Von A wie Autor bis Z wie Zeitung

K wie Krimi

Bisher ist das Jahr 2021 an mir vorbeigeflogen. Ich kann kaum glauben, dass ich schon beim Buchstaben K angekommen bin. Das K ist der 11. Buchstabe im Alphabet und damit ist der November auch schon fast wieder vorbei. Aber heute soll es nicht um die Zeit gehen, die verfliegt, sondern heute möchte ich mich zum Thema Krimi auslassen. In diesem Jahr war mir nicht ganz so nach Krimis, ich habe gerade mal 15 Kriminalromane in den ersten 11 Monaten gelesen. Das reale Leben ist aktuell spannend genug. Somit habe ich dieses Jahr zum Ausgleich ganz viele Liebesromane gebraucht, mit denen ich mich eventuell im Dezember beschäftige. Wobei mir mit L auch noch andere Begriffe zum geschriebenen Wort einfallen.

Grafik zum Beitrag K wie Krimi. Zusehen ist ein Fingerabdruck, Umrisse einer Person mit Kreide gezeichnet und rote Blutfelcken

Also das heutige Thema ist der Kriminalroman. Während der Online- Buchmesse habe ich auf Instagram gefragt, was einen guten Krimi ausmacht bzw. welchen Krimi ich gelesen haben sollte. Zwei Antworten dazu habe ich mir rausgefischt.

Hanna Paulsen schrieb: Liebe Kerstin, für mich steht und fällt ein Krimi mit der Recherche. Fallen mir grobe Schnitzer bei der Polizeiarbeit oder in der Arbeit der Rechtsmedizin auf, wirft mich das aus der Geschichte. Was mir ebenfalls wichtig ist, ist ein plausibles Tatmotiv. Allerdings liebe ich auch die Agatha-Christie-Romane und da ist ja oft die Person Täter, bei der es am wenigstens glaubwürdig erscheint.

Ich kann mich den Ausführungen von Hanna Paulsen nur anschließen. Für mich muss die Ermittlung logisch aufgebaut sein. Wobei ich mit meinem Laienwissen nicht unbedingt ausmachen könnte, ob etwas falsch aufgebaut ist. Mir muss die Geschichte gefallen und ich möchte bitte möglichst lange mit rätseln. Von Hanna Paulsen habe ich kürzlich „Der Tote Journalist“ gelesen. Ein spannender Krimi, der mal ohne klassischen Polizeiermittler auskommt. Die Protagonistin ist eine Polizeireporterin, die der Polizei ganz genau auf die Finger guckt. Im Frühjahr 2022 kommt übrigens der zweite Band heraus.

Jennifer B. Wind empfiehlt mir: Die Brixen Krimis von Heidi Troi.

Der Empfehlung kann ich mich nur anschließen. Ich habe inzwischen Feuertaufe und Weihnachtspost von Heidi Troi gelesen. Als nächstes steht Bewährungsprobe auf meiner Leseliste.

Doch nun zurück zum Kriminalroman und was wir darunter allgemein verstehen. Ich gestehe, vor diesem Beitrag habe ich Krimis und Thriller oft für mich zusammen gefasst. Doch wie Hanna oben so schön sagt: Recherche ist wichtig. Also habe ich ein wenig zum Thema Krimi im World Wide Web gesucht und ein paar interessante Aspekte gefunden, die mir nicht alle so bewusst waren.

Unter einem Kriminalroman, meist nur kurz Krimi genannt verstehen wir ein Genre, das sich mit der Aufklärung von Verbrechen beschäftigt. In der Regel arbeiten an der Lösung des Falls Polizisten oder Detektive, wobei dies kein Muss ist. Es können auch ganz normale Privatpersonen als Ermittler im entsprechenden Fall auftreten. Eine Untergruppe bilden die Regionalkrimis, die immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Ich selbst kann mich da nicht von ausnehmen. Ich bevorzuge seit ein paar Jahren Krimis, die irgendwo an der Küste von Schleswig- Holstein spielen. So bin ich unter anderem auf Hendrik Berg, Eva Almstädt und Romy Fölck aufmerksam geworden. Auch der Krimi von Hanna Paulsen lässt sich in meine Lieblingsregion einordnen. Mit diesen Romanen kann ich für kurze Zeit gedanklich in meine Heimat reisen und das Meer förmlich rauschen hören. Früher hatte ich ein Faible für skandinavische Krimis, die aktuell kaum noch einen Platz auf meiner Leseliste finden. Schon spannend, wie sich die Lesegewohnheiten mit den Jahren ändern.

