Aber der Sex war gut von Aly Mennuti

Aber der Sex war gut

von Aly Mennuti

Meine Meinung

Das Cover ist optisch halbiert. Die linke Seite ist rot und die rechte Seite lila. Auf beiden Seiten ist jeweils ein Fenster mit einer Silhouette zu sehen. Im roten Teil sieht man eine Frau in lila und im anderen Teil ist in schwarz ein Mann mit rotem Hintergrund zusehen. Der Titel ist in zwei Schriftformen aufgedruckt und erstreckt sich über das gesamte Cover. Mittig springt einem das Wort Sex förmlich direkt ins Auge. Ich mag Cover, hinter denen quasi ein System steckt. Ob ich mich jetzt für lila entschieden hätte, sei dahin gestellt, aber im großen und ganzen gefällt mir die Optik.

Aber der Sex war gut ist der Debütroman von Aly Mennuti. Als Leser fühlte ich mich von der ersten Seite an direkt angesprochen, denn die Protagonistin Annie Sheperd nimmt direkt mit mir Kontakt auf, um ihre Geschichte zu erzählen. Sie wechselt sich mit Henry, ihrem Literaturagenten als Ich- Erzähler ab. So lerne ich die beiden Figuren direkt aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen kennen, denn weder Annie noch Henry halten mit ihrer Meinung über den anderen hinterm Berg. So musste ich immer mal wieder etwas schmunzeln, wenn Henry Higgens von Annies Macken erzählte.

Am Anfang kam ich erst nicht so ganz in die Geschichte hinein. Ich fand die Ansprache der Erzähler interessant, aber es baute sich nicht so richtig eine Erzählung auf. Erst nach und nach tauchten die zwei aus ihren Gedanken auf und ließen eine gewisse Handlung zu. Diese drehte sich, wie im Klappentext schon angedeutet um die Bücher von Annie Shepherd und den Schreibprozess. Ab diesem Punkt wurde es dann auch richtig lustig und spannend. Besonders Henry sorgte immer wieder für ganz besondere Situationskomik. Ich sage nur Enthaarung am ganzen Körper. Ich habe schallend gelacht.

Hast du Lust auf einen Roman, der eine Autorin zur Protagonistin hat und Einblicke auf den Schreibprozess gibt, dann bist du hier genau richtig. Auf amüsante Art und Weise darf ich als Leser teilnehmen am Prozess und an den Gesprächen mit ihrem Literaturagenten. Ich habe mich nach anfänglichen Problemen gut unterhalten gefühlt und konnte am Ende das Buch nur schweren Herzens aus der Hand legen. Für mich ist es ein gelungenes Debüt, ich bin gespannt, was ich als nächstes von der Autorin lesen darf. Ihre Art zu schreiben ist einfach erfrischend anders.

Inhaltsangabe

Annie Shepherd ist eine der bekanntesten Autorinnen der Welt, ihre TRUST ME-Reihe verkauft sich millionenfach. Doch Annie hat auch ein sorgsam gehütetes Geheimnis, das ans Licht zu kommen droht, als ihr Freund, der preisgekrönte Literaturprofessor Joe Duke, überraschend stirbt. Um sich zu retten, muss sie sich mit ihrem größten Feind verbünden: dem Literaturagenten Henry Higgins. Der kommt ihr nicht gerade bereitwillig zu Hilfe, aber auch er hat alles zu verlieren. Und jeder weiß: Was sich neckt, das lernt sich lieben … Oder doch nicht?

Bibliografie

Beitragsbild zur Rezension: Aber der Sex war gut von Aly Mennuti von Bastei Lübbe. Zu sehen ist unter anderem das Cover und Sketchnotes zum Roman.

