Die Namen von Florence Knapp

Die Namen von Florence Knapp

Beitragsbild zur Rezension vom Roman: Die Namen von Florence Knapp erschienen im Eichborn Verlag

Meine Meinung

Beim ersten Blick auf das Cover musste ich an eine Laufbahn denken. Die Streifen in Rot, Gelb und Grün sehen ein wenig wie eine Laufstrecke aus. Auf der mittleren steht eine Person, die in drei Richtungen gleichzeitig einen Schatten wirft, was ja gar nicht möglich ist. Für mich ein Cover, das neugierig macht auf den Inhalt des Buches.

Die Namen von Florence Knapp erschien im Eichborn Verlag. Das Hörbuch dazu wurde von Julia Nachtmann für Lübbe Audio eingelesen. Es ist der Debütroman der Autorin, der mich voll und ganz abgeholt hat und vermutlich noch sehr lange nachhallt. Die Idee ist einfach zu gut, und etwas Vergleichbares habe ich bisher noch nicht gelesen. Mich hat die Geschichte gefesselt, zum Staunen gebracht und absolut umgehauen. So wandert das Buch direkt auf meine Top Ten für 2026.

Die Geschichte dreht sich um Caro, ihren Mann Gordon, die Tochter Maia und den Sohn. Um den Namen von Letzterem rankt sich die ganze Geschichte. Das Ganze beginnt 1987, als Caro nach der Geburt ihren Sohn auf dem Amt anmelden soll. Auf dem Weg dorthin überlegt sie, ob sie wirklich den Namen ihres Mannes auch an ihren Sohn weitergeben möchte, so wie ihr Mann es ausdrücklich wünscht, oder besser gesagt vermutlich befohlen hat. Wenn es nach Maia gehen würde, dann hieße ihr kleiner Bruder Bear, weil sich das so schön anhört und sie damit einen liebenswerten Bruder betitelt. Caro selbst findet Julian schön, nicht nur wegen seiner Bedeutung: Himmelsvater. Welche Entscheidung sie letztendlich trifft und welche Konsequenzen dies nach sich zieht, musst du einfach selbst lesen. Auch wenn ich mich wiederhole, der Plot ist einfach nur gut.

In diesem Buch erwarten dich im Prinzip drei Geschichten von ein und derselben Familie. Einzig der Name des Sohnes verändert sich von Erzählstrang zu Erzählstrang. Du steigst mit folgender Frage ein:

„Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?“

Ich habe kurz überlegt, was gewesen wäre, wenn meine Mutter sich durchgesetzt hätte. Dann würde ich jetzt an erster Stelle auf Maria hören und hätte damit hier in meinem aktuellen Wohnort den Namen, den gefühlt jede zweite Frau trägt. Schon als Kind war ich sehr dankbar, dass mein Vater und meine Schwester für Kerstin waren und ich somit Kerstin Maria und nicht Maria Kerstin heiße. Wäre mein Leben anders verlaufen?

Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Aber in „Die Namen“ hast du nun die einmalige Chance zu erleben, was ein Name im Leben einer Familie ändern kann. Du bekommst hier drei Namen für einen Jungen und damit drei Versionen seines Lebens. Spannend fand ich dabei den Wechsel zwischen den einzelnen Versionen. Stück für Stück darf ich an jeder teilhaben und verfolge die gesamte Familie. Zunächst lernen wir ihn als Kind und Jugendlichen kennen und dürfen ihn dann ins Erwachsenenleben hinein begleiten, mit dabei seine unmittelbare Familie. An dieser Stelle möchte ich gar nicht mehr dazu sagen. Alles, was ich jetzt noch schreiben würde, würde zu viel vorwegnehmen. Ich kann dir nur sagen, dass ich es einfach nur verschlungen habe. Ich musste einfach wissen, wie die jeweiligen Leben weitergehen und wie sich das Umfeld dabei verändert.

Hast du schon mal eine Geschichte gelesen, die dich voll und ganz in ihren Bann gezogen hat? So erging es mir mit „Die Namen“ von Florence Knapp. Die Geschichte hat mich auf all meinen Wegen begleitet. Entweder habe ich der Stimme von Julia Nachtmann gelauscht und dabei fast vergessen, was ich eigentlich im Haushalt tun wollte, oder ich habe mir den Reader in die Hand genommen und die Welt um mich herum abgeschaltet. Für mich zählt dieses Buch ganz klar zu meinen Jahreshighlights und wandert somit auf meine Top Ten für 2026. Für mich ist diese Familiengeschichte einfach einzigartig, die man einfach gelesen haben muss. Sie regt zum Nachdenken an und setzt bestimmt auch bei dir „Was wäre wenn“-Gedanken in Kraft. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gute Geschichten mit mehreren Erzählsträngen lieben und sich immer schon mal mit dem Gedanken herumgeschlagen haben, welches Leben sie gelebt hätten, wenn sie einen anderen Namen bekommen hätten.

