Mord ohne Vorwort von Freya Sampson

Mord ohne Vorwort – Ein Buchclub ermittelt von Freya Sampson

Beitragsbild mit Lesetagebuch Cover zum Kriminalroman: Mord ohne Vorwort von Freya Sampson erschienen im Dumont Buchverlag

Meine Meinung

Das Cover zeigt ein Bild an der Küste. Der Blick geht von einer Anhöhe aus über einen Häuserkomplex mit kleinem Turm auf dem Dach hinaus aufs Wasser. In der Bucht, eingeschlossen von Steilküsten, liegen zahlreiche Segelboote. Auf dem Wasser kann man zwischen den Booten die Reflexion der Sonne erkennen. Als kleine Tupfen vervollkommnen zwei Möwen das Bild, die scheinbar über dem Garten des Hauses kreisen. Für mich einfach ein schönes Cover, das neugierig macht auf die Geschichte dahinter.

„Mord ohne Vorwort – Ein Buchclub ermittelt“ von Freya Sampson erschien im DuMont Buchverlag. Die Geschichte spielt in einem kleinen Küstenort in England mit einem Buchclub, dessen Teilnehmer nicht unterschiedlicher sein könnten. Nova, Phyllis, Arthur und Ash haben ihre ganz eigene Vorstellung von guten Geschichten und sehr verschiedenen Lesevorlieben. Doch kaum passiert etwas in dem verschlafenen Ort, bündeln sie ihre Energie. Was dabei zutage kommt, ist einfach schön zu lesen, und so habe ich das Buch in wenigen Tagen verschlungen.

Die Geschichte startet mit der Ermittlung im Prolog, und so hat man als Leser schon eine gute Vorstellung, worauf es hinausgeht. Doch zunächst braucht man etwas Hintergrundwissen. Und so startet das erste Kapitel neun Tage vor dem Prolog. Ich mag diese Teaser in Krimis, wenn man als Leser schon ein wenig Futter an die Hand bekommt und das Gefühl hat, mehr zu wissen als die handelnden Personen, dann aber doch mit ihnen zusammen den Fall lösen muss, weil man sonst nicht an weitere Informationen heran kommt. Dabei haben wir hier keinen klassischen Kriminalroman, sondern eher eine urige Dorfgeschichte mit der ganzen Bandbreite an Figuren, die es unter der lesebegeisterten Gemeinschaft geben kann. In den wunderbar gestalteten Klappen vom Taschenbuch findest du eine kurze Vorstellung der vier Buchclub-Mitglieder. Mir sind dabei direkt Arthur und Ash ans Herz gewachsen, die sich im Laufe der Geschichte noch viel tiefer eingegraben haben und mir noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Ich möchte hier gar nicht zu viel vom Inhalt verraten, eine Idee bekommst du über den Klappentext und im Einband des Buches. Damit steht ein wunderbares Setting, was mich direkt zum Schmunzeln brachte. Dieses hielt sich beim Lesen konsequent, denn dich erwartet auch eine gute Portion Humor und Anspielungen auf gute alte Agatha-Christie-Romane. Zum Verständnis der Geschichte musst du die Romane oder Verfilmungen nicht kennen, es macht das Lesen nur amüsanter, wenn man die ein oder andere Person aus den Geschichten schon mal gehört hat. Ich persönlich habe vielleicht ein Buch von Agatha Christie gelesen, dafür aber den ein oder anderen Film gesehen, und so waren mir die Anspielungen vertraut. Aber wie gesagt, es sind Schmunzelmomente am Rand, und du kannst auch ohne sie der Ermittlung des Buchclubs folgen.

„In Krimis gibt es für gewöhnlich fünf Hauptmotive, jemanden umzubringen: Eifersucht, Rache, Wut, Angst und das häufigste: Habgier.“

Mit dieser Zusammenfassung startet der Buchclub in seine Überlegungen. Und wenn du schon den ein oder anderen Krimi gelesen hast, stimmst du dieser Erkenntnis zu. Eine weitere möchte ich dir nicht vorenthalten, weil sie mich zum Lachen gebracht hat. Und so muss ich dir Phyllis‘ Aussage, die an Nova gerichtet ist, einfach auch mit auf den Weg geben.

