Mehr Allergien als Freunde von  Johanna Wack

Mehr Allergien als Freunde: Aber das juckt mich nicht. von  Johanna Wack

Beitragsbild zum Buch: Mehr Allergien als Freunde von Johanna Wack aus dem Satyr Verlag

Meine Meinung

Das Cover ist schlicht und einfach. Es hat mich aber durch die kleinen Details direkt abgeholt. Zu sehen ist ein Fisch in einem Glas, der einen scheinbar direkt anschaut. Davor liegen ein Asthmaspray und ein Blister mit Tabletten. Der in Gelb geschriebene Titel hebt sich gut vom blauen Hintergrund ab und hat mich sofort angesprochen.

Mehr Allergien als Freunde – Aber das juckt mich nicht von Johanna Wack erschien im Satyr Verlag. Aufmerksam wurde ich auf das Buch mit satirischen Geschichten bei Book meets Pizza auf der Leipziger Buchmesse. Beim Stöbern schlug ich das Buch blind auf und landete bei folgender Geschichte.

„Abschiedsbrief einer Buchhalterin an ihren Ehemann.“

Tja, was soll ich sagen. Die Überschrift steht da schwarz auf weiß, aber an dem Abend habe ich statt Buchhalterin Buchhändlerin gelesen. Der Inhalt der Geschichte passt zwar nicht wirklich zur Buchhändlerin, aber das fiel an dem Abend nicht weiter auf. Die Geschichte sorgte dafür, dass ich auch den Rest des Buches lesen wollte. Mein Irrtum fiel übrigens erst auf, als ich in der Mittagspause meinem Chef davon erzählte und ihm eben diese Geschichte vorlesen wollte und zum ersten Mal Buchhalterin las. Die Lacher waren ganz klar auf meiner Seite. Man liest halt manchmal das, was man lesen möchte. Aber dennoch wurde ich von dem Buch nicht enttäuscht.

Die Autorin startet mit einem kurzen Vorwort dazu, wie es zum Titel des Buches kam und warum das mit ein Grund ist, warum es so viele Geschichten geworden sind. Das Ganze ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Wobei ich das mit den Allergien durchaus nachvollziehen kann, aber das ist eine ganz anderes Thema.

Die erste Geschichte im Buch handelt von der sinnvollen Benennung von Haustieren und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man das nicht beherzigt. Ich habe königlich gelacht. Ich sage nur: Mutti. Du wirst mich verstehen, wenn du die Geschichte gelesen hast. Mutti taucht übrigens in der einen oder anderen Geschichte wieder auf, ebenso Tochter Emily, die mit folgendem Zitat in Zusammenhang steht.

„Auf die komplexe Thematik berufe ich mich in letzter Zeit gerne. Das stimmt fast immer und hört sich zudem an, als hätte ich richtig Ahnung von dem Thema, wäre aber zu klug und zu diplomatisch für erhitzte Diskussionen.“

Hier musst du einfach die ganze Geschichte lesen. Aber auch „Tun sie doch was gegen die Liebe!“, „Die zehn goldenen Regeln der Prävention für Ü-40-Se(x)“ oder „Über das richtige falsche Verwenden von Fremdwörtern“ kann ich nur empfehlen. Mit Letzterem kannst du übrigens bei der nächsten langweiligen Einladung punkten, wenn du mit einem Glas Sekt in der Hand auf Fremde triffst, von deren Gespräch du nicht wirklich Ahnung hast. Ich habe gut gelacht.

Diese Geschichten und noch einige mehr findest du in dem kleinen Büchlein. Sie werden dich zum Schmunzeln und Lachen bringen. Besonders das Quartett hat es mir angetan. Wobei es nicht wirklich ein Quartett ist, sondern vielmehr die Idee dazu, aus unfreiwillig erhaltenen Fotos von besonderen männlichen Merkmalen eines zu basteln. In meiner Studentenzeit hätte ich da ein gutes Spiel zusammenstellen können, aber darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Wir bleiben schließlich oberhalb der Gürtellinie.

Bist du auf der Suche nach einer kleinen Geschenkidee? Magst du humorvolle, satirische Texte, die mit Witz und Intellekt aufwarten? Dann ist „Mehr Allergien als Freunde“ von Johanna Wack genau das richtige Buch für dich. Ob für dich selbst oder zum Verschenken, ich empfehle es dir gerne. Es bietet sich auch wunderbar zum Vorlesen in kleiner Runde an, um dann gemeinsam vergnügt über die Geschichten zu schmunzeln.

