Berlin ich komme

8. LoveLetter Convention

Mein Weg für die LoveLetter Convention im Juni 2019 wurde irgendwo zwischen Mallorca und Dubai im November 2018 geebnet. Auf unserer dreiwöchigen Kreuzfahrt lernten mein Mann und ich ein Paar aus Berlin kennen. Wir vier verstanden uns auf Anhieb und so lud ich mich einfach mal für ein Wochenende in Berlin ein, natürlich ganz ohne Hintergedanken. Mein Mann fand die Idee gut und gab mir das Go für die LoveLetter Convention. Ich habe besser nicht verraten, dass sich das ganze Wochenende nur um Liebesromane dreht.

Also war meine erste Amtshandlung nach dem Urlaub der Kauf der Tickets. Da ich keine halben Sachen mache, habe ich mir direkt ein Wochenendticket gekauft. Vor lauter Vorfreude schaue ich jede Woche auf der Homepage der LLC vorbei, um zu schauen welche Autoren sich schon angemeldet haben.

Stand: April 2019 (aktueller Stand auf der Homepage der LLC)

Ich muss gestehen, von vielen Autoren, die bisher dabei sind habe ich noch nichts gelesen. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Bis zum 1. Juni ist ja noch ganz viel Zeit zum Lesen.

Besonders freue ich mich auf Michelle Schrenk und Poppy J. Anderson. Von beiden habe ich schon Bücher gelesen. Poppy J. Anderson durfte ich während der Romance Woche 2017 virtuell kennenlernen und bin gespannt, wie sie live ist. Ihren Roman „Nur einen Augenblick“ habe ich verschlungen. Von Michelle Schrenk habe ich kürzlich „Wir und all die Farben“ gelesen. Allein das Cover war schon wie für mich gemacht und der Roman ließ mich dahin schmelzen.

Auch auf Sandra Wright bin ich total gespannt, die mir bisher als Stefanie Ross und der Krimi-Reihe um den Landarzt Jan in Brodersby ein Begriff ist. Ach, wenn ich mir die aktuelle Liste der Autoren anschaue wird mir ganz warm ums Herz. Und ich weiß jetzt schon, dass mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) nach der LoveLetter Convention rasant anwachsen wird.

Treffe ich dich auch auf der LoveLetter Convention am 01. und 02. Juni 2019 in Berlin im Cafe Moskau?

Lesung: Romy Fölck

Krimi findet InnenStadt

hieß die Einladung zur Lesung von der Büchergalerie in Lohne. Am 07. März bin ich mit meinen Mädels zur Lesung von „Bluthaus“ nach Lohne gefahren. Zur Einstimmung auf die Lesung mit Romy Fölck habe ich mir ihren ersten Roman „Totenweg“ angehört. Meine beiden Begleiterinnen hatten von Romy Fölck noch nichts gelesen. Gespannt trafen wir in Overmeyers Clubhaus ein. Da ich so lange arbeiten musste, kamen wir erst kurz vor Start an. So mussten wir die letzten Plätze nehmen, denn die Lesung war ausverkauft. Wir saßen direkt seitlich vom Rednerpodest an der Wärmequelle, so hatten wir einen guten Blick auf Romy Fölck bei der Lesung.

Ich war von der Autorin sofort fasziniert. Sie kam sehr sympathisch rüber und plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen. Zwischen den einzelnen Szenen aus dem Buch lieferte sie Informationen aus ihrem Privat- und Autorenleben. Der Geburtsort von ihrem Vater ließ mich schmunzeln. Ich bin zwar Kind eines Krabbenfischers, aber dann doch lieber zu Hause geboren worden und nicht auf dem Schiff.
Spannend fand ich ihren Weg zum Debüt-Roman und wie dieser vom Verlag auf den Markt gebracht wurde. Wenn ich das so höre kitzelt es in meinen Fingern, meine Romanidee weiter zu verfolgen.

Sketchnote

Meine Notizen zu Büchern nehmen immer mehr Gestalt an. Auch zur Lesung hat mein aktuelles Lese-Sketchnote-Buch mich begleitet. Die liebe Romy Fölck hat sich auf meinem Mini-Sketchnote verewigt. Ich war bei der Lesung so sehr auf das Zuhören fixiert, dass nicht viel gezeichnet wurde. Zu spannend waren die Geschichten von Romy Fölck.

