Die Schuld jenes Sommers von Katherine Webb

Die Schuld jenes Sommers

von Katherine Webb

Die Schuld jenes Sommers von Katherine Webb Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Das Cover zeigt ein idyllisches Bild. Im Vordergrund sieht man Wiesenblumen und einen Weg zu einem kleinen Häuschen, das oberhalb einer größeren Stadt liegt. Es könnte der Blick auf Bath in England sein. Mich hat das Cover direkt angesprochen und so habe ich mir das Rezensionshörexemplar im Bloggerportal direkt angefordert.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Die meiste Zeit sind wir im hier und jetzt, was allerdings das Jahr 1942 ist. Um die Geschichte von Frances und Wyn besser verstehen zu können, blicken wir ab und zu in das Jahr 1918 zurück. Als die Welt der Mädchen noch mehr oder weniger in Ordnung war. Frances ist inzwischen Anfang dreißig und hat ihren Verlust aus Kindertagen nie wirklich verarbeitet. Mit diesem wird sie schlagartig konfrontiert, als nach dem Bombenangriff 1942 ein Mädchenskelett in den Trümmern gefunden wird.

Anna Thalbach verleiht mit ihrer ruhigen und facettenreichen Stimme der Geschichte genau das richtige Flair. So kann ich sehr gut in die Geschichte um Frances eintauchen. Und kann an der Stimmlage erkennen, ob ich gerade die 8 jährige Frances höre oder aber die erwachsene.

Ich habe die gekürzte Fassung des Hörbuches genossen. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit die Geschichte verschlingen. In zwei Erzählsträngen wurden die Suche nach Davy Noyle 1942 und der Fall um die vermisste Wyn Hughes 1918 gut ineinander verwoben. Die Beschreibung der einzelnen Spielorte sind vermutlich der Kürzung zum Opfer gefallen. Doch war für mich die kurze Fassung für das Verständnis ausreichend. Frances wurde als Protagonistin in all ihren Facetten heraus gearbeitet. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Das Hörbuch hat Lust gemacht auf mehr von Katherine Webb.

Ich hatte mit dem Hörbuch ein paar schöne Stunden und habe beim Hören die Zeit vergessen. Für mich war es ein gelungener Ausflug in das Genre der historischen Romane. Was ich in naher Zukunft vermutlich wiederholen werde. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- bzw. Leseempfehlung ob nun für die original oder gekürzte Fassung. Da kann ein jeder nach seinem Geschmack und nach seiner Zeit wählen.

Inhaltsangabe

April, 1942. Bath wird von den Deutschen bombardiert. In den Wirren einer Kriegsnacht verschwindet der sechsjährige Davy Noyle. Die junge Frances, die auf ihn aufpassen sollte, wird von Schuldgefühlen geplagt und will nicht wahrhaben, dass er tot ist. Dann wird unter den Ruinen der Stadt ein Mädchenskelett gefunden – Frances Kindheitsfreundin Wyn, die vor über 20 Jahren verschwand. Als Frances die Suche nach Davy vorantreibt, führen die Spuren zurück in ihre eigene Kindheit und zu einem ungeklärten Verbrechen, das einen Schatten über ihr ganzes Leben warf …

Bibliografie

Autor: Katherine Webb
Sprecher: Anna Thalbach
Genre: Historisch
Verlag: Random House Audio
ISBN: 978-3-8371-4745-2
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Format: Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl:
Zeit: 7h4
Leseexemplar: Ja, Bloggerportal


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Random House Audio

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Rezension: Die Schokoladenvilla Goldene Jahre von Maria Nikolai

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre

von Maria Nikolai

Auf dieses Hörbuch habe ich seit dem Frühjahr hin gefiebert. Nach dem ich „Die Schokoladenvilla“ von Maria Nikolai gehört hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Wenn ich mir so mein Sketchnote zum ersten Buch im April 2019 anschaue, finde ich den Kontrast zum zweiten Buch enorm. Meine Aufzeichnungen im Lesetagebuch haben im laufe des Jahres einfach mehr Farbe und auch einen ganz anderen Ausdruck bekommen. Ich finde die Entwicklung faszinierend. Mal schauen, wie sich meine Zeichenkünste weiter verändern werden.

Die Schokoladenvilla Goldene Jahre von Maria Nikolai Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover für das zweite Buch der Schokoladen- Saga passt perfekt zum ersten Band. Im Prinzip sieht man das gleiche Bild, doch schaut man nun auf eine viel offenere Schokoladenvilla. Das Laub der Bäume unterstütz mit seiner herbstlichen Färbung den Goldcharakter des Buches. Die junge Frau im Vordergrund könnte Serefina sein, die als Hauptfigur im zweiten Roman fungiert.

