Ein Reisebericht: Dumont Schnitzeljagd in Köln

Auf Schnitzeljagd durch Köln: Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer

Am Samstag, den 12. August 2023 stand auf meinem Programm: Community Event – interaktive Schnitzel- und Bücherjagd durch Köln & gemeinsamer Abend im Literaturcafé Goldmund inklusive Lesung und Gespräch mit der Autorin zum Roman: Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer aus dem Dumont Buchverlag. 

Buchcover und Sketchnotes: Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer aus dem Dumont Verlag

Also klingelte mein Wecker wie gewohnt um 6 Uhr und der Tag begann. Meine Tasche hatte ich am Vorabend gepackt, damit ich auch ja nicht mein Buch und meine Seite aus dem Lesetagebuch zum Signieren vergesse. Gestärkt mit Frühstück und Kaffee ging es dann schon gegen 7 Uhr auf die Autobahn, da mein Mann meinte, meine geplanten zweieinhalb Stunden für die Fahrt nach Köln würde nicht reichen. Also bin ich mit mehr Puffer gen Süden gestartet, als vorab gedacht.

Die Autobahn war für einen Samstag in den Sommerferien sehr leer. Und so war ich inklusive kleiner Irrwege, da ich dem Navi keine Stimme gab, um mein Hörbuch zu genießen nach knapp drei Stunden an meinem Endpunkt angekommen. Das herausgesuchte Parkhaus konnte ich leider nicht direkt befahren, da ein Straßenfest aufgebaut wurde und ich nicht wusste, wie ich dann abends dort wieder wegkomme. So habe ich mein Auto auf einem etwas zwielichtig anmutendem Parkplatz in der Nähe des Literaturcafés Goldmund abgestellt und hoffte, dass die Schranke beim Rausfahren auch noch offen stehen würde, so wie bei meiner Ankunft.

Schnitzel- und Bücherjagd

Vom Parkplatz ging es dann zu Fuß zum Treffpunkt für die Schnitzel- und Bücherjagd. Viel zu früh kam ich an der Buchbinderei Mensch an und spähte verstohlen durch die Schaufensterscheibe. Doch ich blieb nicht lang alleine, denn Torsten und Liesa vom Dumont Buchverlag waren bereits in der Nähe. Nach und nach trudelten die Blogger und Bücherfreunde für den ersten Durchgang ein. Insgesamt fanden 25 Buchverrückte den Weg zur Schnitzeljagd. 

In der Buchbinderei Mensch wurden wir von der Inhaberin Sarah Stahl herzlich begrüßt und bekamen einen guten Überblick über ihr Angebot und ihre Tätigkeiten. Mein Highlight war der Blick ins Materiallager. Dort befanden sich viele verschiedene stärken von Graupappe und Bezügen für Cover. Da könnte ich mich häuslich einrichten. Als kleines Andenken durften wir alle ein Lesezeichen mit Folienprägung versehen. So konnte ich das erste mal Buchstaben setzen. Kurz habe ich überlegt, was ich auf mein Lesezeichen schreiben sollte, habe mich dann aber ganz einfach für meinen Vornamen entschieden. Danach durften wir noch einen Blick in die heiligen Hallen im Untergrund werfen, wo wir einen Einblick auf einfache Reparaturen von Büchern bekamen. Wobei sie anmerkte, dass sie Buchbunderin sei und keine Restauratorin, wie die Protagonistin im Buch. Ich habe für mich ganz viele Fotos von den Bindungen gemacht und damit eine Idee bekommen, wie ich die Seiten für mein diesjähriges Lesetagebuch binden könnte. Die Zeit verging wie im Flug und schon hieß es aufbrechen zur Schnitzeljagd durch Köln.

