Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Tote spielen kein Klavier

von Kees van Kikkerland

Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland Sketchnote und Buch

Meine Meinung

Mir ist auf dem Cover sofort der Mond ins Auge gestochen. Ein paar Wolken sorgen dafür, dass er nicht mit ganzer Kraft strahlen kann. Doch unter ihm sorgen die kleinen Läppchen an der Brücke und den Häusern für ausreichend Beleuchtung in der Dunkelheit. Die Brücke deutet unverkennbar auf Amsterdam hin und wenn man das Buch ganz nah betrachtet, kann man den ein oder anderen Spaziergänger an der Gracht noch erkennen. Für mich passt das Cover sehr gut zur Geschichte. Das Buch ist nicht einfach ein Krimi, sondern im Prinzip eine anschauliche Reise durch die Grachten und Gassen von Amsterdam.

Mit den gut 200 Seiten kann man den Amsterdam-Krimi sehr gut am Stück verschlingen. Der Privatdetektiv Willi Hübner nahm mich mit auf eine unterhaltsame und touristische Reise durch Amsterdam. Ich war kurz versucht mir den Stadtplan von Amsterdam neben das Buch zu lesen, um Willi Hübner durch Amsterdam zu folgen, doch ich habe es gelassen, um nicht aus dem Lesefluss zu kommen.

Der Kriminalroman besticht durch seinen ganz speziellen Ermittler. Willi Hübner ist alles andere als einfach und normal. Der Privatdetektiv hat in Amsterdam ein neues Leben begonnen, fernab von seiner Vergangenheit und der Arbeit als Polizist in Deutschland. Schon bei der Erwähnung seiner Kleidung musste ich schmunzeln. In einem Babyblauen Trenchcoat radelt er durch Amsterdam und da das ja noch nicht genug auffällt hat er auch noch einen Strohhut auf. Mit diesem Bild vor Augen konnte ich seine Arbeit als Privatdetektiv nicht ganz so ernst nehmen. Doch mit seiner nonchalanten Art schafft er es der Akte Ameli auf den Grund zu gehen und sich seine Widersacher auf Abstand zu halten.

Für mich war es ein Kriminalroman der anderen Art. Wir haben hier keinen klassischen Ermittler, sondern eher den Gegenspieler zur Polizei und den Obrigkeiten der Stadt Amsterdam. Willi Hübner eckt an wo er nur kann und scheint sich keine Gedanken darüber zu machen. Er ist einfach ein Mann mit einem ganz speziellen Charakter.

Die Geschichte lässt sich locker flockig lesen und lebt einfach mit ihren Charakteren. Abgesehen vom Privatdetektiv mit seinem zotteligen Haar gibt es da noch den Commissaris Jasper van Ness, ein guter Freund von Willi, der den Kontakt zur Polizei darstellt. Ich persönlich fand Herrn Oberholzer einfach nur gut. Und hoffe, dass er in weiteren Romanen mit dem Privatdetektiv Hübner wieder mitspielen darf. Ein bisschen kam mir das in „Tote spielen kein Klavier“ so vor, als wenn hier erst mal alle Menschen im Umfeld von Willi vorgestellt werden, ebenso sein Netz an Kontakten in Amsterdam und seine Liebe zu der Stadt. Damit es dann in weiteren Büchern an eingemachte Fälle gehen kann. Wobei ich die Akte Ameli spannend fand und mit dem Ende zwischendurch zwar schon mal gedanklich gespielt hatte, aber dann doch überrascht war.

Für mich ist es ein gelungener Auftakt. Ich habe Willi Hübner ins Herz geschlossen und freue mich auf ein Wiedersehen mit ihm. Vielleicht dann einfach ein Fall, der etwas mehr Spannung enthält. Meine virtuelle Reise nach Amsterdam hat sich auf jeden Fall gelohnt und mein Fernweh entfacht. Ich finde Amsterdam ist immer eine Reise wert.

Ich empfehle den Kriminalroman gerne weiter. Er gehört eher zur leichten und humorvollen Kost und ist so genau das richtige für den Sommerurlaub im eigenen Garten.

Inhaltsangabe

Eine verzweifelte Mutter engagiert Privatdetektiv Willi Hübner, um ihre Tochter Ameli aufzuspüren, die seit Monaten in Amsterdam vermisst wird. Hübners Recherchen führen ihn ins Pianola-Museum, wo Ameli an einem Abend der offenen Tür zuletzt lebend gesehen wurde. Der pomadige Museumsdirektor kommt Hübner verdächtig vor, aber auch Amelis Ex-Freund Phil, ein Kleinkrimineller, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen.

Je tiefer Hübner in den Fall eintaucht, desto mehr begibt er sich selbst in Gefahr. Offenbar ist er einer größeren Sache auf der Spur, denn in höchsten Polizeikreisen versucht man, die Akte Ameli verschlossen zu halten. Und selbst der Amsterdamer Bürgermeister übt Druck auf Hübner aus, den Fall nicht wieder aufzurollen. Und obendrein steht aus heiterem Himmel auch noch Hübners 18-jähriger Sohn, zu dem er seit dessen Geburt keinerlei Kontakt hatte, unangemeldet vor seinem Hausboot…

Bibliografie

Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Autor: Kees van Kikkerland
Genre: Kriminalroman
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-50359-4
Erscheinungsdatum: 06. Juli 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 208
Leseexemplar: ja, Mainwunder


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Piper

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Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Charakter: Frau Lorenz

Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland Steckbrief Frau Lorenz

Guten Morgen, ich möchte mich kurz bei Dir vorstellen, ich bin die Mutter der vermissten Ameli Lorenz. Mein Chauffeur war so freundlich, mich in meinem Maybach nach Amsterdam zu fahren. Hier wohne ich in der Beethoven Suite im Conservatorium Hotel und setze meine letzte Hoffnung auf den Privatdetektiv Willi Hübner. Wenn er meine Tochter Ameli nicht findet, dann schafft es keiner.

Warum ich erst jetzt nach meiner Tochter suche, möchtest du wissen?

Sehr gute Frage, die kann ich dir nur schwer beantworten. Mein Kopf ist gerade einfach nicht klar. Kurz sehe ich mich mit meiner schwarzen Ledermappe vor dem Hausboot von Willi Hübner stehen und dann ist der Moment auch schon wieder im Nirwana verschwunden. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich ihm den Auftrag erteilt habe. Ich weiß gar nicht, ob ich ihn schon für seine Dienste bezahlt habe. Hatte er mir sogar schon sein Ermittlungsergebnis präsentiert? Es verschwimmt alles vor meinem geistigen Auge. Woran kann das nur liegen?

Doch eins weiß ich ganz genau: Ameli ist meine kleine Prinzessin. Und Hübner muss mir helfen sie zu finden.

Kannst du bitte nochmal mit Willi Hübner sprechen oder im Buch „Tote spielen kein Klavier“ von Kees van Kikkerland nach lesen, was jetzt genau die Suche nach Ameli ergeben hat? Ich kann mich beim besten Willen einfach nicht mehr erinnern.

Wenn du mehr über mich und meine Funktion in der Geschichte wissen möchtest, dann schau auch gerne in Nadines bunte Bücherwelt vorbei

Inhaltsangabe

Eine verzweifelte Mutter engagiert Privatdetektiv Willi Hübner, um ihre Tochter Ameli aufzuspüren, die seit Monaten in Amsterdam vermisst wird. Hübners Recherchen führen ihn ins Pianola-Museum, wo Ameli an einem Abend der offenen Tür zuletzt lebend gesehen wurde. Der pomadige Museumsdirektor kommt Hübner verdächtig vor, aber auch Amelis Ex-Freund Phil, ein Kleinkrimineller, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen.

Je tiefer Hübner in den Fall eintaucht, desto mehr begibt er sich selbst in Gefahr. Offenbar ist er einer größeren Sache auf der Spur, denn in höchsten Polizeikreisen versucht man, die Akte Ameli verschlossen zu halten. Und selbst der Amsterdamer Bürgermeister übt Druck auf Hübner aus, den Fall nicht wieder aufzurollen. Und obendrein steht aus heiterem Himmel auch noch Hübners 18-jähriger Sohn, zu dem er seit dessen Geburt keinerlei Kontakt hatte, unangemeldet vor seinem Hausboot…

Bibliografie

Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Autor: Kees van Kikkerland
Genre: Kriminalroman
Verlag: Piper
ISBN: 978-3-492-50359-4
Erscheinungsdatum: 06. Juli 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 208
Leseexemplar: ja, Mainwunder


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Piper

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Kalt flüstern die Wellen von Kate Penrose

Kalt flüstern die Wellen – Ein Krimi auf den Scilly- Inseln

von Kate Penrose

Kalt flüstern die Wellen von Kate Penrose Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Das Cover zeigt sofort seinen maritimen Charakter. Der Leuchtturm thront über der Insel und hat sofort meinen Blick eingefangen. Passend für einen Kriminalroman sind die Wolken am Himmel eher düster, wobei am Horizont ein heller Streifen zu sehen ist. Hier und da sind ein paar Häuser und ganz viel Natur zu sehen.

Ich habe mich vom Cover angesprochen gefühlt und der Untertitel „Ein Krimi auf den Scilly Inseln“ hat mich neugierig gemacht. Ich musste dann erst mal meinen Atlas befragen, wo genau sich die Scilly Inseln befinden. Auf meinem Sketchnote kannst du eine Ahnung davon bekommen, wo sich die Inselgruppe befindet. Jedoch passt der Maßstab in keinster Weise mit der Realität überein.

Als ich nun wußte, wo die Geschichte spielt konnte ich endlich mit dem Roman loslegen. Für Detective Inspector Ben Kitto ist es der dritte Fall, in dem er ermittelt. Für mich was es das erste Buch von Kate Penrose und somit auch mein erstes Buch mit dem Ermittler. Meine Unkenntnis über die ersten beiden Fälle von Ben Kitto tat meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Alles was ich für das Verständnis wissen musste wurde dargelegt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas relevantes beim Lesen gefehlt hat.

Ich habe den Ausflug auf die Scilly Inseln genossen. Es scheint eine interessante Inselgruppe zu sein. Besonders haben mir die Ausflüge zur kleinen Nachbarinsel von St. Agnes gefallen. Diese konnte man zu Fuß nur bei Ebbe erreichen. Wobei mir immer noch schleierhaft ist, wie der Damm immer nur bei Nacht untergehen kann. Doch das lasse ich mal schriftstellerische Freiheit sein. Ich als Kind, das mit Ebbe und Flut groß geworden ist weiß, dass sich die Gezeiten nach dem Mond und nicht nach der Sonne richten. Aber für den Krimi passte es anders natürlich viel besser. So bekommt das Meer mit der Dunkelheit gleich noch eine weitere böse Macht.

Der Protagonist Ben Kitto scheint mir ein wenig hölpen bei seiner Ermittlung zu sein. So rücken immer wieder die Landschaft der Scilly Inseln und deren Bewohner in den Vordergrund. Die eigentliche Suche nach dem Täter habe ich eher zweitrangig empfunden. So tappen sowohl der Ermittler als auch ich als Leser sehr lange im dunkeln. Bis dann ganz plötzlich eine Kehrtwende kommt, die mir etwas zu aufgesetzt vorkam. Wobei das Ende dann schlüssig erklärt wird und ich nicht im dunklen gelassen werde.

Ich fand es mal ganz spannend, der Ermittlung in der Ich- Erzählperspektive zu folgen. So kam ich kaum drum rum, mehr als der Ermittler Ben Kitto zu erfahren. Nur die kleinen kursiven Abschnitte, in denen der Vogelmann der Insel eine Rolle spielte gaben mir einen kleinen Wissensvorsprung vor dem DI. Die kleinen kornischen Botschaften an die Opfer und den Ermittler fand ich sehr gut gewählt. So bekam die ganze Geschichte noch einen viel regionaleren Bezug.

Mit dem Buch „Kalt flüstern die Wellen“ von Kate Penrose habe ich einen schönen Ausflug auf die Scilly Inseln gemacht. Zu gerne würde ich bei Tag mal über den Sanddamm nach Burnt Island laufen. Ob da wohl noch die Asche des letzten Feuers aus der Bonfire Night zu sehen ist? Die Landschaft sowie auch die Einöde der Insel hat mich fasziniert. Die Ermittlung konnte mich erst so richtig zum Ende hin packen. Dafür fand ich den Detective Inspector Ben Kitto einfach zu langsam in seiner Arbeit, als das er mich hätte besser mitziehen können.

Wer gedanklich mal auf die einsamen Atlantikinseln reisen möchte macht mit dem Kriminalroman von Kate Penrose nichts verkehrt. Der Fall an sich ist reine Ansichtssache und das darf gerne jeder selbst entscheiden, wie spannend er ihn findet.

Inhaltsangabe

Über die wilde Schönheit der Scilly-Inseln legen sich dunkle Schatten – der dritte Fall für den charismatischen Ermittler Ben Kitto

Detective Inspector Ben Kitto hätte seinen 35. Geburtstag lieber mit seinen Freunden im Pub statt im Dienst verbracht. Doch an diesem Abend findet das traditionelle Feuerwerk zur Bonfire Night auf der Insel St. Agnes vor Cornwall statt, das Ben überwachen soll.

Unerwartet nehmen die Feierlichkeiten ein jähes Ende. In der Asche einer Feuerstelle werden menschliche Überreste gefunden. Ben Kitto stoppt sofort den Schiffsverkehr zu den Nachbarinseln und stellt die achtzig Bewohner von St. Agnes unter Hausarrest.

Denn der Täter befindet sich noch immer auf der Insel. Und seine Botschaft ist eindeutig: Alle Eindringlinge sind dem Tod geweiht …

Bibliografie

Autor: Kate Penrose
Genre: Kriminalroman
Verlag: FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3-596-70001-1
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 426
Leseexemplar: ja, NetGalleyDE


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © fischer Verlage

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Kalt flüstern die Wellen von Kate Penrose Sketchnote zum Buch

Joyce Summer


Autoreninterview

mit Autor

Joyce Summer
©Joyce Summer

Liebe Joyce, stelle Dich meinen Lesern kurz vor?

Moin, ich bin eine Hamburger Krimiautorin, die seit 2014 Krimis
schreibt. Meine Bücher spielen aber nicht im kühlen Norden, sondern
dafür zieht es mich immer in südliche Gefilde. Durchaus möglich, dass
ich bald Hamburg den Rücken kehre und ganz in den Süden entschwinde.
Sozusagen auf den Spuren meines Comissários wandle …  

Mit der Anfrage für ein Wimmelbild zu deinem Roman „Tod am Kap“ kamen wir 2019 das erste Mal in Kontakt. Wie bist du auf meine Sketchnotes oder Wimmelbilder, wie du sie nennst aufmerksam geworden?

Ich hatte auf Instagram gesehen, wie die du eines der Bücher meiner Freundin Eva „bemalt“ hast. Das hat mir so gut gefallen, da dachte ich, wäre doch
schön, wenn mein Captain Pieter oder mein Comissário Avila auch so ein
Wimmelbild bekommt.  

In meinem letzten Urlaub durfte ich „Tod am Kap“ lesen. Der Roman entführte mich nach Kapstadt. Für mich ist Reisen nicht nur in Büchern ein wertvolles Gut. Wie bist du auf Kapstadt und auf Madeira als Spielorte für deine Kriminalromane gekommen?

Die Idee zu meinem ersten Krimi hatte ich schon vor fast neun Jahren, als ich für
meine Lieblingsinsel, Madeira, keine passende Urlaubslektüre fand. Da dachte ich, wieso schreibst du nicht einfach über diese Insel.
Irgendwann hatte ich auch Lust, von einem anderen meiner Lieblingsländer zu schreiben, so ist mein erster Südafrikakrimi entstanden. Dort geht es natürlich sehr viel härter zu als auf dem idyllischen Madeira. Und mein Ermittler ist auch nicht unsportlich und gemütlich, sondern genau das Gegenteil als Kapitän eines Rugbyteams.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Und an welchem Projekt schreibst du gerade?

Bisher habe ich fünf Krimis und eine Kurzgeschichte veröffentlicht. Im
Juli soll dann mit »Madeiraschweigen« der dritte Teil meiner Comissário
Avila Reihe herauskommen. Diesmal muss sich der arme Avila unter dem
Motto »Schöner Morden auf der Blumeninsel« mit einem Mord im Umfeld
einer Schönheitsfarm auseinandersetzen. Ein historischer Gast der Insel,
die sehr viel Wert auf Schönheit legte und dafür berühmt war, kommt auch
vor …
Parallel habe ich schon meinen neuen Südafrikakrimi im Blick. Da sollen
die Leser Captain Pieter Strauss in die Karoo folgen.

In einem Gespräch während der Ersatzveranstaltungen der Leipziger
Buchmesse hast du gesagt: „Der Leser muss miträtseln können“. Das
Miträtseln macht für mich einen Krimi erst so richtig spannend. Wie
schaffst du es, genau das richtige Maß an Informationen zu geben, dass ich als Leser so schön mit raten kann?

Ich plotte meine Bücher von vorne bis hinten durch. Dazu gehört auch das
Streuen von Hinweisen und natürlich jede Menge falsche Fährten. Ich
selber bin immer enttäuscht, wenn ich einen Krimi lese oder sehe, in dem
am Ende der Mörder aus dem Hut gezogen wird. Es ist doch unfair, wenn
der Kommissar andere Hinweise hat, als der Leser. Gut finde ich es, wenn
ich es sogar schaffe, dem Leser mehr Hinweise zu geben als dem Kommissar
und er trotzdem lange nicht weiß, wer der Mörder ist …

Ich lese zum Ausgleich zu meiner Arbeit in der Apotheke, die seit Wochen viel Fingerspitzengefühl erfordert. Was ist dein Ausgleich zum
Autorenalltag und zu deinem Beruf?

Lesen ist für mich auch immer ein wichtiger Ausgleich. Obwohl ich durch
meinen Beruf mittlerweile Bücher anders lese als früher. Aber auch der
Sport darf nicht zu kurz kommen. Am meisten genieße ich es, wenn ich mit
dem Rennkajak über die Alster oder entlang der kleinen Alsterkanäle
fahre. Es ist unglaublich, wie dann der Kopf frei wird. Und wenn ich
ganz viel Glück habe, fliegt sogar ab und zu ein Eisvogel vorbei. Zum
Glück wird das jetzt wieder mit ein paar Einschränkungen möglich sein.
Ich freue mich schon sehr aufs Wasser.

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meiner Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Da das Schreiben ja mittlerweile mein Fulltimejob ist, bleibt dafür wenig Zeit. Allerdings versuche ich mich immer mal bei Marketingaktionen an dem Basteln von Kollagen oder witzigen Bildern. Das macht viel Spaß.

Bei mir häufen sich die Bücher auf dem Nachttisch. Von Liebesroman
bis Thriller ist fast alles dabei. Welches Buch liegt bei dir gerade auf
dem Nachttisch?

Ich habe mehrere Krimis von Schriftstellerkollegen und -freunden bei mir
liegen. Auch wartet von Haruki Murakami »Von Beruf Schriftsteller« und
»Tanz mit dem Schafsmann« auf mich. Ich finde seine surrealistische Art
zu schreiben, gepaart mit abstrusen Kriminalsträngen, einfach toll.

Liebe Joyce, vielen Dank für das Interview. Ich freue mich schon auf eine virtuelle Reise nach Madeira irgendwann in einem deiner Kriminalromane.

Cover vom Buch: Madeirasturm von Joyce Summer

Inhaltsangabe zum Roman: Madeirasturm

STÜRMISCHE ZEITEN FÜR DEN COMISSÁRIO

Ein Sturm braut sich über der Atlantik-Insel zusammen und im Hafen von Funchal wird die Leiche eines Touristen angespült. Hat der junge Mann wirklich nur das tobende Meer unterschätzt?

Comissário Avila hat kein gutes Gefühl bei der Sache, aber er kann sich nicht darum kümmern: Ein romantisches Wochenende mit seiner Frau in Madeiras malerischer Bergwelt steht an. Doch nicht nur der aufziehende Sturm stört die Idylle: Im Hotelpool schwimmt plötzlich die Leiche einer jungen Frau.

Von der Außenwelt abgeschnitten versucht Comissário Avila den Mörder zu finden – ein Wettlauf gegen die Zeit, denn inmitten des tosenden Sturms jagt der Mörder schon sein nächstes Opfer – und das betrifft Avila ganz persönlich …

Bibliografie

Autor: Joyce Summer
Genre: Kriminalroman
Reihe: Avila Mysteries 2
Verlag: Selfpublishing/ Books on Demand
ISBN: 978-3748157175
Erscheinungsdatum: 06. August 2019
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 332


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Joyce Summer

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Ostseegruft von Eva Almstädt

Ostseegruft – Pia Korittkis fünfzehnter Fall

von Eva Almstädt

Ostseegruft von Eva Almstädt Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Das Cover deutet schon ganz klar auf einen Kriminalroman hin. Am Himmel sind graue bis schwarze Unwetter Wolken zu sehen. Die Wellen sind mit weißen Schaumkronen bedeckt und der Strandhafer weht im Wind. Oberhalb vom Wasser ist eine Kirche zu sehen und drei schwarze Vögel fliegen am Himmel. Insgesamt ein düsteres Bild passend für einen Krimi. Das Gesamtbild gibt einen zentralen Punkt der Geschichte wieder, denn genau bei der Kirche wird der 15. Fall für Pia Korittki initiiert.

