Janet Zentel


Autoreninterview

mit Janet Zentel

Foto der Autorin Janet Zentel mit ihrem Kinderbuch Igeldi: Hurra, endlich ist der Igel da

Liebe Janet, stelle Dich meinen Lesern kurz vor!

Hallo ihr Lieben,
ich bin Janet, 33 Jahre jung und lebe mit meinem Mann, unserer Tochter und unserem Labrador Balu im schönen Schwarzwald. Gerade bin ich Hochschwanger und wir warten sehnsüchtig auf unserenFamilienzuwachs :-). Wenn du das hier liest ist unser kleiner Schatz vermutlich schon auf der Welt. Ich leide unter dauerhaftem Fernweh und liebe es die Welt zu entdecken. Ich bin am liebsten in der Natur unterwegs und lange Spaziergänge mit unserem Hund sind für mich pure Entspannung. Und natürlich bin ich Büchersüchtig. Ich liebe es zu lesen aber noch mehr liebe ich es selbst zu schreiben.

Bei deinem Roman: Mit Quietscheente auf Weltreise wurde direkt mein Fernweh Herz erwärmt. Ich habe deine Highlights der Weltreise im Buch gelesen. Magst Du meinen Lesern ein Ziel der Weltreise schon mal verraten?

Foto mit Janet Zentel in Tonga

Gar nicht so einfach hier genau ein ZIel rauszusuchen, denn es gab so viele großartige Länder und Momente. Aber ich entscheide mich für Tonga. Diese kleine wundervolle Insellandschaft, die Menschen und die Erfahrung auf der einsamen Insel zusammen mit den Walen ist für immer sehr tief in meinem Herzen verankert.

Als Kind wollte ich unbedingt zu See fahren und Kapitän werden. Nun erfülle ich mir den Seereisewunsch einmal im Jahr mit einer Kreuzfahrt, um so in Etappen die Welt zu entdecken. Was ist deine liebste Art zu reisen?

Wie schön, dass du auch deine Träume lebst – und das mit dem Kapitän werden finde ich ja sehr spannend! Tatsächlich ist meine liebste Art zu Reisen genauso, wie wir es auf der Weltreise gemacht haben. Einfach nur mit einem Rucksack losgehen und am besten noch nicht mal wissen wo die Reise hingeht und wie genau man dort hinkommt :-).

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Seit ich schreiben kann, habe ich angefangen Tagebuch zu schreiben – das war in der ersten Klasse. Ich habe dieses Buch noch und es zaubert mir beim durchblättern immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.In der Schule habe ich es geliebt Aufsätze zu schreiben und wurde immer für meine Kreativität gelobt, während Diktate nicht wirklich zu meinen besten Leistungen zählten. Während der Schulzeit habe ich
mehrere Schreibwettbewerbe gewonnen und an meinem Abschlussaufsatz,den ich erst Jahre später abholte hing eine Karte der Co-Korrektorin: Habe noch nie so einen tollen Aufsatz gelesen. Ich hoffe du machst was aus deinem Talent.Tatsächlich hat dieser Satz für mich den Anstoß gegeben. Ich hatte schon länger den Wunsch ein Buch zu schreiben und ab da setzte ich ihn tatsächlich um.

Wo schreibst du deine Bücher? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Bis vor kurzem war ich noch „Die wandelnde Schreiberin“ wie ich mich gerne bezeichnete. Ich schrieb nämlich überall, wo es eben gerade ging. Am Küchentresen, am Esstisch, im Garten, auf der Couch…Seit Juni bin ich nun überstolze Besitzerin einer eigenen Schreibhütte in unserem Garten. Das war immer mein großer Traum :-)
Zum Schreiben gehört für mich übrigens immer meine Dose Cola Light (furchtbares Laster, aber es ist mein Ritual ;-)).

Auch in deinem Liebesroman „Wolkenblick“ geht es unter anderem um eine Weltreise, magst du das Buch mit drei Sätzen kurz vorstellen?

Wolkenblick ist mein absolutes Herzensprojekt. Es ist mein erstes Buch und sehr, sehr emotional.Ich nehme meine Leser mit auf eine Reise um die Welt und zu sich selbst.
Dabei gehe ich der Frage auf den Grund, ob wir wieder glücklich werden können, wenn wir den wichtigsten Menschen in unserem Leben verlieren…

An welchem Projekt schreibst du gerade?

Mein aktuelles Projekt ist „MamaHoch3“. Auch ein absolutes Herzensprojekt von mir. Als ich das erste Mal Mama geworden bin habe ich mich in einer Welt wieder gefunden, die ich so nicht erwartet habe.Voll von Vorurteilen, Missgunst und Lügen…Ich war entsetzte über die Einmischung von Außen. Das fängt schon in der Schwangerschaft an, geht weiter mit der Geburt (natürlich vs. Kaiserschnitt) und sobald das Baby da ist (stillen vs. Flasche) usw.
Mit MamaHoch3 möchte ich zeigen, dass wir alle unterschiedliche Menschen sind. Das bedeutet unterschiedliche Mamas, mit unterschiedlichen Werten, mit unterschiedlichen Kindern, mit unterschiedlichen Erfahrungen usw. und doch lieben wir alle unsere Kinder.Ich wünsche mir mehr Verständnis und zusammenhalt unter Mamas :-).
Und im Frühjahr erscheint mein erster Psychothriller – darauf freue ich mich schon sehr :-):

Neben den Romanen hast du noch Kinderbücher geschrieben. Was macht für dich das besondere, am Schreiben eines Kinderbuches aus?

Ganz klar die Zielgruppe und die Illustrationen dazu. Kinderbücher zu Schreiben macht mir ganz besonders viel Freude, weil dazu durch meine Illustratorin meine geschriebenen Worte auch gleichnoch in Bildern entstehen. Das ist wirklich wie Magie.Und dann natürlich die wundervolle Zielgruppe. Mit Igeldi war ich auf Buchreise durch zahlreiche Kindergärten. Es hat so viel Spaß gemacht und man weiß einfach nie, was einen erwartet :-).

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meiner Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Diese Papierkunst finde ich ja super toll! Ich bin generell ein sehr kreativer Mensch, probiere ständig neue Dinge aus. Ich gieße zB auch Figuren und Buchstaben aus Steinsand. Immer wieder ein sehr
schönes Geschenk zur Geburt :-).

Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Das fällt mir tatsächlich schwer. Wenn ich eine Idee habe, muss ich diese auch festhalten und mein Gehirn ist irgendwo immer bei meinen Geschichten / im Schreibmodus.
Am besten Entspannen kann ich mich aber in der Badewanne mit einem richtig schönen Hörbuch (Psychothriller bevorzugt;-)).

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

Ich lese fast nur noch mit dem Kindle oder Hörbücher. Auf dem KIndle: Kind der 90er von Michele Voigt – ich durfte sie auf ihrer Buchreise begleiten und ihr wundervolles Buch ist gerade
frisch geschlüpft! Und als Hörbuch: „Die gute Tochter“ von Karin Slaughter.

Liebe Janet, vielen Dank für das Interview.

Ich danke dir von Herzen!


Quellen:
Fotos und Cover Original: ©Janet Zentel

B.S.L. Peschka

Autoreninterview

mit B.S.L. Peschka

Liebe Bärbel, stelle dich meinen Lesern kurz vor!

Hallo liebe Buchfreundinnen und -freunde!
Ich bin als drittes von vier Kindern im Rheinland geboren und mein voller Name lautet Bärbel Sabine Lioba Peschka. Ich bin promovierte Biologin und Fachhumangenetikerin und gebe das Magazin Ohrenkuss heraus, bei dem alle Autoren ein Chromosom mehr haben als die meisten Menschen, denn sie haben das Down-Syndrom. Mit ihnen teile ich die Leidenschaft des Schreibens.

Ich habe zwei tolle, große Kinder und keine Haustiere.

Peschka Pinker Stuhl am Bücherstapel

Ich habe einen pinken Stuhl auf Reisen geschickt und mit meinem kleinen pinken Stuhl viel Spaß in meinem Leben (wie man auf meinem Blog www.bsl-peschka.de und auf Instagram bsl-peschka oft sehen kann).

Außerdem male ich und gestalte immer wieder mein Haus um. Ich liebe Gesellschaftsspiele, Nudeln in allen Variationen, Kabarettabende und Bücher, Bücher, Bücher …

Lesen und Schreiben ist meine große Leidenschaft!

Deinen Debütroman: Sophie & Cassian – zaghaft habe ich an einem Wochenende verschlungen. Magst Du dein Buch mit drei Sätzen vorstellen?

Allen Ernstes: Ganze Romane zu schreiben ist nicht so schwer, wie anschließend den Klappentext zu verfassen oder in drei Sätzen sein Buch vorzustellen. Aber da muss ich jetzt wohl durch:

1. Die erste Liebe ist wunderschön, bringt aber auch sehr viel Aufregung und Unsicherheit ins Leben …

2. Die erste Liebe ist so wichtig und so undurchsichtig, so prägend und man hat keine Anleitung, sondern muss sich auf sein Bauchgefühl verlassen, obwohl da gerade Schmetterlinge und Zwerge alles durcheinander bringen …

3. Unsicherheit ist der Nährboden für Eifersucht und das bringt meistens nur Schwierigkeiten mit sich …

Diese drei Sätze waren jetzt keine Vorstellung der Geschichte, sondern haben eher die Gefühlslage von Sophie und Cassian angerissen; zu viel zu verraten wäre ja auch schade.

Als Kind wollte ich unbedingt zur See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Ich bin ja schon etwas älter und zu einer Zeit aufgewachsen, in der die Einkaufswagen noch keinen Chip hatten, damit die Leute einen Anreiz haben, ihn selber zurückzubringen. Also standen sie einfach durcheinander hinter den Kassen und es gab den Job, sie alle wieder einzusammeln und zurückzubringen. Das wollte ich werden: Wagenzusammenschieber im Einkaufszentrum. Tja, dann wurde ich wegrationalisiert.
Danach wollte ich unbedingt Linkshänderin werden, weil mein Vater Grundschuldirektor war und ich mitbekommen hatte, dass Linkshänder etwas Besonderes sind und das wollte ich natürlich auch sein. Auch daraus ist nichts geworden …
So bin ich Humangenetikerin geworden, schreibe jetzt Liebesromane und genieße es sehr. Also nicht unterkriegen lassen, wenn der erste (oder auch der zweite) Berufswunsch nicht in Erfüllung geht!

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer gerne und viel gelesen. Geschrieben habe ich anfangs ganz viele Briefe (ja, so war das damals) an meine Freundinnen und Freunde und dann kamen Kurzgeschichten dazu von Dingen, die mir im Alltag so vor die Füße fielen.
Und vor sieben Jahren sprudelte der erste Roman aus mir heraus, anders kann ich das nicht beschreiben. Ich schrieb neben Arbeit, Kindern, Haushalt in jeder freie Minute und nach drei Monaten war ich fertig. Und ab da habe ich (mit Pausen) eigentlich immer geschrieben.
Jetzt werde ich nach und nach meine Werke veröffentlichen und stecke schon mit vielen Ideen in neuen Projekten …

Wo schreibst du deine Bücher? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Da gibt es zu viele Orte, ich wechsle sehr gerne nach Lust und Laune, habe ein Arbeitszimmer unterm Dach mit einem wunderschönen Ausblick, schreibe gerne am Esstisch

zwischen Küche und Wohnzimmer, den ganzen Sommer im Hof oder Garten, aber auch in meinem Mal-/Kreativzimmer, im Café, im Urlaub. Mein Laptop und ich sind flexibel.
In heißen Schreibphasen habe ich mir den Laptop sogar ins Bett geholt, wenn ich gar nicht schlafen konnte, weil die Dialoge in meinem Kopf Tango tanzten …

Am Ende deines Debütromans habe ich nur gedacht: Wie gemein ist das denn! An welchem Projekt schreibst du gerade? Dürfen wir uns bald über eine Fortsetzung freuen?

Ja, die Fortsetzung gibt es bestimmt in ca. zwei Monaten. Ich muss nur noch letzte Korrekturen vornehmen und dann geht es ans Cover und die ganzen anderen Vorbereitungen.

Ein weiterer Roman existiert schon in der Rohfassung und wird dann anschließend bearbeitet, während schon weitere Ideen anklopfen. Im Moment ist eher die Organisation all meiner Vorhaben das Problem, nicht die Ideen …

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meinen Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Ich male mit Acryl auf Leinwand und mache außerdem viele Kunstprojekte. Vor Jahren habe ich zum Beispiel eine Autogrammbildaktion gestartet. Dann habe ich versucht, mein Leben in Gestaltungskästen von A bis Z unterzubringen. Jeder Buchstabe durfte nur einmal verwendet werden. Das hat sich bei einigen Buchstaben als sehr schwierig herausgestellt. Am Ende hatte ich mein ganzes Leben untergebracht. Sowas beschäftigt mich immer wochen- oder monatelang und kann meine Gedanken sehr in Anspruch nehmen. Wann die nächste Idee kommt, weiß ich erst, wenn ich etwas sehe, was einen Kreativschub bei mir auslöst.

Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Peschka Pinker Stuhl im Garten

Oh, da gibt es viel, ich liebe es, Zeit in meinem Garten zu verbringen, ein bisschen Unkraut zu jäten, viel im Liegestuhl zu lesen …

Außerhalb von Corona liebe ich natürlich das Treffen mit Freundinnen und Freunden, gehe so gerne in Kabarett und in Kneipen, Restaurants, ins Kino – darauf freue ich mich sooo sehr!!!

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

In der für mich aufregenden Zeit der Veröffentlichung meines eigenen ersten Buches habe ich einfach wieder mit der Redwood-Love-Reihe angefangen, die ersten drei Bücher habe ich schon einmal gelesen, da kann ich nur genießen und abschalten und dann bin ich bereit für Band 4 und 5, wenn sich bei mir die Aufregung etwas gelegt hat.

Dein Buchbaby ist erst wenige Tage alt. Magst du deine Aufregung und Gedanken zur Veröffentlichung mit mir und meinen Lesern teilen?

Wie schon erwähnt, habe ich den Roman Sophie & Cassian – zaghaft schon vor sieben Jahren geschrieben und dann hatte er in der Schublade sein zuhause. Mein Entschluss im letzten Jahr, ihn zu veröffentlichen und mich als Autorin zu präsentieren, war sehr aufregend.
Man ist stolz auf das, was man geschaffen hat; ich finde den Roman natürlich bezaubernd, aber sehen das andere Menschen auch so? Man macht sich verletzlich, wenn man sein Buch herausgibt und es gibt auch viele Menschen in meinem Umfeld, die nicht wissen, dass ich schreibe und dann auch noch Liebesromane …

Aber es ist ein Teil von mir und den werde ich nicht mehr verstecken. Ich habe in der kurzen Zeit so viele liebevolle Rückmeldungen bekommen, dass ich ganz glücklich bin und den Entschluss auf keinen Fall bereue.

Liebe Bärbel, vielen Dank für das Interview. Ich bin schon sooo gespannt auf die Fortsetzung.


Ich bedanke mich für dein Interesse und deine Unterstützung. Viele liebe Grüße an dich und alle Leserinnen und Leser!

Bibliografie

Sophie und Cassian zaghaft von BSL Peschka Sketchnote und Buch

Autor: B.S.L. Peschka
Genre: Liebesroman, New Adult
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 979-8633693720
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2020
Format: eBook und Taschenbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 301
Leseexemplar: ja, Mainwunder

Inhaltsangabe

„Cassian fand alles an Sophie schön, wie sie ging, mit ihren Händen sprach, wie sie ihren Kopf zur Seite neigte, wenn sie lachte …“

Sophie ist zwei Jahre jünger als Cassian, sie wohnen in derselben Straße, gehen auf dieselbe Schule, haben als Kinder zusammen gespielt. Doch in den letzten Jahren verlieren sie sich aus den Augen. Ein paar zufällige Begegnungen verschieben die Perspektiven …

„Etwas hatte sich heute Abend zwischen ihnen verändert. Anstelle der alten Unbekümmertheit war eine neue, aufregende Spannung getreten …“

Sie fangen an, etwas füreinander zu empfinden – vorsichtig, ungläubig und unsicher.

„Sophie erwiderte zaghaft seinen Kuss, kam ihm entgegen, als würde sie ein unsichtbares Band zu ihm ziehen …“

Doch es kommt zu Missverständnissen und einem traumatischen Erlebnis. Ob aus diesem Chaos noch Liebe werden kann?

„Cassian küsste Sophie so, wie er noch nie ein Mädchen geküsst hatte, mit all seiner Liebe, sanft und zärtlich, heiß und sinnlich und völliges Neuland begehend.“

Ende gut! Alles gut? Angst, Eifersucht und Zweifel könnten alles zerstören …


Quellen:
Klappentext, Cover Original, Fotos mit Stuhl: © B.S.L. Peschka

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Susan Carner

Autoren Interview

mit Susan Carner

Foto der Autorin Susan Carner

Liebe Susan, stelle Dich meinen Lesern kurz vor!

Also, ich bin Susan, komm aus Graz, liebe meine Heimat, wohne aber gerne in Berlin, denn ich bin grundsätzlich Weltenbummler. Könnte auch in London oder New York leben, was ich vielleicht irgendwann auch tue. Meine Urlaubsliebe gilt natürlich Mallorca, hab ich 2015 für mich entdeckt und lieben gelernt. Ansosnten hab ich schon in Indien, der Ost-Küste der USA und Saudi Arabien gelebt, jeweils aus beruflichen Gründen. Meine Krimis spielen auch grundsätzlich an Orten, die ich gut kenne.

Ich habe von dir „Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ gelesen. Und konnte so ein paar Orte auf Mallorca aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Was macht für dich den besonderen Reiz der spanischen Insel aus?

Die Leichtigkeit! Ich fühle mich dort wie von allen Zwängen befreit (nicht, weil ich zu viel Sangria trinke 😉) Es ist so heiter, die zauberhafte Landschaft, das elegante Palma, die traumhaften Strände … die Mischung macht es aus. Und ich habe für mich einen Flecken gefunden, wo ich mich besonders heimisch fühle. Ein Resort im letzten Winkel von Paguera. Ein Paradies. Da spielen auch meine Mallorca-Krimis …

Als Kind wollte ich unbedingt zu See fahren und Kapitän werden. Doch außer Urlaub auf See ist daraus nichts geworden. Was war dein Berufswunsch als Kind? Stand für dich da schon das Schreiben auf dem Programm?

Nein. Ich habe nie davon geträumt, Schriftstellerin zu werden. Das kam sozusagen über mich. Beim Schwimmen im Pool in dem oben erwähnten Resort in Paguera, welches in der Mallorquinischen Leiche als Kulisse dient, ist vor meinem geistigen Auge eine Leiche aufgetaucht … und ein kompletter Mordfall mit Motiv und Täter war in meinem Kopf. Frag mich nicht, warum. Das habe ich aufgeschrieben, ist aber in der Schublade versteckt geblieben, bis mich eine Idee zu „Mord am Campus“ doch dazu gebracht hat, einen Krimi zu schreiben. Ja, und jetzt erscheint bald mein fünfter …

Wo schreibst du deine Bücher? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Meist in meiner Berliner Wohnung am Balkon …

Foto vom Arbeitsplatz der Autorin Susan Carner

Du hast inzwischen ein paar Bücher veröffentlicht. Welches liegt dir davon am meisten am Herzen?

Das erste … Mord am Campus. Es war unheimlich schwer, diese Gerichtsszene zu schreiben. Ich bin immer noch stolz auf mich …😉 Und vor allem, dass ich mich an die Veröffentlichung getraut habe… Aber auch „Der Tiergartenmörder“ liegt mir am Herzen. Weil es aktuelle Probleme in Berlin aufgreift und Menschen zum Nachdenken bringt. Meine Mallorca-Krimis mag ich aber auch sehr …😉 Weil sie die Leichtigkeit Mallorcas widerspiegeln und die zauberhafte Insel in ihren schönsten Farben darstellen 😊.

Gibt es bald ein neues Buch von dir oder magst du kurz verraten an welchem Projekt du gerade arbeitest?

Ich arbeite parallel an verschiedenen Projekten … als nächstes (Spätsommer) wird eine Fortsetzung der Mallorquinischen Leiche erscheinen. Höchst dramatisch handelt sich Kommissarin Mercédès Mayerhuber durch einen Fall, der um die Johannissnacht in Paguera spielt. Ein kleines Mädchen verschwindet … Parallel schreibe ich auch an einem Corona-Krimi 😉 Eigentlich hatte ich zwei andere Berlin-Fälle für Kommissarin Rebecca Winter aus „Der Tiergartenmörder“ im Kopf, aber Corona kam dazwischen. Und wie du ja weißt, sind meine Berlin-Krimis Momentaufnahmen unserer Zeit …

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meiner Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Ich weiß nicht, ob man das kreativ nennen kann … ich unterrichte ja in der Erwachsenenbildung und da macht es mir unheimlich Spaß, Konzepte zu entwerfen, wie ich den Stoff an meine Studierenden weitergeben kann. Das ist oft auch sehr kreativ mit praktischen Beispielen 😉

Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Lesen! Definitiv, um das Lieblingswort meines Co-Kommissars Miquel aus der Mallorquinischen Leiche zu verwenden. Und zwar Krimis. Ich liebe Felicitas Mayall und ihre Kommissarin Laura Gottberg. Und als Frau Mayhall plötzlich starb und keine weiteren Bände erschienen sind, war ich unheimlich traurig. Also habe ich kurzerhand zwei eigene Kommissarinnen erschaffen 😉

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

„Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern.“ von Randi Crott. Es ist kein Liebesroman, denn solche Bücher sind nichts für mich, sondern ein historischer Tatsachenroman über ein norwegisches Mädchen und einen deutschen Soldaten, der als Halbjude auch in Hitlers Dienst musste und in Norwegen stationiert war. Als Historikern bin ich ein Fan von Büchern, die sich mit unserer nahen Vergangenheit beschäftigen. Mein Lieblingsbuch ist „Die Welt von Gestern“ von Stefan Zweig, und die Bücher von Stefanie Zweig (die zwei sind nicht verwandt), in der sie sich mit ihrer eigenen jüdischen Vergangenheit auseinandersetzt. Sehr berührend und authentisch. Sollten alle lesen, die meinen, Flüchtlinge aus politischen Gründen sollten zu Hause bleiben …

Liebe Susan, vielen Dank für das Interview. Ich bin mal gespannt, wann ich das nächste Mal nach Mallorca reisen darf. 

Es war mir eine Freude, liebe Kerstin. Bis bald in Mallorca.


Hast du jetzt auch Lust bekommen auf die schöne Insel Mallorca zu reisen? In meiner Rezension zu „Mallorquinische Leiche zum Sa Rua“ kannst du einen kleinen Vorgeschmack bekommen.

Mehr über die Autorin und ihre Bücher findest du auf ihrer Homepage: https://www.susancarner.com/


Quellen:
Bilder im Fließtext: © Susan Carner


Joyce Summer


Autoreninterview

mit Autor

Joyce Summer
©Joyce Summer

Liebe Joyce, stelle Dich meinen Lesern kurz vor?

Moin, ich bin eine Hamburger Krimiautorin, die seit 2014 Krimis
schreibt. Meine Bücher spielen aber nicht im kühlen Norden, sondern
dafür zieht es mich immer in südliche Gefilde. Durchaus möglich, dass
ich bald Hamburg den Rücken kehre und ganz in den Süden entschwinde.
Sozusagen auf den Spuren meines Comissários wandle …  

Mit der Anfrage für ein Wimmelbild zu deinem Roman „Tod am Kap“ kamen wir 2019 das erste Mal in Kontakt. Wie bist du auf meine Sketchnotes oder Wimmelbilder, wie du sie nennst aufmerksam geworden?

Ich hatte auf Instagram gesehen, wie die du eines der Bücher meiner Freundin Eva „bemalt“ hast. Das hat mir so gut gefallen, da dachte ich, wäre doch
schön, wenn mein Captain Pieter oder mein Comissário Avila auch so ein
Wimmelbild bekommt.  

In meinem letzten Urlaub durfte ich „Tod am Kap“ lesen. Der Roman entführte mich nach Kapstadt. Für mich ist Reisen nicht nur in Büchern ein wertvolles Gut. Wie bist du auf Kapstadt und auf Madeira als Spielorte für deine Kriminalromane gekommen?

Die Idee zu meinem ersten Krimi hatte ich schon vor fast neun Jahren, als ich für
meine Lieblingsinsel, Madeira, keine passende Urlaubslektüre fand. Da dachte ich, wieso schreibst du nicht einfach über diese Insel.
Irgendwann hatte ich auch Lust, von einem anderen meiner Lieblingsländer zu schreiben, so ist mein erster Südafrikakrimi entstanden. Dort geht es natürlich sehr viel härter zu als auf dem idyllischen Madeira. Und mein Ermittler ist auch nicht unsportlich und gemütlich, sondern genau das Gegenteil als Kapitän eines Rugbyteams.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Und an welchem Projekt schreibst du gerade?

Bisher habe ich fünf Krimis und eine Kurzgeschichte veröffentlicht. Im
Juli soll dann mit »Madeiraschweigen« der dritte Teil meiner Comissário
Avila Reihe herauskommen. Diesmal muss sich der arme Avila unter dem
Motto »Schöner Morden auf der Blumeninsel« mit einem Mord im Umfeld
einer Schönheitsfarm auseinandersetzen. Ein historischer Gast der Insel,
die sehr viel Wert auf Schönheit legte und dafür berühmt war, kommt auch
vor …
Parallel habe ich schon meinen neuen Südafrikakrimi im Blick. Da sollen
die Leser Captain Pieter Strauss in die Karoo folgen.

In einem Gespräch während der Ersatzveranstaltungen der Leipziger
Buchmesse hast du gesagt: „Der Leser muss miträtseln können“. Das
Miträtseln macht für mich einen Krimi erst so richtig spannend. Wie
schaffst du es, genau das richtige Maß an Informationen zu geben, dass ich als Leser so schön mit raten kann?

Ich plotte meine Bücher von vorne bis hinten durch. Dazu gehört auch das
Streuen von Hinweisen und natürlich jede Menge falsche Fährten. Ich
selber bin immer enttäuscht, wenn ich einen Krimi lese oder sehe, in dem
am Ende der Mörder aus dem Hut gezogen wird. Es ist doch unfair, wenn
der Kommissar andere Hinweise hat, als der Leser. Gut finde ich es, wenn
ich es sogar schaffe, dem Leser mehr Hinweise zu geben als dem Kommissar
und er trotzdem lange nicht weiß, wer der Mörder ist …

Ich lese zum Ausgleich zu meiner Arbeit in der Apotheke, die seit Wochen viel Fingerspitzengefühl erfordert. Was ist dein Ausgleich zum
Autorenalltag und zu deinem Beruf?

Lesen ist für mich auch immer ein wichtiger Ausgleich. Obwohl ich durch
meinen Beruf mittlerweile Bücher anders lese als früher. Aber auch der
Sport darf nicht zu kurz kommen. Am meisten genieße ich es, wenn ich mit
dem Rennkajak über die Alster oder entlang der kleinen Alsterkanäle
fahre. Es ist unglaublich, wie dann der Kopf frei wird. Und wenn ich
ganz viel Glück habe, fliegt sogar ab und zu ein Eisvogel vorbei. Zum
Glück wird das jetzt wieder mit ein paar Einschränkungen möglich sein.
Ich freue mich schon sehr aufs Wasser.

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meiner Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Da das Schreiben ja mittlerweile mein Fulltimejob ist, bleibt dafür wenig Zeit. Allerdings versuche ich mich immer mal bei Marketingaktionen an dem Basteln von Kollagen oder witzigen Bildern. Das macht viel Spaß.

Bei mir häufen sich die Bücher auf dem Nachttisch. Von Liebesroman
bis Thriller ist fast alles dabei. Welches Buch liegt bei dir gerade auf
dem Nachttisch?

Ich habe mehrere Krimis von Schriftstellerkollegen und -freunden bei mir
liegen. Auch wartet von Haruki Murakami »Von Beruf Schriftsteller« und
»Tanz mit dem Schafsmann« auf mich. Ich finde seine surrealistische Art
zu schreiben, gepaart mit abstrusen Kriminalsträngen, einfach toll.

Liebe Joyce, vielen Dank für das Interview. Ich freue mich schon auf eine virtuelle Reise nach Madeira irgendwann in einem deiner Kriminalromane.

Cover vom Buch: Madeirasturm von Joyce Summer

Inhaltsangabe zum Roman: Madeirasturm

STÜRMISCHE ZEITEN FÜR DEN COMISSÁRIO

Ein Sturm braut sich über der Atlantik-Insel zusammen und im Hafen von Funchal wird die Leiche eines Touristen angespült. Hat der junge Mann wirklich nur das tobende Meer unterschätzt?

Comissário Avila hat kein gutes Gefühl bei der Sache, aber er kann sich nicht darum kümmern: Ein romantisches Wochenende mit seiner Frau in Madeiras malerischer Bergwelt steht an. Doch nicht nur der aufziehende Sturm stört die Idylle: Im Hotelpool schwimmt plötzlich die Leiche einer jungen Frau.

Von der Außenwelt abgeschnitten versucht Comissário Avila den Mörder zu finden – ein Wettlauf gegen die Zeit, denn inmitten des tosenden Sturms jagt der Mörder schon sein nächstes Opfer – und das betrifft Avila ganz persönlich …

Bibliografie

Autor: Joyce Summer
Genre: Kriminalroman
Reihe: Avila Mysteries 2
Verlag: Selfpublishing/ Books on Demand
ISBN: 978-3748157175
Erscheinungsdatum: 06. August 2019
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 332


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Joyce Summer

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Vom Flüchten von Cordula Gartmann

Autoreninterview

mit Cordula Gartmann

https://www.facebook.com/kerstinskartenwerkstatt/posts/2793728170710391

Liebe Cordula, stelle Dich meinen Lesern kurz vor? 

Ich bin 51 Jahre alt, lebe in Hamburg und bin hauptberuflich Texterin im Bereich Social Media. 

Dein Roman „Vom Flüchten“ erschien letztes Jahr im Juni und steht aktuell auf der Longlist Contemporary 2020 des Skoutz-Awards. Magst du deinen Roman meinen Lesern mit 5 Sätzen schmackhaft machen? 

Ich schildere aus der Sicht der 13jährigen Janne Flucht und Vertreibung zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Janne erlebt dabei die Schrecken des Krieges, aber auch den Zusammenhalt in der Familie, die Stärke der Frauen. Die Frauen haben damals Unglaubliches geleistet; gekämpft, sich gegenseitig unterstützt, nie aufgegeben. Und ihre Familien durchgebracht. 

Das Thema Flüchten ist heute wieder so allgegenwärtig wie zum Ende des zweiten Weltkrieges. Meine Großmutter floh damals aus Oberschlesien nach Schleswig- Holstein. Sie hat zu ihren Lebzeiten nicht viel darüber gesprochen. Wie viel persönliche Erlebnisse deiner Eltern von der Flucht sind in die Geschichte mit eingeflossen? 

Es ist sehr viel aus meiner Familie mit eingeflossen. Meine Eltern waren noch kleine Kinder, als sie flüchteten. Es hat sie sehr geprägt und damit auch mich. Sein Zuhause zu verlieren, zu flüchten, Menschen sterben zu sehen, ist eine traumatisierende Erfahrung. Entstanden ist das Buch aber aufgrund einer Erzählung meiner Patentante. Sie ist im Winter 1943 fast erfroren und erzählte mir das so nebenbei am Telefon. Ich hatte mich über den kalten Winter beschwert und sie meinte „Kalt? Du hast noch nie einen kalten Winter erlebt. So wie 1943, als wir fast erfroren sind.“ Ich habe mich dann lange mit ihr unterhalten, recherchiert, nachgeforscht. Vieles aus den Erzählungen meiner Eltern ist mit einfließen lassen.Und so entstand das Buch.

„Vom Flüchten“ ist dein Debütroman. Schreibst du gerade an einem weiteren Buch? Magst du zu deinem aktuellen Projekt schon etwas verraten?

Die eigentliche Arbeit beginnt eigentlich nach der Veröffentlichung eines Buches. Wobei mir eine schwere Krebserkankung dazwischen gekommen ist. Da ich keinen großen Verlag hinter mir habe, muss ich selber Lesungen organisieren, Buchblooger dafür gewinnen, mein Buch vorzustellen und so weiter. Im Moment bin damit beschäftigt, eine Online-Lesung vorzubereiten. Ein weiteres Buchprojekt habe ich schon im Kopf. Ich habe in den 90ern eine Zeit in den USA verbracht. Über diese Zeit möchte ich gern schreiben. Ein ganz anderes Thema also. Außerdem habe ich vor kurzem auf meinem Blog feinetexte.org eine Kurzgeschichte für Kinder veröffentlicht. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich könnte mir vorstellen, ein Kinderbuch mit Kurzgeschichten zu schreiben.

Ich lese zum Ausgleich zu meiner Arbeit in der Apotheke, die gerade aktuell viel Fingerspitzengefühl erfordert. Was ist dein Ausgleich zum Autorenalltag und zu deinem Beruf? 

Mir ist Musik sehr wichtig- von Alternative Rock bis Jazz. Außerdem fotografiere ich gern und habe einen Instagram-Account. Und ich bin sehr gern in der Natur und am Meer.

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meiner Kreationen aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Ich koche leidenschaftlich gern und habe einen vegetarischen Foodblog namens „Die Grüne Seele.“ (http://grueneseele.blog)

In diesem Jahr habe ich für mich die Familien- und Historischen Romane wiederentdeckt. Welches Buch liegt bei dir gerade auf dem Nachttisch?

„The Year of the Monkey“ von Pattis Smith – als Hörbuch. Ich liebe ihre Musik und ihre Bücher. Da sie so eine tolle Stimme hat, höre ich ihre Bücher gern im Original.

Liebe Cordula, vielen Dank für das Interview. Ich freue mich schon darauf, ein wenig Lesezeit zu finden, um in deinen Roman abzutauchen. Der Klappentext verspricht schon mal eine spannende Geschichte. 

Vom Flüchten

Klappentext

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges muss die 13jährige Janne ihr Zuhause zusammen mit Mutter, Tante und Geschwistern verlassen; sie fliehen vor den anrückenden russischen Soldaten. Nach einer aufreibenden Reise gelangen sie auf einen Bauernhof in Lübgust. Dort leben sie sich langsam ein. Doch können sie dort bleiben? Kommt nach der Flucht noch eine Flucht und wie wird diese aussehen?
Janne muss schnell erwachsen werden. Sie erlebt die Schrecken des Krieges , aber auch den Zusammenhalt in der Familie, die Stärke der Frauen, die sich durchkämpfen, anpassen, nie aufgeben

Bibliografie

Autor: Cordula Gartmann
Genre: Familiengeschichte
Verlag: epubli
ISBN: 9783748555377
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2019
Seitenzahl: 128
Leseexemplar: Nein


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Cordula Gartmann


LBM20Reloaded: MAIN Verlag

#fakriro #lbm20reloaded alle Aktionen und Veranstaltungen findest du auf https://fakriro-online.de.

Ich starte heute mit meiner ersten Verlagsvorstellung auf meinem Blog. Ich sehe in jedem negativen Ereignis auch immer einer Chance und wer weiß, ob ich ohne den Ausfall der Leipziger Buchmesse den MAIN Verlag überhaupt entdeckt hätte. Die Kommunikation mit Wolfram Alster und Karin Zwiesler aus dem MAIN Verlag hat schon mal sehr gut funktioniert. Am letzten Sonntag hat sich der Verlag ganz spontan meinen Fragen gestellt. Seht selbst was für einzigartige Bücher aus diesem Hause kommen.

Verlagsvorstellung: MAIN Verlag

Logo MAIN Verlag
Logo MAIN Verlag

Für mich ist der MAIN Verlag noch völlig unbekannt. Mögt ihr euch kurz vorstellen?

Gegründet wurde der MAIN Verlag Ende des Jahres 2013 von Verleger Wolfram Alster.
Von der ersten Fantasy-Reihe, die inzwischen mit einem dreizehnten Band beendet wurde, entwickelte der Verlag sich zu einem der wenigen Verlage in Deutschland mit einem breit gefächerten queeren Buchprogramm.

Seit 2014 gehört mit der Polygon Noir Edition eine Jugendbuchsparte dazu.

2015 wurde mit dem Imprint Antheum Verlag eine Möglichkeit geschaffen, in fünf verschiedenen Richtungen mit Antheum Facts, Antheum Spirit, Antheum Crime, Antheum Regional und Antheum in Love vor allem auch Sachbücher zu publizieren.

In der Polygon Noir Edition sind bislang neun Bücher erschienen.

Im Antheum Verlag sind bislang insgesamt vierzehn Bücher erschienen.

Lesbische Bücher und Trans*-Titel sind bislang neun im Program.

Derzeit sind im Verlag insgesamt 172 verschiedene Titel von 52 verschiedenen Autorinnen und Autoren lieferbar.

LBM_2019
LBM_2019

Was macht den MAIN Verlag besonders aus? 

Unser Verlagsprofil orientiert sich beim MAIN Verlag daran, queere Literatur in den Mittelpunkt zu stellen, die Vision, queeren Inhalten eine Plattform zu geben und jedem Autor die Chance, seine Geschichten zu erzählen.

Wie bunt und vielfältig die Literatur hier inzwischen ist, sieht man bei uns exemplarisch. Von biographisch angehauchten Romanen über Krimis, Drama bis zur Fantasy, Gay Romance und selbst humorvollen Romanen zeigen wir, was queere Literatur heute alles bieten kann. Lesbische und transsexuelle Romane werden verstärkt ins Verlagsprogramm aufgenommen.

Wir sind ein kleiner Verlag, der besonders für die Förderung junger Autoren und Erstautoren in einem sensiblen Umfeld steht. Unser Verlag will denen eine Stimme geben, die sonst so häufig ausgegrenzt werden und möchte einen Beitrag dazu leisten, dass LGBTIQ und unterschiedliche Lebenskonzepte mehr und mehr Teil der Gesellschaft werden.

Wir sind explizit ein Verlag, bei dem sehr viele Erstautorinnen und Erstautoren den Schritt zur Veröffentlichung eines Buches wagen. Wir haben im Verlag für die Autorinnen und Autoren eine Ansprechperson, die für sie da ist. Dazu verwenden wir auch sehr häufig den Chat über soziale Medien, sind für Autorinnen und Autoren so auch jenseits von üblichen Bürostunden erreichbar.

Diese besondere Kontaktpflege ist für uns wichtig, auch wenn sie weit über das hinausgeht, was für einen Verlag üblicherweise machbar ist. Das ist aber für uns ein Anliegen, denn wir verstehen uns eben auch als Verlagsfamilie. Bei unseren Verlagstreffen bieten wir Workshops, Training für Lesungen und vermitteln Hintergrundwissen zum Verlagswesen.

Autorentreffen MAIN Verlag
Autorentreffen MAIN Verlag

Warum sollte ich als Leser unbedingt bei euch vorbeischauen?

Unsere Marketingstrategie zielt darauf ab einerseits innerhalb der queeren Community die Vielfalt der bereits existierenden Literaturgattungen bekannt zu machen. Gleichzeitig versuchen wir auch neue Käuferschichten für unsere Literatur zu begeistern. Wir sehen uns und handeln als aktiver Teil der queeren Community. Das ist selten, deswegen sollte man sich mit uns beschäftigen 😉

-Welche Neuerscheinungen bringt ihr jetzt mit zur #LBM20Reloaded? 

Siehe Bild :)

Leipzig_Neuerscheinungen
Leipzig_Neuerscheinungen

Wo kann ich die Bücher als Interessierter kaufen?

Am besten über unseren Shop auf unserer Webseite.
https://main-verlag.de/shop/
Einkäufe dort helfen den Autoren und uns, etwas mehr Geld zu verdienen als über Amazon, und damit die Vielfalt zu erhalten.

Wie findet ihr neue Bücher und Themen? Oder finden eher neue Bücher den Weg zu euch?

Das ist völlig unterschiedlich. Meist kommen die Autorinnen und Autoren zu uns und stellen uns neue Ideen vor. Wenn die uns begeistern, binden wir sie ein. Dabei geht es uns nicht immer nur ums Geld verdienen, weil es eben auch Themen gibt, die zwar nicht erfolgversprechend scheinen, aber so wichtig, dass man sie auf den Markt bringen muss.  

An welchem Projekt wird gerade mit Hochdruck gearbeitet? 

An der Mini-QBF in Leipzig am 14.03., wo wir zusammen mit Künstlern, Selfpublishern und anderen kleinen Verlagen ein Meet&Greet mit unseren Lesern, Freunden und Fans anbieten, Signierstunden abhalten und ein bisschen was von unserer Lebensart zeigen :) 

Queer Book Fair 2019
Queer Book Fair 2019

Auf was dürfen wir uns in diesem Jahr noch freuen?

Oh, wir veröffentlichen dieses Jahr noch 36 Bücher, die alle wirklich toll sind. Da jetzt eins extra hervorzuheben, wäre unfair. Wir halten dich aber auf dem Laufenden!

Vielen Dank für den tollen Einblick in den Verlag und seine Bücher.


Quellen:
Fotos: © MAIN Verlag