In der Buchbinderei Mensch in Köln

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. In meiner Gruppe waren wir sieben Buchbegeisterte (Sabrina, Léa, Manu, Olivia, Diana, Angela und ich)

Die Stimmung war gut und mit dem ersten Hinweis machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum ersten Ziel. Für den Weg bekamen wir einen Zettel mit Hinweisen und Aufgaben, den wir ganz schnell erledigten. Ziel war die Buchhandlung manulit, die mich total begeistert hat. Auf den ersten Blick ist die Buchhandlung einfach anders und lädt zum Verweilen ein. Alle Bücher liegen bzw. stehen so, dass man das Cover auf den ersten Blick erkennen kann. Für mich als Coverkäufer genau die richtige Buchhandlung. Mit etwas mehr Zeit wäre hier mein Geldbeutel bestimmt leichter geworden. Doch nach einer kurzen Runde durch die Buchhandlung machten wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel. Denn bei manulit durften wir den nächsten Umschlag öffnen mit weiteren Aufgaben.

Das zweite Ziel war schnell erkannt und dank google fanden wir den Weg zum Buch- und Designshop Siebter Himmel. Mich hat die Schaufensterdekoration mit den Washi Taps sofort angezogen. Auch hier hatte die Buchhandlung einiges zu bieten. So lud richtig schön verwinkelt zum Bleiben ein und für Kinder gab es ein kleines Versteck samt Sternen. Neben den Büchern fand sich hier noch allerlei Dekoratives und Accessoires in den Regalen, die den Ort zu einem besonderen Geschenkefinder machen. Unseren Aufenthalt hielten wir hier recht kurz, weil unsere Mägen hörbar knurrten. 

Also lösten wir die nächsten Aufgaben zum Teil und zogen erst mal ins cafecafe an der Aachener Straße. Hier hielt der Dumont Buchverlag für uns Gutscheine bereit, so dass wir uns einen Beagle und Kaffee bestellen konnten. Das Essen war einfach köstlich und die Stimmung gut. So warteten wir unter dem Schirm die heftigen Regenschauer ab, um uns wieder der Schnitzeljagd zu widmen. 

Beagle im cafecafe in Köln mit Kaffee

Der aktuelle Aufgabenzettel führte uns zu einer großen Herausforderung. Auf dem Melaten Friedhof versuchten wir den Anweisungen zu folgen, um das Rätsel zu lösen. Doch irrten wir mehr oder weniger auf dem Friedhof umher. Dabei stießen wir zufällig auf das Grab von Konrad Adenauer und seinen Kindern. Doch den Sensenmann fanden wir anfangs nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich am nächsten Hinweis an. Doch uns lief langsam die Zeit davon. So setzten wir uns in die Bahn und fuhren zum vierten Stopp. 

Die nächste Station war für uns der Buchladen Nippes in der Neusser Straße. Hier wartete für jeden von uns ein Büchergutschein vom Dumont Buchverlag und eine kleine Tüte mit Geschenken vom Buchladen. Vorab hatten wir schon mit Liesa telefoniert und unsere Verspätung fürs Abendessen angekündigt. So kauften wir nur schnell ein Buch und machten uns auf den Rückweg zur Straßenbahnstation. 

Das vorletzte Ziel der Schnitzeljagd ließen wir dann schweren Herzens aus. Wir hatten uns auf dem Friedhof einfach verzettelt und nun fehlte uns die Zeit um noch zu Agnes Buchhandlung die Straße weiter hoch zu gehen. Irgendwie KO saßen wir dann in der Straßenbahn auf dem Weg zum Literaturcafé Goldmund. Dort kamen wir als letzte Gruppe an und mussten uns leider an mehrere Tische verteilen. So kam unsere tolle Gruppe zu einem jähen Ende. Es fanden sich aber dafür neue Gesprächspartner.

Die Autorin Elisabeth Beer liest aus ihrem Roman: Die Bücherjägerin aus dem Dumont Buchverlag

Im Literaturcafé startete der Abend erst mal mit einem Gespräch zwischen der Lektorin und der Autorin Elisabeth Beer. Ich habe den Zweien gerne gelauscht und habe so etwas mehr zum Buch und seiner Entstehung erfahren. Im Anschluss ging es ans vegane Buffett. Da hat mir die kalte spanische Tomatensuppe besonders gut geschmeckt. Aber auch der Rest konnte sich geschmacklich sehen lassen. Für mich eine gute Auswahl, die von dem leckeren Schokopudding zum Nachtisch abgeschlossen wurde. Anschließend habe ich mir eine Signatur für mein Buch und auch für meine Lesetagebuchseite geholt. Dabei kam ich kurz mit Elisabeth Beer ins Gespäch. Danach wechselte ich den Tisch und kam mit einer weiteren Angestellten vom Verlag ins Gespräch. Die Zeit flog einfach nur so an mir vorbei. Gegen halb zehn packte ich dann meine Sachen, um mich auf den Heimweg zu machen.

