Ein Reisebericht: Leipziger Buchmesse 2026

Leipziger Buchmesse 2026: Mein persönlicher Rückblick auf vier intensive Messetage

Die Leipziger Buchmesse ist für mich inzwischen jedes Jahr ein Pflichttermin. Nun liegen die vier Tage voller Bücher, Begegnungen und Eindrücke schon fast einen Monat hinter mir. Wie schnell doch die Zeit wieder vergangen ist.

Ankommen und eintauchen

Am Mittwoch kam ich mit über einer Stunde Verspätung in Leipzig an und wurde von Heike empfangen. Zusammen ging es dann Richtung Hotel. Auch in diesem Jahr teilten wir uns wieder ein Zimmer im Book Hotel.

Das Hotel kann ich übrigens wärmstens empfehlen. Schon von außen erkennt man es durch das riesige Bücherregal an der Fassade und auch im Inneren ist das Bücherthema Programm. An der Rezeption wurden wir herzlich empfangen. Wie übrigens während unseres gesamten Aufenthalts. Mit viel Humor und lieben Worten fühlten wir uns hier einfach gut aufgehoben und haben das Zimmer direkt für 2027 wieder reserviert.

Am Abend fand dann das obligatorische Abendessen in lustiger Runde statt. Auch hier blieben wir dem Ort vom letzten Jahr treu und trafen uns zum Essen und Cocktails trinken im Dhillons. Diesmal waren wir sechs Blogger, die alle voller Vorfreude auf die Buchmesse waren.

Ein Foto vom Essen im Dhillons in Leipzig

Messetag 1: Großes Hallo und erste Buchmomente

Gestartet ist alles ganz entspannt mit einem Frühstück zusammen mit meiner liebsten Bücherheike, bevor es mit der Tram Richtung Messe ging und ich mich ins bunte Treiben gestürzt habe. Kaum angekommen durften die obligatorischen Fotos am Springbrunnen und bei den Fahnen nicht fehlen.

Schon dort gab es ein erstes Wiedersehen mit @lesewesen und ich war sofort wieder im Messefeeling der Begegnungen mit liebgewonnenen Menschen, die ich nur einmal im Jahr live sehe. Im Pressezentrum wurde gedrückt, geschnackt und sich ausgetauscht. Dort habe ich auch @leselausch direkt wieder in die Arme schließen können, was mich sehr gefreut hat.

Gegen zehn ging es dann endlich los und mein erster Stopp war Halle 3 bei Carlsen, um das Cove Club Bändchen zu ergattern. Danach ging es weiter ins CCL zu Penguin. Beim @team.bloggerportal folgte eine Programmvorschau nach der anderen. Ich habe fleißig Titel in mein Journal notiert und direkt Prioritäten gesetzt. Meine Wunschliste ist an diesem Vormittag bereits deutlich gewachsen und ich habe mich sehr über die Organisation und die Bücher gefreut.

In der Mittagspause bin ich noch schnell in Halle 4 gewechselt, um etwas von einer Lesung mitzunehmen. Denn ich liebe die Outer Banks Reihe von Jana Lukas und Leonie Lastella, die die Reihe unter Pseudonym schreiben.

Am Nachmittag folgte ein schöner Austausch bei einem kleinen Umtrunk mit Bloggern rund um Heidi Troi und Ella Marcs. Danach bin ich noch mit @biblionatio durch die Hallen 5, 3 und 1 geschlendert, immer auf der Suche nach bekannten Gesichtern und kleinen Buchmomenten. Man nennt es auch Fotospot Safari.

lockeres Messefoto von Anne und mir auf der Vespa am Cewe Fotostand auf der Leipziger Buchmesse

Am Abend war ich müde, aber gleichzeitig auch voller Eindrücke und Vorfreude auf alles, was noch kommen würde. Also habe ich mir ganz entspannt einen Salat gekauft und ihn im Hotelzimmer gegessen.

Messetag 2: Begegnungen, Lesungen und neue Lieblingsbücher

Der zweite Tag startete mit einer ersten Runde durch die Hallen. Ein bisschen treiben lassen, ein paar Fotospots mitnehmen und dann ging es auch schon weiter zum ersten Termin. Ich habe mich sehr über die Einladung vom Loewe Verlag gefreut. Das Bloggertreffen mit Ursula Poznanski, Christopher Tauber und Timo Grubing war für mich eines der Highlights des Tages.

Besonders die Einblicke in die Graphic Novel zu Cryptos haben mich neugierig gemacht und ich freue mich sehr auf das, was dort entstehen wird. Eine Zusage für das Rezensionsexemplar habe ich inzwischen erhalten und so darfst du dich im Juni hier auf ein ganz besonderes Buch freuen, das eigentlich so gar nicht in mein Genre passt.

Danach ging es weiter zur Lesung von Katharina Mosel aus Brandungsgesang, bevor ich wieder zurück ins CCL bin. Dort folgte direkt der nächste Termin bei Argon und Kyss und der Lesung aus Loki von Franka Neubauer. Auch Rebecca Veil war mit dabei und hat Einblicke in die Hörbuchumsetzung gegeben. Ich lausche ihrer Stimme einfach immer wieder gerne und so habe ich mir nun auch ein Foto mit ihr gesichert.

Foto mit der Autorin Franka Neubauer und der Hörbuchsprecherin Rebecca Veil auf dem Bloggerevent von Argon und Kyss auf der Leipziger Buchmesse

Ein kurzer Abstecher zum Meet and Greet mit Leonie Lastella und Jana Lukas durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich frage mich nur noch, wo das Foto davon ist. Ich weiß, dass eins gemacht wurde. Fragt sich nur, mit welchem Mobiltelefon. Dort traf ich wieder auf Anne und wir sind direkt in unsere nächste Fotostopp Runde gestartet, bei der wir richtig viel Spaß hatten.

Am späten Nachmittag habe ich noch die Lesung von Natascha Birovljev aus Herbstweiden besucht, bevor es zurück Richtung Pressezentrum ging. Nach einem kurzen Stopp im Hotel ging es am Abend weiter ins Vienna House zu Book meets Pizza.

Auch dort sind wieder viele neue Kontakte entstanden und meine Wunschliste ist ein weiteres Mal gewachsen. Und es trudeln gerade ein paar Pakete mit Buchpost bei mir ein, über die ich mich sehr freue und bald mehr dazu schreiben werde.

Messetag 3: Treiben lassen und genießen

Der dritte Tag startete etwas ruhiger, da ich mich nicht ganz fit gefühlt habe. Am Abend zuvor bin ich schon mit Halsschmerzen ins Bett gegangen, was nie ein gutes Zeichen ist. Trotzdem wollte ich mir die geplanten Termine nicht entgehen lassen.

Am Vormittag standen The Bookfair Breakfast Society und das Bloggertreffen von Dumont auf dem Plan. Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Die Cupcakes waren mega lecker und die Lesung bei Dumont von Katrin Zipse aus Moosland hat einfach Freude gemacht.

Danach habe ich mich bewusst treiben lassen. Ich bin zur Audiobühne in Halle 2 gegangen und später weiter zur Beyond Pages Stage in Halle 4. Ohne festen Plan durch die Hallen zu gehen und einfach zu schauen, was sich ergibt, gehört für mich zu den schönsten Momenten der Buchmesse. Man weiß nie, über welche Neuentdeckung man stolpert.

Am Nachmittag ging es langsam zurück Richtung Pressezentrum. Auf dem Weg habe ich mir noch ein Eis bei Bastei Lübbe gegönnt, bevor ich im Hotel angekommen bin. Dort habe ich direkt meinen Koffer gepackt und festgestellt, dass wirklich nichts mehr hineinpasst.

Der Tag war damit aber noch nicht vorbei, denn am Abend stand noch die Forever und UJU Community Night an. Ein schöner Abschluss für einen Tag, der sich trotz ruhigem Start wieder mit vielen Eindrücken gefüllt hat. Und so wanderten noch zwei Bücher mehr auf meine Haben Seite und ein Booklover Jogginganzug, der direkt für kuschelige Lesetage auf der Couch einlädt.

Messetag 4: Abschied, letzte Begegnungen und Heimreise

An Tag vier der Leipziger Buchmesse wachte ich mit leichter Temperatur, Halsschmerzen und Husten auf. Keine idealen Bedingungen für einen weiteren Messetag, aber eine wirkliche Alternative gab es nicht, da mein Zug erst am Nachmittag fuhr. Also habe ich gemeinsam mit meiner liebsten Bücherheike unser Gepäck am Bahnhof in Schließfächern verstaut und bin anschließend mit der Tramlinie 16 noch einmal Richtung Messe gefahren.

