Cover musste ich direkt an Transformation denken. Es ist mittig eine weibliche Person zu sehen, die scheinbar im Raum schwebt. Um sie herum sind ganz viele Schaltflächen mit Symbolen und Titeln zu sehen. Durch die Farbkombination aus Schwarz und Grün war ich direkt im Computerzeitalter längst vergangener Tage und sah so in den Schaltflächen Felder, um in eine andere Zeit zu reisen.
„Cryptos – Die Graphic Novel“ erschien im Loewe Verlag. Die Geschichte wurde von Ursula Poznanski geschrieben, von Christopher Tauber transkribiert, sodass Timo Grubing die vorliegende Graphic Novel zeichnen konnte. Was den dreien in Kombination einfach grandios gelungen ist.
Der Roman Cryptos fällt so gar nicht in mein bevorzugtes Genre, aber die Graphic Novel hat mich quasi magisch angezogen. Auf der Leipziger Buchmesse durfte ich schon einen ersten Blick auf die Arbeit der beiden Illustratoren werfen und war einfach fasziniert. Zeichnungen von Timo Grubing waren mir zuvor schon in Kinderbüchern untergekommen, und so musste ich dieser Geschichte einfach eine Chance geben. Ich habe es in keinster Weise bereut.
So viel schon mal vorweg: Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Die kleinen Dialoge und kurzen Textfragmente machten es natürlich einfach, die gut 240 Seiten schnell zu lesen. Aber zwischendurch musste ich auch immer wieder einfach nur die Zeichnungen und die Gestaltung betrachten und genießen.
Die Geschichte ist quasi ein Abenteuer, in dem Klima, digitale Welten und quasi auch die Weltherrschaft zum Thema gemacht werden. Mit dabei schwang bei mir immer der Wunsch: Hoffentlich siegt das Gute gegen das Böse.
Wie schon erwähnt, wäre der Roman für mich nichts gewesen, denn das Springen von einer Welt zur nächsten ist mir einfach zu viel Fantasy oder Science Fiction, je nachdem, aus welcher Sicht man das betrachten möchte. Durch die Graphic Novel wurde ich aber ganz einfach von einer Welt in die andere geleitet. Denn jede Welt hat ihre ganz eigene Struktur und auch eigene Farbe. Der Sprung, oder besser gesagt der Transfer, von einer in die nächste wurde per Zeichnung angekündigt, und so konnte ich dem ganz gut folgen. Die Protagonistin Jana passt sich rein optisch in jeder Welt an, was für mich aber auf den ersten Blick erkennbar war, wer sie ist. Hinten im Buch findest du dazu auch noch eine Legende, wie sie in welcher Welt aussieht. Außerdem gibt es dort ein kleines Making-of, was ich persönlich super spannend fand, wobei ich schon in Leipzig einen Blick darauf werfen durfte.




Der Zeichenstil ist sehr vielfältig und zeigt das ganze Können von Timo Grubing. Da jede Welt nicht nur eine eigene Farbe hat, sondern auch eine komplett andere Umgebung. Sei es Unterschiede im Stil der Gebäude, aber auch ganz wichtig ein Unterschied im Aussehen der Menschen, die in der Welt gerade sind. So hat auch die Protagonistin für jede der 12 Umgebungen, in denen sie sich aufhält, eine andere Körperform und einen ganz eigenen Ausdruck. Dabei unterscheidet sich nicht nur das Aussehen als solches, sondern auch die Körpergröße.
Das Seitenlayout finde ich sehr ansprechend. Es gibt meist einen Hintergrund, der durchaus auch Szenen für die Geschichte enthält, und dann sind darüber weitere Container angebracht mit einzelnen Szenen. So wirken die Seiten für mich sehr lebendig.
Ein großer Teil der Geschichte wird durch wörtliche Rede und die Zusammenstellung der Szenen getragen. Wenn das ein oder andere nicht eindeutig in der Szene dargestellt werden kann, gibt es kurze und knappe Textcontainer mit erklärendem Inhalt. Für mich waren die Szenen sehr verständlich, und so konnte ich der Erzählung gut folgen. Ich flog quasi nur so durch die Seiten.
