Von A wie Autor bis Z wie Zeitung

K wie Krimi

Bisher ist das Jahr 2021 an mir vorbeigeflogen. Ich kann kaum glauben, dass ich schon beim Buchstaben K angekommen bin. Das K ist der 11. Buchstabe im Alphabet und damit ist der November auch schon fast wieder vorbei. Aber heute soll es nicht um die Zeit gehen, die verfliegt, sondern heute möchte ich mich zum Thema Krimi auslassen. In diesem Jahr war mir nicht ganz so nach Krimis, ich habe gerade mal 15 Kriminalromane in den ersten 11 Monaten gelesen. Das reale Leben ist aktuell spannend genug. Somit habe ich dieses Jahr zum Ausgleich ganz viele Liebesromane gebraucht, mit denen ich mich eventuell im Dezember beschäftige. Wobei mir mit L auch noch andere Begriffe zum geschriebenen Wort einfallen.

Grafik zum Beitrag K wie Krimi. Zusehen ist ein Fingerabdruck, Umrisse einer Person mit Kreide gezeichnet und rote Blutfelcken

Also das heutige Thema ist der Kriminalroman. Während der Online- Buchmesse habe ich auf Instagram gefragt, was einen guten Krimi ausmacht bzw. welchen Krimi ich gelesen haben sollte. Zwei Antworten dazu habe ich mir rausgefischt.

Hanna Paulsen schrieb: Liebe Kerstin, für mich steht und fällt ein Krimi mit der Recherche. Fallen mir grobe Schnitzer bei der Polizeiarbeit oder in der Arbeit der Rechtsmedizin auf, wirft mich das aus der Geschichte. Was mir ebenfalls wichtig ist, ist ein plausibles Tatmotiv. Allerdings liebe ich auch die Agatha-Christie-Romane und da ist ja oft die Person Täter, bei der es am wenigstens glaubwürdig erscheint.

Ich kann mich den Ausführungen von Hanna Paulsen nur anschließen. Für mich muss die Ermittlung logisch aufgebaut sein. Wobei ich mit meinem Laienwissen nicht unbedingt ausmachen könnte, ob etwas falsch aufgebaut ist. Mir muss die Geschichte gefallen und ich möchte bitte möglichst lange mit rätseln. Von Hanna Paulsen habe ich kürzlich „Der Tote Journalist“ gelesen. Ein spannender Krimi, der mal ohne klassischen Polizeiermittler auskommt. Die Protagonistin ist eine Polizeireporterin, die der Polizei ganz genau auf die Finger guckt. Im Frühjahr 2022 kommt übrigens der zweite Band heraus.

Jennifer B. Wind empfiehlt mir: Die Brixen Krimis von Heidi Troi.

Der Empfehlung kann ich mich nur anschließen. Ich habe inzwischen Feuertaufe und Weihnachtspost von Heidi Troi gelesen. Als nächstes steht Bewährungsprobe auf meiner Leseliste.

Doch nun zurück zum Kriminalroman und was wir darunter allgemein verstehen. Ich gestehe, vor diesem Beitrag habe ich Krimis und Thriller oft für mich zusammen gefasst. Doch wie Hanna oben so schön sagt: Recherche ist wichtig. Also habe ich ein wenig zum Thema Krimi im World Wide Web gesucht und ein paar interessante Aspekte gefunden, die mir nicht alle so bewusst waren.

Unter einem Kriminalroman, meist nur kurz Krimi genannt verstehen wir ein Genre, das sich mit der Aufklärung von Verbrechen beschäftigt. In der Regel arbeiten an der Lösung des Falls Polizisten oder Detektive, wobei dies kein Muss ist. Es können auch ganz normale Privatpersonen als Ermittler im entsprechenden Fall auftreten. Eine Untergruppe bilden die Regionalkrimis, die immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Ich selbst kann mich da nicht von ausnehmen. Ich bevorzuge seit ein paar Jahren Krimis, die irgendwo an der Küste von Schleswig- Holstein spielen. So bin ich unter anderem auf Hendrik Berg, Eva Almstädt und Romy Fölck aufmerksam geworden. Auch der Krimi von Hanna Paulsen lässt sich in meine Lieblingsregion einordnen. Mit diesen Romanen kann ich für kurze Zeit gedanklich in meine Heimat reisen und das Meer förmlich rauschen hören. Früher hatte ich ein Faible für skandinavische Krimis, die aktuell kaum noch einen Platz auf meiner Leseliste finden. Schon spannend, wie sich die Lesegewohnheiten mit den Jahren ändern.