Vorbereitung zur Lesung

Hörbuch Cover: Totenweg von Romy Fölck

Den Namen von Romy Fölck hatte ich seit ihrem Debüt: Totenweg schon häufiger bei Bloggern gelesen. Ich hatte mit dem ersten Buch auch schon häufig geliebäugelt, aber dann trudelten wieder ganz viele spannende Rezensionsexemplare bei mir ein. So habe ich das Buch immer weiter vor mich her geschoben. Dann bekam ich von der Büchergalerie die Email mit der Einladung zur Lesung von Romy Fölck zu Bluthaus. Damit war mein Schicksal besiegelt. Ich habe sofort Tickets für mich und die Mädels gekauft und mir das Hörbuch von meinem Abo geholt. Etwa eine Woche begleitete mich „Totenweg“ auf dem Weg zur Arbeit und zurück.

Kurzrezension zu Totenweg

Der Stimme von Michael Mendl kann man Stunden lang zuhören. Mein Arbeitsweg geht 35 km über Land. Also genug Zeit, um jeden Tag über eine Stunde dem Hörbuch zu lauschen. So vergeht die Zeit wie im Fluge und schneller als gedacht bin ich abends wieder zu Hause.

Die Protagonistin Frida Paulsen ist in der Elbmarsch auf einem Apfelhof aufgewachsen. Ihr schicksalhafter Weg hat sie zur Polizei geführt. Man muss sie einfach gern haben. Ihr indirekter Partner ist ein alt eingesessener Kriminalkommissar der Mordkommission aus Itzehoe. Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen bilden ein ungleiches Paar. Ich habe die zwei lieb gewonnen und bin gespannt auf weitere Fälle in der Elbmarsch.

Nach der Lesung

Hörbuch Cover: Bluthaus von Romy Fölck

Zog direkt das zweite Buch als Hörbuch bei mir ein. Ein paar Szenen kannte ich ja schon von der Lesung und war gespannt auf die weitere Entwicklung in dem Fall.

Romy Fölck mag es „Kalte Fälle“ wieder aufzurollen. Und so geht es auch in dem zweiten Roman der Elbmarsch-Krimi Reihe um Frida Paulsen um einen alten Fall.

Kurzrezension zu Bluthaus

Das Buch startet mit den Ereignissen von 1997. So wurde mein Interesse sofort geweckt. Was passierte da oben an der Küste in dem Reetdachhaus vor über 20 Jahren? Schon bei der Lesung hatte ich mir so meine Gedanken gemacht. Während ich dem Hörbuch lauschte konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ich finde das ist beim Hörbuch anders als bei einem Buch. Klar mache ich mir beim Lesen mein eigenes Bild zur Geschichte und habe einen ganz genauen Schauplatz vor Augen. Doch bei einem Hörbuch finde ich das ganze noch intensiver. Denn der Sprecher vermittelt mit seiner Stimmlage schon eine ganz bestimmte Stimmung, die sich dann in meinem Kopf weiter spinnen kann. Den letzten Abschnitt vom Bluthaus habe ich bei einem Waldspaziergang gehört. Ich verließ das Haus bei mäßigem Wetter, in der Hoffnung auf einen trockenen Spaziergang. Die Schuhe habe ich extra für den matschigen Waldboden gewählt. Schon nach der Hälfte des Weges verließ mich mein Wetterglück. Es gab nun zwei Optionen: Umdrehen und wieder ins warme Wohnzimmer kriechen oder einfach weiter der Stimme von Michael Mendl lauschen und weiter gehen. Ich habe mich für weitergehen entschieden. Den Ton etwas lauter gestellt, damit er sich über die Regentropfen auf meiner Kapuze hinwegsetzen konnte.

Ich habe das Hörbuch genossen. Die Geschichte um Frida Paulsen ist spannend erzählt. Und durch die Zeitsprünge wird der Spannungsbogen immer weiter aufgebaut. Ich musste an einigen Stellen immer wieder schmunzeln, denn ich kombinierte die Geschichte mit den Erzählungen der Autorin zu ihrer Recherche. So werde ich das Hochhaus der Polizei wohl nie vergessen.

Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den 3. Teil der Elbmarsch-Krimis von Romy Fölck und bin gespannt, wie und ob Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn weiter zusammen ermitteln werden.

Von mir gibt es für beide Bücher eine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung. Die Hörbücher sind zwar leider gekürzt, aber ich finde das schadet dem Vergnügen in diesem Fall nichts. Die beiden Bücher sind in sich abgeschlossene Fälle, ich persönlich würde aber empfehlen die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, weil dann das Verständnis und Vergnügen im zweiten Buch einfach besser ist.

