Ein Reisebericht: Nepal – Busrundreise durch das Dach der Welt

Das Anapurna Massiv in Nepal von Pokhara aus fototgrafiert

Plan A, B und C – Hauptsache ankommen

Die Anreise am 23. April zum Flughafen sollte eigentlich Routine sein. Eigentlich. Von Holdorf ging es kurz vor zehn mit der Bahn los Richtung Frankfurt. Bis Osnabrück lief noch alles nach Plan. Doch dann hörte es auf. Der geplante Zug hatte so viel Verspätung, dass wir kurzerhand umstiegen und damit nur bis Haltern am See kamen. Plan C führte uns schließlich über Bochum nach Frankfurt, wo wir mit kurzer Wartezeit unsere Koffer noch rechtzeitig einchecken konnten. Nach einem schnellen Happen ging es mit Verspätung auf den Flieger nach Delhi. Dort gab es ein leckeres Curry an Bord. Nach dem Essen habe ich versucht ein wenig zu schlafen, was im Flieger immer so eine Sache ist.

In Delhi wurden wir kurz vor der Landung von den Vorbereitungen zum Frühstück geweckt. Ich hatte vielleicht drei Stunden geschlafen. Das Frühstück entschädigte dafür aber umso mehr. Schon vor der Landung war klar: In Delhi heißt es laufen zum Anschlussflug. Der wartete zum Glück auf uns.

Kathmandu – Ankommen mit allen Sinnen

In Kathmandu angekommen kosteten die Einreiseformalitäten noch einmal Zeit und Geduld. Doch als wir endlich am Gepäckband ankamen, standen unsere Koffer bereits daneben. Am Ausgang wartete unser Guide Anoj auf uns. Bis alle Teilnehmer der Reise eingetrudelt waren, gönnten mein Mann und ich uns noch einen richtig guten Espresso. Man weiß ja nie, wann es wieder richtigen Kaffee gibt. Im Bus gab es Wasser und einen kurzen Überblick für den restlichen Tag sowie den Start am nächsten Morgen.

Unser Zimmer im Shambaling Boutique Hotel war richtig einladend mit direktem Zugang zur Dachterrasse. Nach dem Duschen und Kofferauspacken war es auch schon Zeit fürs Abendessen, zu dem wir einheimisches Bier probierten. Das Beste des ersten Tages war schlicht und ergreifend der herzliche Service im Hotel.

Am nächsten Morgen wurde ich kurz vor dem Wecker wach. Ein Zeichen, dass mein Körper ausreichend Schlaf gefunden hatte. Beim Frühstück trafen wir den Rest der Gruppe: insgesamt 25 Leute plus Reiseleiter, Busfahrer und Beifahrer, alle zum Teil deutlich älter als wir.

Um neun Uhr starteten wir ins Sightseeing. Mit dem Bus ging es zunächst zum Basar, wo wir zu Fuß durch Asan und Indrachock schlenderten. Da an diesem Samstag wenig los war, war es angenehm ruhig und deutlich sauberer als erwartet. Weiter ging es zur Kathesimbu-Stupa, wo die ersten Magneten der Reise ihren Weg in unsere Tasche fanden. Ergänzend zum Reiseplan besuchten wir dann noch den Durbar Square mit all seinen Tempeln. Dort gönnten wir uns in einer Rooftop-Bar eine Kleinigkeit: ein leckeres Chicken Curry, dazu Bier und Espresso, für knapp 16 Euro. In Deutschland undenkbar.

Danach ging es zum Affentempel, der wegen eines Feiertags gut besucht war. Die Aussicht über Kathmandu war von dort oben nicht schlecht. Abends erfuhren wir außerdem von einer kleinen Planänderung: Wegen Erdrutschen waren einige Straßen nicht passierbar. Wir ließen uns überraschen.

