Kein Sommer ohne August von Lucy Astner

Kein Sommer ohne August von Lucy Astner

Beitragsbild mit Cover vom Liebesroman: Kein Sommer ohne August von Lucy Astner erschienen im Bastei Lübbe Verlag

Meine Meinung

Das Cover zeigt zwei Personen, die am Wasser entlanglaufen. Die untergehende Sonne spiegelt sich dabei im Wasser und verleiht der ganzen Szene einen rötlichen Schimmer. Im Ganzen wirkt es wie ein Gemälde, wäre da nicht in weißen Großbuchstaben der Titel aufgedruckt, was zu einem Buchcover natürlich dazugehört.

Kein Sommer ohne August von Lucy Astner erschien im Lübbe Verlag. Die Geschichte spielt in Liberty Beach mit Charlie und August in den Hauptrollen. Die zwei haben die Sommer ihrer Kindheit und Jugend gemeinsam verbracht und treffen nun unverhofft nach zehn Jahren wieder aufeinander. Mit dabei ist die große Liebe zu Büchern und den darin enthaltenen Geschichten. Alles Weitere erfährst du beim Lesen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz auf den Klappentext eingehen, den ich sehr gelungen finde. Der gibt kurz und knapp Auskunft, hat damit aber den Rahmen der erzählten Zeit sehr gut umfasst.

Bevor ich dir etwas zum Erzähler, den Zeitebenen und der Spannung verrate, möchte ich dir noch ein Zitat mit auf den Weg geben, das den Grundgedanken der Geschichte sehr gut in Worte fasst.

„Denn wenn ich mit meinen zweiunddreißig Jahren eines gelernt habe, dann dass das Leben nur eine Auswahl von Zufällen aneinanderreiht, und die wenigsten davon ergeben am Ende eine wirklich gute Geschichte. In den meisten Fällen ergeben sie noch nicht mal Sinn. Eine gute Geschichte bedarf präziser Planung.“

Die Geschichte wird aus der Sicht der 32-jährigen Protagonistin Charlie erzählt. Sie fungiert als Ich-Erzählerin und nimmt mich im Laufe der Geschichte mit in ihre Kindheit und Jugend. Stück für Stück nähern sich die Erinnerungen der Gegenwart an. Insgesamt darf man zwölf Sommer mit Charlie und August in der Rückblende erleben, um die Gegenwart dadurch besser zu verstehen. Aber wie schon erwähnt, lies das einfach selbst. Ich mag verschiedene Zeitebenen in Büchern durchaus gerne, weil man dadurch die Figuren umfassender kennenlernen kann, allerdings fehlte mir hier ein bisschen die Spannung, die zum schnellen Weiterlesen animiert. Hier hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. So habe ich meist immer nur ein bis zwei Kapitel gelesen und dann das Buch wieder zur Seite gelegt.

Was ich aber noch kurz erwähnen möchte, ist das One Last Chapter in Liberty Beach. Es ist eine kleine, verwinkelte Buchhandlung, in der Charlie die Liebe zu Büchern für sich entdeckt. So ganz nebenbei gibt sie damit auch den ein oder anderen Buchtipp. In dem Zuge habe ich auch noch ein Zitat für dich, das mich zum Nachdenken gebracht hat.

„Manchmal wiegen die Dinge, die wir erwägen zu tun, schwerer als jene, die wir tatsächlich anrichten.“

Womit ich zum dritten und letzten Zitat komme, das wohl jeder Leser nachvollziehen kann.

„Erst dachte ich, das es darum geht, was ich in den Büchern finde. Aber irgendwann habe ich verstanden, dass es etwas anderes ist. Es geht um die Welt, die draußen bleibt. Dass sie draußen bleibt, wenn man liest.“

Genau darum stecke ich gerne meine Nase in Bücher, weil ich für einen Moment die Welt um mich herum vergessen möchte, um beim Lesen Kraft zu tanken für den Alltag. Hier ging es nur bedingt, weil es mich erst zum Schluss so richtig fesselte. Aber dennoch war es eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

Fragst du dich bei dem Titel, ob der Monat oder ein Mensch damit gemeint ist? Dann haben wir was gemeinsam. Ich hatte als Erstes den Monat im Sinn, aber der Protagonist heißt August, der im Sommer eine wichtige Rolle in Charlies Leben gespielt hat. Magst du Liebesgeschichten mit Sprüngen in der Erzählzeit? Dann ist „Kein Sommer ohne August“ von Lucy Astner vielleicht genau das richtige Buch für deinen Sommerurlaub. Es geht um Freundschaft und Liebe und ob diese Fehler verzeihen können. Ich hatte in Etappen eine schöne Lesezeit und empfehle das Buch gerne weiter.

