Der Tote Journalist von Hanna Paulsen

Der Tote Journalist – Die Polizeireporterin

von Hanna Paulsen

Meine Meinung

Ich bin ja ein Kind von der Nordseeküste und mag daher Buchcover mit Blick aufs Wasser total gerne. Hier steht jetzt eine Frau im roten Mantel am Ende eines Stegs und schaut Richtung Sonnenauf- bzw. untergang. Die Wolken deuten ein gewisses Unheil an, was bei dem Titel zu erwarten ist. Im ganzen ein schönes Bild und passend für einen Krimi, der in Hamburg spielt.

Der Tote Journalist ist das Krimi Debüt für die Autorin Hanna Paulsen. Es ist der Auftakt der neuen Krimireihe: Die Polizeireporterin, der im EditionM Verlag erschienen ist. Ich durfte das Buch schon kurz vor der Veröffentlichung lesen und habe es regelrecht verschlungen. Es ist mal ein ganz anderer Kriminalroman, da die Protagonistin keine polizeiliche Ermittlerin ist, sondern wie man dem Namen der Buchreihe entnehmen kann eine Journalistin.

Die Polizeireporterin Gesa Jansen gab mir einen schönen Einblick in ihre Arbeit. Dabei achtete sie darauf stets den Beteiligten im Unfallgeschehen nicht im Wege zu stehen. Ich finde es sehr gut, dass Gesa zu den seriösen Journalisten gehörte und nicht der reinen Sensationslust unterlag. So war sie mir von Anfang an sympathisch und gab ein gutes Bild auf die Presse ab.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der mysteriöse Tod von Gesas Kollegen Uwe Stolter. Er war der angesagteste Polizeireporter in Hamburg und bei allen bekannt. Sein plötzlicher Tod wirft viele Fragen auf und bringt im gewissen Sinne das wahre Gesicht der Chefredakteurin zum Vorschein. Mit Spannung habe ich den Schlagabtausch von Gesa mit ihrer Chefin verfolgt. Auch der unfreiwillige neue Kollege von Gesa hat sofort meine Sympathie gewonnen. Björn ist eher ein ruhiger und stiller Zeitgenosse und damit genau das Gegenteil von Gesa. Zusammen bilden sie eine gute Einheit, auch wenn sie selbst das nicht direkt erkennen können.

Im Hintergrund taucht immer wieder die Vergangenheit von Gesa auf. An diesen Stellen hätte ich gerne mehr Details gewusst, doch lässt dieses kratzen an der Oberfläche hoffen, das wir dazu mehr in einem weiteren Buch erfahren dürfen. Die Beschreibungen im Buch sind sehr Bildlich, so dass das Kopfkino mit vielen Details gefüttert wird. So hatte ich zum Beispiel den Garten von Gesa ganz genau vor Augen. Ihr Häuschen am Fluss hätte ich auch gerne. Ich stelle mir das absolut idyllisch vor und ist genau das richtige, um nach einem spannenden Tag abzuschalten.

Für mich wurde die Spannung immer wieder aufgebaut. Bis zum Schluss war ich ratlos und musste genauso wie alle anderen Beteiligten rätseln und kombinieren. Gekonnt kommen zum Ende alle Fäden zusammen und lassen mich mit einem logischen Schluss zurück. Ich habe die Geschichte sehr genossen. Es war ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Für mich ein gelungenes Krimi Debüt, von dem ich gerne mehr hätte.