Trotz Nieselregen machten wir noch einen Abendspaziergang zur Boudha Stupa. Mit der abendlichen Beleuchtung war sie wirklich beeindruckend anzusehen. Die Umrundung und ein kurzer Blick auf die riesigen Gebetsmühlen rundeten den Tag wunderbar ab.

Dhulikhel – Wandern, Klöster und tausend Stufen

Nach einem weiteren entspannten Morgen in Kathmandu gab es noch eine kleine Programmergänzung: Ein neuer Guide begleitete uns durch eine Klosterschule, ein Künstleratelier und noch einmal zur Boudha Stupa. Diesmal bei Tageslicht, was einen ganz anderen Eindruck hinterließ. Auf dem Rückweg warfen wir noch ein paar neugierige Blicke in die kleinen Geschäfte der Umgebung.

Dann startete der Bus nach Dhulikhel. Die 30 Kilometer dauerten die prognostizierten zwei Stunden, denn die Straßen in Nepal hatten es in sich. Abenteuerlich wäre noch untertrieben. Pünktlich kurz vor dem Hotel setzte der Regen ein und wir wurden auf dem Weg zu unseren Zimmern geringfügig nass. Später beim Spaziergang durch die Stadt erwischten uns noch ein paar weitere Schauer. Erst beim Abendessen wurde es trocken, und bei einem Bier ließen wir den Tag in netter Runde ausklingen.

Der nächste Tag begann mit Wanderschuhen und Regensachen im Gepäck. Erster Stopp war das Kloster Namobuddha. Dort verschafften wir uns erst einen Überblick, bevor wir an einer Zeremonie teilnehmen durften. Die Kinder in ihrer typischen Mönchs-Garderobe saßen in den Reihen und was sie nebenbei so trieben, war durchaus menschlich: scheinbar auch einfach Hausaufgaben.

Anschließend führte uns eine Wanderung von 1755 Metern auf 1565 Meter über steinige Wege mit viel Natur entlang einer Gipfelrunde. Schön und anstrengend zugleich. Am Ende war ich einfach froh, angekommen zu sein. Der Bus holte uns ab und brachte uns zurück zum Hotel.

Vom Hotel aus machten wir uns zusammen mit Olaf auf den Weg zu den Thousand Steps. Die Stufen hatten es wirklich in sich. Aber der Ausblick und vor allem die vielen Baby-Affen auf dem Rückweg entschädigten für jede einzelne davon. Danach zog mich der Pool unwiderstehlich an, bevor wir den Abend auf der Terrasse bei Bier ausklingen ließen. Die Stufen sollten mich durch den entstandenen Muskelkater übrigens noch tagelang begleiten.

Wanderweg in Nepal

Unterwegs – Hängebrücken, Flüsse und der beste Kaffee seit Tagen

Richtung Chumlingtar hatte Erik morgens den Busfahrer gefragt, ob er vorne mitfahren dürfte. So saß ich ganz entspannt hinten im Bus, las mein Buch und schaute gelegentlich aus dem Fenster und Erik machte vorne Fotos. Beim Zwischenstopp in Kathmandu versorgte Erik uns im Supermarkt mit Cola und Schokolade: Reiseproviant der wichtigsten Art. Danach Kopfhörer rein, Hörbuch an und Nepal vorbeiziehen lassen.

Am Highway-Restaurant Hamlet gab es dann endlich wieder einen richtigen Kaffee. Nach zwei Tagen löslichem Instantkaffee zum Frühstück war das eine echte Wohltat. Beim nächsten Stopp überquerten wir eine Hängebrücke über den Trishuli, besser gesagt natürlich zweimal, hin und zurück. Im Siddhartha Riverside Resort angekommen, zog mich der Pool sofort in seinen Bann, wie auch viele andere aus unserer Reisegruppe.