Inhaltsangabe

Johanna Wack sucht im Baumarkt nach dem Urks, sie schreibt Märchen aus der Sicht der Wölfe und stellt sich die Frage, wie eigentlich andere Frauen reagieren, wenn sie Penisfotos geschickt bekommen. Dies ist das lang ersehnte Debüt einer der komischsten Autorinnen Deutschlands. Seit zwanzig Jahren steht Johanna Wack auf den Lese- und Poetry-Slam-Bühnen dieses Landes. Ihre Storys sind wie Sex and the City auf Norddeutsch. Und noch viel mehr. Johanna datet Männer mit schlechtem Kunstgeschmack, dreht als alleinerziehende Mutter Pirouetten mit Pinguinen, bedichtet den Ü40-Sex, lauscht bei einer Trennungstherapie und weiß, wie man als Frau trotz Penisneid hart bleibt. Stets schreibt sie mit Spaß an Selbstironie, hoher Pointendichte und reichlich schwarzem Humor.

Bibliografie

Mehr Allergien als Freunde von Johanna Wack aus dem Satyr Verlag

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Autor: Johanna Wack
Genre: Humor
Verlag: Satyr Verlag
ISBN/ ASIN: 978-3910775404
Erscheinungsdatum: 08. Spetember 2025
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 128
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von XY über XY zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Satyr Verlag

Und alles zerbricht von Maxine Reuker

Und alles zerbricht von Maxine Reuker

Beitragsbild zur Rezension vom New Adult Hörbuch: Und alles zerbricht von Maxine Reuker erschienen bei Hörbuch Hamburg und eingelesen von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele

Meine Meinung

Auf dem Cover kann man quasi drei wichtige Abschnitte der Geschichte erkennen. Ganz oben hält die Protagonistin ein Tagebuch in der Hand. Darunter läuft sie zusammen mit ihrer selbstbewusst wirkenden besten Freundin über die weiße Linie zwischen den Farbzonen. Ganz unten sitzt sie gemeinsam mit einem Jungen auf einer ganz ähnlichen Linie. Drum herum sind ein paar Herzen zu sehen, die ein wenig an Origami-Herzen aus Papier erinnern. Für mich ein sehr stimmiges Cover zur Geschichte, das meine Neugier geweckt hat.

Und alles zerbricht von Maxine Reuker ist der Auftakt der Paper Hearts Trilogie. Das Hörbuch wurde von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele für den Hörbuch Hamburg Verlag eingelesen. Damit war für mich von Anfang an klar, dass es ein Hörgenuss wird. Ich lausche den Sprechern einfach zu gerne und entdecke so immer wieder neue Autoren und Geschichten für mich.

Die Erzählung startet mit der ganz besonderen Freundschaft zwischen Mila und Juno und deren familiärer Konstellation. So kann ich als Leser Mila aus ihrer Sicht sehr gut kennenlernen und bekomme eine Idee davon, was der neue Arbeitsort ihrer Mutter für sie bedeutet.

Die Geschichte wird von Mila als Ich-Erzählerin geschildert. So kann ich einen Blick in ihre Gefühlswelt werfen und erlebe, wie sie auf andere reagiert. Ich kann all ihre Wut genauso wie ihre Ängste live miterleben und gut nachvollziehen. Für mich wirkt die Erzählung sehr authentisch, dennoch frage ich mich, ob jeder in dieser Situation dieser „Krankheit“ verfallen würde.

Was führt dazu, dass man sich selbst so anders sieht, als es andere tun? Wie viel Macht haben heute vermeintliche Freunde im Internet, die einen im falschen Handeln noch bestärken?

Ich finde es total gut, dieses Thema in einem Young-Adult-Roman zu verarbeiten. Man merkt, wie genau, aber auch wie einfühlsam auf das Geschehen eingegangen wird.

Während der Leipziger Buchmesse war ich bei einer Veranstaltung mit der Autorin, bei der sie von ihren Erlebnissen erzählt hat. Dadurch bekommt Milas Geschichte noch einmal viel mehr Tiefgang, und so musste ich mir dort das Taschenbuch einfach kaufen.

Die Sprecher haben, wie immer, der Geschichte Leben eingehaucht. Ich höre Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele immer wieder gerne zu. Beide haben ihre Stimmen den Hauptfiguren angepasst, sodass das Alter glaubwürdig rüberkam. Sehr gelungen fand ich auch die Tonlage von Louis für den Vater von Nicolas, der kam richtig unsympathisch rüber. Ob der Vater wohl Einfluss auf die Krankheit seiner Tochter hatte?

Übertönst du Gefühle mit Essen bzw. Hungern? Bist du auf diese Weise in eine Krankheitsspirale geraten? Dann beachte unbedingt die Triggerwarnung. Allen anderen lege ich die Geschichte sehr gerne ans Herz. Ob nun zum Lesen oder Hören – sie ist gleichermaßen spannend. Ich finde es wichtig, gerade im Young-Adult- und New-Adult-Bereich auch Tabuthemen in Geschichten zu integrieren und sensibel zu behandeln. Mich hat die Geschichte auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht und so bin ich gespannt auf den zweiten Band.

