Das Knistern der Sterne von Claire Hoffmann

Das Knistern der Sterne

von Claire Hoffmann

Das Knistern der Sterne von Claire Hoffmann Sketchnote zum Buch

Meine Meinung

Das Cover hat mich sofort angezogen. Zu sehen ist ein Kreuzfahrtschiff hinter dem der Mond groß am Himmel zu sehen ist. Passend zum Titel sind Sterne am Himmel. Zwei Möwen fliegen am Mond vorbei. Für mich als Kreuzfahrer ein Cover, das Lust macht auf mehr.

Die Protagonisten Stella und Balthasar treffen sich scheinbar zufällig auf einer Bank am See. Stellas Leben ist gerade komplett auf den Kopf gestellt worden. Sie ist Anfang 40, arbeitslos und frisch von ihrem Ehemann getrennt. In dieser Stimmungslage bietet Balthasar, ein 70 jähriger Literaturprofessor ihr eine gemeinsame Kreuzfahrt an. Wie hätte Stella da nein sagen können?

Die Kreuzfahrt findet unter ganz fest gestecktem Rahmen statt: gemeinsames Abendessen, Tageserzählungen von Stella und bloß keine Fragen stellen. So konnte ich beim Lesen nur eine Beziehung zu Stella aufbauen, Balthasar blieb für mich einfach unnahbar und irgendwie mysteriös. Wobei ich die Konstellation der zwei schon sehr spannend fand, denn Stella konnte einfach nicht aus ihrer Haut und musste immer wieder Fragen stellen, um an das Geheimnis von Balthasar zu kommen.

Die Route des Schiffes ist für mich immer noch ein Traum. Die Reise geht von Kapstadt zu den Kanaren. Hier hätte ich mir ein paar mehr Eindrücke von den einzelnen Stationen gewünscht. Ich gehe zwar zusammen mit Stella an Land, doch ist der Fokus auf Stellas Seelenheil gerichtet und nicht auf die schönen Orte entlang der Route. Für Stella ist die Reise eine Suche nach sich selbst, ihren Wünschen und der Wahrheit. Sie geht sehr reflektiert mit sich um und scheint auf den rechten Pfad zu gelangen.

Ich habe das Buch schnell durchgelesen. Die Sprache der Protagonisten war sehr gewählt und so genoß ich es, einfach mal etwas anderes zu lesen. Der gewohnten einfachen Sprache zu entgehen und mich auf den zum Teil philosophischen Schlagabtausch von Balthasar und Stella einzulassen. Nach der Lektüre blieb ich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum Einen fand ich die Veränderung von Stella gut, wie sie nach und nach mit der Sprache heraus rückte, was wirklich zu ihrer Arbeitslosigkeit und dem Eheaus geführt hat. Zum Anderen habe ich mir bei dem Cover und dem Klappentext etwas mehr Kreuzfahrt- Feeling gewünscht. Wobei ihr gerade die Seekrankheit und wie man damit umgeht nicht zu kurz kommt. Man sollte immer auf alles vorbereitet sein. Ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir der kleine Junge an Bord. Zu dem möchte ich aber gar nicht zu viel verraten. Den muss man einfach erleben.

Wer Lust hat, sich auf eine Reise der Reflexion, Vergebung und Veränderung zu begeben wird an diesem Buch seine Freude haben. Die Unterhaltungen der Protagonisten sind einfach zu schön. Doch wer auf einen Kreuzfahrt Roman hofft, wird hier eher enttäuscht werden. Das Kennenlernen von Land und Leute kommt für mich hier persönlich einfach zu kurz. Dafür steht die Suche nach sich selbst und der Wahrheit zu sehr im Fokus, wobei diese Suche durchaus spannend erzählt wird.

Inhaltsangabe

Stella, arbeitslos und frisch verlassen, ist in einem ziemlich desolaten Zustand, als sie auf den siebzigjährigen Balthasar trifft. Der ehemalige Literaturprofessor lädt sie ein, ihn auf eine Kreuzfahrt zu begleiten. Seine einzige Bedingung: Stella darf keine Fragen zu seiner Vergangenheit stellen. Spontan sagt sie zu, und die Reise beginnt wie ein Traum, der sich erfüllt. Stella genießt das Leben an Bord, die Weite des Ozeans, die sternenklaren Nächte, erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und findet langsam zu sich selbst zurück. Doch dann wird immer deutlicher, dass Balthasar etwas zu verbergen hat. Und auch Stella wird mit einer unbequemen Wahrheit über ihr Leben konfrontiert.

Bibliografie

Autor: Claire Hoffmann
Sprecher:
Genre: Belletristik
Verlag: Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35989-5
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2020
Format: erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 272
Zeit: 
Leseexemplar: ja, Bloggerportal


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Diana Verlag

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Rezension: Wintersterne von Isabelle Broom

Wintersterne

von Isabelle Broom

Cover von Wintersterne von Isabelle Broom aus dem Diana Verlag

Klappentext

„Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst.“ (Quelle: Random House)

Meine Meinung

Das Cover zeigt eine Holzplatte auf der eine Teekanne steht. Es liegen Orangenscheiben, Blaubeeren und Nüsse herum. Insgesamt ein winterliches Idyll, das perfekt zu einem gemütlichen Lesetag gehört.

