Rezension: Negerkuss von Meredith Winter

Meredith Winter und der Sommerburg Verlag sind dafür bekannt kontroverse Themen anzusprechen. Bei dem heutigen Buch habe ich kurz überlegt, ob ich es lesen möchte und mich mit meiner Rezension zum Buch dem Shitstorm aussetze, der vor der Veröffentlichung über das Buch hereingefallen ist. Meine Neugierde hat gesiegt. Schließlich kann ich über ein Buch nur urteilen, wenn ich es selbst gelesen habe. Und da mir die letzten drei Bücher von Meredith Winter gut gefallen haben, gab ich diesem auch eine Chance. Ich muss sagen es hat sich gelohnt. Mehr dazu weiter unten.

Von Meredith Winter habe ich bereits gelesen:
Der Blutpsalm: Hier geht es um die Verbotene Liebe zwischen einer Prostituierten und einem katholischen Pfarrer.
Blutroter Frost: In dem Ladythriller gerät die Anästhesistin in die Machenschaften von der Leichenteilmafia.
Höhenrauschsaison: Hier verlieben sich das vermeintliche Opfer und der Auftragsmörder. Da ist Spannung vorprogrammiert.

Negerkuss

von Meredith Winter

Sketchnote zum Roman: Negerkuss von Meredith Winter

Podcast zum Buch

Meine Meinung

Zum Cover möchte ich nicht viel sagen. Ich finde es nicht ansprechend und es hätte mich nicht zum Kauf animiert. Das erste Cover fand ich passend zum Buch, doch regte die Aufmachung, die Schriftart und der Titel viele Leute zum Shitstorm an und so wurde kurzerhand das Cover geändert.

Ich finde das gewagte Thema vom Buch spannend. Die Protagonisten könnten gegensätzlicher nicht sein. Sakita stammt aus Nigeria und landet als Flüchtling in einer kleinen Gemeinde. Frederik arbeitet als Arzt in diesem eher ausländerfeindlichem Dorf und steht zu seiner Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Partei. Als Arzt versucht Frederik sich aber an den Hippokratischen Eid zu halten und ist selbstverständlich auch für die Flüchtlinge in seiner Gemeinde zuständig. Ich finde diesen Zug macht ihn schon mal sehr sympathisch.

Die Geschichte ist in drei Abschnitte unterteilt. Im Ersten fungieren Sakita und Frederik als Ich- Erzähler. Hier finde ich beide Sichtweisen sehr spannend. So bin ich als Leser ganz nah an dem inneren Konflikt von Frederik beteiligt. Und muss miterleben, wie er versucht seine Gefühle mit seiner Parteizugehörigkeit zu vereinbaren. Den zweiten Teil fand ich im ersten Moment etwas verwirrend. Doch bringt er viel Licht ins Dunkel und sorgt für einen insgesamt runden Abschluss der Geschehnisse. Den letzten Abschnitt muss man einfach lieben. Da will ich aber nicht weiter ins Detail gehen.

Für mich hat Meredith Winter einen spannenden Roman verfasst. Die Geschichte kommt sehr authentisch rüber und vermittelt eine Wahnsinns Rechercheleistung für die Zusammenhänge. Es wird sowohl die Situation der jungen Flüchtlingsfrau gut dargestellt, als auch die Gesinnung von dem Landarzt. Für mich ist die Geschichte eine mutige Konstellation.

Ich gebe gerne eine Leseempfehlung für diesen brisanten Liebesroman.

Inhalt

„Sakita ist einer von zwölftausend Menschen aus Nigeria, die nach Deutschland geflohen sind, um der islamistischen Gewalt und dem Terror zu entkommen.Frederik ist Deutscher, Arzt und seit zwölf Jahren angesehenes Mitglied einer rechtsextremen Partei. Als Sakita sowie weitere Flüchtlinge in sein kleines 800–Seelen-Dorf einziehen sollen, protestieren die Dorfbewohner und er vehement dagegen. Zu wichtig ist ihm der Nationalstolz, zu groß seine Aversion gegen Ausländer.Dass dies der Anfang einer großen Liebesgeschichte werden wird, ahnt er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Dass er seine rosarote Brille nicht ewig tragen kann, auch nicht.Eine mörderische wie politisch getriebene Achterbahn der Gefühle beginnt …“ (Quelle: Sommerburg Verlag)

Details zum Buch

Negerkuss

von Meredith Winter

Liebesroman
Seiten: 250 (Printausgabe)
Format: Ebook, Taschenbuch
Verlag: Sommerburg
erschienen am: 01.12.2018

Rezensionsexemplar
erhältlich bei Amazon*
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