Wenn du Lust hast, ein bisschen Journalistische Luft zu schnappen, dann bist du bei diesem Krimi genau richtig. Hier zeigt eine gewiefte Polizeireporterin was sie kann. Zu ihrem Glück gibt es für Journalistinnen keine vorgeschriebene Körpergröße. Ich hatte ein paar spannende Lesestunden, bei denen ich bis zum Schluss mit rätseln durfte. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Inhaltsangabe

Im Hamburger Nieselregen steht Polizeireporterin Gesa Jansen vor dem Haus, in dem ihr Kollege Uwe Stolter ums Leben gekommen ist. Das Urgestein der lokalen Tageszeitung wurde selbst zum Mordopfer. Gesa hat wenig Zeit für Trauer, denn ihre knallharte Chefredakteurin will, dass sie den Fall vor der Polizei aufklärt. Für die Titelstory. Um jeden Preis. Dass ihr dazu der smarte Björn Dalmann aus der Kulturredaktion an die Seite gestellt wird, der seiner verpassten Opernaufführung nachtrauert, ist wenig hilfreich. Aber dann entdecken Gesa und Björn in Stolters Notizbuch Hinweise auf seine letzten Recherchen. Eine dieser Geschichten sollte besser nicht ans Licht kommen …

Bibliografie

Der Tote Journalist von Hanna Paulsen Sketchnotes zum Buch

Autor: Hanna Paulsen
Reihe: Die Polizeireporterin 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Edition M
ISBN: 978-2496708820
Erscheinungsdatum: 10. August 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 352
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Autorin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Hanna Paulsen

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich

Tote Tanten plaudern nicht

von Vera Nentwich

Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich Sketchnotes zum Buch

Meine Meinung

Das Cover macht Lust auf das Buch. Man kann auf den ersten Blick sehen, dass die Geschichte mit Humor zu nehmen ist. Im unteren drittel des Covers sieht man ein rotes Auto, aus dem zwei Beine heraus ragen. Dahinter sind Dächer eines Ortes zu sehen. Das Wort Krimi hängt scheinbar als Fahne am Kirchturm. In rosa Schrift prangt über der humorvollen Szene auf orangem Grund der Titel des Romans.

Zum vierten Mal habe ich mich mit Sabine (Biene) Hagen nach Grefrath begeben. Meine Rezensionen zu vorherigen Büchern findest du im Autoren Verzeichnis (Vera Nentwich). Tote Tanten plaudern nicht ist der sechste Fall für Biene. Die Geschichte bzw. der Fall ist in sich abgeschlossen und man hat auch Spaß beim Lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Natürlich geht aber auch bei diesem humorvollen Krimi das Privatleben der Hauptakteure weiter. Doch das nötige Wissen wird gekonnt eingeflochten und so weiß man ganz schnell warum Biene noch bei ihrer Großmutter wohnt und wie sie zu ihrer Beziehung mit Jochen steht.

Ich selbst habe die Fälle zwei, drei und vier von Biene gelesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Wissen aus dem fünften Band fehlte. Wobei ich zu gerne wüsste, in welches Fettnäpfchen Biene dort getreten ist. Man muss die selbstständige Detektivin einfach gernhaben. Mit ihrer etwas tollpatschigen Art zaubert sie direkt ein Lächeln in mein Gesicht. Wobei ich sagen muss, dass sie im Laufe der Fälle langsam erwachsener und bodenständiger geworden ist. Als Ich- Erzählerin verströmt Biene ihren ganz persönlichen Charme und so erhalte ich nur einen Einblick in ihre Erkenntnisse. Alle anderen Charaktere lerne ich aus ihrer Sichtweise kennen. Es ist eine unterhaltsame Perspektive, denn so habe ich als Leser genügend Spielraum für eigene Gedanken und vor allem Zeit um hin und wieder einfach mal ganz laut zu lachen. Ich habe mich mit Biene in Grefrath sofort wieder wohl gefühlt und in wenigen Tagen das Buch verschlungen.

Wie gewohnt ist es ein unterhaltsamer und humorvoller Krimi aus der Feder von Vera Nentwich. Ich hatte beim Lesen immer wieder die Stimme von Vera im Ohr, besonders bei den Dialogen mit Dialekt, die sind einfach zu schön. Biene ist als Person einfach ganz speziell und irgendwie nicht ganz von dieser Welt, aber genau das macht sie einfach liebenswert. Wenn du Lust hast auf einen lustigen Krimi, mit einer Detektivin, die man einfach nicht zu ernst nehmen darf, wirst du mit dem sechsten Fall von Biene sehr viel Freude haben. Ich spreche sehr gerne eine Leseempfehlung aus.

