Ein Reisebericht: Journaling Barcamp 2026

Mein Wochenende beim Journaling Barcamp in Hamburg

Am 21. und 22. Februar fand zum dritten Mal das Journaling Barcamp in Hamburg im Betahaus statt. Und auch für mich hieß es zum dritten Mal nach Hamburg reisen, um liebgewonnene Menschen wiederzutreffen und neue kennenzulernen.

Anreise nach Hamburg und ein Wiedersehen mit lieben Menschen

Ich bin wieder in der Superbude St. Pauli abgestiegen und habe mir dort mit meiner liebsten Heike von Bücherheike das Hotelzimmer geteilt. Seit der Leipziger Buchmesse 2023 teilen wir uns regelmäßig ein Zimmer, um die Kosten zu sparen. Um am Samstagmorgen pünktlich zum Start des Journaling Barcamps vor Ort zu sein, reisten wir beide bereits am Freitagnachmittag an. Die Wiedersehensfreude war groß. Zuletzt hatten wir uns im September auf der Buch Berlin gesehen. Nach dem Check In zog es uns wieder hinaus in die Stadt, denn wir waren mit Heike von Frau Goethe liest zum Essen verabredet. Bei Cappuccino und einer leckeren Bowl hätten wir fast die Zeit vergessen.

Foto vom Essen in Hamburg im La Caffeteria

Lesung und Bücherliebe bei Stories – Die Buchhandlung

Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir rechtzeitig bei Stories – Die Buchhandlung an, um noch ein paar Fotos zu machen. Die Buchhandlung lädt mit ihrer Präsentation der Bücher einfach zum Verweilen ein. Und die Leitern an den hohen Bücherregalen muss man als Bookie natürlich zum Fotografieren nutzen. Doch wir waren nicht nur für Fotos in der Buchhandlung, sondern zur Premierenlesung von Janne Mommsen zu seinem Roman „Das Salz in der Luft“. Es ist der zweite und abschließende Band seiner New York – Föhr Dilogie.

Wobei ich persönlich den ersten Band noch nicht gelesen habe. Das wird sich definitiv ändern. Die Lesung des Autors macht Lust auf beide Bücher und so werde ich bald mit Band 1 starten und dann direkt mit Band 2 weitermachen.

Das Abenteuer mit der Hotelzimmertür

Ziemlich kaputt vom langen Tag kamen wir abends wieder im Hotel an. Doch der Schlaf sollte uns erst einmal nicht vergönnt sein.

Kennst du den Moment, wenn du deine Zimmerkarte an die Tür hältst und auf das grüne Licht wartest, das dir signalisiert, dass du die Tür öffnen kannst?
Tja, was soll ich sagen. Das Licht war rot.
Natürlich testeten wir beide Karten, doch das Ergebnis war das gleiche. Rotes Licht.

Drei Versuche bis zur offenen Tür

Foto in der Superbude St. Pauli

Also hieß es, die zwei Stockwerke nach unten zu laufen und an der Rezeption die Karten neu laden zu lassen. Gesagt, getan und wieder die Erwartung auf grünes Licht. Doch uns war das Glück nicht hold. Wieder zeigte die Tür an, dass St. Pauli gar nicht so weit von uns entfernt war. Also bin ich erneut die zwei Etagen hinuntergelaufen und habe mit viel Galgenhumor das rote Licht an der Rezeption gemeldet. Doch auch das zweite Aufspielen der Daten war nicht von Erfolg gekrönt.

Da ja aller guten Dinge drei sind, gingen wir wieder nach unten. Was mir einen Gutscheinchip für ein Getränk einspielte.

Beim dritten Versuch kam einer der Angestellten mit nach oben und vermutete, dass die Batterie leer sei. Denn auch seine Karte funktionierte nicht. So weit, so gut. Der Schlüssel sorgte schließlich für eine offene Tür und wir waren wieder wach.

Wenn die Batterie einfach nicht gewechselt werden will

Doch damit war das Abenteuer Tür noch nicht vorbei.