Bei fast 17 Stunden Hörzeit habe ich dem Buch gute zwei Wochen eingeräumt. Doch ich konnte von der Geschichte nicht genug bekommen. So war ich schon nach wenigen Tagen mit dem Hören fertig. Die Stimme von Beate Himmelstoß begleitete mich bei der Weihnachtsbastelei für meinen nächsten Markt. Für mich passt die Sprecherin mit ihrer einzigartigen Stimmer sehr gut zu einem historischen Roman. Durch ihre passende Verwendung von Dialekten und Akzenten werden die Charaktere zum Leben erweckt. Besonders schön fand ich die eher männlich anmutende Stimme von Lilu mit ihrem französischen Akzent. Ich musste da immer ein wenig schmunzeln. So flog die Zeit nur so an mir vorbei und plötzlich war es mitten in der Nacht und ich saß immer noch andächtig in meinem Bastelkeller. Die Zeit hatte ich komplett vergessen.

Mit den goldenen Jahren entführt mich Maria Nikolai in die zwanziger Jahre. Der größte Teil der Geschichte spielt in Stuttgart rund um die Schokoladenvilla. Lieb gewonnene Charaktere aus dem ersten Buch tauchen wieder auf. So kann ich das Leben von Judith und Viktor weiter verfolgen. Auch die kleinen Brüder Anton und Karl von Judith sind wieder mit dabei. Inzwischen sind sie zu erwachsenen Männern herangereift. Das zweite Buch der Schokoladenvilla ist ein eigenständiger Roman und kann ohne Wissen aus dem ersten Buch gelesen werden. Die Charaktere werden ausreichend beschrieben, um dem Verlauf der Geschichte gut folgen zu können. Doch ist bei einer Reihe natürlich die Entwicklung der Personen einfach schön zu verfolgen. So waren Anton und Karl im ersten Band gerade mal 8 Jahre alt. Nun sind sie mit ihren 30 Jahren lange erwachsen und versuchen auf eigenen Beinen zu stehen. Sehr schön finde ich wie unterschiedlich und gleich die Zwillingsbrüder doch sind. So ist es nicht sehr verwunderlich, dass Serafina an beiden jungen Männern gefallen findet. Doch für wen wird sie sich entscheiden?

„Die Schokoladenvilla- Goldene Jahre“ ist geprägt von der musikalischen Ader der Familie und natürlich der Rothmann Schokolade. Ich konnte das Buch natürlich nicht ohne Schokolade hören. Kurz habe ich überlegt, mir auch passend zum Hörbuch eine Würzschokolade zu machen. Doch hatte ich nicht die passenden Zutaten im Haus. So gab es für die Stimmung zur Schokolade einfach ein bisschen Glühwein.

Mich hat die Geschichte der Familien Rheinberger und Rothmann wieder ganz in ihren Bann gezogen. Ich bin abgetaucht in das Stuttgart der zwanziger Jahre und fand es faszinierend wie nach und nach die Veränderungen der Zeit auch in der Schokoladenvilla Einzug halten. Ich bin nun gespannt, wie die Geschichte im dritten Buch weiter gehen wird. Wir dürfen und bestimmt über neue Erdenbürger freuen, aber zeitlich könnte es auch sehr schwierig für die Fabrik werden. Ich lass mich überraschen.

Für mich war das Hörbuch ein voller Genuss. Es war ein spannender Ausflug in die zwanziger Jahre mit all ihren Höhen und Tiefen. Ich empfehle das Buch gerne weiter. Es ist ein dicker Schmöker, der dir viele schöne Lesestunden oder Hörmomente beschert. Ich liebe diese langen ungekürzten Hörbücher, dabei kann ich immer so schön die Zeit vergessen.