Bei meiner Recherche stieß ich auf ein paar spannende Fragen, mit deren Hilfe man einen Krimi analysieren und besprechen kann.

Findet ein Verbrechen statt?
Wie ist das Verbrechen in die Handlung eingebunden?
Sind die Figuren (Täter, Opfer, Ermittler) die Protagonisten?
Wird das verbrechen moralisch, juristisch oder nach anderen Maßstäben bewertet?
Welche Rolle spielt die Aufklärung des Verbrechens?
Welche anderen dramatischen Elemente gibt es neben den kriminalistischen Elementen? In welchen Verhältnis stehen diese zueinander?

https://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Kriminalroman

Alles Fragen, die ich mir noch nie gestellt habe. Ich gehöre da ganz zur Fraktion der Genuss- und Unterhaltungsleser. Ich möchte einen Kriminalroman gar nicht so sehr auseinandernehmen. Ich habe zwar in meinem Deutsch Grundkurs die Text Interpretation geliebt, doch mag ich ein Buch nicht bis aufs kleinste Detail auseinandernehmen. Ich vermittle lieber die Lust und Freude am Lesen und was mir an einem Buch gefallen hat oder auch nicht. Aber ich werde die Fragestellungen im Hinterkopf behalten, vielleicht sind sie mir noch mal eine Hilfe, wenn mir keine Worte zu einem Buch einfallen wollen. Das Schreiben von Rezensionen gelingt nicht immer auf Anhieb und dann sind ein paar Rahmenpunkte gar nicht verkehrt.

Zu guter letzt möchte ich nun noch zum Thriller kommen, den ich wie oben erwähnt gerne einfach mit in eine Kiste gesteckt habe. Bei meiner Recherche stieß ich auf eine Abgrenzung zum Thriller, die für mich sehr hilfreich klingt. Wobei ich insgeheim diesen Unterschied durchaus schon bemerkt habe, aber nie so richtig für mich einordnen konnte. Im Gegensatz zum Kriminalroman steht beim Thriller nicht das Rätsel um den gesuchten Täter im Vordergrund, sondern die Gefahr, in der der Held der Geschichte steckt. Dies bedeutet, dass im Thriller der Ermittler zum Ziel des Täters wird und selbst zum Teil um sein Leben fürchten muss. Zusätzlich bekommt man als Leser oft Täterwissen und hat so einen Wissensvorsprung vorm Protagonisten. Ein weitere Unterschied ist die Abbildung der Realität im Detail, die wir wie oben schon erwähnt nach Möglichkeit im Kriminalroman vorfinden wollen. Dort soll die Polizeiarbeit und die Arbeit der Rechtsmedizin der Realität entsprechen, diesen Anspruch hat der Thriller nicht. Hier sorgen besonders Unwahrscheinliche oder phantastische Handlungen für eine extra Portion Spannung.

Was ist dir bei einem Kriminalroman wichtig?

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung: Kerstins Gedanken zum geschriebenen Wort

Feuertaufe von Heidi Troi

Feuertaufe – Lorenz Lovis ermittelt

von Heidi Troi

Meine Meinung

Das Buch muss man einfach in die Hand nehmen. Auf dem Cover sieht man im Hintergrund in schwarz weiß das Schloss Pallaus in Brixen. Davor ragen Weinreben ins Bild und verleihen dem Cover ein wenig Farbe. Der Titel steht in schwarzen Großbuchstaben auf weißem Grund. Passend zum Farbschnitt des Buches sind der Name der Autorin und der Ermittler in orange auf dem Cover aufgedruckt. Der leuchtende Farbschnitt ist mir sofort ins Auge gestochen und macht das Buch für mich so einzigartig.

