Ein Tag voller Romance auf der Burg Satzvey

Am 5. September fand auf der Burg Satzvey in der Nähe von Köln das Luvvanova Bookfest statt. Ich hatte mir schon sehr früh ein Ticket gekauft und gehörte damit als Earlybird zum Innercircle, der frühzeitig über das Programm und Co informiert wurde.
Wochenlang habe ich somit auf diesen einen Tag hin gefiebert. Zwischendurch stellte sich mir die Frage: Fahr ich mit dem Auto oder mit der Bahn? Nehme ich mir ein Hotelzimmer oder mache ich die Nacht zum Tag? Die Entscheidung für die Bahn fiel mit der Vergünstigung, die über das Event möglich war und damit dann auch gegen ein Zimmer, da ich ja in der Bahn auf dem Rückweg schlafen könnte. Gesagt, getan.
Mein Tag startete mit dem Weckerklingeln um 4:30 Uhr. Eine schnelle Dusche und noch schnell den Inhalt des Rucksacks kontrolliert, und schon ging es los Richtung Bahnhof. Mit wenigen Minuten Verspätung ging es los. Auf der ersten Etappe begleitete mich ein Krimi. Wie passend auf dem Weg zu einem Romance Festival. Aber da noch genügend Liebe auf mich wartete, durfte der Tag erst mal mit dem Krimi „Tod am Lummenfelsen“ von Dirk Osygus starten. Meine Bahnverbindung lief wie am Schnürchen, und so stieg ich kurz vor elf aus dem Schienenersatzverkehr direkt vor der Burg Satzvey. Manchmal muss man einfach Glück haben.
Die Schlange vorm Eingang hielt sich in Grenzen, und so war ich schon sehr schnell auf dem Gelände. Mein erster Weg führte zum Bändchen, wo ich direkt mit Namen begrüßt wurde. Ich war so perplex, dass ich nur mit Danke antworten konnte. Zu gerne hätte ich gewusst, warum genau der wusste, wer ich war. Vielleicht ja durch meine ganzen Stories, die meine Hinfahrt begleitet haben und auch fleißig vom Luvvanova Account geteilt wurden. Danach habe ich noch mein Notizbüchlein abgeholt, das ich mir vorbestellt hatte. Und dann ging es los in die Menge.
Ich gehörte zu einer der Glücklichen, die bei der zweiten Öffnung für Sword Yoga einen Zeitslot buchen konnten, und so startete mein Festivaltag genau damit. Ich sage dir, das hat sich voll und ganz gelohnt. Ich war eine der ersten auf der Fläche vom Schwertkampfkunst Düsseldorf e.V. Stand. Hier durfte ich mir ein Schwert aussuchen und einen Platz einnehmen. Für mehr Bodenhaftung habe ich direkt die Schuhe ausgezogen, und so stand ich barfuß im Gras. Auf meinem Rucksack richtete ich noch schnell mein Handy ein, um das Ganze aufzunehmen. Wir begannen mit einfachen, trockenen Bewegungen ohne Schwert, um den Körper erst mal ein bisschen aufzuwärmen und ein Gefühl für die Bewegungen zu bekommen. Dann ging es auch schon los mit dem Schwert in der Hand, sowohl rechts als auch links. Die Zeit verging dabei wie im Fluge, und ich war einfach nur glücklich. Damit hatte ich den perfekten Start und es konnte eigentlich nicht mehr besser werden.
https://www.instagram.com/reel/Dc6lDLHgLbQ (Video vom Tag)
Im Anschluss bin ich noch schnell zur Hauptbühne, um mir die Begrüßung anzuhören. Hier hatten es sich schon viele Gleichgesinnte auf Picknickdecken vor der Bühne gemütlich gemacht. Ich gesellte mich direkt dazu und fühlte mich einfach wohl. Danach zog es mich zur Romance Meadow Bühne. Dort hieß es: Warum wir nie wieder so glücklich sein werden wie in diesem Sommer – Talk mit Tonia Krüger und Nina-Carissima Schönrock. Damit wanderte das erste Buch auf meine Wunschliste, wobei es ehrlicherweise vorher schon draufstand. Ich habe während des Talks einfach nur die Sonne genossen und ein bisschen in mein Notizbuch gekritzelt.
Zwischen dem Bühnenprogramm fand ich immer ausreichend Zeit, etwas an den Ständen vorbeizuschlendern. So musste dann erst mal auch eine Crêpe mit Nutella zur Stärkung her, bevor es zur Hauptbühne weiterging. Da stand Folgendes auf dem Programm: Hot Spot Newport Bay Club – Booktalk mit Elle Ellis und Vanessa. Den ersten Band der Reihe musste ich mir direkt dann auch kaufen. Auch dieser stand vorher schon auf meiner Wunschliste. Einer der ausschlaggebenden Punkte, warum ich das Buch direkt auf dem Festival noch gekauft habe, war eine Ausgabe ohne Farbschnitt und mit mindestens 300 Seiten, denn ich hatte mich für später noch zu einem Farbschnitt-Workshop angemeldet.