Inhaltsangabe

Mila Falks Welt gerät kurz vor ihrem 16. Geburtstag aus den Fugen, als ihre Mutter ein Jobangebot annimmt, das die Familie ins fremde Zürich führt. Mila kämpft mit der Trennung von ihrer besten Freundin Juno und der Einsamkeit an ihrer neuen Schule. Trost findet sie zunächst im Essen, doch als sich das äußerlich bemerkbar macht, gerät sie in die gefährliche Spirale einer Essstörung. Nach einem Zusammenbruch wird Mila in eine Klinik eingewiesen. Dort trifft sie Nicolas, den Sohn des Klinikdirektors, und verliebt sich in ihn. Was zunächst nach einem Lichtblick aussieht, entwickelt sich zu einer verbotenen Liebe, da Nicolas‘ Vater jegliche Beziehung zwischen Patienten und seinem Sohn strikt ablehnt.

Bibliografie

Cover vom New Adult Hörbuch: Und alles zerbricht von Maxine Reuker erschienen bei Hörbuch Hamburg und eingelesen von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele

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Autor: Maxine Reuker
Sprecher: Hannah Schepmann, Louis Friedemann Thiele
Reihe: Paper Hearts Band 1
Genre: Young Adult
Verlag: (Hörbuch Hamburg
ISBN/ ASIN: B0G3RQ2F1B
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2026
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Zeit: 10h23
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Hörbuch Hamburg über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©2026 Ullstein Buchverlage (P)2026 Hörbuch Hamburg HHV GmbH

Blumen: Malen nach Zahlen von Mila Dierksen

Colorful Surprise – Blumen: Malen nach Zahlen von Mila Dierksen

Beitragsbild zur Rezension vom Malbuch: Colorful Surprise Blumen Malen nach Zahlen von Mila Dierksen aus dem Frechverlag

Meine Meinung

Auf dem Cover ist eine blaue Blumenvase zu sehen, die mit rötlichen und gelben Blumen bestückt ist. Dahinter erkennt man ein Fenster mit einem gerafften Vorhang. Das Bild gibt mir schon eine erste Idee davon, was ich im Buch erwarten kann.

Blumen – Malen nach Zahlen von Mila Dierksen ist im Frechverlag erschienen und trägt den Zusatz: Colorful Surprise. Und der passt, denn die 35 Ausmalmotive zeigen ihr wahres Gesicht erst nach dem Ausmalen. Alle Motive drehen sich um Blüten in den unterschiedlichsten Farben.

Zu Beginn gibt es im Buch einen Hinweis auf die empfohlenen Materialien. Konkret sind das Acrylmarker und Acrylfarbe, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Ich habe einfach meine Brushpens von verschiedenen Firmen verwendet. Die helleren Farbtöne haben zwar keine Deckkraft über die vorgedruckten Linien, aber das Ausmalfeeling war trotzdem wunderbar.Dazu gibt es eine weitere Seite mit Tipps zum Einstieg. Und dann ist da noch ein digitales Hilfsmittel, das ich mir auch ausgedruckt habe: Auf einem DIN-A4-Bogen befinden sich 64 Blüten, die man mit den eigenen Stiften ausmalen und anschließend beschriften kann. Ich habe das genutzt, um alle meine Stifte einmal zu Papier zu bringen und dann zu sehen, welche sich für das jeweilige Bild am besten eignen.

Dabei geht es gar nicht darum, die Farbe hundertprozentig zu treffen. Die Schablone hilft einfach dabei, schnell die passenden Stifte herauszufiltern. Dann kommen auch schon die Ausmalbilder. Die sind übrigens nicht mit Zahlen, sondern mit Buchstaben beschriftet, weil sich so mehr als zehn Farben pro Bild verwenden lassen. Auf der jeweils linken Seite findet man einen passenden Gegenstand zum Motiv sowie ein paar Hidden Facts. Dazu gibt es eine Farbskala mit Buchstaben, zu denen man die eigenen Stifte oder Farben eintragen kann. Ich fand das sehr praktisch beim Ausmalen. Man kann dabei übrigens auch komplett eigene Farben wählen und sie einfach den Buchstaben zuordnen. Als Beispiel habe ich mir das Bild ausgesucht, auf dessen linker Seite ein Wanderschuh zu sehen ist. Da ich gerade in Nepal war, passte das perfekt zu meiner Stimmung. Meine Farbwahl ist nah an der Vorgabe geblieben, und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.

Für mich ist dieses Ausmalbuch eine wunderbare Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Ich habe die Buchstaben chronologisch ausgemalt und zwischendurch immer wieder vergessene Felder ergänzt. Ob man von oben nach unten oder wie ich Buchstabe für Buchstabe vorgeht, bleibt einem selbst überlassen. Auf mich hat es eine fast meditative Wirkung gehabt. Ich habe einfach eine Stunde lang den Vögeln im Garten zugehört und Feld für Feld ausgemalt und die Zeit dabei völlig vergessen. Es ist also auch eine wirklich schöne Möglichkeit, den Kopf freizubekommen.

