Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Debbie Macomber

Foto vom Cover
Rosenstunden – Debbie Maccomber

Rezension: Rosenstunden

Beim Lesen habe ich inzwischen immer mein Notizheft und einen Kugelschreiber dabei. So kann ich interessante Sachen und meine Eindrücke direkt festhalten. Ein paar Stichpunkte dürfen nie fehlen. Also schreibe ich auf die erste Seite: Cover, Erzählperspektive, Charaktere, Inhalt und Fazit. Zu diesen fünf Punkten möchte ich immer in meiner Rezension was schreiben können. Und dann finde ich es gut mir da beim Lesen schon meine Gedanken zu zu machen.

Bei dem heutigen Buch fiel mir das nicht schwer. Es ist das 6. Buch, teilweise auch als 5. bezeichnet, der Rose- Harbor Reihe, je nach dem wie man das Buch über Mark mitzählt. Für mich ist es das 6. der Reihe, das ich lese und es ist ein Abschied. Denn mit diesem Buch ist die Reihe beendet. Aber dazu gleich noch mehr.

Notizen zur Rezension von Debbie Maccombers Buch: Rosenstunden
Debbie Macomber – Rosenstunden

Das Cover finde ich einfach nur schön. Auf einer Fensterbank steht ein Wecker, ein Behältnis für Besteck in dass sich auch Rosen verirrt haben, ein Rosenstrauß und ein Schild vermute ich. Es sind freundliche Farben und zusammen passt es sehr gut zum Titel „Rosenstunden“. Alle sechs Bücher zusammen bilden optisch eine sehr harmonische Reihe.

Die einzelnen Handlungsstränge werden jeweils in der ersten Person erzählt. Insgesamt gibt es vier Erzählstränge, die sich immer wieder miteinander verknüpfen. So kann ich beim Lesen vier Personen nahe sein und mit ihnen fühlen. Den Anfang mach natürlich Jo Marie. Solltest du noch nicht wissen wer Jo Marie ist, dann habe ich unter der Rezension für dich die Links zu den fünf vorangegangenen Büchern. Weiter geht es mit Mark, von dem endlich wieder ein Lebenszeichen zu hören ist. Ich war ja so traurig, als er sich in Buch vier einfach verabschiedet hat. Als dritte Person mietet sich Emily im Rose-Harbour Inn ein. Sie möchte sich erst mal in Cedar Cove einleben und hat sich für länger bei Jo Marie einquartiert. Sie wird für die Pensionswirten eine gute Freundin und stütze in hektischen Zeiten. Als letzter tritt Nick auf die Bildfläche. Er ist der Besitzer des Hauses, in das Emily sich bei ihrer ersten Jogging-Runde verliebt hat. Doch wird er das Haus an Emily verkaufen bleibt fraglich.

Ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Die Geschichte ist einfach wieder so schön und herzergreifend, dass man unbedingt ein Taschentuch neben sich liegen haben muss. Und mit dem Wissen, dass mit diesem Buch alles über Jo Marie und Mark erzählt ist brachten am Ende noch mehr Tränen zum Vorschein.

Ich liebe den Schreib- und Erzählstil von Debbie Macomber. Über ein Jahr hat sie mich jetzt mit der Rose- Harbour Reihe begleitet. Ich konnte es kaum abwarten, bis das nächste Buch ins deutsche übersetzt wird. Und jetzt ist das Lesevergnügen vorbei. Ich kann es kaum fassen, aber ich werde bestimmt eine weitere Reihe von Debbie Macomber finden.

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag und die Random House GmbH für das Rezensionsexemplar.

Rosenstunden: Roman (ROSE HARBOR-REIHE, Band 6)
Taschenbuch
416 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0449-7
€ 9,99
Verlag: Blanvalet
erschienen am: 17.07.2017

Hinter der verwendeten Verlinkung steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.

