Let’s go Himalaya von Katja Linke

Let’s go Himalaya – Wo bitte geht’s nach Shangri-La?

von Katja Linke

Meine Meinung

Das Cover zeigt sehr schön die Silhouetten von zwei Wanderern. Man kann erkennen, dass es eine Erwachsene und ein Kind ist. Hinter ihnen kommt zwischen den Berggipfeln die Sonne zum Vorschein. Der Himmel ist in einem wunderschönen rosa dargestellt mit einer einzelnen weißen Wolke. Für mich passt das Cover super zur Geschichte.

Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen habe, fiel mir sofort die große Schrift ins Auge. Irgendwie kam mir die größer vor als sonst. Kann aber auch an meiner kleinen Einstellung beim eReader liegen. Das harmonische Schriftbild lud mich direkt ein, meine Nase in das Buch zu stecken. Erst mal angefangen konnte ich auch nicht wieder aufhören. Der erste Satz hat mich direkt in Beschlag genommen:

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, ein Hamster im Laufrad des alltäglichen Wahnsinns zu sein, ohne Aussicht darauf, dass dieser Zustand sich in absehbarer Zeit ändern könnte?

Ja, irgendwie schon und dann habe ich die Reißleine gezogen. Und freue mich jeden Tag aufs neue diesen Schritt getan zu haben.

Doch heute geht es nicht um meinen alltäglichen Wahnsinn, sondern um das Buch: Let’s go Himalaya von Katja Linke. Die Autorin erzählt die Geschichte von ihrer eigenen Expedition nach Tibet zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter. Katjas Grund für die Reise ist die Diagnose: Reisefieber und die Suche nach ihrem Shangri- La. (Mehr zu Shangri- La erfährst du hier in meiner gleichnamigen Kolumne) Ihre Tochter Julia begleitet sie bei diesem Abenteuer und möchte einen symbolischen Stein im Basislager vom Mount Everest ablegen.

Das Abenteuer von Katja und Julia hat mich sofort angesprochen. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Interessiert habe ich die Besichtigungen in Tibet verfolgt und dabei eine Menge über die Region und den Buddhismus gelernt. Der Reisebegleiter der beiden hat mich besonders fasziniert. Er reagiert ganz besonnen auf alle Fragen von Julia und gibt die Antworten kindgerecht wieder. Ob das nun tatsächlich so war, oder von der Autorin so besser verpackt worden ist sei dahingestellt. Es kommt auf jeden Fall sehr sympathisch rüber und beim Lesen hatte ich das Gefühl zusammen mit den dreien unterwegs zu sein. Ich weiß nun, warum sich eine Wimpelkette in meiner Buchbox von Mainwunder befand. Diese „Stofflappen“ heißen „Lung Ta“ und sind die Gebetsfahnen der Buddhisten. Sie sind mit Symbolen, Mantras und Gebeten bedruckt. Dabei steht jede Farbe für ein Element, wie du auf meinem Sketchnote sehen kannst. Die Erzählung der Mutter wird ab und zu unterbrochen durch einen Tagebucheintrag der Tochter. So erfahre ich als Leser auch ein bisschen was von den Gedanken des elfjährigen Mädchens auf der Reise. Ein Satz der Tochter ist mir dabei gut in Erinnerung geblieben:

Wir haben das nächste Level unserer Abenteuerreise erreicht.

Ich habe die Reise- Erzählung von Katja genossen und bin in Gedanken mit ihnen durch Tibet gereist. Mein Reisefieber steigt immer weiter an. Die Reise würde mich echt reizen. Wobei ich gerade die letzte Etappe bis zum Basislager des Mount Eversts vermutlich aktuell körperlich noch nicht könnte. Hierzu wird sehr gut erklärt, warum man sich für diese Reise etwas Zeit nehmen muss. Denn unser Körper muss sich erst an die Höhe und den damit verbundenen niedrigen Gehalt an Sauerstoff gewöhnen. Ich nehme von diesem Buch eine wunderbare Gedankenreise mit. Mutter und Tochter wurden auf dieser Reise zu Teampartnern, die sich gegenseitig unterstützt haben. Sie haben gezeigt, wie wichtig es ist, wenn man sich aufeinander verlassen kann. Es ist eine Geschichte voller Liebe, Mut und Abenteuer, die mich mitgenommen hat in eine andere Welt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einfach mal einen Moment Pause vom Alltag braucht und offen ist für eine Reise in fremde Kulturen. Ich schließe mit einem Zitat von Tashi, dem Reisebegleiter des Mutter- Tochter- Gespanns:

Es ist die Aufgabe aller Menschen, ungeachtet ihrer Religion, einen Weg zu finden, der friedliches Leben in der Gemeinschaft ermöglicht.

Inhaltsangabe

Katja will für ein paar Wochen raus aus ihrem Alltag als Ärztin. Gemeinsam mit ihrer elfjährigen Tochter Julia startet sie zu einer Tibetreise in den Himalaya. Das höchste Gebirge unseres Planeten gilt nicht umsonst als Dach der Welt: Es berührt mit seinen atemberaubenden Gipfeln nicht nur den Himmel, sondern auch die Seelen derer, die dieses Erlebnis wagen.