Inhaltsangabe

Was tut man, wenn aus einem Gefallen ein Mord wird? Mörder jagen!

Die neue Assistentin Cassandra bringt Glanz in die aufstrebende Detektei von Sabine „Biene“ Hagen und Jago Diaz Fernandez. Cassandra bittet um einen Gefallen, denn ihre Tante fühlt sich von Schlägern bedroht. Dann ist die Tante tot. Der zwielichtige Onkel gerät ins Visier. Zugleich verlangt ein Vermisstenfall Bienes Aufmerksamkeit und sie entdeckt, dass ihr Freund sie belügt. Sie muss ihre Beziehung hinterfragen und den verwirrenden Spuren in den Fällen nachgehen. Der Weg führt sie sowohl zu einer ominösen Privatbank nach Düsseldorf, als auch zu einer berüchtigten Bauunternehmerin. Und überall öffnet die Nennung von Jagos Namen auf magische Weise Türen. Zwischen zwei Fällen und der Angst um ihre Beziehung muss Biene mutig ihren Weg gehen, Gefahren trotzen und einen Mörder stellen.

Bibliografie

Zu sehen ist das Buchcover von: Tote Tanten plaudern nicht von Vera Nentwich und Sketchnotes zum Buch

Autor: Vera Nentwich
Reihe: Ein Fall für Biene Hagen 6
Genre: humorvoller Krimi
Verlag: Vera Books
ISBN: 978-3981880649
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 290
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von der Autroin zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Vera Nentwich

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Nordwestzorn von Svea Jensen

Nordwestzorn

von Svea Jensen

Nordwestzorn von Svea Jensen Sketchnotes zum Buch

Meine Meinung

Das Cover ist sehr ähnlich gestaltet, wie der erste Fall für die Soko St. Peter- Ording. Wir haben hier einen stimmungsmäßigen Farbverlauf, der zu einem Sonnenuntergang passen könnte. Im unteren Drittel kann man einen Teilstück vom Strand in St. Peter- Ording sehen, der gerade ein wenig vom Meer bedeckt ist. Eine gelbe Boje liegt im Vordergrund und es ist ein Plateau für die Strandkörbe zu sehen. Vom Horizont an aufwärts ist der Titel den Buches in großen Buchstaben in den etwas düster scheinenden Himmel gedruckt. Mir gefällt diese Zusammenstellung, die sehr gut zu einem Kriminalroman an der Nordsee passt.

Nordwestzorn ist nach Nordwesttod der zweite Kriminalroman der Reihe: Ein Fall für die Soko St. Peter- Ording von Svea Jensen. Im zweiten Buch dürfen wir den Dienststellenleiter Hendrik Norberg und die Leiterin der Vermisstenstelle Anna Wagner näher kennenlernen. Zu Beginn des ersten Buches ermitteln die zwei das erste Mal zusammen. Die einzelnen Bände der Krimireihe behandeln in sich abgeschlossene Fälle. So kann jedes Buch für sich alleine gelesen werden. Einzig die Entwicklung der Charaktere ist eine fortlaufende Erzählung, die aber für das Verständnis nicht weiter wichtig ist.

Das erste Kapitel dient dazu, alle Leser auf den gleichen Wissenstand zu bringen. Die handelnden Personen werden eingeführt und die Verbindungen zu einander geklärt. Damit hat man alle nötigen Informationen, um die zwischenmenschlichen Gegebenheit nachvollziehen zu können. Um dem Inhalt besser folgen zu können, sind die Erzählungen einzelner Personen zum Fall kursiv gedruckt. So hat man einen guten Überblick, ob man sich gerade aktiv in der Gegenwart bewegt oder doch auf Erzählungen zurück greift. Passend zur Stellenbeschreibung von Anna Wagner haben wir es hier mit einem Cold Case bezüglich einer vermissten Person zu tun, wie du dem Klappentext entnehmen kannst.

