Kerstin fragt … Charlotte Fondraz antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Charlotte Fondraz

CF am Dolmen de Peyrelevade in Brantôme

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Gern, moin moin! Ich schreibe Cosy-Krimis und Mythologie-Romane, so nenne ich meine Romane, die in der Vorgeschichte spielen. Ansonsten arbeite ich bei Amnesty International mit, in der Gruppe von Bordeaux, weil ich hauptsächlich in Frankreich wohne. Amnesty kämpft für die Menschenrechte; ich führe das Instagram-Konto meiner Gruppe und bin besonders aktiv bei den Frauenrechten. Ein paar Monate im Jahr verbringe ich in Bremen, meiner alten Heimatstadt. Die Zeit dort nutze ich für einen Schreib-Retreat, d.h. ich vergrabe mich mit meinem Laptop in meinem Sofa, trinke Kaffee und schreibe meine zuvor geplanten Szenen runter.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Eigentlich mache ich nur auf Instagram was. Ich habe aber auch ein Konto bei Facebook und bei LinkedIn und bei verschiedenen Leseplattformen wie LovelyBooks, Büchereule usw. Aber am wichtigsten für den Austausch ist für mich Charlottes Chronik, mein Newsletter.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast? 

Ja, viele. Mit dem Herrn der Ringe bin ich mal ein paar Haltestellen mit der Bahn zu weit gefahren, weil ich mitten in Mordor mit Sam und Frodo gelitten habe. Aber auch andere Bücher haben mir gezeigt, dass Zeit relativ ist. Zuletzt habe ich mit dem Krimi „Les doigts coupés“ (auf deutsch: „Finger ab“) von Hannelore Cayre bis in die frühen Morgenstunden mit der Protagonistin mitgefiebert. Der Roman ist für mich doppelt interessant: erstens weil es in der Vorgeschichte spielt (wie meine Mythologie-Romane) und zweitens weil es von Höhlenmalereien handelt (diese Kunstwerke sind sehr präsent im Périgord, dem Ort der Handlung meiner Cosy-Krimi-Reihe „Mord à la française“). 

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft? 

Ich mag Sprüche allgemein gern, das ist so eine Marotte von mir. Ein kurzer Lieblingsspruch ist der von Amnesty Frankreich: On se bat ensemble, on gagne ensemble – Wir kämpfen gemeinsam, wir gewinnen gemeinsam. Der Satz steckt voller Motivation und Optimismus. Außerdem erinnert er daran, dass wir uns zusammentun und Differenzen überwinden müssen, wenn wir was erreichen wollen. Anstatt uns aufzuspalten, wie ich es leider schon in der linken oder in der feministischen Community erlebt habe.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

“Mord à la française“  ist eine Cosy-Krimireihe, spielt im geschichtsträchtigen Périgord und hat viel Lokalkolorit zu bieten. Marlene, Hobbyarchäologin aus Norddeutschland, will im Urlaub das mittelalterliche Städtchen Brantôme und steinzeitliche Höhlen besichtigen. Doch hinter der Idylle des Périgords stößt sie auf gut gehütete Geheimnisse und ein Netz aus Intrigen. 

Cover vom Kriminalroman: Mord à la Française. Rache, Rosen und Rosé von Charlotte Fondraz

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Ich habe einen von meiner wissenschaftlichen Ausbildung geprägten Arbeitsstil. Gliederung schreiben, recherchieren, Unterpunkte ausschreiben. Beim Roman heißt das: Szenenplan erstellen, recherchieren, Szenen ausschreiben. Und dann überarbeite ich den gesamten Text viele Male, das mache ich am liebsten. 