Mein Auto fand ich auf dem Parkplatz sofort wieder und die Schranke für die Ausfahrt war zu meinem Glück immer noch offen. Die Rückfahrt dauerte etwas länger, als die Hinfahrt, da ich die Vollsperrung der A1 zu spät beachtet hatte und so kurz durch Münster irren musste bevor ich den richtigen Weg nach Hause fand. Kurz vor eins war ich dann zu Hause und fiel müde und glücklich ins Bett. 

Mein Fazit

Die Schnitzel- und Bücherjagd war ein voller Erfolg. Ich habe neue Blogger kennengelernt, mit denen ich mich vom ersten Moment an gut verstanden habe. Die einzelnen Stationen der Jagd waren gut gewählt, auch wenn wir uns auf dem Friedhof etwas verirrt haben. In besonderer Erinnerung bleibt mir die erste Station in der Buchbinderei. Das war einfach genau das richtige für mein Bastelherz und in der Buchhandlung Manulit im Anschluss kam auch mein Bücherherz zu seinem Glück. Für mich ein gelungener Tag, für den ich gerne mal sechs Stunden im Auto verbringe, um von A nach B und wieder zurück zu fahren. 

Vielen Dank an den Dumont Buchverlag für dieses besondere Community-Event. Ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei. Dafür fahre ich auch nach Köln.

WC Hinweis im Literaturcafe Goldmund

Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer

Die Bücherjägerin

von Elisabeth Beer

Sketchnotes zur Rezension vom Roman: Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung

Das Cover hat mich als Bücherwurm sofort angesprochen. Das Orange ist Geschmacksache, harmoniert aber sehr gut mit dem Blau. Der Titel steht im Wechsel mit liegenden Büchern auf dem Schutzumschlag. Auf den ersten beiden Büchern sind zwei Schildkröten in blau abgebildet, die so sehr schön einen weiteren Aspekt des Inhalts sichtbar machen.

Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer erschien im Dumont Buchverlag. Ich habe das gebundene Buch auf dem Bloggerevent des Verlages auf der Leipziger Buchmesse erhalten und mich sofort in Cover und Titel verliebt. 

Die Geschichte wird von der Protagonistin Sarah aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie lebt in der Kölner Villa ihrer verstorbenen Tante Amalia und hat sich der Restauration von Antiken Karten und Büchern verschrieben. Stets auf der Jagd nach besonderen Schätzen. Als weitere Figur spielt Benjamin eine wichtige Rolle. Seines Zeichens Bibliothekar in der British Library in London. Zusammen machen sich die beiden auf die Suche nach einer alten römischen Straßenkarte, genauer gesagt auf das fehlende erste Segment der Tabula Peutingeriana.

Mich hat die Geschichte sofort gefesselt. Hatte ich vor kurzem doch erst von einer Faksimile Werkstatt in der Steiermark gelesen und fasziniert verfolgt wie dort über das alte Handwerk berichtet wurde (Mehr dazu in Re-Invent yoour Company von Judith Grohmann). Bei der Bücherjagd musste ich irgendwie auch an das Manuskript von John Grisham denken, was mich total gefesselt hatte.

