B.S.L. Peschka

Autoreninterview

mit B.S.L. Peschka

Liebe Bärbel, stelle dich meinen Lesern kurz vor!

Hallo liebe Buchfreundinnen und -freunde!
Ich bin als drittes von vier Kindern im Rheinland geboren und mein voller Name lautet Bärbel Sabine Lioba Peschka. Ich bin promovierte Biologin und Fachhumangenetikerin und gebe das Magazin Ohrenkuss heraus, bei dem alle Autoren ein Chromosom mehr haben als die meisten Menschen, denn sie haben das Down-Syndrom. Mit ihnen teile ich die Leidenschaft des Schreibens.

Ich habe zwei tolle, große Kinder und keine Haustiere.

Peschka Pinker Stuhl am Bücherstapel

Ich habe einen pinken Stuhl auf Reisen geschickt und mit meinem kleinen pinken Stuhl viel Spaß in meinem Leben (wie man auf meinem Blog www.bsl-peschka.de und auf Instagram bsl-peschka oft sehen kann).

Außerdem male ich und gestalte immer wieder mein Haus um. Ich liebe Gesellschaftsspiele, Nudeln in allen Variationen, Kabarettabende und Bücher, Bücher, Bücher …

Lesen und Schreiben ist meine große Leidenschaft!

Deinen Debütroman: Sophie & Cassian – zaghaft habe ich an einem Wochenende verschlungen. Magst Du dein Buch mit drei Sätzen vorstellen?

Allen Ernstes: Ganze Romane zu schreiben ist nicht so schwer, wie anschließend den Klappentext zu verfassen oder in drei Sätzen sein Buch vorzustellen. Aber da muss ich jetzt wohl durch:

1. Die erste Liebe ist wunderschön, bringt aber auch sehr viel Aufregung und Unsicherheit ins Leben …

2. Die erste Liebe ist so wichtig und so undurchsichtig, so prägend und man hat keine Anleitung, sondern muss sich auf sein Bauchgefühl verlassen, obwohl da gerade Schmetterlinge und Zwerge alles durcheinander bringen …

3. Unsicherheit ist der Nährboden für Eifersucht und das bringt meistens nur Schwierigkeiten mit sich …

Diese drei Sätze waren jetzt keine Vorstellung der Geschichte, sondern haben eher die Gefühlslage von Sophie und Cassian angerissen; zu viel zu verraten wäre ja auch schade.

Als Kind wollte ich unbedingt zur See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Ich bin ja schon etwas älter und zu einer Zeit aufgewachsen, in der die Einkaufswagen noch keinen Chip hatten, damit die Leute einen Anreiz haben, ihn selber zurückzubringen. Also standen sie einfach durcheinander hinter den Kassen und es gab den Job, sie alle wieder einzusammeln und zurückzubringen. Das wollte ich werden: Wagenzusammenschieber im Einkaufszentrum. Tja, dann wurde ich wegrationalisiert.
Danach wollte ich unbedingt Linkshänderin werden, weil mein Vater Grundschuldirektor war und ich mitbekommen hatte, dass Linkshänder etwas Besonderes sind und das wollte ich natürlich auch sein. Auch daraus ist nichts geworden …
So bin ich Humangenetikerin geworden, schreibe jetzt Liebesromane und genieße es sehr. Also nicht unterkriegen lassen, wenn der erste (oder auch der zweite) Berufswunsch nicht in Erfüllung geht!

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer gerne und viel gelesen. Geschrieben habe ich anfangs ganz viele Briefe (ja, so war das damals) an meine Freundinnen und Freunde und dann kamen Kurzgeschichten dazu von Dingen, die mir im Alltag so vor die Füße fielen.
Und vor sieben Jahren sprudelte der erste Roman aus mir heraus, anders kann ich das nicht beschreiben. Ich schrieb neben Arbeit, Kindern, Haushalt in jeder freie Minute und nach drei Monaten war ich fertig. Und ab da habe ich (mit Pausen) eigentlich immer geschrieben.
Jetzt werde ich nach und nach meine Werke veröffentlichen und stecke schon mit vielen Ideen in neuen Projekten …