Die Rose Harbor Reihe in Kerstins Kartenwerkstatt

  1. Winterglück
  2. Frühlingsnächte
  3. Sommersterne
  4. Herbstleuchten
  5. Wolkenküsse
  6. Rosenstunden (du bist hier)
Advertisements
Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Debbie Johnson

Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson
Cover: Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson

Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson

Taschenbuch
432 Seiten
ISBN: 978-3-453-42198-1
Hier für € 9,99 kaufen
Verlag: Heyne
Erschienen: 09.05.2017

Meine Rezension

Das Cover zeigt eine helle Holzwand. Davor stehen auf einem Brett zwei Tassen, Blumen in einem Glas und zwei Papierschiffe. Angezogen von dem Cover und dem Titel habe ich mich für dieses Buch entschieden. Was gibt es schöneres als Meerblick beim Frühstück.

Den Start in die Geschichte finde ich mal ganz anders und sehr gut gelungen. Bei der Stellenanzeige hätte ich mich auch angesprochen gefühlt, wobei kochen nicht gerade zu meinen liebsten Beschäftigungen gehört. Und ein volles Tablett kann ich auch nur mit Mühe und Not im Gleichgewicht halten. Auf eine ungewöhnliche Ausschreibung folgt ganz klar auch eine ebenso persönliche und emotionale Bewerbung. Der Brief von Laura Walkers offenbart ih bisheriges Leben und ihre Trauer, um ihren verstorbenen Mann. Die Stelle im Comfort Food Café ist für Laura die Chance neu anzufangen und für ihre Kinder die Möglichkeit einen unbeschwerten Sommer in Dorset zu genießen. Neben der traumhaften Umgebung kommt das soziale Umfeld auch nicht zu kurz. Der Tierarzt Matt steht Laura und ihrer Familie stets hilfsbereit zur Seite. Bahnt sich da etwas zwischen den beiden an?

Debbie Johnson hat mit „Frühstück mit Meerblick“ einen sehr emotionalen Roman geschaffen. Im Roman wird die Gemeinschaft der Dorfbewohner sehr schön beschrieben und wie wichtig es ist in schweren Zeiten für einander da zu sein. Mit der prägnanten Beschreibung der Orte konnte ich mir das Feriendorf, das Café und die Klippen genau vorstellen.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Laura erzählt. So konnte ich sehr gut Anteil nehmen an ihrer Trauer und war aktiv dabei, als sie den Weg zurück in einen freudigen Alttag fand. Sehr schön fand ich die Unterteilung in die einzelnen Wochen ihres Aufenthalts in Dorset. Zu Beginn der Woche gab sie immer in ein zwei Sätzen einen Ausblick auf dass, was ihr passieren wird. Nie genau genug, um wirklich was zu erfahren, sondern zum neugierig machen auf das was kommt. So konnte ich beim Lesen nicht anhalten, wenn grad eine neue Woche herein brach. Schließlich wollte ich ja wissen, was Lauras Andeutungen zu bedeuten hatten.

Für mich war es ein sehr schönes Lesevergnügen. Zu gerne würde ich mal einen Tag im Comfort Food Café verbringen. Was dann wohl über mich in der Anleitung zum Café stehen würde?

Vielen Dank an den Heyne Verlag und die Random House GmbH für das Rezensionsexemplar.

Ich finde es immer wieder spannend wie Bücher auf die Leser wirken. Bei Larissa habe ich eine ganz andere Sicht auf das Buch gefunden und möchte sie dir nicht vorenthalten.

https://bucherliebe-hoch-zwei.blogspot.de/2017/08/rezension-fruhstuck-mit-meerblick.html

 

MerkenMerken

Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Hendrik Berg

Küstenfluch von Hendrik Berg

Cover: Küstenfluch von Hendrik Berg
Die Halbinsel Eiderstedt mit dem Cover von Hendrik Bergs „Küstenfluch“

Kriminalroman
Taschenbuch
320 Seiten
ISBN: 978-3-442-48556-7
€ 9,99
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20.03.2017

Meine Rezension

Das Cover hat mich angezogen. Der Haubarg auf einer Warft hat mich direkt an meine Heimat erinnert. Der düstere Himmel und der Schwarm Möwen komplettieren das nordfriesische Bild. Möchtest du wissen, was ein Haubarg ist, liefert dir Wikipedia die passende Erklärung.