Auf dem Weg in den Nationalpark legten wir in Devghat einen nachdenklichen Zwischenstopp ein. Ein Blick in eine Unterkunft für alte Menschen, die mehr als ärmlich war, ließ uns kurz verstummen. Der weitere Spaziergang führte uns am Galeshwar Ashram vorbei bis zur Mündung von Kali-Gandaki und Trishuli, wo wir gerade noch rechtzeitig das Ufer verließen, bevor uns der nächste Regenschauer erwischte.

Chitwan Nationalpark – Nashörner, Krokodile und nasse Abenteuer

Im Chitwan Nationalpark erwartete uns das Hotel Earth Light. Der Regen machte uns zunächst einen Strich durch die Rechnung und verhinderte den geplanten Dorfspaziergang zur Elefantenaufzuchtstation. So fuhren wir mit Jeeps ins Dorf, schauten uns ein Musterhaus an, das wohl als Museum gedacht war, und ließen uns wieder abholen. Den Abend verbrachten wir nach dem Essen gemütlich in der Bar.

Der nächste Tag machte alles wieder wett. Früh morgens wurden wir auf drei Einbäume verteilt und fuhren eine gute halbe Stunde mit dem Strom durch die Natur. Rechts und links tummelten sich Krokodile, angeblich drei verschiedene Arten, die ich ehrlich gesagt nicht auseinanderhalten konnte. Ein kurzer Abstecher zur Elefantenaufzuchtstation zeigte uns wunderschöne Tiere, auch wenn uns der Anblick der Ketten nachdenklich stimmte. Immerhin sollen sie täglich von elf bis sechzehn Uhr frei im Gebiet unterwegs sein. Ein wilder Bulle war ebenfalls zu sehen, der einzige, der wirklich frei war und vor dem alle großen Respekt hatten, denn an den Stangen der Umzäunung konnte man seine Kraft erkennen.

Danach folgte eine fast zweistündige Pirschsafari zu Fuß, bei der wir Rehe, Vögel und ein Nashorn in der Ferne erspähten. Am Nachmittag folgte noch die Jeep-Safari tief in den Nationalpark hinein. Hirsche, Rehe, ein Pfau mit Familie und immer wieder Fotostopps. Ganz zum Schluss, als wir bereits pitschnass vom Regen waren, erspähte Erik ein Nashorn, das direkt an uns vorbeizog und damit endete die Safari mit lauter glücklichen Gesichtern. Den Abend rundete ein kleines Kulturprogramm mit Tanzeinlage ab. Die ein oder andere aus unserer Gruppe ließ es sich nicht nehmen, am Ende mitzutanzen.

Gorkha – MoMo’s und Buddhas Geburtstag

Die Fahrt nach Gorkha führte uns wieder an Hängebrücken vorbei. An einer Stelle hätte zur Monsunzeit ein beeindruckender Wasserfall zu sehen sein sollen. Jetzt war davon nur ein Rinnsal zu erahnen. Dennoch war das Gelände einladend und schien zum Rafting wie geschaffen. Im Hotel angekommen, bestellte ich mir zum Mittag eine Portion Chicken MoMos. Wer Nepal bereist und MoMos noch nicht kennt: unbedingt nachholen. Ob gedämpft, gebraten, halb gebraten oder in Chili – sie sind in jeder Zubereitungsart einfach köstlich.

Mit einem lokalen Bus ging es hinauf zum Gorkha Nath Tempel, dem Schloss von Gorkha. Dort wurde gerade Buddhas Geburtstag gefeiert und entsprechend viel war los. Vierzehn aus unserer Gruppe stiegen dann zu Fuß über die Treppen nach unten ab. Nach der ganzen Zeit im Bus tat die Bewegung einfach gut, und der Weg bot noch einmal schöne Einblicke in die Umgebung. Das Abendessen an diesem Abend war so naja. Erik bestellte sich kurzerhand noch à la carte MoMos nach. Verständlich. Anschließend saßen wir wieder lange beisammen und ließen den Abend ausklingen.