So ein Wechsel einer Batterie ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man jung an Jahren ist und nicht weiß, welches Werkzeug man zum Lösen einer Schraube benötigt.

Während Heike unter die Dusche sprang, amüsierte ich mich still und heimlich über den jungen Mann, der sich inzwischen von einer Kollegin Hilfe geholt hatte. Zu zweit überlegten sie, ob die Kerbe in der Schraube nun ein Stern war und wenn ja, wie viele Zacken er hatte. Nachdem das geklärt war, kam die Frage aller Fragen.

In welche Richtung muss man drehen?

Wie gesagt, ich hatte Spaß und schrieb im Kopf schon meinen Bericht zum Wochenende.

Frühstück in der Superbude und erste Begegnungen

Am Morgen wurden wir von unserer Tür mit einem dauerhaften roten Blinken empfangen. Nun war die Batterie vermutlich endgültig am Ende. An der Rezeption wusste die Frühschicht schon Bescheid und löste das Problem innerhalb von zwei Minuten.

Wir genossen indes das ausgiebige Frühstück in der Superbude. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Außerdem trafen wir hier schon auf bekannte Gesichter von den letzten beiden Journaling Barcamp Veranstaltungen.

Ankommen beim Journaling Barcamp im Betahaus

Gestärkt und mit funktionierender Zimmerkarte machten wir uns dann pünktlich auf den Weg zum Betahaus. Hier trafen wir auf weitere bekannte Gesichter. Besonders gefreut habe ich mich, Sandra und Julia wiederzusehen. Sandra hatte ich auf dem ersten Journaling Barcamp kennengelernt und Julia auf dem zweiten.

Nach dem Check In hieß es erst einmal einen Platz suchen. Irgendwie landeten wir wieder auf den gleichen Plätzen wie zuvor. Dann wurde das Namensschild gestaltet und der erste Kaffee geholt. Außerdem wurde schon einmal ein erster Blick in die Goodie Bag geworfen.

Keynote von Sünje Lewejohann und erste Schreibimpulse

Das Journaling Barcamp 2026 startete mit einer meditativen Einheit von Nicole, die immer wieder dafür sorgt, Dankbarkeit und Ruhe in den Vordergrund zu stellen. Nach ein paar organisatorischen Punkten kam direkt die erste Keynote Speakerin zu Wort.

Sünje Lewejohann startete mit einem Gedicht aus „Als ich noch ein Tier war“ und endete mit den Worten „Jeder kann Gedichte schreiben.“ Denn alles, was wir zum Schreiben brauchen, ist schon da.

Mein spontanes Gedicht

Begegnungen genießen
Ankommen und abschalten
Routinen durchbrechen
Chancen nutzen
Augen schließen
Mutig aufstehen
Projekte gestalten

Für mich gab Sünje so den Anstoss, einfach mal wieder Gedichte zu schreiben. Früher habe ich es regelmäßig gemacht um meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. So war der Einstieg direkt nach meinem Geschmack. Danach folgten noch ein paar kleine Schreibimpulse, dessen Ergebnisse ich zum Teil mit der Gemeinschaft teilte.

Mit Gummistiefel in Pfütze springen
Grashalm zwischen Daumen zum vibrieren bringen
Hüpfend von Gras zu Gras durchs Vorland

Anschließend ging es zum Pitch für kleine Workshops, die die Veranstaltung zu einem Barcamp machen. Es standen wieder zahlreiche Leute auf und erzählten zum Teil aus dem Stehgreif, was sie so machen wollten. Das konnte ich gar nicht alles behalten, bekam aber schon ein Gefühl dafür, was mich so erwarten würde für diese zwei Tage. Doch bevor es in die einzelnen Sessions ging, durfte ich noch der zweiten Keynote Speakerin lauschen. 