Liebst du Geschichten mit mehreren Welten? Magst du Comics und Graphic Novels zu bestehenden Romanen? Dann habe ich hier was Neues für dich. „Cryptos – Die Graphic Novel“ von Poznanski, Tauber und Grubing zeigt sehr schön, wie man mit Bildern die Geschichte auf wenigen Seiten unterbringen kann. Und so konnte auch ich, die nicht so auf Science Fiction steht, sehr gut in die einzelnen Welten eintauchen. Besonders im Gedächtnis bleibt mir die abwechslungsreiche Seitengestaltung mit Hintergrundszenen und zusätzlichen Bildcontainern sowie das stimmige Zusammenspiel von wörtlicher Rede und kurzen erklärenden Texten. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung, für alle, die diese Komposition an illustrierten Welten zu schätzen wissen.
Inhaltsangabe
Der Tod ist keine Illusion
Es ist nur ein Kontrollbesuch in Kerrybrook, einem idyllischen Fischerdorf mit viel Grün und geduckten Häuschen. Aber seit dem Morgen gab es dort einige Ausfälle. Und dann wird vor Janas Augen jemand umgebracht.Jana Pasco ist als Weltendesignerin bei Mastermind verantwortlich für die Gestaltung – und die Sicherheit – digitaler Realitäten. An ihrer Designstation entstehen alternative Realitäten, die sich so echt anfühlen wie das reale Leben: Fantasyländer, Urzeitkontinente, längst zerstörte Städte. Doch mit dem Mord in Kerrybrook kommt sie einer undurchsichtigen Sache auf die Spur. Und Jana wird gezwungen zu handeln …
Wer Geschichten sucht, die Kopf und Herz fordern, findet bei Poznanski immer ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Und bei Tauber und Grubing die Bilder dazu.
Bibliografie

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Autor: Ursula Poznanski
Illustriert von: Christopher Tauber und Timo Grubing
Lesealter: ab 14 Jahren
Genre: Graphic Novel
Verlag: (Link zum Verlag)
ISBN/ ASIN: 978-3743221277
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2026
Format: gebundenes Buch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 256
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Löwe zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Loewe Verlag
Das Salz in der Luft von Janne Mommsen
Das Salz in der Luft von Janne Mommsen

Meine Meinung
Das Cover hat einen blauen Hintergrund, der durch die weiße Gischt der Wellen unterbrochen wird. In den auslaufenden Wellen stehen zwei Figuren, die sich an der Hand halten und scheinbar den Fotografen der Szene anschauen. Für mich ein schönes Bild, das zu der Geschichte passt.
Das Salz in der Luft von Janne Mommsen erschien im Argon Verlag. Es ist der zweite Band der Gezeiten-Reihe und wurde von Sabine Kaack eingelesen. Ich persönlich kenne den ersten Band nicht, hatte aber nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlten. Alles Wichtige aus den Beziehungen der Personen wird erwähnt, sodass ich dem Geschehen sehr gut folgen konnte.
Aufhänger der Geschichte ist die Planung von Inges hundertstem Geburtstag, wobei dieser mehr und mehr in den Hintergrund gerät und der Fokus auf den einzelnen Episoden liegt. So darf ich Inge und ihre Urenkelin Swantje in New York begleiten, eine wahnsinnige Reise, wenn man das Alter von Inge im Hinterkopf hat. Aber anhand der Erzählung scheint sie noch immer eine rüstige Frau zu sein, die weiß, was sie will.
Im Laufe der Erzählung gibt es immer wieder Sprünge in die Vergangenheit, um den Hintergrund einer Situation zu beleuchten. So darf ich Inge als junge Frau in New York erleben, aber auch in mittleren Jahren, wie sie zusammen mit ihrem besten Freund nach Sizilien reist und dann gemeinsam mit ihm durch Europa fährt, um schlussendlich auf ihrer Heimatinsel Sylt anzukommen. Hier darfst du dann auch weitere Familienmitglieder kennenlernen, ebenfalls mit Sprüngen in deren Vergangenheit.
Ich mag Geschichten, die über mehrere Zeitebenen spielen. Ich habe dabei immer das Gefühl, den Figuren noch näher zu kommen, da ich sie über einen längeren Zeitraum verfolgen darf.