Autor: Aly Mennuti
Genre: Belletristik
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783785727669
Erscheinungsdatum: 26. November 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 480
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Basteil Lübbe über die Bloggerjury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Die Dorfschullehrerin von Eva Völler

Die Dorfschullehrerin – Was die Hoffnung verspricht

von Eva Völler

Meine Meinung

Das Cover zeigt von hinten eine Frau im gelben Kleid, die ein junges Schulmädchen an der Hand hält. Das Mädchen trägt einen Schulranzen auf dem Rücken. Die Kleidung und der Schulranzen deuten auf vergangene Zeiten hin. Neben dem Titel sind ein paar fliegende Schwalben zu sehen. Sehr gut finde ich, dass die Personen nur von hinten zu sehen sind. Ich bin einfach kein Fan von realen Menschen auf einem Buchcover, es nimmt mir zu viel von meiner eigenen Vorstellung weg. Der etwas nostalgisch anmutende helle Hintergrund rundet das Cover perfekt ab.

„Die Dorfschullehrerin – Was die Hoffnung verspricht“ ist der Auftakt von Eva Völlers Buchreihe: Die Dorfschullehrerin. Im Mai erscheint der zweite Teil: Die Dorfschullehrerin – Was das Schicksal will bei Lübbe. Im Mittelpunkt steht Helene, die als junge Lehrerin in einen abgelegenen Ort in die Rhön zieht. Dort lernt die Tobias kennen. Beide haben ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen.

Für mich war es eine Reise in eine Zeit weit vor meiner Geburt. Fasziniert war ich von der Unterbringung der Lehrkräfte in Kirchdorf. Ich selbst bin in einem alten Schulgebäude geboren und aufgewachsen. Und kenne Bilder von meinem Elternhaus aus den Jahren, in denen dort noch Schulbetrieb herrschte. So hatte ich ein ungefähres Bild vor Augen, wenn die Erzählung auf die Klassenstärke und die Räumlichkeiten kam. Fasziniert habe ich verfolgt, wie man mit Vertretungsstunden verfahren ist. In der aktuellen Zeit kann man sich das gar nicht mehr vorstellen.

Die Handlung wird hauptsächlich in der Gegenwart erzählt, was in diesem Fall das Jahr 1961 ist. Vereinzelt gibt es Rückblendungen in die Vergangenheit von Helene. Nach und nach bekommt man als Leser einen umfänglichen Blick auf die Situation der Protagonistin. Und darf auch mal auf die andere Seite der Grenze blicken. Für mich fühlte sich die Erzählung sehr authentisch an, wobei sowohl die Personen als auch die Orte der Fiktion der Autorin entsprungen sind. Doch der Rahmen bilden für mein empfinden sehr gut das historische Geschehen in Deutschland ab. Als Leser bekommt man ein Gefühl dafür, was damals in den Grenzregionen für eine Stimmung herrschte. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, es hätte genauso auch in der Realität passiert sein können. Gerade diese Authentizität macht für mich einen guten historischen Roman aus, der zwar nicht ein reales Ereignis zum Thema hat, aber dessen Geschichte sich perfekt in die Zeit eingliedert.

Für mich war es eine spannende Geschichte, die ich von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen habe. Die Erzählung führt zu einem logischen Ende, macht aber neugierig genug auf den zweiten Band. Zu gerne möchte ich wissen wie es mit Helene weiter geht. Gerade auch ihren beruflichen Werdegang finde ich interessant. Schließlich klingt hier und da schon etwas von neuen Methoden beim Unterrichten an. Ein spannender Zeitpunkt in der deutschen Geschichte wurde hier gewählt und sprachlich sehr schön umgesetzt. Hast du Lust auf eine fiktive Geschichte im historischen Gefüge der deutschen Trennung? Dann bist du hier genau richtig. Interessierst du dich darüber hinaus vielleicht auch noch ein wenig für den Schuldienst und die Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland, dann kommst du hier auf deine Kosten.