Bei meiner Recherche stieß ich auf ein paar spannende Fragen, mit deren Hilfe man einen Krimi analysieren und besprechen kann.

Findet ein Verbrechen statt?
Wie ist das Verbrechen in die Handlung eingebunden?
Sind die Figuren (Täter, Opfer, Ermittler) die Protagonisten?
Wird das verbrechen moralisch, juristisch oder nach anderen Maßstäben bewertet?
Welche Rolle spielt die Aufklärung des Verbrechens?
Welche anderen dramatischen Elemente gibt es neben den kriminalistischen Elementen? In welchen Verhältnis stehen diese zueinander?

https://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Kriminalroman

Alles Fragen, die ich mir noch nie gestellt habe. Ich gehöre da ganz zur Fraktion der Genuss- und Unterhaltungsleser. Ich möchte einen Kriminalroman gar nicht so sehr auseinandernehmen. Ich habe zwar in meinem Deutsch Grundkurs die Text Interpretation geliebt, doch mag ich ein Buch nicht bis aufs kleinste Detail auseinandernehmen. Ich vermittle lieber die Lust und Freude am Lesen und was mir an einem Buch gefallen hat oder auch nicht. Aber ich werde die Fragestellungen im Hinterkopf behalten, vielleicht sind sie mir noch mal eine Hilfe, wenn mir keine Worte zu einem Buch einfallen wollen. Das Schreiben von Rezensionen gelingt nicht immer auf Anhieb und dann sind ein paar Rahmenpunkte gar nicht verkehrt.

Zu guter letzt möchte ich nun noch zum Thriller kommen, den ich wie oben erwähnt gerne einfach mit in eine Kiste gesteckt habe. Bei meiner Recherche stieß ich auf eine Abgrenzung zum Thriller, die für mich sehr hilfreich klingt. Wobei ich insgeheim diesen Unterschied durchaus schon bemerkt habe, aber nie so richtig für mich einordnen konnte. Im Gegensatz zum Kriminalroman steht beim Thriller nicht das Rätsel um den gesuchten Täter im Vordergrund, sondern die Gefahr, in der der Held der Geschichte steckt. Dies bedeutet, dass im Thriller der Ermittler zum Ziel des Täters wird und selbst zum Teil um sein Leben fürchten muss. Zusätzlich bekommt man als Leser oft Täterwissen und hat so einen Wissensvorsprung vorm Protagonisten. Ein weitere Unterschied ist die Abbildung der Realität im Detail, die wir wie oben schon erwähnt nach Möglichkeit im Kriminalroman vorfinden wollen. Dort soll die Polizeiarbeit und die Arbeit der Rechtsmedizin der Realität entsprechen, diesen Anspruch hat der Thriller nicht. Hier sorgen besonders Unwahrscheinliche oder phantastische Handlungen für eine extra Portion Spannung.

Was ist dir bei einem Kriminalroman wichtig?

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung: Kerstins Gedanken zum geschriebenen Wort

Home, sweet home von Joy Fielding

Home, sweet home

von Joy Fielding

Meine Meinung

Das Cover zeigt einen kleinen Vogelkäfig mit Kuppel, dessen Tür offen steht. Eine Feder fliegt gefühlt noch aus der Öffnung und eine weitere liegt neben dem Käfig auf dem Boden. Beide scheinen Blutgetränkt zu sein. Dazu passen auch die roten Tropfen unweit der offenen Tür. Der Hintergrund ist gräulich gehalten. Von den Farben her ein klassisches Thriller Cover. Mir gefällt es und mit einem weiten Interpretationsrahmen passt es auch gut zur Geschichte.