Aber Die Bücherjägerin hat mich um Weiten mehr fasziniert, weil ich einfach die Charakterisierung der zwei Protagonisten spannend fand. Sie sind nicht einfach 0815 Figuren, sondern haben ihre ganz eigene Note. Wie die Autorin im Nachwort so schön schreibt, ging es ihr unter anderem auch darum ein großes Spektrum an Diversität aufzuzeigen. Dabei legte sie aber nicht den Fokus auf die Andersartigkeit, sondern ließ alles als ganz normal stehen, wenn man normal in diesem Zusammenhang überhaupt sagen sollte. Ich war im ersten Moment etwas irritiert vom Gendern im Text, da es nicht konsequent durchgezogen wurde. Mit der Erklärung im Nachwort, machte es aber sofort Sinn und ließ die Art und Weise nochmal ganz anders nachklingen.

In diesem Zusammenhang war ich fasziniert von der Betrachtungsweise alter Segelschiffe und was es in den Personen auslöst. Ich möchte hier gar nicht soviel dazu sagen, nur dass Benjamin und ich aus historischen und privaten Gründen diese Boote ganz unterschiedlich wahrnehmen. Darüber habe ich mir persönlich noch nie Gedanken gemacht, fand diesen Anstoss aber sehr gekonnt eingeflochten. Es hat mir die Augen geöffnet.

Für mich war es eine spannende Bücherjagd mit vielen Facetten, die zum Nachdenken und darüber Reden einladen. Und quasi ein Verständnis für alles vermittelt, was von der Norm abweicht. Was auch immer die Basis einer solchen Norm ist. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Buchliebhaber und Schatzsucher von antiken Belegen aus aller Welt. Hier im besonderes des römischen Reiches. Und für jeden der einfach Lust hat auf ein spannendes Buch.

Inhaltsangabe

Sarah ist Bücherjägerin, Kartensammlerin und Restauratorin, sie liebt Manuskripte und alte Landkarten und kann generell besser mit Büchern als mit Menschen umgehen. Seit dem Tod ihrer Tante Amalia, die sie und ihre Schwester aufgezogen hat, lebt Sarah zurückgezogen in deren Kölner Villa mit dem wild sprießenden Garten. Ihre einzige Gesellschaft: die Schildkröten Bonnie und Clyde. Das ändert sich, als Benjamin, ein junger Bibliothe¬kar aus London, vor der Tür steht. Er bittet Sarah, ihm beim Finden einer alten römischen Straßenkarte zu helfen, ein Auftrag, den Amalia kurz vor ihrem Tod angenommen hatte. Sarah zögert, und dann tut sie es doch, fährt mit Ben in seinem alten Auto einfach los, im Gepäck zwei Schildkröten, einige Atlanten und viele Fragen. So machen sie sich auf eine Reise, die sie nach Frankreich und England führt, in die Welt der Bücher und Karten, in Amalias Vergangenheit – eine Reise, die ihr Leben verändern wird.
Ein warmherziger, feinhumoriger Roman über Familie und das Abschiednehmen, die Magie der Bücher – und die Liebe.

Bibliografie

Autor: Elisabeth Beer
Genre: Belletristik
Verlag: Dumont Verlag
ISBN: 978-3832166380
Erscheinungsdatum: 15. August 2023
Format: gebundenes Buch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 432
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir vom Dumont Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dumont Verlag

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.


Weitere Meinungen zum (Hör-) Buch von meinen Bloggerkollegen:

  • …

Du hast das (Hör-)Buch auch gehört/ gelesen und rezensiert? Dann hinterlasse mir doch gerne deinen Link in den Kommentaren, dann füge ich Dich hier mit ein!

Rum oder Ehre von Carsten Sebastian Henn

Rum oder Ehre

von Carsten Sebastian Henn

Meine Meinung

Das Cover hat etwas, das nach meiner Aufmerksamkeit ruft. In der Mitte steht ein Glas, in dem scheinbar Rum geschwenkt wird. Ein Papagei fliegt am Glas vorbei. Daneben liegt ein Kompass. Alles kleine Details, die sehr gut zur Geschichte passen.