In den Vorbereitungen zur #OBM2021 fand das Buch den Weg zu mir. Die Autorin Heidi Troi war mir bis dahin unbekannt und vom Buch Verlag Servus hatte ich zuvor nichts gelesen. Ich finde es total schön, dass ich immer wieder neue Autoren und Verlage kennenlernen darf und sich so mein Lesehorizont kontinuierlich erweitert.

Der Protagonist Lorenz Lovis ist ganz speziell. Er ist kein klassischer Kommissar im Polizeidienst und im Prinzip auch kein Ermittler im herkömmlichen Sinne. Zu Beginn der Geschichte kündigt Lovis ganz spontan seinen sicheren Arbeitsplatz bei der Staatspolizei, um als Bauer den Erbhof seines Onkels zu übernehmen. Sehr schnell wird diese Kurzschlusshandlung zu einem Problem, doch Lorenz Lovis wäre nicht Lorenz Lovis, wenn sein Umfeld nicht eine passende Idee für ihn in petto hätte. Und so nimmt die Geschichte, um den Privatdetektiv seinen Lauf.

Schon nach den ersten Seiten habe ich mich in die ganz spezielle Art von Lovis verliebt. Und ich durfte mit seiner Hilfe ein wenig Südtirol und die Heimat der Autorin Heidi Troi kennenlernen. Die Geschichte spiel in Brixen, eine Region, die ich bisher weder real noch in Büchern bereist habe. Südtirol liegt ja bekanntlich in Italien allerdings sprechen etwa 60% der Einwohner deutsch. Wobei ich beim Lesen festgestellt habe, dass es viele ganz eigene Wörter gibt, die ich mir zum Teil im Zusammenhang erklären konnte oder die für die deutschen Leser auch kurz erklärt wurden. Bei Watten musste ich etwas schmunzeln, das Kartenspiel sagte mir vom Namen her gar nichts, allerdings musste ich nach einer kurzen Internetrecherche feststellen, dass ich sogar im Besitz eines solchen Kartenspiels bin und es auch schon gespielt habe. Das ist allerdings sehr lange her.

Nun aber wieder zurück zum Buch. Feuertaufe ist der Debütroman von Heidi Troi und der Auftakt einer unterhaltsamen Krimireihe um den Ermittler Lorenz Lovis. Mit viel Liebe zum Detail werden die einzelnen Szenen beschrieben. So kann ich mir als Leser ein sehr gutes Bild vom Umfeld des Ermittlers und seiner Umgebung machen. So kann ich mir den Heustadel mit Alma oben drauf sehr gut vorstellen. Was es mit der Henne Alma und dem Heustadel auf sich hat verrate ich dir nicht, nur soviel Lovis findet sich regelmäßig genau an diesem Ort ein. Und so kommt es zu einer ganz eigenen Situationskomik im Regionalkrimi.

Für mich war es ein spannender Kriminalroman mit genau dem richtigen Maß an Lokalkolorit. Lorenz Lovis ermittelt auf seine ganz eigene Art und stolpert so zu seinen Erkenntnissen. Die Spannung hält bis zum Schluss und so flogen die Seiten regelrecht an mir vorbei. Es gibt genügend Momente, bei denen ich einfach lachen musste. Der Protagonist sorgt für eine ganz eigene Situationskomik, so dass trotz ernsthafter Ermittlung genügend Zeit zum Lachen ist.

Hast du Lust auf eine Reise nach Südtirol? Liebst du urige Ermittler in einem Kriminalroman? Dann ist „Feuertaufe“ von Heidi Troi genau das richtige für dich. Ich hatte ein paar unterhaltsame Lesestunden mit ganz viel Kopfkino.