Für mich war das jetzt der 4. Fall mit der Ermittlerin Pia Korittki. Der inzwischen 15. Fall für Pia Korittki nahm mich sofort gefangen. Für die Ermittlerin ist der Fall eine ganz persönliche Herzensangelegenheit, denn es geht um ihre ehemalige Schulfreundin Kirsten, deren Tod bei der Beerdigung Fragen aufwirft. War es wirklich ein Unfall? Wer ist der Unbekannte am Grab? Wer konnte einen Vorteil durch Kirstens Tod haben?

Mit diesen Fragen im Gepäck habe ich mich zusammen mit dem Ermittlerteam um Pia Korittki auf die Suche begeben. Für mich ist es bei einem Kriminalroman sehr wichtig, selber mit rätseln zu dürfen und dabei meine eigenen Überlegungen zu verifizieren und zu überdenken. Eva Almstädt hat gekonnt immer wieder neue Fragen aufgeworfen und kleine Ermittlungsergebnisse präsentiert. So stieg die Spannung für mich kontinuierlich an und ich glaubte der Lösung immer näher zu kommen. Doch konnte das Offensichtliche wirklich die Lösung sein?

Nur schweren Herzens konnte ich in der Leserunde das Buch nach den einzelnen Abschnitten zur Seite legen. Denn ich wollte sofort wissen, ob meine Überlegungen richtig oder falsch waren. Doch gerade durch diese kleinen Zwangspausen stieg die Spannung für mich um so mehr. Da ich in der Zwischenzeit viel Zeit zum Nachdenken und Rätseln hatte.

Für mich war der 15. Fall für Pia Korittki von Anfang an spannend. Auch das Privatleben der Ermittlerin kam nicht zu kurz. Im Vordergrund stand da natürlich ihr inzwischen sechsjähriger Sohn Felix und das aktuell nicht vorhandene Liebesleben von Pia. Am Ende taten sich hier wieder Fragen auf, die auf eine Auflösung im nächsten Buch hoffen lassen und einen dazu verführen sofort das nächste Buch lesen zu wollen, wenn es auf den Markt kommt.

Neben Pia kam ihr Kollege Broders diesmal etwas kurz. Doch seine kurzen Einsätze ließen bei mir ein schmunzeln zurück. Wer, wie ich schon ein paar Bücher der Kriminalreihe kennt weiß, dass Heinz Broders eine Vorliebe für Sauberkeit und Desinfektion hat. Ihn dann im Stall bei der Geburt eines Kalbes im Stroh zu sehen führt einfach zu Zuckungen im Gesicht.

Ich empfehle das Buch gerne weiter. Es kann vom Prinzip her unabhängig von den Vorgänger Bänden um die Ermittlerin Pia Korittki gelesen werden. Für den Fall sind Vorkenntnisse nicht erforderlich. Doch werden gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen viel deutlicher, wenn man wenigstens ein paar Bücher der Reihe schon kennt. Ich werde jetzt mal mit dem Hörbuch zum ersten Fall starten, um mir die Zeit bis zum nächsten Buch zu verkürzen.

Inhaltsangabe

Kommissarin Pia Korittki steht am Grab einer Freundin, als ein Unbekannter die Trauerfeier stört und erklärt, dass der Tod kein Unfall gewesen sei, sondern Mord. Als Pia später nachhaken will, ist der Mann verschwunden. Pia beginnt zu recherchieren – und findet heraus, dass sich die Freundin von jemandem verfolgt gefühlt und große Angst gehabt hat. Und dann behauptet die Ex-Frau des Witwers, dass auch auf sie während ihrer Ehe ein Mordanschlag verübt worden sein soll …

Pia Korittki ermittelt in ihrem persönlichsten Fall

Bibliografie

Autor: Eva Almstädt
Sprecher:
Genre: Kriminalroman
Reihe: Kommissarin Pia Korittki 15
Verlag: lübbe
ISBN: 9783404179671
Erscheinungsdatum: 30. April 2020
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 400
Zeit: 
Leseexemplar: ja, Lesejury