Ich schließe mit einem letzten Zitat:

„Die Sache ist nämlich die: Ein Happy End ist niemals das Ende. Es ist nur der Anfang zu einer neuen Geschichte.“

Inhaltsangabe

Zwei Kinder, die die Liebe zu Büchern teilen. Zwölf Sommer, in denen sie gemeinsam erwachsen werden. Eine Entscheidung, die alles verändert. Und zehn Tage, um ein neues Kapitel zu schreiben.

Charlie Henderson hat ihr Herz hinter dicken Mauern verschlossen und lebt ein scheinbar perfektes Leben in London – bis eine Erbschaft sie zurück nach Liberty Beach im Nordosten der USA ruft. Den Ort ihrer Kindheit und den Ort, den sie vor zehn Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Dort erwartet sie nicht nur die Buchhandlung One Last Chapter, in der sie als Kind unzählige Stunden verbracht hat, sondern auch August Green, bester Freund aus Kindestagen, ihre erste große Liebe – und der Grund, warum sie damals aus Liberty Beach geflohen ist. Zwischen Regalen voller Geschichten und den Erinnerungen an schmerzhafte Verluste muss Charlie sich entscheiden: Bleibt sie Gefangene ihrer Angst oder wagt sie ein neues Kapitel?

Ein bewegender Roman über Freundschaft, Liebe und Fehler, die passieren, wenn wir versuchen, alles richtig zu machen. Und eine warmherzige Liebeserklärung an Bücher und das Zuhause, das wir zwischen zwei Buchdeckeln finden.

Bibliografie

Cover vom Liebesroman: Kein Sommer ohne August von Lucy Astner erschienen im Bastei Lübbe Verlag

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Autor: Lucy Astner
Reihe: Every Summer Has A Story Band 1
Genre: Liebesroman
Verlag: Lübbe
ISBN/ ASIN: 978-3757702229
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2026
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 416
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Lübbe über Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Lübbe

Ostseefinsternis von Eva Almstädt

Ostseefinsternis: Pia Korittkis neunzehnter Fall

von Eva Almstädt

Meine Meinung

Das Cover zeigt einen kleinen Strandabschnitt mit Blick aufs Meer. Im Sand liegt totes Holz und zieht das Auge wie magisch an. Vom Ufer aus kann man auf eine kleine Insel schauen, auf der ein Leuchtturm steht. Daneben kann man bei den ganzen Bäumen auch ein Haus erkennen. Für mich ein passendes Bild zu einem Ostseekrimi.

Ostseefinsternis von Eva Almstädt erschien im Lübbe Verlag. Es ist der 19. Fall für Pia Korittki. Diesmal trifft ein Mordfall zusammen mit Pias wohlverdienten Familienurlaub mit ihrem Sohn Felix und ihrem Freund Marten. Wie nicht anders zu erwarten, übernimmt Pia die Ermittlung und lässt ihre beiden Männer in den Ferien allein. 

Das Buch lässt sich vom Prinzip ohne Vorwissen lesen, denn der Kriminalfall ist in sich geschlossen. Alle nötigen Aspekte tauchen in der Geschichte auf. Da es allerdings inzwischen der 19. Fall für Pia Korittki ist, sind natürlich zwischenmenschliche Beziehungen im Kollegium und im privaten Umfeld vorangeschritten. Für das Verständnis wird jedoch alles wichtige erklärt. Und so kann man auch mit diesem Buch in die Krimireihe um die Lübecker Ermittlerin starten. Der 19. Fall führt Pia nach Kaltenbrode oder besser gesagt. Pia ist zusammen mit Felix und Marten in dessen Haus an der Ostsee und somit direkt zur Stelle, als ein Toter in Kaltenbrode gefunden wird.