Inhaltsangabe

Lorenz Lovis, Mitte vierzig, Junggeselle und geschasster Beamter der Staatspolizei Brixen, startet als Bauer und Privatermittler durch. Allerdings eher gemächlich. Und nicht, ohne jede Stolperfalle mitzunehmen, die sich vor ihm auftut.
Lovis hat eine schwere Entscheidung zu treffen: Soll er den Erbhof seines Großonkels verkaufen oder als Bauer ein neues Leben beginnen? Die Zeichen stehen nicht allzu gut: Der Hof ist verschuldet, und Lovis hat weder Geld noch Ahnung von der Landwirtschaft. Wie gut, dass er sich erstmal mit seinen ermittlerischen Fähigkeiten im Dorf über Wasser halten kann. Er soll herausfinden, wer dahingemetzelte Uhus auf das Grundstück von Baron Carlo Cavagna geworfen hat. Ein dummer Jungenstreich? Oder ein Sabotageakt gegen Cavagnas umstrittenes Luxushotelprojekt? Steckt am Ende der zwielichtige Baron selbst dahinter?
Lovis nimmt die Fährte auf und spürt, wie es im beschaulichen Brixner Talkessel rumort. Besonders, als in der Jagdhütte des Barons eine Leiche gefunden wird …

»Ich, ein Südtiroler Matula? Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: Privatdetektiv ermittelt im Mordfall! Wann hat es hier nochmal den letzten Mord gegeben?« Lorenz Lovis

Bibliografie

Pinterest Grafik zur Buch Rezension: Feuertaufe von Heide Troi mit Sketchnotes zum Kriminalroman

Autor: Heidi Troi
Reihe: Brixenkrimi Band 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Servus
ISBN: 978-3710402142
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 368
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Heidi Troi über Servus zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Servus

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Weihnachtspost von Heidi Troi

Weihnachtspost – Lorenz Lovis ermittelt

von Heidi Troi

Meine Meinung

Das Cover zeigt sehr passend zum Titel eine verschneite Landschaft. Am Himmel über den Bergen glitzern die Sterne und unten glitzert der Schnee auf den Tannen. Bei dem Anblick bekomme ich direkt Lust auf einen schönen Schneespaziergang.

Die Geschichte „Weihnachtspost“ von Heidi Troi entstand im Rahmen des Projekts „Blind Date mit dem Tod“ der Autorengruppe: Die Mord(s)lustigen. Die Aufgabenstellung für das Schreibprojekt werden am Anfang des Buches kurz erklärt. Ich finde es sehr schön, wie hier der Leser mitgenommen wird. So bekommt man direkt eine Idee vom ganzen und wartet gespannt, wie die erwähnten Personen in die Geschichte eingebunden werden. Heidi Troi hat sich für den Kurzkrimi ihren Ermittler Lorenz Lovis herausgesucht. Dieser ermittelt in den Brixen- Krimis der Autoren. Nach „Feuertaufe“ und „Bewährungsprobe“ ist dies nun für ihn ein Weihnachtsspecial bevor im Mai 2022 der dritte Band: Gefährliche Treue der Krimireihe erscheint.

Der Kurzkrimi lässt sich theoretisch auch ohne Vorwissen lesen, da die Handlung für sich alleine steht. Doch sollte man für das bessere Verständnis wenigstens einen der zwei Brixen-Krimis gelesen haben. Ich hatte zuvor „Feuertaufe“ verschlungen und kannte somit die groben Gegebenheiten. Allerdings hatte ich „Bewährungsprobe“ noch nicht gelesen. Das war für mich nicht unbedingt ein Nachteil, wobei ich dann den aktuellen Gast in der Ferienwohnung hätte besser einschätzen können.

Gleich zu Beginn der Geschichte bekommt Lorenz Lovis eine anonyme Weihnachtskarte mit den Worten: „Du hast ein Date. Ein Date mit dem Tod. Näheres erfährst du, wenn es an der Zeit ist“. Der Text der Karte lässt für mich als Leser viel Raum zum Grübeln. Ich mag diese Andeutungen, wo man erst mal selbst ein wenig überlegen darf. Was es mit der Karte auf sich hat und ob weitere Karten bei dem Ermittler eintrudeln kannst du dir am besten selbst erlesen.