Gleich nach der Ankunft in Tibets Hauptstadt Lhasa landen die beiden unsanft in der Realität und die Träume der Reisenden platzen wie Seifenblasen. Beide halten an ihren Zielen fest: Julia will einen Stein aus Omas Garten ins Basislager am Mount Everest bringen, Katja ist auf der Suche nach einem kraftspendenden Sehnsuchtsort, ihrem Shangri-La. Ob in Tibet der Zauber des sagenumwobenen Shangri-La als paradiesischer Ort spürbar ist?

Let´s go Himalaya – Wo bitte geht´s nach Shangri-La ist eine ganz besondere Mutter-Tochter-Geschichte über Mut und Liebe,
über Kulturkämpfe und Glücksmomente und über Loslassen und Ankommen vor der beeindruckenden Gebirgskulisse des Himalaya.

Bibliografie

Autor: Katja Linke
Genre: Abenteuerroman, Frauenroman, Reiseroman
Verlag: Twentysix der Self- Publishing- Verlag
ISBN: 978-3740765903
Erscheinungsdatum: 
Format: gebundenes Buch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 260
Leseexemplar: ja, Mainwunder

Lets go Himalaya von Katja Linke

Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Katja Linke

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Mit Quietscheente auf Weltreise von Janet und Fabian Zentel

MIt dem Quietscheentchen afu Weltreise von Janet Zentel Sketchnote zum Buch

Mit Quietscheente auf Weltreise: und warum Kokosnüsse gefährlicher sind als Haie

von Janet & Fabian Zentel

Mit Quietscheente auf Weltreise von Janet Zentel

Meine Meinung

Das Cover hat mich sofort an Urlaub denken lassen. Ein Koffer mit verschiedenen Landesflaggen beklebt steht im Vordergrund. Auf dem Koffer sitzt eine gelbe Quietscheente, die auch im Titel des Buches erwähnt wird. Hinter dem Koffer ist ein Auszug des Erdballs samt leicht bewölktem Himmel zusehen. Am Horizont reihen sich einige Sehenswürdigkeiten der Welt aneinander. Das Gesamtbild deutet auf einen Reiseroman hin. Durch das Cover fand das Buch den Weg zu mir.

Bevor ich etwas zu dem Buch schreiben kann muss ich dir erst mal die wichtigste Person vorstellen, die sonst böse wird. Ducky ist die Quietscheente von Janet und Fabian und fungiert als Erzähler der Geschichte. Ducky hat mit mehr oder weniger legalen Mitteln den Weg als Maskottchen auf die Weltreise geschafft. Wie genau er jetzt zwischen den ganzen Enten hervorstechen konnte, hat Ducky für sich behalten. Nur so viel, er wollte unbedingt mit und von den Anderen hatte es keiner so verdient wie er.

Damit sei Ducky hier genügend Aufmerksamkeit geschenkt und nun können wir uns dem wesentlichen Teil des Buches widmen: die Weltreise. Da wird mein Fernweh Herz sofort wach. Wobei ich nicht der Typ Mensch für eine Weltreise bin. Spontanität und ich sind nicht die besten Freunde. Auch muss bei mir gerne alles ganz akkurat geplant sein. Unvorhergesehene Sachen finde ich immer sehr anstrengend und sie werfen mich aus der Bahn. So reise ich mit meinem Mann sehr geplant meist für etwa drei Wochen am Stück und ich weiß genau was am nächsten Tag auf mich zu kommt. Das gibt mir Sicherheit und lässt mich die Welt genießen. So war ich in dem ein oder anderen Land der Weltreise von Ducky und seinen Reisegefährten auch schon.

Anschnallen bitte, die Reise um die Welt beginnt.

Die Weltreise ist der Lebenstraum von Janet und Fabian. Sie wollen fremde Kulturen und Menschen entdecken. Sie wollen das Essen der Einheimischen probieren und Abendteuer erleben. Von diesem Lebenstraum und den Erfahrungen handelt das Buch. Dabei nimmt Ducky mich als Ich- Erzähler mit auf die Reise um die Welt. So erfahre ich von einem sozialen Projekt in Ghana und dem Kontrastprogramm in New York. Ich reise auf die tierreichen Galapagos Inseln und lerne das laute Indien kennen. Beim Lesen bin ich immer wieder fasziniert von den örtlichen Begebenheiten und mit welcher Begeisterung die Erlebnisse geschildert werden.

Zwischendurch gibt es zwar immer mal wieder eher langatmige Erzählungen der Tage, doch mich faszinieren die besuchten Orte und was man dort erleben kann. Ich fand es spannend, wie unterschiedlich ein Land bzw. Ort auf einen wirken kann. Ich selbst bin von meinem kurzen Aufenthalt in Indien, genauer gesagt in Mumbai immer noch begeistert. Während Janet und Fabian an Mumbai nichts gut fanden. Indien war einfach nur laut in deren Erinnerung. Das kann ich so unterschreiben. An das permanente Hupen im Straßenverkehr muss man sich erst mal gewöhnen. Ich möchte dort nicht selbst fahren.