Foto von Tanja Wehr und Sünje Lewejohann die Keynote Speakerinnen vom Journaling Barcamp 2026 in Hamburg
© by Tom von inkblot.de

Sketchnotes mit Tanja Wehr

Tanja Wehr von Sketchnotelovers gab einen Einblick in ihre Arbeit und zeigte, wie sie Gedanken und Ideen durch die Kombination von Bild und Schrift zu Papier bringt. Da bekam ich direkt Lust mitzumachen und wurde noch einmal an das Sketchnote Barcamp im Juni in Göttingen erinnert. Für das ich mich inzwischen auch schon angemeldet habe.

Der erste Session Slot am Samstag

Am Samstagnachmittag fand dann der erste Session Slot statt. Ich entschied mich für Artjournal mit Ramona von @kalimagie. Sie zeigte ihre Journals und erklärte, wie sie darin arbeitet. Meist beginnt alles mit einem Text, der später übermalt oder überklebt wird, sodass teilweise nichts mehr davon zu sehen ist. Hier wurde ich zum ersten Mal wieder so richtig von Tom eingefangen. Der Fotograf begleitet das Journaling Barcamp von Anfang an und macht einfach grandiose Aufnahmen. Seine Bilder erkennst du hier jeweils durch die Angabe inkblot.de in der Beschriftung.

Fotograf Tom von inkblot.de

Der Fotograf begleitet das Journaling Barcamp von Anfang an und macht einfach grandiose Aufnahmen. 

Abendessen, Goodie Bag und ein langer Barcamptag

Damit endete ein erfüllender erster Tag auf dem Barcamp. Mit vielen Eindrücken im Gepäck ging es Richtung Hotel und auf die Suche nach einem Lokal fürs Abendessen. Irgendwie landeten wir wieder im Napoli. Dort bekamen wir noch zu viert einen Tisch und genossen die grandiosen Speisen. Ich hatte Trüffelravioli. Die waren einfach traumhaft.

Während Heike sich ins Bad verabschiedete, räumte ich die Sachen etwas hin und her, um ein Unboxing der wunderbaren Goodie Bag zu filmen. Die Sponsoren haben sich diesmal wirklich über troffen.

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Dazu gehören: Moleskine, Edding, Pentel, mitp Verlag, Folia diy, Neuland, Schneiderpen, Sketch Stuff, Jolie Notizbuch, Holunderelfe Magazin, Manuela Motzel, Schreibräume Magazin, Handschrift Magazin und Schreibmelange.
Ich hoffe ich habe jetzt keinen vergessen. 

Sonntag beim Journaling Barcamp

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es am Sonntagmorgen nach einem reichhaltigen Frühstück mit gepackten Koffern wieder zum Journaling Barcamp. Für Sonntag standen drei Session Slots auf dem Plan und dann noch die große Tombola.

Sketchnotes Basics mit Tanja Wehr

Mein erster Slot war ganz klar die Session mit Tanja Wehr. Auch wenn ich schon einiges über Sketchnotes weiß, musste ich trotzdem zu den Basics gehen. Hier hatten wir ganz viel Spaß. Es startete mit einer lockeren Aufwärmübung und einfachen Symbolen.

Dramolett schreiben mit Alix

Als nächstes wählte ich Dramolett mit Alix. Das hat mir persönlich unglaublich viel Spaß gemacht. Wir waren eine kleine Runde von vielleicht zehn Leuten und haben miteinander diskutiert, geschrieben und ganz viel gelacht. Ich habe ein Dramolett zum Thema „Die Milch ist alle!“ geschrieben und habe mich am Ende sogar getraut, es vorzulesen.

Die letzte Session

Nach einer Kaffeepause ging es dann weiter mit der letzten Session. Hier habe ich mich für Freudvoll & Leicht mit Heidrun Künzel entschieden. Das hörte sich alles sehr gut an, doch meine Aufnahmefähigkeit war einfach nicht mehr so groß.

Mein persönliches Fazit zum Journaling Barcamp

Für mich war das Wochenende wieder einfach wunderschön. Ich habe vieles für mich persönlich gelernt und werde für meinen Blog einiges mitnehmen. Ich freue mich schon auf das vierte Journaling Barcamp, an dem ich ganz bestimmt wieder teilnehmen werde.

Abschließen möchte ich mit meinem kleinen Laufzettel, auf dem sich die eine oder der andere mit Wünschen verewigt hat. Ein Feld habe ich für dich freigelassen.

Ein Bild von lieben Grüßen von Teilnehmern vom Journaling Barcamp

Was würdest du mir für mein weiteres kreatives Schaffen noch mit auf den Weg geben wollen?

Eine Dekade lesen und basteln in 1999 Beiträgen

10 Jahre Kerstins Kartenwerkstatt

Vor genau einem Jahrzehnt begann meine Reise mit 100 Weihnachtskarten bis Weihnachten. Ein wenig später folgten dann die Bücher. Heute feiere ich mit dem 1999. Beitrag den 10. Geburtstag von meinem Buch- und Kreativblog und nehme dies zum Anlass, um ein wenig in Erinnerung zu schwelgen.

Weihnachtskarten 2020 Weihnachtswichtel

Anfänge:

Als ich meinen Blog ins Leben rief, hatte ich zwar eine Ahnung wie WordPress funktioniert, aber keine Idee wohin mich die Reise führen würde. Mein Plan war ein Weihnachtskarten Countdown in 100 Tagen zu posten und mehr nicht. Doch in diesen drei Monaten habe ich gefallen am Schreiben gefunden und so blieb der Blog auch über den Jahreswechsel 2013 zu 2014 bestehen. Ich befand mich in einer Bastelblase und fühlte mich unter den ganzen kreativen Bloggern sehr wohl.

Entwicklung:

Nach und nach schaute ich über meinen Tellerrand hinaus und entdeckte weitere Blogger im Netz und so stieß ich mehr oder weniger zufällig auf die Welt der Buchblogger. Gelesen habe ich schon immer sehr viel und sah hier nun meine Chance in einen Austausch zu kommen mit anderen Leseverrückten. So gibt es seit Januar 2015 regelmäßig Rezensionen auf dem Blog und hin und wieder auch andere buchige Berichte. So richtig in der Welt der Buchblogger kam ich mit den Kampagnen von Mainwunder an. Ich kann mich noch gut an die Krimiwoche erinnern. Dann kam die DSGVO durch die viele Bastelblogs verschwanden, doch ich ließ mich nicht abschrecken und machte weiter.

Gemeinschaft:

In den letzten Jahren sind mir viele Leser und Blogger ans Herz gewachsen. Und so habe ich mich besonders auf die Buch Berlin 2022 gefreut, um meine lieben Kollegen und im speziellen auch einige Autoren endlich persönlich kennenzulernen. Besonders in den Corona Jahren stieg der virtuelle Austausch enorm an und so gab es in Berlin ein großes Hallo. Ich fühle mich in der Buchbloggerszene inzwischen ganz und gar angekommen und freue mich immer wieder über neue Kontakte und damit auch Ideen und Input, um an sich selbst und seinem Internetauftritt zu arbeiten.

Höhepunkte der letzten 10 Jahre:

  • Im Mai 2015 eine Lesung mit Susan Elizabeth Phillips in Hannover. Meine erste Lesung, die ich als Buchbloggerin besucht habe. Dafür fahr bin ich gerne zwei Stunden mit dem Auto gefahren.
  • Noch immer gut in Erinnerung ist mir die Krimiwoche auf Facebook. Mit vielen Teilnehmern stehe ich immer noch in regem Austausch.
  • Der Technik Blog Hop fand inzwischen 16. Mal auf meinem Blog statt. Der letzte ist nur leider schon viel zu lange her, aber mir fehlt gerade die Zeit für die Organisation.
  • Das Jubiläumsjahr 2023 ist für mich bisher eine Aneinanderreihung von besonderen Buch-Highlights. Es begann mit der Leipziger Buchmesse, die für mich einfach beeindruckend war. Es ging weiter mit der Buch Passion in Bremen und dann gab es eine ganz besondere Schnitzeljagd von Dumont in Köln. Es folgen dieses Jahr noch die Buch Berlin und vielleicht noch der Umzug in mein neues Bastel- und Lesezimmer.
Gepäck zur Buch Berlin 2022 und der Blogfamilia

Zukunft:

Während ich auf die vergangenen 10 Jahre zurückblicke, bin ich auch gespannt auf die kommenden 10 Jahre. Mein Blog soll weiterhin durch seine zwei Säulen die Literatur und die Kreativität leben. Wobei ich meinen Bücherkonsum etwas zurück schrauben werde und dafür dem kreativen Schreiben etwas Raum geben möchte. Meine Kolumnen Rubrik aus den Jahren 2020 und 2021 möchte ich wieder zum Leben erwecken, um einfach zwischendurch mal etwas außerhalb meiner Bücherwelt zu schreiben.

Schlusswort:

Ich möchte allen danken, die mich in den letzten 10 Jahren begleitet haben, sei es als langjährige Leser oder als Neulinge und freue mich darauf, die nächsten 10 Jahre mit euch zu teilen. Auf die Liebe zu Büchern und zur Kreativität!

Seit wann folgst du meinem Blog? Gehörst du zur Bücher- oder Bastelfraktion? Schreibe mir deine Antwort gerne in die Kommentare oder ausführlich per Email.

Ein Reisebericht – Blogfamilia

Spontane Entscheidungen sind die besten

Im März 2022 habe ich mir das Bahnticket für den 16.09.22 nach Berlin gekauft. Schon weit vorher hatte ich ein Hotel in Neukölln reserviert und mich als Blogger für die Buch Berlin akkreditieren lassen. Was ich nicht bedacht hatte, was mache ich am Freitag Abend so ganz alleine in Berlin?

Seit über zehn Jahren war es der erste Tripp ganz für mich alleine. Was bis zu meinem 30. Geburtstag ganz normal war, brachte mir nun irgendwie Unbehagen. So war der Hinweis zur Blogfamilia von der Buch Berlin eine perfekte Lösung. Ich würde den Freitag Abend nicht alleine verbringen. Außerdem wurde indisches Essen in Aussicht gestellt, dem ich nicht widerstehen konnte. Eine gute Gelegenheit meine Schüchternheit zu überwinden und auf fremde Menschen zu zugehen.

Gepäck zur Buch Berlin 2022 und der Blogfamilia

Okay, der Plan war soweit ganz gut. Die Anreise mit dem Zug klappte, wenn man mal die Stunde Verspätung nicht beachtet. Das Hotel Erlanger Hof in Neukölln war auf den zweiten Blick gefunden, wie gut dass das Smartphone einen an den richtigen Ort navigieren kann, sofern man denn die Karte richtig liest, aber das ist ein anderes Thema. Aus meinem Plan noch ein wenig Shoppen zu gehen wurde nichts, dank der Zugverspätung und dem spannenden Buch von Stefanie Brunswick blieb mir nicht mehr viel Zeit um pünktlich zur Blogfamilia zu gelangen.

Das Ticket für das große #BackTogether hatte ich in der Tasche und für den Notfall auch eine Regenjacke. Nach einem Fußmarsch vom Alexanderplatz zum Michaelkirchplatz war meine Vorfreude groß, doch meine Angst nahm zu. Was hatte ich mir dabei gedacht, mich für die Blogfamilia anzumelden? Ich lese zwar super gerne Kinder- und Jugendbücher, aber ansonsten habe ich keinen Bezug zur Elternblogger-Szene. Eigene Kinder waren mir und meinem Mann leider nicht vergönnt und so wappnete ich mich vor den kommenden Fragen. Diese blieben allerdings aus, was mich positiv überraschte. Die Anderen sprachen über ihre Kinder und ich über meinen Buch- und Kreativblog. Um den Eintritt in den wunderschönen Garten etwas hinaus zu zögern, habe ich noch einen kurzen Gang um die Kirche gemacht.

Mit einem unsicheren Lächeln im Gesicht habe ich mich dann ins Getümmel gestürzt. Mit Namensschild auf der Brust und einem super leckeren Mangoeis in der Hand, habe ich erst mal meine Umgebung sondiert. Einen kurzen Blick über die Büchertische vom Arena-Verlag und vom Beltz-Verlag geworfen und geschaut was die Phaeno Wolfsburg an Experimenten dabei hatte. Meine Wasserflasche fest in der Hand steuerte ich auf einen Stehtisch zu, an dem sich schon ein paar Blogger lebhaft unterhielten. Es wurde sich über die Location und die Freude über das persönliche Treffen unterhalten. Nachdem sich der Garten langsam mit Menschen füllte, begann das kurze Programm.

Die Initiatoren gaben freudige und auch nachdenkliche Töne von sich und übergaben das Mikrofon an Nicole Staudinger, die einen gelungenen Input für den Abend lieferte. Leider wurde es schnell kühl auf der Gartenparty. Auch das leckere indische Essen von Amrit konnte nur kurz mit einer gewissen Schärfe für innere Wärme sorgen. Bald schon wurden meine Füße kalt und es zog mich magisch zum Hotel.

Doch bevor ich die Gartenparty verlassen konnte, musste ich einen letzten Blick auf die Büchertische im Dämmerlicht werfen. Lange habe ich mich mit der Autorin Lisa-Marie Dickreiter am Arena Stand unterhalten. Von ihr war unter anderem das Buch: Karlchen hilft allen, ob sie wollen oder nicht in der schwarzen Goodie Bag, das sie mir signierte. Bei Beltz habe ich mir dann noch zwei Bücher ausgesucht und kam dabei mit Melissa Collmer ins Gespräch über meine Form der Buchbesprechung. Gerade bei schön illustrierten Kinder- und Jugendbüchern kommen mir viele Ideen für die Sketchnotes.

Mit der U-Bahn ging es nach Hause. Hier ein Foto der Goodie Bag an der Heinrich-Heine-Straße Station

Mit der prall gefüllten schwarzen Goddie Bag ging es dann per U-Bahn zurück zum Hotel. Hier war ich erst mal viel zu Aufgedreht, um mich direkt schlafen zu legen. Also habe ich erst mal den Inhalt der schwarzen Tasche inspiziert und mich über die Bücher darin gefreut. Über die weiteren Sachen dürfen sich vermutlich meine Neffen bzw. Patenkinder freuen.

Resümee

Es war ein kühler, aber schöne Abend an einem ganz besonderen Ort. Die Leute waren zu meist sehr aufgeschlossen und man kam gut ins Gespräch. Meine anfängliche Zurückhaltung löste sich zum Schluss etwas und so konnte ich das Ganze doch genießen. Ich habe mich gefreut Katja von Amberlight-Label , Anne von xmalanderssein, Sari von Heldenhaushalt, Jenny von Kinderchaos-Familienblog und viele mehr kennen zu lernen. Auch wenn ich nicht zur klassischen Zielgruppe der Blogfamilia gehöre, könnte ich mir durchaus vorstellen ein weiteres Mal an einem Treffen teilzunehmen.

Kleiner Kreativmarkt in Mühlen 2018

Zum zweiten Mal fand der „Kleine Kreativmarkt“ in Mühlen statt. Wir hatten trockenes, sommerliches Wetter und ganz viel gute Laune. Als mein Mann und ich morgens kurz vor zehn auf dem Gelände in Mühlen eintrafen, herrschte schon reges Treiben. Viele Aussteller waren damit beschäftigt ihre Stände aufzubauen.

