Mordsand von Romy Fölck

Mordsand

von Romy Fölck

Meine Meinung

Auf dem Cover sieht man ein rotes Leuchtfeuer, etwas Sand und das Meer. Das Leuchtzeichen wird von Strandhafer verdeckt. Ein Weg durch die Dünen führt Richtung Meer. Am Himmel fliegen Tauben, sie scheinen vor den Dunklen Wolken zu fliehen. Über dem idyllischen Platz am Meer prangt in gelben Großbuchstaben der Titel des Romans.

Mit dem Vierten Band der Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn besuchen wir die idyllischen Elbinseln. Wie es sich für einen Kriminalroman gehört, wird aus der ruhigen Kulisse ganz schnell ein Tatort. Der Roman startet mit einem schrecklichen Fund auf Bargsand, der die Ermittler bis in die Zeit der DDR zurück führt.

Ich habe den Roman im Rahmen einer Leserunde der Lesejury gelesen. Sehr schwer fand ich dabei die Einhaltung der einzelnen Leseabschnitte zu der vorgegebenen Zeit. Doch ich habe mich und meine neugierige gezügelt und mich an die Leseetappen gehalten.

Romy Fölck hat mich mit ihrem vierten Kriminalroman wieder überzeugt. Es war für mich ein tolles Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren in der Elbmarsch. Mit der Zeit baue ich als Leser immer eine gewisse Beziehung mit den Personen auf. Und so habe ich mich gefreut Frida, Bjarne und Co wieder zutreffen. Ich habe mich direkt zu Hause gefühlt.

Die aktuelle Erzählung vom Fall wird zum Teil an den spannendsten Stellen von Rückblicken unterbrochen. Dabei greift Romy Fölck ein dunkles Thema der DDR Geschichte auf. Auf die Details dazu möchte ich gar nicht weiter eingehen. Nur so viel, es regt zum Nachdenken an und zeigt mir einmal mehr, wie viel Glück ich doch in meiner Kindheit hatte. Nicht jeder hat das Glück in einer intakten Familie aufzuwachsen.

Die Atmosphäre in der Elbmarsch wird sehr gut beschrieben. Die passende Norddeutsche kühle kommt dabei nicht zu kurz. Über allem steht der Kontrast zwischen Idylle und Bedrohung. Wie gewohnt spinnt Romy Fölck im Laufe der Ermittlungen viele lose Fäden, die mich als Leser zum Rätseln animieren, aber mich doch meist im dunkeln tappen lassen. Ich liebe es, wenn ich bis zum Schluss der Lösung nicht wirklich näher komme und mich auf die Ermittlungen der Kommissare verlassen muss. Und so bin ich dazu gezwungen einfach immer weiter zu lesen, um der Lösung auf die Spur zu kommen.

Für mich war „Mordsand“ eine gute Unterhaltung. Ich habe die Erzählungen von Romy Fölck genossen, obwohl mich die Rückblicke in die dunkle Geschichte der DDR sehr bedrückt hat. Das Ende war für mich so nicht vorhersehbar und ließ mich einfach zufrieden zurück. Ich warte nun gespannt auf den nächsten Roman mit Frida und Bjarne, weil ich umbedingt wissen möchte, wie es in deren Privatleben wohl weitergehen wird. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Es ist genau das richtige für einen verregneten Tag vorm Kamin.

Inhaltsangabe

Am Strand der Elbinsel Bargsand entdecken Spaziergänger ein Skelett, das Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Kriminalpolizei Itzehoe Rätsel aufgibt. Wer war dieser Mann, der dort vor dreißig Jahren mit gefesselten Händen im Schlick vergraben wurde? Wenig später wird auf einer Nachbarinsel ein Hamburger Bauunternehmer tot aufgefunden – ebenso gefesselt wie das Opfer von Bargsand. Die Spur führt in die damalige DDR – zu vier Jungen und einem Pakt, der Jahre später einen grausamen Plan reifen lässt …

Bibliografie

Autor: Romy Fölck
Reihe: Elbmarsch- Krimi Band 4
Genre: Kriminalroman
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2727-0
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2021
Format: Hardcover, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 428
Leseexemplar: ja, Lesejury
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über die Lesejury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Rote Tränen von Mike Landin

Rote Tränen

von Mike Landin

Meine Meinung

Das Cover hat etwas mystisches an sich. Zu erkennen ist eine Hütte mitten im Wald. Aus dem oberen Fenster gelangt ein Lichtstrahl in die neblige Dunkelheit. Man kann einen gepflasterten Weg zur Hütte durch den Wald erkennen. Die weitere Umgebung bleibt aber sehr schön verborgen. Ich finde es passt gut zur Geschichte.