Wo schreibst du deine Bücher? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Da gibt es zu viele Orte, ich wechsle sehr gerne nach Lust und Laune, habe ein Arbeitszimmer unterm Dach mit einem wunderschönen Ausblick, schreibe gerne am Esstisch

zwischen Küche und Wohnzimmer, den ganzen Sommer im Hof oder Garten, aber auch in meinem Mal-/Kreativzimmer, im Café, im Urlaub. Mein Laptop und ich sind flexibel.
In heißen Schreibphasen habe ich mir den Laptop sogar ins Bett geholt, wenn ich gar nicht schlafen konnte, weil die Dialoge in meinem Kopf Tango tanzten …

Am Ende deines Debütromans habe ich nur gedacht: Wie gemein ist das denn! An welchem Projekt schreibst du gerade? Dürfen wir uns bald über eine Fortsetzung freuen?

Ja, die Fortsetzung gibt es bestimmt in ca. zwei Monaten. Ich muss nur noch letzte Korrekturen vornehmen und dann geht es ans Cover und die ganzen anderen Vorbereitungen.

Ein weiterer Roman existiert schon in der Rohfassung und wird dann anschließend bearbeitet, während schon weitere Ideen anklopfen. Im Moment ist eher die Organisation all meiner Vorhaben das Problem, nicht die Ideen …

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meinen Kreationen
aus Papier. Hast du neben dem Schreiben noch eine Kreative Ader?

Ich male mit Acryl auf Leinwand und mache außerdem viele Kunstprojekte. Vor Jahren habe ich zum Beispiel eine Autogrammbildaktion gestartet. Dann habe ich versucht, mein Leben in Gestaltungskästen von A bis Z unterzubringen. Jeder Buchstabe durfte nur einmal verwendet werden. Das hat sich bei einigen Buchstaben als sehr schwierig herausgestellt. Am Ende hatte ich mein ganzes Leben untergebracht. Sowas beschäftigt mich immer wochen- oder monatelang und kann meine Gedanken sehr in Anspruch nehmen. Wann die nächste Idee kommt, weiß ich erst, wenn ich etwas sehe, was einen Kreativschub bei mir auslöst.

Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Peschka Pinker Stuhl im Garten

Oh, da gibt es viel, ich liebe es, Zeit in meinem Garten zu verbringen, ein bisschen Unkraut zu jäten, viel im Liegestuhl zu lesen …

Außerhalb von Corona liebe ich natürlich das Treffen mit Freundinnen und Freunden, gehe so gerne in Kabarett und in Kneipen, Restaurants, ins Kino – darauf freue ich mich sooo sehr!!!

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

In der für mich aufregenden Zeit der Veröffentlichung meines eigenen ersten Buches habe ich einfach wieder mit der Redwood-Love-Reihe angefangen, die ersten drei Bücher habe ich schon einmal gelesen, da kann ich nur genießen und abschalten und dann bin ich bereit für Band 4 und 5, wenn sich bei mir die Aufregung etwas gelegt hat.

Dein Buchbaby ist erst wenige Tage alt. Magst du deine Aufregung und Gedanken zur Veröffentlichung mit mir und meinen Lesern teilen?

Wie schon erwähnt, habe ich den Roman Sophie & Cassian – zaghaft schon vor sieben Jahren geschrieben und dann hatte er in der Schublade sein zuhause. Mein Entschluss im letzten Jahr, ihn zu veröffentlichen und mich als Autorin zu präsentieren, war sehr aufregend.
Man ist stolz auf das, was man geschaffen hat; ich finde den Roman natürlich bezaubernd, aber sehen das andere Menschen auch so? Man macht sich verletzlich, wenn man sein Buch herausgibt und es gibt auch viele Menschen in meinem Umfeld, die nicht wissen, dass ich schreibe und dann auch noch Liebesromane …

Aber es ist ein Teil von mir und den werde ich nicht mehr verstecken. Ich habe in der kurzen Zeit so viele liebevolle Rückmeldungen bekommen, dass ich ganz glücklich bin und den Entschluss auf keinen Fall bereue.

Liebe Bärbel, vielen Dank für das Interview. Ich bin schon sooo gespannt auf die Fortsetzung.


Ich bedanke mich für dein Interesse und deine Unterstützung. Viele liebe Grüße an dich und alle Leserinnen und Leser!