Lesung mit Krischan Koch in Steinfeld

Mordseekrabben

©Audible

Über den Autor Krischan Koch bin ich bei der Recherche zu meinem Artikel über Regionalkrimis aus Norddeutschland gestoßen. Daraufhin habe ich mir direkt Mordseekrabben als Hörbuch gekauft. Das Buch wird von Bjarne Mädel gelesen. Ich finde er ist für einen Krimi aus Norddeutschland geradezu prädestiniert. In Etappen habe ich das Buch gehört und war von den überspitzen Norddeutschen Charakteren sofort fasziniert. Da werden Heimatgefühle bei mir wach. Mordseekrabben ist der zweite Band um den Dorfpolizisten Thies Detlefsen. Ich konnte der Geschichte auch ohne Vorwissen gut folgen.

Als dann von der Büchergalerie in Lohne die Einladung zur Lesung mit Krischan Koch kam, war ich sofort Feuer und Flamme.

Lesung im Friseursalon

Am 28. Januar 2019 bin ich von der Arbeit direkt nach Steinfeld gefahren. Auf dem Weg habe ich noch eben eine lesebegeisterte Freundin eingesammelt. Wir beide waren ganz gespannt, wie viele Leute wohl im „Salon Böckmann“ Platz finden würden. Für die Lesung waren fast alle bequemen Friseurstühle aus dem Salon entfernt worden. Für die Gäste wurden im ganzen Raum Klappstühle bereit gestellt. Ich denke es fanden etwa 50 Leute platz im Salon. Wir haben uns seitlich einen Platz direkt hinter den Haarwaschbecken gesucht. So hatten wir einen perfekten Blick auf Krischan Koch. Leider habe ich meine Kamera mal wieder zu Hause vergessen. Deshalb gibt es nur ein etwas unscharfes Bild vom Autor für euch. Ich brauche dringend ein besseres Smartphone, meins hat einfach keine gute Kamera.

Neben dem Lesepult konnten wir uns die Bücher von Krischan Koch anschauen. Viel zu viele Bücher die ich noch nicht gelesen habe und die ganz laut nach mir rufen.

Krischan Koch entführte mich direkt wieder nach Fredenbüll in den Salon Alexandra. Bei dem Ort muss ich immer wieder an meine Heimat denken. Ich bin vor gut 37 Jahren in Tetenbüll geboren. Ein Ort, der in unmittelbarer Nähe zu Fredenbüll liegen könnte. Für den ersten Leseabschnitt hatte der Autor passend zur Location eine Szene aus dem Roman „Dreimal tote Tante“ (Thies Detlefsen 4) gewählt. Oder besser gesagt, die Location wurde wegen der Szene aus gewählt. Bei der Geschichte wurden bei mir direkt die Lachmuskeln aktiviert. Man darf die Dialoge einfach nicht zu ernst nehmen. Ich finde es sehr amüsant, wie passend Krischan Koch die Nordfriesen trifft. Viele Marotten sind natürlich sehr überspitzt, aber das macht für mich den Lese- und Hörgenuss erst aus.

Weiter ging es dann mit dem aktuellen Küsten- Krimi „Pannfisch für den Paten“. Bei den Windmühlen auf dem Cover musste ich direkt an das erste Windrad in Husum denken. Man waren das damals Diskussionen und dann der erste Mini-Windpark in Uelvesbüll. Bei gutem Wetter und wenig Laub an den Bäumen kann man so eben am Horizont von meinem Elternhaus die Flügel sehen. An die Bedenken meiner Mutter musste ich denken, als es auch im Roman in Fredenbüll heiß herging über den Bau von Windkraftanlagen.

Ich liebe Krimis aus meiner Heimat. Es ist für mich immer eine kleine Reise in meine Kindheit, die ich sehr genossen habe. Während der Lesung habe ich fleißig zugehört und ein paar Eindrücke zeichnerisch zu Papier gebracht. In einer kurzen Pause konnte ich Krischan Koch um ein Autogramm bitten. Er ließ es sich nicht nehmen und zeichnete ein wenig in die linke Ecke von meinem Notizbuch und machte somit mein Sketchnote komplett.

Für mich war es ein toller Abend im „Salon Böckmann“ in Steinfeld. Die Location für eine Lesung war einfach klasse. Ich bin gespannt, wohin mich die nächste Lesung der Büchergalerie Lohne führt. Auf dem Plan für mich und meine Lesefreunde steht Romy Fölck im März.