Hier tauchen wir ein in eine tiefe Feindschaft zweier Familien, dessen Grund lange im dunkeln bleibt. Wer hierbei nicht gespoilert werden möchte, sollte erst nach der Lektüre die Klappen im Einband genauer betrachten, denn dort ist eine Personentafel zu sehen. Wobei ich selbst beim Lesen immer wieder diese Klappe geöffnet habe, um zu sehen wer jetzt mit wem wie verbandelt ist. Also ist es im gewissen Sinne hilfreich und auch mit dem Wissen, weiß man trotzdem nicht was wirklich passiert ist.

Ich habe das Buch in kurzer Zeit verschlungen. Und fand auch schnell in das Gefüge um Pia Korittki herein. Zu letzt habe ich: Ostseegruft gelesen, was der 15. Fall der Ermittlerin war. Dementsprechend fehlen mir hier drei Bände in der Reihe, doch das tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch. Allerdings muss ich gestehen, dass ich diesmal nicht bis zum Schluß mit rätseln konnte, da ich schon früh eine Ahnung hatte und sich diese nach und nach bestätigte. So fehlte mir zum Ende die nötige Spannung, um das Buch zu beenden. Ich habe es aber dennoch beendet und genau verfolgt, wie der Fall aufgeklärt wurde. 

Hast du Lust auf einen Mordfall in einer kleinen Gemeinde, in der sich scheinbar alles nur um zwei Familien dreht? Dann kommst du hier auf deine Kosten. Die Familienfehde wird seit jeher aufrechterhalten und scheinbar weiß kein einer mehr worum es eigentlich geht. Dieser Aspekt wird dich beim Lesen sicher bis zum Schluss begleiten und erst dann logisch aufgeklärt. Neben dem Kriminalfall darfst du auch persönlich Zeit mit der Ermittlerin und ihren Männern verbringen und Felix beim Schwimmenlernen über die Schulter schauen. Für mich war es ein schöner Krimi, den ich persönlich aber zu schnell durchschauen konnte. Nicht desto trotz empfehle ich ihn gerne weiter.

Inhaltsangabe

Die blinde Helmgard Böttcher regiert ihre große Familie an der Ostsee mit fester Hand. Als ihre Enkelin auf dem Heimweg überfallen wird, lässt die Rache nicht lange auf sich warten: Ein junger Mann aus dem Nachbarort erleidet eine schwere Vergiftung und stirbt. Ausgerechnet eine Pflanze, die auch in Helmgards Garten wächst, war die Ursache dafür. Kommissarin Pia Korittki, die eigentlich ein entspanntes Wochenende mit ihrem Sohn Felix und ihrem Freund Marten in dessen neuem Haus an der Ostsee verbringen wollte, stößt bei den Ermittlungen in einen tödlichen Morast aus Hass, Lügen und alter Feindschaft …

Bibliografie

Autor: Eva Almstädt
Reihe: Kommissarin Pia Korittki, Band 19
Genre: Kriminalroman
Verlag: Lübbe
ISBN/ ASIN: 978-3404193172
Erscheinungsdatum: 28. März 2024
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 400
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Lübbe über die Bloggerjury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Lübbe

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Düstergrab von Romy Fölck

Düstergrab

von Romy Fölck

Sketchnotes zur Rezension vom Kriminalroman: Düstergrab von Romy Fölck erschienen im Lübbe Verlag. Das Hörbuch wurde eingelesen von Chris Nonnast

Meine Meinung

Das Cover ist sehr passend zum Inhalt der Geschichte gestaltet. Zu sehen ist ein alter Brunnen, an dessen Balken ein Eimer hängt. Im Hintergrund ist freies Land zu sehen und ein paar Vögel ziehen am Brunnen vorbei. Die ganze Szene wirkt durch den gräulichen Himmel sehr dunkel und irgendwie verlassen. Wieder ein sehr schönes Cover, das sich gut in die Elbmarsch-Krimi-Reihe einfügt. 

Düstergrab von Romy Fölck erschien bei Lübbe. Das Hörbuch wurde von Chris Nonnast eingesprochen. Sie verleiht mit ihrer Tonlage dem Kriminalfall die passende Stimmung. Es ist der sechste Fall für Frida Paulsen, die inzwischen einen neuen Kollegen hat, da Bjarne Haverkorn nach Kiel wechselte. Doch so ganz kann es der alte Kollege nicht lassen und steht in seiner Heimat helfend zur Hand, als Frida zu einem geschändetem Grab auf einem Elbmarsch Friedhof gerufen wird. 