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Ganz klar für „Die Kriegerin des Nordens“, ein Germanien-Roman um den silbernen Kessel von Gundestrup. Dieser Kessel wurde vor 130 Jahren in Dänemark in einem Moor gefunden. Mein Roman erzählt, wie er da hingekommen ist. Beziehungsweise hingekommen sein könnte.
Ich habe nicht nur massenweise wissenschaftliche Artikel durchgearbeitet (sogar den allerersten, der Ende des 19. Jahrhunderts auf Dänisch erschienen ist). Das Dänisch hab ich mir mit einem Übersetzungsprogramm übersetzt. Auch alle möglichen römischen Autoren, die über Germanien geschrieben haben, habe ich gelesen. Ich habe mit DEM Experten des Gundestrup-Kessels über Mail (in englisch) kommuniziert, ich bin zweimal durch Jütland bis an den Fundort gereist und hab dabei kein Museum ausgelassen. Außerdem habe ich viel über die Interpretation von archäologischen und anthropologischen Funden zusammengesucht. Und dann habe ich mich von Mythen der frühen Völker des nördlichen Europas inspirieren lassen.
Bei der „Kriegerin des Nordens“ wollte ich eine Romanwelt erschaffen, die von den üblichen Interpretationen über die German*innen abweicht, aber den archäologischen und anthropologischen Funden nicht widerspricht. Inzwischen wurden tatsächlich Funde bekannt, die in die Richtung meiner Interpretationen gehen, zum Beispiel die Kriegerin von Birka (https://de.wikipedia.org/wiki/Wikingerkriegerin_von_Birka), die lange für einen Mann gehalten wurde, aber laut DNA-Analyse eine Frau war.

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Das war eine Rezension auf Amazon zu „Rache, Rosen und Rosé“, dem ersten Band der Cosy-Krimi-Reihe. „Zum Glück kommt das Heil aus Bremen … und nervt mit aufgesetztem Feminismus. Man könnte meinen, der Roman ist bei Hafermilch auf einem Lastenfahrrad entstanden“, schreibt dort ein Leser. Ich musste lachen, als ich die Rezi las (nur ein Stern natürlich). Der Mensch hatte mich ertappt, auch wenn ich lieber Sojamilch als Hafermilch trinke. Aber Umweltschutz und Feminismus liegen mir tatsächlich am Herzen, insofern habe ich mich gefreut, dass diese Werte auch in dem Roman durchscheinen. Cosy-Krimis gehören ja zur „leichten Unterhaltungsliteratur“, aber das bedeutet nicht, dass das Buch seicht oder kitschig sein muss. 

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich schreibe den dritten und wahrscheinlich letzten Band von „Mord à la française“, bei dem es um giftige Pilze gehen wird. Parallel überarbeite ich meinen allerersten Roman, eine Alternativweltgeschichte, die in einem geheimen unterirdischen altägyptischen Reich der Gegenwart spielt. 

Cover vom Kriminalroman: Mord à la Française. Amour, Affären und Antikes von Charlotte Fondraz

Liebe Charlotte vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Deine Recherchen hören sich sehr zeitintensiv an.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Sarah Weidmann antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Sarah Weidmann

Sarah Weidmann Autorin

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Sarah, lebe in der Schweiz und schreibe Krimis und Thriller am liebsten mit Frankreich als Kulisse. Das Land steckt in meiner Familiengeschichte und inspiriert viel von dem, was ich schreibe.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Helena Mureau kehrt nach zehn Jahren Schweigen an die französische Atlantikküste zurück, eigentlich nur, um  ein Wochenende zu überstehen. Doch als ein zweiter Todesfall das Familienweingut erschüttert, lassen sich die Parallelen zum Tod ihres Bruders nicht mehr ignorieren. Manche Jahrgänge sind tödlich.

Welche Recherche war bisher die aufwändigste?

Für Mord in Rochefort habe ich mich tief in die Welt des Weinbaus eingelesen über Rebsorten und Terroir bis hin zu den Strukturen, wie Weingüter in der Charente wirklich funktionieren. Dass ich beruflich in der Weinbranche unterwegs bin, hat dabei natürlich geholfen. Dazu kam die Region selbst: Rochefort liegt an der französischen Atlantikküste. Ich wollte, dass man das Salz in der Luft schmeckt, wenn man liest.