Bandipur und das Kloster – Spartanisch, aber unvergesslich

Das Bergdorf Bandipur war ein idyllischer Zwischenstopp mit Kaffee und einem kurzen Dorfbummel. Das Bergdorf sah malerisch aus und lud zum Verweilen ein. Mittags gab es am Highway eine leckere Gemüse-Nudelsuppe, bevor wir gegen halb vier unser spartanisch eingerichtetes Zimmer im Gästehaus Pema Ts’al bezogen.

Das Pema Ts’al Sakya Monastic Institute nahm uns dann völlig in seinen Bann. Im Gebetsraum herrschte eine ganz eigene Stille. Die Zimmer der Kinder bestanden aus einem Bett und sonst nichts. Das ließ einen kurz innehalten und nachdenken. Genauso die Klassenzimmer. Nach einem Cappuccino im klostereigenen Café und einem einfachen aber ordentlichen Abendessen zog es uns noch zu fünfzehnt in den Ort hinunter, wo wir in einem kleinen Hotel die Biervorräte dezimierten. Kurz vor Torschluss kamen wir wieder ins Gästehaus.

Ein Restaurant direkt am Fluss fussläufig vom Pema Ts'al Gästehaus entfernt

Pokhara – Berge, See und die abgelöste Schuhsohle

Morgens um halb vier klingelte der Wecker für den Sonnenaufgang in Sarangkot. Ich machte mich fertig und fuhr mit den anderen mit dem Bus nach oben. Erik entschied sich fürs Weiterschlafen. Die Sonne ließ sich zunächst nicht blicken, aber nach und nach verzogen sich die Wolken und gaben den Blick auf das Annapurna-Massiv frei. Ein Moment, der sich ins Gedächtnis brennt und uns noch ein paar Tage immer wieder begleiten sollte. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem hinduistischen Hochzeitstempel, von dem aus sich die Bergkette noch einmal wunderbar zeigte.

Zurück in Pokhara starteten wir nach dem Frühstück zur World Peace Stupa. Kurz nach Beginn des Aufstiegs löste sich die Sohle meines Wanderschuhs. Was tut man in so einem Moment auf einem nepalesischen Bergpfad? Man improvisiert. Erst ohne Sohle, später mit Kinesiotape befestigt ging es weiter nach oben. Ich hatte vor dem Start so eine Eingebung gehabt und sicherheitshalber etwas zum Befestigen eingesteckt. Der Weg war wunderschön und oben wartete als Belohnung ein Iced Mocha. Manchmal muss man sich seinen Kaffee echt verdienen. Und so verabschiedete ich mich nach über zwanzig Jahren von meinen treuen Wanderschuhen.

Am Mittag gönnten wir uns unweit des Hotels MoMos, diesmal im Lake Shore Restaurant. Danach trennten sich unsere Wege: ich las, Erik bummelte durch die Stadt.

Am nächsten Morgen bestiegen wir drei Tretboote und schipperten über den Phewa-See, immer mit dem Annapurna-Massiv im Blick. In den anderen Booten ließen sich die Mitreisenden bequem chauffieren. Wir wechselten uns brav ab, weil es einfach Spaß machte. Zurück am Anleger folgte noch eine Runde Bummeln: T-Shirts, Magneten und ein Mittagessen mit halb gebratenen MoMos. Satt und zufrieden verbrachte ich den Rest des Tages mit Lesen und Kofferpacken, bevor wir uns alle zum letzten gemeinsamen Abendessen trafen. Bei Bier und Cocktails ließen wir den letzten entspannten Abend gemeinsam ausklingen.

Zurück in Kathmandu – Abschied mit langer Tafel

Die Rückfahrt nach Kathmandu dauerte gut acht Stunden, die ich größtenteils mit Lesen und Hörbuch hören verbrachte, unterbrochen von drei Kaffee- und Klopausen und immer wieder schönen Blicken aus dem Fenster. Nepal zieht auch auf der Rückfahrt noch einmal an einem vorbei.