Vor der Hauptbühne verweilte ich auch für den nächsten Programmpunkt: PANEL mit Antonia Wesseling, Juli Dorne und Linda Schipp, moderiert von Jess Manora. Wobei ich hier eher am Rand stehen blieb, denn für 15:15 Uhr hatte ich mich bei Kathispaintingedges für einen Farbschnitt-Workshop angemeldet. So hörte ich im Hintergrund dem Talk auf der Bühne zu, widmete mich aber meinem neuen Buch von Elle Ellis. Zunächst war die Qual der Wahl bei den Schablonen für den Farbschnitt. Da ich das Buch noch gar nicht gelesen habe, war das gar nicht so einfach. Da es aber am Meer spielt, war für mich ein maritimes Thema klar. Wegen der Dünne des Buches, gerade mal über 300 Seiten, fiel die Wahl am Ende auf die Möwen. Mit einem Bleistift habe ich mehrere Möwen auf den Seiten aufgemalt, und anschließend wurde das Ganze mit feinen Pinseln und Watercolour an- beziehungsweise ausgemalt. Insgesamt fanden sechs Möwen in unterschiedlichen Größen Platz auf den Seiten. Zunächst habe ich die Möwen passend zur Coverfarbe in Lila ausgemalt. Den Hintergrund habe ich in einem Beigeton gehalten. Zum Schluss kam noch etwas lila Glitzer auf die Möwen und in Punkten auch auf die Seiten. Das hat richtig Spaß gebracht, und so habe ich mich inzwischen auch schon für einen weiteren Kurs auf der BuchBerlin angemeldet.
Weiter ging es für mich dann auf der Romance Meadow Bühne. Dort hieß es: Zwischen Schreiben und Sprechen – Sunsets & Summer Dives – Talk mit Linda Schipp und Nina-Carissima Schönrock. Das Buch von Linda Schipp hatte ich bereits als Hörbuch verschlungen und so habe ich dem Talk gespannt gefolgt. Für den Anschluss hatte ich mir auch direkt einen Slot zum Signieren gebucht, denn ich wollte in meinem Lesetagebuch unbedingt ein Autogramm von Linda Schipp haben. Es wurden dann sogar zwei, denn auch bei dem Thriller, den ich ebenfalls von ihr gehört hatte, hinterließ sie total begeistert ihre Unterschrift. Ich liebe ja mein Lesetagebuch und freue mich immer wieder, wenn die Autoren sich über meine kleinen Zeichnungen zu ihren Büchern freuen. Das hat auch Wiedererkennungswert, wie sich später noch herausstellen sollte.
Seit wir zu Hause eine Slush-Ice-Maschine haben, stehe ich total auf Eiskaffee. So musste ich mir direkt einen Frappé Cappuccino gönnen, bevor es zum nächsten Programmpunkt für mich wieder zur Hauptbühne oder, besser gesagt, zur Main Stage ging. Coffee-Surfers’ Paradise – Talk mit Kyra Groh, Kristina Moninger und Henrike Tönnes. Mit zur Bühne hatte ich mir einen leckeren Flammkuchen genommen. Langsam, aber sicher bekam ich Hunger. Inzwischen war mein Tag auch schon zwölf Stunden alt, und es war noch nicht mal 18 Uhr. Die Bücher von Kyra und Kristina hatte ich zum größten Teil schon gehört beziehungsweise für die Rückfahrt hatte ich Band drei: Three Tides to stay von Kristina Moninger als Hörbuch im Gepäck. Auch hier hatte ich mir für den Anschluss ein Signierticket besorgt. Zunächst durfte Kyra sich in meinem Lesetagebuch verewigen, anschließend auch Kristina, die mich direkt wiedererkannte. Auf der Leipziger Buchmesse hatte ich zum Erscheinen von Band drei ein Meet and Greet mit ihr gewonnen und schon dort war mein Lesetagebuch mit am Start. So musste ich mir im Shop dann auch noch den fünften Band als Farbschnittausgabe kaufen und signieren lassen.
Danach folgte für mich dann nur noch eine Abschiedsrunde über das Gelände und die ersten Klänge vom DJ. Ich hatte kurz überlegt, noch wirklich bis zur Party im Red Room zu bleiben. Doch langsam war die Luft bei mir raus. Durch Veränderungen bei meinen Zügen war die Zugbindung eh schon aufgehoben, und so nahm ich schon um 21 Uhr den Bus Richtung Bahnhof. In Köln musste ich dann eine Weile warten, bis ich einen Direktzug nach Hause bekam. Gegen sieben war ich dann wieder zu Hause und bin fix und fertig, aber glücklich einfach nur noch ins Bett gefallen.
Mein Fazit: Es war für mich ein super schöner Tag mit vielen, für mich wertvollen Erlebnissen. Ich sage nur Sword Yoga und Farbschnitt malen. Das waren meine absoluten Highlights. Ich bin einfach stolz auf mich, dass ich mich getraut habe, ganz alleine dorthin zu fahren. Ich habe im Laufe des Tages kaum mit Menschen geredet, sondern einfach die Zeit für mich genossen. Aber das war für mich schon ein voller Erfolg, da Menschenmengen und Unbekanntes stark an meinem Akku saugen. Ich für mich bin bei der zweiten Ausgabe am 3. Juli 2027 auf jeden Fall dabei und habe mir wieder ein Earlybird Ticket gesichert. Ich habe sogar schon auf der Burg Satzvey ein Zimmer reserviert. Denn diesmal möchte ich einfach mitfeiern und dann nicht noch stundenlang in der Bahn nach Hause sitzen. Und im Zweifel kann ich mich dann im Laufe des Tages auch kurz mal zurück ziehen.