„Rum oder Ehre“ ist der zweite Roman, den ich von Carsten Sebastian Henn gelesen habe. Nach „Der Gin des Lebens“ hatte ich nicht vor gehabt, ein weiteres Buch von ihm zu lesen. Doch ich wurde vom Cover und dem Klappentext magisch angezogen. Und so habe ich mich auf einen weiteren alkoholischen Krimi aus der Feder von Herrn Henn eingelassen. Ich wurde dieses Mal nicht enttäuscht. Die Schauplätze in Flensburg und auf Jamaika sind mir zum Teil bekannt und ließen mich in Erinnerungen schwelgen. Der Protagonist Martin Störtebäcker ist 72 Jahre alt und reist im hohen Alter auf den Spuren von seinem kleinen Bruder nach Jamaika. Was er dort erlebt ist amüsant und spannend zu gleich.

In die Erzählung fließen ein paar interessante Hintergründe zum Rum und der Rum Herstellung ein. Ebenso finden sich zahlreiche Rezepte für tropische Cocktails, die auf Rum basieren. Bei rumhaltigen Cocktails bin ich gerne dabei und ich freue mich bald schon wieder auf den Rumpunch in der Karibik.

Die Geschichte war spannend und hat in mir schöne Erinnerungen an Urlaube in der Karibik und an mein Studium in Flensburg geweckt. Rum ist genau meins und so gab es auf meinem Geburtstag auch nur auf Rum basierte Cocktails. Die Geschichte hat Hand und Fuß. Sie ist ein bisschen skurril, aber genau das passt zu Rum und Jamaika. Mir hat der zweite alkoholhaltige Krimi von Carsten Sebastian Henn sehr viel besser gefallen, als das erste Buch. Es war spannend und lustig zu gleich. Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden und freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch in Ocho Rios und Montego Bay, beides Orte, die im Buch genannt werden.

Inhaltsangabe

Wenn die Zeit Rum ist …

Martin Stortebäcker, 72 Jahre alt und von seinen Freunden liebevoll »der Käpt’n« genannt, lebt friedlich in der deutschen Rum-Metropole Flensburg, wo sich sein Faible für den köstlichen Zuckerrohrschnaps hervorragend pflegen lässt. Aber dann segnet sein bester Freund Lasse das Zeitliche – und gibt dem Käpt’n aus dem Grab einen letzten Auftrag mit: Er soll sich zur legendären Rum-Insel Jamaika aufmachen und endlich auf die Suche nach seinem dort verschollenen Bruder gehen.

In der Karibik angekommen freundet sich der Käpt’n schnell mit einer abenteuerlustigen Taxifahrerin an, die ihn bei seiner Suche unterstützt. Doch schon bei der Besichtigung der ersten Rum-Distillery stellen sie fest: Jemand will verhindern, dass sie an Informationen über den Verbleib von Martins Bruder kommen. Und diesem Jemand ist jedes Mittel recht. Sein erstes Opfer ist der Brennmeister der Distillery – und es wird nicht sein letztes gewesen sein. Ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt …

Carsten Sebastian Henn erzählt augenzwinkernd und mitreißend von kaltblütigen Mördern unter karibischer Sonne: ein spannender Kriminalroman, gespickt mit allerlei Wissenswertem zum Thema Rum.

Bibliografie

Pinterest Grafik zur Buch Rezension: Rum oder Ehre von Carsten Sebastian Henn. Zu sehen ist das Buch Cover mit einem Glas Rum drauf und passende Sketchnotes.

Autor: Carsten Sebastian Henn
Buchreihe: Kulinarische Kriminalromane Band 2
Genre: Kriminalroman
Verlag: Dumont
ISBN: 9783832183981
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 336
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Dumont über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dumnont

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson

Die letzte Bibliothek der Welt

von Freya Sampson

Meine Meinung

Das Cover hat mich sofort angezogen, auch wenn die Farbe so gar nicht meins ist. Der Hintergrund ist orange und rechts und links ragen Bücherstapel ins Bild. Die Bücher sind im Vergleich zu den Menschen riesig. Um so öfter ich das Buch anschaue, desto mehr Details entdecke ich. Ganz oben auf dem linken Bücherstapel sitzt ein Mann in einem Ohrensessel und liest. Von hinten bekommt er Licht durch eine Stehlampe. Ihm gegenüber sitzt etwas tiefer eine Frau auf dem Fußboden mit einem Buch in der Hand und eine Tasse neben sich abgestellt. Ganz unten läuft eine Frau mit einem kleinen Bücherstapel durchs Bild. Ich finde das Buch passt sehr gut zum Titel und zur Geschichte.