Bibliografie

Sophie und Cassian zaghaft von BSL Peschka Sketchnote und Buch

Autor: B.S.L. Peschka
Genre: Liebesroman, New Adult
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 979-8633693720
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2020
Format: eBook und Taschenbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 301
Leseexemplar: ja, Mainwunder

Inhaltsangabe

„Cassian fand alles an Sophie schön, wie sie ging, mit ihren Händen sprach, wie sie ihren Kopf zur Seite neigte, wenn sie lachte …“

Sophie ist zwei Jahre jünger als Cassian, sie wohnen in derselben Straße, gehen auf dieselbe Schule, haben als Kinder zusammen gespielt. Doch in den letzten Jahren verlieren sie sich aus den Augen. Ein paar zufällige Begegnungen verschieben die Perspektiven …

„Etwas hatte sich heute Abend zwischen ihnen verändert. Anstelle der alten Unbekümmertheit war eine neue, aufregende Spannung getreten …“

Sie fangen an, etwas füreinander zu empfinden – vorsichtig, ungläubig und unsicher.

„Sophie erwiderte zaghaft seinen Kuss, kam ihm entgegen, als würde sie ein unsichtbares Band zu ihm ziehen …“

Doch es kommt zu Missverständnissen und einem traumatischen Erlebnis. Ob aus diesem Chaos noch Liebe werden kann?

„Cassian küsste Sophie so, wie er noch nie ein Mädchen geküsst hatte, mit all seiner Liebe, sanft und zärtlich, heiß und sinnlich und völliges Neuland begehend.“

Ende gut! Alles gut? Angst, Eifersucht und Zweifel könnten alles zerstören …


Quellen:
Klappentext, Cover Original, Fotos mit Stuhl: © B.S.L. Peschka

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Rezension: Angstmörder von Lorenz Stassen

Angstmörder

von Lorenz Stassen

Angstmörder von Lorenz Stassen Sketchnote

Meine Meinung

Das Cover wirkt düster. Vom Boden aus geht der Blick in die Höhe. So wirkt der Hochsitz viel größer und gefährlicher, als er eigentlich ist. Man hat beim betrachten das Gefühl, man würde aus einem Erdloch auf die Umgebung schauen.

Und mit genau dieser Wirkung ist der Start in das Hörbuch mehr als gruselig. Ich habe den Anfang ein paar mal gehört, weil ich mal wieder nicht genau wusste, wie ich jetzt den Hörbuchdownload am besten auf mein Smartphone bekomme. Ich sollte mir das einfach mal merken. Aber so habe ich den ersten Abschnitt ein paar mal gehört, bis ich alles voreinander hatte. Und mit jedem Mal wurde es noch ein wenig grausamer. Ich kann mich beim Hören gut in die Situationen hinein denken. Die Stimme von Oliver Brod tat sein nötiges dazu.

Im ersten Moment war ich etwas irritiert, dass das Hörbuch von zwei männlichen Sprechern gesprochen wurde. Ich hatte mich im Vorfeld nicht weiter damit beschäftigt. Ich bin auf den Autor aufmerksam geworden, weil der Autor am 30.10.19 in Lüsche eine Lesung hält. Da wollte ich einfach mal sehen was er so schreibt und bin einfach mit dem ersten Buch der „Nicholas- Meller- Serie“ gestartet. Lesen wird er aus seinem zweiten Buch „Blutacker“. Doch nach der anfänglichen Irritation fand ich die Wahl der Sprecher sehr passend. Das Hörbuch startet mit der bedächtigen Stimme von Oliver Brod, die ganz ruhig und ohne viele Emotionen die erste Szene mit dem Angstmörder spricht. Darauf folgt die markante Stimme von Uve Teschner, die einen guten Kontrast bietet. So weiß ich als Hörer ganz genau, ob es gerade um die Hauptperson Nicholas Meller und die Ermittlung aus seiner Sicht geht. Oder aber um den Angstmörder und seine Pläne. Die Sprecher ergänzen sich sehr gut und unterstützen mit ihrem stimmlichen Einsatz die Spannung.

Das Buch der Angstmörder hat keinen klassischen Ermittler als Protagonisten, sondern den Rechtsanwalt Nicholas Meller, der sich mehr oder weniger gut mit seiner Kanzlei über Wasser hält. Zu Beginn der Geschichte stellt er die gut aussehende Nina Vonhoegen als Referendarin ein. Die dem Geschehen in der Kanzlei eine ganz eigene Wendung gibt. Sie wurde mit nur einem voll funktionsfähigen linken Arm geboren. Und pocht sehr darauf, nicht auf ihre Behinderung reduziert zu werden. Sie ist eine Kämpfernatur und weist jeden, vor allem Nicholas Meller in seine Schranken, wenn ihr ungewollt Hilfe angeboten wird. Ich finde Nina eine interessante Person und bin gespannt, wie sich die berufliche Beziehung von Nina und Nicholas weiter entwickelt.

