Ich liebe Anagramme

Moin Moin,

ich habe mal zum Spaß „Anagramm“ gegoogelt und war mit den Antworten sehr unzufrieden. Im Deutschunterricht lernt man, dass man ein Wort senkrecht schreibt und dann z.B. mit jedem Buchstaben nur ein Wort anfängt, oder aber auch einen ganzen Satz. Google gibt als  Ergebnis hauptsächlich die Erklärung, dass ein Wort geschrieben wird und aus den Buchstaben ein anderes Wort.

Also für mich ist ein Anagramm ein Senkrecht geschriebenes Wort, das dann ergänzt wird. In meinen Gedichten findet man meistens ein Anagramm. Wer hat denn mein Wort von gestern erraten?

Heute wird es etwas leichter. Wenn der Unterricht auf dem Abendgymnasium mich nicht ganz fesselte habe ich immer wieder gedichtet. Da entstanden so einige. Somit sind wir inzwischen im Jahre 2003 angekommen. Ein sehr fruchtbares Jahr, was meine Anzahl an Gedichte angeht.

Gedicht 57

Der Mond steht hoch am Himmel
Ein jeder sieht ihn an
Und genießt den helle Schimmer
Tümpel glitzern im Schein
Sternenklar ist die Nacht
Charme bedeckt das Land
Hauch von Unwirklichkeit

Na, wer erkennt mein langweiligstes Schulfach? ;-)

LG Kerstin

Bevor der Schnee ganz weg ist

Moin Moin,

hier und da liegt noch etwas Schnee, auch wenn er es in den letzten Tagen ganz schön schwer hatte. Da muss ich euch noch schnell mal ein kleines Schnee-Gedicht präsentieren, bevor der Frühling ganz und gar die Macht ergreift. Wobei ich ja da noch etwas vorsichtig bin. Meist kommt im März der Winter noch mal zurück.

Auf die Erde fällt langsam der Schnee
hier und da gibt es kleine Verwehungen
Liebespaare Hand in Hand
wandern durch das weiße Land
Ein Gejubel und Geschrei
kommt von den Kinderscharen
X-Mas ist zwar schon vorbei
doch auch später lieben wir den Schnee

Kann mir einer verraten, warum ich hier X-Mas geschrieben habe????

Viel Spaß beim Knobeln ;-)

LG Kerstin

Gedicht Nr. 55

Moin Moin,

so dele, heute gibt es nun das vierte und letzte Gedicht von meiner Nacht am Tirpitz Hafen. Dem Einen hat es gefallen, dem Anderen vielleicht nicht. Aber ich musste dies mit euch teilen. In den nächsten Tagen gibt es dann mal wieder etwas künstlerisches aus dem Bastelkeller …. oder vielleicht auch von der Handarbeitsfront.

Eine Nacht am Kai

Ich höre das stete knirschen der Boot am Kai,
was für ein herrliches Geräusch.
Ich höre sachte wie die Wogen gegen das Ufer plätschern
und fühle mich wie zu Hause.

Ich höre Stimmen von nah und fern,
doch sie ziehen schnell an mir vorbei.
Ich höre Musik vom anderen Ufer
und sehne mich nicht dorthin.

Hier wo sich leicht die Boote wiegen,
wo ich das Wasser direkt unter mir habe.
Hier will ich leben so lange ich kann
und keiner sollte versuchen es mir zu nehmen.

Ja, ich wollte immer am Meer leben. Und habe doch ohne zu zögern meine Koffer gepackt. Viele Fragen bereust du dies oder das. Doch alles war genau in dem Moment richtig so wie es war. Auch wenn ich einige Wege hätte mir sparen können. Mein Vater sagte neulich „Hätte ich doch … oder Wenn ich noch mal jung wäre dann …. „sollte man aus seinem Wortschatz streichen, denn rückgängig machen kann man es doch nicht. Lebe dein Leben in dem Moment genauso wie du willst und so ist es richtig.

Diese Einstellung hat mir in vielen Situationen geholfen. Auch wenn ich im Grunde erst mal Pessimistisch veranlagt bin kann ich im Rückblick aus allem etwas gutes ziehen und so lässt sich mit Umwegen sehr gut leben ;-)

Wünsche allen einen schönen Tag.

LG Kerstin

Gedicht Nr. 54

Moin Moin,

und wieder bricht ein voller Arbeitstag an. Das Jahr 2014 ist jetzt schon einen guten Monat alt und beginnt so viel schöner und besser als das Jahr 2013. Doch dass scheint schon eine Ewigkeit her zu sein. Wobei es viel dichter ist als folgende Zeilen.