Inhaltsangabe

1961. Als die junge Lehrerin Helene von der Großstadt ins ländliche, erzkatholische Hessen versetzt wird, begegnet man ihr zunächst mit Ablehnung. Der althergebrachte drakonische Erziehungsstil, die Gleichgültigkeit der Kollegen: Für die engagierte Helene ist es ein Kampf gegen Windmühlen. In Tobias, dem anfangs wortkargen, später jedoch deutlich zugänglicheren Landarzt, findet sie schließlich einen Verbündeten. Niemand ahnt: Ihre Versetzung aufs Land war kein Zufall. Denn mitten durch den Landstrich zieht sich die Grenze zur „Ostzone“ …

Bibliografie

Beitragsbild zur Rezension vom Roman: Die Dorfschullehrerin Was die Hoffnung verspricht von Eva Völler. Zusehen ist unter anderem das Cover des Buches und Sketchnotes zum Roman.

Autor: Eva Völler
Reihe: Die Dorfschullehrerin 1
Genre: Belletristik
Verlag: Lübbe
ISBN: 9783785727652
Erscheinungsdatum: 26. November 2021
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 445
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Lübbe über Bloggerjury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Lübbe

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Gregs Tagebuch 16 von Jeff Kinney

Gregs Tagebuch 16 – Volltreffer!

von Jeff Kinney

Meine Meinung

Beim Hintergrund vom Hörbuchcover musste ich irgendwie sofort an Küchenpapier bzw. Klopapier denken. Das punktartige perforierte Muster ließ keine andere Interpretation zu. Der Titel ist in orangen Großbuchstaben über einem kleinen Ausschnitt angebracht, der einen Blick auf Greg erlaubt. Er sitzt mit Hockeyschläger bewaffnet und einem Fußball auf dem Finger in einem Basketballkorb und schaut alles andere als glücklich aus. Mit dem kleinen Ausschnitt bekommt man schon ein ganz gutes Bild vom Inhalt des Buches.

Für mich war es das erste Hörspiel aus der Gregs Tagebuch Reihe. Ein paar Bücher der Serie hatte ich bereits und hatte somit eine Ahnung, was mich erwartet. Greg ist hier ganz und gar in seinem Element und nimmt die Hörer mit auf seine sportliche Seite. Oder besser gesagt: auf die sportliche Seite, die seine Mutter gerne hätte. Wie gewohnt bleiben Fettnäpfchen und ungeschickte Tätigkeiten nicht aus.

Das Hörspiel lebt von seinen vielfältigen Sprechern, die den einzelnen Figuren etwas Leben einhauchen. Ein wiederkehrendes Klangmuster sorgt für die Trennung der einzelnen Szenen und verdeutlicht dem Hörer, dass der Schauplatz gewechselt wird. So kann man den zum Teil recht philosophischen Ausführungen von Greg gut folge. Die passende Akustik zur Handlung sorgt dafür, dass man sich ein gutes Bild von der Szene machen kann. Für mich fehlten hier aber einfach die visuellen Elemente, die Gregs Tagebücher so unterhaltsam machen. Ebenso fehlten mir Intro und Abspann zum Hörspiel, die für mich einfach dazu gehören. Aber die hätten vermutlich dafür gesorgt, dass das Hörspiel nicht mehr auf eine CD passt.

Ich habe das kurze Hörspiel ohne Unterbrechung genossen. Musste allerdings für mich feststellen, dass mir die Bücher in diesem Fall sehr viel lieber sind. Für mich lebt Greg gerade durch die schönen Zeichnungen, an die ich mich beim Hören zwar erinnert habe, aber ich hätte sie zu gerne auch direkt vor Augen gehabt. Der typische Witz von Jeff Kinney kommt aber auch im Hörspiel nicht zu kurz. Und lässt einen immer wieder schmunzeln und lachen. Für mich war es ein gut gemachtes Hörspiel, das mir ein paar schöne Hörmomente beschert hat.