Cover vom Kriminalroman: Mord in Rochefort von Sarah Weidmann

Woran arbeitest du aktuell?

Helena Mureau kommt zurück. Band 2 spielt im Herbst in den Weinbergen, und die Geheimnisse der Familie sind noch lange nicht alle aufgedeckt. Mehr verrate ich noch nicht.

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen?

Mit Cameron Dubois aus Mord in Rochefort. Er war ehemaliger Ermittler aber hat sein altes Leben hinter sich gelassen, baut jetzt Boote und geht seinen eigenen Weg und das finde ich mutig. Zusammen mit ihm durch Rochefort schlendern, an der Atlantikküste stehen und dabei seinen Geschichten lauschen. Auf den Fersen folgt ihm  Bourbon, sein roter Kater.

Was ist dein persönlicher Leitsatz?

Fang an, bevor du bereit bist. Das hat mir beim Schreiben geholfen, beim Veröffentlichen und ehrlich gesagt bei fast allem im Leben. Bereit fühlt man sich sowieso nie.

Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Ohne Kaffee geht bei mir gar nichts und Salzmandeln stehen immer griffbereit, weil sie nicht krümeln. Ab und zu schreibe ich zu Musik und stelle zu jedem Buch eine eigene Playlist zusammen. Für die dunklen Szenen in Mord in Rochefort lief viel Hans Zimmer, für die Weinberg-Momente eher französischer Jazz. Was vielleicht ein Tick von mir ist, dass jede meiner Figuren einen eigenen Duft zugeordnet bekommt. Die Protagonistin Helena Mureau riecht für mich nach Kaffee und Zitronenkuchen und Cameron Dubois nach Leinöl und Salzwasser. Und wenn gar nichts geht, laufe ich runter an den See und schaue aufs Wasser, meistens löst sich der Knoten von allein.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten?

Zwischen den Zeilen steht Wein. Weil bei mir immer irgendwas zwischen Kreativität, Frankreich und einem guten Glas Wein passiert.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Frankreich. Spannung. Wein. Geheimnisse. Fuchs. 

Liebe Sarah vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Dein Buchtitel fürs Leben klingt ganz nach meinem Geschmack.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Juna antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Juna Liebrecht

Profilbild von der Autorin Juna Liebrecht

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Juna Liebrecht und schreibe literarische Texte über zwischenmenschliche Wahrnehmung, moralische Ambivalenz und die Frage, was Menschen miteinander verbindet. Mich interessiert besonders der Moment, in dem wir beginnen, den anderen wirklich zu sehen – jenseits von Rollen, Erwartungen oder einfachen Einordnungen. Schreiben ist für mich ein Versuch, diesen Momenten nachzugehen und sichtbar zu machen, was oft nur zwischen den Zeilen spürbar ist.

https://www.instagram.com/juna.liebrecht

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Nachdenklich. Beobachtend. Fragend. Schreibend. Menschlich.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Wir leben in einer Zeit enormen Fortschritts, gleichzeitig aber auch in einer Epoche, in der Kriege und gesellschaftliche Spannungen wieder sehr präsent sind. Das Gefühl der eigenen Ohnmacht, daran kaum etwas verändern zu können, hat mich zum Schreiben gebracht. Literatur eröffnet für mich einen Raum, in dem eine Botschaft vermittelt werden kann, indem man Menschen fühlen lässt – ohne Moralkeule und ohne jemandem eine Meinung aufzuzwingen.

In meinem Roman Wer ich bin, wenn du mich siehst versuche ich, diese Gedanken in eine Geschichte zu verwandeln und mich einer Frage zu stellen, die mich immer wieder beschäftigt: Was bleibt, wenn man vom Krieg alles abzieht, was Menschen voneinander trennt?
Für mich ist die Antwort darauf: Menschlichkeit. 

https://www.wattpad.com/user/juna-liebrecht

Schreibplatz von der Autorin Juna Liebrecht

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Musik spielt beim Schreiben eine große Rolle für mich. Für viele Szenen gibt es ein Lied aus meiner Playlist, das die Stimmung diesen Moments einfängt. Über Musik kann ich mich sehr gut in eine Szene hinein fühlen und für eine Weile in die Welt der Geschichte eintauchen.

Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu? Hier ist deine Bühne!

Wie viele meiner Hauptfiguren bin auch ich hochsensitiv. Das bedeutet, dass ich Eindrücke, Stimmungen und Gefühle oft sehr intensiv wahrnehme. Dinge, die andere vielleicht nur am Rande bemerken, beschäftigen mich manchmal lange. Diese Sensibilität prägt auch mein Schreiben. Sie hilft mir, zwischen den Zeilen zu hören, Zwischentöne wahrzunehmen und Figuren emotional sehr nah zu kommen.

Viele meiner Texte entstehen genau aus dieser Wahrnehmung heraus – aus Momenten, Gefühlen oder Begegnungen, die mich besonders berühren. Und hoffentlich auch dich.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Am liebsten schreibe ich literarische Gegenwartsliteratur. Mich interessieren Geschichten über menschliche Ambivalenz und die Frage, was Menschen miteinander verbindet. Neben meinem Roman schreibe ich auch Gedichte und Kurzgeschichten zu diesen Themen. In der Lyrik lassen sich Gefühle verdichten, während der Roman Raum gibt, ihnen über eine ganze Geschichte hinweg zu folgen.

Logo von der Autorin Juna Liebrecht

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Was bleibt, wenn man vom Krieg alles abzieht, was Menschen trennt?

Der Roman verhandelt die Frage nach Menschlichkeit im Krieg und untersucht, was vom Menschen bleibt, wenn Gewalt, Angst und Systemzwang alles andere zerstören.

Und erzählt eine zerbrechliche, intensive, zutiefst menschliche Liebesgeschichte.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Vielleicht: „Zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir verstehen.“

Weil mich genau dieser Zwischenraum interessiert – in der Literatur und im Leben.

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich versuche dann nicht, den Text zu erzwingen. Oft hilft es, einen Spaziergang zu machen oder einfach etwas anderes zu lesen. Viele Ideen entstehen genau in diesen Momenten, in denen man versucht, nicht krampfhaft weiter zuschreiben.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Das passiert mir vor allem bei Romanen, die sehr nah an den Figuren bleiben. Wenn ein Text es schafft, innere Konflikte und Gedankenwelten so präzise zu zeigen, dass man sich selbst darin wiederfindet, vergesse ich beim Lesen schnell die Zeit.

Liebe Juna vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Elke Reinauer antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Elke Reinauer

Autorin Elke Reinauer

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Elke, Autorin und Journalistin. Meine Bücher spielen in Kanada, Namibia und in deinem Herzen! Ich komme aus Trossingen (BaWü) lebe aber seit zwei Jahren mit meinem Mann in der Schweiz, im Gottlieben am Bodensee.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich? 

Ich bin auf Instagram (https://www.instagram.com/autorin_elkereinauer/) und LinkedIn unterwegs. Sie spielen eine grosse Rolle im Marketing meiner Bücher. Ausserdem lerne ich hier meine Leser besser kennen.

Autorenwebseite: www.autorinelkereinauer.com

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten. 

Ruhig. Naturverbunden. Romantisch. Reiselustig. Kreativ.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Genre: Liebesroman. Liebe ist die stärkste Kraft im Leben.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum? 

Ab ins Scheinwerferlicht! Meine Leben ist eine Bühne, meine Lebensaufgabe ist es, mich zu trauen, ins Scheinwerferlicht zu treten und zu strahlen.

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

„Hummeldumm“ von Tommy Jaud.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Stefanie Gercke „Ort der Zuflucht“

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft? 

Ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen? 

Wenn du schon immer mal wissen wolltest, was im Kopf einer Geliebten vor sich geht, ist „Ansichten einer Geliebten“ genau dein Buch!

