Rezension: Kalte See von Hendrik Berg

Kalte See

von Hendrik Berg

Kalte See von Hendrik Berg Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover verströmt ein düsteres Bild. Ein Leuchtturm ragt aus den Dünen hervor. Das Wasser läuft langsam an den Strand, der voller Strandkörbe steht. Ein paar Möwen fliegen am letzten hellen Fleck des Himmels bevor alles dunkel zu werden scheint.

Für Theo Krumme ist es der 5. Fall. Für mich ist es der dritte, da ich die ersten zwei Bücher bisher noch nicht gelesen habe. Diesmal verschlägt es den Husumer Kriminalkommissar mit seiner Kollegin Pat Reichel auf die Insel Föhr.

Bei der Fahrt mit der MS Schleswig Holstein von Dagebüll nach Wyk wird bei mir Sehnsucht geweckt. Zu gerne wäre ich mit den Ermittlern auf die Nordsee Insel gefahren. Hendrik Berg beschreibt die Überfahrt sehr schön. Auch die Begrüßung der Beamten auf der Insel kann ich mir bildlich vor Augen führen. Nicht nur kommen die zwei vom Festland, das ja so weit weg ist. Nein, der Kommissar ist auch noch ein Zugezogener aus der Großstadt Berlin. Da ist Skepsis bei der hiesigen Inselpolizei natürlich vorprogrammiert. Ich mag diese Klischees, sie sind ein fester Bestandteil meiner Kindheit.

Mit kurzen Blenden in die Vergangenheit habe ich als Leser geringfügig mehr Ahnung als die Ermittler vor Ort. So weiß ich ziemlich schnell, dass ein Serienkiller an Urlaubsorten sein Unwesen treibt. Durch die Sprünge in der Zeit wird die Spannung gut aufgebaut. Als Leser möchte ich wissen, wie die Ermittler zu meiner Erkenntnis kommen. Die Mordszenen werden detailliert beschrieben. Man kann nahezu die Panik in den Augen der Opfer erkennen. So wird das Grauen vor dem Serienkiller noch unterstützt.

Theo Krumme und Pat waren mir sofort wieder vertraut. Ich finde die zwei zusammen ein kauziges Ermittlerduo. Der Hauptkommissar wird immer mehr zu einem richtigen Nordfriesen und seine junge Kollegin ist der neumodische Gegenpart dazu. Das Privatleben von Krumme kommt diesmal auch nicht zu kurz. Ich musste beim Lesen immer wieder daran denken, wie wichtig doch Kommunikation ist. Die besten Szenen des Lebens entstehen, wenn Kommunikation einfach nicht vorhanden ist. Ich finde es immer wieder amüsant. Als Leser habe ich das Gefühl eingreifen zu müssen. Doch als Außenstehender sind mir die Hände gebunden. Ich muss akzeptieren, dass manche Menschen einfach nicht miteinander reden.

Für mich war es ein unterhaltsamer Krimi, der meine Sehnsucht nach der Heimat für einen Moment gestillt hat. Es ist ein schöner Nordseekrimi, den man gut am Strand lesen kann. Durch die passende Geräuschkulisse kann der Gruselfaktor an der ein oder anderen Stelle bestimmt unterstützt werden. Ich habe den Kriminalroman verschlungen und bin gespannt auf den nächsten Fall von Theo Krumme.

Inhalt

Mitten in der Hochsaison wird auf der Insel Föhr die Leiche einer jungen Frau am Strand entdeckt. Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat ermitteln diskret, um keine Panik aufkommen zu lassen. Doch schnell erhärtet sich der Verdacht, dass sie einem grausamen Serienkiller auf der Spur sind, der schon in anderen Teilen Deutschlands gemordet und nun den Weg auf die beschauliche Insel gefunden hat. Als die Presse davon Wind bekommt, gerät der Kommissar unter Druck. Wenig hilfreich scheint da zunächst das überraschende Auftauchen von Krummes Freund Harke, der zur Lösung des Falls auf seine ganz eigene, unkonventionelle Art beitragen möchte …

(Quelle: Random House GmbH)