Inhaltsangabe

Greg Heffley und Sport? Das passt einfach nicht zusammen. Nach einem fürchterlichen Trainingstag in der Schule erklärt Greg seine Sportkarriere für offiziell beendet. Doch leider hat Greg die Rechnung ohne seine Mom gemacht. Sie überredet ihn, der Sache eine letzte Chance zu geben und sich für eins der Basketballteams zu bewerben.

Wie zu erwarten, sind die Auswahlspiele ein Reinfall, und Greg ist sich sicher, dass er es mal wieder versemmelt hat. Doch dann schafft er es tatsächlich ins Team, wenn auch nur in das schlechteste der ganzen Schule. Die Saison beginnt, und die Chancen, auch nur ein Spiel zu gewinnen, sind gleich null. Aber im Sport ist alles möglich, oder? Und so bekommt Greg im entscheidenden Moment im Spiel den Ball … Wird er über sich hinauswachsen und einen Treffer landen? Oder wird er es mal wieder vermasseln?

Bibliografie

Beitragsbild zur Hörspiel Rezension zu: Gregs Tagebuch 16 Volltreffer von Jeff Kinney. Zu sehen ist unter anderem das Höspiel Cover und Sketchnotes zum Jugendbuch

Autor: Jeff Kinney
Sprecher: Marco Eßer und Diverse v.a.m.
Reihe: Gregs Tagebuch 16
Genre: Jugendbuch, ab 10 Jahren
Verlag: Lübbe Audio
ISBN: 978-3-8387-9913-1
Erscheinungsdatum: 13. November 2021
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 1h16
Hörprobe
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Lübbe Audio über die Bloggerjury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Lübbe Audio

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Mordsand von Romy Fölck

Mordsand

von Romy Fölck

Meine Meinung

Auf dem Cover sieht man ein rotes Leuchtfeuer, etwas Sand und das Meer. Das Leuchtzeichen wird von Strandhafer verdeckt. Ein Weg durch die Dünen führt Richtung Meer. Am Himmel fliegen Tauben, sie scheinen vor den Dunklen Wolken zu fliehen. Über dem idyllischen Platz am Meer prangt in gelben Großbuchstaben der Titel des Romans.

Mit dem Vierten Band der Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn besuchen wir die idyllischen Elbinseln. Wie es sich für einen Kriminalroman gehört, wird aus der ruhigen Kulisse ganz schnell ein Tatort. Der Roman startet mit einem schrecklichen Fund auf Bargsand, der die Ermittler bis in die Zeit der DDR zurück führt.

Ich habe den Roman im Rahmen einer Leserunde der Lesejury gelesen. Sehr schwer fand ich dabei die Einhaltung der einzelnen Leseabschnitte zu der vorgegebenen Zeit. Doch ich habe mich und meine neugierige gezügelt und mich an die Leseetappen gehalten.

Romy Fölck hat mich mit ihrem vierten Kriminalroman wieder überzeugt. Es war für mich ein tolles Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charakteren in der Elbmarsch. Mit der Zeit baue ich als Leser immer eine gewisse Beziehung mit den Personen auf. Und so habe ich mich gefreut Frida, Bjarne und Co wieder zutreffen. Ich habe mich direkt zu Hause gefühlt.

Die aktuelle Erzählung vom Fall wird zum Teil an den spannendsten Stellen von Rückblicken unterbrochen. Dabei greift Romy Fölck ein dunkles Thema der DDR Geschichte auf. Auf die Details dazu möchte ich gar nicht weiter eingehen. Nur so viel, es regt zum Nachdenken an und zeigt mir einmal mehr, wie viel Glück ich doch in meiner Kindheit hatte. Nicht jeder hat das Glück in einer intakten Familie aufzuwachsen.

Die Atmosphäre in der Elbmarsch wird sehr gut beschrieben. Die passende Norddeutsche kühle kommt dabei nicht zu kurz. Über allem steht der Kontrast zwischen Idylle und Bedrohung. Wie gewohnt spinnt Romy Fölck im Laufe der Ermittlungen viele lose Fäden, die mich als Leser zum Rätseln animieren, aber mich doch meist im dunkeln tappen lassen. Ich liebe es, wenn ich bis zum Schluss der Lösung nicht wirklich näher komme und mich auf die Ermittlungen der Kommissare verlassen muss. Und so bin ich dazu gezwungen einfach immer weiter zu lesen, um der Lösung auf die Spur zu kommen.