Es ist eine kurze runde Geschichte, die zum Miträtseln einlädt. Wer hat die anonyme Weihnachtskarte verschickt? Kann Lorenz Lovis den Fall lösen? Gibt es am Ende Tote? Fragen, die ich mir beim Lesen gestellt habe. Am Ende löst sich alles ganz logisch auf und bestätigt mich in meinen zuvor gewonnenen Erkenntnissen. Die Geschichte besticht durch ihren ganz eigenen Charme und man muss das ganze einfach mit Humor nehmen.

Für mich war es eine unterhaltsame Geschichte, die mir jetzt zwar ein wenig vom zweiten Buchvorweggenommen hat, aber das finde ich gar nicht schlimm. Ich werde „Bewährungsprobe“ auch mit diesem Wissen genießen können. Hast du Lust auf einen weihnachtlichen Kurzkrimi, dann findest du in „Weihnachtspost“ genau die richtige Stimmung. Alles bereitet sich auf Weihnachten vor und passend dazu liegt überall schon Schnee, wovon man hier oben im Norden ja nur träumen kann. Ich habe die Geschichte genossen, hier und da herzhaft gelacht und vor allem fleißig mit gerätselt.

Inhaltsangabe

Lorenz Lovis will eigentlich nichts als die Ruhe zwischen zwei Aufträgen genießen, da schrecken ihn geheimnisvolle Botschaften auf und er muss wieder ermitteln. Diesmal in eigener Sache. Gut, dass ihm Hanne Wiedenhof mit drei Krimiautorinnen zur Seite steht.

„Weihnachtspost“ ist ein Kurzkrimi zur Brixenkrimi-Reihe um den Privatermittler Lorenz Lovis und Teil des Projekts BLIND DATE MIT DEM TOD der Autorengruppe DIE MORD(S)LUSTIGEN.

Bibliografie

Sketchnotes zum Kurzkrimi: Weihnachtspost Lorenz Lovis ermittelt von Heidi Troi

Autor: Heidi Troi
Reihe: Lorenz Lovis ermittelt
Genre: Kriminalroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 979-8490843825
Erscheinungsdatum: 01. November 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 90
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Heidi Troi zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Heidi Troi

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Rum oder Ehre von Carsten Sebastian Henn

Rum oder Ehre

von Carsten Sebastian Henn

Meine Meinung

Das Cover hat etwas, das nach meiner Aufmerksamkeit ruft. In der Mitte steht ein Glas, in dem scheinbar Rum geschwenkt wird. Ein Papagei fliegt am Glas vorbei. Daneben liegt ein Kompass. Alles kleine Details, die sehr gut zur Geschichte passen.

„Rum oder Ehre“ ist der zweite Roman, den ich von Carsten Sebastian Henn gelesen habe. Nach „Der Gin des Lebens“ hatte ich nicht vor gehabt, ein weiteres Buch von ihm zu lesen. Doch ich wurde vom Cover und dem Klappentext magisch angezogen. Und so habe ich mich auf einen weiteren alkoholischen Krimi aus der Feder von Herrn Henn eingelassen. Ich wurde dieses Mal nicht enttäuscht. Die Schauplätze in Flensburg und auf Jamaika sind mir zum Teil bekannt und ließen mich in Erinnerungen schwelgen. Der Protagonist Martin Störtebäcker ist 72 Jahre alt und reist im hohen Alter auf den Spuren von seinem kleinen Bruder nach Jamaika. Was er dort erlebt ist amüsant und spannend zu gleich.

In die Erzählung fließen ein paar interessante Hintergründe zum Rum und der Rum Herstellung ein. Ebenso finden sich zahlreiche Rezepte für tropische Cocktails, die auf Rum basieren. Bei rumhaltigen Cocktails bin ich gerne dabei und ich freue mich bald schon wieder auf den Rumpunch in der Karibik.