Dort habe ich mir bewusst Zeit genommen, um meine kleinen Goodies zu verteilen, die ich extra für meine Buchmenschen vorbereitet hatte und am Vorabend beim Kofferpacken wiederentdeckt habe. Kleine Schachteln mit Blümchen und dem Spruch für dich, gefüllt mit einem Teebeutel und meiner Visitenkarte. So bin ich am Vormittag durch die Hallen geschlendert und habe hier und da einen kleinen Abschiedsgruß hinterlassen.

Zwischendurch habe ich noch einen kurzen Stopp bei der Lesung von Freya von Korff gemacht, die aus ihrem Roman Pharaonenblut gelesen hat, der bereits auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegt. Danach stand noch die Programmvorschau bei Piper auf meinem Plan, bei der ich wieder einige spannende Titel entdecken konnte. Mein Leipziger Buchmesse SUB wächst damit ins Unermessliche.

Anschließend ging es direkt mit der Tram zurück zum Bahnhof. Dort habe ich mir noch einen Kaffee, einen Muffin und ein belegtes Brötchen geholt, bevor ich mich in den Zug nach Hause gesetzt habe. Entgegen aller Erwartungen war dieser pünktlich, sodass auch das Umsteigen problemlos funktioniert hat.

Kurz nach zehn war ich wieder zu Hause und bin einfach nur noch ins Bett gefallen. Wobei das nicht ganz stimmt. Ich musste erst meinen Koffer noch schnell auspacken und meine ganzen neuen Bücher, 14 an der Zahl, auf dem Wohnzimmertisch ausbreiten.

Meine Bücherausbute von der Leipziger Buchmesse

Mein Fazit zur Leipziger Buchmesse 2026

Die Leipziger Buchmesse ist für mich auch in diesem Jahr wieder ein Ort voller Begegnungen gewesen und knapp 63000 Schritten. Die Tage sind geprägt von Begegnungen, Gesprächen und die vielen kleinen Momenten dazwischen. Das Wiedersehen mit Menschen, die man teilweise nur einmal im Jahr trifft. Das gemeinsame Lachen. Die spontanen Verabredungen zwischen zwei Terminen. Und dieses ganz besondere Gefühl, Teil dieser Buchbubble zu sein.

Meine Wunschliste ist in diesen vier Tagen enorm gewachsen. Mein Kopf ist voller Ideen. Gleichzeitig nehme ich so viele schöne Erinnerungen mit nach Hause, die noch lange nachwirken werden. Auch die Mischung aus geplanten Terminen und dem bewussten Treibenlassen hat dieses Jahr für mich wieder perfekt funktioniert.

Und selbst die vielen Schritte, die müden Füße und die leichte Erkältung am Ende zeigen mir, wie intensiv ich diese Tage erlebt habe.

Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist auf jeden Fall schon wieder da. Das Book Hotel ist bereits reserviert und ich bin mir sicher, dass ich auch 2027 wieder mit ganz viel Vorfreude nach Leipzig reisen werde.

Ein Reisebericht: Journaling Barcamp 2026

Mein Wochenende beim Journaling Barcamp in Hamburg

Am 21. und 22. Februar fand zum dritten Mal das Journaling Barcamp in Hamburg im Betahaus statt. Und auch für mich hieß es zum dritten Mal nach Hamburg reisen, um liebgewonnene Menschen wiederzutreffen und neue kennenzulernen.

Anreise nach Hamburg und ein Wiedersehen mit lieben Menschen

Ich bin wieder in der Superbude St. Pauli abgestiegen und habe mir dort mit meiner liebsten Heike von Bücherheike das Hotelzimmer geteilt. Seit der Leipziger Buchmesse 2023 teilen wir uns regelmäßig ein Zimmer, um die Kosten zu sparen. Um am Samstagmorgen pünktlich zum Start des Journaling Barcamps vor Ort zu sein, reisten wir beide bereits am Freitagnachmittag an. Die Wiedersehensfreude war groß. Zuletzt hatten wir uns im September auf der Buch Berlin gesehen. Nach dem Check In zog es uns wieder hinaus in die Stadt, denn wir waren mit Heike von Frau Goethe liest zum Essen verabredet. Bei Cappuccino und einer leckeren Bowl hätten wir fast die Zeit vergessen.

Foto vom Essen in Hamburg im La Caffeteria

Lesung und Bücherliebe bei Stories – Die Buchhandlung

Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir rechtzeitig bei Stories – Die Buchhandlung an, um noch ein paar Fotos zu machen. Die Buchhandlung lädt mit ihrer Präsentation der Bücher einfach zum Verweilen ein. Und die Leitern an den hohen Bücherregalen muss man als Bookie natürlich zum Fotografieren nutzen. Doch wir waren nicht nur für Fotos in der Buchhandlung, sondern zur Premierenlesung von Janne Mommsen zu seinem Roman „Das Salz in der Luft“. Es ist der zweite und abschließende Band seiner New York – Föhr Dilogie.

Wobei ich persönlich den ersten Band noch nicht gelesen habe. Das wird sich definitiv ändern. Die Lesung des Autors macht Lust auf beide Bücher und so werde ich bald mit Band 1 starten und dann direkt mit Band 2 weitermachen.

Das Abenteuer mit der Hotelzimmertür

Ziemlich kaputt vom langen Tag kamen wir abends wieder im Hotel an. Doch der Schlaf sollte uns erst einmal nicht vergönnt sein.

Kennst du den Moment, wenn du deine Zimmerkarte an die Tür hältst und auf das grüne Licht wartest, das dir signalisiert, dass du die Tür öffnen kannst?
Tja, was soll ich sagen. Das Licht war rot.
Natürlich testeten wir beide Karten, doch das Ergebnis war das gleiche. Rotes Licht.

Drei Versuche bis zur offenen Tür

Foto in der Superbude St. Pauli

Also hieß es, die zwei Stockwerke nach unten zu laufen und an der Rezeption die Karten neu laden zu lassen. Gesagt, getan und wieder die Erwartung auf grünes Licht. Doch uns war das Glück nicht hold. Wieder zeigte die Tür an, dass St. Pauli gar nicht so weit von uns entfernt war. Also bin ich erneut die zwei Etagen hinuntergelaufen und habe mit viel Galgenhumor das rote Licht an der Rezeption gemeldet. Doch auch das zweite Aufspielen der Daten war nicht von Erfolg gekrönt.

Da ja aller guten Dinge drei sind, gingen wir wieder nach unten. Was mir einen Gutscheinchip für ein Getränk einspielte.

Beim dritten Versuch kam einer der Angestellten mit nach oben und vermutete, dass die Batterie leer sei. Denn auch seine Karte funktionierte nicht. So weit, so gut. Der Schlüssel sorgte schließlich für eine offene Tür und wir waren wieder wach.

Wenn die Batterie einfach nicht gewechselt werden will

Doch damit war das Abenteuer Tür noch nicht vorbei.

So ein Wechsel einer Batterie ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man jung an Jahren ist und nicht weiß, welches Werkzeug man zum Lösen einer Schraube benötigt.

Während Heike unter die Dusche sprang, amüsierte ich mich still und heimlich über den jungen Mann, der sich inzwischen von einer Kollegin Hilfe geholt hatte. Zu zweit überlegten sie, ob die Kerbe in der Schraube nun ein Stern war und wenn ja, wie viele Zacken er hatte. Nachdem das geklärt war, kam die Frage aller Fragen.

In welche Richtung muss man drehen?

Wie gesagt, ich hatte Spaß und schrieb im Kopf schon meinen Bericht zum Wochenende.

Frühstück in der Superbude und erste Begegnungen

Am Morgen wurden wir von unserer Tür mit einem dauerhaften roten Blinken empfangen. Nun war die Batterie vermutlich endgültig am Ende. An der Rezeption wusste die Frühschicht schon Bescheid und löste das Problem innerhalb von zwei Minuten.

Wir genossen indes das ausgiebige Frühstück in der Superbude. Da ist wirklich für jeden etwas dabei. Außerdem trafen wir hier schon auf bekannte Gesichter von den letzten beiden Journaling Barcamp Veranstaltungen.

Ankommen beim Journaling Barcamp im Betahaus

Gestärkt und mit funktionierender Zimmerkarte machten wir uns dann pünktlich auf den Weg zum Betahaus. Hier trafen wir auf weitere bekannte Gesichter. Besonders gefreut habe ich mich, Sandra und Julia wiederzusehen. Sandra hatte ich auf dem ersten Journaling Barcamp kennengelernt und Julia auf dem zweiten.