Nach der Lektüre des Buches stehen bei mir die Galapagos Inseln ganz hoch auf meiner Reisewunschliste und auch Kuba hat sich im Ranking weiter nach oben gearbeitet. Gerade jetzt in der Corona- Pandemie Zeit war das Buch für mich genau das richtige. Ich konnte mich von zu Hause in weit entfernte Länder träumen. Wenn du Lust hast auf eine virtuelle Weltreise oder aber auch eine Weltreise planst, kannst du dir mit diesem Buch schon mal eine mögliche Route erlesen.

Inhaltsangabe

Was braucht man für eine Weltreise? Eine große Portion Mut, einen Hauch Offenheit und Neugier, eine Messerspitze Abenteuerlust und … eine QUIETSCHEENTE!Ducky, die kleine freche Quietscheente, bereist mit Janet und Fabian die Welt. Die beiden wollen nicht länger nur von einer Weltreise träumen sondern ihre Träume endlich leben. Zwölf Monate Auszeit – einfach mal drauf los. Es geht los mit einem Hilfsprojekt in Ghana und geht – Kulturschock inklusive – über New York in eine andere Welt nach Kuba. Die Drei werden von den Galapagos Inseln verzaubert, bereisen mit neuen Freunden den Amazonas und wohnen zeitweise in Quito. Es gibt eine Verlobung auf Hawaii, mehr sympathische Badeenten-Fans in Japan und tausende zu erklimmende Stufen im chinesischen Wudang-Gebirge. Auf Tonga schwimmen sie mit Walen und werden von Giftschlangen auf einer einsamen Insel überrascht, wohingegen die Tour im Wohnmobil durch Neuseeland vergleichsweise purer Luxus ist. Die Reise beinhaltet ein Neujahrsfest mit Familie und Freunden am thailändischen Strand, Motorradtouren in Vietnam und intensive Gerüche in Indien bevor sie sich in Sri Lanka dem Ende zu neigt und das Abenteuer Rückkehr ansteht. Neben den inspirierenden Erfahrungsberichten bekommt der Leser viele Tipps für die Planung und Durchführung seiner nächsten Reise. Natürlich ist Ducky immer im Gepäck und erzählt aus seiner ungewöhnlichen und immer ehrlichen Sicht die lustigen, abenteuerlichen und manchmal nachdenklichen Geschichten. Achtung: Fernwehgefahr!

Bibliografie

MIt dem Quietscheentchen afu Weltreise von Janet Zentel Sketchnote zum Buch

Autor: Janet und Fabian Zentel
Genre: Reiseerzählung
Verlag: Selfpublishing
ISBN:  978-1697945188
Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2016
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 288
Leseexemplar: ja, Autorin


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Janet und Fabian Zentel

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Kolumne: #rettemich

#rettemich

Banner zu #rettemich und dem Buch: Der Bodyguard von Sonja Rüther

Gestern habe ich das Buch „Der Bodyguard“ von Sonja Rüther rezensiert. Und mich gefragt, was Retten und Gerettet werden ausmacht. Was bedeutet Retten eigentlich?

das Abwenden eines lebensbedrohlichen Zustandes durch lebensrettende Maßnahmen und/oder durch Befreien aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage

Quelle: wiktionary

Somit komme ich vom Retten direkt zum Aufgabengebiet des Bodyguards. Ein Bodyguard ist …

jemand, der die (gewerbsmäßige) Aufgabe hat, eine oder mehrere andere Personen zu beschützen

Quelle: wiktionary

Der Bodyguard und das Retten gehören somit unweigerlich zusammen. Wobei beschützen natürlich nicht zwangsläufig zu einer Situation führt, aus der eine Person gerettet werden muss.

Ich bin eine emanzipierte Frau, die sehr früh auf eigenen Beinen stand. Von meinem 17. Lebensjahr an, hatte ich meine eigenen vier Wände und musste dem entsprechend für mich selbst Sorge tragen. Ich habe mich damit auch immer sehr wohl gefühlt. So hatte ich meine Schwierigkeiten damit, nach gut 13 Jahren auf einen Mann zu treffen, der mich beschützen wollte. Auf einmal war da jemand, der bei einer ganz banalen Straßenüberquerung für mich mit schaute oder mich auch zurück hielt, wenn er es für zu gefährlich hielt. Da trafen zwei Welten auf einander. Ich, die ihre Unabhängigkeit liebte und alles alleine schaffen wollte und Er, der gelernt hatte, auf sein Leben und das der Anderen zu achten.

Inzwischen habe ich mich an das Gefühl gewöhnt, dass da jemand ist, der auf mich aufpasst. Doch ich kann mich noch sehr gut an einen unserer ersten gemeinsamen Urlaube erinnern. Wir waren auf unserer zweiten Kreuzfahrt und legten gerade im Hafen von Tanger (Marokko) an. Entsprechend der Reisehinweise gingen wir in angemessener Kleidung von Bord. Damit fielen wir zwischen den ganzen deutschen Touristen in kurzen Hosen und Spaghetti-Träger-Shirts regelrecht auf. Doch ich richte mich gerne an die Konventionen des Ziellandes, so kann ich dann auch ganz spontan Plätze und Orte besichtigen, für die eine gewisse Kleiderordnung vorgeschrieben ist. Aber das führt jetzt zu weit. Es geht heute ja um das Thema: rette mich.