Die Geschichte war spannend und hat in mir schöne Erinnerungen an Urlaube in der Karibik und an mein Studium in Flensburg geweckt. Rum ist genau meins und so gab es auf meinem Geburtstag auch nur auf Rum basierte Cocktails. Die Geschichte hat Hand und Fuß. Sie ist ein bisschen skurril, aber genau das passt zu Rum und Jamaika. Mir hat der zweite alkoholhaltige Krimi von Carsten Sebastian Henn sehr viel besser gefallen, als das erste Buch. Es war spannend und lustig zu gleich. Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden und freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch in Ocho Rios und Montego Bay, beides Orte, die im Buch genannt werden.

Inhaltsangabe

Wenn die Zeit Rum ist …

Martin Stortebäcker, 72 Jahre alt und von seinen Freunden liebevoll »der Käpt’n« genannt, lebt friedlich in der deutschen Rum-Metropole Flensburg, wo sich sein Faible für den köstlichen Zuckerrohrschnaps hervorragend pflegen lässt. Aber dann segnet sein bester Freund Lasse das Zeitliche – und gibt dem Käpt’n aus dem Grab einen letzten Auftrag mit: Er soll sich zur legendären Rum-Insel Jamaika aufmachen und endlich auf die Suche nach seinem dort verschollenen Bruder gehen.

In der Karibik angekommen freundet sich der Käpt’n schnell mit einer abenteuerlustigen Taxifahrerin an, die ihn bei seiner Suche unterstützt. Doch schon bei der Besichtigung der ersten Rum-Distillery stellen sie fest: Jemand will verhindern, dass sie an Informationen über den Verbleib von Martins Bruder kommen. Und diesem Jemand ist jedes Mittel recht. Sein erstes Opfer ist der Brennmeister der Distillery – und es wird nicht sein letztes gewesen sein. Ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt …

Carsten Sebastian Henn erzählt augenzwinkernd und mitreißend von kaltblütigen Mördern unter karibischer Sonne: ein spannender Kriminalroman, gespickt mit allerlei Wissenswertem zum Thema Rum.

Bibliografie

Pinterest Grafik zur Buch Rezension: Rum oder Ehre von Carsten Sebastian Henn. Zu sehen ist das Buch Cover mit einem Glas Rum drauf und passende Sketchnotes.

Autor: Carsten Sebastian Henn
Buchreihe: Kulinarische Kriminalromane Band 2
Genre: Kriminalroman
Verlag: Dumont
ISBN: 9783832183981
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 336
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Dumont über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dumnont

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Der Tote Journalist von Hanna Paulsen

Der Tote Journalist – Die Polizeireporterin

von Hanna Paulsen

Meine Meinung

Ich bin ja ein Kind von der Nordseeküste und mag daher Buchcover mit Blick aufs Wasser total gerne. Hier steht jetzt eine Frau im roten Mantel am Ende eines Stegs und schaut Richtung Sonnenauf- bzw. untergang. Die Wolken deuten ein gewisses Unheil an, was bei dem Titel zu erwarten ist. Im ganzen ein schönes Bild und passend für einen Krimi, der in Hamburg spielt.

Der Tote Journalist ist das Krimi Debüt für die Autorin Hanna Paulsen. Es ist der Auftakt der neuen Krimireihe: Die Polizeireporterin, der im EditionM Verlag erschienen ist. Ich durfte das Buch schon kurz vor der Veröffentlichung lesen und habe es regelrecht verschlungen. Es ist mal ein ganz anderer Kriminalroman, da die Protagonistin keine polizeiliche Ermittlerin ist, sondern wie man dem Namen der Buchreihe entnehmen kann eine Journalistin.