Ich habe das Hörbuch in mehreren Etappen gehört. Ich hatte leider nicht genug Zeit, es nahezu am Stück zu hören. Wobei es sich hier bei der gekürzten Version von gut acht Stunden durchaus angeboten hat. Die Sprecherin Ulrike C. Tascharre verleiht mit ihrer Stimme der ganzen Handlung nochmal das gewisse etwas. Und unterstützt sehr schön die detailreiche Charakterisierung der einzelnen Personen.

Ich habe Ende der 90er Jahre Joy Fielding für mich entdeckt. Während meiner Ausbildung bin ich auf „Lauf, Jane lauf“ gestossen und war von da an Feuer und Flamme für die Thriller von Joy Fielding. Sehr schön finde ich im aktuellen Hörbuch den Cut zwischen Epilog und den ersten Kapiteln. Der Epilog greift der Geschichte voraus und so habe ich als Leser eine Ahnung wo hin es gehen könnte. Meine Neugierde ist geweckt und sorgt dafür, dass ich immer weiter hören möchte. Im Anschluss baut sich die Spannung ganz gemächlich auf. Und mein Kopfkino kann sich ganz in Ruhe damit befassen, wer im Epilog gemeint ist. So lerne ich in den ersten Kapiteln die Bewohner der fünf Häuser in der Carlyle Terrace kennen. Damit bekomme ich genügend potenzial, um mir ein Bild zu machen. Gekonnt gelingt es Joy Fielding nach der Vorstellung der Charaktere die Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten.

Die Zeit verging wie im Fluge und viel zu schnell war das Hörbuch wieder vorbei. Für mich war es ein wahrer Hörgenuss, der ganz viele Bilder in meinem Kopf entstehen ließ. Joy Fielding ist und bleibt für mich ein Garant für gut durchdachte und spannende Geschichten. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- bzw. Hörempfehlung.

Inhaltsangabe

Wohnt nebenan ein Mörder? Der spannende Psychothriller von Joy Fielding

Nach einem traumatischen Erlebnis zieht Maggie mit ihrer Familie nach Palm Beach Gardens in Florida. Sie hofft, in der gepflegten Gegend mit den freundlichen Nachbarn ihre Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Doch dann verlässt sie ihr Mann, und auch die Idylle ihres Viertels erweist sich als trügerisch: Eine lautstarke Auseinandersetzung im Haus gegenüber, zwielichtiger Besuch nebenan, spitze Bemerkungen bei einem gemeinsamen Grillfest. Schnell gerät Maggie zwischen die Fronten und muss um ihre und die Sicherheit ihrer Kinder fürchten. Und als an einem heißen Sommermorgen der Knall eines Schusses die Stille zerreißt, ist allen klar: Hier ist mehr passiert als ein gewöhnlicher Nachbarschaftsstreit …

Bibliografie

Pinterestgrafik zur Rezension zeigt Sketchnotes zum Hörbuch und das Cover von: Home, sweet home von Joy Fielding. Zu sehen ist ein offener Vogelkäfig über dessen Tür eine rote Feder fliegt. ein paar rote Tropfen sind unweit der Türöffnung zu sehen.

Autor: Joy Fielding
Sprecher: Ulrike C. Tscharre
Genre: Thriller
Verlag: der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-4325-4
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2021
Format: Hörbuch (gekürzt/ ungekürzt), gebundenes Buch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 8h3min (gekürzt)
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Hörverlag über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © der Hörverlag

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Blutiger Rausch von Ben Elias

Blutiger Rausch

von Ben Elias

Zu sehen ist ein gezeichnetere Trenchcoat samt Hut. Daneben finden sich noch zwei Zitate aus dem Buch: Blutiger Rausch: Der Richter von Ben Elias.