Nach dem Check In hieß es erst einmal einen Platz suchen. Irgendwie landeten wir wieder auf den gleichen Plätzen wie zuvor. Dann wurde das Namensschild gestaltet und der erste Kaffee geholt. Außerdem wurde schon einmal ein erster Blick in die Goodie Bag geworfen.

Keynote von Sünje Lewejohann und erste Schreibimpulse

Das Journaling Barcamp 2026 startete mit einer meditativen Einheit von Nicole, die immer wieder dafür sorgt, Dankbarkeit und Ruhe in den Vordergrund zu stellen. Nach ein paar organisatorischen Punkten kam direkt die erste Keynote Speakerin zu Wort.

Sünje Lewejohann startete mit einem Gedicht aus „Als ich noch ein Tier war“ und endete mit den Worten „Jeder kann Gedichte schreiben.“ Denn alles, was wir zum Schreiben brauchen, ist schon da.

Mein spontanes Gedicht

Begegnungen genießen
Ankommen und abschalten
Routinen durchbrechen
Chancen nutzen
Augen schließen
Mutig aufstehen
Projekte gestalten

Für mich gab Sünje so den Anstoss, einfach mal wieder Gedichte zu schreiben. Früher habe ich es regelmäßig gemacht um meine Gedanken und Gefühle zu sortieren. So war der Einstieg direkt nach meinem Geschmack. Danach folgten noch ein paar kleine Schreibimpulse, dessen Ergebnisse ich zum Teil mit der Gemeinschaft teilte.

Mit Gummistiefel in Pfütze springen
Grashalm zwischen Daumen zum vibrieren bringen
Hüpfend von Gras zu Gras durchs Vorland

Anschließend ging es zum Pitch für kleine Workshops, die die Veranstaltung zu einem Barcamp machen. Es standen wieder zahlreiche Leute auf und erzählten zum Teil aus dem Stehgreif, was sie so machen wollten. Das konnte ich gar nicht alles behalten, bekam aber schon ein Gefühl dafür, was mich so erwarten würde für diese zwei Tage. Doch bevor es in die einzelnen Sessions ging, durfte ich noch der zweiten Keynote Speakerin lauschen. 

Foto von Tanja Wehr und Sünje Lewejohann die Keynote Speakerinnen vom Journaling Barcamp 2026 in Hamburg
© by Tom von inkblot.de

Sketchnotes mit Tanja Wehr

Tanja Wehr von Sketchnotelovers gab einen Einblick in ihre Arbeit und zeigte, wie sie Gedanken und Ideen durch die Kombination von Bild und Schrift zu Papier bringt. Da bekam ich direkt Lust mitzumachen und wurde noch einmal an das Sketchnote Barcamp im Juni in Göttingen erinnert. Für das ich mich inzwischen auch schon angemeldet habe.

Der erste Session Slot am Samstag

Am Samstagnachmittag fand dann der erste Session Slot statt. Ich entschied mich für Artjournal mit Ramona von @kalimagie. Sie zeigte ihre Journals und erklärte, wie sie darin arbeitet. Meist beginnt alles mit einem Text, der später übermalt oder überklebt wird, sodass teilweise nichts mehr davon zu sehen ist. Hier wurde ich zum ersten Mal wieder so richtig von Tom eingefangen. Der Fotograf begleitet das Journaling Barcamp von Anfang an und macht einfach grandiose Aufnahmen. Seine Bilder erkennst du hier jeweils durch die Angabe inkblot.de in der Beschriftung.

Fotograf Tom von inkblot.de

Der Fotograf begleitet das Journaling Barcamp von Anfang an und macht einfach grandiose Aufnahmen. 

Abendessen, Goodie Bag und ein langer Barcamptag

Damit endete ein erfüllender erster Tag auf dem Barcamp. Mit vielen Eindrücken im Gepäck ging es Richtung Hotel und auf die Suche nach einem Lokal fürs Abendessen. Irgendwie landeten wir wieder im Napoli. Dort bekamen wir noch zu viert einen Tisch und genossen die grandiosen Speisen. Ich hatte Trüffelravioli. Die waren einfach traumhaft.

Während Heike sich ins Bad verabschiedete, räumte ich die Sachen etwas hin und her, um ein Unboxing der wunderbaren Goodie Bag zu filmen. Die Sponsoren haben sich diesmal wirklich über troffen.

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Dazu gehören: Moleskine, Edding, Pentel, mitp Verlag, Folia diy, Neuland, Schneiderpen, Sketch Stuff, Jolie Notizbuch, Holunderelfe Magazin, Manuela Motzel, Schreibräume Magazin, Handschrift Magazin und Schreibmelange.
Ich hoffe ich habe jetzt keinen vergessen. 

Sonntag beim Journaling Barcamp

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es am Sonntagmorgen nach einem reichhaltigen Frühstück mit gepackten Koffern wieder zum Journaling Barcamp. Für Sonntag standen drei Session Slots auf dem Plan und dann noch die große Tombola.

Sketchnotes Basics mit Tanja Wehr

Mein erster Slot war ganz klar die Session mit Tanja Wehr. Auch wenn ich schon einiges über Sketchnotes weiß, musste ich trotzdem zu den Basics gehen. Hier hatten wir ganz viel Spaß. Es startete mit einer lockeren Aufwärmübung und einfachen Symbolen.

Dramolett schreiben mit Alix

Als nächstes wählte ich Dramolett mit Alix. Das hat mir persönlich unglaublich viel Spaß gemacht. Wir waren eine kleine Runde von vielleicht zehn Leuten und haben miteinander diskutiert, geschrieben und ganz viel gelacht. Ich habe ein Dramolett zum Thema „Die Milch ist alle!“ geschrieben und habe mich am Ende sogar getraut, es vorzulesen.

Die letzte Session

Nach einer Kaffeepause ging es dann weiter mit der letzten Session. Hier habe ich mich für Freudvoll & Leicht mit Heidrun Künzel entschieden. Das hörte sich alles sehr gut an, doch meine Aufnahmefähigkeit war einfach nicht mehr so groß.

Mein persönliches Fazit zum Journaling Barcamp

Für mich war das Wochenende wieder einfach wunderschön. Ich habe vieles für mich persönlich gelernt und werde für meinen Blog einiges mitnehmen. Ich freue mich schon auf das vierte Journaling Barcamp, an dem ich ganz bestimmt wieder teilnehmen werde.

Abschließen möchte ich mit meinem kleinen Laufzettel, auf dem sich die eine oder der andere mit Wünschen verewigt hat. Ein Feld habe ich für dich freigelassen.

Ein Bild von lieben Grüßen von Teilnehmern vom Journaling Barcamp

Was würdest du mir für mein weiteres kreatives Schaffen noch mit auf den Weg geben wollen?

Ein Reisebericht: Leipziger Buchmesse 2025

Zwischen Büchern und Menschenmassen – Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse

Auf mich warteten vier Tage voller Bücherrausch, unzähligen Neuzugängen und mehr Leseempfehlungen, als ich jemals bewältigen kann – die Leipziger Buchmesse hat mich wieder voll erwischt! Die Kombination aus literarischen Entdeckungen, inspirierenden Begegnungen und dem einzigartigen Messeflair machen diese Tage jedes Jahr zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Der Weg ist das Ziel – oder auch nicht?

Monatelang hatte ich mich auf die Leipziger Buchmesse gefreut, und endlich war es soweit. Am Mittwochmorgen um 07:50 Uhr startete mein Zug nach Leipzig. Mit dabei: mein Moduletto, in dem ich meine Messetage als kleine Comicskizzen festhalten wollte, und mein Lesetagebuch für Autogramme. In Osnabrück reichte die Umstiegszeit sogar für Kaffee und Brötchen – alles lief nach Plan. Doch dann: Mein Anschlusszug in Hannover hatte erhebliche Verspätung. Nach kurzer Überlegung blieb ich im Zug nach Berlin sitzen und fuhr von dort aus weiter nach Leipzig.

Cover von meinem Leipziger Buchmesse Comic im Moduletto
Möchtest du den Inhalt sehen? Link zum Video auf Instagram folgt.

Glücklicherweise verflog die Zeit dank meines Buchs: Wahrheit oder Pflicht von Sophie Edenberg. Dieser Psychothriller verwandelte das gleichnamige Kinderspiel in eine düstere Geschichte – ein fesselndes Leseerlebnis, das ich bald in einer Rezension ausführlicher vorstellen werde. Die Atmosphäre des Buches zog mich so in seinen Bann, dass ich die Fahrzeit kaum bemerkte.