Mal wieder ohne Klappentext zu kennen landete das Buch auf meiner Wunschliste. Und wie so oft wurde ich nicht enttäuscht. „Küstenfluch“ ist der dritte Roman um den Kommissar Theo Krumme. Als Berliner Polizist hat es ihn nach Husum verschlagen, der grauen Stadt am Meer.

Ich kenne die ersten beiden Bücher der Reihe nicht. Es gibt zwar den Ein oder Anderen Hinweis auf zuvor gelöste Fälle, doch kann ich ohne weitere Vorkenntnisse der Geschichte folgen. Der Roman ist für sich abgeschlossen und baut nicht auf die vorherigen Bücher „Deichmörder“ und „Lügengrab“ auf.

Theo Krumme ermittelt zusammen mit seiner jungen Kollegin Patrizia Reichel. Während vor der Halbinsel Eiderstedt ein Wrack im Watt auftaucht, ereignen sich auf dem Land mysteriöse Todesfälle. Bauer Jessen wird in der Scheune tot aufgefunden. Die betroffene Familie verhält sich typisch norddeutsch und ist wortkarg. Nur mit Mühe kommt das Ermittlerteam dem Grund auf die Spur.

Der Roman ist leicht zu lesen und hat mich an Orte meiner Kindheit zurück gebracht. Das Schiffswrack erinnert mich an eine Erzählung von meinem Vater. Er war mal wieder mit dem Fahrrad am Deich unterwegs, von Tetenbüll Richtung Westerhever Leuchtturm (Die Orte spielen im Roman auch eine Bedeutung). Die Nordsee hatte im Watt ein paar Holzpfähle freigelegt, von der Anordnung her ließen sie auf einen Schiffsrumpf deuten. Nach ein paar Tagen waren sie aber wieder spurlos verschwunden. Das Wattenmeer vor der nordfriesischen Küste hat schon etwas mystisches an sich.

Kerstin vorm Westerhever Leuchtturm
Hinter mir das Wahrzeichen der Halbinsel Eiderstedt: Der Leuchtturm Westerhever

Ich möchte dich jetzt noch kurz an einen Ort im Buch mitnehmen, auf eine Fahrt von Krumme.

Kurz darauf hatte er Tetenbüll erreicht, ein malerisches Dörfchen, das eigentlich nur aus einer alten Kirche und ein paar schiefen Häusern und Bauernhöfen bestand.

Damit ist mein Geburtsort ziemlich gut beschrieben. Krumme war in Tetenbüll im „Café im Theatrium“ verabredet. Früher war es mal ein typisches Wirtschaft mit Saalbetrieb. Heute kann man dort auf gemütlichen Sofas und Sesseln Kaffee und Kuchen genießen. Krumme genießt es nicht wirklich, aber sein Gesprächspartner. Wenn es dich also auf die Halbinsel verschlägt, dann kehre dort mal ein.

Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Leseempfehlung. Die örtlichen Gegebenheiten finde ich sehr gut recherchiert und die Charaktere sind dem Autor gelungen. Sogar ein kleiner Hinweis auf eine langjährige Fehde ist zu finden. Das zeigt mir, der Autor hat sich mit echten Eiderstedtern unterhalten. Ich sag nur Dithmarscher und Eiderstedter.

Vielen Dank an die Random House Gruppe für das Rezensionsexemplar.

Da hätte ich doch fast meine liebste Textstelle aus dem Buch vergessen.

Die Bushaltestelle bestand nur aus einem verbogenen Schild mit Fahrplan. Der Bus kam hier nur vier mal am Tag vorbei.

Da musste ich unweigerlich an die kleine Bushaltestelle auf dem Grundstück meiner Eltern denken. Wir hatten zwar auch eine kleine Hütte, aber der Bus fuhr kaum häufiger. Man konnte morgens um kurz nach sechs nach Husum fahren und gegen 13 uns 16 Uhr konnte man wieder nach Hause fahren. Mehr war nicht drin.

Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Penny Parkes

Liebe auf Rezept von Penny Parkes
Liebe auf Rezept von Penny Parkes

Liebe auf Rezept von Penny Parkes

Taschenbuch
544 Seiten
ISBN: 978-3-442-48411-9
€ 9,99
Verlag: Goldmann
Erschienen: 17.04.2017

Meine Meinung

Das Cover versprüht einen ländlichen Charme. Auf dem Bild steht ein Klappstuhl auf dem Rasen, er ist mit einem Kübel Blumen dekoriert. Am Stuhl ist eine altertümliche Arzttasche abgestellt. Es ist ein sehr harmonisches Bild.

Holly wagt einen Neustart. Nachdem ihr Mann nach einem Seitensprung von der Universität suspendiert wurde, zieht sie mit ihm und ihren gemeinsamen Zwillingen nach Larkford. Dort fängt sie als Allgemeinärztin im Ärztehaus an, um den Lebensunterhalt der vierköpfigen Familie zu verdienen. Milo ist mit der Situation unzufrieden und fordert von Holly, dass sie sich mehr Zeit für ihn und den Haushalt nimmt. Er hat dafür schließlich keine Zeit, da er an einer neuen Veröffentlichung schreibt.

Anfangs lerne ich Holly als eine unsichere Frau kennen, die es allen recht machen möchte. Doch mit dem Kontakt zu Kollegen und Dorfbewohnern steigt ihr Selbstbewusstsein.

Die einzelnen Charaktere werden sehr schön dargestellt. Mir gefallen besonders zwei Kollegen von Holly sehr gut. Julia und Dan führen beide im gewissen Sinne ein Doppelleben. Ich lerne Julia als taffe Frau kennen, doch ich darf auch kurz hinter die Fassade schauen. Auch bei Dan tauche ich ein in seine Psyche, um ihn besser verstehen zu können.

Die Erzählperspektive  wechselt immer wieder. Ich bin fast versucht zu sagen es ist ein Allwissender Erzähler, doch da ich als Leser bei ein paar Personen das Gefühl habe im Unwissen zu sein, bleibt es bei dem Versuch.

Ich weiß nicht warum, aber anfangs dachte ich, der Roman spielt in Amerika. Erst als jemand mit Pfund bezahlte ging mir ein Licht auch. Ich sollte doch einfach mal etwas über den Autor und den Klappentext lesen, bevor ich das Buch verschlinge, dann hätte ich von Anfang an gewusst in welchem Land ich mich befinde.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch aus der Reihe um Holly.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und die Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Cristina Caboni

Cristina Caboni Die Honigtöchter
Die Honigtöchter gelesen mit Ausblick auf unsere Bienenstöcke.

Die Honigtöchter von Cristina Caboni

Taschenbuch
416 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0277-6
€ 9,99  empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 20.06.2016

Inhalt (Quelle: Random House GmbH)

Die geheime Sprache der Bienen erzählt von Liebe und der Vergangenheit einer Insel …

Kurz nach Sonnenaufgang verlässt Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor …

Autorin (Quelle: Random House GmbH)

Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman „Die Rosenfrauen“ verzauberte Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang weit oben auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman „Die Honigtöchter“ spielt auf ihrer Heimatinsel.

Meine Meinung

Das Cover zeigt einen Honigtopf, Zitronen und einen Silberlöffel auf einer gräulichen Holzoberfläche. Der Titel ist passend zum Thema in einem gelblichen Farbton gehalten. Für mich ist das Cover sehr passend zum Buch gestaltet.

Ich habe mir das Buch wegen dem Cover gekauft. Es hat mich sofort angesprochen und der Titel „Die Honigtöchter“ hat mein Interesse geweckt. Inzwischen stehen das dritte Jahr Bienenstöcke in unserem Garten. Und da mir das erste Buch „Die Rosenfrauen“ von Cristina Caboni auch sehr gut gefallen hat führte kein Weg an dem Buch vorbei.