Mit dem Roman „Rote Tränen“ reise ich virtuell in die Berchtesgadener Alpen. Und begleite Jacob, den 18 jährigen Ich- Erzähler bei seinem Umzug vom Spreewald in die Einöde von Almbach. Dort stößt er auf sechs Fälle von vermissten Mädchen in den letzten 20 Jahren. Dabei erkennt er, dass seine Eltern ihm irgendetwas verheimlichen. Und schon ist er mitten im Geschehen.

Der Krimi beginnt sehr spannend mit einem Traum des Erzählers und gibt damit ein Gespür für das was da kommen wird. Als erstes lerne ich Jacob und seine Familie näher kennen und begleite sie auf ihrer Flucht vor den Verleumdungen. An dieser Stelle ist die Erzählperspektive sehr gut gewählt, denn ich erfahre alles nur aus der Sicht von Jacob. So bin ich gezwungen ihm die ganze Zeit zu folgen und mit ihm Schlüsse zu ziehen aus dem was ich erfahre. Die meiste Zeit deckten sich Jacobs Erkenntnisse mit meinen und so blieb ich lange im Unklaren. Von Anfang an hatte ich einen Verdacht, zwischendurch war ich geneigt diesen zu revidieren und dann kam doch alles anders. Wobei ich den Weg dorthin sehr schlüssig und nicht all zu konstruiert fand. Aber das liest du am besten selbst.

Besonders gut haben mir die einzelnen Charaktere gefallen. Auf den klassischen brummigen Ermittler wird verzichtet. Dafür wird die Familie des Erzählers sehr schön gezeichnet. Die kleine Schwester von Jacob musste ich einfach ins Herz schließen. Die Beziehung der Geschwister fand ich einzigartig und schön. Aber auch die Bewohner von Almbach sind auf ihre ganz eigene Art und Weise gut dargestellt und sorgen dafür, dass man sehr schnell Freund und Feind erkennen kann.

Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Nur die kleinen amourösen Anwandlungen des Erzählers bieten eine Pause, um zwischendurch Luft zu holen bevor es rasant weitergeht. Untypisch für einen Krimi ist hier der Protagonist kein polizeilicher Ermittler, sondern der 18 jährige Jacob, der seine Nase in etwas steckt, was ihn nichts angeht. So bekomme ich eine ganz jugendliche Sicht auf die Dinge. Anfangs habe ich gedacht, mit dem jungen Erzähler wird die schärfe aus dem Krimi genommen. Doch damit lag ich sehr daneben. Gerade seine jugendliche Sicht macht das Geschehen noch viel grausamer als es ist. Denn ich als Leser blicke unweigerlich durch seine Augen auf das Geschehen. Die Szene im Wald mit seinem Vater und der Nachbarstochter war dabei so real, dass ich kurz meine Augen schließen musste um nicht hinzuschauen. Das ist bei einem spannenden Buch gar nicht so einfach. Schließlich möchte man ja wissen wie es weitergeht.

Ich habe den Kriminalroman verschlungen. Die Zeit mit dem Buch ging viel zu schnell vorbei. Ich mag Bücher, die nicht den üblichen Konventionen entsprechen und so suchst du hier den typischen Kriminalkommissar vergebens. Wer Lust hat auf einen spannungsgeladenen Ausflug in die Berchtesgadener Alpen macht mit dieser Geschichte nichts verkehrt.

Inhaltsangabe

Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.

„Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab.“

Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

Bibliografie

Rote Tränen von Mike Landin Sketchnote und Rezension zum Buch von Kerstin Cornils

Autor: Mike Landin
Genre: Thriller, Krimi
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3751934961
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 342
Leseexemplar: Ja, Autor


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © MIke Landin

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Dunkles Lavandou von Remy Eyssen

#DunklesLavandou #NetGalleyDE

Dunkles Lavandou

von Remy Eyssen

Meine Meinung

Das Cover zeigt ein idyllisches Dörfchen in den Bergen. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf und deuten so auf ein gewisses Unheil hin. Zusammen ein schönes Bild für einen Kriminalroman aus der Provence.

Im Buch „Dunkles Lavandou“ ermittelt der Gerichtsmediziner Leon Ritter zum sechsten Mal. Für mich ist es der erste Roman von Remy Eyssen und somit auch der erste Fall von Leon Ritter. Die Geschichte laß sich für mich als eine abgeschlossene Geschichte. Mir haben Vorkenntnisse zu den privaten und beruflichen Hintergründen um Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle Morell nicht gefehlt. Ich konnte der Handlung sehr gut folgen. Alle wichtigen Personen wurden vorgestellt und auch ihre kleinen Eigenheiten kamen dabei nicht zu kurz. So war ich direkt im Bilde und hatte nicht das Gefühl, dass ich die ersten fünf Bücher kennen müsste.

Der Roman startet mit einem typischen Prolog, so habe ich als Leser direkt einen kleinen Ausblick wohin die Reise wohl gehen wird. Eins der Opfer gibt einen kleinen Blick auf die Situation und lässt mich schon mal anfangen zu rätseln. Das typische Leben der Franzosen kommt bei dem ganzen nicht zu kurz. Leon Ritter spielt in seiner Freizeit Boule wozu das passende Glas Rosé natürlich nicht fehlen darf. Beim Lesen kam so direkt ein wenig Urlaubsfeeling rüber und lenkte vom eigentlich spannenden Fall ab. Teilweise fand ich die Erzählungen etwas zu langatmig. Auch wenn ich die Beschreibungen der Umgebung sehr schön fand, war es doch ein wenig zu viel. Ich hätte mir einen besseren Fokus auf den Fall und dessen Umstände gewünscht. Am Ende des Buches war ich versucht nur noch jede zweite Seite zu lesen. So bekam ich immer noch alle wichtigen Fakten mit.

Für mich war es ein netter Ausflug in die Provence, den ich für das französische Flair genossen habe. Doch leider konnte mich der Fall nicht hundertprozentig fesseln. Zu sehr wurde ich von den Nebenschauplätzen immer wieder abgelenkt.

Hast du einen Fall von Leon Ritter gelesen? Kannst du mir vielleicht eins der ersten Bücher empfehlen?

Inhaltsangabe

Goldene Inseln, duftender Ginster und ein düsteres Ritual 

Strahlender Sonnenschein und jede Menge Touristen versprechen den Beginn einer perfekten Sommersaison. Die Stimmung in Le Lavandou könnte nicht besser sein, doch eines Morgens wird unter einer Brücke die Leiche einer Frau gefunden. Leon Ritter findet durch die Obduktion heraus, dass sie nicht freiwillig in den Tod gesprungen ist. Vieles deutet auf eine rituelle Tötung hin. Während Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle verschiedenen Verdächtigen nachspüren, scheint die Polizei den Fall schleifen zu lassen – bis eines Tages die Tochter des französischen Kultusministers samt einer Freundin verschwindet. Sie wurden zuletzt in Le Lavandou gesehen …

Der sechste Fall für Leon Ritter: Packende Spannung trifft auf provenzalisches ‚Savoir-vivre‘

Bibliografie

Dunkles Lavandou von Remy Eyssen Sketchnote und Rezension zum Buch von Kerstins Kartenwerkstatt

Autor: Remy Eyssen
Genre: Kriminalroman
Reihe: Leon Ritter 6. Fall
Verlag: Ullstein Buchverlage
ISBN: 9783548291277
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2020
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 496
Leseexemplar: ja, NetGalleyDE


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Ullstein Buchverlage

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Falsches Spiel in Brodersby von Stefanie Ross

Falsches Spiel in Brodersby

von Stefanie Ross

Falsches Spiel in Brodersby von Stefanie Ross mit Bernsteinen

Meine Meinung

Das Cover passt Farblich perfekt zu den ersten drei Bänden um den Landarzt Jan Storm. Ein Gans oder Ente schlägt mit den Flügeln, während sie vom Wasser abhebt. Am Himmel zieht ein Schwarm Gänse vorbei. Die Wolken verheißen nichts gutes und deuten so auf einen Krimi hin. Ob das Cover nun zur Geschichte passt sei dahin gestellt. Es passt gut zur Reihe und lässt mich optisch auf einen schönen Kriminalroman hoffen.

Als die Autorin Stefanie Ross das erste Mal den Titel und das Cover von ihrem neuen Landarzt- Krimi präsentierte war ich sofort Feuer und Flamme. Die ersten drei Romane um den Landarzt Jan Storm habe ich verschlungen. Und so habe ich die Tage gezählt, bis das Buch endlich bei mir eintraf. Das Lesevergnügen war leider viel zu schnell wieder vorbei. Kaum hatte ich das Buch in der Hand, habe ich die Welt um mich herum vergessen. Ich bin ganz und gar in das neue Abenteuer von Jan eingetaucht und habe das Buch am Stück verschlungen. Für die knapp 320 Seiten habe ich einen Tag gebraucht. Zwischendurch habe ich das Buch nur für wirklich lebenswichtige Dinge wie die Nahrungsaufnahme unterbrochen.

Für mich war es ein langersehntes Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren. Sehr schön fand ich die Entwicklung von der Beziehung zwischen Jan und Lena. Wobei natürlich der Kriminalfall im Vordergrund stand. Weißer Phosphor wurde an der Küste gefunden. Nachdem der Landarzt in kürzester Zeit gleich zwei Vergiftungen mit dem Bernstein ähnlichen Element feststellen musste war seine Spürnase geweckt. Als Küstenkind habe ich schon früh gelernt, dass nicht jeder gelbe Stein am Flutsaum Bernstein ist. So war mir der weiße Phosphor auch vor dem Buch schon ein Begriff, wobei ich im realen Leben zum Glück immer einen echten Bernstein in Händen halten konnte. Ein paar davon kannst du auf dem Foto mit dem Buch sehen.

Stefanie Ross ist es mit ihrem vierten Landarzt- Krimi gelungen mich stundenlang zu fesseln. Die Geschichte war für mich spannungsgeladen bis zum Schluss. Dabei ist der kleine Ort an der Schlei Idylle Pur. Doch gerade dieser Umstand macht den Fall noch um so spannender. Kann Jan mit seinen Freunden der Ursache des weißen Phosphors auf die Spur kommen? Steht der Tourismus in Brodersby durch den Fall vor dem Aus? Fragen, die ich mir beim Lesen gestellt habe und dessen Antwort du selbst heraus finden musst.

Ich hatte ein paar wunderbare Lesestunden mit diesem Cosy- Crime Roman. Und empfehle das Buch gerne an alle Fans von Norddeutschen Krimis. Für mich war es eine kurze Reise in meine Heimatregion. Also genau das richtige, um sich kurz aus dem Binnenland an die Küste zu träumen. Nun heißt es warten auf den nächsten Fall für Jan Storm. Was wird ihn dann wohl von seiner Arbeit als Landarzt abhalten? Ich bin gespannt.

Hast du schon eines der vier Bücher gelesen? Von welchem Charakter würdest du gerne mehr erfahren? Ich bin ja ein absoluter Fan von Jans Tante.

Inhaltsangabe

Privates Glück und tödliche Gefahr – Landarzt Jan Storm am Limit

Mit Ende der Urlaubssaison verirren sich nur noch wenige Touristen in die idyllische Landschaft zwischen Ostsee und Schlei. Doch von Ruhe kann für Landarzt Jan Storm keine Rede sein. Beweist der ehemalige Soldat sonst eiserne Nerven, macht ihn die bevorstehende Geburt seines ersten Kindes ungewohnt nervös. Als ein Mädchen in Kontakt mit weißem Phosphor gerät, überschlagen sich in Brodersby die Ereignisse. Denn die Substanz sieht nicht nur Bernstein zum Verwechseln ähnlich, sondern war auch einer der Hauptbestandteile von Brandbomben im Zweiten Weltkrieg. Von diesen militärischen Altlasten liegen noch heute Tausende in der Ostsee– und sind nach wie vor gefährliche Waffen, für die Terroristen gut bezahlen …

Bibliografie

Falsches Spiel in Brodersby von Stefanie Ross Pinterest

Autor: Stefanie Ross
Genre: Kriminalroman
Verlag: grafit Verlag
ISBN: 978-3-89425-754-5
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 318
Leseexemplar: ja, grafit Verlag


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © grafit Verlag

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Madeiraschweigen von Joyce Summer

Madeiraschweigen

von Joyce Summer

Cover zum Buch Madeiraschweigen von Joyce Summer

Meine Meinung

Auf dem Cover ist ein altes Gemäuer zu sehen. Es könnte sich um eine Kapelle oder ein Kloster handeln. Über die Dächer hinweg kann man einen Blick auf das Meer erhaschen. Zusammen mit dem blauen Himmel hat für mich das Cover irgendwie etwas von einem Reiseführer. Ich kann nicht genau sagen warum, aber wenn der Titel jetzt einfach nur Madeira heißen würde, dann hätte ich einen Reiseführer erwartet.

Meine Assoziation ist gar nicht so unpassend. Die Ermittlungen durch das Team um den Commissário Fernando Avila stehen zwar im Vordergrund, doch bietet der Roman ganz viele tolle Anregungen für einen Besuch auf Madeira. Mir haben es die Wanderungen entlang der Levadas angetan. Ich kann mir einen Spaziergang durch die Natur entlang der künstlichen Bewässerung sehr gut vorstellen. Ich bin bisher nur einmal ganz kurz in Funchal gewesen. Doch das was ich im Regen dort zu sehen bekommen habe, hat Lust auf mehr gemacht. Und genauso ist es mit dem Roman, er macht Lust auf mehr Natur und mehr von der Pflanzenwelt auf der Blumeninsel.

Für mich war es das erste Buch um den Comissário Avila. So kam mir das vorangestellte Personenverzeichnis sehr zu gute. Ich konnte mir direkt ein paar Namen einprägen und erkannte die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen. Wer die ersten beiden Bücher schon kennt, kann hier entweder sein Wissen auffrischen, oder aber einfach weiter blättern. Zum Verständnis haben mir die ersten beiden Bücher aber nicht gefehlt. Für das Zwischenmenschliche Verständnis werden ausreichend Informationen geliefert, um den Wortgefechten der Ermittler folgen zu können. Sehr schön fand ich die kleinen Rückblenden in das Jahr 1893 und den Besuch der Gräfin Hohenems auf Madeira. Diese Abschnitte luden einfach zum Schmunzeln ein. Wie die ganze Gesellschaft sich möglichst immer zu Fuß voran bewegte, egal wie hoch die Wege gehen sollten. Bei dem Griechisch Lehrer hatte ich irgendwie das Bild von dem Lehrer aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Kopf, der kommt ja auch nicht so recht hinterher.

Die kleinen Anspielungen auf das Gewicht und die nicht vorhandene Sportlichkeit von Avila fand ich Amüsant. Da hatte ich direkt einen ganz gemütlichen Comissário vor Augen. Ganz im Gegensatz zu seinem Team, für die gilt eher folgender Satz:

Irgendwann fühlst du dich wie ein halber Mensch, wenn du dich nicht bewegst.

Ich finde die Worte sehr passend. Mir selbst geht es gerade genauso. Für mich gehört das Laufen inzwischen einfach dazu, und wenn ich einen Morgen mal nicht sechs Kilometer gelaufen bin fehlt mir etwas. Für mich war in dem Madeira Krimi alles dabei. Ein bisschen Spannung, ein bisschen Humor und ganz viel Natur. Ich konnte bei den Beschreibungen die Szenen förmlich vor mir sehen. Und bekam immer wieder ein paar Häppchen zu gesteckt, um fleißig miträtseln zu können.

Für mich war es eine unterhaltsame Geschichte, die Lust mach auf einen Ausflug nach Madeira, bei dem bitte nicht plötzlich eine abgetrennte Hand auftaucht. Wer einen kleinen gedanklichen Sommerurlaub auf der Insel machen möchte hat mit diesem Madeira Krimi eine gute Unterhaltung und eine wunderschöne Reise. Ich empfehle den Roman gerne weiter als Fernweh Buch in den aktuellen Zeiten.

Inhaltsangabe

WER SCHÖN SEIN WILL, MUSS LEIDEN

Madeiras Damen sind glücklich. Endlich gibt es eine Schönheitsfarm nur für sie. Auch Leticia Avila und ihre Freundin Inês zieht es sofort in den Tempel der Schönheit. Mit Schlammpackungen, Peelings und Massagen lassen es sich die beiden gut gehen. Dann aber machen sie die Bekanntschaft der unangenehmen Journalistin Sofia Lima, die auf den Spuren Kaiserin Sisis die Insel und das Personal der Schönheitsfarm in Unruhe versetzt.

Comissário Avila passt derweil auf seine kleine Tochter auf und denkt darüber nach, seine Arbeit im Polizeipräsidium zugunsten seiner Familie zu reduzieren.

Doch als ein paar Tage später die abgetrennte Hand der Journalistin und kurz danach ihre Leiche auf dem Gelände eines ehemaligen Nonnenklosters gefunden wird, muss er sich entscheiden: Will er weiter den Hausmann geben oder sein Team rund um Subcomissário Vasconcellos unterstützen – vor allem, da Avila den Hauptverdächtigen besser kennt, als ihm lieb ist.

Bibliografie

Madeiraschweigen von Joyce Summer

Autor: Joyce Summer
Genre: Kriminalroman
Reihe: Comissário Avilas 3. Fall
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 978-3751957960
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 340
Leseexemplar: ja, Autorin


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Joyce Summer

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Denn du sollst sterben von Debbie Crombie

Denn du sollst sterben

von Debbie Crombie

Cover zum Hörbuch: Denn du sollst sterben von Debbie Crombie

Meine Meinung

Das Cover zeigt ein winterliches Bild von einem einsamen Haus. Der Weg zum Haus scheint mit einem Band abgesperrt zu sein. Der Bodennebel verdeckt die Landschaft vor dem Haus. Das Bild wirkt düster und passt somit zu einem Krimi.

Wie du inzwischen weißt, wähle ich meine Bücher in der Regel nach dem Cover aus. Auf diesem Hörbuch bin ich durch Zufall gestossen. Ich habe bei der Suche im Bloggerportal einfach mal meinen Wohnort eingegeben und siehe da, dieses Hörbuch kam als Ergebnis dabei raus. Da das Cover nach meinem Geschmack war und der Klappentext neugierig machte, habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden.

Jürgen Holdorf verleiht mit seiner ruhigen Stimme dem Krimi eine gewisse Ruhe. Mit wenigen Akzenten plätscherte so die Geschichte an mir vorbei. Ich konnte ihm gut zuhören, doch konnte mich die Geschichte nicht so richtig packen. Die Spannung kam beim Hörbuch einfach nicht richtig rüber. Für mich war es der erste Kincaid-James-Roman. Und wird vermutlich auch der letzte gewesen sein. James Kincaid war für mich irgendwie nicht greifbar. Das könnte zum Einen daran liegen, dass dies schon der 18. Roman in der Reihe ist und mir das gesamte Vorwissen fehlt. Zum Anderen konnte ich durch die langsame Erzählung einfach keinen Zugang zum Kriminalfall bekommen. Und so habe ich mich beim Zuhören mehr auf meine Bastelarbeiten konzentriert, als auf die Geschichte.

Inhaltsangabe

Lower Slaughter ist ein malerisches Dorf in den Cotswolds. Dorthin ist Detective Superintendent Duncan Kincaid privat unterwegs, als er in einen schweren Unfall verwickelt wird: Kincaid wird verletzt, die Fahrerin des anderen Wagens, und ihr Beifahrer Fergus O’Reilly überleben die Kollision nicht. Wie sich bald herausstellt, kannten sich die beiden gar nicht, hatten aber beide kurz vor dem Unglück im Pub von Viv Holland gegessen – der Chefköchin, zu deren Benefizessen am Wochenende Kincaid und seine Kollegin James eingeladen sind. Der Fall wird immer rätselhafter, denn die Untersuchung ergibt, dass O’Reilly bereits vor dem Unfall tot war …

Hörprobe von Denn du sollst sterben von Debbie Crombie, gelesen von Jürgen Holdorf aus: der Hörverlag

Bibliografie

Autor: Debbie Crombie
Sprecher: Jürgen Holdorf
Genre: Kriminalroman
Reihe: Kincaid-James-Romane 18
Verlag: der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-4033-8
Erscheinungsdatum: 13. April 2020
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 13h27min
Leseexemplar: ja, Bloggerportal


Quellen:
Klappentext, Hörprobe und Cover Original: © der Hörverlag

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