An dieser Stelle muss ich kurz noch eine Überlegung in den Raum werfen, die mir immer mal wieder im Kopf herumschwirrt. Gibt es eine Korrelation zwischen Vornamen und Medikation? Manchmal habe ich das Gefühl.

Inhaltsangabe

Kann dein Name den Verlauf deines Lebens ändern?

Es ist 1987 und Cora ist auf dem Weg zum Amt, um die Geburt ihres Sohnes anzumelden – und seinen Namen. Noch ahnt sie nicht, wie sehr dieser Moment ihr Leben und das ihres Sohnes prägen wird.

Coras Mann Gordon, ein allseits beliebter Arzt, erwartet, dass sein Sohn nach alter Tradition den Namen des Vaters bekommt – und somit den von Generationen herrischer Männer vor ihm. Ihre Tochter Maia möchte den kleinen Bruder Bear nennen, und Cora selbst bevorzugt Julian, in der Hoffnung, dass ihr Sohn sich so zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln kann.

Florence Knapps Debütroman ist die bewegende und hoffnungsvolle Geschichte von drei Namen, drei Versionen eines Lebens und den unendlichen Möglichkeiten, die eine einzige Entscheidung auslösen kann. Es ist die Geschichte einer Familie und ihrer Liebe zueinander ― egal, was das Schicksal bereithält.

Britischer Buchpreis 2026: Bester Debütroman des Jahres

Bibliografie

Die Namen von Florence Knapp erschienen im Eichborn Verlag

#Anzeige#

Autor: Florence Knapp
Genre: Familienroman
Verlag: Eichborn Verlag
ISBN/ ASIN: 978-3847902294
Erscheinungsdatum: 02. März 2026
Format: Ebook, Hörbuch und gebundenes Buch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 352
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom Eichborn Verlag über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Eichborn Verlag

Die Krabbenfischerin von Danela Pietrek

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste von Danela Pietrek

Beitragsbild mit Sketchnotes und Taschenbuch zur Rezension vom Roman: Die Krabbenfischerin Das Erbe der Küste von Danela Pietrek

Meine Meinung

Auf dem Cover sieht man einen Krabbenkutter, dessen Netze zum Teil noch im Wasser hängen. Im Hintergrund erkennt man einen Leuchtturm. Der Kutter wird von Möwen umschwärmt, die auf leichte Beute aus den Netzen hoffen. Für mich ein passendes Bild zur Geschichte.

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste von Danela Pietrek wurde bei dtv veröffentlicht. Die Geschichte spielt an der ostfriesischen Nordseeküste in einer alteingesessenen Fischerfamilie. Nachdem der älteste Sohn verunglückt ist, steht die Nachfolge in den Sternen. Kann Runa ihr Leben auf dem Hausboot in Hamburg mit ihrem Sohn aufgeben und in den elterlichen Betrieb zurückkehren?

Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen und fand mich irgendwie darin wieder. Wobei ich selbst nicht wirklich mit dem Gedanken gespielt habe, den Krabbenkutter und damit das Unternehmen meines Vaters zu übernehmen. Ganz abgesehen davon, dass er es uns Kindern auch nicht empfohlen hat. Die Situation der deutschen Krabbenfischer ist mehr als schwierig, und so war ich 2002 das letzte Mal mit meinem Vater zum Fischen im nordfriesischen Wattenmeer unterwegs. Daran und an noch so viel mehr musste ich denken, als ich Runas Geschichte gespannt verfolgt habe. Sie fungiert übrigens als Erzählerin in der dritten Person.

Die Beschreibungen rund ums Krabbenfischen fand ich aus meiner Sicht sehr authentisch. Einzig das Rausfahren bei Tag passte nicht ganz, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Mein Vater und seine Kollegen fuhren größtenteils über Nacht raus, um möglichst viel im Dunkeln zu fischen.

Für mich war es eine rundum gelungene Geschichte, für die aus meiner Sicht gut recherchiert wurde. Ich konnte mich kaum von Runas Sorgen lösen und musste die letzten 200 Seiten am Stück lesen. Eine ganz klare Weiterempfehlung für alle, die mehr über Krabbenfischer erfahren möchten und wie eine Frau in diesem Bereich arbeiten kann.