Mein Mann, zu dem Zeitpunkt waren wir schon über ein Jahr verheiratet und ich gehen also zu Fuß in Tanger von Bord. Von der marokkanischen Hitze und dem Trubel am Hafen waren wir erst mal geflasht. Bei einem Spaziergang ließen wir den Ort auf uns wirken. Wir erkundeten die kleinen Gassen und zwängten uns durch die vielen Stände auf dem Basar. Und ließen uns auf diese ganz andere Welt ein. Als Andenken erstanden wir eine Laterne mit bunten Gläsern für die Terrasse.

Auf dem Rückweg zum Schiff stieß mich mein Mann dann auf einmal ganz ohne Vorwarnung in einen Hauseingang. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Doch sein siebter Sinn sah Gefahr im Verzug und so musste er seine Frau einfach beschützen. Für mich war das sehr schwer zu akzeptieren, schließlich bin ich emanzipiert und kann selbst auf mich aufpassen. Dies habe ich versucht meinem Mann deutlich zu machen. Doch meine Bedenken ließ er nicht gelten und meinte einfach, ich sei ihm wichtig und deshalb werde er mich immer beschützen müssen.

Inzwischen finde ich diese Vorstellung sehr schön. Zu wissen da ist jemand, der auf dich aufpasst, ob du willst oder nicht. In den letzten Jahren habe ich gelernt, dem siebten Sinn meines Mannes zu vertrauen. Wenn er im Urlaub sagt, jetzt drehen wir um und gehen zurück frage ich nicht mehr warum oder mache einen Aufstand. Er hat dann etwas gesehen oder gespürt, was bei mir einfach nicht ankommt. So sind wir Jahre später in Alexandria (Ägypten) einfach wieder den direkten Weg zurück zum Schiff gegangen. Es herrschte dort eine ganz seltsame Spannung in der Luft, die wir beide nicht einschätzen konnten. Ein ganz anderes Erlebnis hatten wir in Puerto Limón (Costa Rica). Hier sind wir der vermeintlichen Karte richtig gefolgt. Die Umgebung wurde immer seltsamer, doch wir vertrauten so sehr der Karte, dass wir unser Gespür für die Situation vernachlässigten. Erst als ein Auto neben uns hielt wurden wir auf die Situation aufmerksam gemacht. Die freundliche Autofahrerin wies uns darauf hin, dass in 200 Metern die Zuständigkeit der Polizei aufhören würde, und wir als Touristen doch bitte nicht dort verloren gehen sollten. Seit dem wird meiner Kartenführung nicht mehr ganz so sehr vertraut. Ich verstehe gar nicht warum.

Hast du schon einmal eine Situation erlebt, aus der du gerettet werden wolltest? Oder hast du einen Moment gehabt, in dem dich jemand gerettet hat?

Teile deine Erlebnisse gerne mit mir im Kommentar.

Reise: Grußkarte

Mit dem Segelboot um die Welt

Leidest du aktuell auch unter Fernweh? Dann habe ich hier genau die richtige Karte für dich. Den Prägefolder mit der Weltkarte habe ich in Wildleder eingefärbt und geprägt. So kommen die geprägten Kontinente noch besser zum Vorschein. Anschließend habe ich mit den Aquarellstiften die Ozeane und die Landmassen eingefärbt und alles schön mit den Wassertankpinseln vermischt.

Weltkarte mit Segelboot

Zur Abrundung kam dann noch ein Segelboot auf die Weltkarte und schwups ist eine schöne Fernweh- Karte parat. Wir haben unsere nächste Fernreise für den Herbst geplant und hoffen, dass wir dann mal wieder in See stechen dürfen. Bis dahin beruhige ich mein Fernweh mit reisen in Büchern. Bald geht es nach Marrakesch auf den Gewürzmarkt. Auf die Geschichte freue ich mich schon sehr. Ich liebe die Atmosphäre auf Märkten in fernen Ländern. Gerne erinnere ich mich da an den Markt von Muttrah im Oman oder auch die kleinen Gassen in Tanger in Marokko.

Urlaubspost per MyPostcard App

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Urlaubspost

Seit gut einem Jahr verschicke ich meine Urlaubspost mit der MyPostcard App. Vorher habe ich im Urlaub ganz klassisch nach schönen Postkarten Ausschau gehalten und diese an die Lieben zu Hause verschickt. Doch dies hat im Urlaub oftmals für Unmut gesorgt. Mein Mann hatte die ehrenvolle Aufgabe auf Briefkästen zu achten, damit ich unsere Urlaubspost auch los wurde. Ganz besonders in Erinnerung ist da unser Abstecher nach London 2013 geblieben. Mein Mann hatte brav alle Postkarten eingeworfen und keine Karte kam bei den Empfängern an. Gut ein Jahr lang witzelten wir über den Unterschied von Mülleimern und Briefkästen, bis nach fast 12 Monaten alle Karten plötzlich ankamen. Und mein Mann endlich erlöst wurde von der bösen Vermutung die falsche Wahl getroffen zu haben.

Von da an hat mein Mann die Postkarten nur noch unter Aufsicht eingeworfen, um auf der sicheren Seite zu sein. Inzwischen ist er ganz froh, dass ich eine praktische Alternative gefunden habe. Mit der Postkarten App kann ich die Urlaubskarten mit unseren eigenen Fotos gestalten. Somit sind die Karten um einiges persönlicher und zeigen den Zuhausgebliebenen ganz genau was wir erlebt haben.