Mit nur geringer Verspätung kam ich als letzte unserer vierköpfigen Messe-WG in Leipzig an. Am Bahnhof warteten schon Sabrina, Saskia und Heike auf mich. Nach einer Kaffeepause ging es weiter zum Book Hotel Leipzig – eine Unterkunft wie gemacht für Buchliebhaber! Die imposante Fassade mit einem riesigen Bücherregal beeindruckte mich sofort. Auch die Zimmer waren liebevoll mit literarischen Details gestaltet. Nach einer schnellen Instagram-Roomtour machten wir uns auf den Weg zum Essen.

Blogger-Dinner als Messeauftakt

Traditionell beginnt für mich die Leipziger Buchmesse am Mittwochabend mit einem Essen in großer Bloggerrunde. Dieses Jahr hatten wir einen Tisch im Dhillons Irish Bar & Grill reserviert – ein Abend voller spannender Gespräche über die Messe, Bücher und das Geschehen auf Bookstagram. Es ist immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Herangehensweisen ans Bloggen und Rezensieren sind. Wir tauschten Tipps aus, sprachen über bevorstehende Highlights der Messe und ließen uns das leckere Essen schmecken.

Bücherfans auf dem Weg zur Messe

Der Donnerstag begann mit einem Frühstück am Bahnhof. Um einen Sitzplatz in der Tram zu ergattern, nahmen wir bewusst die Bahn um 08:15 Uhr – eine kluge Entscheidung! Pünktlich um neun öffnete das Pressezentrum, wo wir Jacken verstauten, Kaffee tranken und uns über den bevorstehenden Tag austauschten. Ich freute mich besonders auf ein Wiedersehen mit Diana von leselausch, die ich vor zwei Jahren bei einer Schnitzeljagd in Köln kennengelernt hatte.

Begegnungen und Highlights

Um 09:45 Uhr durften wir als Pressevertreter die Hallen betreten – ein besonderer Moment voller Vorfreude. Ein Blick nach draußen zeigte bereits jetzt einen enormen Besucherandrang. Schon am Donnerstag waren die Gänge gut gefüllt, was mich neugierig machte, wie es wohl am Freitag und Samstag aussehen würde. Die ersten Stände wurden erkundet, Verlage besucht und erste Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Gleich zu Beginn traf ich Carola von lesenmitcarola, die mich mit einem herzlichen „Überfall“ begrüßte. Im Laufe der Tage begegnete ich vielen weiteren bekannten Gesichtern: Stefanie Brunswick und Ella Lane, die gemeinsam einen Stand hatten, sowie Dirk Osygus, den ich als Mensch sehr schätze. Auch die Glücksschreiberinnen waren für mich ein Pflichtbesuch – Natascha Birovljevs kommendes Buch landete direkt auf meiner Leseliste für September.

  • Foto von Kerstin mit Andrea WIlk und Nadine Teuber
  • Ein Foto von Kerstin und Basma Hallak auf der Leipziger Buchmesse
  • Ein Foto von Kerstin und Dirk Osygus auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Ella Lane
  • Foto von Kerstin mit Jana Lukas und Leonie Lastella
  • Foto von Kerstin und Jani Friese
  • Foto von Kerstin und Katharina Mosel und Natascha Birovljev
  • Ein Foto von Kerstin und Louis Friedemann Thiele auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto mit Kerstin und Anja Sietz und Melanie Amelie Opalka
  • Ein Foto von Kerstin und Miriam Covi auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Nina Scheweling Henriette Schreurs
  • Foto von Kerstin und Stefanie Brunswick
  • Foto von Kerstin mit Thomas Bookclub
  • Foto mit Kerstin undAntonia Löding
  • Foto von Kerstin und Diana
  • Ein Foto von Kerstin und Stephanie auf der Leipziger Buchmesse
  • Ein Foto von Kerstin und Sabrina auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Kathrin
  • Foto von Kerstin und Anne
  • Foto von Kerstin und Nadine

Besondere Highlights des Tages waren:

  1. Hörbücher 2.0 – eine spannende Veranstaltung zum Thema Object Based Audio, das in den nächsten Jahren neue Maßstäbe setzen könnte.
  2. Die Herbstvorschau von Droemer Knaur – ein kleines Blogger-Treffen, bei dem ich Thomas von Thomas_Bookclub traf. Mein persönliches Fangirl Highlight.
  3. Eine besondere Lesung im Mintastique – bei Kaffee und Cupcake lauschte ich Eva-Maria Bast und Jörn Precht, die unter Romy Herold gemeinsam den Roman „Ritter Sport Ein Traum von Schokolade“ geschrieben haben.

Fotospots und Entdeckungen am Freitag

Mit wenig Schlaf startete der Freitag. Nach einem Frühstück in Hotelnähe begaben wir uns auf eine kleine Fototour durch die Messehallen. Beim Fischer Verlag begrüßte uns das neue Bloggerteam und gab Einblicke in die Herbstvorschau. Ich entdeckte direkt neue Bücher von Tine Nell, deren Werke ich bisher einfach nur verschlungen habe.

Ein weiteres Highlight war die Lesung von Nina Scheweling aus Academy of Lies, die ich später beim Bloggertreffen von Loewe und Argon wiedertraf. Besonders spannend: Ein Gespräch im Anschluss mit Sprecherin Henriette Schreurs über ihre Arbeit. Dazu wird es bald ein Interview geben.

Abends führte der Weg ins Morrison’s zum Treffen der Bloggerlounge mit dem Selfpublisher-Verband – ein unterhaltsamer Abschluss des Tages.

Menschenmassen am Samstag

Der Samstag toppte alles – die Gänge waren brechend voll. Ich zog mich ins CCL zurück und besuchte das Blogger-Event von Dumont, bei dem ich spannende Neuerscheinungen entdeckte, darunter Der Krabbenfischer von Benjamin Wood. Außerdem erfuhr ich, dass ich beim Selfpublisher Blogger-Award den dritten Platz belegt hatte – eine tolle Überraschung!

Anschließend stürzte ich mich ins Messegetümmel, besuchte Lesungen und sammelte Autogramme. Besonders beeindruckend war der Talk mit Louis Friedemann Thiele zu The Story Behind Us sowie eine Veranstaltung mit Arno Strobel und Basma Hallak zum Thema My Audiobook is your Audiobook.

Abends ging es zum Fischer Krimiabend in der Moritzbastei, wo die Autoren Arno Strobel, Anna Täuber und Klaus-Peter Wolf aus ihren Werken lasen – ein perfekter Abschluss des Tages.

Sonntag – der Abschied naht

Der letzte Messetag begann müde – die Zeitumstellung machte sich bemerkbar. Nach einem gemütlichen Bummel durch die Hallen und einem letzten Kaffee im Pressezentrum hieß es Abschied nehmen. Am Ausgang entstand das obligatorische Foto mit dem Messemännchen, dann ging es zurück in die Stadt.

Nach einer abschließenden Kaffeepause im Café Kandler trat ich die Heimreise an. Doch auch hier gab es Verzögerungen: In Hannover wurde mir klar, dass ich die letzte Bahn nach Holdorf verpassen würde. Ein Taxischein rettete mich, sodass ich die letzten Kilometer entspannt zurücklegen konnte.

  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Kerstin mit dem Leipziger Messemännchen im Pressezentrum der Leipziger Buchmesse
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen

Fazit: Erschöpft, aber glücklich

Mit über 296.000 Besuchern war die Buchmesse ein voller Erfolg – für mich persönlich aber auch das absolute Limit. Die Messe beherbergte 2.040 Aussteller aus 45 Ländern, darunter das Gastland Norwegen. Das Programm Leipzig liest bot 2.800 Veranstaltungen an 330 Leseorten.

Trotz Menschenmassen und wenig Schlaf war die Messe ein unvergessliches Erlebnis. Leipzig hat wieder bewiesen, dass Bücher mehr sind als nur Papier und Tinte – sie verbinden Menschen, inspirieren und lassen uns träumen.

Bis 2026 – das Hotelzimmer ist schon reserviert!

Gebrauchsanweisungen für Kreuzfahrten von Thomas Blubacher

Gebrauchsanweisungen für Kreuzfahrten

von Thomas Blubacher

Lesetagebuch mit Sketchnotes von einem Kreuzfahrtschiff und einer Bloody Mary zur Rezension vom Reisebuch: Gebrauchsanweisungen für Kreuzfahrten von Thomas Blubacher erschienen im Piper Verlag

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine Luftaufnahme von einem Kreuzfahrtschiff auf hoher See. Oberhalb vom Schiff ist der Titel des Buches angebracht. Während „Gebrauchsanweisung für“ in einem Banner halb rund über dem Himmel steht, ist darunter in gelber Schrift „Kreuzfahrten“ zu lesen. Nicht unbedingt ein schönes Cover, aber es gibt einen guten Hinweis zum Inhalt des Buches. 

Gebrauchsanweisung für Kreuzfahrten von Thomas Blubacher erschien im Piper Verlag. Meine Ausgabe ist eine überarbeitete Neuauflage von 2024 mit angepassten Reiseberichten zur ersten Auflage von 2016. In den dazwischen liegenden acht Jahren hat sich einiges in der Kreuzfahrtbranche getan. So gibt es einige Anekdoten und Reiseberichte aus den Jahren „nach Corona“. Es ist eine Zusammenstellung von ganz unterschiedlichen Fahrtgebieten im Bereich Hochsee- und Flusskreuzfahrt, die der Autor selbst unternommen hat. Dabei erzählt er ganz nonchalant aus der Ich- Perspektive und nimmt einen direkt mit auf seine Reisen. 

Das Buch startet mit einer kurzen Einleitung zu den Anfängen von Kreuzfahrten und dem Wandel des Klientels auf eben diesen. Mit einer Prise Humor darf ich unter anderem in die Karibik, Antarktis und das Mittelmeer reisen. Dabei fährt der Autor auf ganz unterschiedlichen Schiffen. Von elegantem Segler bis großem Kreuzfahrtschiff ist alles dabei. Auch bringt er mir, als Leser die Flusskreuzfahrt näher. Wobei ich selbst auf der Donau, dem Rhein und der Mosel schon unterwegs war. Dazu könnte ich auch stundenlang Geschichten erzählen. Vielleicht in einem meiner nächsten Reiseberichte auf meinem Blog. Jetzt möchte ich dir noch einen Satz mit auf den Weg geben, bei dem ich mich sofort wiederfand.

„Bei „Sail Away“ aber bekomme ich, konditioniert wie ein pawlowscher Köter, bis heute Sehnsucht nach Meer.“

Höre ich das Lied zu Hause im Radio, stehe ich gedanklich an der Reling und blicke aufs Meer, bzw. zurück auf den Hafen, den wir bei dem Lied gerade verlassen. Meine Liebe zu Kreuzfahrten begann auf der AIDAsol im Herbst 2012, als wir von Orkanböen durchgeschüttelt wurden. Und seit dem fängt für mich mit „Sail Away“ der Urlaub an. In diesem Jahr steht auch noch eine Reise auf meinem Programm. Ich freue mich auf viele Seetage, die für mich Entspannung pur sind. 

Nun aber wieder zurück zum Buch. Thomas Blubacher gelingt es mit seiner Sprache, seine Liebe zu Kreuzfahrten zu beschreiben. Er achtet dabei darauf auch die negativen Seiten dieser Reiseart aufzuzeigen. Weiterhin beschreibt er wunderschön ganz spezielle Gäste an Bord, die man auf jeder Reise trifft. Wir haben da auch so unsere Kandidaten. Mein liebster Spruch ist immer noch: „Können Sie da weg gehen, wir haben uns hier extra hingesetzt und können jetzt nichts mehr sehen.“ Wohl gemerkt standen wir einfach mitten im Raum mit Blick auf die Tanzfläche und das ältere Ehepaar hatte sich einfach nach ganz hinten auf die bequemen Sessel gesetzt. Dieser Spruch kam früher auch sehr gerne bei der Seenotrettungsübung. Wir mussten dann einfach nur schmunzeln und blieben dann an der uns zugeteilten Position einfach stehen. Mehr möchte ich dazu jetzt gar nicht sagen, sonst ufert das hier aus.

Hast du Lust auf einen weitgefächerten Überblick über die möglichen Kreuzfahrten dieser Welt? Dann schaue in: Gebrauchsanweisung für Kreuzfahrten von Thomas Blubacher. Dort findest du kurze Geschichten zu den verschiedensten Destinationen auf allen sieben Weltmeeren und den großen Flüssen dieser Welt. Er verrät dir sogar seine jeweilige Kabine, so dass du auf seinen Spuren durchaus um die Welt reisen könntest. Ich hatte mit dem Buch ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden und habe mich dabei an meine eigenen Kreuzfahrten erinnert. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Kreuzfahrten mal ausprobieren wollen oder sie schon so lieben wie ich und auf der Suche nach neuen Routen und Schiffen sind. Mein Traum wäre auch einmal eine Tour mit der Sea Cloud, ich habe sie schon oft im Hafen liegen sehen oder bin an ihr vorbeigefahren, aber bisher noch nicht das nötige Kleingeld für eine Reise mit ihr gehabt. Also wenn du dafür spenden möchtest, einfach melden.

Inhaltsangabe

»Äußerst unterhaltsam, mit viel Witz und Beobachtungsgabe.« Stuttgarter Zeitung

Wussten Sie, was eine Schmetterlingsfahrt ist und warum Schiffe nur von Frauen getauft werden? Thomas Blubacher, passionierter Kreuzfahrer, war im Mittelmeer und in der Ostsee, in der Karibik und im Indischen Ozean, in der Antarktis und auf den großen Flüssen der Welt unterwegs. Ob Viermastbark, Expeditionsschiff, Ozeanriese oder Luxusliner – unterhaltsam erzählt er vom Alltag an Bord, berichtet von Wellnessoasen und belauscht unfreiwillig Kabinennachbarn. Er verrät, wie sowohl Neulinge als auch erfahrene »Repeater« die passende Reise für sich finden. Und wie man in puncto Nachhaltigkeit Zeichen setzen kann. Er weiß, für wen die Donaufahrt oder die Expeditionsreise in die Antarktis, das Heavy-Metal- oder das FKK-Schiff, die Familien-Schiffsreise oder die Single-Kreuzfahrt am besten geeignet ist, kennt die technischen Details der Schiffe und kann über die Hierarchie der Besatzung und das Leben der Passagiere an Bord anschaulich erzählen.

Diese Gebrauchsanweisung zeigt auch die neuesten Entwicklungen im Kreuzfahrt-Tourismus: Die wachsende Zahl der Expeditionsfahrten genauso wie die immer beliebter werdenden Familienkreuzfahrten mit Kindern. Und das Ringen der Branche um Nachhaltigkeit.

»Die, für die Kreuzfahrten überhaupt nicht infrage kommen, werden sich ebenso bestätigt fühlen, denn Blubacher hält trotz seiner lesbaren Liebe zu Kreuzfahrten humorvoll Distanz.« Berliner Zeitung

Bibliografie

Autor: Thomas Blubacher
Genre: Reisebuch
Verlag: Piper
ISBN/ ASIN: 978-3492277808
Erscheinungsdatum: 29. Februar 2024
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 240
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Piper über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Piper

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Ein Reisebericht: Journaling Barcamp 2023

Ein kreatives Wochenende über Journaling und Sketchnotes in Hamburg

Lange habe ich auf dieses Wochenende hin gefiebert und nun ist es schon drei Wochen her. Vom 17.11. bis zum 19.11.2023 fand in Hamburg im betahaus das Journaling Barcamp statt. Damit ich mein Auto nicht irgendwo teuer parken musste, bin ich mit der Bahn ins Schanzenviertel angereist. Übernachtet habe ich in der Superbude, zu der ich dir am Ende des Beitrags noch ein wenig mehr verraten werde. 

Straßenbemalung mit vielen kleinen Sketchnotes vor dem Betahaus in Hamburg zum Journaling Barcamp 2023

Das Journaling Barcamp öffnete um 15 Uhr seine Tore und ich gehörte zu einer der Ersten, die einen Fuß in das betahaus setzen durfte. Gleich bei der Anmeldung bekam ich ein wunderschönes Notizbuch samt Logo der Veranstaltung von Moleskine in die Hand und passend dazu gab es einen Energel Stift von Pentel in grün. Dann wurde ich noch mit einem Blanko Namensschild ausgestattet, das ich ganz nach Gusto gestalten sollte.

Mein erster Weg führte vorbei an der Kaffeebar, von der ich irgendwie gar kein Bild gemacht habe. Für das leibliche Wohl wurde während der ganzen Veranstaltung gut gesorgt. Kaffee, Tee und Wasser standen immer parat und auch ein paar kleine gesunde und weniger gesunde Snacks. Doch stand ja nicht das Essen im Vordergrund des Journaling Barcamps, sondern der kreative Austausch gleichgesinnter. Insgesamt waren wir um die 90 Leute mit internationaler Beteiligung. Darunter auch nicht ganz eine handvoll männlicher Teilnehmer. 

Bild von den vier Organisatorinnen des Journaling Barcamps 2023 in Hamburg

Für mich waren es im ersten Moment einfach zu viele Menschen, so suchte ich mir für Tag eins einen Platz am Rand und genoss die Vibes im Raum. Ich freute mich, einfach hier zu sein. Zum Auftakt stellten sich die vier Organisatorinnen kurz vor: Diana Meier-Soriat, Birgit Schreiber, Simone Däfler und Nicole Woltmann. Anschließend ging es in eine kreative Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Dazu bekamen wir Fragen an die Hand und sollten uns darüber mit einer fremden Person im Raum austauschen. Insgesamt wurden drei Runden gemacht. Ich fand die Idee sehr gut und so hatte man direkt einen Aufhänger, über den man sich wechselseitig über eine Minute austauschen konnte. Das war als Eisbrecher für mich ganz gut. Danach startete der erste richtige Programmpunkt des Wochenendes.

Unter der Überschrift: Meine geniale Freundin – mein Journal gab uns Birgit Schreiber ein paar Schreibideen und Schreibübungen, wie man sich sein Journal zur genialen Freundin machen kann und wie man diese magischen Momente festhält. Dabei fand ich die Übung zum Akrostichon sehr schön. Ist es doch genau meine Art Dinge in Form zu setzen. Als Jugendliche habe ich sehr viele Gedichte auf diese Art geschrieben und sie für mich schön gestaltet in einem großen Ordner aufbewahrt. Ich könnte sie mir gut mal wieder zur Hand nehmen und dabei in Erinnerungen schwelgen. Nach den Schreibimpulsen wurde auf das Ernten dieser Arbeit aufmerksam gemacht. Denn dies ist genau so wichtig, um für sich entsprechende Erkenntnisse zu erlangen, um damit weiter arbeiten zu können. Die Anregungen fand ich ganz gut, doch so ganz konnte ich mich auf dieses Schreibabenteuer nicht einlassen, ich war zu sehr damit beschäftigt, die Menschen um mich rum wahrzunehmen. Aber das war für mich auch ein guter Prozess, hat er mir doch gezeigt, ich kann mich in der Menge bewegen und gehe nicht sofort unter.

Der zweite Programmpunkt war da schon mehr nach meinem Geschmack. Diana Meier-Soriat nahm uns mit zur Life Planning Session in einem jungfräulichen Journal von Moleskine. Da ich bisher immer nur mit meinen rein punktierten Notizbüchern gearbeitet habe, fand ich es ganz spannend, was die Bücher von Moleskine so bieten. Es ist für mich der perfekte Begleiter als Reisetagebuch, denn in jedem Notizbuch befindet sich eine Weltkarte, die man ganz frei nutzen und gestalten kann. Außerdem zeigte sie ein wenig was zur Gestaltung des Bullet Journals. Hier habe ich für mich direkt die Umrandung der Seiten mitgenommen. Bisher hatte ich in meinem Lesetagebuch immer passend zum Roman versucht Ranken zu gestalten, aber diese einfache Blattoptik ist soviel mehr meins, dass ich diese jetzt für mich nutzen werde. Bei dieser Keynote konnte ich auch weitere Stifte nutzen, die sich in meiner Goodie Bag versteckten. Mein neuer Liebling wird neben dem Energel nun auch der Pentel illumina Flex, mit dem man sehr schöne graue Schatten malen kann. Das gibt dem Ganzen eine gewisse Tiefe. 

Goodie Bag vom Journaling Barcamp 2023 in Hamburg. Von folgenden Sponsoren sind Produkte und Informationen in der Goodie Bag: folia Bringmann, sigel, Jolie, Pentel, Sketch Stuff, flow, punktgenau Verlag, Moleskine, mitp Verlag und inkblot.de

Danach rauchte mein Kopf förmlich und ich hatte großen hunger. Kurz habe ich überlegt mich anderen anzuschließen, um mit ihnen gemeinsam essen zu gehen, doch brauchte ich einfach Ruhe, um das ganze verarbeiten zu können. Also ging es zurück zu meiner Unterkunft. Auf dem Weg organisierte ich was zu trinken und Brötchen zum Abendessen. Mit meiner Goodie Bag und ganz vielen Eindrücken legte ich mich aufs Bett und ließ den Abend ganz entspannt ausklingen. Ich scrollte durch meine Bilder des Tages und schnitt schon mal das Video für meine Roomtour in der Superbude. Die Unterkunft war mir von den Organisatorinnen empfohlen worden und ich war beim ersten Blick in die Räumlichkeiten sofort davon überzeugt. Ein Hotel der etwas anderen Art mit einem ganz besonderen Ambiente. Mich hat es überzeugt und ich habe zwei ruhige Nächte dort verbracht. 

Das Frühstück am Morgen war übrigens grandios. Mal wieder ein Hotel mit Darjeeling, was ja nicht immer der Fall ist und mit allem was das Herz begehrt, selbst das vegane Herz würde sich hier pudelwohl fühlen. So gab es auch Humus zum Frühstück, was aktuell zu meinem Brotaufstrichen der ersten Wahl gehört. Ich mag einfach dieses orientalische, lässt es mich doch an schöne Urlaube in Fernost denken. Beim Frühstück traf ich übrigens nach und nach auf weitere Teilnehmer des Journaling Barcamps, die ebenfalls hier abgestiegen waren. 

  • Foto von meinem Hotelzimmer mit eigenem Bad in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023
  • Foto von meinem Hotelzimmer mit eigenem Bad in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023
  • Foto von meinem Hotelzimmer mit eigenem Bad in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023
  • Frühstück in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023
  • Frühstück in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023
  • Frühstück in der Superbude St. Pauli in Hamburg 2023

Gestärkt startete dann Samstagmorgen um 9 Uhr die Veranstaltung. Hier traf ich direkt auf Sandra, mit der ich mich schon gestern kurz unterhalten hatte. Wir beide waren auf einer Wellenlänge und so suchten wir uns zusammen einen Platz. Der Tag startete mit einem kleinen Warm up und dann ging es in den Session Pitch. Hier habe ich kurz überlegt, ob ich mich aktiv beteiligen sollte. Doch als eine lange Schlange sich an Sessiongebern bildete, blieb ich getrost sitzen. Vielleicht traue ich mich beim nächsten Mal. Die einzelnen Vorschläge wurden auf einer Stellwand gesammelt, um daraus nachher einen Plan für heute und morgen zu basteln.

Keynote von Britta Ullrich auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
©Thomas Dick https://www.inkblot.de/

Vor der Mittagspause gab es dann noch eine sehr schöne Keynote von Britta Ulrich. Von ihr hatte ich im Rahmen der Vorjury Arbeit zum Selfpublisher Buchpreis 2023/2024 schon ihr Soulshine Sketchnotes Buch bewundert und drückte ihr entsprechend die Daumen für die Longlist. Diese wurde inzwischen veröffentlicht und ihr Buch hat es in der Rubrik Sachbuch/ Ratgeber auf die Liste geschafft, ich habe mich total für Britta gefreut, nachdem ich sie dieses Wochenende persönlich kennenlernen durfte. Das Buch samt Autorin werde ich im Frühjahr nochmal genauer vorstellen. Aber nun zurück zu ihrem Beitrag: Mehr Funkeln im Dunkeln. Ihr kreativer Vortrag machte einfach Spaß und sie erläuterte sehr anschaulich, was den Unterschied macht sich auf eine Farbe in den Sketchnotes zu fokussieren. Für sie ist es gelb, wie man bei Soulshine Momenten schon erahnen konnte. Das passende Outfit unterstrich diese These sehr anschaulich. Sehr schön fand ich die einfache Herangehensweise, sich seine Soulshine Momente des Tages in kleinen Bildchen zu gestalten. Hier habe ich mir direkt mein neues Notizbuch in die Hand genommen und das ganze mit gezeichnet und wie ich gestern schon so passend gelernt habe, geht es nicht um das perfekte Bild, sondern einfach um den Moment. 