Die Geschichte handelt von drei ganz unterschiedlichen Frauen. Hope, Megan und Sophie fliegen aus ganz unterschiedlichen Gründen nach Prag und treffen dort in einem Hotel aufeinander. Hope reist mit ihrem Freund Charlie, Megan reist mit Ollie, einem guten Freund und Sophie muss die Reise erst mal ohne Robin, ihrem Verlobten antreten. Die Reise nach Prag soll für alle Beteiligten ein unvergesslicher Ausflug werden.

Im Prinzip wird die Geschichte in drei Erzählsträngen wiedergegeben. Jeweils ein Strang der Geschichte um Hope, einer um Megan und einer um Sophie. Isabelle Broom gelingt es sehr gut die Handlungsstränge immer weiter ineinander zu verflechten, so dass am Ende eine zusammenhängende Geschichte entsteht. Bei mir hat das Lesen eine Sehnsucht nach Prag hervor gerufen. Ich selbst war noch nie dort. Aber ich weiß jetzt schon was ich mir unbedingt ansehen muss. Ob ich das kleine Kreuz auf der Karlsbrücke wohl finde?

Für mich war es ein sehr nachdenklicher Roman. Zum Ende musste ich auch die ein oder andere Träne verdrücken. Es ist eine wundervolle Geschichte um drei Frauen, die ihren Stand im Leben noch finden müssen. Es ist ein Roman voller Gefühle.

Ich hatte ein wundervolles Lesevergnügen vorm Kamin. Es ist ein Roman passend zur winterlichen Jahreszeit, aber nicht unbedingt ein Weihnachtsroman. Ich muss sagen, dass fand ich besonders schön, da man zur Zeit von Weihnachtsbüchern überflutet wird. Diesen Roman kann man auch sehr gut noch im Frühjahr lesen, wenn es bei uns schon wieder wärmer wird.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die sich gerne mit Glühwein oder Tee in die Decke kuscheln. Dabei ein Buch lesen und einfach abtauchen wollen in eine schöne Geschichte.

Vielen Dank an Corinna Schindler für das Rezensionsexemplar

Taschenbuch
448 Seiten
erschienen am: 09.10.2017
Verlag: Diana
ISBN: 978-3-453-35910-9
Preis: € 9,99

Books on Monday – Kate Morton

9783641139995_Cover

Das Seehaus von Kate Morton

eBook (epub)
ISBN: 978-3-641-13999-5
Hier für € 18,99 kaufen
Verlag:  Diana
Erschienen: 29.02.2016

Inhalt (Quelle: Random House GmbH)

Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …

Weitere Infos zu Kate Morton & ihren ErfolgsromanenZum Special

„Morton gelingt es mühelos, die zwei Zeitstränge zu verweben und mit so viel Liebe zum Detail zu erzählen, dass man auch nach 608 Seiten das Gefühl hat, viel zu schnell am Ende angekommen zu sein. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann!“

FREUNDIN (24.02.2016)

Autorin (Quelle: Random House GmbH)

KATE MORTON, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane »Das geheime Spiel« (2007), »Der verborgene Garten« (2009), »Die fernen Stunden« (2010) und »Die verlorenen Spuren« (2013) verkauften sich weltweit in 32 Sprachen und 38 Ländern insgesamt über sieben Millionen Mal. Auch in Deutschland eroberte sie ein Millionenpublikum, alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Brisbane, Australien.

Meine Meinung

Das Cover ist wieder sehr typisch für einen Roman von Kate Morton gestaltet. Es zeigt ein englisches Herrenhaus, vermutlich „Loeanneth“ an einem See. Über dem Landsitz scheint sich ein Gewitter an zu bahnen. Im Vordergrund lenken die Blüten eines Obstbaumes von dem nahenden Unwetter ab. Der See scheint von einem Fluss gespeist zu werden, der Stromschnellen. enthält. Meine Eindrücke vom Cover lassen sich im Roman auf die eine oder andere Weise wieder finden.

Es ist inzwischen der 5. Roman, den ich von Kate Morton gelesen habe. Ich habe mich wieder auf eine englisches Familiendrama gefreut und bin nicht enttäuscht worden.

Zum Einen bin ich eingetaucht in das Leben von Alice um 1933 auf dem Landsitz ihrer Eltern. Zum Anderen erlebe ich den Landsitz 2003 als verwilderten Park aus der Sicht von Sadie.

Anfangs fand ich es schwer in die verschiedenen Zeiten einzutauchen. Ich brauchte etwas um mit den einzelnen Personen und Namen vertraut zu werden. Doch dann war ich gefesselt von dem Wunsch zu erfahren, was in jener Nacht schreckliches passiert ist. Was ist mit dem kleinen Bruder von Alice passiert und warum hat ihre Familie den Landsitz zurück gelassen?

