Kerstin fragt … Jes Schön antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Jes Schön

Zu sehen ist ein Foto der Autorin Jes Schön

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Jes Schön, Autorin, Herausgeberin und freie Lektorin. Seit mehr als 10 Jahren schreibe ich tiefgründige, berührende Liebes- und Entwicklungsromane und veröffentliche seit 2021 im Selfpublishing.

Meine Protagonist:innen haben die unterschiedlichsten Traumata erlebt und ich erzähle, wie sie trotz emotionaler Stolpersteine einen authentischen Neuanfang wagen.

Außerdem fungiere ich als Herausgeberin der Spendenanthologie 24 Kurzgeschichten zum Advent für den Der Club der Selfpublisher.

Im Jahr 2024 habe ich nach einer Weiterbildung bei der ADM und bei der Textehexe Juri Pavlovic meine Tätigkeit als Lektorin aufgenommen und widme mich hauptsächlich der Textarbeit mit Selfpublishern.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Man findet mich mit sowohl mit meinem Autorinnen- als auch meinem Lektorinnen-Account auf Instagram und Facebook als jesschoen_autorin.

Das sind die beiden Hauptplattformen mit denen ich arbeite. Ich poste regelmäßig Content zu meinen Büchern und Lektoratsthemen und bin normalerweise täglich online.

Außerdem habe ich einen TikTok und Threads Account als Autorin. Dort mache ich aber eher weniger. Schaue hauptsächlich, was meine Kolleginnen so treiben.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Ich schreibe Entwicklungsromane mit einer großen Portion Liebe. Das Genre, konzentriert sich auf die persönliche Entwicklung und das Wachstum der Hauptfigur. In meinen Romanen begleite ich die Protagonisten oft über einen längeren Zeitraum und zeige, wie sie durch verschiedene Erfahrungen und Herausforderungen reifen, sich selbst finden und manchmal über sich hinauswachsen.

Ich liebe mein Genre, weil es mir die Möglichkeit gibt, tief in die Psyche meiner Charaktere einzutauchen und ihre Reise authentisch und berührend zu gestalten.

In meinen Romanen spielt immer auch die Liebe eine große Rolle, aber es sind eben keine klassischen Liebesromane. Die romantischen Elemente fügen eine zusätzliche Ebene der Emotionalität hinzu und machen die Geschichten noch fesselnder.

Logo der Autorin JEs Schön

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Also ich würde gerne einen Tag auf Fuchur durch die Welt fliegen.

Und wenn es um einen meiner eigenen Charaktere geht, würde ich gerne mit Jack Brenner aus „Dream of Orchids“ meinen Traum von einer Tour über die Ice Roads nach Inuvik in Canada fahren. Außer ihm hat keiner den Mumm, das mir mir zu machen. 😉

Hast du schon mal eine Figur aus einem Buch in deinem Alltag zitiert oder nachgeahmt? Welche war es, und in welcher Situation?

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Ich baue häufig Zitate oder Eigenschaften von mir oder Menschen aus meinem Umfeld in meine Bücher ein. So trinkt Tom Richter aus Lass es zu! seinen „Kaffee schwarz, schwarz wie die Seelen“ und Kate liebt Karamellkekse. Könnte sein, dass es beides im Hause Schön gibt 😉

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Leben ist, wenn du dich, auf dem Boden liegend aufgerappelt und die Liebe deines Lebens gefunden hast, dann aber erlebst, dass du noch tiefer fallen kannst. Ich schicke Allegra Winters zum zweiten Mal in den Ring und habe ein paar fiese Dämonen, mit denen sie kämpfen muss.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Bemerkenswert fand ich die Recherche zu Armut in Deutschland. Die spielt im 2. Band von Allegra Winters eine Rolle und ich musste feststellen, dass in unserem Land selbst Armut bürokratisiert ist. Es ist gar nicht so einfach als Obdachloser z.B. bei den Tafeln Lebensmittel zu bekommen. Man benötigt dafür einen Bedarfsschein, den das Amt ausstellt. Und jetzt hab ich da jemanden, der unterm Radar fliegen möchte und keine Papiere hat.

Zu meinem Glück gibt es in vielen Moscheen bürokratielos Kleidung, warme Mahlzeiten und manchmal sogar einfach eine Tüte Lebensmittel. Das hat mir für die authentische Beschreibung meiner Figur sehr geholfen.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Im April erscheint mein 10. Roman. Daneben gibt es noch 3 Anthologien, die ich herausgegeben habe und eine in der ich zusätzlich veröffentlicht habe. Jedes meiner Bücher hat eine eigene, wichtige Botschaft, aber eines haben alle gemeinsam. Ich erzähle Geschichten von Menschen, die nach einem Trauma neu anfangen. Ich möchte meine Leserschaft an das Gute glauben lassen, auch wenn das Leben es einem bis dato vielleicht schwer gemacht hat. Ich möchte meinen Leser:innen vermitteln, dass ein Neuanfang immer möglich ist, wenn auch vielleicht nicht so wie man sich das vielleicht vorstellt. Ich selbst habe erlebt, dass sich eine neue Tür öffnet, wenn eine andere sich schließt.

Ein Lieblingsbuch habe ich nicht, aber wer mehr über den Menschen hinter den Büchern erfahren möchte, sollte „Sweet Secrets – Im Schatten des Herzens lesen. Die Protagonistin Lucy hat sehr viele Charaktereigenschaften von mir, aber vor allem haben wir das Plus Size, was uns verbindet. Ich konnte bei ihrer Figur aus den eigenen Erfahrungen schöpfen, und obwohl die Geschichte fiktiv ist, basiert sie z.T. auf selbst Erlebtem.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Im Augenblick überarbeite ich ein Manuskript, in dem ich meiner Protagonistin meine Geschichte auf den Leib geschrieben habe. Ich hatte vor 3 ½ Jahren eine Operation am Sprunggelenk. Die verlief nicht wie gewünscht und nach einer langen Odyssee bleibe ich mit einer Gehbehinderung und chronischen Schmerzen zurück. Meine Protagonistin erlebt natürlich ihre eigene Geschichte, aber unsere Vergangenheit ist identisch. Ich erzähle in Rückblenden, wie es mir ergangen ist und vor welche Herausforderungen ich gestellt war. Ich hatte einen wunderbaren Menschen, meinen Mann, der mich aufgefangen hat, wenn ich am Ende des Tunnels kein Licht entdeckt habe. Meine Protagonistin ist allein und steht vor ganz anderen Herausforderungen mit ihrer Behinderung. Ihre Geschichte ist ein mögliches Szenario, wie es mir auch hätte ergehen können und mir ist diese Story immens wichtig, weil sie tiefe Einblicke in ein kaputtes System gibt und aufzeigt, wie man plötzlich vor dem Nichts stehen kann. 

Zu sehen ist ein Foto vom Arbeitsplatz der Autorin Jes Schön. Auf dem Bildschirm sieht man das Cover vom Roman: Sweet Secrets

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Genaugenommen sind es zwei.

1. Schreibt eure Geschichte zu Ende. Zerdenkt nicht jeden Satz, jede Szene. Ihr steht euch damit nur selbst im Weg. Wenn ihr mal am Ende seid, könnt ihr beim Überarbeiten und später im Lektorat das Beste aus eurer Geschichte herausholen.