Details zum Buch

Kalte See von Hendrik Berg Ebook

Kalte See

von Hendrik Berg

Kriminalroman
Verlag: Goldmann Verlag
erschienen am: 18. März 2019
ISBN eBook: 978-3-641-24401-9
ISBN Taschenbuch: 978-3-442-48893-3
Seiten: 352

Rezensionsexemplar

Ein Fall für Theo Krumme

  1. Deichmörder – liegt auf dem SUB
  2. Lügengrab – liegt auf dem SUB
  3. Küstenfluch – Meine Rezension
  4. Schwarzes Watt – Meine Rezension
  5. Kalte See – Du bist hier

Rezension: Lazarus von Lars Kepler

Lazarus

von Lars Kepler

Warum lautet der Titel Lazarus? Was hat es damit auf sich? Ich habe da so eine Ahnung. Im Johannesevangelium von Jesus gibt es Lazarus von Bethanien, der der Legende nach von den Toten auferweckt wurde. Das passt zum Klappentext des Buches.

Meine Meinung

Das Cover ist so gar nicht meins, auch wenn ich die Kombination von schwarz und blau ansprechend finde. Aber die Schlange hinter dem Titel lässt mich an ganz andere Dinge denken, als an einen spannenden Krimi. Erst die Lesung von Lars Kepler in Hamburg hat mich von dem Buch überzeugt.

Das Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen. Der Schwedenkrimi war in sieben rasante Leseabschnitte geteilt. Schneller als ich gucken konnte war ich mit dem Buch fertig. Es ist Spannung Pur, doch Achtung: es ist nichts für schwache nerven. Lars Kepler sparen in ihrem siebten Roman um den Ermittler Joona Linna nicht mit Gewaltszenen. Wer damit nicht klar kommt, sollte besser die Finger von dem Buch lassen. Für alle anderen ist es ein super spannender Roman, der im Prinzip mehr ein Psychothriller ist, als ein klassischer Schwedenkrimi.

Der Schreibstil des schwedischen Autorenduos sorgt für einen rasanten „Page-Turner“. Die Geschichte wird nicht im klassischen Stil erzählt, sondern man ist aktuell im Geschehen durch die Benutzung des Präsenz. Beim Lesen hatte ich das Gefühl direkt mit den Ermittlern auf der Spur des Serienkillers zu sein. Die Beschreibungen der Szenen sind sehr realistisch und als Leser hat man das Gefühl, die Opfer direkt vor sich zu sehen. Wie ein Foto liegt das erste Opfer im Roman vor mir. Es fehlte mir nur der passende Geruch in der Nase. Ich musste bis zum Ende hin immer wieder hoffen und bangen. Und so flogen die Seiten nur so an mir vorbei.

Ich empfehle den Roman gerne weiter. Wer spannende Bücher liebt macht mit Lazarus nichts verkehrt. Aber Achtung: es wird mit gewalttätigen Szenen nicht gesparrt. Du brauchst beim Lesen starke Nerven.

Inhalt

„Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joona Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …“ (Quelle: Lübbe)

Details zum Buch

Lazarus

von Lars Kepler

Kriminalroman
Formate: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch
Seiten: 637
erschienen am: 28.02.2019
Verlag: Bastei Lübbe Verlag

Rezensionsexemplar

Rezension: Kälter als die Angst von Christine Drews

#KälterAlsDieAngst #NetGalleyDE

Kälter als die Angst

von Christine Drews

Sketchnote zum Kriminalroman von Christine Drews "Kälter als die Angst"

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine Straßenzeile an dessen Ende man einen Kirchturm sehen kann. Der Himmel ist grau gehalten und von Rissen durchzogen.

Der Roman enthält in kleinen Abschnitten ein weiteres Buch. Als ich nach den ersten Kapitel das Wort „Vorwort“ lass, staunte ich nicht schlecht und musste erst mal vor uns zurück blättern. Kurz hatte ich das Gefühl etwas verpasst zu haben. Aber es hatte alles seine Richtigkeit. Es gibt ein Buch im Buch und zwar von Till Brönne, der als Mörder bekannt ist und nach seiner Haftentlassung sich mit Gewaltprävention beschäftigt. Die kleinen Ausflüge in das Buch von Herrn Brönne fand ich spannend.