Meine Meinung

Das Cover hat es mir angetan. Verwendet wurden die klassischen Farben für Thriller und Kriminalromane. Am unteren Rand befindet sich ein schmaler weißer Streifen, in den ganz viele rote Tropfen hinein laufen. Darüber befindet sich eine Art See, der ganz und gar nach blutigem Wasser aussieht. Am Ufer kann man in schwarz ein paar Bäume erkennen. Über der ganzen Szene hängen graue Wolken, die nach Unwetter aus sehen. Mir gefällt die Aufmachung des Covers sehr gut, allerdings ergibt sich aus dem Cover für mich keinerlei Zusammenhang mit dem Inhalt der Geschichte.

Dies ist eins der wenigen Bücher, bei denen das Cover sofort mit mir spricht, doch der Inhalt eher schwer zu lesen ist. Der Klappentext lässt hoffen auf einen spannenden Fall mit einem speziellen Ermittler, der irgendwie in den Fall selbst verwickelt ist. Streng genommen war genau das meine Erwartung und die Geschichte könnte auch dies erfüllen, wenn da nicht das große Aber wäre.

Der Kriminalhauptkommissar war mir von Anfang an unsympathisch. Er wird von allen nur Richter genannt und betitelt sich selbst als „Der Richter“. Ich musste da sofort an einen Sänger denken, der ähnlich in der dritten Person von sich spricht und ebenfalls ein sehr unsympathisches Auftreten an den Tag legt. Damit fanden der Kriminalfall und ich nur schwer zusammen. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen, weil ich den Kommissar einfach nicht ertragen konnte. Sein Team war da schon etwas angenehmer. Vor allem die Ermittlerin Michaela Zielinsky hat ihre Sache gut gemacht und sorgte dafür, dass ich das Buch nicht entnervt zur Seite gelegt habe.

Der Schreibstil ist speziell. Die Fakten werden nüchtern und trocken aneinander gereiht. Die Sätze sind zum Teil sehr kurz und so ist der Lesefluss immer wieder ein wenig abgehakt. Wobei diese Form der Erzählung sehr gut zu dem skurrilen und bizarren Verhalten von Richter passt. Damit wird seine kauzige Gestalt gut unterstützt. Die Kapitel sind ähnlich wie die Sätze kurz gehalten. So konnte ich beim Lesen sehr gut kleine Pausen einlegen, um weiter den anstrengenden Ermittler ertragen zu können. Meine Neugierde hat am Ende gesiegt und ließ mich das Buch bis zum Schluss lesen. Das Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen zurück.

Ich mag nur ungern eine Leseempfehlung für das Buch aussprechen. Durch den unsympathischen Richter kam bei mir einfach kein Lesefluss auf. Auch wenn das Thema und der Fall an sich super spannend sind, hat mich doch das durchtriebene Gebaren des Kriminalhauptkommissars einfach gestört.

Inhaltsangabe

Man nehme eine gehörige Portion Alkohol, vermische diese mit der ein oder anderen halluzinierenden Medikation und vermenge das wiederum mit der Vorliebe für Gewalt und Prostitution – nicht gerade die beste Voraussetzung für einen Kriminalkommissar, aber vielleicht für einen Kriminalroman.Mit seinem Spürsinn, seiner beeindruckenden Aufklärungsquote, aber auch seinem majestätischen Auftreten ist Kriminalhauptkommissar Richter weit über die Grenzen der Stadt Köln hinaus bekannt. Er liebt die Frauen, den Alkohol und die ein oder andere aufputschende Medikation. Vielleicht ein wenig zu sehr. Ab und an vermischen sich halt mal Realität und Fantasie. Als gleich mehrere Prostituierte in Köln ermordet aufgefunden werden, gerät er selbst in den Fokus der Ermittlungen – seiner Ermittlungen. Denn auch seine Ex-Frau Susi wird Opfer eines Verbrechens. Richter würde nur zu gerne den Mörder seiner Susi zur Rechenschaft ziehen. Einzig: Er kannte alle Opfer und er kann sich verdammt nochmal selbst nicht erinnern, was er zur Tatzeit gemacht hat.