… wer an der Nordseeküste zur Welt kam, den zog es eben immer wieder zurück.

aus Nordwestzorn von Svea Jensen

Ich habe den Krimi genossen, wenn man das so sagen darf. Die örtlichen Gegebenheiten sind mir mehr oder weniger aus meiner Kindheit bekannt. Und so bin ich mit den Ermittlern durch St. Peter- Ording gestreift. Auch die Ausflüge in die nähere und fernere Umgebung ließen bei mir Heimatgefühle aufkommen. Ein Grund, warum ich so gerne Nordseekrimis lese, die direkt auf Eiderstedt spielen oder in der unmittelbaren Umgebung. Ab und zu brauche ich hier im gefühlt tiefstem Binnenland ein wenig Meeresrauschen und Möwengeschrei. Das Meer und der Strand standen zwar nicht im Mittelpunkt des Geschehens, aber es hat für mich ausgereicht, um mein Heimweh für den Moment zu stillen.

Ich fand den Fall an sich logisch aufgebaut. Wobei ich schon ziemlich früh eine gewisse Ahnung hatte. Doch hat diese Kenntnis auf mein Lesevergnügen und meinen Lesefluss keinen Einfluss. Ich habe trotzdem sehr aufmerksam verfolgt, wie die Ermittler zu ihren Erkenntnissen kamen und habe fleißig mitgerätselt. Man weiß ja nie, ob nicht doch noch ein neuer Hinweis kommt.

Für mich hat das Ermittlerduo aus Hendrik Norberg und Anna Wagner viel Potenzial für weitere spannende Fälle aus der Touristen Hochburg St. Peter- Ording. Gerade der Kontrast der beiden Ermittler bietet viel Potenzial. Hier stoßen typische norddeutsche Einsilbigkeit auf bayrische Wurzeln. Ich bin gespannt wie es auch privat für die beiden Ermittler weitergeht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für die gelungene Fortsetzung der „Ein Fall für die Soko St. Peter- Ording“ Reihe. Die Mischung aus norddeutscher Gelassenheit, sympathischen Charakteren und spannender Ermittlungsarbeit macht für mich das Buch einfach lesenswert.

Eine Karte von St. Peter Ording mit meinen Notizen zum Kriminalroman: Nordwestzorn von Svea Jensen
Meine Notizen zum Klappentext

Inhaltsangabe

Lange Sandstrände und menschliche Abgründe: Der zweite Fall für die Soko St. Peter-Ording

Der neue Fall von Kommissarin Anna Wagner entspringt dem Albtraum aller Eltern: Vor mehr als 15 Jahren verschwand ein Junge aus einem Sommercamp bei St. Peter-Ording, eine Leiche wurde nie gefunden. Im Fokus der Ermittlungen standen damals drei Männer, von denen allerdings nur der Leiter des Camps angeklagt und nach einem öffentlichkeitswirksamen Indizienprozess freigesprochen wurde. Den Verdacht, sich an dem Jungen vergangen zu haben, konnte jedoch keiner der Männer je wieder vollständig abstreifen. Als der damalige Camp-Leiter nach vielen Jahren im Ausland nach St. Peter-Ording zurückkehrt und nach kurzer Zeit spurlos verschwindet, ist der Soko schnell klar: Nur wenn sie den alten Fall lösen, haben sie vielleicht eine Chance, den Mann lebend zu bergen …

Bibliografie

Nordwestzorn von Svea Jensen Sketchnotes und Rezension zum Buch

Autor: Svea Jensen
Reihe: Ein Fall Für Die Soko St. Peter Ording 2
Genre: Kriminalroman
Verlag: HarperCollins
ISBN: 9783749901432
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2021
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 384
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von HarperCollins über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © HarperCollins

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Bornholmer Falle von Katharina Peters

Bornholmer Falle

von Katharina Peters

Zum Hörbuch: Bornholmer Falle von Katharina Peters ein Foto von den Sketchnotes zum Hörbuch als Untermalung der Rezension von Kerstin Cornils

Meine Meinung

Auf dem Cover kannst du ein kleines rotes Holzhaus sehen. Es sieht so aus, als wenn es ganz einsam auf dem Felsen direkt am Meer thront. Am Ufer liegt ein kleines Boot. Der Himmel über dieser für mich idyllischen Landschaft ist mit dunklen Wolken überzogen. Ich finde das Bild passt perfekt zu einem Krimi und hat mich direkt angesprochen.