Zurück im Shambaling Boutique Hotel packten wir die Koffer um und legten kurz die Füße hoch. Abends saßen wir zu einundzwanzig an einer langen Tafel beieinander, fast die gesamte Reisegruppe. Menschen, die man vor zwei Wochen noch nicht kannte und die einem nun ans Herz gewachsen sind.

Mein Fazit

Nepal ist ein Land voller Gegensätze. Abenteuerliche Straßen und atemberaubende Landschaften. Spartanische Klosterzimmer und herzliche Gastfreundschaft. Nashörner im Regen und Bergpanoramen über den Wolken. Und überall MoMos.

Es war eine schöne Reise mit ganz vielen Eindrücken. Und trotzdem war ich froh, als es wieder nach Hause ging.

Blick auf das Anapurna Massiv aus dem Flugzeug auf dem Rückflug von Kathmandu nach Delhi

Pieces of me von Vanessa Hußmann

Pieces of me von Vanessa Hußmann

Beitragsbild zur Rezension vom Liebesroman: Pieces of me von Vanessa Hußmann erschienen im Heartlines Verlag

Meine Meinung

Das Cover ist in Weiß, Rosa und Lila gehalten. Schaut man genauer hin, erkennt man ein Mandala, das mittig vom Cover ausgeht und sich in feinen Linien bis an die Ränder erstreckt. Dadurch tritt der Titel des Buches besonders gut hervor und lenkt den Blick ganz bewusst ins Zentrum des Mandalas.

Pieces of Me von Vanessa Hußmann basiert auf der wahren Geschichte von Tara und erschien im Heartlines Verlag, der sich auf True-Based-Storys spezialisiert hat. Tara studiert Jura, lebt mit ihrem Freund Leon zusammen und wurde als Kind adoptiert. Mit ihren nepalesischen Wurzeln hatte sie bislang keine Berührungspunkte, bis eine Nachricht zu ihrem 25. Geburtstag alles verändert. Mehr dazu kannst du im Klappentext nachlesen.

Aufmerksam wurde ich auf das Buch, weil ich für unsere bevorstehende Reise nach Nepal nach Geschichten gesucht habe, die dort spielen. Ich hatte bereits Let’s go Himalaya von Katja Linke gelesen und wollte nun einen weiteren Einblick in das Land bekommen. So stieß ich beim Heartlines Verlag auf diese Geschichte und war gespannt, was ich über Nepal erfahren würde.

So viel vorweg: Das Buch ist Ende Dezember noch ganz schnell auf meiner Top Ten für 2025 gelandet. Zum einen, weil mich Taras Lebensgeschichte tief berührt hat, zum anderen, weil meine Faszination für Nepal dadurch noch weiter gewachsen ist.

Tara ist die Ich-Erzählerin der Geschichte und nimmt mich sehr intensiv mit auf ihren Weg zu ihrer biologischen Familie. Sie war mir vom ersten Moment an sympathisch und brachte mich mit ihrer Erzählweise immer wieder zum Schmunzeln. Einen ganz ähnlichen Satz wie den folgenden habe ich selbst auch schon zu hören bekommen:

„Es fiel mir schwer, einfach loszulassen und nicht bloß in meinem Kopf zu leben.“

Wie die Protagonistin bin auch ich ein sehr verkopfter Mensch, und so hatte sie mich sofort eingefangen. Schon bald flossen die ersten Tränen, weil sie mich tief in ihre Gefühlswelt und ihren inneren Zwiespalt mitnahm. Ein weiterer Punkt, der sie mir noch näher brachte, war ihre Begeisterung fürs Zeichnen. Da hätte ich Leon am liebsten in seine Schranken gewiesen, weil er die Ruhe, die Tara dabei empfand, und wie wichtig diese Momente für sie waren, einfach nicht sehen konnte.