„Kälter als die Angst“ ist der 5. Fall für das Ermittler Duo Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. (1. Fall: Schattenfreundin, 2. Fall: Phönixkinder, 3. Fall: Tod nach Schulschluss, 4. Fall: Denn mir entkommst du nicht) Für mich ist es der erste Band der Reihe. Der Roman ist in sich abgeschlossen und kann nach meinem Empfinden ohne Vorwissen gelesen werden. Ein Charakter aus Schattenfreundin taucht hier zwar auf, und es wird auch auf den Fall hingewiesen, aber das nötige Wissen, um alles zu verstehen wird direkt mitgeliefert.

Ich fand den Roman spannend geschrieben. Die tiefen Einblicke in die Psychologie des Täters fand ich faszinierend. Da steckt viel Recherche und Wissen drin. Für mich macht dieser Roman Lust auf mehr. Er hat neugierig gemacht auf das Erlebnis von Kathrin im Roman „Schattenfreundin“ auch wenn ich das Ende jetzt inzwischen schon kenne. Aber ich bin gespannt auf den Weg bis zum Ziel

Nach „Killerjagd“ ist dies der zweite Roman von Christine Drews, den ich gelesen habe. Beide haben mich auf ganz unterschiedliche Weise angesprochen. Während „Killerjagd“ ein Thriller ist, der vor Spannung und Nervenkitzel trotzt ist „Kälter als die Angst“ ein gelungener Kriminalroman mit seinen charakterstarken Ermittlern.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich hoffe ich finde die Zeit, um den ein oder anderen Vorgänger noch zu lesen.

Inhalt

„Carla Delbrück wurde grausam ermordet. Zunächst sieht alles nach einer Beziehungstat aus, auch wenn ihr Ehemann jegliche Schuld leugnet. Tatsächlich bekam die Tote anonyme Drohbriefe, die in Zusammenhang mit einer angeblich längst aufgeklärten Bluttat stehen. Wurde Carla Delbrück Opfer eines Nachahmungstäters? Oder wusste sie mehr über den Mord von damals? Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln – ohne zu ahnen, dass sie einen ruchlosen Killer jagen, der sich gerade erst warm läuft …“ (Quelle: https://christinedrews.de)

Details zum Buch

Kälter als die Angst

von Christine Drews

Kriminalroman
Formate: Taschenbuch, Ebook
Seiten: 303
erschienen am: 21.12.2018
Verlag: Bastei Lübbe

Rezensionsexemplar

Mehr von Christine Drews

Rezension: Ostseeangast von Eva Almstädt

Ostseeangst

von Eva Almstädt

Ostseeangst habe ich im Rahmen einer Leserunde der Lesejury von Bastei Lübbe verschlungen. Beim Lesen habe ich versucht, ein paar Details zeichnerisch fest zu halten. Kannst du auf dem Sketchnote die Elemente des Klappentextes erkennen? Damit startet jedes meiner Sketchnotes, um nicht mehr zu Spoilern, als der Klappentext bereit ist zu offenbaren. Die weiteren Elemente erschließen sich nur beim Lesen. Also viel Spaß mit dem Kriminalroman.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und Eva Almstädt für das Rezensionsexemplar.

Meine Meinung

Das Cover passt gut zur Reihe um die Kriminalkommissarin Pia Korittki. Vom Weg aus schaut man auf ein altes Bauernhaus. Hinter dem Haus kann man Wasser erahnen. Der Himmel zieht sich dunkel über dem Gehöft zusammen. Ein passendes Krimi Cover, dass gut zur Geschichte passt.

Für mich war es inzwischen der 3. Fall von Pia Korittki. Insgesamt ist es aber schon der 14. Ostsee Kriminalroman mit der Kommissarin Korittki. Das Buch hat eine in sich abgeschlossene Geschichte und auch ohne Vorwissen kann man der Geschichte folgen. Auch das private Umfeld der Ermittlerin wird ausreichend erklärt, um dem Verlauf folgen zu können. Alle nötigen Informationen werden erwähnt.