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen? 

Nein, ich bin Journalistin, ich habe gelernt einfach zu schreiben, immer und ohne Schnick Schnack.

Elke Reinauer am PC

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste? 

Goldwaschen im Yukon, acht Stunden an einem Highbanker stehen, Erde in das Gerät schaufeln, das Steinchen sortiert. Den Rest mit der Goldpfanne sieben. Alles für ein bisschen Goldstaub und meine Geschichte. 

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten? 

Ich habe keine Schreibblockaden. 

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Bist du das auf dem Cover? (Nein)

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum? 

Ich habe zwei veröffentlicht: „Deine Stimme in meinen Träumen“ und „Ansichten einer Geliebten“. Deine Stimme in meinen Träumen liegt mir am Herzen, weil ich die darin vorkommenden Liebesbriefe wie gechanelt habe. Nicht ich habe sie geschrieben, sie haben mich geschrieben. Eine faszinierende Erfahrung.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben? 

Ich überarbeite meinen Roman, der in Namibia spielt, wo ich seit zehn Jahren hinreise. Dort leite ich ein soziales Projekt im Township. (www.creabuntu.de). Im neuen Buch geht es auch um soziale Arbeit in Namibia und eine Europäerin, die im Township scheitert. Ausserdem um einen missglückten Heiratsantrag in der Namib-Wüste …

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren? 

Jeden Tag Schreiben. Du brauchst eine Schreibgewohnheit, auch wenn es nur zehn Minuten am Tag sind. Und. Hör auf, allen davon zu erzählen wie schwer das Autorendasein ist, das interessiert keinen.

Liebe Elke vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Das Buch von Tommy Jaud hat mich auch zum Lachen gebracht und das von Stefanie Gercke steht immer noch auf meiner Wunschliste.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Lola Mayler antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Lola Mayler

Autorenbild Lola Malyer

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Moin! Ich heiße Lola und ich schreibe Geschichten über Identität, Beziehungen und die Übergänge, in denen wir die an uns gestellten Erwartungen hinter uns lassen. Mich interessieren vor allem die stillen Selbstgespräche, die wir führen, wenn wir uns selbst nicht ganz trauen.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

In meinen Geschichten verschmelzen New Adult, Coming-of-Age und Psychologie, weil mich die inneren Entwicklungen faszinieren. Am liebsten schreibe ich über Identitätsmetamorphosen. Meine Protagonistinnen stehen oft an einer Schwelle – noch zunächst mit einem Blick zurück, bevor sie den Mut finden, ins Unbekannte zu treten. Mein Anspruch ist es, leichtfüßig und zugleich tiefgründig zu erzählen, damit schwere Themen sanft berühren und trotzdem lange nachhallen.

Lese- und Schreibplatz von Lola Mayler

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Wenn ich schreibe, brauche ich unbedingt eine brennende Duftkerze. Jede Geschichte, die ich schreibe, bekommt ihre ganz eigene Duftnote.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Ich bin auf Instagram, lovelybooks.de und seit Kurzem auch auf lesehits.de zu finden. Doch ich nutze diese Plattformen eher als Inspirationsräume denn als Bühnen. Ich glaube daran, dass meine Worte besser wirken, wenn nicht ich im Mittelpunkt stehe, sondern die Figuren, die durch mich sprechen.

Tropes vom Roman: Kurz davor ist manchmal noch zu lang von Lola Mayler

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Sehr gern! Kurz davor ist manchmal noch zu lang“ ist eine authentische, stark introspektiv angelegte New Adult Romance, die sich vor einem Vierteljahrhundert, also vor Smartphone, Social Media und Streaming-Plattformen im Jahr 2001 abspielt. Sie eignet sich für alle, die vielschichtige Figuren lieben und eine glaubwürdige, schmerzhaft ehrliche Geschichte suchen.

