Bild zur Rezension vom Thriller: Blutiger Rausch: Der Richter von Ben Elias. Zu sehen ist das Cover des Buches in den klassischen Thriller Farben: weiß, schwarz und rot.

Blutiger Rausch von Ben Elias

Blutiger Rausch

von Ben Elias

Zu sehen ist ein gezeichnetere Trenchcoat samt Hut. Daneben finden sich noch zwei Zitate aus dem Buch: Blutiger Rausch: Der Richter von Ben Elias.

Meine Meinung

Das Cover hat es mir angetan. Verwendet wurden die klassischen Farben für Thriller und Kriminalromane. Am unteren Rand befindet sich ein schmaler weißer Streifen, in den ganz viele rote Tropfen hinein laufen. Darüber befindet sich eine Art See, der ganz und gar nach blutigem Wasser aussieht. Am Ufer kann man in schwarz ein paar Bäume erkennen. Über der ganzen Szene hängen graue Wolken, die nach Unwetter aus sehen. Mir gefällt die Aufmachung des Covers sehr gut, allerdings ergibt sich aus dem Cover für mich keinerlei Zusammenhang mit dem Inhalt der Geschichte.

Dies ist eins der wenigen Bücher, bei denen das Cover sofort mit mir spricht, doch der Inhalt eher schwer zu lesen ist. Der Klappentext lässt hoffen auf einen spannenden Fall mit einem speziellen Ermittler, der irgendwie in den Fall selbst verwickelt ist. Streng genommen war genau das meine Erwartung und die Geschichte könnte auch dies erfüllen, wenn da nicht das große Aber wäre.

Der Kriminalhauptkommissar war mir von Anfang an unsympathisch. Er wird von allen nur Richter genannt und betitelt sich selbst als „Der Richter“. Ich musste da sofort an einen Sänger denken, der ähnlich in der dritten Person von sich spricht und ebenfalls ein sehr unsympathisches Auftreten an den Tag legt. Damit fanden der Kriminalfall und ich nur schwer zusammen. Immer wieder musste ich das Buch zur Seite legen, weil ich den Kommissar einfach nicht ertragen konnte. Sein Team war da schon etwas angenehmer. Vor allem die Ermittlerin Michaela Zielinsky hat ihre Sache gut gemacht und sorgte dafür, dass ich das Buch nicht entnervt zur Seite gelegt habe.

Der Schreibstil ist speziell. Die Fakten werden nüchtern und trocken aneinander gereiht. Die Sätze sind zum Teil sehr kurz und so ist der Lesefluss immer wieder ein wenig abgehakt. Wobei diese Form der Erzählung sehr gut zu dem skurrilen und bizarren Verhalten von Richter passt. Damit wird seine kauzige Gestalt gut unterstützt. Die Kapitel sind ähnlich wie die Sätze kurz gehalten. So konnte ich beim Lesen sehr gut kleine Pausen einlegen, um weiter den anstrengenden Ermittler ertragen zu können. Meine Neugierde hat am Ende gesiegt und ließ mich das Buch bis zum Schluss lesen. Das Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen zurück.

Ich mag nur ungern eine Leseempfehlung für das Buch aussprechen. Durch den unsympathischen Richter kam bei mir einfach kein Lesefluss auf. Auch wenn das Thema und der Fall an sich super spannend sind, hat mich doch das durchtriebene Gebaren des Kriminalhauptkommissars einfach gestört.

Inhaltsangabe

Man nehme eine gehörige Portion Alkohol, vermische diese mit der ein oder anderen halluzinierenden Medikation und vermenge das wiederum mit der Vorliebe für Gewalt und Prostitution – nicht gerade die beste Voraussetzung für einen Kriminalkommissar, aber vielleicht für einen Kriminalroman.Mit seinem Spürsinn, seiner beeindruckenden Aufklärungsquote, aber auch seinem majestätischen Auftreten ist Kriminalhauptkommissar Richter weit über die Grenzen der Stadt Köln hinaus bekannt. Er liebt die Frauen, den Alkohol und die ein oder andere aufputschende Medikation. Vielleicht ein wenig zu sehr. Ab und an vermischen sich halt mal Realität und Fantasie. Als gleich mehrere Prostituierte in Köln ermordet aufgefunden werden, gerät er selbst in den Fokus der Ermittlungen – seiner Ermittlungen. Denn auch seine Ex-Frau Susi wird Opfer eines Verbrechens. Richter würde nur zu gerne den Mörder seiner Susi zur Rechenschaft ziehen. Einzig: Er kannte alle Opfer und er kann sich verdammt nochmal selbst nicht erinnern, was er zur Tatzeit gemacht hat.

Bibliografie

Autor: Ben Elias
Genre: Thriller
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 979-8722895240
Erscheinungsdatum: 30. März 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 275
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Ben Elias

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