Das Buch lag seit dem Sommer auf meinem virtuellen SUB (Stapel ungelesener Bücher) und wartete auf Lesezeit. Doch fand ich im Sommer einfach keinen Zugang zu Krimis. Jetzt habe ich mir das Hörbuch gekauft, um dem Krimi noch eine Chance zu geben. Die Sprecherin hat mich sofort abgeholt und ließ mich den neuen Fall für Frida Paulsen in der Elbmarsch verfolgen. Das Setting ist im Klappentext ausreichend ausgeführt, so dass ich es hier nicht wiederholen möchte. Fasziniert war ich von der Familie, die ganz abgeschottet auf einem Hof nach archaischen Regeln lebte. Beim Hören musste ich sofort an die Amish People denken und hatte damit ein ungefähres Bild vor Augen. Die detaillierten Beschreibungen der Autorin taten ihr übriges dazu. 

Der Schreibstil von Romy Fölck hat mich wieder überzeugt. Wortgewandt schildert sie die einzelnen Szenen und so bekommt man als Hörer und Leser ein gutes Bild vom Geschehen. Allerdings fehlte mir hier ein wenig die Spannung. Zu schnell hatte ich eine Idee in welche Richtung der Fall gehen könnte. Wobei gekonnt entsprechende Wendungen eingebaut wurden, die mich lange Rätseln ließen. Ich habe das Hörbuch in zwei Tagen verschlungen und war von dem Exkurs in die Botanik sehr angetan. Mich hat es fasziniert, wie die Analyse des Eichenblatts mit in die Ermittlung integriert wurde. Für mich war es ein solider Krimi, der mich gut unterhalten hat. Wobei ich die ersten Bücher der Elbmarsch-Krimi-Reihe spannender fand als diesen. Es kann aber auch daran liegen, dass sich mein Lesegeschmack gerade von den Krimis zu immer mehr Romance abwendet.

Hast du Lust auf einen Ausflug in die Elbmarsch? Dann begleite Frida Paulsen bei ihrem sechsten Kriminalfall. Du musst nicht zwingend die ersten Bücher kennen, doch ist die Erzählung der zwischenmenschlichen Beziehungen mit Vorwissen einfach schöner. Man freut sich einfach mit Frida und ihren Mitmenschen, wenn man die vorherigen Situationen und Erlebnisse kennt. Ich empfehle den Krimi gerne weiter.

Inhaltsangabe

Ein geschändetes Grab und ein beängstigender Verdacht …

Dunkle Regenwolken treiben über dem kleinen Friedhof in der Marsch, als Kommissarin Frida Paulsen der Beerdigung eines ehemaligen Schulfreundes beiwohnt. Am nächsten Tag steht sie erneut vor seinem Grab – Spuren deuten darauf hin, dass es in der vergangenen Nacht geschändet wurde. Entsetzt blickt sie nun in das Innere des Sarges: Auf dem Leichnam des Verstorbenen liegt eine weitere Leiche, die eines Mädchens, bekleidet mit einem Kopftuch und einem altertümlichen Kleid. Handelt es sich bei der Toten um eine der Zwillingsschwestern, die vor Jahren verschwanden? Ihre Ermittlungen führen Frida und ihren Kollegen Bjarne Haverkorn schon bald zu einem Ehepaar, das nach archaischen Regeln auf einem abgelegenen Gehöft lebt. Und dunkle Geheimnisse zu verbergen scheint …

Bibliografie

Autor: Romy Fölck
Reihe: Elbmarsch Krimi Band 6
Genre: Kriminalroman
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3785728345
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2023
Format: gebundenes Buch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl/ Zeit: 400/ 6h37
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Lübbe über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Lübbe

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Die Dorfschullehrerin 2 von Eva Völler

Die Dorfschullehrerin: Was das Schicksal will

von Eva Völler

Sketchnotes zur Rezension vom 2. Band der Reihe: Die Dorfschullehrerin Was das Schicksal will von Eva Völler Cover erschienen im Bastei Lübbe Verlag

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine Frau von der Seite im roten Kleid, die ein junges Mädchen im Matrosenkleid an den Händen hält. Ansonsten ist das Cover ganz ähnlich gestaltet, wie schon beim ersten Buch der Reihe. Die Farbwahl gibt dem Buch einen nostalgischen touch, was gut zur Zeit des Romans passt. Neben dem Titel sind drei fliegende Störche zu sehen, die eine schöne Ergänzung zum Gesamtbild sind.