Die Geschichte spielt in Südfrankreich und auf Sardinien. Angelica ist eine Wanderimkerin auf der Suche nach sich selbst und ganz viel Freiheit. Durch ein Erbe zieht es sie zurück nach Sardinien. Dort warten die Bienenstöcke ihrer verstorbenen Patentante auf ihre Pflege. Mit dem Erbe übernimmt sie nicht nur die Pflichten ihrer Patentante, sondern muss sich auch zwangsläufig mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Cristina Caboni hat es wieder geschafft mich mit ihrem Schreibstil zu fangen. Ich habe das Buch in der Sonne liegend verschlungen und musste unweigerlich immer wieder zu den Bienen von meinem Mann schauen. In diesem Buch habe ich viel über Honig erfahren. Ich bin schon ganz gespannt auf unsere eigene Ernte dieses Jahr. Zum ersten Mal stehen unsere Bienen in einem Meer von Obstbäumen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch.

Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Thomas Krüger

Thomas Krüger Erwin Enten Präsedenten

Erwin, Enten, Präsidenten von Thomas Krüger

Hörbuch 8 CDs
Laufzeit: ca. 600 Minuten
ISBN: 978-3-8371-3716-3
Hier für € 16,99 kaufen
Verlag: Random House Audio
Erschienen: 13.02.2017

Inhalt (Quelle: Random House GmbH)

Es ist Wahljahr in Versloh, wo alle paar Jahre Fritzwalter Kleinebregenträger zum Bürgermeister gewählt wird. Nie gab es einen Gegenkandidaten. Eines Morgens allerdings liegt Kleinebregenträger tot neben der Bundesstraße. War es Mord? Oder ein Unfall? Erwin Düsedieker, den man im Ort für trottelig hält, weil er mit seinen Enten spricht und in Gummistiefeln Spaziergänge unternimmt, macht sich so seine Gedanken. Und verstrickt sich unversehens in einen schmutzigen Wahlkampf …

Dietmar Bär schlüpft mit Bravour in die Rolle des ebenso liebenswerten wie eigenwilligen Erwin Düsedieker.

Autor (Quelle: Random House GmbH)

Thomas Krüger, geb. 1962 in Ostwestfalen, ist Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Die 3 Superbrillen) und zahllosen Sonetten an Donald Duck. Seiner Serie um Erwin Düsedieker verdanken wir die ersten Ermittlungsenten der Kriminalliteratur.

Sprecher (Quelle: Random House GmbH)

Dietmar Bär ist mit dem Genre Krimi eng verbunden. Für seine Rolle als Tatort-Ermittler Freddy Schenk erhielt er den Deutschen Fernsehpreis. Als Hörbuchsprecher hat er sich mit seinen Lesungen der Romane von Stieg Larsson und Håkan Nesser einen Namen gemacht.

Meine Meinung

Das Cover macht Spaß. Es ist ein Bild von einer ländlichen Idylle. Eine rote Ente steht auf der Straße. Unterhalb der Stoßtange liegt eine Polizeimütze. Die Windschutzscheibe der Ente ist kaputte, aus dem Loch schaut eine Laufente heraus. Das Cover ist ähnlich der ersten drei Bände gestaltet. Mir gefällt es wieder sehr gut. Es hat etwas witziges und auffallendes.

Damit jeder Leser oder besser gesagt Hörer gut in die Geschichte hinein kommt werden zu beginn alle wichtigen Personen vorgestellt. Wichtige Zusammenhänge aus den vorherigen Romanen werden kurz aufgegriffen, sofern sie für die weitere Geschichte relevant sind. Auch wenn mir die ersten drei Romane über Erwin und Lothar bekannt sind fand ich diese Einführung nicht überflüssig. So war ich direkt mitten im Geschehen und konnte beim Hören etwas schmunzeln, als Erinnerungen wach wurden.