Ich auf St. Maarten mit Blick auf die AIDAdiva

Für den letzten Urlaub, unsere Kreuzfahrt in die Karibik habe ich ein neues Format ausprobiert. Neben den klassischen Postkarten kann man nun auch Fotokarten mit Sprachnachricht versenden. Dafür kannst du ganz einfach mit der Postkarten App erst die passenden Fotos für die Karte auswählen und dann eine persönliche Nachricht von maximal 60 Sekunden aufnehmen. Ich habe für die erste Karte eine Ewigkeit gebraucht, bis ich mit meiner Wortwahl und Stimme zufrieden war. Beim freien Sprechen schleichen sich bei mir immer „ehm, so und ok“ ein. Auch wenn das natürlich eine ganz persönliche Note von mir ist, wollte ich es in 60 Sekunden doch versuchen zu unterlassen. Das gute an der Postkarten App ist, dass du deine Sprachnachricht so oft aufnehmen kannst wie du möchtest. Nach dem Aufsprechen kannst du es immer wieder abhören, löschen und neu versuchen bis du mit deinem Text zufrieden bist. Mehr zur Grußkarte mit Sprachnachricht findest du hier.

Audio Grußkarte gestaltet mit der My Postcard App
Wir in La Romana und in The Bath auf Virgin Gorda

Bei den Empfängern der Audio- Urlaubskarten war die Überraschung groß.

  • Wie bitte schön kam meine Stimme in die Karte? Wie geht denn so was?
    – Ganz einfach. Einfach in der MyPostcard App die Aufnahme drücken und los sprechen. Dann noch schnell die Adresse eingeben und auf bezahlen klicken und von überall auf der Welt kommt die Karte zu dir nach Hause.
  • Das war bestimmt sehr teuer?
    – das hält sich in Grenzen. Die Karte gibt es aktuell ab 7,99€ plus Porto. Finde ich für eine ganz persönliche Karte mit Sprachnachricht angemessen.

Ich finde das Format total schön und werde es bestimmt noch mal für einen ganz speziellen Geburtstag ausprobieren.

Mit mir reist die MyPostcard App auch weiterhin in den Urlaub. So kann ich auf der Kreuzfahrt an Seetagen ganz in Ruhe meine Urlaubskarten zusammenstellen und schreiben. Selbst für das Senden der Audio- Grußkarten reichte meine lahme WLAN Verbindung an Bord aus.

GRATIS-GUTHABEN ERHALTEN!

Und? Habe ich dich jetzt mit der MyPostcard-App auch infiziert, wie meine Kollegin mich selbst vor einem Jahr? Dann kannst du dich mit dem nachfolgenden Friends-Code registrieren und dir und mir werden je 3,00 € gutgeschrieben! Viel Spaß beim Ausprobieren ich freue mich über eine Karte von dir.
Friends-Code: KERSTINX2CI

Grußkarte gestaltet mit der My Postcard App
Wir in Ocho Rios auf Jamaika

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Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst. Weitere Infos:
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Ein Reisebericht – Karibik

Pleiten, Pech und Pannen

Das Jahr 2019 geht unter dem Motto: Pleiten, Pech und Pannen zu Ende. Mein Plan für den Dezember 2019 offline zu sein ging so richtig nach hinten los. Am 4. Dezember wollten mein Mann und ich mit der AIDAmira für 26 Tage von Mallorca nach Kapstadt fahren. Doch keine 20 Stunden vor Abflug wurde die Reise vom Anbieter storniert. Das Schiff fuhr ganz ohne Passagiere nach Kapstadt, wie du vermutlich überall in den Nachrichten lesen und hören konntest. Damit waren eineinhalb Jahre Urlaubsplanung dahin. Entsprechend hoch war der Frust. Wir hatten uns auf viele neue Eindrücke eingestellt und nun standen wir mit gepackten Koffern in Bremen auf dem Hauptbahnhof und mussten wieder nach Hause fahren.

Da wir nicht spontan einfach unseren Urlaub auf das nächste Jahr verschieben konnten, brauchten wir ganz dringend einen Plan B. Der Wunsch auf eine Kreuzfahrt blieb bestehen und warm sollte es sein. Da für die Asienreisen leider keine Flüge mehr zu bekommen waren entschieden wir uns für die Karibik. Also Koffer umpacken und los. Doch auch diese Reise stand unter einem schlechten Stern. Am 6. Dezember hatten wir gerade alle Unterlagen aus dem Reisebüro geholt, um am nächsten Tag gemütlich nach Frankfurt zu fahren, als zu Hause der nächste Schrecken auf uns wartete. Der Keller stand 2 cm unter Wasser, genauer gesagt Abwasser. Und dieses drückte kontinuierlich ins Haus. Finde mal am Nikolaus Abend jemanden der dir Hilft und der sich auskennt. Fast 5 Stunden haben wir das reinströmende Wasser hinaus gepumpt und gehofft, dass irgendwann der Druck nachlässt. Weit nach Mitternacht war die Gefahr langsam gebahnt und auch der Boden einigermaßen trocken. Erst am nächsten Mittag konnte die Ursache auf der Straße beseitigt werden. Somit mussten wir wieder spontan unsere Pläne ändern und fuhren erst spät Richtung Frankfurt.

