Rezension: Todesstrom von Dervla McTiernan

Todesstrom

von Dervla McTiernan

Todesstrom von Dervla McTiernan Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover wirkt auf den ersten Blick wie eine Spiegelung. Ein Mensch steht am Ufer, hinter ihm sind kahle Bäume zu sehen. Über den Bäumen kreisen schwarze Vögel. Die ganze Idylle spiegelt sich im Wasser. Allein der Titel wird nicht gespiegelt. Auf der Landseite ist das Wort „Todes“ abgedruckt und auf der Spiegelung „Strom“. Wobei die in gelb gedruckten Buchstaben sich hinter dem Wald befinden. Dies ist in der Spiegelung passend umgesetzt. Von der Idee her finde ich das Cover sehr schön. Das gelb finde ich nur einfach zu knallig für das eher blasse Bild.

Über das Buch bin ich eher zufällig gestolpert. Ich war von: neue irische Krimireihe angezogen worden. Nach Irland bin ich in Büchern meist nur in Liebesromanen gereist. Das Land steht noch immer auf meiner Wunschliste für Urlaubsziele, ich kann nur meinen Mann noch nicht ganz davon überzeugen. Also heißt es erst mal in Büchern gedanklich nach Irland reisen.

Todesstrom ist der Auftrakt der Cormac- Reilly- Serie der Autorin Dervla McTiernan. Cormac Reilly tritt zu Beginn der Geschichte als Polizeianfänger auf und findet in einem abgeschiedenen, dem Verfall ausgesetzten Landhaus, zwei verwahrloste Kinder und deren tote Mutter. Dann macht die Geschichte einen Sprung 20 Jahre weiter zu einem inzwischen gut etablierten Detective Reilly den es zurück nach Galway führt. In Galway wird er nicht gerade mit offenen Armen empfangen und erst mal abgestellt alte Akten zu sortieren.

Der Start in die Geschichte ist schon mal spannend, denn ich weiß genau, irgendwann wird der grausame Fund der Kinder und der verwesenden Mutter wieder eine Rolle spielen. Somit wurde mein Rätsel- Herz sofort gepackt. Eine Andeutung dazu findet sich auch schon im Klappentext, der mich direkt neugierig gemacht hatte.

Schnell stellen sich mir Fragen: Hat Jack Selbstmord begangen? Wird etwas vertuscht? Wird im Selbstmordfall ermittelt? Wer spielt mit falschen Karten? Diese Fragen halten für mich die Spannung aufrecht und ich möchte der Lösung immer näher kommen. Ich konnte nur schwer das Buch zwischendurch zum Schlafen beiseite legen, weil ich mir noch keinen Reim auf das Geschehen machen konnte. Die Wörter: Korruption, Vertuschung und Verschwörung kommen mir immer wieder in den Kopf und lassen mich mit Cormac Reilly auf der Hut sein. Schließlich haben wir beide nur so eine Ahnung, können aber nichts beweisen.

Todesstrom ist für mich ein spannender Auftakt der Cormac Reilly Serie. Und ich werde mich gerne noch weitere Male nach Irland von ihm entführen lassen. Da Cormac erst 41 Jahre jung ist, können wir hier noch auf viele spannende Fälle hoffen. Ich bin gespannt, ob er weiter über die Cold Cases wacht und da das ein oder andere ans Tageslicht fördert. Ich finde ihn als Ermittler sehr sympathisch. Und hoffe für ihn, dass er irgendwann viellicht auch Freunde in Galway finden wird, denen er vertrauen kann.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle die auf der Suche nach einem neuen Kriminalroman sind. Mit diesem Buch kannst du in eine neue Reihe starten und auf eine wunderbare Insel reisen, die ich leider nur aus Büchern und Filmen kenne.