Die Dorfschullehrerin – Was das Schicksal will von Eva Völler ist der zweite Band der Reihe. Das erste Buch: Die Dorfschullehrerin – Was die Hoffnung verspricht habe ich Anfang des Jahres gelesen und rezensiert. Das Buch startet mit einem Alptraum von Helene und so gibt es eine gute Einleitung für all jene Leser, die den ersten Band nicht kennen. In wenigen Sätzen werden hier die Ereignisse aus dem ersten Buch genannt, so dass ich als Leser alle Informationen habe, um der vorliegenden Geschichte folgen zu können. Für das Lesevergnügen empfehle ich allerdings die Bücher nacheinander zu lesen. Man kann sich einfach viel mehr mit Helene freuen, wenn man das erste Buch auch gelesen hat.

Die Geschichte ist inzwischen im Jahre 1964 angekommen und Helene reist zusammen mit ihrer Tochter Marie zurück nach Kirchdorf, dem Schauplatz des ersten Buches. Der Ort ist fiktiv, befindet sich aber irgendwo in der Rhön an der innerdeutschen Grenze. Viele Figuren aus dem Dorfleben sind mir schon bekannt und so habe ich mich sowohl auf den Landarzt, als auch auf die Hebamme gefreut. Beide gehören mehr oder weniger zum engen Freundeskreis der Lehrerin Helene.

Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte nicht aufhören. Die Spannung hält bis zum Schluss sowohl bei der Protagonistin Helene, als auch bei ihrer besten Freundin Isabella, der Hebamme. Das Buch ist in vier Teile gegliedert. Besonders der letzte Teil hat mich zu Tränen gerührt. Da solltest du auf jeden Fall eine Packung Taschentücher parat haben. Die Geschichte ist ein tragisch schöner Rückblick in längst vergangene Tage. Wobei anzumerken ist, dass die Handlung fiktiv ist. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es genau so passiert sein könnte. Das Buch endet mit einem Epilog, bei dem man direkt das dritte Buch lesen möchte. Es werden dort so viele Fragen angeregt, deren Lösung ich gerne sofort wüsste. Wie geht es in Kirchdorf weiter? Was wird aus Isabella? Schafft Agnes sich ihre Träume zu erfüllen? Und ganz wichtig: Wie geht es mit Helene als Rektorin weiter?

Ich lass mich überraschen und warte nun sehnsüchtig auf den dritten Band. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle Fans von Familiengeschichten, die in der innerdeutschen Grenzregion spielen. Wie oben schon erwähnt empfehle ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen, da das Lesevergnügen dann einfach höher ist. Ich wünsche dir viel Spaß in Kirchdorf und bin gespannt, wie du die Schule dort findest.

Kannst du dich noch an deine Schulzeit erinnern? Wie groß war damals deine Klasse? Schreibe mir deine Antwort in die Kommentare!

Inhaltsangabe

1964: Als Helene das Angebot erhält, an die Schule in Kirchdorf zurückzukehren, geht sie nur zögernd darauf ein, denn sie befürchtet, dass ihre Gefühle für den Landarzt Tobias ihr Leben erneut durcheinanderwirbeln könnten. Doch nicht nur diesem Problem muss sie sich stellen. An der Schule warten ungeahnte Herausforderungen auf Helene, die ihren ganzen Einsatz erfordern. Ihre zwölfjährige Tochter Marie zeigt sich zunehmend dickköpfig, und ihre Freundin Isabella hat eine Beziehung zu einem schwarzen GI, den die Dorfbewohner mit Argwohn betrachten. Die nahe Zonengrenze sorgt für zusätzlichen Zündstoff in dem kleinen Ort. Und dann wird Helene völlig unerwartet von den Schrecken aus ihrer Vergangenheit eingeholt. Plötzlich scheint alles auf dem Spiel zu stehen, was sie liebt …

Bibliografie

Autor: Eva Völler
Reihe: Die Dorfschullehrerin Band 2
Genre: Belletristik
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785727829
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2022
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 400
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Weitere Meinungen zum (Hör-) Buch von meinen Bloggerkollegen:

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Akte Nordsee von Eva Almstädt

Akte Nordsee: Am dunklen Wasser

von Eva Almstädt

Rezension mit Sketchnotes zum Roman: Akte Nordsee: Am Dunklen Wasser von Eva Almstädt

Meine Meinung

Das Cover zeigt auf den ersten Blick eine Küstenlandschaft. Im Vordergrund sind bewachsene Dünen zu sehen. Blickt man an ihnen vorbei, kann man in der Ferne einen Leuchtturm erkennen. Der Himmel scheint grau in grau zu toben. Rund um ein passendes Bild für einen Kriminalroman, der an der Nordseeküste spielt.

Akte Nordsee – Am dunklen Wasser von Eva Almstädt ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die an der Nordsee spielt. Als Ermittler wurden hier nicht klassische Polizisten gewählt. Die Protagonistin ist Fentje Jacobsen, die auf dem Hof ihrer Großeltern eine kleine Rechtsanwaltskanzlei führt. Ihr nicht ganz so beliebter Gegenspieler ist Niklas John. Er ist Journalist und immer auf der Suche nach einer guten Story. Zusammen bilden die zwei nicht unbedingt ein Team, doch scheinen sie ähnliche Werte zu besitzen.

Ich kenne bisher einige Bücher der Pia Korittki Reihe von Eva Almstädt und habe mich nun gefreut auf einen Roman, der in meiner Heimat spielt. Mein Geburtsort Tetenbüll ist explizit mit dabei und wird in der Danksagung erwähnt. Ich fand es interessant zu wissen, dass ein paar mir bekannter Einwohner bei der Recherche mit Rat und Tat zur Seite standen. Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wie klein die Welt doch ist.

Für den Fall wichtige Orte sind fiktiv, haben aber durchaus Ähnlichkeiten mit mir bekannten Orten in meiner Heimat. So hatte ich von Wediskoog sofort ein Bild vor Augen und habe auch eine Idee, wo der Haubarg von den Großeltern von Fentje stehen könnte. Allerdings ist das nur so eine Ahnung. Jeder mag sich beim Lesen selbst ein Bild machen. Die Beschreibungen von Szenen und Orten sind sehr detailliert, so dass bei mir direkt das Kopfkino startete und ich mit Fentje und Niklas durch Nordfriesland gefahren bin.

Das zwischenmenschliche der zwei Hauptpersonen kommt nicht zu kurz. So laden die Szenen mit ihnen zum Schmunzeln ein. Stelle dir jemanden in Designerklamotten auf einem Hofplatz vor, wo es mehrere Tage am Stück geregnet hat. Dann bekommst du einen guten Eindruck von Niklas. Fentje hingegen ist auf dem Land aufgewachsen und wechselt spielend zwischen den Rollen einer Anwältin und einer Landbewohnerin.

Für mich war es ein schöner Ausflug in die Heimat. Der Fall ist durchaus spannend und die Verkettungen der Erzählungen sorgen am Ende für ein logisches Ergebnis. Hin und wieder fand ich die Geschichte etwas zu langatmig, doch im großen und ganzen war es für mich ein spannender Auftakt der Akte Nordsee Krimireihe. Ich bin gespannt, was für einen Fall Fentje als nächstes auf den Tisch bekommt.

Hast du Lust auf einen Nordseekrimi ohne den klassischen polizeilichen Ermittler, dann bist du hier genau richtig. Es ist eine gute Mischung aus spannender Mordermittlung und einem Ausflug an die Nordseeküste von Nordfriesland. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

Inhaltsangabe

Fentje Jacobsen entspricht nicht dem klassischen Bild einer Rechtsanwältin. Sie betreibt ihre Kanzlei vom Bauernhof ihrer Großeltern in Nordfriesland aus. Dort rauben ihr die beginnende Demenz der Oma, eine renitente 14-jährige Nichte und der leichtsinnige Bruder den letzten Nerv. Als Fentje beauftragt wird, einen jungen Mann zu vertreten, der des Mordes an seiner Freundin verdächtigt wird, stößt sie auf einen alten, sehr ähnlichen Fall. Fast zeitgleich verschwinden zwei Schülerinnen aus einem nahe gelegenen Internat. Bei ihren Nachforschungen lernt sie den weltgewandten, ehrgeizigen Journalisten Niklas John kennen. Trotz unterschiedlicher Ziele beginnen sie gemeinsam zu ermitteln …