Am 8. Dezember war es dann endlich soweit. Der Flieger startete mit Verspätung, wie auch sonst, Richtung Montego Bay. Ich habe den ganzen Flug mit lesen verbracht. Ich kann dir „… als der Himmel und berührte“ von Jani Friese nur empfehlen. Eine wunderbare Geschichte, die mich die elf Stunden Flugzeit begleitet hat.

Auf Jamaika erwartete uns abendliches Karibik Wetter. Doch so recht wollte sich keine Entspannung und Freude über den Urlaub einstellen. Zu tief saß noch die Absage der ersten Reise und zu angespannt war die Situation zu Hause mit unserem Keller. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Keller ausgesehen hätte, wenn unser Urlaub wirklich erst am 31. Dezember geendet hätte. Keine Ahnung wann unsere Freunde den Schaden im Haus bemerkt hätten.

Der rote Faden zog sich noch ein wenig weiter in den Urlaub. Auf der Kabine fanden wir am späten Abend unsere Koffer wieder. Doch meiner war nur noch im Besitz von drei Rollen. Die vierte war samt Kofferverkleidung heraus gebrochen. Ich konnte da nur noch lachen. Wenn etwas schief geht dann auch richtig.

Die Kreuzfahrt mit der AIDAdiva in der Karibik war ansonsten sehr schön. Wir haben viel gesehen und ließen uns von den karibischen Schauern in der zweiten Urlaubswoche auch nicht abschrecken. Es konnte ja bei unserem Glück eh nicht mehr schlimmer kommen. So bin ich auf Virgin Gorda in The Bath zwischen großen Felsblöcken spazieren gegangen, habe in Ocho Rios die Dunn’s River Falls erklommen und auf Grand Cayman mit Stachelrochen geschwommen. Auch die Kultur kam nicht zu kurz in Mexiko und Belize habe ich mir jeweils eine Mayastätte angeschaut. Bei bedecktem Himmel konnte man es in Tulum und Haltun Ha sehr gut aushalten. Nur fehlt auf den Fotos leider der blaue Himmel für einen besseren Kontrast zu den grauen Ruinen.

Von Montego Bay ging es dann am 22. Dezember wieder nach Hause. Die Erholung hatte eingesetzt und am letzten Tag war uns auch nochmal die karibische Sonne vergönnt gewesen. Doch schon am Flughafen war die Entspannung sehr schnell dahin. Wir wanderten von einer Schlange zur nächsten und nichts ging mehr. Die Koffer wurden per Manneskraft bewegt, da die Gepäckbänder ihren Dienst eingestellt hatten. Der Flieger stand gefühlt noch stundenlang an der Gangway, bis wir mit mehr als einer Stunde Verspätung Richtung Deutschland starten konnten. So weit so gut, doch mein Bauch hatte da so eine Ahnung, dass das noch nicht alles gewesen war.

Kurz vor der Landung in Frankfurt kam eine Durchsage vom Kapitän, bei der ich spontan laut loslachen musste. Die deutsche Übersetzung gab dann auch allen anderen Gästen die Chance ratlos vor sich hin zu starren. Das Flugzeug war in Montego Bay im Gepäckraum beschädigt worden, und es konnte leider nicht das gesamte Gepäck transportiert werden. Da war mir klar, mein Koffer ist definitiv noch auf Jamaika. Doch es kam noch besser. Kaum waren wir am Gepäckband, kam die nächste Durchsage, es mögen bitte alle Fluggäste aus Montego Bay direkt den Schalter der Fluggesellschaft aufsuchen, denn es waren nur 18 Gepäckstücke mit geflogen. Im Prinzip also nur das Gepäck der Crew.

So konnten wir ohne viel Gewicht mit der Bahn nach Hause reisen. Ich bin jemand, der versucht überall noch etwas positives zu sehen. Und so sah ich die Bahnfahrt ganz entspannt vor mir. Keine Koffer beim Umsteigen hoch und runter tragen. Bei meinem Koffer mit nur drei Rollen, wäre das ganze auch nicht so einfach geworden. Die Bahn fuhr dann auch zu unserem Glück mal sehr pünktlich. Doch sobald man diesen Gedanken auch nur streift, ist es damit vorbei. Die letzte Bahn ca. 35 Minuten von unserem zu Hause entfernt fuhr nur eine Station und wurde dann wegen Maschinenschaden ausgesetzt. So mussten wir eine Stunde auf dem Bahngleis warten, bis die nächste Bahn uns nach Hause bringen konnte.

Als uns der erste fragte, wie denn der Urlaub war konnte ich nicht so recht was dazu sagen. Irgendwie waren Freude und Entspannung ganz schnell vorbei. Unsere Koffer kamen dann übrigens am 28. Dezember per DHL Express bei uns zu Hause an. Auch mal ganz praktisch, wenn man seine Koffer nicht selbst nach Hause tragen muss.

Karibische Schauer mit etwas Sonne

Nachdem du dich jetzt durch meine Urlaubsanekdote gelesen hast habe ich auch noch ein paar schöne Eindrücke aus der Karibik für dich. Zum dritten Mal hat es meinen Mann und mich in die Karibik geführt. Und wir waren von dem Wasser wieder einfach nur fasziniert. Die Farbe finde ich einfach nur schön und verströmt sofort Urlaubsfeeling.