Inhalt

Stuttgart, 1926: Die junge, abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in das prächtige Familienanwesen der Rothmanns, die »Die Schokoladenvilla«. Mit dem charmanten Karl stürzt sie sich in die Vergnügungen der goldenen Zwanzigerjahre. Doch erst als sie dessen ruhigeren Zwillingsbruder Anton kennen lernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Und während Sabotageakte die Schokoladenproduktion der Rothmanns bedrohen, wird Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt …

(Quelle: Random House)

Details zum Hörbuch

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Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre

von Maria Nikolai
Die Schokoladen- Saga (2)
Familiensaga
Sprecherin: Beate Himmelstoß
Verlag: der Hörverlag
erschienen am: 14. Oktober 2019
ISBN: 978-3-8445-3508-2
Zeit: 16h42

Rezensionsexemplar

Rezension: Das wilde Herz des Westen von Alexandra Fischer

Kannst du dich an „Unsere kleine Farm“ erinnern? Ich habe als Jugendliche und junge Erwachsene die Serie zu gerne geguckt. Sie kam meistens genau passend nach dem Mittagessen zum Abschalten vom Schulalltag.

Lesetechnisch habe ich mich bisher nicht an das Thema „wilder Westen“ und Siedlerzüge gewagt. Als die Anfrage von Alexandra Fischer bei mir ankam war ich kurz versucht abzulehnen. Zu voll war mein Leseplan und zu unbekannt das Genre „historische Jugendbücher“ für mich. Doch das Cover und der Klappentext haben mir gefallen. Ich habe meine Zusage nicht bereut.

Das wilde Herz des Westens

von Alexandra Fischer

Das wilde Herz des Westens von Alexandra Fischer Sketchnote

Meine Meinung

Ich finde man kann in das Cover so viel hinein interpretieren. Die Suche nach dem Weg, die Sehnsucht und eine Reise. Zu sehen ist vermutlich eine Frau von hinten in Hut und Mantel. Sie steht mitten im Nichts. Vor ihr sind Spuren im Gras zu sehen, die Richtung Horizont im Nebel verschwinden. Ich finde das Cover passt gut zum Inhalt des Buches.

Die Geschichte spielt zum Ende des amerikanischen Bürgerkrieges 1864/65. Das Land ist in Aufbruch Stimmung. Die Menschen packen ihr Hab und Gut auf einen Planwagen und machen sich auf den unwegsamen Weg in den Westen. Für Phoebe und Briana beginnt zu dieser Zeit eine aufregende Geschichte. Zu zweit stellen sie sich den Gefahren und reisen mit der Postkutsche zu Phoebes Bräutigam, um mit diesem weiter nach Montana zu gelangen.

Ich war fasziniert von der detailreichen Beschreibung der Umgebung. Nicht nur zu Beginn im Lazarett mit den Amputationen, sondern auch später auf dem Weg Richtung Montana. Ich konnte die Landschaft geradezu vor meinen Augen sehen. Verknüpft mit meinen Erfahrungen durch Film und Fernsehen. Wie oft haben wir früher mit der ganzen Familie am Sonntag vorm Fernseher gesessen und Western geschaut. Dabei hatte ich immer ein Sofakissen in der Hand. Die Schießereien mochte ich mir einfach nicht anschauen.

Die Autorin schafft es einer romantisch anmutenden Geschichte den nötigen Ernst der Zeit und Lage zu verschaffen. Der Weg der Siedler war schwer und steckte voller Gefahren. Nicht jeder kam am Ende mit seinen Lieben an. Doch zeigt es auch, dass gemeinsam erlittene Verluste und Ängste die Menschen näher zusammen schweißt.

Zwischendurch habe ich gedacht, das Buch kann unmöglich schon als Empfehlung für 12 jährige sein. Zu realistisch und zum Teil auch brutal fand ich einige Szenen. Doch dann habe ich an mich selbst in dem Alter gedacht. Da war ich schon ein Western Profi mit allem was dazu gehört. Es war für mich von vornherein bekannt, dass Cowboys und Indianer nicht friedlich miteinander umgehen werden. Und mit diesem Aspekt finde ich Altersempfehlung okay.

Ich habe das Buch verschlungen. Es hat mir ein paar neue Aspekte zum Siedlerzug in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgezeigt. Ich bin durch aus auf den Geschmack gekommen, mich mit historischen Romanen von Übersee zu beschäftigen.

Ich empfehle das Buch gerne weiter an Fans der Amerikanischen Pioniergeist Geschichte. Es ist ein Roman, der ans Herz geht, mit wunderbaren Landschaftsbeschreibungen.