Bibliografie

Autor: Ben Elias
Genre: Thriller
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 979-8722895240
Erscheinungsdatum: 30. März 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 275
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Ben Elias

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Das Böse, das du bist von Kristin Lukas

Das Böse, das du bist

von Kristin Lukas

Das Böse, das du bist von Kristin Luksa Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Der Hintergrund vom Cover ist einem zerknüllten Blatt Papier nachempfunden. Davor steht eine Frau mit nach vorn gezückten Armen. Es hat den Anschein, als würde sie mit einer Waffe auf jemanden Zielen. Wenn man genau hinsieht, kann man einen roten Rollkragen erkennen und entsprechend rote Lippen. Als kleines Detail ist im Bereich der Schulter eine kleine Szene zu sehen. Man erkennt nur schemenhaft etwas. Das grelle Licht der Nacht verschluckt die Details. Mir gefällt das Cover und gerade die kleine unscheinbare Szene.

„Das Böse, das du bist“ ist das dritte Buch der Reihe um Marie Wagenfeld. Ich selbst kenne die ersten beiden Bücher und damit den Hintergrund zu ihrem Bruder und die „Kunstkillermorde“ nicht. Für mein Verständnis wurden aber ausreichend Informationen geliefert, damit ich dem Fortgang der Geschichte folgen konnte. Alle für den aktuellen Fall wichtige Details wurden wiederholt, so dass ich der Ermittlung gut folgen konnte. So wird der Leser zu Beginn direkt von Marie Wagenfeld angesprochen damit alle auf dem gleichen Stand sind.

Der Serientäter geht erschreckend brutal vor, doch bleibt sein direktes Handeln verdeckt. So kann ich mir als Leser ein ganz eigenes Bild machen, wie der Täter vorgegangen ist. Die Idee hinter den Morden finde ich faszinierend. Im Geiste bin ich durch die Erimitage gewandelt und habe mir vorgestellt, welches Bild davon der Täter wohl noch auswählen könnte. Aber ich will hier gar nicht ins Detail gehen.

Marie war mir als externe Beraterin der Kriminalpolizei sofort sympathisch. Sie liest, genauso wie ich auch gerne im Gehen. Was ich sehr faszinierend finde. Bisher habe ich noch niemanden getroffen, der tatsächlich lesen und laufen gleichzeitig kann. Mein Umfeld fängt immer an zu schmunzeln, wenn ich zu einem Waldspaziergang mit Buch aufbreche. Aber Lesen und Gehen finde ich in Kombination einfach super entspannend. Und man braucht kein schlechtes Gewissen haben, wieder nur den ganzen Tag mit einem Buch auf dem Sofa verbracht zu haben.

Mich hat die Geschichte sofort gefesselt, da die Wahl der Opfer mir so noch nicht untergekommen ist. Dabei habe ich schon sehr viele Thriller und Krimis gelesen. Ich war einfach von den Gemälden fasziniert, wenn man das bei einem Thriller sagen darf. Und konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen. So habe ich Seite um Seite verschlungen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Der Perspektivwechsel zwischen Marie Wagenfeld und dem Serientäter sorgt für einen gelungenen Spannungsbogen. Und so muss man einfach immer weiter lesen. Für mich war es ein erschreckend brutaler Psychothriller, der mich von Anfang bis Ende gut unterhalten hat. Mein Fernweh Herz kam auch nicht zu kurz und so hoffe ich, dass ich wie Marie auch irgendwann mal in die verlassene Minenstadt nach Lüderitz reisen darf.

Inhaltsangabe

Marie Wagenfeld glaubte, mit dem Tod ihres Bruders Erik hätten die „Kunstkillermorde“ ein Ende gefunden. Aber dann sterben zwei Frauen in Berlin. Die IT-Expertin und Kommissar Kellermann müssen sich der Ungeheuerlichkeit stellen: Das Morden beginnt von Neuem.

Die Spur des Serientäters führt über das Frankfurter Finanzzentrum bis in die namibische Stadt Lüderitz. Und je näher das Ermittlerduo dem Täter kommt, desto deutlicher wird, dass der eine persönliche Rechnung mit Marie begleichen will.