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar Zitate mit auf den Weg geben, die mich einfach zum Schmunzeln gebracht haben und damit dazu beitrugen, dass die Geschichte auf meiner Top-Ten-Liste für 2026 gelandet ist.

„Wodkaflaschen sind wie Ratten, siehst du eine, gibt es zehn“, kommentierte sie skeptisch.

„Fritz und ich streiten uns seit fünfzig Jahren über Gott, die Welt und manchmal auch über den richtigen Weg zum Hafen. Wir brauchen uns wie die Ebbe die Flut. Freundschaft bedeutet nicht Einigkeit, sondern Verlässlichkeit.“

„Glück ist nicht laut, nicht groß, nicht fordernd. Es ist das Flüstern des Lebens, das für einen Augenblick sagt: „Alles ist genau richtig.““

Inhaltsangabe

»Eine bewegende Geschichte vor weitem Himmel.« Gisa Pauly

Wenn die See ruft, gibt es kein Zurück

Runa Hansen lebt mit ihrem 17-jährigen Sohn auf einem Hausboot mitten in Hamburg. Sie ist beruflich erfolgreich und vor allem unabhängig. Doch dann verunglückt Runas Bruder auf seinem Krabbenkutter – und nichts ist mehr wie zuvor. Der Familienbetrieb an der Nordseeküste steht vor dem Aus. Alte Konflikte brechen auf. Runa steht vor der Wahl: Karriere oder Herkunft, Verstand oder Herz? Tief in ihr wächst die Sehnsucht nach Versöhnung und Neuanfang, nach Heimat. Ist sie bereit, sich der Vergangenheit und den Herausforderungen der Krabbenfischerei zu stellen, um ihre Familie zu retten und ihr Glück zu finden?

»Dann kam der Wind. Erst war es nur ein leises Flüstern, das dann lauter wurde und über die Landschaft zischte. Die Schilfrohre bogen sich in anmutiger Qual, die ersten Tropfen schlugen schwer auf den lehmigen Boden. Der Regen fiel in Strömen, prasselte auf die Reetdächer von Haus, Schuppen und Scheune. 

Gebannt sah Runa diesem Naturschauspiel zu, merkte, wie Hauke und Finn neben sie traten. Auch sie waren offensichtlich von dem Anblick fasziniert.

›Die Natur erhebt ihre uralte Stimme, rau, unverkennbar und voller Schönheit‹, sagte Runa und sog tief die Luft ein. 

›Und das Marschland wird wie immer auch dieses Unwetter überleben.‹ Hauke legte einen Arm um sie und einen um Finn.

Runa freute sich über diese versöhnliche Geste, genoss das Gefühl von Einigkeit, auch wenn sie ahnte, dass es nur diesen einen kurzen Moment dauern würde.«

Bibliografie

Cover vom Roman: Die Krabbenfischerin Das Erbe der Küste von Danela Pietrek

#Anzeige#

Autor: Danela Pietrek
Genre: Belletristik
Verlag: dtv
ISBN/ ASIN: 978-3423221641
Erscheinungsdatum: 01. April 2026
Format: Taschenbuch, Hörbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 395
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir vom dtv zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©dtv

Weitere Romane zum Thema Krabbenfischer

Ein Traum von Zuckerwatte von Jessica Koch

Ein Traum von Zuckerwatte von Jessica Koch

Heute darf ich dir endlich von dieser wundervollen Geschichte berichten, die bereits auf meiner Top Ten 2025 gelandet war. Von Mai bis Juli durfte ich das Buchprojekt von Jessica Koch lesen und meine konstruktive Kritik als Testleserin äußern. Einen Titel, einen Klappentext oder einen Erscheinungstermin kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Umso mehr freue ich mich nun, dir dieses Buch genauer vorstellen zu dürfen.

Beitragsbild mit Cover und Lesetagebuch zur Rezension vom Liebesroman: Ein Traum von Zuckerwatte von Jessica Koch erschienen bei Tinte und Feder

Meine Meinung

Das Cover ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Traum. Zu sehen sind zwei Menschen, die im Gras sitzen. Der Himmel hat eine ganz besondere Färbung, die zum Titel passt.

Ein Traum von Zuckerwatte von Jessica Koch erschien im Tinte und Feder Verlag. Die Geschichte dreht sich um zwei junge Erwachsene: Sarah und Max. Die mich von Anfang an sehr tief bewegt haben. Erzählt wird aus der Sicht der Protagonistin, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Durch ihre beste Freundin Steffi kommt sie überhaupt erst in die Situation, Max zu treffen. Das erste Aufeinandertreffen der beiden ist einfach nur schön und so bildlich beschrieben, dass man sich fühlt, als stünde man selbst in dieser langen Schlange und warte darauf, endlich an der Reihe zu sein, um ein Autogramm zu bekommen.