Das Hörbuch ist das zweite Buch der Reihe: Sara Pirohl ermittelt. Ich habe das erste Buch: Bornholmer Schatten nicht gelesen, was meinem Hörvergnügen nicht geschadet hat. An der ein oder anderen Stelle wurde auf den vorangegangenen Fall verwiesen. Das fehlende Wissen war für den aktuellen Fall nicht nötig. Aber ich denke, dass für das Gefüge der ermittelnden Personen die Vorkenntnisse schon hilfreich sind. So bin ich erst nach und nach durchgestiegen wer genau wie so wem steht.

Die Sprecherin Elke Appelt verleiht der Geschichte die passende Dramatik. Ihre facettenreiche Stimme hat das Zuhören zu einem Genuss gemacht. So konnte ich sehr gut einfach stundenlang dem Hörbuch lauschen. Für mich ist es wichtig, dass ich eine Stimme auch auf lange Zeit hören mag, sonst kann eine stundenlange Autofahrt ganz schön anstrengend werden.

Ein vermisster Junge, ein Toter und ganz viele Fragezeichen fordern Sarah Pirohl heraus. Von ihrem Exil auf Bornholm fängt sie an zu ermitteln und stösst dabei auf noch ganz andere Sachen. Immer wieder fließen kleine Aspekte aus dem ersten Band der Krimireihe ein und auch aus der Hannah Jacob Reihe, von der ich nur den dritten Band: Vergeltung kenne. Hier hätte ich mir ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht, um Hannahs Beweggründe besser verstehen zu können. Für den aktuellen Fall war dies aber nicht zwingend erforderlich.

Die Spannungskurve wird kontinuierlich aufgebaut und hält bis zum Schluss. Es tauchen immer wieder ominöse Personen auf, die scheinbar etwas mit dem Fall zu tun haben und für die nötige Verwirrung sorgen. Von rechten Machenschaften über Erpressung, Spionage und Auftragsmorden ist einiges dabei und sorgt dafür, dass ich das Hörbuch kaum ausschalten konnte. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und hat genau den richtigen Rätsel Faktor.

Ich habe mich gefreut mal wieder etwas von der Autorin Katharina Peters zu hören. Der spannende Schreibstil gefällt mir immer wieder. Mit Elke Appelt ist für den Krimi eine passende Sprecherin ausgewählt worden, die mit ihrer Stimme die nötige Dramatik unterstützt. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- bzw. Leseempfehlung. Für das bessere Verständnis fange aber besser mit dem ersten Buch der Reihe an und nicht wie ich mit dem zweiten. Ich denke, dann ist das Vergnügen noch um einiges größer.

Inhaltsangabe

Tatort Bornholm. Sarah Pirohl, ehemalige Polizistin in Rostock, möchte sich auf Bornholm einrichten, als sie der Hilferuf des BKA erreicht. Der achtzehnjährige Stiefsohn eines renommierten Berliner Arztes ist verschwunden. Zuletzt ist er gesehen worden, als er die Fähre von Bornholm nach Sassnitz bestieg, doch auf Rügen scheint er nicht angekommen zu sein. Sarah Pirohl beginnt sich umzuhören. Doch sie findet lediglich heraus, dass Sohn und Stiefvater vor einer Eisdiele in heftigen Streit gerieten. Dann jedoch erfährt sie, dass auf einem Musikfestival ein Junge umgebracht worden ist: ein Freund von Timo, der auch zuvor auf Bornholm gewesen ist.