Für mich war „Mordsand“ eine gute Unterhaltung. Ich habe die Erzählungen von Romy Fölck genossen, obwohl mich die Rückblicke in die dunkle Geschichte der DDR sehr bedrückt hat. Das Ende war für mich so nicht vorhersehbar und ließ mich einfach zufrieden zurück. Ich warte nun gespannt auf den nächsten Roman mit Frida und Bjarne, weil ich umbedingt wissen möchte, wie es in deren Privatleben wohl weitergehen wird. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Es ist genau das richtige für einen verregneten Tag vorm Kamin.

Inhaltsangabe

Am Strand der Elbinsel Bargsand entdecken Spaziergänger ein Skelett, das Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn von der Kriminalpolizei Itzehoe Rätsel aufgibt. Wer war dieser Mann, der dort vor dreißig Jahren mit gefesselten Händen im Schlick vergraben wurde? Wenig später wird auf einer Nachbarinsel ein Hamburger Bauunternehmer tot aufgefunden – ebenso gefesselt wie das Opfer von Bargsand. Die Spur führt in die damalige DDR – zu vier Jungen und einem Pakt, der Jahre später einen grausamen Plan reifen lässt …

Bibliografie

Autor: Romy Fölck
Reihe: Elbmarsch- Krimi Band 4
Genre: Kriminalroman
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2727-0
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2021
Format: Hardcover, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 428
Leseexemplar: ja, Lesejury
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über die Lesejury zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Blutroter Schatten von Patricia Walter

Blutroter Schatten

von Patricia Walter

Eine Seite aus dem Book Journal zum Thriller: Blutroter Schatten von Patricia Walter zu sehen ist das Sketchnote zum Buch als Bild für die Rezension

Meine Meinung

Das Cover macht Lust auf einen spannenden Thriller. In rosarot prangt der Titel in gebrochener Schrift über einer dunklen Gasse. Eine Frau im grünen Kleid scheint locker flockig durch die Gasse zu gehen, während ihr Umfeld im rauchigen Nebel zu verschwinden droht. Für mich ein gelungenes Cover, dass dazu auffordert das Buch in die Hand zu nehmen.

Der Thriller „Blutroter Schatten – Nur du kannst ihn aufhalten“ von Patricia Walter hat es in sich. Der Untertitel ist Programm und sorgt dafür, dass eine junge Frau in die Fänge eines Serienkillers geraten könnte. Nach dem ich jetzt gerade viele Liebesromane gelesen habe, war der Thriller genau nach meinem Geschmack. In München treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Innerhalb kurzer Zeit, werden Leichen gefunden, bei denen jeweils eine Visitenkarte des Mörders hinterlassen wurde. Wobei der genannte auf der Karte schon lange hinter Gittern sitzt und als Täter vermeintlich nicht in Frage kommt.

Die Handlung um die Ermittlerin Nadine Herfurth und die Tochter von Thomas Rohde spitzt sich nach und nach zu. Als Leser ist man sofort mitten drin im Geschehen und wird mit den Mordopfern und der verzweifelten Suche nach dem Täter konfrontiert. Sprachlos musste ich mit ansehen, wie die Ermittler alles dafür tun, einem Verurteilten Serienmörder seine Wünsche zu erfüllen. Ich konnte förmlich die tickende Uhr hören, bis der unbekannte Täter wieder zuschlägt. Seine Vorgehensweise spannend und grausam zu gleich. Ich sage nur „Galerie der Träume“, was es damit auf sich hat, möchte ich gar nicht näher ausführen. Zu gerne hätte ich eine der Zeichnungen im Buch gesehen. Doch auch ohne die fertigen Skizzen konnte ich mir ein Bild davon machen.