„Die Kunstform stammte aus dem Hinduismus und dem Buddhismus, Mandalas verkörperten das Universum mit Himmel, Erde und Unterwelt.“

Nach diesem Satz habe ich mir fest vorgenommen, mich selbst intensiver mit Mandalas zu beschäftigen und auch eigene zu zeichnen. Eine Idee für mein Reisetagebuch für Nepal habe ich bereits, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ich könnte noch so viel mehr über Land und Leute erzählen, die ich durch Taras Augen kennenlernen durfte. Besonders die Beschreibungen des Essens ließen mir immer wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auf Momos bin ich schon jetzt gespannt, und einen Chiya möchte ich unbedingt probieren.

Chiya: „Es handelte sich dabei um das Nationalgetränk. Tee, aufgebrüht mit Milch, Zucker, Kardamon, Ingwer und Zimt.“

Sehr spannend fand ich auch den Ausflug von Kathmandu nach Pokhara. Ich freue mich schon darauf, diese Strecke im Frühsommer selbst zu erleben. Die Faszination für das Land, die Natur und die Menschen wurde für mich sehr greifbar, und mein Fernweh nur noch weiter entfacht, auch wenn die Geschichte insgesamt sehr leise und nachdenkliche Töne anschlägt.

„Sagst du nicht immer, dass man sich mit allem abfinden muss und schwere Lasten nicht mitnehmen soll, um leichter reisen zu können?“

Diesen Satz lasse ich einfach so stehen, weil er ein wichtiger Teil der Geschichte ist und die andere Seite der Medaille zeigt.

Liest du gerne Geschichten mit wahrem Kern? Magst du Liebesromane, die mit einem besonderen Reiseziel verknüpft sind? Dann ist Pieces of Me von Vanessa Hußmann genau das Richtige für dich. Es ist eine Slow-Burn-Liebesgeschichte mit ganz viel Fernweh-Gefühl. Du kannst nach Nepal reisen, Land und Kulinarik kennenlernen, ganz ohne den beschwerlichen Langstreckenflug. Ich habe die Geschichte verschlungen und freue mich nun umso mehr darauf, selbst nach Nepal zu reisen. Für mich ist es eine beeindruckende Geschichte, die ich im Herzen behalte und sehr gerne weiterempfehle.

Inhaltsangabe

Nur wer loslässt, kann neu beginnen

Tara hat alles in ihrem Leben, was sie sich wünscht. Sie ist eine aufstrebende Jurastudentin, glücklich in ihrer Beziehung und hat ein liebevolles Verhältnis zu ihren Adoptiveltern. Mit ihren kulturellen Wurzeln in Nepal wollte sie sich nie auseinandersetzen und verdrängt alles, was mit diesem Land zu tun hat. Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erhält sie jedoch eine Nachricht, die sie wie ein Schock trifft. Ein Fremder namens Kiran meldet sich mit den Worten: „Ich bin dein Bruder.“ Mit tausend Fragen im Gepäck reist Tara nach Kathmandu. Dort lernt sie ihre verloren geglaubte Familie kennen. Und sie trifft auf Ravi, der sich immer tiefer in ihr Herz schleicht. Doch je vertrauter Tara mit ihrem Geburtsland wird, desto mehr entfremdet sie sich von ihrem alten Ich. Wohin und zu wem gehört sie wirklich?Tropes: Slow Burn, Finding Yourself, New Beginnings

Bibliografie

Cover vom Liebesroman: Pieces of me von Vanessa Hußmann erschienen im Heartlines Verlag

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Autor: Vanessa Hußmann
Genre: Liebesroman
Verlag: Heartlines
ISBN/ ASIN: 978-3453292727
Erscheinungsdatum: 28. Mai 2025
Format: Taschenbuch und Ebook u.a. bei Amazon erhältlich *
Seitenzahl: 400
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. Es wurde mir von heartlines über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen: Klappentext und Cover Original: ©heartlines