2. Und wenn ihr dazu neigt, euch selbst im Weg zu stehen, weil ihr alles tausendmal überdenkt, holt euch Hilfe. Setzt euch mit dem Schreibhandwerk auseinander. Besucht Schreibkurse (gibt’s z.B. oft kostengünstig bei der VHS), Webinare (bieten einige auch kostenfrei oder kostengünstig an) oder bucht ein Expertencoaching.

Bei meiner Arbeit als Lektorin habe ich festgestellt, dass viele sich eine Begleitung wünschen, um zum Ende zu kommen. Jemanden der an der Seitenlinie steht und dich sanft zurückschubst, wenn du übers Ziel hinausschießt. Ein Grund, warum ich mein Angebot gerade überarbeite. Ich möchte mich direkt an die Seitenlinie stellen und meinen Kund:innen helfen, wenn sie nicht weiterkommen. 

Liebe Jes, vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe gesehen, wie du trotz Krücken und Schmerzen auf der Buch Berlin 2022 aus „Lass es zu!“ gelesen hast und bin jetzt noch neugieriger geworden auf dein aktuellen Projekt.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Lois Leander antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Lois Leander

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Viele Jahre arbeitete ich in der Forschung für die Land- und Ernährungswirtschaft, dann wechselte ich in die Kommunikation für diese Forschung. In dieser Zeit kam ich zur Ansicht, dass Intelligenz nicht reicht, damit Menschen bessere Wege in die Zukunft finden. Es braucht vor allem Weisheit. Doch wie wird man weiser? Es gibt viele Heilsversprecher, aber welcher Weg ist wirklich gut, wo ist echte Wahrheit, wo und wann ist Leben lebenswert? Auch wenn mein Buch «Der Brotkönig» ein herausfordernder Wirtschaftsthriller ist, der dem Leser einiges abverlangt, bin ich darin, wie im wirklichen Leben, genau diesen Fragen nachgegangen. 

Foto vom Autor Lois Leander

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Analytisch, weisheitssuchend, Christ, naturliebend, hoffnungsvoll.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

«Der Brotkönig» zeigt, nahe an der kaum vorstellbaren Realität, wie ein Konzern für die Patentierbarkeit von Pflanzensorten und Genen kämpft, um Macht über die weltweite Nahrungsmittelproduktion zu erlangen. Ein junger Wissenschaftler entdeckt den Plan und nimmt den ungleichen Kampf auf. Der Roman führt zahlreiche Methoden der Manipulation vor Augen und er zeigt, wie Macht in Wirtschaft, Politik und Familie eingesetzt wird.
Hier kannst du meine Meinung zum Buch nachlesen.

Autor: Lois Leander
Genre: Wirtschaftsthriller
Verlag: tredition
ISBN: 978-3347463844
Erscheinungsdatum: 08. August 2022
Format: Taschenbuch, gebundenes Buch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 640

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

«Das grosse Abenteuer». Vor langer Zeit habe ich entschieden, die Verantwortung für mich zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Die Verantwortung an Chefs oder Politiker delegieren, sich mit Netflix, exzessivem Social-Media-Konsum oder was auch immer zuzudröhnen, führt am echten Leben vorbei. Leben heisst selbst gestalten, sich entwickeln, immer besser verstehen. Das treibt zwar auch mal den Puls hoch oder erschöpft, aber es lebt, ist ein Abenteuer 😊 

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Mit Jesus Christus. Als Mensch gewordener Sohn Gottes ist er unendlich weise und verfügt er über alle Macht im Himmel und auf Erden. Trotzdem gab er bei seinem ersten Kommen sein Leben für unsere Sünden hin. Er heilte, tat Wunder, lehrte. Da wäre ich gerne einmal dabei gewesen. Wie war das, als er zu den Menschen sprach? Als er die vielen Menschen heilte?

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

«Asha, Sohn von Malta», von David Ball. Das ist ein Abenteuerroman wie ein imposantes Ölgemälde, farbenstark, konturen- und kontrastreich. Aber es gibt viele weitere Bücher, dich ich enorm gut fand. Der «Der fünfte Reiter» von Larry Collins und Dominique Lapierre, «Agenten sterben einsam» von Alistair MacLean, «Die Diamantendynastie» von Sidney Sheldon, «Blackout» von Marc Elsberg, «Eine Billion Dollar» von Andreas Eschbach, «Der Schwarm» von Franz Schätzung und so weiter.

Leseplatz von Lois Leander

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

«Der Mensch denkt, bis es ihm passt.» Dann hört er leider meistens auf. Das ist kein positiver PR-Spruch, aber er erklärt vieles. 

Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu?

Hier ist deine Bühne! Schon länger beschäftigt mich ein Spruch des russischen Schriftstellers, Systemkritikers und Nobelpreisträgers Alexander Solschenizyn: «Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme des 20. Jahrhunderts. Wir werden keine Lösungen finden ohne die Umkehr des Menschen zum Schöpfer aller Dinge.» Ich denke, er hat recht. Auch für das 21. Jahrhundert.

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Denken, fühlen, denken, bis alles völlig klar ist. Schreiben ist für mich ein Tanz von Kopf und Bauch.

Zu sehen ist der Arbeitsplatz von Lois Leander

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich kenne keine Schreibblockaden. Wenn ich nichts zu sagen habe, lasse ich es sein. Wenn ich etwas sagen möchte, mache ich mich an die Arbeit. Mal geht das leicht von der Hand und mal ist es anstrengend. Immer aber ist es die völlige Konzentration.

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Ich kann keine einzelne Rückmeldung nennen, aber ich staune über die Unterschiedlichkeit der Rückmeldungen: einigen gefällt die erste Hälfte des Brotkönigs besonders gut, anderen die zweite.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Was auch immer du schreibst, schreibe stets bestmöglich. Wenn du dann weisst, was du der Welt erzählen möchtest oder musst, kriegst du es eher hin.

Lieber Lois, vielen Dank für deine Antworten. Ich habe deinen Roman verschlungen und empfehle ihn gerne weiter.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.

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Interview mit Britta Ullrich

Das Sachbuch: Soulshine-Sketchnotes von Britta Ullrich hat es auf die Longlist des Selfpublishing Buchpreises 2023/24 geschafft. Ich selbst durfte schon in der Vorjury-Phase ein Blick in das Buch werfen und war sofort angetan. Die liebe Britta hat sich meinen Fragen gestellt. Lies am besten selbst.

Autoreninterview mit Britta Ullrich

Auf dem Foto ist Britta Ullrich zusehen in der Hand mit ihrem Buch: Soulshine Skecthnotes, das auf der Longlist Sachbuch des Selfpublishing Buchpreises 2023/24 steht

Liebe Britta, würdest du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?

Klar, ich bin Britta Ullrich, Jahrgang 1980 aus Büttelborn – das liegt an der A67 zwischen Darmstadt und Frankfurt in Hessen. Ich habe 15 Jahre mit meinem Mann in Hamburg gelebt und gerade sind wir wieder in unsere alte Studienstadt Lüneburg gezogen – in das gemeinschaftliche Mehrgenerationen-Wohnprojekt queerbet.