Ich habe das Buch verschlungen und konnte es kaum zur Seite legen. Es hat mir gezeigt, dass ich doch noch immer ein Faible für dieses Genre habe. Und inzwischen auch wieder einen Kopf dafür es zu genießen, wenn man das zu einem blutigen Thriller sagen darf. Wenn du Lust hast auf einen spannenden Roman, dann kommt hier mein März Highlight für dich. Das Buch muss man einfach lesen.

Inhaltsangabe

Innerhalb weniger Tage werden in München mehrere Leichen gefunden, bei denen jeweils ein Zettel liegt: „Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde.“ Die Polizei steht vor einem Rätsel. Denn der verurteilte Serienmörder Rohde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie. Weiß er, wer der Täter ist? Rohde ist bereit zu sprechen – aber nur mit einer einzigen Person: seiner Tochter Sam. Obwohl sie den Kontakt zu ihrem Vater vor langer Zeit abgebrochen hat, willigt Sam ein – und gerät bald selbst ins Visier des Killers …

Bibliografie

Blutroter Schatten von Patricia Walter zu sehen ist das Sketchnote zum Buch und das Cover als Bild für die Rezension zum Pinnen auf Pinterest

Autor: Patricia Walter
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-18318-0
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 412
Leseexemplar: ja, Mainwunder
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über Mainwunder zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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Kolumne: Auf den Spuren eines Serienmörders

Thriller- Blogparade zum Buch: Blutroter Schatten von Patricia Walter aus dem Bastei Lübbe Verlag

Auf den Spuren eines Serienmörders

Heute nehme ich dich mit in meine Welt der Thriller. Meine Liebe zu diesem Genre ist schon sehr früh entfacht. Als Jugendliche waren es noch die Politthriller von John Grisham die mich fasziniert haben, danach durfte es auch sehr viel blutiger werden. So habe ich die Lektüre von „Blutroter Schatten“ von Patricia Walter sehr genossen. Wie du dir vielleicht schon denken kannst, treibt ein Serienmörder in diesem Thriller sein Unwesen. Und so dreht sich heute hier auf meinem Blog alles um Serienmörder. Vom 01. bis zum 08. März kannst du noch einige weitere Meinungen zu diesem Thema in der Thriller- Blogparade lesen. Ich werde dir die Beiträge unter diesem Post verlinken.

Fangen wir mal ganz vorne an mit der Definition. Spuren bzw. die Spur ist im kriminalistischen Sinn ein Sachbeweis, dies kann ein Gegenstand oder ein Hinweis sein. Der Sachbeweis wird als Indiz für eine Tat im Ermittlungsverfahren herangezogen. Dementsprechend finden sich immer Kriminaltechniker an einem Tatort ein, um die Spuren zu sichern, damit sie später ausgewertet werden können. Für den Serienmörder gibt es in Deutschland keine allgemein gültige Definition. Unter einem Serienmörder versteht man einen Täter, der zwei oder mehr Opfer zu getrennten Ereignissen getötet hat. Häufig tötet diese Person nach einem ähnlichen Muster. Der Serienmörder in „Blutroter Schatten“ hat seinen ganz eigenen Modus Operandi, den ich dir natürlich nicht verraten werden.

Beim Lesen faszinieren mich die Sichtweisen der Opfer bis zu ihrem letzten Atemzug. Sie lassen mein eigenes Leben wie eine Rosarote Wolke erscheinen. Und ich weiß wieder wie gut ich es habe. Beim Lesen versuche ich, genau so wie die Ermittler im Buch dem Mörder auf die Spur zu kommen. Was hat der Täter am Tatort hinterlassen, was eindeutig auf ihn zeigt. Seien es Fingerabdrücke oder kleine Hinweise. Im Roman hinterlässt der Serienmörder eine Karte mit den Worten „Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde“. Das lässt viel Spielraum für Spekulationen. Der Weg bis zum Ziel wurde spannend geschrieben, so dass man gar nicht in Versuchung kam, das Buch lange zur Seite zu legen. Außerdem erfuhr ich, warum der Serienmörder die ein oder andere Spur hinterlassen hatte. Gar nicht mal so dumm.