Kennst du noch das klassische Malen nach Zahlen aus deiner Kindheit? Malst du gerne Blumen? Dann habe ich hier genau das Richtige für dich. Blumen – Malen nach Zahlen von Mila Dierksen bietet 35 verschiedene blumige Motive zum Ausmalen, dazu digitales Zusatzmaterial für einen individuellen Farbguide. Ob Acrylstifte, Pinsel oder Buntstifte: alles ist möglich, und mit der Buchstabenhilfe in den Feldern gelingt es wirklich jedem. Von mir eine klare Empfehlung für alle, die mit einer kleinen Hilfestellung einfach schöne Bilder gestalten und dabei kreativ durchatmen möchten.

Ein Ausmalmotiv aus dem Malbuch: Colorful Surprise Blumen Malen nach Zahlen von Mila Dierksen aus dem Frechverlag

Inhaltsangabe

Genieße die meditative Wirkung des Ausmalens mit Blumen Malen-nach-Zahlen

Die neue Reihe „Colorful Surprise” bietet dir nicht nur eine entspannende Auszeit vom Alltag, jedes der großflächigen Malen-nach-Zahlen-Bilder wartet zudem mit einer Überraschung auf: dank zusätzlicher Unterteilung der Felder und versteckter Formen, wird jedes Bild erst nach dem Ausmalen vollständig enthüllt. Erkunde mit dem Stift die floralen Motive, von klassischen Blumen wie Rosen und Dahlien, bis zu atemberaubenden Orten, die für ihre Blütenpracht bekannt sind, wie der Garten des Malers Claude Monet oder die farbenfrohen Weiten des japanischen Blumengartens Shikisai Hill. Mit Acrylmarkern erreichst du ein besonders leuchtendes Farbergebnis, das die grau gedruckten Zahlen problemlos abdeckt, aber auch andere Stifte und Farben eignen sich hervorragend.

Das erwartet dich:

  • 35 florale Malen-nach-Zahlen-Motive
  • langanhaltender Ausmalspaß durch großflächige Bilder
  • Grundlagen zum Malen mit Acrylmarkern und kostenlose Swatch Cards zum Stifte-Vergleich
  • stabile Bindung mit heraustrennbaren Seiten und hochwertigem, dicken Papier
  • Übersicht aller enthaltenen kolorierten Motive im hinteren Teil des Buches

Bibliografie

Cover vom Malbuch: Colorful Surprise Blumen Malen nach Zahlen von Mila Dierksen aus dem Frechverlag

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Autor: Mila Dierksen
Genre: Malbuch
Verlag: Frechverlag
ISBN/ ASIN:  9783735882479
Produktnummer: 28247
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2026
Format: Taschenbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 80
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom Frechverlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Frechverlag

Zitronengeflüster am Gardasee von Mia Sole

Zitronengeflüster am Gardasee von Mia Sole

Beitragsbild mit Cover vom Liebesroman: Zitronengeflüster am Gardasee von Mia Sole

Meine Meinung

Das Cover zeigt vermutlich einen Blick von einer Terrasse auf den Gardasee. Das Blau des Sees vermischt sich mit dem blau des Himmels und unterstützt damit die malerische Kulisse. Passend zum Titel des Buches steht ein kleines Zitronenbäumchen auf dem Geländer und von oben ragt ein Zweig mit reifen Zitronen ins Bild. Für mich einfach ein passendes Cover.

Zitronengeflüster am Gardasee von Mia Sole wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Das Hörbuch dazu wurde von Julia von Tettenborn und Michael Borgard für heartroom eingelesen. Die Geschichte ist der Auftakt der Reihe „Urlaubsromane fürs Herz“ und ist der erste Teil von „Die Gardasee Schwestern“. Im Mittelpunkt stehen Jule, Maurizio und Luca. Die ersten zwei fungieren als Ich-Erzähler der Geschichte und lassen mich als Leser eintauchen in eine ganz besondere Atmosphäre am Gardasee.

Jule wird von ihrem Vater nach Limone geschickt, um dort hinter das perfekte Pizzarezept zu kommen. Dort trifft sie zum Einen auf den Pizzabäcker Luca und auf den Hotelmanager Maurizio. Beide sorgen für Wirbel in ihrem Leben und zeigen ihr wie schön es am Gardasee ist. Doch ist nicht alles eitel Sonnenschein, was nach außen hin strahlt. Nach und nach lassen mich die Figuren teilhaben an ihrem Leben. Ich blicke hinter die Kulissen, der scheinbar verwöhnten Tochter eines Hotelkettenbesitzers. Und darf erleben, wie Juli scheinbar am Gardasee zu ihrem eigentlichen ich findet.

Ebenso tauche ich ein in Maurizios Geschichte und erfahre auch seine Hintergründe, die sein Handeln authentisch und nachvollziehbar machen. Ich will an dieser Stelle gar nicht näher darauf eingehen. Freue dich einfach auf einen Ausflug an den Gardasee, der durch die Beschreibungen zu einer malerischen Kulisse wird. Mit im Gepäck gibt es leckere Pizza und das ein oder andere Missverständnis, das dafür sorgt, dass man das Buch kaum zu Seite legen kann oder eine Pause beim Hörbuch machen möchte.