Inhalt

Wenn alte Geheimnisse ans Licht kommen, wirst du sterben

Während seiner ersten Wochen als junger Detective wird Cormac Reilly zu einem heruntergekommenen Landhaus gerufen. Dort findet er zwei stille, vernachlässigte Kinder vor – die 15-jährige Maude und den 5-jährigen Jack. Ihre Mutter liegt tot und der Verwesung nahe im ersten Stock. Ihr Tod wird nie aufgeklärt.

Zwanzig Jahre später hängt Reilly seine Karriere als Detective in Dublin an den Nagel und kehrt nach Galway zurück. Nun kehren auch die Erinnerungen an Maude und Jack zurück und verfolgen ihn. Was verbindet einen kürzlich begangenen Selbstmord mit dem schon Jahre zurückliegenden Tod der Frau? Und wem kann Reilly von seinen neuen Kollegen wirklich vertrauen?

(Quelle: Heyne Verlag)

Details zum Buch

Todesstrom von Dercla McTiernan eBook

Todesstrom

von Dervla McTiernan
Cormac-Reilly-Serie (1)
Kriminalroman
Verlag: Heyne
erschienen am: 12. August 2019
ISBN: 978-3-641-22387-8
Seiten: 464

Rezensionsexemplar

Rezension: Sterbekammer von Romy Fölck

Sterbekammer

von Romy Fölck

Heute erscheint der neue Roman von Romy Fölck. Im Rahmen einer Leserunde auf Lesejury durfte ich den Roman „Sterbekammer“ vorablesen und so gibt es heute schon eine Rezension für dich. Dieses Jahr bereits von mir verschlungen: Totenweg und Bluthaus von Romy Fölck.

Sterbekammer von Romy Fölck Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine idyllische Landschaft im Morgendunst. Und bildet damit einen guten Kontrast zum Kriminalfall. Ein paar Krähen fliegen übers Feld zu einer alten Mühle, in der Vermutlich etwas geschehen ist. Das Cover harmoniert sehr schön mit den ersten zwei Bänden um das Ermittlerteam Frida und Bjarne.

Die Geschichte startet mit einem Epilog aus der Vergangenheit. Wie für einen Krimi typisch bekomme ich den ersten Kontakt zum Opfer und erhalte so eine Idee, worum es gehen könnte. Darauf folgt der Einstieg in die Ermittlungsarbeit, der erst mal durch personelle Wechsel in der Mordkommission in Itzehoe bestimmt wird. Für uns als Leser der ersten zwei Bände heißt es Abschied nehmen von dem Leiter der Abteilung. Für neue Leser werden dabei alle wichtigen Personen vorgestellt. So bekommt man auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger Bücher einen guten Einblick in das Team der Mordkommission. „Sterbekammer“ ist ein abgeschlossener Kriminalroman, der unabhängig gelesen werden kann. Die Entwicklung von Frida Paulsen als Ermittlerin ist jedoch besser zu verstehen, wenn man die ersten Bücher auch gelesen hat. Dann fiebert man mit der jungen Polizisten einfach noch mehr mit.

Ich fand den Roman von Anfang an spannend. Der Epilog wirft einen spannenden Fall in den Raum und ließ mein Rätsel Herz schon mal warm laufen. Was ist mit der Frau passiert? Warum ist der Epilog so weit zurück datiert? Wird das Opfer in der Gegenwart irgendwo gefunden?

Diese Fragen ließen für mich die Seiten nur so dahin fliegen. Nur schweren Herzens konnte ich im Rahmen der Leserunde kurze Pausen zwischen den Leseabschnitten einhalten. Zu gerne wollte ich wissen, wie es für Frida Paulsen in der Mordkommission weitergeht. Doch ich habe standhaft die Spannung ertragen und abgewartet. An der ein oder anderen Stelle musste ich schmunzeln, auch wenn der Fall für Bjarne und Frida keinesfalls zum Schmunzeln einlud. Doch die private Handlung der Ermittler ließ dafür genügend Raum. So hieß es für Frida:

Schönheit vergeht, Hektar besteht!

Im Rahmen der Unterhaltungen über den Fortbestand der Apfelplantage ihrer Eltern. Der Spruch findet auf dem Land auch heute noch Verwendung, wobei er eher mit einem Zwinkern geäußert wird.

Der Schreibstil von Romy Fölck hat mich von Anfang bis Ende mitgerissen. Der Fall ist schlüssig aufgebaut und lässt sehr viel Spielraum zum Spekulieren. Ich liebe es, wenn ich genug Zeit zum Rätseln habe und bin dann ganz gespannt, wie gut meine eigenen Ermittlungen sind.

Mit „Sterbekammer“ habe ich heute einen fesselnden, erschreckenden und teilweise auch grausamen Elbmarschkrimi für dich. Ich empfehle das Buch gerne weiter. Es sorgt für schlaflose Nächte, weil man das Buch nicht aus der Hand legen kann, bis man der Lösung auf die Spur kommt. Für mich heißt es jetzt geduldig auf den 4. Fall für Frida und Bjarne zu warten. Ich hoffe da ganz stark auf 2020.

Inhalt

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde …

(Quelle: Lübbe)

Details zum Buch

Sterbekammer von Romy Fölck Manuskript

Sterbekammer

von Romy Fölck
Krimi
Verlag: Lübbe
erschienen am: 30. September 2019
ISBN: 978-3-7857-2654-9
Seiten: 430

Lesesexemplar

Rezension: Das #Zukunftsspiel von Martin Matheo

Das #Zukunftsspiel – Sie spielen es längst mit dir

von Martin Matheo

Das #Zukunftsspiel von Martin Matheo Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover ist im Prinzip mit den klassischen Thriller Farben ausgestattet. Alles scheint im dunklen schwarz verdeckt zu sein, nur ein Display leuchtet in der Dunkelheit, so dass man die Hand sehen kann, die es bedient. Der Titel kommt in weiß und rot bzw. Pink daher und sticht einem sofort ins Auge. Ich finde das Cover sehr passend zum Inhalt vom Buch.

Das Thema ist sehr spannend und brandaktuell. Die Umsetzung war für mich eher schwer zu lesen. Ich wurde mit der Protagonistin einfach nicht warm. Veronika ist fast vierzig und lebt in Scheidung. Ihr Sohn ist so gut wie erwachsen und sie auf der Suche nach einer neuen Liebe. Veronkia verbringt ein großen Teil ihrer Zeit mit der „Better Life Company“ und ihren dazugehörigen Apps. Über Dating, besser Leben und Smarthome ist alles dabei. Für mein empfinden steigert sie sich zu sehr in diese digitale Welt hinein. Allerdings soll die Geschichte ja genau das zeigen. Im Vorspiel schreibt Martin Matheo:

Dieses Buch ist für alle Menschen, die sich vernunftvoll und kritisch mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen.

Die Geschichte um Veronika und der „Better Life Company“ wird von einem übergeordneten Erzähler erzählt. Dabei wird die indirekte Rede mehr genutzt als wörtliche Rede. So kommt es einem beim Lesen vor, als würde Veronika nur Selbstgespräche führen. Allerdings kommuniziert sie teilweise wirklich nur noch mit sich selbst, oder aber über die App. So kam mir die Erzählung irgendwie sehr monoton vor und erschwerte meinen Lesefluss. Doch ließ mich das Thema am Ball bleiben.

Ich gehöre nicht zu den digital natives. Ich durfte noch ohne Handy, Smartphone und Computer aufwachsen. Bin aber von Anfang an mit Sinn und Verstand an die digitale Welt herangetreten. So habe ich mir immer ganz genau überlegt, was ich mit der Community im World-wide-web teile und was nicht. Und genau dieser Punkt hat vermutlich dafür gesorgt, dass ich mit Veronika nicht warm wurde. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man blind einer App und auch den Menschen hinter dieser App vertrauen kann, dass man sofort springt wenn das Gerät ein “PING“ von sich gibt. Für mich ist das Smartphone ein Gebrauchsgegenstand, das die meiste Zeit vom Tag lautlos in meiner Handtasche wohnt.

Wobei ich die Digitalisierung aber nicht missen möchte. Wo wäre ich jetzt ohne Onlinedating? Vermutlich nicht seit fast sieben Jahren glücklich mit meinem Mann verheiratet, denn ohne die Plattform hätten wir uns nie kennengelernt. Auch diesen Blog hier mit seinen Möglichkeiten möchte ich nicht mehr missen, nur der hat mich zu dem heutigen Buch gebracht und der bewussten Auseinandersetzung mit der Digitalisierung. Und genau dazu ruft der Autor in seinem ersten Satz im Buch auf. Setze dich kritisch mit dem Thema auseinander.

Ich finde das Thema vom Buch sehr spannend. Es regt zum Nachdenken an. Brauche ich ein absolutes Smarthome oder sollte ich mir ein paar analoge Schlupflöcher offen halten? Das Buch war für mich zwar anstrengend zu lesen, doch ich finde mit dem Thema muss man sich einfach auseinandersetzen.

Eine weitere Meinung zum Buch findest du bei booksandmore81.

Inhalt

Hast du jemals darüber nachgedacht, welche Spuren du hinterlässt, wenn du dein Smartphone benutzt und was alles hinter den Kulissen abläuft, wenn dir Apps den Alltag erleichtern?
Denn sie spielen es längst mit dir
Verpackt in eine spannende Beziehungsgeschichte erzählt Martin Matheo in seinem Roman „Das #Zukunftsspiel“ eine Story, wie sie aktueller nicht sein könnte. Eine kritische Bestandsaufnahme unserer heutigen digitalen Zeit und ein Ausblick in die Zukunft lassen nicht nur Gutes erwarten.
Veronika lebt ein fast normales digitales Leben. Nachdem sie von der Untreue ihres Mannes erfährt, zieht sie einen Schlussstrich und begibt sich auf die Suche nach dem, was das Leben noch für sie zu bieten hat. Sie lernt Mathias und mit ihm eine App kennen, die sie von Tag zu Tag mehr fasziniert. Eine wahre Super-App von der sie schon bald nicht mehr lassen kann und die, in Form eines Spiels, ihren Nutzern zu einem besseren Mindset verhilft. Eines Tages lernt sie John, einen hochrangigen Sicherheitsmanager der App-Company, kennen und lieben. John weiß zwar recht gut, wie man sich in einem System aus Macht und Kontrolle zu verhalten hat, jedoch auch ihm wird ein Geheimnis zum Verhängnis. Eiskalt und gnadenlos wird er von seiner Firma abserviert. Doch nun weiß er, was zu tun ist. Was er aber nicht weiß, ist, welche Dimension die ganze Sache in der Zwischenzeit angenommen hat und welch internationale Krise er auslösen wird. Plötzlich ist Veronika mitten drinnen in einem Spiel aus Macht, Intrigen, Daten und Lügen.

(Quelle: martinmatheo.com)

Details zum Buch

Das #Zukunftsspiel von Martin Matheo Insta

Das #Zukunftsspiel

von Martin Matheo
Verlag: dip3 Bildungsservice GmbH
erschienen am: 18. August 2019
ISBN: 9783903028838
Seiten: 324

Rezensionsexemplar

Rezension: Mallorquinische Leiche zum Sa Rua von Susan Carner

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua

von Susan Carner

Vom 6. bis zum 10. November findet das zweite Mal die #onlinebuchmesse statt. Im vergangenen Jahr habe ich auf der #OBM2018 die Autorin Susan Carner kennengelernt. Nun bin ich endlich dazu gekommen ein Buch von ihr zu lesen. Im August erschien ihr zweiter Roman der Mallorca Reihe, den ich dir heute vorstellen möchte.

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua von Susan Carner Sketchnote

Meine Meinung

Auf dem Cover sind zwei Bilder passend zum Titel zusehen. Den Hauptteil nimmt das Bild der wunderschönen Kathedrale von Palma de Mallorca ein. Der schwarzer Balken samt Titel darüber trennt es von einem Bild mit Maske und Feder. Zusammen gesehen weiß man sofort, der Roman spielt auf Mallorca und hat irgendetwas mit Karneval zu tun. Sa Rua ist übrigens der Karnevalsumzug von Mallorca.

„Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ ist der zweite Fall für die Kommissarin Mercédès Mayerhuber und ihrem Assistentin Miquel Coll. Sie sind für besondere Fälle der Policia National zuständig, wenn deutsche Touristen betroffen sind.

Für mich war es der erste Roman von Susan Carner. Auch ohne Vorkenntnisse kam ich gut in das Buch hinein. Das Umfeld der Kommissarin Mayerhuber wurde ausreichend dargestellt. Die Bezüge zum ersten Fall fielen kurz aus, so dass ich nicht das Gefühl hatte mir würde etwas fehlen. Spannend fand ich auch die Verknüpfung zum Buch „Der Tiergartenmörder“. So bekam man direkt Lust auch dort nochmal die Nase reinzustecken, um zu erfahren, was es mit der Ermittlerin Rebecca aus Berlin auf sich hat.

Die Beschreibung der Umgebung macht Lust auf Urlaub auf Mallorca. Die einsamen Strände und buchten laden zum Verweilen ein. Ich selbst kenne kaum mehr als den Weg vom Flughafen zum Hafen und natürlich die Kathedrale von Palma de Mallorca. Ich finde sie besonders schön, wenn sie abends beleuchtet über der Stadt thront. Sie ist das letzte, was man beim Auslaufen aus dem Hafen sieht.

Ich musste beim Lesen ein bisschen schmunzeln bei der Sucht nach Sonnenuntergängen der Kommissarin. Ich finde es gibt nichts schöneres, als die Sonne im Meer versinken zu sehen. Es ist immer wieder ein schönes Farbspiel am Himmel und in der Spiegelung im Wasser. Ich kann das Mercédès gut verstehen. Für sie ist es auch immer ein guter Zeitpunkt innezuhalten und ihr Leben auf der spanischen Insel zu genießen.

Der Kriminalfall hat es in sich und lädt zum Spekulieren ein. Was ist der Grund dafür, einen liebenden Familienvater im Urlaub zu töten? War er nur zur falschen Zeit am falschen Ort? Ist er in krumme Geschäfte verwickelt? Oder doch ganz etwas anderes. Ich habe lange mit gerätselt. Und mir selbst alle Eventualitäten überlegt.

Für mich war die Geschichte schlüssig und spannend aufgebaut. Der Roman lädt zu einem genüßlichen Urlaub auf Mallorca ein. Schreckt aber auch nicht davor zurück, auf den billigen Ausverkauf der Insel hinzuweisen, und was der für die Einheimischen bedeutet. Der 2. Fall von Mercédès Mayerhuber reckt zum Nachdenken und öffnet einem die Augen. Das Thema Zivilcourage siegt hier eindeutig über die „Weg-Schau-Gesellschaft“.

Der Roman verbindet Urlaubsfeeling mit spannender Unterhaltung und lässt einen in Gedanken durch Mallorca spazieren. Ich habe das Buch verschlungen und konnte ein paar Orte aus eigenen Erkundungen wieder erkennen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Krimifans für die auch ein bisschen Romantik mit dabei sein darf.

Inhalt

Sa Rua in Palma de Mallorca. Der Karnevalsumzug ist in vollem Gange. Da wird ein Toter gefunden. Mitten unter den Feierenden. Ein Berliner, wie sich herausstellt, liegt erstochen beim Schildkrötenobelisken am Plaça Rei Joan Carles. Mercédès Mayerhuber, die unkonventionelle deutsch-spanische Kommissarin, übernimmt die Ermittlungen.
 
War der Ermordete ein Zufallsopfer? Ausschließen können es Mercédès und ihr Kollege Miquel Coll nicht. Doch auch das Umfeld des Toten gibt Rätsel auf. Ein biederer, deutscher Familienvater, so macht es den Eindruck. Mercédès findet schnell heraus, dass dieser Anschein trügt. Nur – wer hatte ein Motiv für einen Mord? Da stößt sie auf ein Foto des Toten. Und ein Abgrund öffnet sich …
 
Ermittlungshilfe leistet die Berliner Kommissarin Rebecca Winter, die im „Der Tiergartenmörder“ einen brisanten Fall in Berlin aufgeklärt hat.

(Quelle: susancarner.com)

Details zum Buch

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua von Susan Carner eBook

Mallorquinische Leiche zum Sa Rua

von Susan Carner

Kriminalroman
Verlag: Books on Demand
erschienen am: 07. August 2019
ISBN: 9783743193536
Seiten: 320

Rezensionsexemplar

Rezension: Vernichtung von David Lagercrantz

Mit Vernichtung erschien nun der 6. Band des Millennium-Projekts, das mit der Millennium- Trilogie von Stieg Larsson gestartet war. Nach weiteren drei Bänden von David Lagercrantz heißt es nun Abschied nehmen von Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander. Meine Rezensionen zu Verschwörung und Verfolgung kannst du mit klicken auf den jeweiligen Titel nachlesen.

Vernichtung

von David Lagercrantz

Vernichtung von David Lagercrantz Buch

Meine Meinung

Das Cover ist für mich nicht unbedingt ein Eyecatcher. Es ist schlicht schwarz mit Akzenten in weiß, grau und petrol. Eine Grafik, die an ein Flügel Tattoo erinnert sticht in seiner metallic Optik hervor. Damit passt das Cover gut zur Millennium Reihe.

Das Buch ist der 6. Band der Millennium Reihe von Stieg Larsson und David Lagercrantz. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, doch für das Lesevergnügen sollte man die Vorgänger Bände kennen. Die Haupt Handlung umfasst einen Zeitraum von etwa einem Monat, doch gibt es in den einzelnen Handlungssträngen immer wieder kleine Sprünge in die Vergangenheit. So wird kontinuierlich die Spannung aufgebaut.

Zum Einen erleben wir Lisbeth Salander in Moskau auf Rachefeldzug und zum Andern versucht Mikael Blomkvist die Identiät eines toten Obdachlosen zu klären. Besonders spannend fand ich Mikaels Erzählstrang in dieser Geschichte. War er gesäumt von abenteuerlichen Expeditionen auf den Mount- Everest und der wissenschaftlichen Erkenntnis aus DNA Analysen. Hier habe ich besonders tief meine Nase ins Buch gesteckt und konnte gar nicht auf hören zu lesen. Bei der Mount- Everst Expedition musste ich an ein Buch von Meredith Winter denken (Höhenrauschsaison). Dort habe ich erfahren, welche Gefahren so eine Expedition mit sich bringt.

Den Rachefeldzug von Lisbeth habe ich dagegen mehr so nebenher gelesen. Klar kannte ich aus den vorherigen Büchern das gespaltene Verhältnis der Schwestern. Doch irgendwie war es mir diesmal zu viel. Doch konnte Lisbeth mich wieder fesseln mit ihrer akribischen Analyse zur DNA des Obdachlosen. Einfach spannend was man aus DNA Sequenzen alles erfahren kann. Hier zeigte sich wieder, dass die zwei Einzelgänger Blomkvist und Salander doch auch irgendwie ein Team sind.

Für mich war es im Großen und Ganzen ein gelungener Abschluss der Millennium Reihe. Ich habe alle 6 Bücher der Reihe gelesen bzw. gehört. Sie waren auf ihre eigene Art spannend und ich finde David Lagercrantz hat würdig die Nachfolge von Stieg Larsson gemeistert.

Für alle Fans der Millennium Reihe ist der 6. Band ein Muss. Ich habe das Buch gerne gelesen. Die Spannung hält vom Anfang bis zum Ende und ich kann jetzt getrost Abschied nehmen von Lisbeth und Mikael. Ich bin gespannt, was man als nächstes von David Lagercrantz lesen darf.

Inhalt

Ich werde die Jägerin sein und nicht die Gejagte (Lisbeth Salander)

Ein Obdachloser wird tot auf dem Stockholmer Mariatorget gefunden. In seiner Jackentasche findet sich die Telefonnummer von Mikael Blomkvist. Als eine DNA-Analyse ergibt, dass der Obdachlose ein sogenanntes Super-Gen besaß, das nur in einer bestimmten Ethnie in Nepal vorkommt, wird Blomkvist hellhörig und nimmt die Recherche auf. Lisbeth Salander hält sich unterdessen in Moskau auf, wo sie einen Anschlag auf ihre verhasste Schwester Camilla plant. Blomkvist bittet Salander um Unterstützung, und sie findet heraus, dass der Obdachlose ein Sherpa war, der an einer dramatischen Mount-Everest-Expedition mit tödlichem Ausgang teilgenommen hatte. Blomkvist kontaktiert einen der Überlebenden der Expedition und verschwindet plötzlich spurlos. Salander macht sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie spürt, dass Blomkvist in großer Gefahr schwebt.

(Quelle: Random House)

Details zum Buch

Vernichtung

von David Lagercrantz
Krimi
Verlag: Heyne
erschienen am: 26. August 2019
ISBN: 978-3-453-27100-5
Seiten: 432

Rezensionsexemplar

Rezension: Jack der Monsterschreck von Max Brallier

Ich bin entführt worden in eine andere Welt. Ich bin kein Fan von Zombies und auch nicht gerade der Fernseh-Junkie. Doch dieses Buch musste ich einfach haben. Und ich brauche jetzt unbedingt einen Freund mit Netflix, der sich die Serie mit mir angucken möchte. Der Trailer zum Buch weiter unten im Beitrag macht einfach Lust auf mehr. Ich denke meine Neffen leisten mir gerne Gesellschaft. Doch jetzt erst mal meine Meinung zum neuen Comic-Roman.

Jack der Monsterschreck und die Zombie- Apokalypse

von Max Brallier und Douglas Holgate

Jack der Monsterschreck und die Zombie Apokalypse Sketchnote

Meine Meinung

Wie gewohnt ein paar Worte zum Cover. Im Prinzip hätte mich das Wort Zombie schon abschrecken müssen. Doch ich wollte unbedingt mal was ganz anderes Lesen und so kam der Comic gerade richtig. Auf dem Cover sieht man ganz vorne Jack, den Protagonisten und seine drei Freunde. Im Hintergrund sind Zombies zu sehen. Breitet man das Buch ganz auseinander, kann man auf der Rückseite die Fortführung des Bildes sehen. Ein grünes Monster schaut einem direkt in die Augen. Das Cover macht Lust auf den Inhalt und lässt auf schöne Illustrationen hoffen.

Mein Experiment Zombies und Comic ist voll und ganz geglückt. Die Zeichnungen von Douglas Holgate machen einfach Spaß. Da habe ich direkt Lust bekommen selbst ein wenig zu zeichnen. Für mein Sketchnote zum Buch habe ich die Köpfe von Jack, June, Quint und Dirk skizziert. Sie kommen dem Original schon sehr nahe. Wobei ich beim Zeichnen wieder mal festgestellt habe, dass Gesichter und ich immer noch keine Freunde sind. Aber Übung macht den Meister. Mit meinem Zombie hingegen bin ich ganz zufrieden. An die Monster habe ich mich nicht heran getraut. Die sind im Buch einfach zu schön anzuschauen. Das kann ich nicht annähernd schaffen.

Zurück zum Buch, „Jack, der Monsterschreck und die Zombie- Apokalypse“ ist der Auftakt einer neuen Comic-Serie, die auch auf Netflix ausgestrahlt wird. Das Buch ist eine schöne Mischung aus Text und Bild. So fliegen beim Lesen die Seiten nur so dahin. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen. Und das mit Zombies! (Das musste ich einfach noch mal erwähnen.)

Ein paar Worte zu den Darstellern. Jack ist 13 Jahre alt und lebt in Wakefield. Bewaffnet mit seinem Schlitzer zieht er durch die Straßen auf der Suche nach weiteren Überlebenden. Als Ich- Erzähler nimmt er mich mit und so bin ich mitten im Geschehen. Seinen besten Freund Quint Baker kann man liebevoll auch als Nerd bezeichnen. Seine Erfindungen sind gold wert. Dann sind da noch Dirk Savage und June Del Toro. Und nicht zu vergessen Rover, den musst du dir im Buch unbedingt anschauen.

Die Monster- und Zombiejagd wird von Jack spannend erzählt. Durch die Zeichnungen kann man sich von der Szene ein gutes Bild machen. Ich sag nur Monster im Kaufhaus, die Seite kannst du dir weiter unten anschauen. Mit dem Bild bekommt Jacks Ausflug eine ganz andere Dimension. Wobei ich die Monster und Zombies gar nicht so gruselig gezeichnet finde, wie ich sie mir vorgestellt hatte. So bekommt das ganze einen viel besseren Unterhaltungswert, als mit meinem grausamen Kopfkino. Die Sprache ist gut verständlich und mit der guten Mischung aus Text und Comic liest sich die Geschichte sehr schnell.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich warte jetzt gespannt auf den zweiten Teil. Welches Abendteuer müssen die vier Freunde dann wohl bestreiten? Bis dahin werde ich dem Aufruf aus der Danksagung von Max Brallier folgen und ohne Smartphone und Fernseher meine eigenen Abendteuer bestreiten.

Blick ins Buch

Der Verlag hat mir ein paar Seiten aus dem Buch zur Verfügung gestellt, damit ich dir schon mal einen kleinen Einblick in die schönen Szenen geben kann.

Inhalt

Der Traum aller Jungs: Monsterjagd statt Schule!

Jack ist ein ganz normaler Teenager. Bis seine Stadt von Zombies überrannt wird.  Zum Glück hat sein großes Hobby – Videospiele zocken! – ihn perfekt auf die Zombie-Apokalypse vorbereitet.  Zusammen mit seinen Freunden verschanzt er sich in einem Baumhaus. Mit vereinten Kräften verteidigen sie sich  gegen die Untoten – mit Stinkbomben, Butterschlotz-Schleudern und Monsterstopp-Saftgranaten, bestehend aus 
Mayonnaise, Brause, Salatsoße und Schuppenshampoo. Nebenbei versucht Jack (nicht sehr erfolgreich),  seine heimliche Liebe June zu beeindrucken … 

Ein rasantes Abenteuer von Bestsellerautor Max Brallier. Das erste Buch einer witzigen Serie um Zombies, 
Monster und Freundschaft für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren.

(Quelle: arsEdition)
Trailer zur Serie auf Netflix

Details zum Buch

Jack der Monsterschreck Buch

Jack der Monsterschreck und die Zombie-Apokalypse

von Max Brallier und Douglas Holgate

Comic-Roman
ab 10 Jahren
Verlag: arsEdition
erschienen am: 18. September 2019
ISBN: 978-3-8458-3655-3
Seiten: 256

Rezensionsexemplar
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