Bei meiner Recherche zu meinem heutigen Thema stieß ich bei Wikipedia auf eine Liste von Serienmördern aus aller Welt. Dabei ist die Zahl der männlichen Serienmörder sehr viel höher als die der weiblichen. Und somit erklärt sich mir auch oft die Wahl der Opfer. Mein Gefühl sagt mir, dass die Opfer vermehrt weiblich sind. Der Serienmörder in „Blutroter Schatten“ zeigt dort keine eindeutige Präferenz. Was dazu führt, dass der Modus Operandi viel mehr in den Vordergrund rückt, als die äußeren Ähnlichkeiten der Opfer.

Ich könnte dazu jetzt noch viel mehr schreiben, doch dann gerate ich in Versuchung, zu viel von dem Thriller preiszugeben. Und das würde dir ja die ganze Freude am Lesen nehmen. Zum Schluss habe ich hier einen möglichen Start in einen Thriller für dich. Es könnte die Sicht des letzten Opfers sein.

Die Tür geht auf. Ich höre Schritte, die näher kommen. Ich mach meine Augen auf und sehe eine dunkle Gestalt, die sich auf mein Bett zu bewegt. Noch zwei oder drei Meter, dann hat er mich. Ich mache den Mund auf und will schreien. Doch ich kann keinen Laut hören. "Wo ist meine Stimme geblieben?"denke ich.
Ich versuche es noch mal. "Atme tief ein und schreie nach Marcus!"sage ich mir. Doch wieder geschieht nichts und nun ist der dunkle Feind schon fast bei mir angekommen. "Was soll ich nur machen? Ich habe keine Ahnung! Nach Hilfe rufen kann ich nicht, meine Stimme fehlt und weglaufen kann ich auch nicht, der einzige Weg aus meinem Bett ist von dem Angreifer versperrt. Innerhalb der nächsten Sekunden ist er bei mir, dann bin ich tot und kann nichts dagegen tun."
Die Panik ergreift mich, ich will nicht sterben, ich fühle mich hilflos und allein.
Die Gestalt ist jetzt stehen geblieben und schaut mich an. Das Gesicht kann ich nicht erkennen, dafür ist es zu dunkel. Moment mal, ich kann doch das Licht anschalten. Doch als ich meinen Arm ausstrecke und nach dem Lichtschalter greifen möchte, ist auch schon der Fremde dort und blockiert den Weg, aber er berührt mich nicht.
"Was will der nur von mir? Ich bin ihm hilflos ausgeliefert, und er tut einfach nichts. Ich habe Angst." In meinem Kopf spielen sich die abenteuerlichsten Sachen ab. Er könnte einfach das Kissen nehmen und mich ersticken. Oder aber ... , nein daran will ich gar nicht denken. Vielleicht erschießt er mich ja auch einfach, doch ich kann keine Waffe in seiner Hand sehen. Jetzt schaut er mich schon wieder nur an. Nun kann ich auch von den Gesichtszügen etwas erkennen. Den habe ich schon mal gesehen! Den kenne ich, nur woher? Wie ist er überhaupt in meine Wohnung gekommen? Er muss ganz leise die Tür aufgebrochen haben, so dass ich nichts gehört habe.
Die Zeit scheint immer langsamer zu vergehen, und in meinem Kopf sehe ich nur noch Bilder davon, wie ich geknebelt werde und mit einer klaffenden Wunde zurückgelassen verblute, während der Täter dabei steht und zusieht. "Ich will nicht daran denken! Es muss doch noch einen Ausweg geben. Solange ich mich nicht bewege passiert mir nichts. Er macht keine Anstalten mir etwas anzutun. Er steht einfach nur da. Mir kommt es vor, als wenn er da schon Stunden steht, doch es können erst ein paar Minuten vergangen sein."
Da plötzlich, ein Geräusch. Was kann das nur sein? Es wird immer lauter, und der Fremde erblasst. Jetzt kann ich es genau hören, es ist der Wecker. Ich versuche wieder meinen Arm auszustrecken, um ihn auszuschalten und es ist niemand mehr da. Keiner blockiert den Weg.
"Merkwürdig, eben hat da doch noch jemand gestanden." Ich mache Licht an, und nichts ......
Das Schlafzimmer ist leer. Alles ist noch an seinem Platz. "Ein Glück, das war alles nur ein böser Traum. Doch  was ist das? Die Tür steht offen, die habe ich aber vor dem Schlafengehen zugemacht."
Angst ergreift mich wieder. Ich bin nicht allein im Haus. Irgendwo ist hier jemand, der bis eben noch an meinem Bett gestanden hat. Ich greife nach meinem Morgenmantel und stehe auf. Ich sehe mich im Schlafzimmer nach einer passenden Waffe um. Nichts! "In Filmen ist immer ein Baseballschläger oder ein Kerzenständer zur Hand, aber ich habe hier nichts", sage ich leise. Aus dem Kleiderschrank nehme ich mir einen Kleiderbügel heraus, besser als gar nichts.
Auf Zehen spitzen schleiche ich aus dem Schlafzimmer hinaus. Der Flur ist dunkel. Ich gehe zum Lichtschalter und will das Licht an machen, doch als ich den Schalter betätige geschieht nichts. Mein Herz fängt an zu rasen. Es war wirklich kein Traum, und es ist kein Amateur im Haus, wenn er sogar den Strom abgeklemmt hat. Ich gehe weiter den Flur entlang. Schaue vorsichtig ins Bad, doch das ist leer. Hier könnte ich jetzt bleiben und mich einschließen und darauf warten, dass er mein Haus verlässt. Doch ich bin auch hier im Bad nicht wirklich sicher. Wenn er noch im Haus ist und wieder zu mir hoch geht und bemerkt, dass die Badezimmertür verschlossen ist, weiß er wo ich bin und wird die Tür aufbrechen. Also verwerfe ich den Gedanken ganz schnell wieder und gehe langsam zur Treppe.