Dem entgegen steht der „Angstmörder“. Seine Psyche ist stark gestört. Die Szenen mit ihm sind teilweise nur schwer zu ertragen. In seinem versteckten Kämmerlein stellt er unter anderem die Kämpfe um die Brücke von Arnheim nach. Und plant mit seinen Zinnsoldaten sein weiteres Vorgehen. Im ersten Moment dachte ich, es gibt einen echten Sprung in den zweiten Weltkrieg, bis mir klar wurde, dass ist nur eine gespielte Szene. So detailliert und echt hörten sich die Passagen an.

Die Spannung wird von Lorenz Stassen kontinuierlich aufgebaut. Alleine der Start in das Buch hat es schon in sich. Danach war ich auf alles gefasst. Für mich war das Hörbuch Spannung Pur mit zwei hervorragenden Sprechern. Die beiden haben dem Thriller leben eingehaucht. Ich bin jetzt gespannt auf die Lesung aus dem zweiten Buch, ob man dort wohl in den Lesepause überhaupt das drei Gänge Menü genießen kann oder noch so gefesselt von der Geschichte ist, dass einem der Appetit vergeht. Ich werde berichten.

Inhalt

Er tötet dich – auf seine Weise
Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt …

Tiefgehend und spannend gelesen von Uve Teschner und Oliver Brod.

(Quelle: Random House)

Details zum Buch

Angstmörder von Lorenz Stassen

Angstmörder

von Lorenz Stassen
Nicholas-Meller-Serie (1)
Thriller
Sprecher: Uve Teschner, Oliver Brod
Verlag: Random House Audio
erschienen am: 9. Oktober 2017
ISBN: 978-3-8371-4007-1
Zeit: 9h22

Rezensionsexemplar

Rezension: Jagdsaison von Nina Casement

Jagdsaison – Ein mörderischer Reisebericht

von Nina Casement

Sketchnote zum Roman: Jagdsaison von Nina Casement

Meine Meinung

Auf den ersten Blick ist das Cover einfach grau schwarz mit roten Blutspritzern drauf. Doch auf dem zweiten Blick habe ich die Maserung einer gerissenen Baumscheibe entdeckt. Und mit diesem unscheinbaren Detail passt das Cover gut zur Geschichte. Das Cover hätte mich nicht unbedingt zum Kauf animiert, da es so unscheinbar daher kommt. Aber der Klappentext hat mich gereizt.

Schweden reizt mich immer wieder. Ich war schon viel zu lange nicht mehr selbst dort. Aber in Büchern reise ich regelmäßig in das Land meine Träume. So habe ich mich auf Jagdsaison mit dem Untertitel „Ein mörderischer Reisebericht“ gefreut. Es versprach nicht nur Unterhaltung, sondern vermutlich auch ein paar Details zum Land.

Der Roman startete für mich anfangs mit drei verwirrenden Erzählsträngen. Der Wechsel kam für mich teilweise zu plötzlich und ich brauchte immer einen Moment bei wem ich nun gerade war. Doch mit der Zeit erkannte ich sofort, ob ich mit Fred (Frederika) auf Reisen nach/ in Schweden war. Ob ich mich mit Karl im Polizeirevier langweilte oder ich mit Lars und dem unbekannten durch die Gegend streifte. Etwa nach dem ersten Drittel hat mich der Roman vollends gefesselt und ich konnte das Buch kaum wieder aus der Hand lesen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die drei Erzählstränge zusammen finden würden.

Die Beschreibung von Freds Reise von Deutschland nach Schweden wurde gut in dem Thriller verflochten. Für mich sorgten die Detailreichen Beschreibungen der Umgebung für ein perfektes Bild vom Schauplatz. So konnte ich in Gedanken mit Fred das Land erkunden. Die Beschreibungen fand ich aber nicht zu viel im Anbetracht der Ankündigung durch den Untertitel.