Bücher von Krischan Koch

Thies Detlefsen Reihe:
– Rote Grütze mit Schuss
– Mordseekrabben
– Rollmopskommando
– Dreimal tote Tante
– Pannfisch für den Paten
Weitere Romane:
– Flucht übers Watt
– Backfischalarm

Rezension: Mensch Rüdiger von Sven Stricker

Am 30.05.2018 war ich mit zwei Freundinnen auf der Lesung von Sven Stricker in Lüsche. Die Büchergalerie in Lohne hatte mal wieder eine Lesung mit Drei-Gänge-Menü geplant. Da mussten wir einfach hin. Den Autor und sein Buch kannten wir nicht. Aber das hielt uns nicht davon ab uns schnell Karten zu kaufen. Wir wurden nicht enttäuscht. Sven Stricker muss man einfach mal live erlebt haben. Von Anfang an hing ich Wort wörtlich an seinen Lippen. Die Protagonisten bekamen jeder ihre ganz eigene Stimme und so wurde die Lesung auch zu einem Hörerlebnis.

Mensch, Rüdiger!

von Sven Stricker

Lesung: Sven Stricker: Mensch, Rüdiger!

Verlag:  rororo

erschienen am: 18.08.2017

416 Seiten

ISBN:  978-3-499-29078-7

Format: Taschenbuch und Ebook

erhältlich bei Amazon*

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Inhalt

„Man muss auch mal loslassen können.

Rüdiger ist Lehrer. Verheiratet, Cordhose, zwei Kinder. Für den Rest der Welt ist er nahezu unsichtbar. An seinem vierzigstem Geburtstag, mitten im Unterricht, merkt er, dass er sein bisheriges Leben nicht mehr erträgt. Er steht auf und geht.

Tom hatte vor Jahren einen Bestseller. Danach: Schreibblockade, Lebensblockade. Jetzt er im Supermarkt an der Kasse, von Ohnmachtsanfällen heimgesucht, und hilft biologisch verteuerter Landwurst übers Laufband. Bis es auch ihm reicht.

Rüdiger und Tom treffen sich auf einer Talbrücke. Beide wollen die Welt hinter sich lassen. Am Ende aber beschließen sie: Fünf Tage lang werden sie testen, ob das Leben nicht vielleicht doch noch lebenswert ist.“ (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Das Cover ist mal ganz anderes: Blauer Hintergrund, weiße Schrift für den Autor und schwarze Schrift für den Titel. Eine Figur steckt symbolisch den Kopf in den sprichwörtlichen Sand. Passend dazu ist auch ein Strauß zu sehen, der das ja bekanntlich macht. Eine Tasche, ein Hut und ein offenes Buch komplementieren das Bild. Ich kann jetzt nicht sagen, dass mir das Cover gefällt, aber auch nicht das Gegenteil. Es ist halt einfach ganz schlicht und passt zur Geschichte.

Ich habe das Buch an einem Wochenende auf Eiderstedt gelesen. Irgendwie passend zum Autor, denn der wurde unweit von meinem Leseort in Tönning geboren. Auf dem Foto kannst du übrigens den Blick von der Haustür meiner Eltern ins Nichts sehen. Einfach schön und erholsam, wenn nicht in unregelmäßigen Abständen ein Auto vorbei rasen würde. So jwd darf man mit 100 km/h an der Landschaft vorbei rasen. Aber zurück zum Buch.

Die Protagonisten Rüdiger und Tom werden sehr überspitzt dargestellt. Beim Lesen möchte ich den Beiden einfach nur in den Hintern treten. So leblos und tatenlos kann man doch einfach nicht sein. Aber genau diese Charakterzüge machen die Zwei erst so richtig amüsant und unterhaltsam. Rüdiger lebt so vor sich hin, ohne jemals eine Entscheidung zu treffen. So ist es mehr als verwunderlich, dass er sowohl Frau als auch Kinder hat. Tom hat sich in sein Unglück gefügt. Mit dem magischen Alter von Vierzigjahren verlassen sie plötzlich ihren gewohnten Trott und treffen sich zufällig auf der Talbrücke. Die Szene muss man einfach lesen. Für mich das absolute Highlight des Buches.

Das Buch ist in drei Teile, man könnte es auch Akte nennen, aufgeteilt. Die Geschichte wird abwechselnd in der 3. Person von Rüdiger und Tom erzählt. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven wird die Spannung aufrecht erhalten. Das Buch kann man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit lesen. Denn an einigen Stellen muss man einfach plötzlich laut loslachen. Das kommt nicht unbedingt überall gut an.

Die Dialoge der Protagonisten sind ein besonderes Schmankerl. Kurz und knapp der eine, der andere hingegen findet keinen Punkt. Dies mit der Stimme des Autors im Kopf führt immer wieder zu einem Schmunzeln im Gesicht. Ich kann mir besonders bei den ersten Dialogen Rüdiger und Tom genau vorstellen, wie sie da auf der Brücke sitzen und verzweifelt versuchen eine Entscheidung zu treffen.