Ab und zu brauche ich mal etwas anders als Liebesromane und Thriller. Und so fand ich bei #NetGalleyDE den Roman #DieLetzteBibliothekDerWelt von Freya Sampson aus dem Dumont Verlag. Als Kind habe ich den Bücherbus bei uns im Ort geliebt, so eine Bibliothek wie im Roman gab es bei uns auf dem Dorf nicht. Ich weiß nicht mehr im welchen Rhythmus er kam, aber meine Mutter ist mit uns Kindern immer hin gefahren und wir durften uns neues Lesefutter aussuchen. Inzwischen habe ich schon lange keinen Büchereiausweis mehr, da ich durch meinen Buchblog mehr als genug ausgestattet bin mit aktuellen Büchern und ich eine Buchhandlung nicht verlassen kann, ohne wenigstens drei Bücher gekauft zu haben. So kommt genug Lesestoff zusammen, um meine Sucht zu befriedigen.

„Die letzte Bibliothek der Welt“ spielt in einem beschaulichen Örtchen namens Chalcot irgendwo in Großbritannien. Die Hauptperson ist June Jones, die als Bibliothekarin in der ortsansässigen Bibliothek arbeitet. Ihre Welt besteht aus Büchern und den Besuchern der Bibliothek. Daneben nehmen Stanley, Chantal und Leila eine gewisse Rolle im Leben von June ein. Und auch ein alter Schulfreund namens Alex, der plötzlich wieder in Chalcot auftaucht nimmt an Junes Leben teil. Ein Satz ist mir besonders in Erinnerung geblieben:

Man erfährt einiges über Menschen, wenn man sich anschaut, welche Bücher sie sich ausleihen.

Oder aber welche Bücher sie lesen. Wenn ich in einer Wohnung ein Bücherregal entdecke, muss ich sofort schauen, welche Bücher dort zu finden sind. Ich gucke nach mir bekannten Autoren und überfliege die Genreauswahl, die sich oft ja schon anhand der Buchrücken zuordnen lässt. Und ich achte darauf, wie ein Bücherregal sortiert ist. Bei June findet man im Regal viele Klassiker unter anderem ihr Lieblingsbuch von Jane Austin: Stolz und Vorurteil. Ich habe es als Hörbuch und höre es immer wieder gerne. Es hat mir so manchen langen Flug versüßt. Vor jedem Urlaub lade ich es aus meiner Cloud auf das Smartphone, damit ich bei Bedarf darauf zurück greifen kann. Ich kann June sehr gut verstehen, warum sie das Buch immer wieder liest. Es ist einfach eine schöne Geschichte.

Ich finde die Aussage des Romans sehr gut, dass eine Bibliothek nicht nur ein Ort mit ganz vielen Büchern ist, sondern auch ein Ort der Begegnung. Die Bibliothek ist ein Treffpunkt für jung und alt egal in welchem sozialen Umfeld sie zu Hause sind. Ebenso ist es ein Ort der Ruhe. Für mich ist es ein Ort, an dem man durch die Welten wandern kann. Wo man einfach wahllos ein Buch in die Hand nimmt und schaut ob es einem gefällt. Ich habe im Studium viele Stunden in der Bibliothek verbracht auf der Suche nach Inspiration für Unterrichtsentwürfe und natürlich für meine schriftlichen Abschlussarbeiten.

Das Buch hat mir einen wunderbaren Einblick in den Zusammenhalt von ganz unterschiedlichen Menschen gegeben, die sich nur durch den Besuch der Bibliothek überhaupt kennenlernen konnten. Ich habe die Geschichte sehr genossen und empfehle sie gerne weiter. Es ist ein Buch für Bücherliebhaber, die genauso wie ich gerne ihre Nase in „richtige“ Bücher stecken, weil der Duft eines Buches einfach etwas ganz besonderes ist.