Bibliografie

Autor: Kristin Lukas
Reihe: Marie Wagenfeld 3
Genre: Thriller
Verlag: TWENTYSIX
ISBN: 978-3740771850
Erscheinungsdatum: 30. November 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 328
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © TWENTYSIX

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Blutroter Schatten von Patricia Walter

Blutroter Schatten

von Patricia Walter

Eine Seite aus dem Book Journal zum Thriller: Blutroter Schatten von Patricia Walter zu sehen ist das Sketchnote zum Buch als Bild für die Rezension

Meine Meinung

Das Cover macht Lust auf einen spannenden Thriller. In rosarot prangt der Titel in gebrochener Schrift über einer dunklen Gasse. Eine Frau im grünen Kleid scheint locker flockig durch die Gasse zu gehen, während ihr Umfeld im rauchigen Nebel zu verschwinden droht. Für mich ein gelungenes Cover, dass dazu auffordert das Buch in die Hand zu nehmen.

Der Thriller „Blutroter Schatten – Nur du kannst ihn aufhalten“ von Patricia Walter hat es in sich. Der Untertitel ist Programm und sorgt dafür, dass eine junge Frau in die Fänge eines Serienkillers geraten könnte. Nach dem ich jetzt gerade viele Liebesromane gelesen habe, war der Thriller genau nach meinem Geschmack. In München treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Innerhalb kurzer Zeit, werden Leichen gefunden, bei denen jeweils eine Visitenkarte des Mörders hinterlassen wurde. Wobei der genannte auf der Karte schon lange hinter Gittern sitzt und als Täter vermeintlich nicht in Frage kommt.

Die Handlung um die Ermittlerin Nadine Herfurth und die Tochter von Thomas Rohde spitzt sich nach und nach zu. Als Leser ist man sofort mitten drin im Geschehen und wird mit den Mordopfern und der verzweifelten Suche nach dem Täter konfrontiert. Sprachlos musste ich mit ansehen, wie die Ermittler alles dafür tun, einem Verurteilten Serienmörder seine Wünsche zu erfüllen. Ich konnte förmlich die tickende Uhr hören, bis der unbekannte Täter wieder zuschlägt. Seine Vorgehensweise spannend und grausam zu gleich. Ich sage nur „Galerie der Träume“, was es damit auf sich hat, möchte ich gar nicht näher ausführen. Zu gerne hätte ich eine der Zeichnungen im Buch gesehen. Doch auch ohne die fertigen Skizzen konnte ich mir ein Bild davon machen.

Ich habe das Buch verschlungen und konnte es kaum zur Seite legen. Es hat mir gezeigt, dass ich doch noch immer ein Faible für dieses Genre habe. Und inzwischen auch wieder einen Kopf dafür es zu genießen, wenn man das zu einem blutigen Thriller sagen darf. Wenn du Lust hast auf einen spannenden Roman, dann kommt hier mein März Highlight für dich. Das Buch muss man einfach lesen.

Inhaltsangabe

Innerhalb weniger Tage werden in München mehrere Leichen gefunden, bei denen jeweils ein Zettel liegt: „Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde.“ Die Polizei steht vor einem Rätsel. Denn der verurteilte Serienmörder Rohde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie. Weiß er, wer der Täter ist? Rohde ist bereit zu sprechen – aber nur mit einer einzigen Person: seiner Tochter Sam. Obwohl sie den Kontakt zu ihrem Vater vor langer Zeit abgebrochen hat, willigt Sam ein – und gerät bald selbst ins Visier des Killers …

Bibliografie

Blutroter Schatten von Patricia Walter zu sehen ist das Sketchnote zum Buch und das Cover als Bild für die Rezension zum Pinnen auf Pinterest

Autor: Patricia Walter
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-18318-0
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 412
Leseexemplar: ja, Mainwunder
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über Mainwunder zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Das Manuskript von John Grisham

Das Manuskript

von John Grisham

Das Manuskript von John Grisham Sketchnote und Rezension zum Hörbuch von Kerstin Cornils

Meine Meinung

Auf dem Cover kannst du ein Haus umrandet von Palmen sehen. Der Himmel sieht düster aus und deutet so zusammen mit den Palmen auf Wind hin. Mit einem Blick auf den Klappentext erfährt man, dass es nicht einfach nur Wind ist, sondern ein Hurrikan auf Camino Island zuhält.