Ich habe mir für den Markt nun endlich mal einen eigenen Pavillon gekauft. Ich konnte mir ja nicht weiterhin jedes Mal einen borgen. Die Investition hat sich gelohnt. Auch ohne Sicherungsleinen hielt er den kleinen Windböen stand. Und sorgte dafür, dass ich den ganzen Tag im Schatten stand. Nach dem der Pavillon aufgebaut war, ging es ans Auspacken meiner Ware. Jedes Mal stellt sich mir die Frage, wie ordne ich es am besten an. Ich habe erst mal von jeder Sorte etwas auf den Tisch gelegt und nach dem alles ausgepackt war es ein bisschen thematisch bzw. preislich sortiert. Passend zur Markteröffnung war ich mit meinem Stand fertig und es konnte losgehen.

Pünktlich um zwölf Uhr enterten die ersten Marktbesucher das Gelände. Den ganzen Tag über sorgte ein stetiger Besucherstrom für gute Umsätze. So bin ich kaum von meinem Stand losgekommen, um zu sehen, was meine Mitbewerber anboten. Ich weiß, dass wir etwa 25 Aussteller waren, und damit einige mehr als im letzten Jahr. Der Softeisstand hatte vermutlich auch gut zu tun, denn viele Leute strömten mit einem Eis in der Hand an meinem Stand vorbei. Nicht mal für ein Eis hatte ich Zeit.

Am Abend haben wir alle glücklich unsere Stände eingebaut und freuen uns auf eine Wiederholung im Jahr 2019. Hoffentlich spielt auch dann das Universum wieder mit, und sorgt für einen trockenen Tag.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an Steffi und Jutta für die gelungene Organisation und die außergewöhnliche Location. Erik und ich kommen gerne im nächsten Jahr wieder.


Im letzten Jahr stand ich mit meinem Blog auf der Longlist für den Buch Blog Award 2017. Wenn du meinen Blog auch 2018 wieder auf der Liste sehen möchtest dann nominiere mich in der Kategorie „Krimi & Thriller und/oder Liebe & Herz“ bis zum 31.08.2018 unter folgendem Link:

https://www.buchblog-award.de/nominierung-2018/


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Goodie im Dreieck und Vorfreude auf den Kreativmarkt in Mühlen

Der Himmel ist blau, die Sonne scheint. Wie könnte ich da in meinem Bastelkeller sitzen. Also wird mein Bastelreich mal wieder auf die Terrasse verlegt. Dort entstanden diese kleinen Dreiecks Boxen. Sie haben die Größe von Goddies als kleines Mitbringsel. Beschriften sind sie mit: Für dich, Genieß den Tag, Zum Genießen und Viel Glück. Die kleinen Boxen sind der Auftakt für meine Produktion für den „Kleinen Kreativmarkt“ in Mühlen am 12. August 2018 ab 12 Uhr.

In diesem Jahr findet der Kreativmarkt an einem Sonntag statt. Damit keiner die Ausrede hat, etwas im Garten zu arbeiten, sondern uns in Mühlen besucht. Für das leibliche Wohl wird wieder gesorgt. Aber im Vordergrund stehen die Kreativen Aussteller mit selbst gemachten Werken. Unter anderem gibt es shabby chic Möbel, Deko, Nostalgiefliesen, Kinder- und Babybekleidung, kreatives aus Papier, Honig, Puppenkleidung, Recycling Schmuck und Taschenbaumler, Seife und Peelings, Gebranntes aus Ton, Dogs love Knots, Paracord- Unikate für Sie und ihren Hund, Schmuck, Taschen, Uhren, Papierarbeiten im Epistyle, Gemälde in Acryl, Gesundes und Esoterisches, Bilder, Marmelade, Gelees, Jeanstaschen, Kissen, Biowolle und Kinderfilzen und vermutlich noch sehr viel mehr. Also ab nach Mühlen am 13. August wir haben auch Kaffee und Kuchen.

 

Im letzten Jahr hatte das Universum erbarmen mit uns. Tagelang war Gewitter und Co vorhergesagt und dann durften wir bei traumhaftem Wetter unsere Waren feil bieten.

Rückblick: Kleiner Kreativmarkt in Mühlen

Kleiner Kreativmarkt in Mühlen

Kleiner Kreativmarkt in Mühlen am 12. August 2018