Bibliografie

Autor: Eva Almstädt
Reihe: Akte Nordsee Band 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404185740
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2022
Format: Taschenbuch, Hörbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 416
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Nebelopfer von Romy Fölck

Nebelopfer

von Romy Fölck

Sketchnotes zum Elbmarsch Krimi: Nebelopfer von Romy Fölck erschienen im Bastei Lübber Verlag

Meine Meinung

Der Titel des Krimis prangt in großen roten Buchstaben auf dem Cover. Darunter befindet sich ein tot aussehender Baum, über den ein paar Vögel fliegen. Der Baum steht auf einer Wiese, dessen Heck offen steht und somit den freien Zugang erlaubt. Der graue Himmel hinter dem Titel sorgt für eine trügerische Stimmung und gibt so die richtige Atmosphäre für einen Krimi wieder.

Nebelopfer von Romy Fölck ist der fünfte Band der Elbmarsch-Krimi Buchreihe mit den Ermittlern Frida Paulsen und Björn Haverkorn. Dieses Mal ermitteln die beiden auf der Geest, wo eine Leiche am sogenannten Galgenbaum hängt. Schnell führt sie der Fall in die Vergangenheit zu einem Familiendrama.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse der ersten vier Bände der Krimireihe gelesen werden. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden ausreichend geklärt, um dem Verlauf gut folgen zu können. Mit entsprechendem Vorwissen freut man sich vielleicht an der ein oder anderen Stelle etwas mehr, als ohne. Doch ich glaube kaum, dass das dem Lesevergnügen einen Abbruch tut.

Ich fand die Ermittlung von Anfang an spannend. Und habe fleißig mit den Ermittlern gerätselt. Meine Vermutungen musste ich zwischendurch immer wieder revidieren. So macht mir ein Krimi Spaß. Ich liebe es, wenn ich möglichst lange auf dem Holzweg bin, da hält die Spannung dann einfach länger. Zum Ende fügten sich alle Begebenheiten logisch zusammen und ließen mich zufrieden zurück. Für mich macht das Ende Lust auf eine Fortsetzung, da ich einfach mehr von den Protagonisten erfahren möchte, sie sind gerade an einem Punkt angekommen, bei dem vieles möglich ist. Ich bin gespannt und warte sehnsüchtig auf den sechsten Band.

Hast du Lust auf einen kleinen Krimi-Ausflug in die Elbmarsch? Dann empfehle ich dir Nebelopfer von Romy Fölck. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und lädt zum Rätseln ein. Wie gewohnt widmet sich die Autorin nicht nur einem aktuellen Kriminalfall, sondern wir dürfen als Leser auch einen Blick auf sogenannte Cold Cases werfen. Ich mag diese Verknüpfung und vor allem die damit verbundenen Sprünge in der erzählten Zeit. Das sorgt dafür, dass ich mich nicht einfach nur berieseln lassen kann, sondern auch mitdenken muss. Ich habe das Buch verschlungen und freue mich auf weitere Bücher von Romy Fölck.

Inhaltsangabe

An einem nebligen Februarmorgen wird zwischen den Dörfern der Geest an einem uralten Galgenbaum eine Leiche gefunden. Am Hals des Toten baumelt ein Schild, das Kriminalkommissarin Frida Paulsen Rätsel aufgibt: Ich gestehe, im Prozess gegen Cord Johannsen falsch ausgesagt zu haben. Ihr Kollege Haverkorn erinnert sich sofort an den Fall. Vor vielen Jahren wurde der Bauer Johannsen für den kaltblütigen Mord an seiner Familie verurteilt, seither sitzt er im Gefängnis. Als kurz nach dem Leichenfund in der Geest ein weiterer Zeuge getötet wird, der im Prozess gegen Johannsen aussagte, ahnen die beiden Kommissare: Sie müssen den wahren Täter von damals finden, sonst wird es weitere Opfer geben …

Bibliografie

Autor: Romy Fölck
Reihe: Elbmarsch- Krimi Band 5
Genre: Kriminalroman
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7517-1036-7
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2022
Format: Ebook, gebundenes Buch und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 399
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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