Samaná (Dominikanische Republik)

Wir haben den kleinen Hafenort zu Fuß erkundet. Vom Anleger der Tenderboote aus ging es zur „Puente de Escondida“. Von dort konnte man ein paar schöne Bilder von Samaná, dem Strand und dem Schiff auf Reede machen. Noch ziemlich weiß hielten wir unser Gesicht Richtung Sonne und ließen die Seele baumeln.

Road Town (Tortola) – The Bath (Virgin Gorda)

Ich bin ein absolutes Wasserkind und habe früher den ganzen Sommer am und auf der Nordsee verbracht. Und so ist der Urlaub auf dem Meer für mich auch immer ein Stückweit Kindheit. Von Tortola kann man ganz einfach mit einer Fähre nach Virgin Gorda übersetzen. Das Fährticket enthält auch meist die Fahrt mit den Safari Bussen auf Virgin Gorda zum „The Bath National Park“. Hier angekommen kann man einem Pfad Richtung Wasser folgen. Dort angekommen sind wir direkt in die Fluten gesprungen, bevor uns der nächste karibische Schauer unter die Felsen in eine Höhle führte. Als die Sonne langsam wieder raus kam ging es vom Devil Beach zum Cave und weiter auf dem felsigen Weg zur Bar. Teilweise waren die Stellen so eng oder auch flach, dass ich den Rucksack abnehmen musste. Die Wanderung war absolut klasse und würde ich immer wieder machen. Beim nächsten Mal vermutlich mit einem kleineren Rucksack und weniger Ballast. Man brauch für den Weg Badezeug und wer mag Wasserschuhe. Ich bin den Weg Barfuß gegangen, was kein Problem war. Man musste nur ein bisschen bei den Holztreppen aufpassen.

Philipsburg (St. Maarten)

Vom Hafen aus kann man ganz einfach verschiedene Touren mit dem Taxi unternehmen. Wir waren 7 Personen und entschieden uns für eine kleine Inselrundfahrt. Da auf der französischen Seite (Saint Martin) Protestaktionen angekündigt waren, haben wir nur einen kurzen Stopp in Marigot eingelegt, bevor es weiter zum berühmten Maho- Beach ging. Erst kamen nur kleine Flugzeug über den Köpfen der Menschen am Strand runter. Das fand ich schon beeindruckend, als wir dann am Strand waren, landeten dann drei große Flugzeuge. Schon der Wahnsinn, wenn sie direkt über deinen Kopf fliegen. Auch einen Start haben wir noch mitgenommen bevor es wieder zurück zum Schiff ging. Der kleine Ausflug war beeindruckend, auch wenn ich nicht nochmal zu dem Strand muss. Der war einfach viel zu voll durch die Nähe zum Flughafen. Gefühlt waren auch alle anderen Kreuzfahrer dort am Strand versammelt. Auf welchem Schiff sie unterwegs waren, erkannte man jeweils an der Farbe des Handtuches.

La Romana (Dominikanische Republik)

Für mich ist La Romana kein Ort den ich mir ansehen muss. Das Künstlerdorf Altos de Chavón habe ich mir bereits bei meinem letzten Besuch vor zwei Jahren angeschaut. So habe ich für mich einen Lesetag an Bord verordnet. So ein Seetag an Bord kann ganz erholsam sein. Auf Deck 5 habe ich mich samt eReader und Wasser häuslich eingerichtet und habe „Um Turbulenzen wird gebeten“ von Katja Bleeker gelesen. Das Buch war für den Urlaub ganz unterhaltsam. Mein Mann verbrachte den Tag alternativ auf einer Männertour mit dem Taxi durch die Umgebung. Mit an Bord brachte er eine frisch gedrehte Zigarre.

Ocho Rios (Jamaika)

Für uns war der Hafen von Ocho Rios das Highlight der Reise. Vor drei Jahren waren wir bereits hier gewesen und hatten viel zu wenig Zeit an den Dunn’s River Falls verbracht. Diesmal wollten wir nur die Wasserfälle erklimmen. So ging es morgens zu Fuß vom Hafen zu den Dunn’s River Falls. Wir haben für die Strecke eine gute Stunde gebraucht mit dem ein oder anderen Fotostopp. Der Weg geht die meiste Zeit ohne Bürgersteig direkt an der Straße entlang. Durch den Standstreifen lässt es sich aber sehr gut bewerkstelligen. Auf dem Weg haben wir mir noch schnell ein Paar Wasserschuhe gekauft, diese sollte man für die Wanderung auf jeden Fall dabei haben. Wir kamen vor allen Kreuzfahrt Ausflüglern an den Dunn’s River Falls an. So konnten wir ganz entspannt die einzelnen Etappen erklimmen und ganz in Ruhe Fotos machen. Als wir oben ankamen strömten die Massen zu den Wasserfällen und es war nicht mehr möglich Fotos ohne andere Personen drauf zu machen. Glücklich und zufrieden machten wir uns dann auf den Weg zurück zum Schiff.