Neugierig auf das Buch wurde ich durch meinen Besuch des Journaling Barcamps 2026 in Hamburg, da dort am Vorabend die Premierenlesung von Janne Mommsen zu eben diesem Buch stattfand. Das hat mich direkt gepackt, und ich habe schon während der Lesung gedacht: Das wäre ein Buch für meinen Vater gewesen. Diese Gedanken kommen immer mal wieder auf. Meine Liebe zu Büchern habe ich unter anderem von meinem Vater, der sich gerne auch mal über den Inhalt unterhielt und dem man mit einem Buch von der Küste immer eine Freude machen konnte. Bevor ich hier jetzt abdrifte, möchte ich dir die Geschichte noch schnell ans Herz legen.



Hast du „Das Licht in den Wellen“ von Janne Mommsen gehört oder gelesen? Wenn nein, gar nicht schlimm, der zweite Band lässt sich ganz ohne Vorwissen gut verstehen. Wenn ja, dann freue dich hier auf weitere Szenen aus Inges Leben zwischen den Welten. Sie ist eine patente Frau, die mit ihrem Einsatz ihre ganze Familie zusammenhält. Außerdem lädt die ein oder andere Szene zum Schmunzeln ein. Von mir gibt es eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung. Ich persönlich habe bei der Geschwindigkeit ein bisschen aufgedreht: Von 1.25 wanderte es ganz schnell zu 1.5, weil ich der Sprecherin dann einfach besser folgen konnte.
Inhaltsangabe
Die große Nordsee-Familiengeschichte von Bestsellerautor Janne Mommsen
Die Fortsetzung von Das Licht in den Wellen, der mitreißenden Familiengeschichte zwischen New York und Föhr
Inge Martensen und ihre Urenkelin Swantje haben es endlich nach New York geschafft! Die Stadt hat sich verändert, seit Inge sie als junge Frau zum ersten Mal sah. Hier hat sie einen großen Teil ihres schillernden Lebens verbracht, sich verliebt, eine Familie gegründet. Sie hat Momente großen Glücks erlebt – und großer Trauer. Ende der 1970er Jahre nimmt Inges Leben nochmal eine überraschende Wende – und es verschlägt die Nordfriesin ausgerechnet nach Sizilien. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem arbeitsreichen Leben begreift Inge, was es bedeuten kann, loszulassen. Eine neue Leichtigkeit durchströmt sie. Und doch zieht es sie zurück zu den beiden Inseln ihres Lebens: der kleinen mitten in der Nordsee und der großen auf der anderen Seite des Atlantiks. Föhr und Manhattan. Wie soll Inge sich jemals zwischen den beiden Welten entscheiden, denen ihr Herz gehört? Und wie kann sie Swantje helfen, ihren Weg im Leben zu finden?
Bibliografie

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Autor: Janne Mommsen
Sprecher: Sabine Kaack
Genre: Familienroman
Verlag: Argon Verlag
ISBN/ ASIN: B0G3QSDDP1
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2026
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Zeit: 9h8
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Argon über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©2026 Rowohlt Verlag GmbH (P)2026 Argon Verlag AVE GmbH
Schweiz for kids von Carolin Jenkner-Kruel
Heute ist Tag der Schokolade. Wenn ich an Schokolade denken, habe ich sofort die belgische oder schweizer Schokolade im Sinn. Ein wenig über die Schweizer Schokolade erfährst du in meinem heutigen Buchtipp.
Schweiz for kids: Der Kinderreiseführer von Carolin Jenkner-Kruel

Meine Meinung
Das Cover zeigt ein Mädchen mit Schokolade in der Hand. Hinter ihr stehen zwei Murmeltiere und betrachten sie. Eins davon hält die Fahne der Schweiz in den Händen. Dahinter erkennt man eine Landschaft, die von Bergen geprägt ist, auf deren Hängen Schnee liegt. Wenn man genau hinsieht, kann man noch einen Skifahrer erkennen.
„Schweiz for kids – Der Kinderreiseführer“ von Carolin Jenker-Kruel erschien im World for kids Verlag. Illustriert wurde das Kinderbuch für sechs- bis zwölfjährige von Karolina Zolubak. Der Klappentext wird mit Schweizerdeutsch und köstlicher Schokolade betitelt, was ich persönlich sofort mit der Schweiz assoziiere. Was Kinder und Familien sonst noch in der Schweiz sehen und erleben können, erfährst du in acht Kapiteln in diesem Buch, das an der ein oder anderen Stelle auch zum Mitmachen einlädt.