Ich bin Dipl.-Wirtschaftspsychologin, ganzheitlicher Coach und Mitbegründerin der ersten deutschen Community für visuelles Denken. Als User Experience Forscherin beschäftige ich mich seit über 15 Jahren mit der Erforschung menschlicher Bedürfnisse. 

Als Kind wollte ich unbedingt zur See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Ich hatte verschiedene Berufswünsche! Ich wollte schon immer Schönes anbieten und es mit den Menschen teilen. Als Kind hatte ich z.B. einen Blumenladen: ein Billy-Regal mit künstlichen Blumen, die mir mein Stiefvater auf der Kerb (hessisch für Kirmes oder Jahrmarkt) geschossen hatte. Irgendwann habe ich mein Angebot erweitert und aus dem Österreich-Urlaub Glitzersteine importiert, die es dann auch in meinem Lädchen zu kaufen gab. 

Schauspielerin und Model wollte ich auch mal werden – die Maske für meine kleinen Auftritte im „Theater hinner de Kersch“ habe ich schon als 6-jährige genossen. Heute blühe ich auf, wenn ich auf einer Bühne interaktive Vorträge über Soulshine-Sketchnotes halte. Da fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser! 

Ich bin über das Sketchnotes Handbuch von Mike Rohde zurück zum Zeichnen gekommen und führe seit dem ein Lesetagebuch mit ganz vielen kleinen Zeichnungen zu jedem gelesenen bzw. gehörtem Buch. Wie bist du zum Zeichnen und zur Visualisierung gekommen?

Als Kind habe ich super gerne gezeichnet und dann irgendwann aufgehört, weil ich angefangen habe, mich mit andern zu vergleichen und den Glaubenssatz entwickelt habe, dass sich mit Zeichnen ja kein Geld verdienen lässt. Das war mir wichtig, weil wir in meiner Kindheit schon aufs Geld gucken mussten. 

2011 habe ich auf einer Konferenz in London einen Workshop von Sunni Brown, Autorin des Buchs ‚Gamestorming‘ besucht – und der hat mein Leben verändert. Ich habe direkt zwei Ausgaben des Buchs gekauft, weil ich genau wusste, dass meine Kolleg*innen mich fragen werden, ob sie das Buch mal ausleihen können. Ein Kollege kommentierte wenig später: „Ah, da bist du ja wieder mit deiner Bibel unterwegs!“

Ich habe dann einfach angefangen Visualisierung in meinem Job als UX-Researcherin anzuwenden und dann kamen als erstes die Agilen Coaches auf mich zu und fragten, ob ich ihnen die Basics der Visualisierung beibringen könnte, weil sie das für die Moderation von Meetings und Workshops gut gebrauchen können. So sind meine ersten Workshops entstanden, die ich seitdem auch in anderen Firmen und bei Schulungsanbietern wie der OTTO-Akademie, oose und DB-Training anbiete. 

Ich bin ein kreativer und sehr strukturierter Mensch. Für mich muss alles immer an der gleichen Stelle liegen. Bevor ich an einem Arbeitsplatz arbeiten kann, lege ich alle Stifte an ihren Platz zurück. Meine Kollegen schmunzeln immer wieder über dieses Verhalten. Wie organisiert sieht es an deinem Schreibtisch aus?

:D Ich wünschte, ich könnte behaupten, dass ich zur Fraktion „Clean Desk“ gehöre … aber weit gefehlt – ich bin eine Chaotin im Herzen! 

Ich mache jeden Morgen mein Bett. Jetzt will ich mir angewöhnen zum Feierabend „meinen Schreibtisch zu machen“! Wish me luck! 

Liebe Britta, du hast es unter die 10 besten Bücher in der Kategorie Sachbuch/ Ratgeber auf die Longlist des Selfpublisher Buchpreises 2023/2024 geschafft. Magst du meinen Lesern in 3 Sätzen etwas über dein Buch erzählen?

Soulshine-Sketchnotes sind wie ein Dankbarkeitstagebuch – nur krasser, denn sie nutzen den in der Wissenschaft bekannten ‘Bildüberlegenheitseffekt‘, der zeigt, dass wir uns Bilder besonders gut merken können. Im Buch zeige ich dir, wie du mit Sketchnotes – einer Kombi aus einfachen Zeichnungen und Notizen – schöne Alltagsmomente sichtbar und mit kreativer Leichtigkeit festhalten kannst – auch wenn du denkst, dass du nicht zeichnen kannst. So veränderst du die Geschichte, die du dir selbst über dein Leben erzählst, zum Guten. 

Beim Journaling Barcamp durfte ich teilhaben an deiner Ausführung beispielhafter Soulshine-Momente und wie man diese mit wenigen Strichen eindrucksvoll zu Papier bekommt. Magst du verraten, wie du zu den Soulshine-Sketchnotes gekommen bist?

Ich habe mich die meiste Zeit meines Lebens als eine energiegeladene, optimistische Frau gesehen, die mit ihrer Begeisterungsfähigkeit andere leicht anstecken kann. Irgendwann sah das leider anders aus. Ich habe immer mehr berufliche Verantwortung übernommen und im Laufe der Jahre habe ich mich gerade im Winter häufig gefragt, wo eigentlich meine Leichtigkeit hin ist. Also habe ich überlegt, wie ich das ändern kann und wie ich kreativ meinen Blick fürs Gute trainieren kann. Mit meiner Begeisterung für visuelles Denken habe ich schließlich die Soulshine-Sketchnotes Methode entwickelt und die möchte ich jetzt mit so vielen Menschen wie möglich teilen. 

Ich liebe Bücher, je nach Stimmung lese ich Thriller, Liebesromane oder Jugendbücher. Dein Buch spricht meine kreative Seite an und lässt mich dabei an die schönen Momente des Tages denken. Was liest du gerne?

Ich lese auch sehr gerne Liebesromane – besonders die, die etwas Zauberhaftes haben, wie z.B. die Geschichten von Cecelia Ahern. Wichtig ist mir dabei, dass ein modernes, selbstbewusstes Frauenbild vermittelt wird. Außerdem habe ich eine Schwäche für Sachbücher / Ratgeber im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie, z.B. Glück allein macht keinen Sinn von Emily Esfahani Smith. Ihr Buch und ihr TED-talk haben mich zu Soulshine-Sketchnotes inspiriert! Ein weiteres Lieblingsbuch von mir ist ‚BIG Magic‘ von Elisabeth Gilbert – meine Künstlerseele hat sich so verstanden gefühlt und ich habe an sehr vielen Stellen vor Rührung geheult! Insgesamt bin ich vielseitig interessiert, ich habe mir z.B. ALLE Bücher von der Loglist 2023/24 des Selfpublishing-Buchpreises der Kategorie Sachbuch / Ratgeber gekauft. 

Mein Lieblingsspruch ist: Das Leben ist schön. Und passt irgendwie zu deinen Soulshine Sketchnotes. Schon beim Denken an diesen Spruch heben sich meine Mundwinkel und führen auch an stressigen Tagen zu positiven Momenten. Wie kommst du an einem stressigen Tag aus der „Negativ-Falle“ heraus?