Für mich wurde die Spannung bis zum Ende immer weiter aufgebaut. Und hat mich regelrecht an das Buch gefesselt. Als kleines Manko fand ich nur den holprigen Start, aber über den war ich zum Glück schnell hinweg.

Wer eine spannende Reise durch Schweden machen möchten macht mit diesem Thriller nichts verkehrt. Der Untertitel ist Programm.

Inhalt

Wo lässt es sich besser verschwinden als in den endlosen Wäldern Schwedens? Diese Frage stellen sich Frederika, Lars und Karl – wenn auch aus sehr unterschiedlichen Motiven.
Eine junge Frau, die ziellos in den Norden flieht, weil ihre Zukunftspläne zerstört zu sein scheinen. Ein Mann, der seiner finsteren Leidenschaft sein ganzes Leben unterordnet – und nicht nur das eigene. Ein abgehalfterter Polizist, der sich einzig und allein nach der Rente sehnt. Bald verbindet die drei weitaus mehr als nur die Sehnsucht nach Glück im einsamen Nordschweden.

(Quelle: Nina Casement)

Jagdsaison

von Nina Casement

Thriller
Seiten: 220
Format: Ebook/ Taschenbuch
Verlag: Books on Demond
erschienen: 23.10.2018

Rezensionsexemplar

Rezension: Hathaway von Patrick Jörger

Hathaway – Im Sog der Vergangenheit

von Patrick Jörger

Rezension von: Hathaway vonPatrick Jörger mit Sketchnote

Kriminalroman
178 Seiten
Verlag: PJ Verlag
erschienen am: 9. Januar 2018
Format: Ebook und Taschenbuch
Rezensionsexemplar

Inhalt

„Der Londoner Kommissar Hathaway lässt sich in das überschauliche Windlemore versetzen. Doch die erwartete dörfliche Ruhe wird schon bald von der Wiederkehr eines Widersachers überschattet: Halldrog, ein von ihm gefangen genommener Krimineller, sinnt auf Rache. Von Entführung bis hin zu Mord wird aus dem katz- und Mausspiel schnell bitterer Ernst.
Mit seiner jungen Kollegin Wayton versucht Hathaway, Licht in die Angelegenheit zu bringen.
Was hat das Ganze mit dem mysteriösen Verschwinden von Hathaways ehemaligen Partner auf sich? Könntedie Antwort im düsteren Labyrinth unterhalb Windlemores liegen?
Als sich noch Dritte einmischen, ist Hathaway nur eines klar: Das hier ist viel mehr als nur ein Rachefeldzug.
Trotz des spannungsgeladenen Duell mit Halldrog verliert Hathaway nie seinen trockenen Humor, der auch die düstersten Szenen aufzuhellen vermag, was „Hathaway“ zu einem humorvollen Thriller macht.“ (Quelle: https://www.p-joerger.com)

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine verschwommene graue Seekarte. Auf der man ein Segelschiff, einen Leuchtturm und ein Steuerrad erkennen kann. In der Mitte sind durch rote Kleckse Blutspritzer angedeutet. Im ganzen ein sehr unscheinbares Cover. Es spricht mich kaum bis gar nicht an.

Bei Hathaway musste ich irgendwie erst mal an Musik denken. Und irgendwie hatte ich beim Lesen immer ein Bild von Haddaway im Kopf. Was so gar nicht zu dem eigensinnigen Kommissar im Roman passte. Churchill Hathaway ist der Ich-Erzähler des Romans. Er verlässt mit Motorrad und Katze London, um in Windlemore neu zu starten. Doch so ganz will ihm das nicht gelingen.

Für mich war der Roman schwer zu lesen. Zum Einen wurde ich mit dem Hauptkommissar gar nicht warm. Er war mir von Anfang an unsympathisch und passte nicht in mein oben angedeutetes Bild, das ich mit Hathaway assoziiert habe. Zum Anderen kam ich irgendwann mit den Namen der Ermittler, Gängster und Co nicht mehr mit.

Dennoch gefiel mir der einfache Erzählstil des Autors. Bei seinen jungen Jahren ist dort noch Potenzial für mehr. Den vorliegenden Roman hat Patrick Jörger mit 15 Jahren (2014) geschrieben und jetzt 2018 in einer überarbeiteten Version veröffentlicht. Ich bin gespannt, was er in Zukunft noch auf den Büchermarkt bringen wird.