Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Der Gin des Lebens

von Carsten Sebastian Henn

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn Sketchnote mit Buch

Meine Meinung

Das Cover in Verbindung mit dem Titel hat mich sofort angesprochen. In der Mitte ist ein Glas mit vermutlich Gin gefüllt zusehen. Passend dazu liegen neben dem Glas Wacholderbeeren und in dem Glas sind Zitronen- oder Limettenscheiben zu sehen. Wenn man das Buch ein wenig kippt, sieht man das Glas richtig schön glänzenden und die Buchstaben sind leicht erhaben. Rund um ist das Cover etwas fürs Auge und für die Haptik.

Ich kam anfangs nur schwer in die Geschichte hinein. Der Protagonist Bene war auf den ersten 50 Seiten einfach nur langweilig. Er hatte die Energie einer Schlaftablette, und das fand ich ziemlich anstrengend zu lesen. Doch mit seiner weiteren Suche nach dem Gin-Rezept von seinem Vater steigt auch seine Energie und die Spannung im Buch. Anschließend war ich von der Faszination Gin gefangen genommen.

Die Suche nach dem perfekten Gin von Bene Lerchenfeld und Cathy Callaghan in Plymouth wird durch kleine Geschichten über den Gin unterstützt. Hin und wieder kann ich als Leser zurück blicken und erfahre wie die Väter der zwei den Gin perfektioniert haben. So bekomme ich einen guten Gesamteindruck und weiß, wie viel der Gin für Bene und Cathy bedeutet.

„Der Gin des Lebens“ ist als Kriminalroman ausgewiesen. Doch hat der Mordfall in der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. An erster Stelle steht die Suche nach dem Gin Rezept. Interessant fand ich dabei die Suche nach den einzelnen Botanicals, die für den Gin in Frage kommen könnten. Ich habe vor zwei Jahren an einem Gin- Tasting teilgenommen und erfahren, mit welchen Proben man üben kann, um so viele Bestandteile wie möglich heraus zu schmecken. Ein paar Pflanzen kann ich durch meine Ausbildung erkennen. Doch für mich steht einfach der Geschmack als Ganzes im Vordergrund, und so entscheidet der, ob mir ein Gin gefällt oder nicht. Ich will gar nicht so genau wissen, was neben dem Wacholder noch alles drin ist.

Schöne Zeichnungen der Botanicals läuten jeweils ein neues Kapitel ein und sind am Ende des Buches auf einer Doppelseite abgebildet. Am Ende darf sich ein jeder Leser auch auf ein paar Gin-Rezepten freuen.

Wer mehr über die Entstehung von Gin erfahren möchte, kommt in dem Buch voll und ganz auf seine Kosten. Wer auf einen spannenden Krimi aus ist, wird im ersten Moment wie ich eher enttäuscht sein. Die Geschichte um die Suche nach dem perfekten Gin unabhängig vom Kriminalfall wartet mit urigen Charakteren auf und lässt einen immer wieder schmunzeln. Im ganzen habe ich mich gut unterhalten gefühlt und nebenbei meinen Gin-Tonic genossen.

Inhaltsangabe

Was macht einen richtig guten Gin aus?
Wo hat sein toter Vater das komplizierte Handwerk der Gin- Brennerei gelernt? Und worauf kommt es im Leben verdammt noch mal an? Bene Lerchenfeld will Antworten – und die Suche danach führt ihn nach Südengland, in die idyllische Hafenstadt Plymouth. Hier begegnet er Cathy Callaghan, die ebenfalls eine Obsession für Gin pflegt, aber ansonsten ihre ganz eigenen Sorgen hat: Vor wenigen Tagen wurde die Leiche eines Obdachlosen im Garten ihres malerischen Bed & Breakfast gefunden. Bald setllt Bene fest, dass ihn viel mehr mit Cathy verbindet als nur der Gin. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach der perfekten Rezeptur. Doch irgendjemand scheint fest entschlossen, ihnen Steine in den Weg zu legen …

Bibliografie

Autor: Carsten Sebastian Henn
Sprecher:
Genre: Kriminalroman
Verlag: Dumont Verlag
ISBN: 978-3832183974
Erscheinungsdatum: 10. März 2020
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 336
Zeit: 
Leseexemplar: ja, Lesejury


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dumont Verlag

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