Bibliografie

Autor: Katharina Peters
Sprecher: Elke Appelt
Reihe: Sara Pirohl ermittelt 2
Genre: Kriminalroman
Verlag: Aufbau Audio
ISBN: 9783961053384
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2021
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 10h16
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von XY über XY zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Aufbau Audio

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Nordwesttod von Svea Jensen

#Nordwesttod #NetGalleyDE

Nordwesttod

von Svea Jensen

Nordwesttod von Svea Jensen Sketchnotes zum Buch

Meine Meinung

Das Cover zeigt im unteren Drittel einen Bohlenweg zum Strand Richtung Pfahlbauten. Darüber sind dunkle Wolken zusehen, auf denen der Titel in seinen drei Wortteilen abgebildet ist. Am Himmel Kreisen ein paar Vögel, die das düstere Bild unterstreichen. Als kleiner Farbtupfer sticht einem der orange Rettungsring am Anfang des Weges ins Auge. Im ganzen ein passendes Cover, bei dem ich sofort an meine Heimat denken musste.

Mit Nordwesttod von Svea Jensen reise ich gedanklich in den Geburtsort von meinem Vater. Es ist der Auftakt für die Soko St. Peter- Ording mit Hendrik Norberg als Dienststellenleiter der hiesigen Polizei. Mit von der Partie ist Anna Wagner, die mit ihrem „Grüß Gott“ ihre Herkunft nicht verleugnen kann.

Ich habe mich beim Lesen sofort wie zu Hause gefühlt. Die Charaktere werden ihrer norddeutschen Heimat sehr gerecht. So musste ich bei folgendem Satz sehr schmunzeln:

„… das Ausdrücken von Emotionen war nicht so sein Ding.“

— aus Nordwesttod von Svea Jensen

Ein Ding, was einigen Norddeutschen zu eigen ist. Damit wurden mir die Personen gleich sympathisch. Doch auch Anna Wagner konnte mein Herz erwärmen, wie sie versuchte sich in St. Peter- Ording zurecht zu finden. Ich bin gespannt wie sie in weiteren Bücher in Erscheinung treten wird, da sie ja nur eine vorübergehende Stelle im hohen Norden inne hat. Der Fall um die vermisste junge Frau wird spannende erzählt und lässt mir als Leser genügend Spielraum zum Rätseln. Das Umfeld wurde dabei sehr realistisch mit einbezogen und so konnte ich mir das ganze sehr real vorstellen.

Für mich ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi- Reihe an der Nordsee. Ich bin gespannt, wie es für Hendrik Norberg weitergehen wird. Er gibt sowohl dienstlich und privat viel Spielraum für weitere spannende Geschichten aus St. Peter- Ording. Hast du Lust, dir meine Heimat etwas näher anzuschauen? Dann schnappe dir den Kriminalroman und freue dich auf ein paar schöne Lesestunden auf der Halbinsel Eiderstedt. von mir eine absolute Leseempfehlung, ich freue mich auf mehr.

Inhaltsangabe

Mord an der idyllischen Nordseeküste? Der erste Fall für die Soko St. Peter-Ording

Aus der Landeshauptstadt Bayerns ins ferne Kiel: Kommissarin Anna Wagner braucht nach ihrer Scheidung einen Tapetenwechsel. Sie zieht in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Oder hütete die junge Frau ein Geheimnis? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.

Bibliografie

Nordwesttod von Svea Jensen Sketchnotes zum Buch

Autor: Svea Jensen
Reihe: Ein Fall Für Die Soko St. Peter Ording 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Harper Collins Germany
ISBN: 9783749900039
Erscheinungsdatum: 16. Februar 2021
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 416
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Harper Collins Germany über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Harper Collins Germany

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Dunkler Grund von Hendrik Berg

Dunkler Grund

von Hendrik Berg

Dunkler Grund von Hendrik Berg Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Bei dem Cover hatte ich direkt meinen Heimathafen vor Augen. Die Segelboote liegen bei Ebbe im Schlick und ein paar Möwen kreisen am Himmel. Im ganzen ist das Cover dunkel gehalten uns gibt so die richtige Stimmung für einen Kriminalroman wieder. Mir gefällt das Bild, weil es mich an meine Heimat erinnert.