Mir hilft die Vorstellung, dass das Leben nur deshalb so magisch ist, weil wir alle diese Aufs und Abs haben und dass auch die unangenehmen Gefühle durchfühlt werden wollen. Meistens haben die ja eine wichtige Botschaft für uns, z.B. dass gerade wichtige Werte nicht respektiert werden und dass ich für mich einstehen soll. 

Was mir konkret hilft? Einer lieben Person in die Augen schauen, die mit mir folgendes macht: mit Händen und Füßen wie wild wackeln und den „Frust abschütteln“ und dabei laut sagen, was ich loslasse. Das sieht so lustig aus, dass man unwillkürlich über sich selbst lachen muss. 

Bei mir gehören zeichnen und lesen zu meinem Ausgleich vom Apothekenalltag. Was ist deine liebste Ablenkung von deinem Schreibtisch?

Ich bin so gerne im Soulshine-Studio und es fällt mir manchmal noch schwer, ein Ende zu finden. Zu meinen liebsten Ausgleich-Maßnahmen gehört ein Ausflug mit dem Camper und meinem Mann. Aber auch ein Spaziergang um die Hamburger Alster oder im Lüneburger Stadtwald mit meiner Freundin hilft mir, um runterzukommen. Und ich liebe Baden – egal ob im See, Meer oder der Badewanne! 

Ich bin ja gar nicht neugierig, aber hast du schon eine weitere Idee für ein Buch?

Erst gestern hat meine Mentorin gesagt „Britta, du bist eine Visionärin! Deswegen hast du so viele Ideen und das Umsetzen fällt dann manchmal schwer, weil schon die nächste Idee um die Ecke biegt.“ Damit hat sie recht und deswegen habe ich entschieden, dass ich meinen Fokus für mindestens ein Jahr voll und ganz auf die Bekanntmachung von Soulshine-Sketchnotes lege und keiner weiteren Buchidee Aufmerksamkeit schenke. Außerdem gibt es ja schon ein zweites Buch: das Soulshine-Sketchnotes Tagebuch passend zum gelben Soulshine-Sketchnotes Erklärbuch. 

Was möchtest du meinen Lesern noch zu dir und deiner Arbeit verraten?

Nach dem Motto „Geteilter Soulshine ist doppelter Soulshine!“ möchte ich dich zu einem Experiment anstiften: 

  1. Überlege einmal, was du diese Woche mit einer lieben Person erlebt hast. Zeichne es „wie ein Kind“ mit ganz einfachen Strichfiguren auf und beschreibe in wenigen Worten, was du an Eurem gemeinsamen Erlebnis so schön fandest. 
  2. Mach ein Foto von deiner einfachen Zeichnung und teile deinen „Soulshine-Moment“ via Messenger mit der Person. 
  3. Genieße den Effekt! Wie fühlt es sich für dich an? Wie reagiert die andere Person drauf?

Wenn du Gefallen daran gefunden hast, dann kannst du nur für dich weitermachen und lade dir die Soulshine-Wochenvorlage kostenlos herunter. 

Liebe Britta, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast meine Fragen so ausführlich zu beantworten. Ich setze mich jetzt direkt hin und zeichne einen Soulhine-Moment der Woche.

Im folgenden findest du Klappentext und Bibliografie zum Buch: Soulshine-Sketchnotes

Soulshine-Sketchnotes-Buch-Duo

Bibliografie

Autor: Britta Ullrich
Genre: Sachbuch
Verlag: Selfpublishing
ISBN: 978-3910802018
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2023
Format: gebundenes Buch erhältlich im digistore
Seitenzahl: 216
Leseexemplar: Nein

Klappentext

Das Buch-Duo, bestehend aus gedrucktem Erklärbuch und Tagebuch!

Für mehr Lebensfreude und Resilienz im Alltag! Dipl. Wirtschaftspsychologin und Visualisierungsexpertin Britta Ullrich zeigt, wie mit Sketchnotes – einer Kombi aus einfachen Zeichnungen und Notizen – die schönen Momente im Alltag sichtbar werden und mit kreativer Leichtigkeit festgehalten werden. 

Erklärbuch – Soulshine entdecken und zeichnen lernen! 

  • Entdecke das Gute in deinem Alltag mit dem Soulshine-Baummodell
  • Lerne wie du deine Soulshine-Momente mit wenigen Strichen zeichnest 
  • Soulshine-Bibliothek mit über 240 Symbolen zum Abzeichnen 
  • Zahlreiche Tipps und Tricks zum Dranbleiben und Umgang mit der inneren Kritikerin 

Tagebuch – Dein Buch für mehr Soulshine im Leben! Hier entsteht auf 135g Premium-Papier über die Zeit das Comic über dein gutes Leben. 

  • Steigere dein Gefühl von Verbundenheit, Selbstwirksamkeit und deine Energie 
  • 30 Seiten für intensive Selbstreflexion: Spüre Soulshine in deinem Leben auf! 
  • Platz für zwölf Monate Soulshine-Momente im attraktiven Comic Format 
  • 12 Monatsreflexionen 
  • Visueller Jahresrückblick 

Quellen:
Klappentext, Fotos und Cover Original: ©Britta Ullrich

Interview mit Jenna Hansen


Autoreninterview

mit Jenna Hansen

Liebe Jenna, würdest Du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?

Hallo liebe Kerstin, ich bin 34 Jahre alt und veröffentliche seit Ende 2021 Romane unter dem Pseudonym Jenna Hansen. Ich wohne mit meiner Familie in der Nähe von Hannover und habe einen Sohn, der die erste Klasse besucht.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Das Schreiben habe ich nach der Schule immer wieder angefangen, da es schon lange ein Traum von mir war. Durch das Studium, die Arbeit und dann später den Alltag mit der Familie habe ich es immer wieder beiseitegeschoben, bis ich während einer privaten Krise 2018 im Rahmen einer Therapie mit dem Tagebuchschreiben angefangen habe. Diese Gedanken haben dann die Grundlage für meinen Debütroman „Bis ich wieder lachen kann“ gebildet, den ich vor genau einem Jahr veröffentlicht habe. Auch wenn es einige Parallelen zwischen der Protagonistin Katie und mir gibt, ist es trotz allem eine fiktive Geschichte. Danach fiel es mir ganz einfach, mit dem Schreiben weiterzumachen und das nächste Buch zu veröffentlichen.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Welches davon liegt dir besonders am Herzen?

Nach „Bis ich wieder lachen kann“ kam „Immer nur du“. „Oaks Harbor: Klavierklänge, Pucks & eine zweite Chance“, was am 2. April veröffentlicht wurde, ist mein drittes Buch. Jedes meiner Bücher hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, auch der zweite Band der Oaks-Harbor-Reihe, welcher bereits zur Hälfte geschrieben ist. Wenn ich mich für eins entscheiden muss, ist es „Immer nur du„, weil ich mich bei diesem Buch zum ersten Mal richtig als Autorin gefühlt habe und ich bei der Geschichte von Riley selbst extrem mitgefiebert habe. Und Jake ist einfach nur zum Dahinschmelzen ;-)

Magst du für meine Leser mit drei Sätzen auf dein Buch „ Oaks Harbor: Klavierklänge, Pucks & eine zweite Chance“ neugierig machen?