Schon beim Inhaltsverzeichnis, das sich übrigens in der vorderen Klappe verbirgt, sieht man, dass sich das Buch durchaus an Kinder richtet, die noch nicht richtig lesen können. So findet sich dort zu jedem Kapitel ein Bild, das jeweils mit einer eigenen Farbe umrandet ist. Im Rahmen findet sich dann noch eine Kapitelüberschrift. Im vorliegenden Buch sind dann alle Seiten entsprechend der Farbe eingefärbt, sodass du von außen schon einen Blick auf die Kapitellänge werfen kannst. Ich mag solche kleinen Details, die das Blättern einfacher machen.
Ohne vom tatsächlichen Inhalt zu viel vorwegzunehmen, möchte ich dir kurz einen Überblick zu den acht Kapiteln geben. Gestartet wird mit einem Überblick über die Schweiz. Hier findest du Zahlen und Fakten zur Sprache, den Einwohnern und dem Leben im Land. Zur Kategorie unnützes Wissen hat sich bei mir jetzt eingebrannt, dass der Zahnarzt nicht Teil der „normalen“ Krankenversicherung ist und den Kindern deshalb beigebracht wird, immer eine Zahnbürste dabeizuhaben. Ob das wirklich so ist, kann ich mir kaum vorstellen, aber die Anregung dahinter kann ich voll verstehen. Ich werde mal bei meinen Schweizkennern nachfragen.
Weiter geht es dann mit den Tieren, die du in den Bergen sehen kannst, unter anderem auch die Murmeltiere vom Cover. Hier findest du jeweils Fotos bzw. Zeichnungen zu den Tieren. An dieser Stelle habe ich mir mit Nice to know folgendes notiert: Mit einer Schwarzlichtlampe kann man nachts Skorpione finden.
Nach dem Spaziergang durch die Tierwelt gibt es etwas zur Stärkung. Das Fondue, worunter die Schweizer Käsefondue verstehen, ist wohl gemeinhin bekannt. Ich habe mir zum Backen die Engadiner Nusstorte notiert und fand auch das Rezept für das klassische Bircher-Müsli sehr gut. Beides Dinge, die ich auch ohne in der Schweiz gewesen zu sein mal ausprobieren muss.
Danach geht es dann in die Berge und weiter zur Pflanzenwelt der Schweiz. Hier musste ich direkt an den Enzian denken, der natürlich darin nicht fehlen darf. Eine bunte Mischung an Blumen, gezeichnet oder mit Foto, führt dich zu einer kleinen Verschnaufpause. Die Geschichte, die folgt, lädt zum Vorlesen und Selberlesen ein und entführt dich in eine kleine Wanderung.
Zum Schluss folgen noch die besten Erfindungen der Welt, dazu zähle ich nach der Lektüre des Buches den Klettverschluss, die Relativitätstheorie und natürlich Heidi, mit der wir wohl alle irgendwann mal Kontakt hatten, und die Geschichte des Landes. Hier sei Wilhelm Tell zu nennen, ob er nun wirklich existiert hat oder nur eine Sagengestalt ist.
Ich für mich habe das ein oder andere Neue über die Schweiz gelernt und fand es eine gelungene Mischung, um mit Kinderaugen ein Land zu entdecken. Mit dem Buch kann ich als Erwachsene dann auch schnell die Blümchen und Tiere benennen, und so wird eine Wanderung in den Bergen zu einer kleinen Naturkundestunde. Für mich ist es kein Reiseführer im klassischen Sinne, denn Hinweise zu Hotels, Restaurants und direkten Sehenswürdigkeiten suchst du vergebens. Dafür bekommst du ganz viele Informationen zum Land selbst und was du dort entdecken kannst bei deinen Streifzügen durch die Natur.
Planst du in den nächsten Ferien einen Urlaub in der Schweiz? Wolltest du schon immer mal mit der pünktlichsten Bahn fahren? Dann schnapp dir „Schweiz for kids“ von Carolin Jenker-Kruel und Karolina Zolubak und reise in Gedanken in die Schweiz. Wandere durch die Berge und betrachte deine Umgebung ganz genau. Schau, was rechts und links des Weges blüht, und spähe durch dein Fernglas auf der Suche nach vierbeinigen Bergbewohnern. Ich bin in Gedanken mit dem Buch in die Schweiz gereist und habe beim Lesen erfahren, dass man auf jeden Fall mit der Bahn fahren sollte, weil das Netz einfach gut ist und die Bahn immer pünktlich kommt. Hast du Kinder oder Enkelkinder im Alter von 6–12 Jahren, dann ist dieses Buch vielleicht genau das richtige für dich, um mit ihnen schon mal in Gedanken in die Schweiz zu reisen. Es ist ein Buch für den Aufenthalt im Land oder als Lektüre auf dem Weg dorthin. Im hinteren Bereich gibt es noch Kleinigkeiten zum Mitmachen, die das Buch zu deinem eigenen Reiseerlebnis machen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für groß und klein.