Cozumel (Mexiko) – Tulum

Inzwischen hatten die karibischen Schauer unsere Kreuzfahrt fest im Griff. Für heute war immer mal wieder Regen angesagt und der Wind sollte im Laufe des Tages zu nehmen. Im Vorfeld hatte ich bei Leon Tours einen Tagesausflug gebucht mit dem Besuch der Maja-Ruinen von Tulum, einem Strandstopp und baden in den Cenoten. Auch bei drei Tagen Vorlauf von unserem Urlaub war das auf die Schnelle noch möglich.

Wir wurden direkt morgens um kurz nach sechs von der Reiseleiterin am Hafen abgeholt und zur Fähre gebracht. Auf dem Festland in Playa del Carmen wartete eine weitere Reiseleiterin auf uns, die mit uns den Tag verbringen würde. Der erste Stopp waren die Maya- Ruinen von Tulum. Die Regenwolken hingen bedrohlich über uns. Doch hielt das Wetter, so dass wir trockenen Fußes das Gelände erkunden konnten. Die Anlage liegt wunderschön am Meer und bei Sonne wäre es bestimmt ein Traum gewesen. Weiter ging es dann zu einem Strandabschnitt von Tulum. Hier war kurz Zeit, um in die Fluten zu springen und ein kühles Getränk in der Pancho Villa zu genießen.

Der letzte Stopp war eine Cenoten Anlage. Hier kam inzwischen der Regen durch, so ließen wir alle Klamotten im Bus und gingen direkt in Badekleidung auf das Gelände. Mein Smartphone war in einer wasserdichten Hülle stets dabei. Das Wasser war glasklar. Man konnte egal wie tief bis auf den Grund sehen. So habe ich mich auch getraut von einem etwa 4-5 Meter hohen Felsen ins Wasser zu springen. Das war einfach nur cool. Als wir danach ruhig im Wasser saßen kamen die Putzerfische zu uns und knabberten an den Füßen und Beinen. Erst mal ein komisches Gefühl, doch total schön. In entsprechenden Läden kann man für die Behandlung mit Fischen gutes Geld ausgeben.

Belize City (Belize) – Haltun Ha

Wenn man schon mal in Mittelamerika ist, muss man sich auch Mayastätten anschauen. Also hieß es für mich in Belize City ab nach Haltun Ha. Die circa einstündige Fahrt ging durch das Hinterland von Belize City. Hier lagen Arm und Reich ganz nah beieinander. Bei den Häusern bin ich einfach nur froh in Deutschland Zuhause zu sein. Teilweise waren die Häuser auf Stelzen gebaut oder versanken ungleichmäßig im Untergrund. Alle waren sie ziemlich klein und ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie darin eine Familie leben konnte. Der Himmel blieb den ganzen Tag bedeckt, so dass die Bilder von Haltun Ha alle grau in grau wurden. Doch die Reiseleitung versicherte uns, wir hätten bei 40°C die Maya Pyramiden nicht erklimmen wollen. Ich fand es einfach beeindruckend, was die Mayas zu ihrer Zeit schon konnten.

George Town (Grand Cayman)

Bei sonnigem Wetter verabschiedeten wir uns von unserem vorletzten Hafen der Karibik. George Town erstrahlte unter der Sonne, doch der Wind der vergangenen Tage sorgte noch für ordentliche Strömungen und so wurde das Tendern von der AIDAdiva auf die Insel zu einem kleinen Abendteuer. An Land suchten wir eine Tour zu den Stachelrochen. Vor drei Jahren waren wir schon mal in den Genuss gekommen und wollten es unbedingt wiederholen. Diesmal stand die Sandbank gefühlt aber tiefer unter Wasser, so dass ich teilweise nicht stehen konnte. Auf gut Glück habe ich mit meinem Smartphone viele Bilder gemacht, weil ich das Display leider nicht erkennen konnte. Von den Stachelrochen ging es dann weiter zu einem kleinen Schnorchelstopp. Dort teste ich meine Schnorchelmaske, die ich mir noch schnell für den Urlaub gekauft hatte. Auch wenn richtige Schnorchler mich mit meiner Maske belächelt haben, konnte ich gut sehen und noch viel besser durch Mund und Nase atmen und brauchte nicht dran denken, dass man nur durch den Mund atmen darf. Die Zeit ging viel zu schnell um. Und schwups war es wieder Zeit zurück zum Schiff zu fahren.

Montego Bay (Jamaika)

Bei allerbestem Karibik Wetter verabschiedeten wir uns von Jamaika und unserem Urlaub. Wir haben viel gesehen. Haben zum Teil bekannte Orte erneut aufgesucht und einfach die Seele baumeln lassen. Ich habe in den 14 Tagen sehr viel gelesen. Dabei kann ich immer noch am besten Abschalten. Was in Montego Bay an unserem letzten Tag los war, habe ich dir weiter oben schon ausführlich berichtet. Wenn ich mir so unsere einzelnen Stationen jetzt anschaue, war der Urlaub im großen und ganzen doch sehr schön. Und warmer Karibik Regen geht meist auch schnell wieder vorbei. Für die nächsten Jahre reicht es jetzt aber erst mal mit der Karibik. Nach 2016, 2017 und jetzt 2019 darf es im nächsten Jahr mal Richtung Asien gehen. Ich hoffe wir haben 2020 mehr Glück mit unserem langen Jahresurlaub.