„Klavierklänge, Pucks & eine zweite Chance“ führt uns in die fiktive Stadt Oaks Harbor am Lake Michigan, einen kleinen sympathischen Ort, in der Nachbarschaftshilfe, Stadtfeste und Eishockey groß geschrieben werden. Es ist eine „Boy falls first“ Geschichte rund um eine frisch getrennte alleinerziehende Mutter, die mit ihren Kindern in ihren Heimatort zurückkehrt. Die Geschichte eignet sich perfekt für ein verregnetes Wochenende mit einer Tasse Tee und Wolldecke auf der Couch :-)

Woher kam deine Inspiration zu dieser Geschichte?

Ich liebe es selbst, Romane mit Setting in einer Kleinstadt zu lesen. Das Miteinander, die Freundlichkeit, jeder kennt jeden fasziniert mich ungemein. Der Inhalt der Geschichte rund um eine Frau, die sich nach einem Tiefschlag wieder aufraffen und ihr Leben überdenken und neu aufbauen muss, ist schon länger durch meinen Kopf gegeistert und nach „Immer nur du“ war es an der Zeit, sie aufzuschreiben.

Ich bin jemand, der Texte erst mit Stift und Papier schreibt, bevor sie getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?

Mir schwirren ständig neue Ideen für einen Roman durch den Kopf. Immer wieder verliere ich mich im Laufe des Tages in Tagträumereien. Wenn das passiert, hole ich mein Handy und mache mir einen Vermerk in der Notiz-App, da ich mich immer nur auf ein Buch zur Zeit konzentrieren möchte. Bevor ich dann mit dem Schreiben beginne, plane ich grob ungefähr das erste Drittel des Buchs (zu mehr fehlt mir die Geduld, weil ich unbedingt mit dem Schreiben beginnen möchte) und überlege mir die Protagonisten, Nebenfiguren, Setting. Anschließend folgt eine Einteilung der ersten Kapitel, bevor ich diese dann schließlich mit Worten fülle.

Hast du einen bestimmten Platz zum Schreiben?

Das variiert. Da ich tagsüber im Homeoffice arbeite, schreibe ich abends und am Wochenende oft auf der Couch oder auch am Esstisch, weil ich das Gefühl habe, dass ich dort befreiter schreiben kann als am Schreibtisch. Manchmal setze ich mich mit dem Laptop auch zu meinem Sohn in sein Zimmer und schreibe dort, während er spielt.

Als Kind wollte ich unbedingt zur See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Ich wollte tatsächlich, seit ich lesen konnte, schon immer selbst Bücher schreiben und damit Geld verdienen. Es gab aber auch Phasen, da erschien mir das als unsinnig. Da hatte ich dann Wünsche wie Ärztin, Lehrerin oder Managerin in irgendeinem großen Unternehmen ;-)

Mein Blog heißt „Kerstins Kartenwerkstatt“ und zeigt meine kreative Seite und meine Lesesucht. Mit kleinen Sketchnotes versuche ich meine Leseeindrücke festzuhalten. Hast du auch eine kreative Ader neben dem Schreiben?

In meiner Freizeit, die zugegeben recht knapp bemessen ist, nähe ich gerne. Vor allem Kindersachen für meinen Sohn, wofür ich mir die Schnittmuster selbst überlege und zeichne, und Handtaschen für mich

Ich liebe Bücher, je nach Stimmung lese ich Thriller, Krimis, Liebesromane oder Kinderbücher. Was liest du gerne?

Neben Liebesromanen lese ich viele Sachbücher über Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie und Finanzen. Und natürlich Kinderbücher mit meinem Sohn, wobei er jetzt selbst das Lesen übernommen hat, seit sie in der Schule damit begonnen haben :-)

Ich habe mich mal an einem Thriller versucht (so circa 50 Seiten) und dabei immer Joy Fielding im Kopf gehabt. Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Tatsächlich bin ich durch die Bücher von Poppy J. Anderson und Annie Stone zum Schreiben inspiriert worden. Wenn ich mal groß bin, möchte ich so sein wie die beiden (die auch im wirklichen Leben Freundinnen sind).

Mein Lieblingsspruch ist: Das Leben ist schön. Damit kann ich mir und meinem Mitmenschen einen schlechten Tag versüßen. Hast du ein Lebensmotto oder -spruch?

Mein Motto ist „das Leben darf leicht sein und Freude bereiten“. Danach versuche ich, jeden Tag auszurichten. Außerdem stehe ich jeden Morgen mit einem Lächeln und dem Mantra „Heute wird ein richtig toller Tag“ auf. Allein das sorgt dafür, dass ich positiv ausgerichtet in den Tag starte.

Auf eine einsame Insel darfst du drei Bücher mitnehmen, welche wären es und warum?

Da ich so viel lese und die meisten Bücher davon auch toll finde, ist diese Frage wirklich schwer zu beantworten. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, wären das

  1. „Zurück zu mir“ von Laura Malina Seiler
  2. „Girl, wash your face“ von Rachel Hollis
  3. „Five years from now“ von Paige Toon

„Zurück zu mir“ hat mich dazu inspiriert, für meine Träume loszugehen, ohne darauf zu achten, was andere von mir denken. Stattdessen das zu tun, was mich glücklich macht. „Girl, wash your face“ ist einfach nur ein toller Booster fürs Selbstbewusstsein und hole ich zwischendurch immer wieder hervor, wenn ich einen „Wachrüttler“ brauche. Und „Five years from now“ ist für mich eine der schönsten und emotionalsten (Liebes-)Geschichten und bereitet mir Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. 

Ich bin ja gar nicht neugierig, aber ich wüsste zu gerne an welchem Projekt du gerade arbeitest? 

Ich schreibe gerade den zweiten Band von Oaks Harbor, dessen Veröffentlichung für September/Oktober diesen Jahres geplant ist. Bald werde ich auch Details dazu teilen, aktuell konzentriere ich mich allerdings ganz auf die Veröffentlichung vom ersten Band. Und hoffe dadurch, die Neugier auf das zweite Buch in der Reihe auch gleichzeitig zu steigern ;-)

Was möchtest du meinen Lesern noch zu dir verraten?

Ich bin eine grenzenlose Optimistin und glaube immer an das Gute im Menschen. Außerdem bin ich einfach nur überwältig und dankbar, auf was für eine Community ich auf Instagram gestoßen bin, die mich von Anfang an mit offenen Armen und nicht enden wollender Unterstützung willkommen geheißen hat. 


Inhaltsangabe

Rebecca Gordon steht vor dem Nichts. Als sie ihren Mann beim Fremdgehen erwischt, packt sie die Kinder und ein paar Sachen ins Auto und flüchtet zu ihren Eltern in ihre Heimatstadt, um dort in Ruhe ihre Wunden lecken zu können. Das gestaltet sich gar nicht so einfach, als sich der neue Nachbar als Überraschungsgast aus der Vergangenheit herausstellt …

Max Irving möchte sein Haus renovieren, seine Eishockeymannschaft trainieren und ab und zu mit seinen Kumpels Poker spielen und ein Bier trinken. Was er auf keinen Fall möchte, ist, an seine dämliche Teenagerschwärmerei erinnert zu werden, die zu nichts als Herzschmerz geführt hat. Bis sie plötzlich mit ihren Sprösslingen zurück zu ihren Eltern zieht, die zufälligerweise seine neuen Nachbarn sind …

Klavierklänge, Pucks und eine zweite Chance ist ein Kleinstadt-Roman und der erste Teil der neuen Oaks Harbor-Reihe von Jenna Hansen.