Die Hauptpersonen sind Erwin und Lothar, wobei streng genommen Lothar natürlich eine Ente ist und keine Person, doch kann man das immer wieder ganz gut verdrängen, dafür handelt der weiße Erpel einfach zu menschlich. Erwin trifft bei einem Streifzug mal wieder auf eine Leiche. Der amtierende Bürgermeister liegt mit dem Kopf im Graben. In gewohnter Manier nimmt Erwin die Ermittlung zusammen mit seinen Enten auf. Während seiner Suche nach dem Täter stellt sich das Leben von Erwin auf den Kopf.

Thomas Krüger ist es wieder gelungen mich von Anfang an zu amüsieren. Sein Schreibstil lässt ein flüssiges lesen bzw. hören zu. Ich bin immer wieder begeistert über die Namen der Darsteller. Wie kommt man z.B. auf den Namen „Kleinebregenträger“?

Es ist inzwischen das zweite Buch, dass ich von Thomas Krüger als Hörbuch genossen habe. Dietmar Bär verleiht den Personen einzigartige Stimmen. Besonders gefällt mir seine Darstellung von Arno Wimmelböker. Ich könnte ihm stundenlang zu hören. Was ich ja auch getan habe, zwei Tage liefen die 8 CD’s bei mir und dann war ich durch.

Ich bin jetzt ganz gespannt auf den nächsten Roman. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle die ein bisschen Kriminalroman mit ganz viel Komödie lieben.

Vielen dank an den Random House Audio Verlag für das Rezensionsexemplar.

Krimiserie mit Erwin Düsedieker und seinen Laufenten Lothar & Lisbeth von mir rezensiert:

Veröffentlicht in Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Gilles Paris

Gilles Paris Mein Leben als Zucchini

Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris

Aus dem Französischen von Melanie Walz
Originaltitel: Autobiographie d’une Courgette
Originalverlag: Plon, Paris 2002
eBook (epub)
ISBN: 978-3-641-21576-7
Hier für € 9,99 kaufen
Verlag: Knaus
Erschienen: 23.01.2017

Inhalt (Quelle: Random House GmbH)

Das Buch zum gleichnamigen Animationsfilm

Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird – denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit…

Autor (Quelle: Random House GmbH)

Gilles Paris ist Pressechef eines großen Pariser Verlagshauses. 1991 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: „Papa et Mama sont mort“ wird derzeit verfilmt. Sein zweiter Roman „Autobiografie einer Pflaume“ war auf Anhieb ein Bestseller.

Meine Meinung

Das Cover ist farbenfroh passend zum gleichnamigen Animationsfilm gestaltet. Der Hintergrund ist in einem hellen gelb gehalten. Davon hebt sich der Titel als bunter Schriftzug ganz gut ab. Am unteren Rand sind die Kinder zu sehen. Allen voran vermute ich Icare, genannt Zucchini mit seinen blauen Haaren. Die anderen Kinder sind vermutlich aus seiner Wohngruppe. Mir fiel das Cover sofort ins Auge auch ohne überhaupt etwas über den Animationsfilm gehört zu haben.

Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte ist neun Jahre alt, als er eher zufällig seine Mutter erschießt. Auch wenn es sehr makaber ist, konnte ihm eigentlich nichts besseres passieren. Seine alkoholsüchtige Mutter hatte sich schon lange nicht mehr um ihren Sohn gekümmert. Nach dem Vorfall bringt ihn Raymond, ein Polizist ins Waisenhaus.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Icare in der Ich- Perspektive erzählt. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, denn auch die Wortwahl und der Satzbau scheinen einem Kind zu gehören. Konsequent schreibt Gilles Paris im Stil eines Kindes und so sind manche Sätze sehr amüsant aneinander gefügt. Ebenso sind die Dialoge auch sehr schön kindlich. So hatte ich beim Lesen immer wieder ein Lächeln auf den Lippen. Ich musste einfach schmunzeln, denn so kommen die Kinderweisheiten sehr gut rüber.

Für mich ein Roman zum Schmunzeln. Man braucht einen Moment um reinzukommen, aber wenn man den Schreibstil für sich akzeptiert hat ist es einfach nur schön.

Vielen Dank an die Random House GmbH und den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar.