Kurz davor ist manchmal noch zu lang von Lola Mayler

Meine Meinung
Das Cover ist ganz schlicht und einfach und lässt einen doch irgendwie träumen. Es wirkt ein wenig wie ein blauer Sommerhimmel mit ein paar weißen Wölkchen. Als kleines i-Tüpfelchen ist ein weißes Herz mit Schnur zu sehen, das ein wenig wie ein Luftballon wirkt.
„Kurz davor ist manchmal noch zu lang“ von Lola Mayler wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Es ist quasi das Romandebüt der Autorin, das dich gedanklich ins Jahr 2001 katapultiert. Die 19-jährige Protagonistin zieht zum Studieren in eine WG und erlebt dort ihre ersten Studentenpartys. Und alles, was dazu gehört. Freue dich auf eine kleine Zeitreise und erlebe das Erwachsenwerden Anfang der 2000er Jahre.
Ich habe mich von Beginn an in mein eigenes junges Erwachsenenleben zurückversetzt gefühlt. 2001 war ich zwanzig Jahre jung und damit nur ein Jahr älter als die Protagonistin. Spannend fand ich zu verfolgen, welche Art der Kommunikation zu der Zeit gerade angesagt war, das kann sich die Jugend von heute nicht mehr vorstellen. Wie viel Zeit habe ich damals mit Chatten verbracht, wenn ich gerade einen günstigen Anbieter zum Einwählen ins Internet hatte und nicht auf einen wichtigen Anruf wartete.
Mit nostalgischen Gefühlen im Gepäck habe ich die Geschichte von Eli verfolgt. Es wird aus ihrer Sicht in der dritten Person berichtet. So erfahre ich alles, was sie selbst erlebt oder direkt beobachtet, und lerne ihre drei Mitbewohner Max, Nik und Lu kennen. Dabei konnte ich mich direkt mit Eli identifizieren. Sie ist eine strebsame Schülerin gewesen und ebenso geht sie ihr Studium an. Einen Blick auf ihre Gedanken darf ich in Form ihrer Tagebucheinträge werfen. Dort nimmt sie mich als Leserin mit in die Zwickmühle zwischen Max und Nik.
Für mich ist es einfach eine schöne Geschichte, die sehr schön die Tücken der Jugend aufzeigt und dabei perfekt die 2000er Jahre trifft. Im Prinzip darf man hier noch einmal live dabei sein, wie via Internet gechattet wird und das Handy eher noch zur Nebensächlichkeit zählt, weil es hauptsächlich zum Anrufen dient und erst in zweiter Linie zum Schreiben von SMS. Letzteres ist inzwischen schon so gut wie überholt. Wie doch die Zeit vergeht.
Magst du Geschichten mit Protagonisten, die gerade mit dem Studium beginnen? Liebst du Dreiecksbeziehungen in Romanen? Dann habe ich hier ein Buch für dich, das im Jahr 2001 spielt und dich so in eine ganz andere Welt zurückversetzt. Begleite Eli in „Kurz davor ist manchmal noch zu lang“ von Lola Mayler ins Erwachsenenleben. Schaue ihr bei ihren ersten Chatversuchen über die Schulter und erinnere dich vielleicht dabei an deine eigene Jugendzeit. Ich habe das Buch einfach nur verschlungen, weil ich mich mit der Protagonistin sehr gut identifizieren konnte. Und so bekommt die Geschichte von Eli eine ganz klare Leseempfehlung, für alle, die Liebesromane lieben, die vielleicht an der ein oder anderen Stelle ein wenig nostalgisch sind.
Inhaltsangabe
Wie ist es, gleichzeitig in zwei Menschen verliebt zu sein? Wie findet man heraus, was Liebe und was nur ein heißer Flirt ist? Elis Einzug in eine WG sorgt bald für Rivalität unter ihren Mitbewohnern. Die 19-jährige Eli verwickelt sich in ein Liebesdreieck und kann sich nicht zwischen dem reißerischen Max und dem romantischen Nik entscheiden. Die verzwickten Umstände wirbeln Elis Gefühlswelt immer wieder ordentlich durcheinander. Herz oder Verstand: Worauf wird Eli hören? Ein fesselnder Liebesroman, der seine Leser*innen ins Jahr 2001 katapultiert.
Bibliografie

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Autor: Lola Mayler
Genre: Comming of Age
Verlag: Selfpublishing, Books on Demand
ISBN/ ASIN: 978-3757861384
Erscheinungsdatum: 21. November 2023
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 296
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Lola Mayler zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Lola Mayler
