  • Keynote von Britta Ullrich auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Auszug aus meinem Notizbuch zur Keynote von Britta Ullrich auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Auszug aus meinem Notizbuch zur Keynote von Britta Ullrich auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Zum Mittagessen gab es zwei vegane Gerichte zur Auswahl. Die Nudeln waren einfach lecker und machten für den Moment satt. Um ein wenig frische Luft zu schnappen, beschlossen Sandra und ich die restliche Pause für einen Spaziergang zu nutzen. Das tat nach dem ganzen Sitzen sehr gut. So genossen wir das Herbstwetter und redeten über Gott und die Welt. Gut durch gepustet starteten wir danach in die erste Session des Wochenendes

Auszug aus meinem Notizbuch beim Journaling Barcamp 2023 in Hamburg zur Session Stressbewältigung

Im ersten Sessionsslot entschied ich mich für: Fun-ance Planung + Stressbewältigung mit Nina von Plans meet life. Sandra hatte das gleiche Ziel und so sicherten wir zwei uns Plätze in der ersten Reihe. Der Fokus wurde aber sofort auf Stressbewältigung gelegt und Fun-ance Planung kam gar nicht zur Sprache. Kurz überlegte ich auf zu stehen und zu gehen, doch da die anderen Themen mich nicht so sehr angesprochen hatten blieb ich sitzen und hörte mir alles zum Thema Stressbewältigung an. Als erstes wurde ein Akrostichon zu dem Wort Stress verfasst und weiter ging es dann mit der BLIS- (Blockaden, Lösen, In, Sekunden) Methode. Hier kam dann direkt wieder der Fluchtgedanke bei mir auf. Klopfen und ich werden keine Freunde, aber ich habe brav mitgemacht und ließ mich darauf ein. Bei dem letzten Punkt, dem Messen des Stresslevels war es für mich gedanklich dann direkt vorbei. Da kam zu sehr mein pharmazeutischer und gesundheitlicher Hintergrund zum Vorschein. Ich weiß warum ich aktuell keine Luft anhalten kann und das liegt ganz bestimmt nicht am Stresslevel, der aktuell sehr niedrig ist. Hier drei ganz plausible Gründe, die den Atemtest für das Stresslevel beeinflussen: a) ich hatte gerade wieder mal eine Bronchitis, b) seit meinem Bandscheibenvorfall habe ich keine Ausdauer mehr und c) haben mir die Grippe und Corona im letzten Jahr jegliche Luftreserven geklaut. Damit war dann die Session auch vorbei und ich machte mich auf zum Kaffee und der Aussicht auf die nächste Session.

Meine Notizen zur Session Routinen und Gewohnheiten mit Heidrun Künzel auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Die zweite Session für mich hieß: Routinen verändern – Gewohnheiten etablieren und wurde von Heidrun Künzel angeleitet. Heidrun Künzel ist mir durch ihre Sketchnotes Bücher ein Begriff, wobei ich keins der beiden bisher gelesen habe. Allerdings habe ich beim mitp-Verlag immer mal wieder in den Büchern geblättert. Die Session lebte von ganz vielen kurzen praktischen Sequenzen, so hieß es in kurzen terminierten Aufgaben zum Beispiel schreibe deine Routinen auf, klassifiziere sie nach guten und schlechten Gewohnheiten mit Schulnoten und betrachte dann die vier Gesetze von guten Gewohnheiten. Hier musste ich immer mal wieder schmunzeln, weil ich in letzter Zeit immer wieder etwas zu diesem Thema gelesen habe und einundzwanzig Tage in diesem Zusammenhang für mich zu einem geflügelten Wort geworden ist. Bei mir sind es fast immer genau diese drei Wochen, die ich durchhalten muss bis sich etwas eingespielt hat. Nach drei Wochen hat mich das Laufen immer wieder und dann geht das ganz automatisch egal welches Wetter gerade draußen herrscht. Nach meinem Bandscheibenvorfall bin ich jetzt gerade wieder an dem Punkt, diese 21 Tage zu erreichen, damit ich morgens wieder besser in den Tag starten kann. Dreißig Minuten laufen vor dem Frühstück verändern mein wohlbefinden für den ganzen Tag ungemein und so freue ich mich jetzt auf einen entspannten Winter, in dem ich endlich wieder joggen gehen darf. Die Session hat mich in diesem Plan sehr gut unterstützt.

Ein Bild von letterdrine79 und kerstinskartenwerkstatt gemacht vom Fotografen Thomas Dick
©Thomas Dick https://www.inkblot.de/

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit meinem Highlight des Tages weiter. Ich fand den Vortrag von Britta Ullrich ja schon super, aber Holger Nils Pohl setzte mit seiner Keynote: Creating Clarity noch einen drauf. Und so kam der Tag zu einem wunderbaren Abschluss. Nach einem kurzen Vortrag ging es an praktische Beispiele, bei denen wir zum Mitmachen eingeladen wurden. Ich habe direkt eine neue Seite in meinem Notizbuch aufgemacht und mich an einfach Zeichnungen gewagt. Als Bespiel diente die unterschiedliche Darstellung von Zeit und Geld. Je nach Kontext kann man hier ganz verschiedene Symbole verwenden und diese ggf. mit zusätzlichem Text zur Verdeutlichung versehen. Für die Kommunikation zeigte er mir vier verschiedene Darstellungsmöglichkeiten von Sprechblasen, die ich mir direkt merken musste. Doch das beste kam in Form von fertigen Etiketten. Hier hat Holger sich ein paar Elemente gezeichnet und auf Etiketten gedruckt, die er immer wieder nutzt und damit schnell zu Hand hat. Da ratterte es bei mir direkt. Ich habe schon eine Idee, welche Etiketten ich mir für mein Book Journal anfertigen werde. Mit diesem Gedanken verabschiedete ich mich für den heutigen Tag. 

  • Keynote von Holger Nils Pohl auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Notizen von mir zur Keynote von Holger Nils Pohl auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Den Abend ließ ich zusammen mit Sandra beim Italiener Napoli in der Nähe ausklingen. Dort war es sehr laut und voll, aber auch urgemütlich. Das Essen war super lecker und wir genossen einfach die Zeit und ließen den Tag Revue passieren. Wir waren uns beide einig, dass es eine gute Entscheidung war zu diesem Journaling Barcamp gefahren zu sein. Der Austausch ist einfach gut und gibt einem neue Ideen an die Hand, mit dem man seine eigenen Journale weiter verfeinern kann. 

letterdrine79 und KerstinsKartenwerkstatt auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg fotografiert von Thomas Dick
©Thomas Dick https://www.inkblot.de/

Der nächste Tag startete wieder mit einem leckeren Frühstück und guten Gesprächen. Viel zu schnell war es dann Zeit die Koffer zu packen und mit Gepäck zum betahaus zu gehen. Dort ging es direkt um 9 Uhr wieder weiter. Für den Vormittag standen als erstes Grußbotschaften via Video auf dem Programm. Den Anfang machte Kathleen Adams, die gestern schon von Birgit Schreiber erwähnt worden war. Mir selbst war sie kein Begriff. Über die zweite Grußbotschaft habe ich mich besonders gefreut, denn Mike Rohde (rohdesign) gab uns direkt einen Blick auf seine #dailyplanbar. Mit „Das Sketchnotes Handbuch“ von Mike Rohde aus dem mitp-Verlag hat bei mir 2018 alles angefangen. Sein Buch hat mich wieder zum Zeichnen und Kritzeln gebracht und damit entstand die Idee mein Lesetagebuch in Form von Sketchnotes zu gestalten. Das war eine gelungene Überraschung. Den Abschluss der Grußbotschaften machte Heike Haas. Von ihr habe ich bereits zwei Bücher hier auf meinem Blog rezensiert: Figuren zeichnen aus der Hüfte und Flipchart: Das Praxisbuch für Einsteiger. Ihre Figuren aus der Hüfte haben mich eine ganze Weile begleitet. Aktuell bin ich immer noch in der Findungsphase, wie ich meine Figuren am liebsten zeichnen möchte. So ganz schlüssig bin ich da noch nicht und so sehen sie immer wieder ein bisschen anders aus. Das ist der Plan für 2024 eine Form zu finden, die sich dann wie ein Roter Faden durch mein Lesetagebuch ziehen wird.

  • Video Botschaft von Kay Adams auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Video Botschaft von Mike Rohde auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Video Botschaft von Mike Rohde auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Video Botschaft von Heike Haas auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Zwischendrin war dann noch eine Runde Tombola angesagt. Die Sponsoren der Veranstaltung haben da ganz besondere Preise zur Verfügung gestellt. Ich selbst gewann das Buch von Birgit Schreiber: Schreiben zur Selbsthilfe. Da werde ich bei Gelegenheit mal intensiver reinschauen. 

Dann war es Zeit für den 3. Session Slot. Sandra und ich entschieden uns wieder für die gleiche Session und landeten bei: Wie Wehr Wissen visualisiert mit Tanja Wehr. Fasziniert war ich von Tanjas ganzen Notizbüchern, in die wir einen Blick werfen durften. Da kam ich direkt ins Schwärmen. Genauso würde ich gerne meine Gedanken und Eindrücke zu Papier bringen können. Ganz hilfreich fand ich zusätzlich den theoretischen Input zu Produkt versus Prozess und in welchen Etappen man etwas zu Papier bringt. Für mich eine wirklich tolle Session, die viel zu schnell vorbei ging. 