„Hast du noch nie einen Krimi gelesen? Ohne die Hilfe einen Hobbydetektivs schafft es die britische Polizei nie, ein verbrechen zu lösen.“

Tja, da musste ich unweigerlich an Miss Marple denken. Was mich zum nächsten Punkt in der Literatur bringt, um den man irgendwie auch nicht drum herum kommt. Hier ist es „Viel Lärm um nichts“ von Shakespeare, was der junge Ash in der Schule lesen muss und so gar keinen Zugang dazu bekommt. Aber was wäre ein Buchclub ohne die ältere belesene Generation. Im Folgenden zeigt Arthur, der weit jenseits des Rentenalters ist, dass er durchaus weiß, was im aktuellen Lesejargon so zu finden ist.

„Schau, es mag vielleicht komisch geschrieben sein, aber im Grunde ist es auch nichts anderes als eine typische Enemie-to-Lovers Liebeskomödie.“

An dieser Stelle habe ich einfach nur laut gelacht, weil ich mir die Szene bildlich vorstellen konnte, wie ein 80-jähriger versucht, einem Jugendlichen mit aktueller Buchsprache einen Klassiker näher zubringen. Hier haben sich Arthur und Ash einfach noch tiefer in mein Herz gebohrt. Die Dynamik zwischen den ungleichen Generationen ist einfach zu schön und wird noch besser. Aber, wie schon erwähnt, das musst du selbst lesen.

Um mich jetzt nicht in Spoiler zu verlieren, fasse ich dir kurz mein Leseerlebnis zusammen. Das Setting hat mich direkt gefangen genommen. Zum einen, weil ich ein bibliophiler Mensch bin, und zum anderen, weil ich kleine Dorfgeschichten einfach liebe. Von der ersten Seite an war ich gefangen und habe bis zum großen Showdown mitgerätselt. Ich habe beim Lesen viel geschmunzelt und auch zwischendurch laut gelacht und trotzdem gebannt verfolgt, wer wohl hinter dem Diebstahl und dem Todesfall steckt. Die Auflösung ist einfach grandios gelöst. Ich hatte Spaß, gute Unterhaltung und nehme das Buch mit zu meinem nächsten Buchclubtreffen.

Magst du die Kriminalromane von Agatha Christie? Hast du nichts gegen eine gute Portion Humor während der Ermittlung? Dann habe ich hier eine besondere Geschichte für dich, die schon beim Titel das erste Schmunzeln entlockt. „Mord ohne Vorwort“ von Freya Sampson bietet gute Unterhaltung bis zum Schluss. Es ist ein kleiner Ausflug in ein idyllisches Örtchen in England, in dem der Buchclub sich selbst nach guter Romanmanier zum Ermittler aufspielt. Du findest den ein oder anderen Seitenhieb auf Agatha Christie und Shakespeare, die zum Schmunzeln einladen, und ich denke, du wirst wie ich bis zum Schluss rätseln müssen. Denn die Lösung kam für mich ganz anders als erwartet, aber ganz und gar logisch. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einem unterhaltsamen Krimi sind und das Leben nicht zu ernst nehmen. Ich hab das Buch einfach verschlungen und werde jetzt mal nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten.

Inhaltsangabe

Der Buchclub des englischen Küstendorfs St Tredock ist eine eingeschworene Gemeinschaft: Die Rentnerin Phyllis kennt alle Agatha-Christie-Krimis in- und auswendig, Arthur liest seiner Frau Liebesgeschichten vor, und der schüchterne Teenager Ash flüchtet sich am liebsten in Science-Fiction-Romane. Nova, die neue Leiterin des Buchclubs im Gemeindezentrum, hat alle Hände voll zu tun, die Lesevorlieben unter einen Hut zu bringen. 
Eines Tages bekommt die bunte Runde unerwarteten Zuwachs: Der geheimnisvolle Michael taucht auf – und verschwindet während eines Treffens genauso plötzlich wieder. Kurz darauf wird seine Mutter tot aufgefunden, und 10.000 Pfund fehlen in der Kasse des Gemeindezentrums. Das schreit nach Verbrechen!, denken die Hobbydetektive des Buchclubs und wittern ihre Chance, ihren bei Miss Marple erlernten Spürsinn einzusetzen, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Denn dass es sich beim Tod von Michaels Mutter nicht um einen Unfall handeln kann, ist schnell klar. 
Inspiriert von Weisheiten aus ihren liebsten Büchern begeben sich die Buchclubmitglieder auf die Spuren des Verbrechens, immer mit einem guten Schuss britischem Humor im Gepäck.

Bibliografie

Cover vom Kriminalroman: Mord ohne Vorwort von Freya Sampson erschienen im Dumont Buchverlag

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Autor: Freya Sampson
Genre: Kriminalroman
Verlag: Dumont Buchverlag
ISBN/ ASIN: 978-3755800903
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2026
Format: Taschenbuch, Ebook und Hörbuch u.a. bei Amazon erhältlich*
Seitenzahl: 384
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von Dumont zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©Dumont Buchverlag

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson

Die letzte Bibliothek der Welt

von Freya Sampson

Meine Meinung

Das Cover hat mich sofort angezogen, auch wenn die Farbe so gar nicht meins ist. Der Hintergrund ist orange und rechts und links ragen Bücherstapel ins Bild. Die Bücher sind im Vergleich zu den Menschen riesig. Um so öfter ich das Buch anschaue, desto mehr Details entdecke ich. Ganz oben auf dem linken Bücherstapel sitzt ein Mann in einem Ohrensessel und liest. Von hinten bekommt er Licht durch eine Stehlampe. Ihm gegenüber sitzt etwas tiefer eine Frau auf dem Fußboden mit einem Buch in der Hand und eine Tasse neben sich abgestellt. Ganz unten läuft eine Frau mit einem kleinen Bücherstapel durchs Bild. Ich finde das Buch passt sehr gut zum Titel und zur Geschichte.

Ab und zu brauche ich mal etwas anders als Liebesromane und Thriller. Und so fand ich bei #NetGalleyDE den Roman #DieLetzteBibliothekDerWelt von Freya Sampson aus dem Dumont Verlag. Als Kind habe ich den Bücherbus bei uns im Ort geliebt, so eine Bibliothek wie im Roman gab es bei uns auf dem Dorf nicht. Ich weiß nicht mehr im welchen Rhythmus er kam, aber meine Mutter ist mit uns Kindern immer hin gefahren und wir durften uns neues Lesefutter aussuchen. Inzwischen habe ich schon lange keinen Büchereiausweis mehr, da ich durch meinen Buchblog mehr als genug ausgestattet bin mit aktuellen Büchern und ich eine Buchhandlung nicht verlassen kann, ohne wenigstens drei Bücher gekauft zu haben. So kommt genug Lesestoff zusammen, um meine Sucht zu befriedigen.

„Die letzte Bibliothek der Welt“ spielt in einem beschaulichen Örtchen namens Chalcot irgendwo in Großbritannien. Die Hauptperson ist June Jones, die als Bibliothekarin in der ortsansässigen Bibliothek arbeitet. Ihre Welt besteht aus Büchern und den Besuchern der Bibliothek. Daneben nehmen Stanley, Chantal und Leila eine gewisse Rolle im Leben von June ein. Und auch ein alter Schulfreund namens Alex, der plötzlich wieder in Chalcot auftaucht nimmt an Junes Leben teil. Ein Satz ist mir besonders in Erinnerung geblieben:

Man erfährt einiges über Menschen, wenn man sich anschaut, welche Bücher sie sich ausleihen.

Oder aber welche Bücher sie lesen. Wenn ich in einer Wohnung ein Bücherregal entdecke, muss ich sofort schauen, welche Bücher dort zu finden sind. Ich gucke nach mir bekannten Autoren und überfliege die Genreauswahl, die sich oft ja schon anhand der Buchrücken zuordnen lässt. Und ich achte darauf, wie ein Bücherregal sortiert ist. Bei June findet man im Regal viele Klassiker unter anderem ihr Lieblingsbuch von Jane Austin: Stolz und Vorurteil. Ich habe es als Hörbuch und höre es immer wieder gerne. Es hat mir so manchen langen Flug versüßt. Vor jedem Urlaub lade ich es aus meiner Cloud auf das Smartphone, damit ich bei Bedarf darauf zurück greifen kann. Ich kann June sehr gut verstehen, warum sie das Buch immer wieder liest. Es ist einfach eine schöne Geschichte.

Ich finde die Aussage des Romans sehr gut, dass eine Bibliothek nicht nur ein Ort mit ganz vielen Büchern ist, sondern auch ein Ort der Begegnung. Die Bibliothek ist ein Treffpunkt für jung und alt egal in welchem sozialen Umfeld sie zu Hause sind. Ebenso ist es ein Ort der Ruhe. Für mich ist es ein Ort, an dem man durch die Welten wandern kann. Wo man einfach wahllos ein Buch in die Hand nimmt und schaut ob es einem gefällt. Ich habe im Studium viele Stunden in der Bibliothek verbracht auf der Suche nach Inspiration für Unterrichtsentwürfe und natürlich für meine schriftlichen Abschlussarbeiten.

Das Buch hat mir einen wunderbaren Einblick in den Zusammenhalt von ganz unterschiedlichen Menschen gegeben, die sich nur durch den Besuch der Bibliothek überhaupt kennenlernen konnten. Ich habe die Geschichte sehr genossen und empfehle sie gerne weiter. Es ist ein Buch für Bücherliebhaber, die genauso wie ich gerne ihre Nase in „richtige“ Bücher stecken, weil der Duft eines Buches einfach etwas ganz besonderes ist.

Inhaltsangabe

»Gute Bücher sind die beste Gesellschaft!«

Die dreißigjährige June Jones lebt in dem britischen Dorf Chalcot und ist mit Leib und Seele Bibliothekarin. Ihre besten Freunde sind die Menschen, denen sie Tag für Tag bei ihrer Arbeit begegnet: der alte Stanley, dem sie mit dem Computer hilft, Chantal, eine Schülerin, die zu Hause keine Ruhe zum Lernen hat, Leila, eine geflüchtete Frau, für die sie Kochbücher heraussucht. Außerhalb der Bibliothek bleibt June allerdings gern für sich – und in Gesellschaft ihrer Bücher.

Junes wohlgeordnetes Leben gerät aus den Fugen, als die Gemeinde mit der Schließung der Bibliothek droht. Und dann trifft sie auch noch Alex wieder, einen alten Schulfreund, für den sie bald ganz neue Gefühle entwickelt. Widerwillig erkennt June: Sie muss raus aus ihrer Komfortzone! Endlich engagiert sie sich in einer Gruppe, die für den Erhalt der Bibliothek kämpft, erst heimlich aus Angst vor ihrer Chefin, dann ganz offen und selbstbewusst. Alex, der Anwalt ist, unterstützt sie hierbei nach Kräften.

Während June alles tut, um ihre Welt aus Büchern zu retten, lernt sie viel über sich selbst – und darüber, wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Liebe sind … 

Bibliografie

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson Sketchnotes zum Buch

Autor: Freya Sampson
Genre: Belletristik
Verlag: DUMONT
ISBN: 9783832165673
Erscheinungsdatum: 13. August 2021
Format: gebundenes Buch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 386
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von DUMONT über NetGalleyDE zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © DUMONT

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