Rezension: Final Cut von Veit Etzold

Final Cut

von Veit Etzold

Das Buch wohnt gefühlt schon seit Jahren in meinem SUB. Und dieses Gefühl trügt nicht. Im September 2015 war ich auf der Lesung von Veit Etzold in Dinklage zum Thriller „Der Totenzeichner“. Bei der Lesung entschloss ich mich erst mal mit Band 1 zu beginnen. Habe es gekauft und signieren lassen und dann wanderte es auf den SUB. Und dann zog die Zeit an dem Buch vorbei. Es kamen einfach so schöne Rezensionsexemplare ins Haus geflattert, dass ich meine selbst gekauften Bücher erst mal hinten anstellen musste. Und für den Urlaub fand ich das Buch immer zu schade, weil ich signierte Bücher ungern wegen zu viel Gewicht im Koffer zurück lasse. Und man kann ja nie wissen, was man im Urlaub so kauft. Also musste Final Cut fast vier Jahre lang warten, bis eine Kreuzfahrt ins Haus stand, die in Hamburg endete. Also durften einige signierte Bücher endlich mit auf Reisen gehen.

Sketchnote zum Thriller Final Cut von Veit Etzold

Meine Meinung

Das Cover ist farblich gesehen ganz schlicht und simpel. Auf einem schwarz roten Hintergrund stehen in silber glänzend der Titel und der Name des Autors. Was aus dem Cover ein Hingucker macht sind die feinen Schnitte durch das Papier, so dass man das Rot vom Umschlag hindurch sehen kann. Mich hat das Cover angesprochen, weil Optik und Titel so schön harmonieren und Lust machen auf mehr.

Veröffentlichst du auf Facebook noch deinen Standort? Gibst du öffentlich kund, dass du nicht zu Hause bist? Lässt du alle an deinem Leben teilhaben wo du gerade bist?

Für mich schon immer ein absolutes no go. Man weiß nie, wer das alles liest trotz diverser Privatsphäre Einstellungen. Nach der Lektüre von Final Cut wird man wohl kaum wieder seinen Standort posten.

Veit Etzold hat in Final Cut einen perfiden Serienmörder erschaffen, der vor keiner Grausamkeit zurück schreckt. Das Ermittler Team um Clara Vidalis wird auf eine harte Probe gestellt. Für mich ein spannender Auftakt einer Thriller Reihe um Clara Vidalis.

Spannend finde ich die Informationen, die ich als Leser bekomme. Ich habe immer einen klitzekleinen Wissensvorsprung vor den Ermittlern. Für mich ein spannendes Stilmittel. Denn so habe ich immer wieder die Hoffnung Clara und ihr Team könnten noch rechtzeitig kommen.

Der Thriller ist spannend, grausam und erschreckend zu gleich. Ein digitaler Serienkiller treibt sein Unwesen.

Wer regelmäßig seine Abwesenheit auf Facebook veröffentlicht sollte diesen Thriller unbedingt lesen. Dabei werden einem die Augen geöffnet und man geht wieder ein bisschen sicherer mit seinen eigenen Angaben um. Ich empfehle den Roman gerne weiter.

Inhalt

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und einen Feind.

Die Freunde sind virtuell,
der Feind ist real.

Er wird Dich suchen.
Er wird Dich finden.
Er wird Dich töten.

Du hast 438 Freunde auf Facebook. 
Und keiner wird etwas merken.

Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

(Quelle: Bastei Lübbe)

Details zum Buch

Buch: Final Cut von Veit Etzold

Final Cut

von Veit Etzold

Thriller
Formate: Taschenbuch, Ebook, Hörbuch
Seiten: 447
erschienen am: 18.05.2012
Verlag: Bastei Lübbe

Books on Monday – Veit Etzold

Eigentlich wollte ich heute hier „Das Herz des Bösen“ von Joy Fielding präsentieren. Dabei hatte ich ganz vergessen, dass ich am Samstag ja eine Karte für eine Lesung hatte. „Die Schöne und er liest“ mit Veit & Saskia Etzold.

Also habe ich spontan umdisponiert und Joy Fielding auf nächste Woche verschoben. Heute also ein kleiner Einblick in:

Der Totenzeichner von Veit Etzold

Der Totenzeichner

Zum Inhalt (Quelle Bastei Lübbe Verlag)

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«.

Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?

Zum Autor (Quelle Bastei Lübbe Verlag)

Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm „Matrix“. Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin.

Zur Lesung

Circa 19 Uhr in den Bürgerstuben Suntken in Dinklage trudeln langsam die ersten Gäste ein. Hinter dem Rednerpult sieht man einen Ausblick auf das Buch und den Autor.

Ich hab mich nicht getraut näher ran zu gehen. Daher ist die Bildqualität sehr miserabel.
Ich hab mich nicht getraut näher ran zu gehen. Daher ist die Bildqualität sehr miserabel.

Nach einer kurzen Vorstellung beginnt die Lesung pünktlich. Veit Etzold beginnt mit dem „Blutsommer“ 2004 in Los Angeles. Bei der Entdeckung eines Toten sind die Wände über und über mit Blut verschmiert. Vermutlich wurde mit dem Herz des Toten gemalt. In der Küche steht an der Wand „It’s not over, til it’s over“. Das Herz befindet sich auf einem Teller (oder Schüssel habe es grad nicht mehr genau im Kopf) in der Küche garniert mit Gewürzen. Dabei liegt eine Serviette mit der Nachricht: „Injoy it, dad“. Diese Nachricht kann man durchaus zweideutig betrachten.

Nach diesem ersten Einblick in das Buch geben Veit & Saskia Etzold einen Einblick in ihr privat Leben. Sie ist Gerichtsmedizinerin in Berlin und kann ihren Mann mit Detailwissen unterstützen. (Mehr von beiden kann man auf seinem Blog lesen.)

Veit & Saskia Etzold in Dinklage
Veit & Saskia Etzold in Dinklage

Es geht weiter mit einem Zeitsprung in das Jahr 2014 nach Berlin. Dort wird ebenfalls eine Leiche mit eingeritzten Zeichen in der Haut gefunden. Clara Vidalis sieht einen Zusammenhang mit den Fällen aus den USA.

An dieser Stelle wird die Lesung beendet und für mich ist klar ich muss dieses Buch lesen. Allerdings ist es das 4. Buch der Ermittlerin Clara Vidalis. Also werde ich wohl mit dem ersten erst mal anfangen.

Zum Abschluss steht das Ehepaar Etzold Rede und Antwort. Wobei die meisten Fragen an Saskia E. gehen. Ich muss sagen, ihre Arbeit ist auch einfach zu interessant.

Ich und Veit Etzold in Dinklage
Ich und Veit Etzold in Dinklage

Zum Schluss habe ich mich sehr über ein Autogramm in „Final Cut“ und ein Foto mit dem Autor gefreut. Ich bin schon ganz gespannt wie „Der Totenzeichner“ ausgeht. Aber dafür werde ich jetzt erst mal mit „Final Cut“ beginnen.