Weitere Fälle für Pia Korittki


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © lübbe Verlag

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Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Der Gin des Lebens

von Carsten Sebastian Henn

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn Sketchnote mit Buch

Meine Meinung

Das Cover in Verbindung mit dem Titel hat mich sofort angesprochen. In der Mitte ist ein Glas mit vermutlich Gin gefüllt zusehen. Passend dazu liegen neben dem Glas Wacholderbeeren und in dem Glas sind Zitronen- oder Limettenscheiben zu sehen. Wenn man das Buch ein wenig kippt, sieht man das Glas richtig schön glänzenden und die Buchstaben sind leicht erhaben. Rund um ist das Cover etwas fürs Auge und für die Haptik.

Ich kam anfangs nur schwer in die Geschichte hinein. Der Protagonist Bene war auf den ersten 50 Seiten einfach nur langweilig. Er hatte die Energie einer Schlaftablette, und das fand ich ziemlich anstrengend zu lesen. Doch mit seiner weiteren Suche nach dem Gin-Rezept von seinem Vater steigt auch seine Energie und die Spannung im Buch. Anschließend war ich von der Faszination Gin gefangen genommen.

Die Suche nach dem perfekten Gin von Bene Lerchenfeld und Cathy Callaghan in Plymouth wird durch kleine Geschichten über den Gin unterstützt. Hin und wieder kann ich als Leser zurück blicken und erfahre wie die Väter der zwei den Gin perfektioniert haben. So bekomme ich einen guten Gesamteindruck und weiß, wie viel der Gin für Bene und Cathy bedeutet.

„Der Gin des Lebens“ ist als Kriminalroman ausgewiesen. Doch hat der Mordfall in der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle. An erster Stelle steht die Suche nach dem Gin Rezept. Interessant fand ich dabei die Suche nach den einzelnen Botanicals, die für den Gin in Frage kommen könnten. Ich habe vor zwei Jahren an einem Gin- Tasting teilgenommen und erfahren, mit welchen Proben man üben kann, um so viele Bestandteile wie möglich heraus zu schmecken. Ein paar Pflanzen kann ich durch meine Ausbildung erkennen. Doch für mich steht einfach der Geschmack als Ganzes im Vordergrund, und so entscheidet der, ob mir ein Gin gefällt oder nicht. Ich will gar nicht so genau wissen, was neben dem Wacholder noch alles drin ist.

Schöne Zeichnungen der Botanicals läuten jeweils ein neues Kapitel ein und sind am Ende des Buches auf einer Doppelseite abgebildet. Am Ende darf sich ein jeder Leser auch auf ein paar Gin-Rezepten freuen.

Wer mehr über die Entstehung von Gin erfahren möchte, kommt in dem Buch voll und ganz auf seine Kosten. Wer auf einen spannenden Krimi aus ist, wird im ersten Moment wie ich eher enttäuscht sein. Die Geschichte um die Suche nach dem perfekten Gin unabhängig vom Kriminalfall wartet mit urigen Charakteren auf und lässt einen immer wieder schmunzeln. Im ganzen habe ich mich gut unterhalten gefühlt und nebenbei meinen Gin-Tonic genossen.

Inhaltsangabe

Was macht einen richtig guten Gin aus?
Wo hat sein toter Vater das komplizierte Handwerk der Gin- Brennerei gelernt? Und worauf kommt es im Leben verdammt noch mal an? Bene Lerchenfeld will Antworten – und die Suche danach führt ihn nach Südengland, in die idyllische Hafenstadt Plymouth. Hier begegnet er Cathy Callaghan, die ebenfalls eine Obsession für Gin pflegt, aber ansonsten ihre ganz eigenen Sorgen hat: Vor wenigen Tagen wurde die Leiche eines Obdachlosen im Garten ihres malerischen Bed & Breakfast gefunden. Bald setllt Bene fest, dass ihn viel mehr mit Cathy verbindet als nur der Gin. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach der perfekten Rezeptur. Doch irgendjemand scheint fest entschlossen, ihnen Steine in den Weg zu legen …

Bibliografie

Autor: Carsten Sebastian Henn
Sprecher:
Genre: Kriminalroman
Verlag: Dumont Verlag
ISBN: 978-3832183974
Erscheinungsdatum: 10. März 2020
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 336
Zeit: 
Leseexemplar: ja, Lesejury


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dumont Verlag

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