Bist du auf der Suche nach einer schönen Liebesgeschichte? Wolltest du schon immer mal an den Gardasee reisen, es fehlt dir gerade aber die Zeit dazu? Dann schnappe dir „Zitronengeflüster am Gardasee“ von Mia Sole und lasse dich von den Beschreibungen gedanklich in den Urlaub versetzen. Genieße die Sonne am Gardasee und rieche den Duft von reifen Zitronen. Werfe einen Blick in die Pizzeria und hoffe auf das ultimative Rezept. Ich habe die Geschichte einfach verschlungen und empfehle sie gerne weiter.

Inhaltsangabe

Pizza und Zitronenküsse: Ein kulinarischer Liebesroman am Gardasee

Jule soll ihrem Papa das perfekte Pizzarezept besorgen. Das führt sie nach Limone, wo unter der warmen Sonne des Gardasees so viel mehr auf sie wartet als nur knuspriger Teig und saftiger Belag.
Luca, der charmante Pizzabäcker, und Maurizio, der attraktive Hotelmanager, bringen Jules Gefühle in ein beispielloses Durcheinander. Was als kulinarische Mission beginnt, verwandelt sich schnell in eine Reise voller Geheimnisse und emotionaler Turbulenzen.
Zwischen köstlichen Pizzen, duftenden Zitronenhainen und leidenschaftlichen Momenten steht Jule vor der Entscheidung ihres Lebens: Soll sie auf ihren Vater hören oder dem Herzen folgen?

Zitronengeflüster am Gardasee ist ein herzerwärmender Roman mit Wohlfühlfaktor, der die Leser*innen erneut nach Limone entführt. Ein Lesevergnügen für alle, die sich nach einer Auszeit am beliebtesten See Italiens sehnen.

Bibliografie

Cover vom Liebesroman: Zitronengeflüster am Gardasee von Mia Sole

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Autor: Mia Sole
Reihe: Urlaubsromane fürs Herz Band 1
Genre: Liebesroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN/ ASIN: B0D6HS7QJK
Erscheinungsdatum: 15 Juni 2024
Format: Ebook und Taschenbuch u.a. bei Amazon erhältlich *
Seitenzahl: 258
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Mia Sole zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Mia Sole

Raffinierte Flügelkarte für Schokoladenverpackungen

Box mit Flügelkarte basteln – raffinierte Verpackung für Schokolade

Ich liebe Verpackungen, die einen raffinierten Verschluss haben. Heute habe ich eine Box mit Flügelkarte für dich. Hinein passt eine quadratische 100g Tafelschokolade.

Auf den ersten Blick wirkt die Verpackung wie eine geschlossene Karte. Öffnet man sie, zeigt sich zunächst nur der vordere Bereich, in dem ein persönlicher Gruß seinen Platz findet. Dieser erste Schritt macht neugierig auf das, was noch folgt.

Erst beim weiteren Aufklappen der Flügel offenbart sich der eigentliche Inhalt der Box. Durch diesen zweistufigen Öffnungsmechanismus wird aus einer einfachen Verpackung ein kleines Erlebnis.

Ein Reisebericht: Nepal – Busrundreise durch das Dach der Welt

Das Anapurna Massiv in Nepal von Pokhara aus fototgrafiert

Plan A, B und C – Hauptsache ankommen

Die Anreise am 23. April zum Flughafen sollte eigentlich Routine sein. Eigentlich. Von Holdorf ging es kurz vor zehn mit der Bahn los Richtung Frankfurt. Bis Osnabrück lief noch alles nach Plan. Doch dann hörte es auf. Der geplante Zug hatte so viel Verspätung, dass wir kurzerhand umstiegen und damit nur bis Haltern am See kamen. Plan C führte uns schließlich über Bochum nach Frankfurt, wo wir mit kurzer Wartezeit unsere Koffer noch rechtzeitig einchecken konnten. Nach einem schnellen Happen ging es mit Verspätung auf den Flieger nach Delhi. Dort gab es ein leckeres Curry an Bord. Nach dem Essen habe ich versucht ein wenig zu schlafen, was im Flieger immer so eine Sache ist.

In Delhi wurden wir kurz vor der Landung von den Vorbereitungen zum Frühstück geweckt. Ich hatte vielleicht drei Stunden geschlafen. Das Frühstück entschädigte dafür aber umso mehr. Schon vor der Landung war klar: In Delhi heißt es laufen zum Anschlussflug. Der wartete zum Glück auf uns.