Inhalt

Sie sah ihn an und ihre Augen waren so dunkel wie der Black Lake in Montana. »Ich hatte meine Gründe zu bleiben. Wenn auch nicht unbedingt ehrenwerte«, flüsterte sie. »Aber inzwischen weiß ich, dass mein Aufenthalt bei den Harringtons nicht umsonst war. Er hat mich hierhergeführt. Manchmal fügt sich das Schicksal auf besondere Weise und man findet etwas, das man nie gesucht hat.«

Baltimore, 1865: Die junge Phoebe Ann Harrington träumt seit ihrer Kindheit davon, einen Cowboy zu heiraten. Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs sieht sie endlich ihre Chance gekommen und antwortet auf eine Heiratsannonce. Gemeinsam mit ihrer Freundin Briana Magee reist sie nach Missouri, um einen Fremden zu ehelichen. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bräutigam Silas Kennedy und sein Bruder Jesse gesuchte Banditen sind. Und so beginnt ein langer Weg quer durch die Prärie, auf dem alle Beteiligten nicht nur an ihre körperlichen Grenzen geraten, sondern auch ihren Geheimnissen auf die Spur kommen. Denn nicht nur die Kennedy Brüder haben etwas zu verbergen, sondern auch Phoebes Freundin Briana, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird und damit alle in Gefahr bringt.

(Quelle: Die Wortfischerin)

Details zum Buch

Das wilde Herz des Westens von Alexandra Fischer ebook

Das wilde Herz des Westens

von Alexandra Fischer

Historischer Roman
Verlag: BoD
erschienen am: 18. Januar 2019
ASIN eBook: B07JNJD83H
ISBN Taschenbuch: 9783748103110
Seiten: 500

Rezensionsexemplar

Books on Monday – Christina Geiselhart

 

Die Bluthunde von Paris von Christina Geiselhart
Meine Biene mit „Die Bluthunde von Paris“

Die Bluthunde von Paris von Christina Geiselhart

Taschenbuch (12,99€)
historischer Roman
522 Seiten
Verlag: epubli
erschienen am: 31. Dezember 2016
ISBN-13: 978-3741880483

Meine Rezension

Das Cover ist in grau und sepia Tönen gestaltet. Mittig sind drei Personen zu sehen, eine junge Frau, Mann mit Hut und ein junger Herr der besseren Gesellschaft. Unterhalb der Personen ist eine Hinrichtung zu sehen. Eine Person zeigt den Kopf des Opfers dem breiten Publikum vom Podest der Guillotine aus. Es ist ein Abbild vom Kupferstich aus dem Jahr 1793 genannt: Hinrichtung Ludwigs des XVI. Die Szene trifft ganz gut den Inhalt des Buches.

Bei dem Titel habe ich lange überlegt, ob ich das Buch lesen möchte. Das Thema ist im Cover sehr schön dargestellt und hat mich auf den ersten Blick abgeschreckt. Doch dann habe ich den Klappentext gelesen und gedacht ein bisschen Französische Geschichte kann nicht schaden.

Der Roman spielt in Paris am Ende des 17. Jahrhunderts. Phillipine wird als jüngste Tochter des Verhörvollstreckers Karl und seiner Frau Lea im Frühjahr 1774 geboren. Sie wird von ihren Eltern als wunderschön bezeichnet, selbst ihr Klumpfuß kann ihrer Schönheit nichts anhaben. Das Mädchen wächst in einer Welt voller Hunger und Brutalität auf. Als Jugendliche wird sie zu ihrem Onkel, dem Henker von Paris geschickt, um ihn als Schreibkraft zu unterstützen. Zu dieser Zeit beginnt die Revolution in Paris. Phillipine findet gefallen an den Versammlungen und findet einen Freund aus ihrer Kindheit wieder. Doch hat ihre Liebe zu Zeiten der Revolution überhaupt eine Chance?

Detailliert beschreibt Christina Geiselhart die Menschen und ihre Umgebung. So steht Phillipine mit ihrem Klumpfuß bildlich vor mir. Auch die Tätigkeiten des Henkers kommen bei der Erzählung nicht zu kurz. Was das Buch für mich zu einem Buch ausschließlich für Erwachsene macht.

Die fiktive Geschichte um Phillipine finde ich sehr gut in den historischen Hintergrund eingebettet. Die Namen Danton, Marat und natürlich auch Robespierre sind mir aus meinem Geschichtsunterricht noch vertraut. Ich finde es beeindruckend wie genau der Bau der Guillotine und dessen Verwendung beschrieben wird. Dafür muss die Autorin vermutlich einige Berichte über die Hinrichtungen während der Französischen Revolution gelesen haben.

Ich fand den Roman sehr spannend, aber auch schwer zu lesen. Es war für mich keine Lektüre vorm Schlafengehen, sondern nur am helllichtem Tag.

Vielen Dank an Christine Geiselhart für das Rezensionsexemplar

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