Bibliografie

Cover: Oaks Harbor Klavierklänge Pucks und eine zweite Chance von Jenna Hansen

Autor: Jenna Hansen
Reihe: Oaks Harbor Band 1
Genre: Liebesroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN/ ASIN: B0BM8FH38Y
Erscheinungsdatum: 02. April 2023
Format: Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 254
Leseexemplar: Ja


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Jenna Hansen

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Im Gespräch mit Heidi Troi


Autoreninterview

mit Heidi Troi

Portrait der Autorin: Heidi Troi

Liebe Heidi, würdest du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?

Aber klar. Ich lebe in Südtirol und hatte mein Debüt als Autorin beinahe gleichzeitig mit einem Krimi und einem Kinderbuch. Das war 2020. Also bin ich, wenn man so will, eine sehr junge Autorin. In Lebensjahren schaut das dann etwas anders aus ;-) Da hab ich bald eine 5 vorn im Alter ;-)

Als Kind wollte ich unbedingt zu See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Klingt nach Klischee, aber ich wollte tatsächlich als Kind schon Kinderbuchautorin werden. Der Wunsch erschien mir aber immer schon eher unrealistisch, darum schwenkte ich um auf Tierärztin. Geworden bin ich dann Lehrerin und – was noch überraschender ist – Theaterpädagogin. Überraschend deshalb, weil ich eigentlich immer ein schüchternes Mäuschen war.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe immer schon geschrieben. Mit zehn habe ich meiner Mutter ein Büchlein geschenkt, das voll mit Geschichten und Gedichten ist. Am inspirierendsten an der Arbeit war der Duftkugelschreiber, mit dem ich die Seiten füllte. Er roch nach Erdbeere … Auch später habe ich immer wieder geschrieben. Immer mit dem großen Ziel vor Augen, DEN Roman zu schreiben, der alle Bestsellerlisten rockt, Preise einheimst usw. … nach zehn Seiten war dann meistens Schluss und ich habe aufgegeben. Dass ich das Schreiben des ersten Bandes meines Brixenkrimis durchgezogen habe, habe ich Lea Korte zu verdanken, bei der ich einen Autorenkurs absolviert habe. Im Rahmen des Kurses haben wir ein Schreibprojekt entwickelt und Lea, die alle Stationen eines Schreibprozesses kennt, hat mir über so manches Hindernis geholfen. Im Grunde geht es beim Schreiben ums Durchhalten …

Mein Blog heißt „Kerstins Kartenwerkstatt“ und zeigt meine kreative Seite und meine Lesesucht. Mit kleinen Sketchnotes versuche ich meine Leseeindrücke festzuhalten. Hast du auch eine kreative Ader?

Na ja, das Schreiben ist ja schon einmal ein kreativer Prozess. Aber ich bin ja auch Theaterpädagogin und als solche entwickle ich mit meinen Theatergruppen gern ihre Stücke und dann stehe ich auch hin und wieder selbst auf der Bühne. Abgesehen davon liebe ich die Musik, spiele auch mehrere Instrumente und singe im Chor. Malen tu ich auch sehr gern, habe als Lehrerin auch eine Ausbildung zur Werkstatt- und Atelierpädagogin gemacht, aber am liebsten male ich drauflos, versinke in den Farben und nutze das Malen, um loszulassen. Die „Kunstwerke“ sind mir dann egal und sie verschwinden meist irgendwo unter anderem Kram.

Ich liebe Bücher, je nach Stimmung lese ich Thriller, Krimis, Liebesromane oder Kinderbücher. Was liest du gerne?

Mir geht es wie dir. Ich lese auch querbeet. Allzu spannend mag ich es allerdings nicht. Lieber hab ich ein bisschen Humor drin, eine nette Liebesgeschichte, etwas zum Miträtseln. Seit ich die Bücher einer befreundeten Autorin gelesen habe, bin ich durchaus auch für Dark Romance zu begeistern – was ich auch vorher nie vermutet habe. Kinderbücher – vor allem Bilderbücher – liebe ich. 

Hast du einen bestimmten Platz zum Schreiben? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Aufnahme vom Schreibtisch der Autorin Heidi Troi

Ich schreibe beinahe ausschließlich an meinem Schreibtisch. Wie der ausschaut, siehst du auf dem Bild, das ich heute Abend nachschicke ;-) Ein einziges Chaos …

Ich bin jemand, der Texte erst mal mit Stift und Papier schreibt, bevor sie getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?

Ich tippe am Computer und lasse mich vom ersten Satz in die Geschichte ziehen. Das ist die Phase, in der ich meinen Protagonisten kennenlerne. Danach kommt aber meistens eine Phase mit Stift und Papier. Da werden Mindmaps gezeichnet, ich skizziere Schauplätze. Oft kommen auch Schere und Klebstoff zum Einsatz, wenn ich versuche Character Cards zu basteln – eine tolle Methode von Ingrid Werner, um seine Protagonisten kennenzulernen. Also alles ein bisschen …

Ich habe mich mal an einem Thriller versucht (so circa 50 Seiten) und dabei immer Joy Fielding im Kopf gehabt. Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Hab ich tatsächlich. Was die Krimis angeht, liebe ich die Bücher von Linda Barnes, die mit ihrer Charlotta Carlisle eine tolle Protagonistin geschaffen hat, die mit viel Humor ermittelt. Bei den Kinderbüchern sind es vielleicht Paul Maar, Kerstin Boie und die Autoren, mit denen ich aufgewachsen bin, z.B. Christine Nöstlinger.

Neben den Krimis schreibst du auch Kinderbücher. Was macht für dich das besondere am Schreiben eines Kinderbuches aus?

Ich finde, dass es ein schöner Weg ist, um Kindern zu zeigen, dass sie mit ihren Gedanken, Sorgen und Gefühlen nicht allein sind. Und ich liebe es, wenn ich Kindern mit diesen Geschichten Lust am Lesen verschaffen kann … zumindest hoffe ich, dass nicht ich es bin, die sie ihnen nimmt.

Magst du für meine Leser mit 3 Sätzen auf dein Buch neugierig machen?

In meiner Brixen-Krimi-Reihe ghet es um einen etwas „eigenen“ Ermittler, der seinen sicheren Job bei der italienischen Staatspolizei aufgegeben hat, um Bauer zu werden und das, obwohl er von der Landwirtschaft genauso viel versteht, wie der Hahn vom Eierlegen. Als er hört, dass sein Hof verschuldet ist, muss ein Nebenerwerb her und er kommt auf die Idee, sich als Privatermittler zu versuchen. In seinem Kopf gibt es das Bild von sich selbst in Lederjacke und Sonnebrille, die Pistole im Anschlag … und das entspricht so gar nicht der Realität. In seine Fälle stolpert er eher, als dass er sie aktiv löst. Und wenn er sie am Ende doch löst, hat er das oft den vielen Helfern zu verdanken, die sich um ihn kümmern.