Unten ist es still. Keine Schritte sind zu hören. Langsam gehe ich Stufe für Stufe hinunter. Mein Blick durchstreift das Wohnzimmer. Nirgends ist etwas zu sehen. Ich gehe mit dem Rücken an der Wand Richtung Küche. Dort mache ich die Tür auf und schreie.

Wo würdest du nach Spuren von dem Serienmörder suchen?

Hast du eine Idee, wie die Geschichte weitergehen könnte? Dann schreibe mir dazu gerne deine Meinung in die Kommentare.

Thriller- Blogparade

Weitere Stationen der Blogparade werde ich dir hier nach und nach verlinken.

Bibliografie

Blutroter Schatten von Patricia Walter aus dem Bastei Lübbe Verlag

Autor: Patricia Walter
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-18318-0
Erscheinungsdatum: 26. Februar 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 412
Leseexemplar: ja, Mainwunder
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Bastei Lübbe über Mainwunder zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Inhaltsangabe

Innerhalb weniger Tage werden in München mehrere Leichen gefunden, bei denen jeweils ein Zettel liegt: „Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde.“ Die Polizei steht vor einem Rätsel. Denn der verurteilte Serienmörder Rohde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie. Weiß er, wer der Täter ist? Rohde ist bereit zu sprechen – aber nur mit einer einzigen Person: seiner Tochter Sam. Obwohl sie den Kontakt zu ihrem Vater vor langer Zeit abgebrochen hat, willigt Sam ein – und gerät bald selbst ins Visier des Killers …


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Bastei Lübbe

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