Während Sadie ihre Auszeit vom Polizeidienst eigentlich ohne Ermittlungen verbringen soll, stolpert sie mehr oder weniger über den verwilderten Park des Landsitz „Loeanneth“.  Als sie von dem ominösen Verschwinden von Theo erfährt, ist ihre Neugierde geweckt. Entgegen der Anweisungen sich auszuruhen versucht sie den Fall zu lösen.

Ob Sadie Licht ins dunkel bringen konnte und wie der Landsitz so verkommen konnte erfährst du selbst beim Lesen.

Begebe dich auf eine Reise nach Cornwall und folge der sehr detaillierten und bildlichen Sprache von Kate Morton.

Vielen Dank an Random House und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

Books on Monday – Janna Hagedorn

Elbe Aufwärts von Janna Hagedorn

Elbe Aufwärts

Roman
Taschenbuch
352 Seiten
ISBN: 978-3-453-35865-2
HIER kaufen für 8,99 €
Verlag: Diana Verlag

Zum Inhalt (Quelle Random House GmbH)

Zauberhafter Dorfgasthof sucht Großstädterin mit Herz

Eigentlich will Harmony im Wendland nur Urlaub machen. Als sie vor einem verlassenen Dorfgasthof steht, bleibt ihr Herz für einen Augenblick stehen. Ist das vielleicht ein Wink des Schicksals? Schon lang träumt sie von einem Neuanfang, und plötzlich hat sie die perfekte Idee: Ein Feinschmeckerrestaurant bräuchte diese Gegend! Harmony sieht das Lokal mit stilvollen Vintage-Möbeln schon vor sich. Die niedersächsischen Gartenzwergsammler und Öko-Bauern haben jedoch nicht auf die stilbewusste Hamburgerin gewartet – aber vielleicht Paul, der Koch?

Zur Autorin (Quelle Random House GmbH)

Janna Hagedorn, geboren 1969, ist Journalistin und Bloggerin. Sie schreibt u. a. für „Merian“, „Myself“ und „Petra“. Unter dem Namen Verena Carl hat sie bereits sehr erfolgreiche Romane und Kinderbücher herausgebracht. Im Diana Verlag erscheinen auch ihre Romane „Yogis küsst man nicht“ und „Friesenherz“. Sie erhielt zweimal den Hamburger Literaturförderpreis und lebt mit ihren Kindern und ihrem Mann in Hamburg.

Meine Meinung

Cover und Titel bilden eine sehr gute Einheit. Genau so habe ich das Wendland in Erinnerung. Dort ist es etwas abgeschieden, überall findet man Fachwerkhäuser und ganz viel Natur. In genau so einem Fachwerkhaus haben wir während meiner Kindheit Urlaub in Hitzacker gemacht.

Da ich wie gewohnt, ein Buch oft ohne Klappentext lese, passten mein erster Eindruck und der Anfang der Geschichte kaum zusammen. Aber das sollte sich schnell ändern. Den Einstieg gibt das High-Society Leben von Harmony. Als Leser bekomme ich einen guten Einblick in das Karriereleben einer Chefredakteuren, die immer für die Arbeit gelebt hat und die Familie dabei auf der Strecke blieb.

So verwundert es mich nicht, dass die Mittvierzigerin keine Familie hat, sondern einen viel jüngerer Partner an ihrer Seite steht. So ist die weitere Geschichte nahezu vorprogrammiert.

Durch eine kleine Nachricht bricht Harmonys gewohntes Leben zusammen. Erst verliert sie den Mann und dann auch noch den Job. Während eines vermeintlichen Wellness-Wochenendes im Wendland verliebt sich Harmony in einen alten Gasthof. Kurzerhand stellt sie ihr Leben auf den Kopf und kehrt Hamburg den Rücken. Wie es ihr im Wendland ergeht, darf bitte jeder selbst erlesen. Ich sage nur so viel, es gibt viele Stellen zum Schmunzeln.

Die Charaktere werden etwas überspitzt dargestellt. Harmony ist die eiskalte, arrogante Chefredakteuren aus Hamburg, die den Dörflern die moderne Küche näher bringen möchte. Bei ihrem Vorhaben trifft sie auf einige Bewohner des Dorfes, die sehr treffend beschrieben werden, wie sich ein Städter eben die Menschen vom Land vorstellt. Diese Beschreibung geht aber an der heutigen Realität weit vorbei.

Der Roman hat mich immer wieder zum Schmunzeln angeregt. Es ist eine leichte Lektüre für ein verregnetes Wochenende. Wer sich für einen kurzen Moment auf die Reise ins Wendland begeben möchte, macht mit „Elbe aufwärts“ nichts verkehrt.

Vielen Dank an die Random House GmbH für das Rezensionsexemplar