Unterbrochen wird die Erzählung durch kurze Tagebucheinträge. Dadurch erhält man eine sehr subjektive, emotionale Bewertung des Tages und der dazugehörigen Gefühle. Ich habe mich dabei sofort abgeholt gefühlt, habe ich doch selbst jahrelang Tagebuch geschrieben.

Für mich war die Geschichte unglaublich emotional und hat mich bis zum Schluss nicht losgelassen. Immer wieder war ich den Tränen nahe und ganz ehrlich, es sind auch einige über meine Wangen gelaufen. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

Ich möchte hier gar nicht anfangen, verschiedene Bücher von Jessica Koch miteinander zu vergleichen. Aber wenn du „Dem Horizont so nah“ genauso verschlungen hast wie ich und damit leben kannst, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern dass es im Leben Schicksale gibt, aus denen man nur das Beste machen kann, aber eben nicht mehr, dann wirst du auch hier unter Tränen die letzten Seiten lesen und mit den Figuren mitfühlen.

Und jetzt fange ich doch an zu vergleichen, weil man es als Mensch einfach gerne tut. Als kleiner Buchblogger durfte ich 2016 den ersten Roman von Jessica Koch lesen, noch bevor er förmlich in die Welt hinausgeschrien wurde und ganz schnell in aller Munde war. Damals habe ich gesagt, dieses Buch sollte verfilmt werden und wie wir alle wissen, ist genau das passiert. Zehn Jahre später würde ich mich hier ähnlich weit aus dem Fenster lehnen. Diese Geschichte packt von Anfang an und geht ganz tief unter die Haut. Sie passt erschreckend gut in unsere heutige Welt und zeigt, wie abhängig wir von unserer eigenen Gesundheit sind und wo persönliche Grenzen liegen.

Zum Schluss möchte ich einfach Danke sagen, für diese emotionale Geschichte. Auch wenn ich bis fast zum Ende gehofft habe, dass alles gut ausgeht. Aber im echten Leben tut es das oft nicht. Und so habe ich mich auf eine besondere Weise über das Ende gefreut, wenn man das so sagen darf. Es zeigt den tiefsten Punkt, schenkt im Epilog aber dennoch Hoffnung auf das weitere Leben. Mich hat diese Geschichte sogar noch mehr umgehauen als „Dem Horizont so nah“. Vielen Dank, dass ich sie vorab lesen durfte. Und dir empfehle ich sie nun von ganzem Herzen.

Inhaltsangabe

Eine bewegende Geschichte über die Tiefe echter Seelenliebe und die Verletzlichkeit des Lebens von Bestsellerautorin Jessica Koch

Sie will kein Fangirl sein. Er will keine Beziehung. Und doch zieht es Sarah immer wieder zu Max, dem attraktiven Frontsänger, dessen Charme sie so fasziniert. Sie treffen sich, lachen, streiten, reden über alles und vertrauen sich blind. Ihre Seelen haben sich längst verbunden, das spüren sie. Aber Max hat schwer zu tragen an emotionalen Verletzungen und steckt in alten Mustern fest, während Sarah ihren ganz eigenen romantischen Traum von der Zukunft hat. Also sind sie Freunde – mehr nicht?

Eines Abends bricht Max auf der Bühne zusammen und Sarah sitzt an seinem Krankenbett. Können sie Frieden schließen mit ihrer Vergangenheit und doch zueinanderfinden? Oder hat das Leben ganz andere Pläne?

Bibliografie

Zu sehen ist das Cover vom Liebesroman: Ein Traum von Zuckerwatte von Jessica Koch

#Anzeige#

Autor: Jessica Koch
Genre: Liebesroman
Verlag: Tinte und Feder
ISBN/ ASIN: 978-2496719260
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2026
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich *
Seitenzahl: 427
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Jessica Koch zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Jessica Koch

Das Signal von Ursula Poznanski

Das Signal von Ursula Poznanski

Beitragsbild mit Cover und Lesetagebuch zur Rezension vom Psychothriller: Das Signal von Ursula Poznanski

Meine Meinung

Das Cover fällt durch seine Farben sofort ins Auge. Auf schwarzem Hintergrund erkennt man eine Spirale, an deren engster Stelle ein Standortpunkt zu sehen ist. Farblich verläuft sie von Pink zu Lila. Ein weiterer Eye-Catcher ist die Anordnung des Titels: Das „das“ steht senkrecht, während das „Signal“ waagerecht nahezu auf einen zuspringt. Mir gefällt diese Gestaltung richtig gut.