Kathmandu – Ankommen mit allen Sinnen

In Kathmandu angekommen kosteten die Einreiseformalitäten noch einmal Zeit und Geduld. Doch als wir endlich am Gepäckband ankamen, standen unsere Koffer bereits daneben. Am Ausgang wartete unser Guide Anoj auf uns. Bis alle Teilnehmer der Reise eingetrudelt waren, gönnten mein Mann und ich uns noch einen richtig guten Espresso. Man weiß ja nie, wann es wieder richtigen Kaffee gibt. Im Bus gab es Wasser und einen kurzen Überblick für den restlichen Tag sowie den Start am nächsten Morgen.

Unser Zimmer im Shambaling Boutique Hotel war richtig einladend mit direktem Zugang zur Dachterrasse. Nach dem Duschen und Kofferauspacken war es auch schon Zeit fürs Abendessen, zu dem wir einheimisches Bier probierten. Das Beste des ersten Tages war schlicht und ergreifend der herzliche Service im Hotel.

Am nächsten Morgen wurde ich kurz vor dem Wecker wach. Ein Zeichen, dass mein Körper ausreichend Schlaf gefunden hatte. Beim Frühstück trafen wir den Rest der Gruppe: insgesamt 25 Leute plus Reiseleiter, Busfahrer und Beifahrer, alle zum Teil deutlich älter als wir.

Um neun Uhr starteten wir ins Sightseeing. Mit dem Bus ging es zunächst zum Basar, wo wir zu Fuß durch Asan und Indrachock schlenderten. Da an diesem Samstag wenig los war, war es angenehm ruhig und deutlich sauberer als erwartet. Weiter ging es zur Kathesimbu-Stupa, wo die ersten Magneten der Reise ihren Weg in unsere Tasche fanden. Ergänzend zum Reiseplan besuchten wir dann noch den Durbar Square mit all seinen Tempeln. Dort gönnten wir uns in einer Rooftop-Bar eine Kleinigkeit: ein leckeres Chicken Curry, dazu Bier und Espresso, für knapp 16 Euro. In Deutschland undenkbar.

Danach ging es zum Affentempel, der wegen eines Feiertags gut besucht war. Die Aussicht über Kathmandu war von dort oben nicht schlecht. Abends erfuhren wir außerdem von einer kleinen Planänderung: Wegen Erdrutschen waren einige Straßen nicht passierbar. Wir ließen uns überraschen.

Trotz Nieselregen machten wir noch einen Abendspaziergang zur Boudha Stupa. Mit der abendlichen Beleuchtung war sie wirklich beeindruckend anzusehen. Die Umrundung und ein kurzer Blick auf die riesigen Gebetsmühlen rundeten den Tag wunderbar ab.

Dhulikhel – Wandern, Klöster und tausend Stufen

Nach einem weiteren entspannten Morgen in Kathmandu gab es noch eine kleine Programmergänzung: Ein neuer Guide begleitete uns durch eine Klosterschule, ein Künstleratelier und noch einmal zur Boudha Stupa. Diesmal bei Tageslicht, was einen ganz anderen Eindruck hinterließ. Auf dem Rückweg warfen wir noch ein paar neugierige Blicke in die kleinen Geschäfte der Umgebung.

Dann startete der Bus nach Dhulikhel. Die 30 Kilometer dauerten die prognostizierten zwei Stunden, denn die Straßen in Nepal hatten es in sich. Abenteuerlich wäre noch untertrieben. Pünktlich kurz vor dem Hotel setzte der Regen ein und wir wurden auf dem Weg zu unseren Zimmern geringfügig nass. Später beim Spaziergang durch die Stadt erwischten uns noch ein paar weitere Schauer. Erst beim Abendessen wurde es trocken, und bei einem Bier ließen wir den Tag in netter Runde ausklingen.

Der nächste Tag begann mit Wanderschuhen und Regensachen im Gepäck. Erster Stopp war das Kloster Namobuddha. Dort verschafften wir uns erst einen Überblick, bevor wir an einer Zeremonie teilnehmen durften. Die Kinder in ihrer typischen Mönchs-Garderobe saßen in den Reihen und was sie nebenbei so trieben, war durchaus menschlich: scheinbar auch einfach Hausaufgaben.

Anschließend führte uns eine Wanderung von 1755 Metern auf 1565 Meter über steinige Wege mit viel Natur entlang einer Gipfelrunde. Schön und anstrengend zugleich. Am Ende war ich einfach froh, angekommen zu sein. Der Bus holte uns ab und brachte uns zurück zum Hotel.

Vom Hotel aus machten wir uns zusammen mit Olaf auf den Weg zu den Thousand Steps. Die Stufen hatten es wirklich in sich. Aber der Ausblick und vor allem die vielen Baby-Affen auf dem Rückweg entschädigten für jede einzelne davon. Danach zog mich der Pool unwiderstehlich an, bevor wir den Abend auf der Terrasse bei Bier ausklingen ließen. Die Stufen sollten mich durch den entstandenen Muskelkater übrigens noch tagelang begleiten.

Wanderweg in Nepal

Unterwegs – Hängebrücken, Flüsse und der beste Kaffee seit Tagen

Richtung Chumlingtar hatte Erik morgens den Busfahrer gefragt, ob er vorne mitfahren dürfte. So saß ich ganz entspannt hinten im Bus, las mein Buch und schaute gelegentlich aus dem Fenster und Erik machte vorne Fotos. Beim Zwischenstopp in Kathmandu versorgte Erik uns im Supermarkt mit Cola und Schokolade: Reiseproviant der wichtigsten Art. Danach Kopfhörer rein, Hörbuch an und Nepal vorbeiziehen lassen.

Am Highway-Restaurant Hamlet gab es dann endlich wieder einen richtigen Kaffee. Nach zwei Tagen löslichem Instantkaffee zum Frühstück war das eine echte Wohltat. Beim nächsten Stopp überquerten wir eine Hängebrücke über den Trishuli, besser gesagt natürlich zweimal, hin und zurück. Im Siddhartha Riverside Resort angekommen, zog mich der Pool sofort in seinen Bann, wie auch viele andere aus unserer Reisegruppe.

Auf dem Weg in den Nationalpark legten wir in Devghat einen nachdenklichen Zwischenstopp ein. Ein Blick in eine Unterkunft für alte Menschen, die mehr als ärmlich war, ließ uns kurz verstummen. Der weitere Spaziergang führte uns am Galeshwar Ashram vorbei bis zur Mündung von Kali-Gandaki und Trishuli, wo wir gerade noch rechtzeitig das Ufer verließen, bevor uns der nächste Regenschauer erwischte.

Chitwan Nationalpark – Nashörner, Krokodile und nasse Abenteuer

Im Chitwan Nationalpark erwartete uns das Hotel Earth Light. Der Regen machte uns zunächst einen Strich durch die Rechnung und verhinderte den geplanten Dorfspaziergang zur Elefantenaufzuchtstation. So fuhren wir mit Jeeps ins Dorf, schauten uns ein Musterhaus an, das wohl als Museum gedacht war, und ließen uns wieder abholen. Den Abend verbrachten wir nach dem Essen gemütlich in der Bar.

Der nächste Tag machte alles wieder wett. Früh morgens wurden wir auf drei Einbäume verteilt und fuhren eine gute halbe Stunde mit dem Strom durch die Natur. Rechts und links tummelten sich Krokodile, angeblich drei verschiedene Arten, die ich ehrlich gesagt nicht auseinanderhalten konnte. Ein kurzer Abstecher zur Elefantenaufzuchtstation zeigte uns wunderschöne Tiere, auch wenn uns der Anblick der Ketten nachdenklich stimmte. Immerhin sollen sie täglich von elf bis sechzehn Uhr frei im Gebiet unterwegs sein. Ein wilder Bulle war ebenfalls zu sehen, der einzige, der wirklich frei war und vor dem alle großen Respekt hatten, denn an den Stangen der Umzäunung konnte man seine Kraft erkennen.

Danach folgte eine fast zweistündige Pirschsafari zu Fuß, bei der wir Rehe, Vögel und ein Nashorn in der Ferne erspähten. Am Nachmittag folgte noch die Jeep-Safari tief in den Nationalpark hinein. Hirsche, Rehe, ein Pfau mit Familie und immer wieder Fotostopps. Ganz zum Schluss, als wir bereits pitschnass vom Regen waren, erspähte Erik ein Nashorn, das direkt an uns vorbeizog und damit endete die Safari mit lauter glücklichen Gesichtern. Den Abend rundete ein kleines Kulturprogramm mit Tanzeinlage ab. Die ein oder andere aus unserer Gruppe ließ es sich nicht nehmen, am Ende mitzutanzen.

Gorkha – MoMo’s und Buddhas Geburtstag

Die Fahrt nach Gorkha führte uns wieder an Hängebrücken vorbei. An einer Stelle hätte zur Monsunzeit ein beeindruckender Wasserfall zu sehen sein sollen. Jetzt war davon nur ein Rinnsal zu erahnen. Dennoch war das Gelände einladend und schien zum Rafting wie geschaffen. Im Hotel angekommen, bestellte ich mir zum Mittag eine Portion Chicken MoMos. Wer Nepal bereist und MoMos noch nicht kennt: unbedingt nachholen. Ob gedämpft, gebraten, halb gebraten oder in Chili – sie sind in jeder Zubereitungsart einfach köstlich.

Mit einem lokalen Bus ging es hinauf zum Gorkha Nath Tempel, dem Schloss von Gorkha. Dort wurde gerade Buddhas Geburtstag gefeiert und entsprechend viel war los. Vierzehn aus unserer Gruppe stiegen dann zu Fuß über die Treppen nach unten ab. Nach der ganzen Zeit im Bus tat die Bewegung einfach gut, und der Weg bot noch einmal schöne Einblicke in die Umgebung. Das Abendessen an diesem Abend war so naja. Erik bestellte sich kurzerhand noch à la carte MoMos nach. Verständlich. Anschließend saßen wir wieder lange beisammen und ließen den Abend ausklingen.

Bandipur und das Kloster – Spartanisch, aber unvergesslich

Das Bergdorf Bandipur war ein idyllischer Zwischenstopp mit Kaffee und einem kurzen Dorfbummel. Das Bergdorf sah malerisch aus und lud zum Verweilen ein. Mittags gab es am Highway eine leckere Gemüse-Nudelsuppe, bevor wir gegen halb vier unser spartanisch eingerichtetes Zimmer im Gästehaus Pema Ts’al bezogen.

Das Pema Ts’al Sakya Monastic Institute nahm uns dann völlig in seinen Bann. Im Gebetsraum herrschte eine ganz eigene Stille. Die Zimmer der Kinder bestanden aus einem Bett und sonst nichts. Das ließ einen kurz innehalten und nachdenken. Genauso die Klassenzimmer. Nach einem Cappuccino im klostereigenen Café und einem einfachen aber ordentlichen Abendessen zog es uns noch zu fünfzehnt in den Ort hinunter, wo wir in einem kleinen Hotel die Biervorräte dezimierten. Kurz vor Torschluss kamen wir wieder ins Gästehaus.

Ein Restaurant direkt am Fluss fussläufig vom Pema Ts'al Gästehaus entfernt

Pokhara – Berge, See und die abgelöste Schuhsohle

Morgens um halb vier klingelte der Wecker für den Sonnenaufgang in Sarangkot. Ich machte mich fertig und fuhr mit den anderen mit dem Bus nach oben. Erik entschied sich fürs Weiterschlafen. Die Sonne ließ sich zunächst nicht blicken, aber nach und nach verzogen sich die Wolken und gaben den Blick auf das Annapurna-Massiv frei. Ein Moment, der sich ins Gedächtnis brennt und uns noch ein paar Tage immer wieder begleiten sollte. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem hinduistischen Hochzeitstempel, von dem aus sich die Bergkette noch einmal wunderbar zeigte.

Zurück in Pokhara starteten wir nach dem Frühstück zur World Peace Stupa. Kurz nach Beginn des Aufstiegs löste sich die Sohle meines Wanderschuhs. Was tut man in so einem Moment auf einem nepalesischen Bergpfad? Man improvisiert. Erst ohne Sohle, später mit Kinesiotape befestigt ging es weiter nach oben. Ich hatte vor dem Start so eine Eingebung gehabt und sicherheitshalber etwas zum Befestigen eingesteckt. Der Weg war wunderschön und oben wartete als Belohnung ein Iced Mocha. Manchmal muss man sich seinen Kaffee echt verdienen. Und so verabschiedete ich mich nach über zwanzig Jahren von meinen treuen Wanderschuhen.

Am Mittag gönnten wir uns unweit des Hotels MoMos, diesmal im Lake Shore Restaurant. Danach trennten sich unsere Wege: ich las, Erik bummelte durch die Stadt.

Am nächsten Morgen bestiegen wir drei Tretboote und schipperten über den Phewa-See, immer mit dem Annapurna-Massiv im Blick. In den anderen Booten ließen sich die Mitreisenden bequem chauffieren. Wir wechselten uns brav ab, weil es einfach Spaß machte. Zurück am Anleger folgte noch eine Runde Bummeln: T-Shirts, Magneten und ein Mittagessen mit halb gebratenen MoMos. Satt und zufrieden verbrachte ich den Rest des Tages mit Lesen und Kofferpacken, bevor wir uns alle zum letzten gemeinsamen Abendessen trafen. Bei Bier und Cocktails ließen wir den letzten entspannten Abend gemeinsam ausklingen.

Zurück in Kathmandu – Abschied mit langer Tafel

Die Rückfahrt nach Kathmandu dauerte gut acht Stunden, die ich größtenteils mit Lesen und Hörbuch hören verbrachte, unterbrochen von drei Kaffee- und Klopausen und immer wieder schönen Blicken aus dem Fenster. Nepal zieht auch auf der Rückfahrt noch einmal an einem vorbei.

Zurück im Shambaling Boutique Hotel packten wir die Koffer um und legten kurz die Füße hoch. Abends saßen wir zu einundzwanzig an einer langen Tafel beieinander, fast die gesamte Reisegruppe. Menschen, die man vor zwei Wochen noch nicht kannte und die einem nun ans Herz gewachsen sind.

Mein Fazit

Nepal ist ein Land voller Gegensätze. Abenteuerliche Straßen und atemberaubende Landschaften. Spartanische Klosterzimmer und herzliche Gastfreundschaft. Nashörner im Regen und Bergpanoramen über den Wolken. Und überall MoMos.

Es war eine schöne Reise mit ganz vielen Eindrücken. Und trotzdem war ich froh, als es wieder nach Hause ging.

Blick auf das Anapurna Massiv aus dem Flugzeug auf dem Rückflug von Kathmandu nach Delhi