Die Polizeireporterin Gesa Jansen gab mir einen schönen Einblick in ihre Arbeit. Dabei achtete sie darauf stets den Beteiligten im Unfallgeschehen nicht im Wege zu stehen. Ich finde es sehr gut, dass Gesa zu den seriösen Journalisten gehörte und nicht der reinen Sensationslust unterlag. So war sie mir von Anfang an sympathisch und gab ein gutes Bild auf die Presse ab.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der mysteriöse Tod von Gesas Kollegen Uwe Stolter. Er war der angesagteste Polizeireporter in Hamburg und bei allen bekannt. Sein plötzlicher Tod wirft viele Fragen auf und bringt im gewissen Sinne das wahre Gesicht der Chefredakteurin zum Vorschein. Mit Spannung habe ich den Schlagabtausch von Gesa mit ihrer Chefin verfolgt. Auch der unfreiwillige neue Kollege von Gesa hat sofort meine Sympathie gewonnen. Björn ist eher ein ruhiger und stiller Zeitgenosse und damit genau das Gegenteil von Gesa. Zusammen bilden sie eine gute Einheit, auch wenn sie selbst das nicht direkt erkennen können.

Im Hintergrund taucht immer wieder die Vergangenheit von Gesa auf. An diesen Stellen hätte ich gerne mehr Details gewusst, doch lässt dieses kratzen an der Oberfläche hoffen, das wir dazu mehr in einem weiteren Buch erfahren dürfen. Die Beschreibungen im Buch sind sehr Bildlich, so dass das Kopfkino mit vielen Details gefüttert wird. So hatte ich zum Beispiel den Garten von Gesa ganz genau vor Augen. Ihr Häuschen am Fluss hätte ich auch gerne. Ich stelle mir das absolut idyllisch vor und ist genau das richtige, um nach einem spannenden Tag abzuschalten.

Für mich wurde die Spannung immer wieder aufgebaut. Bis zum Schluss war ich ratlos und musste genauso wie alle anderen Beteiligten rätseln und kombinieren. Gekonnt kommen zum Ende alle Fäden zusammen und lassen mich mit einem logischen Schluss zurück. Ich habe die Geschichte sehr genossen. Es war ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Für mich ein gelungenes Krimi Debüt, von dem ich gerne mehr hätte.

Wenn du Lust hast, ein bisschen Journalistische Luft zu schnappen, dann bist du bei diesem Krimi genau richtig. Hier zeigt eine gewiefte Polizeireporterin was sie kann. Zu ihrem Glück gibt es für Journalistinnen keine vorgeschriebene Körpergröße. Ich hatte ein paar spannende Lesestunden, bei denen ich bis zum Schluss mit rätseln durfte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Inhaltsangabe

Im Hamburger Nieselregen steht Polizeireporterin Gesa Jansen vor dem Haus, in dem ihr Kollege Uwe Stolter ums Leben gekommen ist. Das Urgestein der lokalen Tageszeitung wurde selbst zum Mordopfer. Gesa hat wenig Zeit für Trauer, denn ihre knallharte Chefredakteurin will, dass sie den Fall vor der Polizei aufklärt. Für die Titelstory. Um jeden Preis. Dass ihr dazu der smarte Björn Dalmann aus der Kulturredaktion an die Seite gestellt wird, der seiner verpassten Opernaufführung nachtrauert, ist wenig hilfreich. Aber dann entdecken Gesa und Björn in Stolters Notizbuch Hinweise auf seine letzten Recherchen. Eine dieser Geschichten sollte besser nicht ans Licht kommen …

Bibliografie

Der Tote Journalist von Hanna Paulsen Sketchnotes zum Buch

Autor: Hanna Paulsen
Reihe: Die Polizeireporterin 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Edition M
ISBN: 978-2496708820
Erscheinungsdatum: 10. August 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 352
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Hanna Paulsen

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Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich

Tote Tanten plaudern nicht

von Vera Nentwich

Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich Sketchnotes zum Buch

Meine Meinung

Das Cover macht Lust auf das Buch. Man kann auf den ersten Blick sehen, dass die Geschichte mit Humor zu nehmen ist. Im unteren drittel des Covers sieht man ein rotes Auto, aus dem zwei Beine heraus ragen. Dahinter sind Dächer eines Ortes zu sehen. Das Wort Krimi hängt scheinbar als Fahne am Kirchturm. In rosa Schrift prangt über der humorvollen Szene auf orangem Grund der Titel des Romans.