Woher kam deine Inspiration zu dieser Geschichte?

In dem Autorenkurs sollten wir eine Liebesszene in einem ungewöhnlichen Setting schreiben. Ich wählte als Setting einen Heustadel, als Protagonisten – fragt mich nicht warum – einen Privatdetektiv und als Störfaktor ein Huhn, das vom Dachfirst flatterte … und Lorenz Lovis hatte sich in mein Herz geschlichen.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Welches davon liegt dir besonders am Herzen?

Mittlerweile sind es tatsächlich schon sechs Bücher. Vier davon sind Kinderbücher, zwei Krimis und dazu kommt ein Kurzkrimi, der ein Spin-Off zu meiner Brixenkrimireihe ist und den ich selbst veröffentliche, auch wenn der Verlag ihn zum Beispiel durch das Lektorat begleitet hat. Am Herzen liegen mir eigentlich alle. Jedes für sich. Daher wähle ich von den Kinderbüchern die Reihe „Zeitreise mit den Nepomuks“, die ich im Eigenverlag veröffentliche und bei der ich einfach alles so machen möchte, wie ich mir das wünsche. Das ist schon ein tolles Gefühl. Und bei den Krimis – aus demselben Grund – die „Weihnachtspost. Lorenz Lovis ermittelt“. Auch wenn es „nur“ ein Kurzkrimi ist, freue ich mich doch sehr darüber. Ich bin Teil eines großen Projekts, der Aktion BLIND DATE MIT DEM TOD der Autorengruppe Die Mord(s)lustigen, und konnte für meine Leser ein kleines Weihnachtsspecial zur Überbrückung der Wartezeit bis zum Erscheinen des dritten Bandes auf den Weg bringen. Darüber freue ich mich!

Mein Lieblingsspruch ist: Das Leben ist schön. Damit kann ich mir und meinen Mitmenschen einen schlechten Tag versüßen. Hast du ein Lebensmotto oder -spruch?

Aufgegeben wird nur ein Brief … Das trifft es wohl am besten. Ich hab den Spruch von meiner lieben Autorenkollegin Drea Summer gelernt, aber er trifft mein Lebensmotto wohl am besten. Als Autorin muss ich mir das immer wieder sagen. Es klemmt in der Geschichte? Dann suche den Fehler, statt eine tolle Geschichte aufzugeben. Und das kann man natürlich auch auf alles andere übertragen.

Auf eine einsame Insel darfst du drei Bücher mitnehmen, welche wären es und warum?

Ich denke, es sind drei Bände der Waringham-Saga von Rebecca Gablè. Die kann ich immer wieder lesen.

Ich bin ja gar nicht neugierig, aber ich wüsste zu gerne an welchem Projekt du gerade arbeitest?

Gerade habe ich Band 3 der Zeitreise mit den Nepomuks im Rohentwurf abgeschlossen. Aber November ist NaNoWriMo und dafür habe ich natürlich ein Projekt angemeldet. Es ist Band 4 der Brixenkrimireihe.

Was möchtest du meinen Lesern noch zu dir verraten?

Ich bin ein offenes Buch ;-) Also fragt mich gern, was ihr wissen möchtet. Meistens werde ich es euch verraten. Also nur zu … Ihr wisst ja, wo ihr mich findet.

Bibliografie

Cover vom Kriminalroman: Feuertaufe von Heidi Troi

Autor: Heidi Troi
Reihe: Brixenkrimi Band 1
Genre: Kriminalroman
Verlag: Servus
ISBN: 978-3710402142
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2020
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 368

Inhaltsangabe

Lorenz Lovis, Mitte vierzig, Junggeselle und geschasster Beamter der Staatspolizei Brixen, startet als Bauer und Privatermittler durch. Allerdings eher gemächlich. Und nicht, ohne jede Stolperfalle mitzunehmen, die sich vor ihm auftut.

Lovis hat eine schwere Entscheidung zu treffen: Soll er den Erbhof seines Großonkels verkaufen oder als Bauer ein neues Leben beginnen? Die Zeichen stehen nicht allzu gut: Der Hof ist verschuldet, und Lovis hat weder Geld noch Ahnung von der Landwirtschaft. Wie gut, dass er sich erstmal mit seinen ermittlerischen Fähigkeiten im Dorf über Wasser halten kann. Er soll herausfinden, wer dahingemetzelte Uhus auf das Grundstück von Baron Carlo Cavagna geworfen hat. Ein dummer Jungenstreich? Oder ein Sabotageakt gegen Cavagnas umstrittenes Luxushotelprojekt? Steckt am Ende der zwielichtige Baron selbst dahinter?

Lovis nimmt die Fährte auf und spürt, wie es im beschaulichen Brixner Talkessel rumort. Besonders, als in der Jagdhütte des Barons eine Leiche gefunden wird …

»Ich, ein Südtiroler Matula? Ich sehe schon die Schlagzeilen vor mir: Privatdetektiv ermittelt im Mordfall! Wann hat es hier nochmal den letzten Mord gegeben?« Lorenz Lovis



Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Servus , Fotos: Schreibtisch © Heidi Troi

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Interview mit Bellisae


Autoreninterview

mit Bellisae

Buchcover: Mondschein Der Lauf der Füchsin von Bellisae

Liebe Bellisae, würdest Du dich meinen Lesern bitte kurz vorstellen?

Ich bin Bellisae, eine (aktuell) 29-jährige Filmwissenschaftlerin und Psychologin, die bereits seit der Grundschule gerne Geschichten schreibt. Geschichten haben mich in jeder Form schon immer fasziniert, wobei ich zugeben muss, dass ich eine besondere Schwäche für Filme habe. Im Prinzip ist das Medium jedoch zweitrangig, ich liebe es einfach, mich in Welten zu verlieren und mich mit fiktiven Charakteren anzufreunden. Mit 13 Jahren kam dann das Zeichnen hinzu, als ich angefangen habe, Charaktere für mein Buch „Mondschein“ zu designen.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich habe bereits in der Grundschule damit angefangen (irgendwo liegen auch noch die Hefte mit meinen ersten „Werken“). Das Schreiben ist eine der besten Arten, die Ideen im Kopf umzusetzen, da man nicht viel braucht außer Stift und Papier bzw. einen Laptop. Dann hat man schon alles, um die buntesten und komplexesten Welten zu erschaffen, was ziemlich großartig ist. Von daher ist es auch ein sehr dankbares Medium. Im zarten Grundschulalter habe ich auch bereits kleine Filme mit meinem Bruder gedreht, was deutlich aufwendiger ist.

Von mir gibt es auch ein paar Hefte aus Grundschultagen in denen sich meine ersten Geschichten und Lieder verstecken. Mein Schreiben konzentriert sich inzwischen ganz auf meinen Blog.
Hast Du einen bestimmten Platz zum Schreiben? Magst Du mir ein Bild davon zeigen?