Das Signal von Ursula Poznanski erschien im Knaur Verlag. Das dazugehörige Hörbuch wurde im Argon Verlag veröffentlicht und von Tessa Mittelstaedt eingelesen. Die Geschichte handelt von Viola Decker, die nach einem Unfall quasi ans Haus gefesselt ist. Um mehr über ihren Mann zu erfahren und verlorene Dinge wiederzufinden, bestellt sie sich kleine GPS-Tracker. Was sie damit entdeckt, ließ mich sprachlos zurück und sorgte dafür, dass ich gebannt weiterhörte.

Das Setting hat mich sofort angesprochen, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte. Letztlich habe ich sie größtenteils gehört. Tessa Mittelstaedt hat für mich eine sehr angenehme Stimme, die die Atmosphäre hervorragend einfängt und die Gefühle der Figuren passend transportiert. Sie erweckt die Protagonistin und Ich-Erzählerin Viola zum Leben. Ich hing förmlich an ihren Lippen und konnte mich kaum vom Hörbuch lösen. Ein ganzer Vormittag war wie im Flug vergangen, weil die Geschichte so spannend war.

Besonders interessant fand ich die genaue Beschreibung der GPS-Tracker und ihrer nützlichen Funktionen. Bei der Wahl von Emoji, Name und Geräusch musste ich zwischendurch sogar schmunzeln. Doch vor allem zogen mich die durch die Tracker gewonnenen Erkenntnisse immer tiefer in den Bann. Wer war für den Einsturz im Weinkeller verantwortlich? Was hat Viola durch den Unfall alles vergessen? Und vor allem: Kann sie ihrem Mann wirklich vertrauen?

Diese Fragen begleiteten mich bis zum Schluss und sorgten dafür, dass ich nicht genug bekommen konnte. Viel zu schnell waren die 400 Seiten beziehungsweise fast 12 Stunden Hörzeit vergangen. Ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat und sich direkt als erstes Jahreshighlight auf meine Top Ten für 2026 geschlichen hat.

Magst du spannende Geschichten aus der Sicht des Opfers erzählt? Liebst du es, bis zum Ende zu überlegen, was am Anfang wirklich passiert ist? Dann bist du bei „Das Signal“ von Ursula Poznanski genau richtig. Dich erwarten ein Unfall voller offener Fragen, eine ehrgeizige Protagonistin, die um ihre Unabhängigkeit kämpft, und ein Ehemann, der scheinbar vor Sorge um seine Frau vergeht. Freue dich auf einen starken Spannungsbogen und eine Geschichte, die noch lange nachhallt. Ich hatte unglaublich spannende Hörstunden und empfehle das Hörbuch oder Buch sehr gerne weiter.

Inhaltsangabe

Du dachtest, ein GPS-Tracker liefert Antworten – doch er stößt dich in finstere Abgründe

Digital, emotional und hoch raffiniert: Dieser Psychothriller ist Domestic Noir vom Feinsten von Bestseller-Autorin Ursula Poznanski. Ein spannender Technologie-Thriller um ein altes Haus, eine Frau mit Handicap und ein digitales Katz-und-Maus-Spiel zwischen Wahrheit und Wahnsinn

Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.

Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …  

Ein Psychothriller mit einem packenden Plot à la Hitchcock, einer lebensechten Heldin und raffinierten digitalen Twists

Wie kein anderer Thriller-Autor denkt Ursula Poznanski neue technische Errungenschaften konsequent zu einem Gänsehaut-Ende. Ihre Heldin Viola ist gefangen in einer klaustrophobischen Atmosphäre. Aber wird sie einfach nur langsam paranoid – oder ist sie in tödlicher Gefahr?

Entdecken Sie auch Ursula Poznanskis Thriller-Bestseller »Die Burg« um ein tödliches Escape Game mit einer KI.

Bibliografie

Cover vom Psychothriller: Das Signal von Ursula Poznanski

#Anzeige#

Autor: Ursula Poznanski
Genre: Psychothriller
Verlag: Knaur
ISBN/ ASIN: 978-3426568125
Erscheinungsdatum: 02. Februar 2026
Format: Hardcover, Ebook und Hörbuch u.a. bei Amazon erhältlich *
Seitenzahl: 400
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Knaur zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Knaur