Mit „Das Manuskript“ reise ich das zweite Mal nach Camino Island. Vor drei Jahren habe ich „Das Original“ von John Grisham gelesen und dabei schon einen kleinen Ausflug auf die Karibik Insel gemacht. Nach meiner Meinung nach können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen. Allerdings kennt man die kleinen Macken der illustren Runde auf Camino Island durch das erste Buch schon ein wenig. Doch sie werden ausreichend erklärt, um sie richtig einschätzen zu können.

Der Titel lässt hoffen, dass es wieder um ein kostbaren Manuskript geht. Doch bewegt sich Bruce Cable inzwischen ganz und gar auf legalen Wegen in der Buchbranche. Und so ist es nicht ein kostbares Manuskript, sondern eher ein Buch mit einem gefährlichen Thema. Dazu möchte ich aber gar nicht zu viel verraten. Mit dem Background von Corona liest es sich wie ein spannender Thriller. Und wer weiß, wie viel Wahrheit tatsächlich in diesem Manuskript steckt. Meine Fantasie ist da sehr groß.

Beim Zuhören habe ich die ganze Zeit gedacht, der Sprecher kommt mir bekannt vor. Doch konnte ich ihn nicht sofort einordnen. Ein Blick auf das Cover brachte dann mein Aha- Erlebnis. Wie konnte ich Charles Brauer nicht sofort erkennen? Mit seiner gewohnt besonnenen Stimme verleiht er dem Thriller einen ganz besonderes Flair. Ich hatte das Gefühl direkt neben Bruce Cable zu stehen und schaute mir mit ihm die Folgen des Hurrikan Leo an. Ich finde ja, dass ein Hörbuch erst mit dem Sprecher so richtig spannend werden kann. Für mich hat Charles Brauer hier genau den richtigen Ton getroffen und ließ mich stundenlang dem Buch lauschen. Ich habe einfach meine Augen geschlossen und mir die Insel vorgestellt. Es war eine Mischung aus allen karibischen Inseln, die ich in den letzten Jahren bereist habe. Auch die Schäden auf der Insel verknüpften sich mit realen Bildern in meinem Kopf und so hatte ich eine perfekte Kulisse für den Thriller.

Für mich war es eine spannende Geschichte mit einer zerstörten Urlaubskulisse. Ich habe mit dem Hörbuch eine gute Auszeit vom Arbeitsalltag gehabt und konnte mich in die Karibik träumen. Wie gerne würde ich meinen nächsten Urlaub in dieser schönen Kulisse verbringen. Wer Lust hat auf eine spannende Geschichte rund um ein nicht veröffentlichtes Manuskript, der ist bei diesem Roman genau richtig.

Inhaltsangabe

Bruce Cable, Betreiber der Buchhandlung Bay Books, bereitet gerade die Lesung eines Bestsellerautors vor, als Hurrikan Leo Camino Island heimsucht. Der Gouverneur ordnet eine Evakuierung der Insel an, aber Bruce beschließt zu bleiben. Der Sturm fordert mehrere Todesopfer und auch Bruces Freund Nelson Kerr, ein Thrillerautor, kommt ums Leben. Allerdings stellt sich heraus, dass nicht der Sturm die Todesursache war, sondern mehrere Schussverletzungen am Kopf. Bruce beginnt zu ermitteln: Könnte die Lösung des Falls auf den Seiten von Nelsons Roman zu finden sein?

Bibliografie

Autor: John Grisham
Sprecher: Charles Brauer
Reihe: Camino Islands 2
Genre: Polit Thriller
Verlag: Random House Audio
ISBN: 978-3-8371-5296-8
Erscheinungsdatum: 31. August 2020
Format: Hörbuch, Gebundenes Buch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 11h20
Leseexemplar: ja, Bloggerportal
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Random House Audio über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Random House Audio

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