Inhaltsangabe
Die faszinierende Schweizer Bergwelt und ihre vielseitige Kultur entfalten sich in diesem einzigartigen Kinderreiseführer durch Mimis neugierigen Blick.
Zwischen Vierwaldstättersee und Matterhorn entdeckt die kleine Mimi ein Land voller Überraschungen: spannende Begegnungen mit Alpenmurmeltieren und Steinböcken, vier verschiedene Sprachen in einem Land und Schweizer Spezialitäten von cremiger Schokolade bis zum duftenden Käsefondue. Sie erlebt farbenfrohe Feste, erkundet die Entstehung der Eidgenossenschaft und staunt über geniale Erfindungen wie das Schweizer Taschenmesser und den Klettverschluss. Von atemberaubenden Alpenpanoramen bis zur direkten Demokratie – Mimis persönliche Erlebnisse vermitteln spielerisch Wissen über ein faszinierendes Land im Herzen Europas, während Quiz und Mitmachelemente junge Leser aktiv einbeziehen.
Ein unwiderstehlicher Mix aus Abenteuer, Wissen und Schweizer Lebensgefühl für kleine Entdecker ab 6 Jahren – und für Fans von kindgerechten Sachbüchern, die Fernweh wecken!
Bibliografie

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Autor: Carolin Jenkner-Kruel
Illustriert von: Karolina Zolubak
Lesealter: ab 6 Jahren
Genre: Reiseführer
Verlag: World for Kids
ISBN/ ASIN: 978-3946323402
Erscheinungsdatum: 15. Februer 2026
Format: Taschenbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 128
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von World for Kids zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©World for Kids
Like the First Breath von Tine Nell
Like the First Breath von Tine Nell

Meine Meinung
Das Cover ist einfach nur schön. Ich mag die Farbkomposition und die Stimmung, die im Bild aufgefangen wird. Am Wasser stehen zwei Menschen, die sich an der Hand halten, mit Blick auf den See. Rund herum wirkt alles nach Dämmerung. Zusammen sieht es aus wie gemalt und hat mich sofort angesprochen.
Like the first Breath von Tine Nell erschien im Heartlines Verlag. Die Geschichte basiert auf der Story von Elena. Das passende Hörbuch dazu wurde von Josephine Hochbruck und Florens Schmidt für den Hörbuch Hamburg Verlag eingelesen. Für mich ist es die dritte Based On Story aus dem Heartlines Verlag, die ich regelrecht verschlungen habe. Und ich muss sagen, sie hat mich komplett gefesselt und tief berührt. Das Hörbuch landet damit direkt auf meiner Top Ten Liste für 2026.
„Ich dachte immer Liebe wäre ein Fehler, kein Gefühl, sondern gehorsam. Jetzt weiß ich, dass sie alles ist in und um mich, sie hält alles zusammen.“
Dieser Satz der Protagonistin Hanna sagt schon sehr viel darüber aus, welche Gefühle und Fragen die Geschichte aufwirft. Hanna und Noah fungieren beide als Ich-Erzähler, wobei Hanna eindeutig den größeren Erzählpart übernimmt.
Ich war sofort mittendrin und sehr oft schlicht sprachlos über das, was ich da hörte. Ich durfte zum Glück in einer normalen Umgebung aufwachsen und kenne die Zwänge von Bruderschaften und Sekten nur aus Erzählungen. Ich erinnere mich noch gut an die Diamantene Hochzeit meiner Großeltern, als ich neben einem entfernten Verwandten saß, den ich in der Familie zum ersten Mal bewusst wahrnahm. Seine Mutter war nach dem Tod des Vaters einer Sekte beigetreten, die ihr in schwerer Stunde half, aber auch dafür sorgte, dass die Kinder alle mit in diesem Leben gefangen blieben. Er erzählte mir, dass er mit 18 Jahren dem Ganzen den Rücken gekehrt hat, danach aber nur noch einen erschwerten Kontakt zu seiner Familie pflegen konnte.