Als ich das neue Buch von Hendrik Berg gelesen habe, musst ich direkt an meinen Vater denken, der heute 74 Jahre alt geworden wäre. Der Krimi wäre ganz nach seinem Geschmack gewesen. Besonders zu der Fahrt mit der Nele hätte er als Krabbenfischer bestimmt seinen Kommentar abgegeben. Mein Vater war es, der mich auf die ersten Romane von Hendrik Berg aufmerksam gemacht hat. Und so habe ich mit jedem neuen Buch immer einen kurzen Moment in Gedanken mit meinem Vater.

Mit Theo Krumme und Pat durfte ich virtuell in meine Heimat reisen. Ich habe mich so gefreut durch die Straßen von Husum zu ziehen. Dabei hatte ich die Orte genau vor Augen. Hinzu kamen noch die kleinen Ausflüge nach Hooge und Pellworm. Damit war mein Heimweh und Fernweh fürs erste gestillt. Und ich konnte die Ermittlung einfach nur genießen.

Ich bin immer wieder fasziniert, wie ein nicht Nordfriese die typischen Eigenheiten der Nordlichter so gut wiedergeben kann. Hendrik Berg trifft für mich genau den richtigen Ton, um mich rund um wohl zu fühlen. Und mit jedem weiteren Fall wird auch Theo Krumme etwas norddeutscher. Wobei er natürlich immer ein Zugezogener bleiben wird. Aber nicht desto trotz ist er ein sympathischer Ermittler, der mit seinem Erfolg den hiesigen Kollegen hin und wieder ein Dorn im Auge ist.

Von der ersten Seite an war ich von dem Fall fasziniert und habe gemeinsam mit Theo und Pat ermittelt. Wer könnte der Täter sein? Bis zum Schluss bekam ich es nicht raus und genau so muss es sein. Sehr gelungen fand ich die kleinen Rückblicke in das Jahr 1362 zu Oke in die Uthlande. Es ist schon faszinierend wie sich die nordfriesische Küstenlandschaft in den Jahrhunderten verändert hat.

Hier kommt nun ein kleiner Spoiler, der dir aber keinen Hinweis auf die Ermittlungen geben wird. Doch ich muss dazu einfach ein paar Zeilen schreiben. Während die Nele, ein Krabbenkutter von Pellworm startet und dann wieder eine kleine Rückblende in die Uthlande kommt, habe ich direkt an die Legende von Rungholt gedacht. Und genau dann kommt es. Mitten im Wattenmeer sind auf mal Kirchenglocken zu hören und ein undefiniertes Glitzern zeichnet sich unter der Meeresoberfläche ab. Genau an diesen Mythos musste ich denken, kurz bevor es dann auch schwarz auf weiß im Buch stand. Das folgende Zitat aus dem Buch kann ich so unterstreichen.

Diese Legende kennt hier im Norden jedes Kind.

Ich habe den Krimi verschlungen und mich einfach gefreut ein wenig in meine Heimat zu reisen. Ich bin schon gespannt, wann der nächste Fall für Theo Krumme erscheint und wie Hendrik Berg das historische Nordfriesland wieder einfließen lässt. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie es ihm gelingt die Rückblicke in längst vergangene Tage in aktuelle Ereignisse mit einzubeziehen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Nordsee- Krimi Fans und alle, die Lust auf ein spannendes Abenteuer am Meer haben. Wenn du wissen möchtest, wo ich meine Kindheit erleben durfte, dann reise mit Hendrik Berg und seinen Kriminalromanen auf die Halbinsel Eiderstedt und das nordfriesische Umland.

Inhaltsangabe

Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee …

Bibliografie

Autor: Hendrik Berg
Reihe: Ein Fall für Theo Krumme 7
Genre: Kriminalroman
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-49189-6
Erscheinungsdatum: 15. März 2021
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 352
Leseexemplar: ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Goldmann über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Goldmann

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