Laptop von der Autorin Bellisae

Ich habe keinen festen Platz, Schreibtisch o.ä., da ich doch insgesamt relativ häufig pendle und derzeit auch nur eine kleine Wohnung habe. Allerdings kann ich dir ein Bild von meinem Laptop zeigen, welcher ohnehin mein Heiligtum ist. Dort entstehen alle meine Geschichten, meine Zeichnungen und meine Videos, kurzum, das Werkzeug für meine ganze Kreativität, die sich darauf bündelt. (Und ja, von diesen Dingen mache ich tatsächlich regelmäßig Backups^^ ) Ich schreibe mal an einem Schreibtisch, mal im Liegen auf der Couch, Hauptsache dieses Teil ist bei mir ;-)

Backups sind wirklich wichtig. Bei mir ist inzwischen zwei Mal ein Notebook durchgebrannt bzw. auch im Kaffee ertrunken. Wobei ich daraus nicht unbedingt gelernt habe wirklich regelmäßig ein Backup zu machen.
Dein Roman „Mondschein – Der Lauf der Füchsin“ ist der Auftakt einer Quadrologie. Woher kam deine Inspiration zu dieser Geschichte?

Ich war schon immer sehr tierlieb und habe auch immer Geschichten mit Tieren geliebt. Die ultimative Inspiration war jedoch die Kinderserie „Als die Tiere den Wald verließen“, basierend auf den Büchern von Colin Dann. Die Serie habe ich schon als Kleinkind geliebt und sie im 13. Lebensjahr für mich wiederentdeckt und gemerkt, dass da jede Menge großartige Facetten drin stecken. Noch heute schaue ich die Serie immer wieder gerne. Zunächst habe ich einfach drauf losgeschrieben, ohne Ziel. Daraus formte sich etwas, das mich über die Jahre nicht losgelassen hat, bis ich das Buch irgendwann komplett überarbeitet habe (vieles wurde verbessert und doch ist der Kern erstaunlich ähnlich geblieben) und eine Erweiterung der Geschichte entstanden ist, die sich hervorragend auf vier Bände verteilen lässt.

An die Serie kann ich mich noch gut erinnern. Wir hatten gerade erst einen Fernseher bekommen, als die Serie das erste Mal auf dem Ersten ausgestrahlt wurde. Ich glaube wir hatten früher sogar das Buch, auf dem die Fernsehserie beruht.
Woher nimmst du die Inspiration für deine vermenschlichten Tiere in der Familien-Saga? Findet sich in ihnen auch ein Wesenszug von dir oder deinem Umfeld wieder?

Ich würde sagen, vermenschlichte Tiere sind nicht gleich vermenschlichte Tiere. Da gibt es z.B. die Tiere, die sich komplett verhalten wie Menschen (auch Kleidung tragen, Möbel besitzen usw.) und diese, die sich noch wie Tiere verhalten, aber kognitiv dem Menschen gleichgestellt werden. Zum selbst Schreiben bevorzuge ich (derzeit) letzteres, einfach weil ich Tiere und ihre Verhaltensweisen liebe. Ich habe selbst eine Katze und will dieses „Tierische“ nicht missen. Allerdings könnte man die Gedanken- und Gefühlswelt meiner Charaktere 1:1 auf den Menschen übertragen. So will ich doch menschliche Probleme behandeln und eine Aussage über gewisse Themen treffen (Erwachsenwerden, Verluste, Trauer, Selbstfindung, Familie, Freundschaft, finden eines Wertesystems). Ich liebe Geschichten, die mit Metaphern und Bildern arbeiten und ich schätze, dies fällt in diese Kategorie. Eine Familien-Saga hat mich schon immer gereizt, da ich Familien- und allgemein Beziehungsgefüge unheimlich spannend finde (da kommt die Psychologin in mir raus).

Ich denke mal, eigene Wesenszüge bringt man bei so etwas immer mit rein. Trauer, Freude, Verluste und Verlustängste (was auch in meine Geschichte eine große Rolle spielt) hat schon jeder durchlebt, ob es sich dabei um Personen, Gegenstände, Gelegenheiten, Lebensqualität oder sonstiges handelt, ist dabei erstmal zweitrangig. Es gibt also nicht einen Charakter, der Wesenszüge von mir hat, sondern in jedem Charakter steckt auch etwas von mir.

Mein Blog befasst sich mit meiner Lesesucht und meinen Kreationen aus Papier. Die Illustrationen zu deinem Buch haben mich sofort angesprochen. Wie bist du zum Zeichnen gekommen? Magst du eine deiner liebsten Figuren zeigen?

„Als die Tiere den Wald verließen“ hat mich zu so vielem inspiriert, dafür werde ich dieser Serie immer dankbar sein, da mich das alles so ausfüllt, wie kaum etwas anderes. Am Anfang war der Zeichenstil sehr angelehnt an die Serie und auch heute erkennt man wahrscheinlich noch den Ursprung, wobei ich inzwischen einen eigenen Stil entwickelt habe. Zu sehen sind die Zeichnungen auch auf meiner Homepage: https://mondschein-saga.de/ und Instagram-Account: https://www.instagram.com/mondschein_saga/. Ich hab hier z.B. ein Bild von meiner Protagonistin Silver, als sie zu Beginn der Geschichte noch eine Welpe ist.

Zeichnung vom Charakter Silver Young aus dem Buch: Mondschein Der Lauf der Füchsin von Bellisae

Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Da ich gerade in der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin stecke, ist tatsächlich das Schreiben die Ablenkung. Allerdings braucht man dafür ja eine gewisse Konzentration und Muse. Ansonsten zeichne ich wie gesagt gerne, ich schneide gerne Videos, schaue gerne Filme und Serien und spiele zwischendurch gerne Gemeinschaftsspiele und Computerspiele (z.B. Sims oder Strategie-Spiele wie Age of Empires).

Als Kind wollte ich unbedingt zu See fahren und Kapitän werden. Doch außer Urlaub auf See ist daraus nichts geworden. Was war dein Berufswunsch als Kind? Stand für dich da das Schreiben schon auf dem Programm?

Tatsächlich das Schreiben nicht, dafür waren es schon immer Tiere – ganz früher wollte ich nämlich Tierärztin werden. Dabei waren die Tiere jedoch wichtiger als der ärztliche Part ;-)

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

Mir wurde „Der Name des Windes“ geschenkt, welches ich jedoch leider noch nicht angefangen habe. Ich bin jedoch schon sehr gespannt.

Vielen Dank liebe Bellisae, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Deine Antworten und die Zeichnungen auf deiner Homepage machen neugierig auf das Buch.

Inhaltsangabe

Silver, eine junge und verträumte Silberfüchsin, war nie davon ausgegangen, dass sich etwas an dem unbekümmerten Leben mit ihrer Familie ändern könnte, bis ihre Welt durch ein traumatisches Ereignis aus den Fugen gerät. Eine Geschichte über eine äußere und innere Reise des Erwachsenwerdens. Über die Zerbrechlichkeit dessen, was wir als sicher erachten und die Beständigkeit dessen, was wir nie erwartet hätten. Über Freundschaft, Familie, Liebe und Intrigen, die Verarbeitung von Trauer und das Durchbrechen von festgefahrenen Denkmustern.

Bibliografie

Buchcover: Mondschein Der Lauf der Füchsin von Bellisae

Autor und Illustrator: Bellisae
Genre: Fantasy, Jugendbuch ab 12 Jahren
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3753435770
Erscheinungsdatum: 15. Mai 2021
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 452


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Bellisae

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