Krimi Woche mit Eva Almstädt

Inzwischen ist die Krimi Woche schon fast vorbei. Doch auf der Zielgeraden habe ich noch zwei Autoren für euch. Als zweite darf ich euch heute Eva Almstädt vorstellen. Ihren Roman Ostseetod habe ich in den letzten Tagen verschlungen. Wenn ich es morgen neben der Krimi Woche noch schaffe meine Rezension zu schreiben findet ihr sie wie gewohnt in der Rubrik „Books on Monday“.

Eva hat sich meinen Fragen gestellt. Die Zusammenstellung der Fragen ist nahezu identisch mit den Fragen am Dienstag. Ich finde sie passen zu mir und meinem Blog und ich erfahre damit eine ganze Menge.

Autoreninterview mit Eva Almstädt

Ostseetod“

  • Liebe Eva, würdest du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?

Ich lebe und arbeite in Schleswig-Holstein, in einem Ort zwischen Hamburg und Lübeck, und ich schreibe unter meinem Pseudonym Eva Almstädt Kriminalromane, Kurzkrimis und Thriller.

  • Als Kind wollte ich unbedingt zu See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Der Wunsch, Bücher zu schreiben, war tatsächlich schon sehr früh da, aber ich wäre auch gern Archäologin geworden.

  • Wie bist du zum Schreiben gekommen?

So mit elf oder zwölf, als es mir nicht mehr ausreichte, zu lesen und Geschichten zu erzählen. Ich hatte eine Schulfreundin, die auch gerne schreibt. Wir haben unsere ersten Romane untereinander ausgetauscht.

  • Wo schreibst du deine Romane? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer: Zwei Wände voller Bücher, ein L-förmiger weißer Schreibtisch, eine 1,4 x 1,8 Meter große Korkpinnwand dahinter. Eine Wand ist komplett schwarz, mit einem schwarzen Sideboard davor, darauf ein Porträt von Maria Stuart. (Anmerkung: K.C. in der Email verrät Eva mir, dass der Platz momentan nicht fototauglich ist)

  • Ich bin jemand, der Texte erst mal mit Stift und Papier schreibt, bevor sie getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?

Ich schreibe beinahe ausschließlich am Computer. Nur für Skizzen der Schauplätze, Lagepläne und kurze Notizen nutze ich Stift und Block.

  • Mein Blog heißt „Kerstins Kartenwerkstatt“ ich zeige hier meine Karten und Rezensionen. Hast du außer dem Schreiben weitere kreative Seiten und magst du mir eventuell eine Karte basteln?

Ein lustiger Zufall, dass ich auch ab und zu 3-D Klappkarten bastele, wenn ich Theaterkarten o.ä. verschenke. Ich lege ein Foto einer dieser Karten bei. Ich zeichne und male auch gern, komme aber zurzeit nur noch im Urlaub dazu.

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  • Ich habe mich mal an einem Thriller versucht (so circa 50 Seiten) und dabei immer Joy Fielding im Kopf gehabt. Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Ich habe viele Autoren, die ich bewundere, aber ich versuche trotzdem, in meinen eigenen Stil zu schreiben. Ich finde zum Beispiel Stephen King wahnsinnig gut.

  • Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Reisen.

  • Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Welches davon liegt dir besonders am Herzen?

Ich habe zwölf Romane veröffentlicht. Mein Thriller „Dornteufel“ liegt mir besonders am Herzen. Das Thema hat mich wahnsinnig interessiert und ich habe für den Roman zwei Jahre lang recherchiert und daran geschrieben.

  • Deine Kriminalromane spielen alle in Schleswig- Holstein meist an der Ostseeküste. Ich bin in Tetenbüll an der Nordseeküste aufgewachsen. Und habe bei den ersten Zeilen von deinem Roman „Ostseetod“ ein bisschen Heimweh bekommen. Was hat dich zu diesem Roman inspiriert?

Ich bin im Nordosten Hamburgs aufgewachsen und die Ostsee mit ihrem Hinterland übt auf mich eine besondere Anziehungskraft aus. An einem Tag ist es hell, harmonisch und sonnig, am nächsten stürmisch, grau und deprimierend. Das trifft nicht nur auf die Landschaft und das Wetter zu, sondern oft auch auf die Charaktere der Menschen hier.

  • Dein Buch zur Krimi Woche „Ostseetod“ spielt an der Ostsee. Magst du es meinen Lesern mit 5 Sätzen schmackhaft machen?

Ostseetod handelt von den Ermittlungen der Lübecker Kriminalpolizei bezüglich zweier verschwundener Mädchen und eines Mordes. Es geht dabei um das Rätsel, wer der Dorfbewohner der Täter ist und wie es dazu kam. Mich interessiert die Psychologie, die dahintersteckt. Was bewegt einen ansonsten unauffälligen, sozial angepassten Menschen, ein Kind zu entführen oder einen Mord zu begehen? Und in jedem der Krimis geht es um die Entwicklung der Protagonistin Pia Korittki, die auch in ihrem Privatleben allerlei Konflikte zu bewältigen hat, sei es mit Männern, mit der Betreuung ihres kleinen Sohnes oder mit ihrem sonstigen Umfeld.

  • In einem Interview habe ich gelesen, dass du alle Getränke in deinen Romanen getrunken hast. War mal etwas besonders schreckliches dabei?

Nein, nichts Schreckliches. Pia verträgt nur Wein nicht besonders gut. Immer wenn sie Wein trinkt, passiert anschließend etwas Unvorhergesehenes. Ich bin ebenfalls vorsichtig mit Wein.

  • Gerade im Genre Kriminalromane und Thriller fallen mir als erstes skandinavische oder amerikanische Autoren ein. Hast du eine Idee woran das liegen könnte?

Die können es halt richtig gut. In den USA wird creative writing auch an den Universitäten gelehrt. Das Schreiben von Spannungsromanen ist eben auch Handwerk, das man über Jahre erlernen muss.

  • Ist die Krimi- und Thriller- Woche eine Möglichkeit auf deutsche Autoren aufmerksam zu machen?

Ich hoffe doch sehr.

  • Auf eine einsame Insel darfst du drei Bücher mitnehmen, welche wären es und warum?

Ein Survival-Buch, um nachzulesen, wie ich mir eine Angel baue und Feuer mache. Dann vielleicht noch eine weitere Biographie von Maria Stuart und so etwas wie „Palast der Winde“ zur Nervenberuhigung (habe ich schon x-Mal gelesen).

  • Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

Gone Cat, Heldensommer, Der Diestelfink …

  • Liebe Eva herzlichen dank für dieses interessante und spannende Interview. Ich habe sehr viel über dich erfahren und würde gerne mal mit dir einen Milchkaffee trinken wenn ich in der Gegend bin.

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