Rindviecher im Nebel von Elke Weiler

Rindviecher im Nebel

von Elke Weller

Rezension zum Hunde-Krimi: Rindviecher im Nebel von Elke Weiler. Abgebildet ist unter anderem das Cover und Sketchnotes zum Buch

Meine Meinung

Das Cover hat ein bisschen was von Pinselstrichen. Es fängt unten mit einem grünen Pinselstrich an, der dann in die nachfolgenden hell- und dunkelblauen Streifen verläuft. Passend zum Titel liegt im unteren Bereich eine schwarzweiße Kuh. Oberhalb vom Titel schaut ein Bearded Collie, vermutlich die Protagonistin auf die Welt hinab. Es wirkt so, als wenn ein schimmernder Aufkleber mit Hundekopf auf das Buch geklebt wurden. Für mich passt das Cover sehr gut zur Geschichte. Wichtige Elemente werden aufgegriffen und dargestellt.

Rindviecher im Nebel von Elke Weiler ist ein Krimi der etwas anderen Art. Wie man auf dem Cover schon lesen kann, handelt es sich um einen Hundekrimi. Und zwar übernimmt der Bearded Collie Julchen die Ermittlungen im Vermisstenfall von Bauer Thule. Dabei fungiert sie als Ich- Erzählerin der Geschichte.

Für mich war es der erste Roman, der aus der Sicht eines Tieres erzählt wurde. Ich weiß gar nicht, ob es sowas auf dem Markt schon gibt. Ich habe mich auf das Abenteuer eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Man darf das Buch nicht als tiefgründigen Krimi lesen, denn dann wird man vermutlich enttäuscht. Man muss es einfach mit dem gewissen Augenzwinkern lesen, dann kommt man auf einen entsprechenden Lesegenuss.

Damit Mensch und Hund die gleiche Sprache sprechen, ist der Geschichte ein Glossar von Julchens Worten vorangestellt. Schon bei diesen wenigen Worten habe ich das erste mal vor mich hin gegrinst. Die Worte Lutscher, Schnackapparat und Wollknäuel fand ich einfach zu schön. Du kannst ja mal überlegen, was die Ermittlerin damit meint. Ich rate dir, dieses Glossar nicht zu überlesen, denn es erleichtert den weiteren Lesefluss ungemein. Sehe es als eine Art Wörterbuch Hund- Mensch.

Der Roman spielt übrigens ganz in der Nähe meines Elternhauses. Was für mich die Geschichte zu einem Ausflug in meine Kindheit machte. Bei der Beschreibung von Fennen und Gräben habe ich überlegt, was dafür wohl als Vorbild diente. Und so bin ich in Gedanken mit Julchen und Madame, ein anderes Wort für Frauchen über die Halbinsel Eiderstedt getigert. Zu dem Thema muss ich einfach ein Zitat aus dem Buch anbringen:

Auch wenn die Gräben des Marschlandes der Entwässerung dienten, galten sie aus Sicht der Lutscher als Grenzen.

Bei dem Satz musste ich innerlich lachen. Die Gräben sind vielleicht für den ein oder anderen Vierbeiner eine Grenze, aber mit einem Klootstock stellen Gräben für Zweibeiner nicht unbedingt ein Hindernis dar. Als ich den Satz gelesen habe, hatte ich schon fast gehofft, dass es jetzt irgendwie zu einem Klootstock Abenteuer für Julchen kommt. Aber Julchen blieb zum Glück dann doch ganz und gar ein Hund. Ein Klootstock ist übrigens ein langer Stab, der stabil genug ist, damit man sich als Mensch damit über einen breiten Graben bzw. Sielzug schwingen kann. Ich selbst bin am Klootstock meistens gescheitert.

Bist du jetzt neugierig, was so eine Hunde-Ermittlerin zu erzählen hat? Dann schaue in den Krimi von Elke Weiler hinein. Ich hatte ein paar unterhaltsame Lesestunden und empfehle den Roman gerne weiter. Er ist erfrischend anders und lädt zum Lächeln ein.

Inhaltsangabe

Während auf Eiderstedt der Frühling Einzug hält, verschwindet Bauer Thule spurlos. Bearded Collie Julchen hat zwar viel Fell vor den Augen, aber dennoch den Durchblick. Sie ist sich sicher: Thule würde seine Tiere niemals im Stich lassen. Und da die Polizei nicht nach ihm sucht, nimmt Julchen die Sache selbst in die Pfote. Verdächtige sind schnell gefunden, doch die Sache scheint komplexer als gedacht. Aber so leicht lässt sich die beste Schnüfflerin Nordfrieslands nicht unterkriegen.

Bibliografie

Autor: Elke Weiler
Genre: Hundekrimi von der Nordsee
Verlag: Gmeiner Verlag
ISBN: 978-3-8392-0187-9
Erscheinungsdatum: 09. Februar 2022
Format: Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 278
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir vom Gmeiner Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Gmeiner Verlag

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