Inhaltsangabe

»Gute Bücher sind die beste Gesellschaft!«

Die dreißigjährige June Jones lebt in dem britischen Dorf Chalcot und ist mit Leib und Seele Bibliothekarin. Ihre besten Freunde sind die Menschen, denen sie Tag für Tag bei ihrer Arbeit begegnet: der alte Stanley, dem sie mit dem Computer hilft, Chantal, eine Schülerin, die zu Hause keine Ruhe zum Lernen hat, Leila, eine geflüchtete Frau, für die sie Kochbücher heraussucht. Außerhalb der Bibliothek bleibt June allerdings gern für sich – und in Gesellschaft ihrer Bücher.

Junes wohlgeordnetes Leben gerät aus den Fugen, als die Gemeinde mit der Schließung der Bibliothek droht. Und dann trifft sie auch noch Alex wieder, einen alten Schulfreund, für den sie bald ganz neue Gefühle entwickelt. Widerwillig erkennt June: Sie muss raus aus ihrer Komfortzone! Endlich engagiert sie sich in einer Gruppe, die für den Erhalt der Bibliothek kämpft, erst heimlich aus Angst vor ihrer Chefin, dann ganz offen und selbstbewusst. Alex, der Anwalt ist, unterstützt sie hierbei nach Kräften.

Während June alles tut, um ihre Welt aus Büchern zu retten, lernt sie viel über sich selbst – und darüber, wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Liebe sind … 

Bibliografie

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson Sketchnotes zum Buch

Autor: Freya Sampson
Genre: Belletristik
Verlag: DUMONT
ISBN: 9783832165673
Erscheinungsdatum: 13. August 2021
Format: gebundenes Buch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 386
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von DUMONT über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © DUMONT

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

LitBlog Convention 2019

unbezahlte Werbung

Rückblick auf die LitBlog Convention 2019

Die Zeit rast nur so an mir vorbei. Wochen lang habe ich mich auf das Event gefreut. Dann habe ich einen tollen Tag in Köln verbracht und liebe Menschen endlich mal persönlich kennengelernt. Und schwups ist der Tag auch schon wieder zwei Wochen her. Also endlich an der Zeit den Tag Revue passieren zu lassen.

LBC19 Frühstückspause

Der 18. Mai 2019 startete für mich schon früh, da ich mit dem Auto nach Köln fahren wollte. Entgegen der Prognose meines Mannes kam ich super durch und wäre schon nach zweieinhalb Stunden in Köln gewesen. Da ich so gut in der Zeit lag habe ich erst mal eine lange Frühstückspause natürlich mit Buch gemacht.

Begrüßung

LBC19 Begrüßung

Ab 10 Uhr füllte sich das Foyer von Bastei Lübbe immer mehr. Bis man kaum noch durch die Masse quatschender Frauen kam. Ein paar Männer hatten sich auch unter das Volk der LitBlog Besucher gemischt. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon los. Ich hatte mir zu Hause schon einen guten Plan zurecht gelegt, was ich wann besuchen möchte. Habe dabei auch an Plan B und Plan C gedacht, falls der Raum von Plan A schon besetzt ist. Ich hatte den Tag über Glück und kam direkt in den ersten Raum hinein.

Blackbox Herstellung

Mein erster Programmpunkt lautete: Blackbox Herstellung – Content rein, Buch raus, wie geht das überhaupt? mit Hanne Mandik von Kiepenheuer & Witsch. Spannend fand ich den Weg vom Manuskript zum fertigen Buch. Wie viel Zeit dafür benötigt wird. Besonders interessant war für mich die Entwicklung des Einbands. Welche Möglichkeiten es da gibt ist enorm. Wir durften selbst ein bisschen in den Farbpaletten stöbern. Einfach nur schön. Für mich war das ein toller Start in den LitBlog Tag.