Es ist ein Buch zum Lachen und Kopfschütteln.

Widmung und Eintrittskarte: Sven Stricker

Books on Monday – Thomas Krüger

Am Wochenende war schon wieder so viel los, dass ich meinen Beitrag für Sonntag ganz vergessen habe. Dafür dann aber heute wieder wie gewohnt ein tolle Buch. Wer etwas zum Schmunzeln sucht und dem deutschen Kriminalroman nicht abgeneigt ist, liegt mit diesem Buch genau richtig.

DSCN2855Ende letzten Jahres fragte mich eine Freundin, ob ich Lust hätte auf ein Dinner mit Krimilesung. Da musste ich nicht lange überlegen, sondern habe sofort zugesagt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich weder wie der Autor heißt, noch aus welchem Buch er lesen würde. Aber Dinner mit Lesung hat für meine Zusage gereicht.

Im Januar war es dann endlich soweit. Ich hatte schon wieder vergessen wer liest und bin voller Vorfreude auf Roman und Essen nach Lohne gefahren.

Das Essen war der Hammer und das Buch …… konnte ich leider erst im Urlaub lesen, aber das Warten hat sich gelohnt.

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Erwin, Mord & Ente – Thomas Krüger

Roman

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 304

Verlag: Heyne Verlag

Zum Inhalt (Quelle: Klappentext des Taschenbuchs)

Erwin Düsedieker lebt in der alten Polizeiwache von Versloh-Bramschebeck. Er liebt es, in Gummistiefeln, Trainigshose und Parka über Äcker und Wiesen zu streifen – mit Lothar, seiner treuen Ermittlungsente. Seine Unfähigkeit, sich auszudrücken, sein skuriler Habitus, seine Marotten verbergen eine Person mit vielen Facetten.

So hat er sich im Wintergarten eine Bibliothek zusammengestellt, von der niemand im Ort etwas weiß oder ahnt. Dort liest er, sitzt stundenlang in seiner großen, goldenen Badewanne neben den Bücherregalen und lebt in den Bildern, die Lektüre und Zwiegespräche mit der Ente in ihm hervorrufen.

Dass er, der schwerfällige Sohn des ehemaligen Dorfpolizisten Friedhelm Düsedieker, eines Tages einen echten Kriminalfall lösen muss, hätte er nie erwartet.

Doch dann werden am Waldrand nah dem benachbarten Hof des Schweinezüchters Jasper Thiesbrummel die Knochen einer jungen Frau gefunden.

Erwin und Lothar haben ihren ersten Fall.

Zur Autor:  (Quelle: Klappentext des Taschenbuchs)

Thomas Krüger, geboren 1962 in Ostwestfalen, ist Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Jo Raketen-Po) und zahllosen Sonetten – u.a. an Donald Duck. Mit Erwin, Mord & Ente legt er seinen ersten Krimi vor. Er lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach bei Köln.

Meine Meinung:

Am 20.01.15 durfte ich den Autor Thomas Krüger bei der Lesung mit Dinner in Lohne kennenlernen. Wie schon erwähnt, hatte ich vorher nichts von ihm gehört oder gelesen und wurde von seiner Art vorzulesen direkt in den Bann gezogen.

Die Hauptperson Erwin Düsedieker ist nach meiner Meinung ein Intelligenter Man mit sozialer Inkompetenz. Von Kindesbeinen an wird er vom ganze Dorf gehänselt, insbesondere von seinem Vater. So wird Erwin eher als Dorfdepp behandelt und von allen unterschätzt.

Als Knochenfunde in Versloh-Bramschebeck auftauchen fängt Erwin im Hintergrund gemeinsam mit Lothar, seiner Laufente, an zu ermitteln. Weitere Details zum Inhalt möchte ich nicht vorweg nehmen. Es sei nur schon so viel gesagt, die Lösung lässt wirklich bis zu den letzten Seiten auf sich warten.

Der Kriminalroman besitzt einen gelungenen Spannungsbogen. Die Namen der Orte und Personen sind anfangs gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich eingelesen hat unterstützen die Namen nur den westfälischen Humor.

Sehr amüsant finde ich die Unterhaltungen von Arno und Erwin im westfälischen Dialekt. Da muss man einfach schmunzeln und ist gewillt laut mit zu lesen.

Ich bin schon gespannt auf das zweite Buch mit Erwin und Lothar, ich musste meinen Vorsatz bei der Lesung nur ein Buch zu kaufen brechen und habe gleich beide mit genommen.

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Nächste Woche Montag folgt also der zweite Teil.