Martin Hais – Generation Z von Dennis Kornblum

Martin Hais – Generation Z

von Dennis Kornblum

Meine Meinung

Auf den ersten Blick sagt das Cover nicht viel aus. Allerdings deuten die Farben auf ein bestimmtes Genre hin. Hier ist mit schwarz, weiß, rot und Grautönen gearbeitet worden, was die klassischen Farben für einen Thriller sind. Die Person in schwarz steht auf dem Schatten vom letzten Buchstaben, der zum Titel gehört. Und geht damit eine gewisse Verbindung mit der Generation Z ein. Auf den zweiten Blick ein ansprechendes Cover das dem Buch nicht zu viel vorweg nimmt, aber dennoch gut zum Inhalt passt.

Martin Hais – Generation Z von Dennis Kornblum ist ein Thriller der etwas anderen Art. Wer hier einen spannungsgeladenen und actionreichen Roman erwartet wird vermutlich enttäuscht sein. Wer allerdings schon im Klappentext auf den autistischen Protagonisten Martin Hais stößt, wird sich überlegen, wie der wohl ins Geschehen eingreifen kann. Die Geschichte ist für mich kein klassischer Thriller, sondern mehr eine spannende Geschichte mit brutalen Morden und tiefen Einblicken in die Lebens- und Denkweise von einem Menschen mit Asperger Syndrom.

Als Leser erhalte ich durch die Abschnitte des Täters einen gewissen Erkenntnisvorsprung. Diese werden sehr detailliert beschrieben und ähneln im Prinzip einer Berichterstattung, wie sie später vielleicht die Spurensicherung dokumentiert hätte. So konnte ich als Leser eine gewisse Distanz zum Täter wahren. Ganz im Gegensatz zu der Nähe, die ich zum Protagonisten aufbauen konnte. Ich fand Martin Hais sofort sympathisch. Ich mag Menschen, die eine ganz strikte Routine an den Tag legen, da ich mich selbst darin ein wenig wieder erkenne. Veränderungen im Tagesablauf sind für mich immer wieder anstrengend und ich brauche einen Moment, um mich darauf einzulassen. Martin Hais ist durch das Asperger Syndrom noch sehr viel gefangener in seinen Strukturen. Auf die Minute genau ist sein Tag durchgetaktet und nur mit Mühe lässt er gewisse Abweichungen von seiner Routine zu. Ich war fasziniert von seiner Figur, wenn man das so sagen darf. Und habe gespannt abgewartet, wie er auf die jeweiligen Ereignisse reagiert.

Mit dem Hintergrund, dass der Autor selbst vom Asperger Autismus betroffen ist bekommt die Charakterisierung des Protagonisten einen ganz anderen Stellenwert. So wirkt er auf mich sehr authentisch und das macht ihn einfach sympathisch. Ich habe das Buch verschlungen, weil es einfach mal anders war. Ich mag Personen, die nicht der Norm entsprechen und durch ihre Eigenheiten besonders wirken. Ich für mich habe das Buch sehr genossen und konnte es am Ende kaum aus der Hand legen. Der Schluss hat mich überzeugt und ließ mich mit einem Schmunzeln zurück. Wenn du Lust hast auf einen (Psycho-) Thriller der eher tiefgründigen Art, dann wirst du hier voll und ganz auf deine Kosten kommen. Es sind die vielen kleinen Details und Hintergründe, die diesen Roman spannend und faszinierend zu gleich machen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Inhaltsangabe

Brutale Morde an Teenagern machen den Stadtbezirk Quarrenberg unsicher. Ein durch eine Horrormaske verhüllter Todesschütze hinterlässt Zettel am Tatort, die mal mit einem antiken Zitat, mal mit einem merkwürdigen Aphorismus beschrieben sind. Die Polizei glaubt, dass es um Drogen geht, doch der autistische Fachlektor und Psychologe Martin Hais hat eine andere Vermutung. Er entdeckt einen alten Manuskriptauszug in seinem Schrankfach, bei dem er aufgrund darin enthaltener Textstellen einen Zusammenhang zu den Tatortbotschaften sieht. Während der ermittelnde Kommissar Wójcik daran wenig interessiert ist, wird die aufgeweckte, extrovertierte Kioskbesitzerin Ina Ruíz, eine Zeugin des letzten Mordanschlags, die dem Killer bereits gegenübergestanden hat, auf Martins Theorie aufmerksam. Schließlich überredet sie ihn, mit ihr zusammen auf eigene Faust zu ermitteln, und Martin nimmt eher widerwillig eine große Herausforderung an: die Überwindung tiefsitzender Ängste, die sich nicht nur auf die Gefahr erstrecken, die von der Jagd auf einen Serienkiller ausgeht, sondern auch auf die enge Zusammenarbeit mit einer attraktiven weiblichen Person.

Bibliografie

Rezension mit Sketchnotes zum Roman: Martin Hais - Generation Z von Dennis Kornblum aus dem Tredition Verlag.

Autor: Dennis Kornblum
Genre: Thriller
Verlag: tredition
ISBN: 978-3347358898
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2021
Format: gebundenes Buch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 392
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von tredition zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: © Dennis Kornblum

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