Kerstin fragt … Sarah Weidmann antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Sarah Weidmann

Sarah Weidmann Autorin

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Sarah, lebe in der Schweiz und schreibe Krimis und Thriller am liebsten mit Frankreich als Kulisse. Das Land steckt in meiner Familiengeschichte und inspiriert viel von dem, was ich schreibe.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Helena Mureau kehrt nach zehn Jahren Schweigen an die französische Atlantikküste zurück, eigentlich nur, um  ein Wochenende zu überstehen. Doch als ein zweiter Todesfall das Familienweingut erschüttert, lassen sich die Parallelen zum Tod ihres Bruders nicht mehr ignorieren. Manche Jahrgänge sind tödlich.

Welche Recherche war bisher die aufwändigste?

Für Mord in Rochefort habe ich mich tief in die Welt des Weinbaus eingelesen über Rebsorten und Terroir bis hin zu den Strukturen, wie Weingüter in der Charente wirklich funktionieren. Dass ich beruflich in der Weinbranche unterwegs bin, hat dabei natürlich geholfen. Dazu kam die Region selbst: Rochefort liegt an der französischen Atlantikküste. Ich wollte, dass man das Salz in der Luft schmeckt, wenn man liest.

Cover vom Kriminalroman: Mord in Rochefort von Sarah Weidmann

Woran arbeitest du aktuell?

Helena Mureau kommt zurück. Band 2 spielt im Herbst in den Weinbergen, und die Geheimnisse der Familie sind noch lange nicht alle aufgedeckt. Mehr verrate ich noch nicht.

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen?

Mit Cameron Dubois aus Mord in Rochefort. Er war ehemaliger Ermittler aber hat sein altes Leben hinter sich gelassen, baut jetzt Boote und geht seinen eigenen Weg und das finde ich mutig. Zusammen mit ihm durch Rochefort schlendern, an der Atlantikküste stehen und dabei seinen Geschichten lauschen. Auf den Fersen folgt ihm  Bourbon, sein roter Kater.

Was ist dein persönlicher Leitsatz?

Fang an, bevor du bereit bist. Das hat mir beim Schreiben geholfen, beim Veröffentlichen und ehrlich gesagt bei fast allem im Leben. Bereit fühlt man sich sowieso nie.

Hast du bestimmte Rituale beim Schreiben?

Ohne Kaffee geht bei mir gar nichts und Salzmandeln stehen immer griffbereit, weil sie nicht krümeln. Ab und zu schreibe ich zu Musik und stelle zu jedem Buch eine eigene Playlist zusammen. Für die dunklen Szenen in Mord in Rochefort lief viel Hans Zimmer, für die Weinberg-Momente eher französischer Jazz. Was vielleicht ein Tick von mir ist, dass jede meiner Figuren einen eigenen Duft zugeordnet bekommt. Die Protagonistin Helena Mureau riecht für mich nach Kaffee und Zitronenkuchen und Cameron Dubois nach Leinöl und Salzwasser. Und wenn gar nichts geht, laufe ich runter an den See und schaue aufs Wasser, meistens löst sich der Knoten von allein.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten?

Zwischen den Zeilen steht Wein. Weil bei mir immer irgendwas zwischen Kreativität, Frankreich und einem guten Glas Wein passiert.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Frankreich. Spannung. Wein. Geheimnisse. Fuchs. 

Liebe Sarah vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Dein Buchtitel fürs Leben klingt ganz nach meinem Geschmack.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.



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