Liebe Lola vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Leia Rose antwortet


Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Leia Rose

Autorinnenfoto Leia Rose

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hallo! Ich bin Leia Rose und schreibe Liebesromane mit Happy End, Humor und einer großen Portion Glitzer. Bisher sind von mir zwei Sports-Romance-Bücher bei Digital Publishers erschienen. Am 12. Februar folgte nun „A Lesson to Catch“, der dritte Teil meiner unabhängig lesbaren Reihe. 2026 erscheinen noch weitere Bücher von mir, teilweise weniger sportlich, aber doch immer mit ganz viel Romantik. Das auch zu mir: Ich bin Romantikerin von Beruf (wenn wir mein Studium mal vergessen).

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Ihr findet mich als „leiarose.autorin“ auf Instagram und Tiktok. Dort gebe ich Einblicke in meinen Autorinnenalltag und stelle meine Bücher vor. Jedenfalls habe ich es mir für 2026 vorgenommen :)

Welches Genre schreibst/liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Ich lese und schreibe eigentlich alles gern, was eine Liebesgeschichte beinhaltet. Irgendwie haben diese auf mich dieselbe Wirkung wie Thriller auf andere Menschen. Ich kann gar nicht aufhören zu lesen und bin voller Spannung, als wüsste ich nicht, wie es ausgeht ;)

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

Ganz klar: Die Assistant-to-the-Villain-Reihe. Sie ist definitiv speziell, seltsam und ein bisschen verrückt. Aber ich finde sie ganz großartig und konnte gar nicht aufhören zu lachen.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Also beim Lesen war das auf jeden Fall meine Lieblingsbuchreihe „Once Upon A Broken Heart“. Ich habe die Bücher schon einige Male gelesen. Und jedes Mal vergesse ich alles andere und denke bloß noch an Evangeline und Jacks.

Beim Schreiben ist mir das tatsächlich auch schon passiert, dass ich stundenlang versunken bin und es überhaupt nicht gemerkt habe. Das Ergebnis könnt ihr dieses Jahr im Winter lesen ;)

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

In „A Lesson to Catch“ möchte die angehende Autorin Davina am Schreibwettbewerb ihres Traumverlags teilnehmen und eine Football Romance schreiben. Da sie weder Ahnung von Sport noch von Liebe hat, kommt ihr eine geheime Abmachung mit einem attraktiven Footballspieler gerade recht. Blöd nur, dass er der arrogante Bruder ihrer besten Freundin ist und sie täglich in den Wahnsinn treibt.

Cover von „A Lesson to Catch“ von Leia Rose

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Ich brauche eigentlich immer drei Dinge: Musik, meine etlichen Notizzettel und Cola Zero. Außerdem hilft es mir an langen Schreibtagen, mich vorher ein bisschen zu bewegen und auszupowern. 

Und was noch ein bisschen ungewöhnlich ist: Ich schreibe sehr gern im Bett.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Meine Sports-Romance-Reihe hat definitiv einiges an Recherche erfordert, weil ich vorher 0,0 % Wissen über Football und Eishockey hatte. Und dann habe ich von morgens bis abends irgendwelche Videos über Spielzüge angeschaut und damit meine Mitmenschen schockiert :)

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich denke, dass Schreibblockaden immer auftreten, wenn etwas nicht stimmt. Entweder mit meinem Roman oder mit mir. Wenn ich merke, dass ich überhaupt nicht weiterkomme, überprüfe ich, woran es liegt und lasse die Geschichte dann manchmal auch einfach mal ein paar Tage liegen, um einen freien Kopf zu bekommen.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Es ist noch ein Geheimnis, aber ich kann schon mal verraten, dass die Geschichte bereits einen Verlag gefunden hat und ich mich diesmal von der Sports Romance entferne. Romantik wird es aber natürlich trotzdem nicht zu wenig geben. Und der Protagonist kostet mich beim Schreiben gerade einiges an Nerven :)

Liebe Leia vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe jetzt richtig Lust auf deine Bücher bekommen.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.