Ich war mit den ersten Seiten wieder direkt im Geschehen. Der Klappentext verspricht nicht zu viel. So fängt die Geschichte direkt mit dem Fund des abgetrennten Unterarms an. Von da an wurde ich gefesselt und zum Ermitteln verführt. Ich habe versucht den Täter zu finden. Doch Eva Almstädt hat gekonnt in alle Richtungen gestreut, so dass mir seit langem mal wieder bis zum Schluss der Täter verborgen blieb.

Ich liebe Krimis, bei denen ich selber mit rätseln darf und meine Vermutungen im Laufe des Geschehen immer wieder angepasst werden müssen. Die Spannung wird so immer weiter aufgebaut. So fiel es mir sehr schwer, zwischendurch mal den Roman zur Seite zu legen.

Eva Almstädt versteht es mit ihrem Schreibstil mich als Leser zu fesseln und zum weiterlesen zu animieren. Die kurz gehaltenen Kapitel sorgen für weiteren Ansporn. Abend im Bett hieß es dann: Ein Kapitel geht noch. Daraus wurden dann meistens mehr. Ich wollte einfach wissen wie es weitere geht und konnte nicht einfach mitten in einem Einsatz die Augen schließen.

Ich empfehle das Buch gerne an alle Krimifans weiter. Das Ermittler Team um Pia Korittki ist einfach zum Gernhaben. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall. Ich freue mich schon. In der Zwischenzeit greife ich mal auf ältere Fälle zurück. Mir fehlen ja noch ein paar Bände der Krimi-Reihe.

Inhalt

„Während eines Ausflugs finden Jugendliche eine menschliche Hand. Die Lübecker Mordkommission ermittelt. In der folgenden Nacht verschwindet die Gruppenleiterin aus der Jugendherberge spurlos. Bei der Suche wird in einem nahe gelegenen Stall ein abgetrennter Unterarm gefunden, doch er gehört nicht zu der verbrannten Hand. Zur gleichen Zeit gerät Kommissarin Pia Korittkis Leben nach dem Tod ihres Freundes immer mehr aus den Fugen. Als ein Konflikt mit Kollegen eskaliert, rät Pias Vorgesetzter ihr zu einer Auszeit. Aber dann bergen Taucher in einem See weitere Leichenteile …“ (Quelle: Bastei Lübbe)

Details zum Buch

Ostseeangst

von Eva Almstädt

14. Fall für Pia Korittki
Kriminalroman
Formate: Taschenbuch, Ebook, Hörbuch
erschienen am: 29.03.2019
Verlag: Bastei Lübbe

Rezensionsexemplar

Mehr von Eva Almstädt

Lesung: Romy Fölck

Krimi findet InnenStadt

hieß die Einladung zur Lesung von der Büchergalerie in Lohne. Am 07. März bin ich mit meinen Mädels zur Lesung von „Bluthaus“ nach Lohne gefahren. Zur Einstimmung auf die Lesung mit Romy Fölck habe ich mir ihren ersten Roman „Totenweg“ angehört. Meine beiden Begleiterinnen hatten von Romy Fölck noch nichts gelesen. Gespannt trafen wir in Overmeyers Clubhaus ein. Da ich so lange arbeiten musste, kamen wir erst kurz vor Start an. So mussten wir die letzten Plätze nehmen, denn die Lesung war ausverkauft. Wir saßen direkt seitlich vom Rednerpodest an der Wärmequelle, so hatten wir einen guten Blick auf Romy Fölck bei der Lesung.

Ich war von der Autorin sofort fasziniert. Sie kam sehr sympathisch rüber und plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen. Zwischen den einzelnen Szenen aus dem Buch lieferte sie Informationen aus ihrem Privat- und Autorenleben. Der Geburtsort von ihrem Vater ließ mich schmunzeln. Ich bin zwar Kind eines Krabbenfischers, aber dann doch lieber zu Hause geboren worden und nicht auf dem Schiff.
Spannend fand ich ihren Weg zum Debüt-Roman und wie dieser vom Verlag auf den Markt gebracht wurde. Wenn ich das so höre kitzelt es in meinen Fingern, meine Romanidee weiter zu verfolgen.