Woran man denkt wenn einem Kalt ist

Die Kälte kann einen ergreifen,
nur wenn man selbst warm ist.
Die Wärme kann einen verbrennen,
nur wenn man selbst kalt ist.

Was kann man tun um nicht zu erfrieren?
Was kann man tun um nicht zu verbrennen?
schütze dich nur soweit um nicht zu frieren
schütze dich nur soweit um nicht zu verbrennen

Such von jedem das Mittelmaß,
dann wird dir nichts geschehen.
Versuche dich vor der Kälte in acht zunehmen,
damit sie dich nicht auffrisst.

Ach ja, ich glaube ich muss das philosophieren mal wieder aktivieren. Da kommt schon ganz schönes heraus. Man war das damals Kalt an der Kieler Förde, aber auch so schön ruhig und harmonisch. Ich liebe das Meer und freue mich schon wenn ich bald mal wieder ein bisschen Zeit auf dem Meer verbringen darf.

LG Kerstin

P.S. Ich möchte noch schnell eine neue Leserin begrüßen schokoriegel86

Gedicht Nr. 53

Moin Moin,

wie versprochen geht es weiter am Kai.

Ein Abend am Kai

Langsam steigt die Kälte in mir hoch
doch ich weiche keinen Zentimeter
An mir schwimmt ein Schwan vorbei
wie gerne würde ich ihm folgen

Warum lebt der Mensch an Land
und nicht in den Tiefen der Meere
Da könnte ich mich dann vor allen verstecken
und ganz in meiner Traumwelt leben

Würde ich keine Worte mehr haben
und auch mein geliebtes Meer nicht mehr hören
Was sollte ich dann tun
in dieser schrecklichen Welt

Wann habe ich angefangen so hart zu werden
sollte ich meiner Eltern mal fragen
Doch ich glaub nicht dass sie es mitbekommen haben
oder vielleicht doch?

Wie gestern schon erwähnt ist das lange her. Wie aus einer anderen Zeit. Diese Zeit ist festgehalten in vielen Gedichten und noch viel mehr Tagebüchern. Die ich Jahr für Jahr voll geschrieben habe. Doch seit etwa zwei einhalb Jahren schreibe ich in ein und dasselbe Buch. Es gibt nichts was ich mir von der Seele und aus dem Kopf schreiben muss.

Meine Tagebücher fielen vor gut einem Jahr dem Wasser zum Opfer. Viele sind nicht mehr lesbar, aber ich konnte keins wegschmeißen, sondern habe sie getrocknet und in eine wasserfeste Kiste gepackt. Irgendwie total bescheiden, aber es ist ein Teil von mir.

So, genug für heute morgen gibt es mehr.

LG Kerstin

Gedicht Nr. 52

Moin Moin,

heute habe ich wieder ein Gedicht für euch. Es ist das 52. Gedicht in meinem Ordner aus dem Jahre 2002. Also immer noch mit Kieler Hintergrund.

Eine Nacht unter einer dicken Wolkendecke

Es ist schon fast dunkel
und ich sehe gerade noch mein Blatt
Ich warte auf einen Sternenhimmel
doch hoffe ich wohl vergebens
Eine tiefe Wolkendecke zeigt mir es
doch ich harre aus

Warum sitze ich schon wieder hier allein
wie kann ich das ändern?
Sollte ich los gehen und nach ihm suchen
doch wer sagt mir das ich ihn finde
Alle sagen „dieses Jahr finden wie einen für dich“
aber ich werde dabei nicht gefragt

Hat das Leben eigentlich einen Sinn
frage ich mich ständig wenn ich allein
Natürlich hat es einen Sinn
doch ich habe ihn noch nicht gefunden
Wo steht der Sinn geschrieben
damit ich ihn endlich mal sehe

Dunkel wird es hier am Kai
nur die letzte Laterne bietet mir noch ein Licht
Wann wird sie endliche ausgehen
um mich auch im Dunkeln zu lassen
Oder ist sie etwa auf meiner Seite
und passt heute Nacht auf mich auf

So mit 12 Jahren Abstand zu diesen Zeilen muss ich schon etwas schmunzeln. In den nächsten Tagen zeige ich euch noch drei weitere Gedichte, die in eben dieser Nacht an der Kieler Förde kurz vor dem Tirpitz Hafen entstanden sind.

Wünsche allen einen schönen Sonntag, ich werde jetzt mal ne Runde basteln. Seit Donnerstag habe ich nun auch einen Heizkörper in meinem Bastelkeller ;-) dann fehlt jetzt nur noch eine Tür zum zweiten Kellerraum ;-)

LG Kerstin