Genau an dieses Gespräch musste ich denken, während ich Hannas Schilderungen lauschte. Sprecherin Josephine Hochbruck unterstützt mit ihrer Stimmlage und Intonation die Gefühlslage, besser gesagt das Gefühlschaos der Protagonistin, sehr überzeugend. Zwischendurch hatte ich immer wieder Gänsehaut, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass so etwas möglich ist. Und doch sagte mir mein Verstand: ja, es ist möglich. Im Nachwort geben übrigens sowohl Tine Nell als auch Elena kurze Statements zur Entstehung des Buches und zu den Fakten, auf denen die Geschichte beruht. Ich bin schwer beeindruckt, wie real Tine Nell die Szenen geschrieben hat, und am Ende war ich einfach nur aufgewühlt über das, wie viel Wahrheit darin steckt. Aber das musst du am besten selbst hören oder lesen.
Noch ein paar Worte zu Noah und dem männlichen Sprecher Florens Schmidt. Noah zeigt sich gegenüber Hannas Unerfahrenheit sehr einfühlsam, und das hört man auch in der Stimme des Sprechers deutlich. Man spürt förmlich die bedachten Gesten und Sätze des Protagonisten und muss ihn einfach ins Herz schließen. Auch er ist nicht mit Friede, Freude, Sonnenschein aufgewachsen, durfte aber eine relativ normale Kindheit und Jugend erleben, während Hanna nur Gehorsam und Rollenbilder kannte.
Sehr eindrucksvoll sind die kleinen Rückblenden in Hannas Erzählung, die durch ihre Tagebucheinträge sichtbar werden. Als Leserin darf ich so an ihrer Zerrissenheit zwischen der Liebe zu Geschwistern und Eltern und der Sehnsucht nach Freiheit teilhaben.
Hast du dich schon mal mit dem Leben in einer Bruderschaft oder Sekte auseinandergesetzt? Magst du Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen? Dann bist du hier genau richtig. In Like the first Breath von Tine Nell tauchst du in eine andere Welt ein und schaust Hanna über die Schulter, wie sie es schafft, aus der Gemeinschaft zu entkommen und ihre ersten Schritte in die Freiheit zu gehen. Ich war von Anfang an fasziniert und konnte einfach nicht aufhören. Ich musste wissen, wie es am Ende für Hanna und Noah ausgeht. Kann eine Liebe entstehen, oder zieht das Blut und die Herkunft stärker an der Protagonistin? Freue dich auf eine spannende und einfühlsame Geschichte. Von mir gibt es eine klare Hör- und Leseempfehlung, denn für mich ist es ein absolutes Jahreshighlight.
Inhaltsangabe
Hanna befreit sich aus einer Sekte, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Doch ist darin auch Platz für Noah?
Hanna lebt in Freiheit auf Zeit: Nur für die Dauer ihres Studiums darf sie die streng religiöse Gemeinschaft verlassen, in die sie hineingeboren wurde. Doch mit jedem Tag auf dem Campus wird ihr mehr bewusst, in welchen Käfig sie gezwängt wurde. Jetzt trägt sie Jeans anstatt der verhassten langen Röcke, geht mit ihrer Mitbewohnerin zum Tanzen und spürt zum ersten Mal, was ein Leben ohne Fesseln bedeutet. Und sie lernt Noah kennen, der mit seiner Abenteuerlust unbekannte – verbotene – Gefühle in ihr weckt. Er bewundert Hanna für ihre innere Kraft und bestärkt sie, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Doch Hanna kennt nur gehorsame Unterordnung und hört diese düstere Stimme in ihrem Kopf: Sie droht ihr mit schweren Konsequenzen für sie und ihre Familie, sollte sie sich nicht an die Regeln der Gemeinde halten. Was würde geschehen, wenn sie niemals zurückkehrt?
Bibliografie

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Autor: Tine Nell
Sprecher: Josephine Hochbruck, Florens Schmidt
Genre: New Adult, True Based Story
Verlag: DAV
ISBN/ ASIN: B0G7GLBKZP
Erscheinungsdatum: 20. April 2026
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Zeit: 10h47
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom DAV über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©2026 Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe (P)2026 DAV