Sketchnote

Meine Notizen zu Büchern nehmen immer mehr Gestalt an. Auch zur Lesung hat mein aktuelles Lese-Sketchnote-Buch mich begleitet. Die liebe Romy Fölck hat sich auf meinem Mini-Sketchnote verewigt. Ich war bei der Lesung so sehr auf das Zuhören fixiert, dass nicht viel gezeichnet wurde. Zu spannend waren die Geschichten von Romy Fölck.

Vorbereitung zur Lesung

Hörbuch Cover: Totenweg von Romy Fölck

Den Namen von Romy Fölck hatte ich seit ihrem Debüt: Totenweg schon häufiger bei Bloggern gelesen. Ich hatte mit dem ersten Buch auch schon häufig geliebäugelt, aber dann trudelten wieder ganz viele spannende Rezensionsexemplare bei mir ein. So habe ich das Buch immer weiter vor mich her geschoben. Dann bekam ich von der Büchergalerie die Email mit der Einladung zur Lesung von Romy Fölck zu Bluthaus. Damit war mein Schicksal besiegelt. Ich habe sofort Tickets für mich und die Mädels gekauft und mir das Hörbuch von meinem Abo geholt. Etwa eine Woche begleitete mich „Totenweg“ auf dem Weg zur Arbeit und zurück.

Kurzrezension zu Totenweg

Der Stimme von Michael Mendl kann man Stunden lang zuhören. Mein Arbeitsweg geht 35 km über Land. Also genug Zeit, um jeden Tag über eine Stunde dem Hörbuch zu lauschen. So vergeht die Zeit wie im Fluge und schneller als gedacht bin ich abends wieder zu Hause.

Die Protagonistin Frida Paulsen ist in der Elbmarsch auf einem Apfelhof aufgewachsen. Ihr schicksalhafter Weg hat sie zur Polizei geführt. Man muss sie einfach gern haben. Ihr indirekter Partner ist ein alt eingesessener Kriminalkommissar der Mordkommission aus Itzehoe. Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen bilden ein ungleiches Paar. Ich habe die zwei lieb gewonnen und bin gespannt auf weitere Fälle in der Elbmarsch.

Nach der Lesung

Hörbuch Cover: Bluthaus von Romy Fölck

Zog direkt das zweite Buch als Hörbuch bei mir ein. Ein paar Szenen kannte ich ja schon von der Lesung und war gespannt auf die weitere Entwicklung in dem Fall.

Romy Fölck mag es „Kalte Fälle“ wieder aufzurollen. Und so geht es auch in dem zweiten Roman der Elbmarsch-Krimi Reihe um Frida Paulsen um einen alten Fall.

Kurzrezension zu Bluthaus

Das Buch startet mit den Ereignissen von 1997. So wurde mein Interesse sofort geweckt. Was passierte da oben an der Küste in dem Reetdachhaus vor über 20 Jahren? Schon bei der Lesung hatte ich mir so meine Gedanken gemacht. Während ich dem Hörbuch lauschte konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ich finde das ist beim Hörbuch anders als bei einem Buch. Klar mache ich mir beim Lesen mein eigenes Bild zur Geschichte und habe einen ganz genauen Schauplatz vor Augen. Doch bei einem Hörbuch finde ich das ganze noch intensiver. Denn der Sprecher vermittelt mit seiner Stimmlage schon eine ganz bestimmte Stimmung, die sich dann in meinem Kopf weiter spinnen kann. Den letzten Abschnitt vom Bluthaus habe ich bei einem Waldspaziergang gehört. Ich verließ das Haus bei mäßigem Wetter, in der Hoffnung auf einen trockenen Spaziergang. Die Schuhe habe ich extra für den matschigen Waldboden gewählt. Schon nach der Hälfte des Weges verließ mich mein Wetterglück. Es gab nun zwei Optionen: Umdrehen und wieder ins warme Wohnzimmer kriechen oder einfach weiter der Stimme von Michael Mendl lauschen und weiter gehen. Ich habe mich für weitergehen entschieden. Den Ton etwas lauter gestellt, damit er sich über die Regentropfen auf meiner Kapuze hinwegsetzen konnte.