  • Session: Wie Wehr Wissen visualisiert mit Tanja Wehr auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Meine Aufzeichnungen zur Session: Wie Wehr Wissen visualisiert mit Tanja Wehr
  • Session: Wie Wehr Wissen visualisiert mit Tanja Wehr auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann zur letzten Session des Wochenendes. Ich habe mich für die IGEL- Methode mit der Schreibapotheke entschieden. Beim Session Pitch war ich neugierig geworden, da sie im ersten Leben Apothekerin war. Hinter der IGEL-Methode verbergen sich die vier Worte: Impuls, Gedanken, Emotion und Lebenswerte Lösung und alles was sich hinter den Begriffen verbirgt. Mit der Methode haben wir Stück für Stück jeder für sich an einem eigenen Problem gearbeitet. Dabei hatten wir für die einzelnen Etappen immer nur wenige Minuten Zeit, was ich sehr hilfreich fand, da man sich so nicht verzettelte. Die Methode nehme ich mir auf jeden Fall mit, um mich damit noch mal näher zu beschäftigen. 

  • Session mit der Schreibapotheke zur IGEL Methode auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Meine Aufzeichnungen zur Session mit der Schreibapotheke zur IGEL Methode auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg
  • Session mit der Schreibapotheke zur IGEL Methode auf dem Journaling Barcamp 2023 in Hamburg

Damit ging das schöne Wochenende dann auch langsam zu Ende. Nach und nach verabschiedeten sich die Leute. Ich blieb noch bis zur Abmoderation und dem Gruppenfoto und machte mich dann auf den Weg zur Bahn, um noch ein bisschen weiter in den Norden zu meiner Mutter zu fahren. 

Gruppenfoto vom Journaling Barcamp 2023 in Hamburg fotografiert von Thomas Dick
©Thomas Dick https://www.inkblot.de/

Fazit

Das Wochenende war genau das richtige für mich. Ich habe wie ein Schwamm ganz viel aufgesaugt und oftmals einfach Stumm genossen. Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei und kann mich dann vermutlich auch viel besser einbringen, wenn ich einfach schon ein paar Personen mehr kenne. Besonders gut fand ich die Stand up Comedy Einlage von Diana bzgl. Social Media und Kommunikation. Ich wünsche mir die analogen Kommunikationsregeln auch im digitalen Bereich. Und dies hat Diana sehr eindrucksvoll dargestellt. Ich werde jetzt einfach fleißig weiter zeichnen und vielleicht siehst du ja in nächster Zeit die ein oder andere Veränderung in meinem Lesetagebuch. 

Ein Reisebericht: Übernachtung im All

Ein Wochenende im Space Night Capsule Hostel in Berlin

Das Space Night Hostel wirbt mit folgenden Worten: Unser Raumschiff ist gelandet. Mitten in Berlin! Kommen sie an Bord und erleben Sie eine außergewöhnliche Nacht im Space Night Hostel.

Hast du schon mal im Space Night Capsule Hostel in Berlin übernachtet? Ich bin zufällig bei der Suche nach einer kostengünstigen Unterkunft als Alleinreisende zur Buch Berlin 2023 auf das Hostel gestoßen. Anfangs hatte ich mich für ein Bett in einem 6er Schlafsaal entschieden, doch mein Mann legte sein Veto ein. Also habe ich ihm zu liebe weiter gesucht und so stieß ich auf das Space Night Capsule Hostel, was ich als Kompromiss zu meiner ersten Wahl ganz gut fand. 

Kerstins Kartenwerkstatt im Space Night Capsule Hostel in Berlin

Check-In und Ausstattung

Das Hostel kommt ganz unscheinbar daher. Ich habe mich samt Koffer vom Hauptbahnhof zu Fuß auf den Weg gemacht. Der kleine Spaziergang tat mir nach der langen Bahnfahrt ganz gut. Im ersten Moment habe ich bei der richtigen Hausnummer nach dem Hostel gesucht, da ich dort auf den ersten Blick nur einen Supermarkt fand. Doch ich war richtig und gelangte über eine defekte Rolltreppe in den ersten Stock. Bei mehr Gepäck hätte es auch den komfortablen Weg des Fahrstuhls gegeben. Doch bei zwei Nächten war ich nicht so schwer beladen. Oben angekommen blieb der Eingang weiterhin unscheinbar. Eine verdunkelte Schiebetür öffnete sich gegenüber vom TEDI und ließ mich ins Hostel eintreten.

Die Unterkunft empfing mich direkt mit einer passenden Atmosphäre. Es gab kein Tageslicht, nur so viel Licht, dass man gerade ausreichend sehen konnte. Es verströmte ein Gefühl leise sein zu müssen. Einzig im Gang mit den Schließfächern und im Bereich der einzelnen Badezimmer herrschte helles Licht vor. Die Rezeption und Schlafkapseln blieben im Dämmerlicht. Jeweils im Durchgang zu der Schlaffläche war eine Statue mit Psst Zeichen angebracht und gab damit den Hinweis für die Notwendige Stille zum Schlafen. Türen zwischen den Schlafbereichen suchte man vergebens. Ich fand es erstaunlich ruhig, da sich scheinbar wirklich niemand dort unterhielt. Ein jeder ging leise zu seiner Schlafkapsel. 

So zeugten einzig die Schuhe, vor den Schlafplätzen von weiteren Menschen im Raum. Da ich mittags schon meinen Koffer im Schließfach deponierte, durfte ich mir aussuchen, ob ich unten oder oben schlafen möchte. Ich entschied mich für die obere Kapsel, die über drei Stufen zu erreichen war. Abends beim richtigen Check-In bekam ich dann eine ausführliche Erklärung zu meiner Übernachtung im Space Night Capsule Hostel inklusive Anweisung wie das Schließfach zu öffnen sei. Das war gar nicht so einfach. Man musste eine ganz feste Schrittreihenfolge einhalten, damit die Tür sich öffnete. Nach mehreren Versuchen bekam ich es dann auch hin.

Ebenso gab es einen Hinweis auf die rutschigen Fliesen in der Dusche. Was ich am nächsten Morgen als sehr hilfreich fand, denn ich merkte schnell wie glatt es dort war. So setzte ich direkt vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Ohne Warnung wäre ich vielleicht auf dem Hosenboden gelandet und hätte blaue Flecke als Erinnerung mit nach Hause genommen. Als letztes gab es eine kurze Einführung in die Schlafkapsel. Drinnen befand sich ein kleines Steuerpult, an dem man die Luftzirkulation und das Licht einstellen konnte. Jede Kapsel enthält auch einen Minisafe, den ich allerdings nicht ausprobiert habe.

Schlaferlebnis

Für meine digitalen Endgeräte hing vor der Schlafkapsel ein Steckdosenwürfel. So habe ich bei nur zum Teil geschlossener Tür geschlafen. Dies war allerdings gar kein Problem, da sich wirklich alle an die Ruhezone hielten und man kaum die Personen hörte. Nur in der zweiten Nacht schnarchte irgendwo im Raum einer, doch auch das konnte ich ganz gut ausblenden. Die Matratze war für meinen Geschmack etwas zu dünn. Auf dem Rücken konnte ich ganz bequem liegen, doch auf der Seite meckerte der Hüftknochen ein wenig. Zusammen mit der Decke unter mir, konnte ich aber auch auf der Seite schlafen.

Ich habe die zwei Nächte für meine Verhältnisse sehr gut geschlafen. Einzig die Helligkeit durch die Lichtringe, bei allen Lichtschaltern in der Schlafkapsel verzögerten das Einschlafen. Beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall eine Schlafbrille mit ins Gepäck tun. So habe ich mir mein T-Shirt einfach über die Augen gelegt, um die benötigte Dunkelheit zum Einschlafen zu erzwingen. 

Für mich war es ein einzigartiges Erlebnis, das ich für ein bis zwei Nächte auf jeden Fall wiederholen würde. Das Preis-Leistungsverhältnis war für mich in Ordnung. Am Morgen waren die Badezimmer frisch geputzt und sorgten so für einen angenehmen Start in den Tag.

Fazit und Empfehlung

Kerstins Kartenwerkstatt im Space Night Capsule Hostel in Berlin. Hier ein Bild von Kerstin in der Schlafkapsel mit Blick auf den Spiegel

Also wenn du eine günstige Unterkunft für wenige Nächte in Berlin suchst, könnte dies eine Möglichkeit für dich sein. Ebenso wenn du Lust hast auf einen außergewöhnlichen Schlafplatz. Du solltest allerdings nicht unter Platzangst leiden, denn die Schlafkapsel hat gerade mal Sitzhöhe und die Größe ist genau deine Liegefläche der Matratze. Für mich war es für zwei Nächte eine gute Wahl.

Hast du schon eine Nacht in einer Schlafkapsel verbracht? Was war deine außergewöhnlichste Übernachtung?