Zum vierten Mal habe ich mich mit Sabine (Biene) Hagen nach Grefrath begeben. Meine Rezensionen zu vorherigen Büchern findest du im Autoren Verzeichnis (Vera Nentwich). Tote Tanten plaudern nicht ist der sechste Fall für Biene. Die Geschichte bzw. der Fall ist in sich abgeschlossen und man hat auch Spaß beim Lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Natürlich geht aber auch bei diesem humorvollen Krimi das Privatleben der Hauptakteure weiter. Doch das nötige Wissen wird gekonnt eingeflochten und so weiß man ganz schnell warum Biene noch bei ihrer Großmutter wohnt und wie sie zu ihrer Beziehung mit Jochen steht.

Ich selbst habe die Fälle zwei, drei und vier von Biene gelesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Wissen aus dem fünften Band fehlte. Wobei ich zu gerne wüsste, in welches Fettnäpfchen Biene dort getreten ist. Man muss die selbstständige Detektivin einfach gernhaben. Mit ihrer etwas tollpatschigen Art zaubert sie direkt ein Lächeln in mein Gesicht. Wobei ich sagen muss, dass sie im Laufe der Fälle langsam erwachsener und bodenständiger geworden ist. Als Ich- Erzählerin verströmt Biene ihren ganz persönlichen Charme und so erhalte ich nur einen Einblick in ihre Erkenntnisse. Alle anderen Charaktere lerne ich aus ihrer Sichtweise kennen. Es ist eine unterhaltsame Perspektive, denn so habe ich als Leser genügend Spielraum für eigene Gedanken und vor allem Zeit um hin und wieder einfach mal ganz laut zu lachen. Ich habe mich mit Biene in Grefrath sofort wieder wohl gefühlt und in wenigen Tagen das Buch verschlungen.

Wie gewohnt ist es ein unterhaltsamer und humorvoller Krimi aus der Feder von Vera Nentwich. Ich hatte beim Lesen immer wieder die Stimme von Vera im Ohr, besonders bei den Dialogen mit Dialekt, die sind einfach zu schön. Biene ist als Person einfach ganz speziell und irgendwie nicht ganz von dieser Welt, aber genau das macht sie einfach liebenswert. Wenn du Lust hast auf einen lustigen Krimi, mit einer Detektivin, die man einfach nicht zu ernst nehmen darf, wirst du mit dem sechsten Fall von Biene sehr viel Freude haben. Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus.

Inhaltsangabe

Was tut man, wenn aus einem Gefallen ein Mord wird? Mörder jagen!

Die neue Assistentin Cassandra bringt Glanz in die aufstrebende Detektei von Sabine „Biene“ Hagen und Jago Diaz Fernandez. Cassandra bittet um einen Gefallen, denn ihre Tante fühlt sich von Schlägern bedroht. Dann ist die Tante tot. Der zwielichtige Onkel gerät ins Visier. Zugleich verlangt ein Vermisstenfall Bienes Aufmerksamkeit und sie entdeckt, dass ihr Freund sie belügt. Sie muss ihre Beziehung hinterfragen und den verwirrenden Spuren in den Fällen nachgehen. Der Weg führt sie sowohl zu einer ominösen Privatbank nach Düsseldorf, als auch zu einer berüchtigten Bauunternehmerin. Und überall öffnet die Nennung von Jagos Namen auf magische Weise Türen. Zwischen zwei Fällen und der Angst um ihre Beziehung muss Biene mutig ihren Weg gehen, Gefahren trotzen und einen Mörder stellen.

Bibliografie

Zu sehen ist das Buchcover von: Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich und Sketchnotes zum Buch

Autor: Vera Nentwich
Reihe: Ein Fall für Biene Hagen 6
Genre: humorvoller Krimi
Verlag: Vera Books
ISBN: 978-3981880649
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 290
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Autroin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Vera Nentwich

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.