Ich habe das Hörbuch genossen. Die Geschichte um Frida Paulsen ist spannend erzählt. Und durch die Zeitsprünge wird der Spannungsbogen immer weiter aufgebaut. Ich musste an einigen Stellen immer wieder schmunzeln, denn ich kombinierte die Geschichte mit den Erzählungen der Autorin zu ihrer Recherche. So werde ich das Hochhaus der Polizei wohl nie vergessen.

Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den 3. Teil der Elbmarsch-Krimis von Romy Fölck und bin gespannt, wie und ob Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn weiter zusammen ermitteln werden.

Von mir gibt es für beide Bücher eine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung. Die Hörbücher sind zwar leider gekürzt, aber ich finde das schadet dem Vergnügen in diesem Fall nichts. Die beiden Bücher sind in sich abgeschlossene Fälle, ich persönlich würde aber empfehlen die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, weil dann das Verständnis und Vergnügen im zweiten Buch einfach besser ist.

Rezension: Das falsche Grab von Kathleen Weise

Das falsche Grab

von Kathleen Weise

Ebook "Das falsche Grab" von Kathleen Weise mit kleinem Sketchnote zum Roman.

Meine Meinung

Das Cover verströmt eine schöne Stimmung. Zu sehen sind Bienenstöcke im Wald. Das Lichterspiel zwischen den Bäumen und Blättern sorgt für eine warme Atmosphäre. Ich finde das Cover ansprechend und die Bienen haben mein Interesse geweckt. Ich wollte wissen, was die Bienen in einem Kriminalroman zu suchen haben.

Seit mein Mann unter die Imker gegangen ist, werde ich von Bienen in Büchern angezogen. So wanderte auch dieses Buch in meinen Besitz. Das erwähnte Experiment aus dem Klappentext fand ich einfach spannend. Bienen als „Spürnasen“ einzusetzen, um Menschen bzw. Leichen zu finden. Von dieser Idee war ich begeistert und war gespannt auf die Umsetzung.

Die Geschichte startet ohne viel Vorspann direkt mit den Bienen. Der Protagonist Klaas Hansen ist mit ausgewählten Bienen aus seinem Volk auf der Suche nach Leichenteilen im Wald. Für mich war da schon klar, dass er nicht nur die absichtlich versteckten Proben finden wird. Uns so kam es natürlich auch. Die Spannung konnte sich für mich nicht richtig aufbauen. Es fehlte das gewisse etwas. Dennoch habe ich das Buch flüssig lesen können. Die Charaktere wurden gut heraus gearbeitet. So war mir Klaas Hansen sofort sympathisch mit seiner Art zu ermitteln. Ich bin gespannt, ob er auch einen zweiten Fall mit seinen Bienen lösen kann.

Für mich war die Idee super spannend nur leider nicht spannend genug umgesetzt. Für den zweiten Fall von Dr. Klaas Hansen ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Inhalt

„Der erste Fall für den Entomologen Dr. Klaas Hansen
Im Rahmen seiner Forschungsarbeit führt Dr. Klaas Hansen in einem Waldstück ein Experiment durch. Seine Bienen sind so konditioniert, dass sie Beweisstücke anhand von Gerüchen erkennen können – ähnlich wie Spürhunde. Während des Experiments finden die Sniffer Bees jedoch unerwartet einen Leichnam. Aber wer ist der unbekannte Tote und warum wurde er im Wald vergraben? Als die Presse von der Sache Wind bekommt, gerät Hansen unter Druck. Um seinen Job zu behalten, muss er nicht nur beweisen, dass das Bienenprojekt ein Erfolg ist, sondern auch der Polizei helfen, den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Als wäre das nicht schwierig genug, handelt er sich auch noch Ärger mit den Kollegen der örtlichen Polizeihundestaffel ein und begegnet einer geheimnisvollen Fremden, die der Geschichte um den Toten im Wald eine völlig neue Wendung gibt …“ (Quelle: Netgalley)

Details zum Buch

Das falsche Grab

von Kathleen Weise

Cosy Crime, Regiokrimi
Seiten: 296
Format: Ebook/ Taschenbuch
Verlag: Midnight Ullstein
erschienen: 01.10.2018

Rezensionsexemplar
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