Verlage, Autoren und jede Menge Prosecco

Programmpunkt zwei auf meiner Wunschliste handelte von der Organisation einer Buchmesse und wurde von Andrea von Droemer Knaur angeboten. Im Prinzip ist nach der Buchmesse, vor der Buchmesse und so weiter. Die Planung der einen startet am Tag, wenn die andere Endet. Schon interessant was da im Hintergrund passiert, damit es für die Besucher immer wieder neu und spannend wird. Ich selbst fahre 2020 das erste mal zur Buchmesse nach Leipzig. Ich freue mich schon total drauf.

Mittagspause

Die Pause kam genau richtig. Das Büffet sah gut aus: Belegte Brötchen mit allem was das Herz begehrt und sehr süße Cupcakes. Ich habe die Zeit genutzt und mich mit fraugoetheliest, Eulenmatz liest, Scarlet59 und ahoiundmoinmoin kurz unterhalten. Gestärkt ging es dann ins Nachmittagsprogramm.

Joey Goebel

Programmpunkt drei führte mich zum Kultautor aus der amerikanischen Provinz. Seine Lektorin Anna von Planta von Diogenes brachte uns ihren Schützling und seine Bücher näher. Ich muss gestehen, mir war der Autor bisher kein Begriff. Doch hörte sich sein Leben und die Geschichten, die er schrieb spannend an. Ich durfte mir nach der Veranstaltung ein Buch vom Autor mit nehmen. Nun wartet „Vincent“ auf etwas Lesezeit von mir. Es ist der Debütroman des Autors. Und die Geschichte von Vincent fand ich erschreckend und spannend zu gleich.

Katrine Engberg im Gespräch

Von der dänischen Thriller Autorin Katrine Engberg war ich sofort begeistert. Sie hat als Tänzerin und Choreographin gearbeitet und hat jetzt in Deutschland den zweiten Roman veröffentlicht. Ich habe ihr ganz gespannt zugehört und bin im Geiste durch Kopenhagen gewandert. Ich freue mich schon auf ihre Romane. Den Debütroman: Krokodilwächter durfte ich mir nach der Veranstaltung mitnehmen. Das zweite Buch: Blutmond befand sich als Hardcover Ausgabe in meiner Goodie Tasche.

Vom Thriller zum Hörbuch

Mein Highlight des Tages war der letzte Programmpunkt. Mit der Autorin Dania Dicken habe ich das Tonstudio von Bastei Lübbe live erlebt. Ich habe auf ein Autogramm von Katrine Engberg verzichtet, um pünktlich unten im Tonstudio zu sein, denn dort war nur Platz für 15 Personen und man kann ja nie wissen, wer alles dahin will. Mein Glück blieb mir aber treu und so fand ich mich zusammen mit Heike im Tonstudio ein. Ich durfte sogar einen Text mit der Autorin Dania Dicken einsprechen. Ich war so aufgeregt, dass ich direkt die ersten Zeilen wiederholen musste. Aber es hat mir total viel Spaß gemacht und ich weiß jetzt wieviel Zeit hinter so einem Hörbuch steckt.

Abschluss

Nach dem Programm gab es noch ein warmes Abendessen wer wollte. Ich habe darauf verzichtet, denn ich war anschließend noch mit ein paar Mädels beim Italiener verabredet, bevor es für mich via Autobahn wieder Richtung Heimat ging. Für mich war es ein gelungener Tag. Die Fahrt nach Köln hat sich gelohnt und im nächsten Jahr bin ich gerne wieder mit dabei.

Goodies und Co

Als Besucher der LitBlog Convention bekam jeder einen kleinen gefüllten Rucksack geschenkt. Ich habe mir den Inhalt erst so richtig zu Hause angeschaut. Denn ich wollte ihn nicht den ganzen Tag mit mir herum tragen und so landete er direkt in meinem Kofferraum. So war am Abend zu Hause die Freude groß bei den tollen Büchern die ich darin fand.

Die Tasse von Dumont war übrigens nicht in der Tasche, die habe ich beim Glücksrad gewonnen. Seit dem ist sie auch schon täglich im Gebrauch. Sie hat genau die richtige Größe für meinen morgendlichen schwarzen Tee.