Hurensohn von Byron Weigand

Rezension: Hurensohn von Byron Weigand

Hurensohn – Wie die Mutter, so der Sohn

von Byron Weigand

Hurensohn von Byron Weigand
Buchcover: Hurensohn – Wie die Mutter, so der Sohn von Byron Weigand

Meine Meinung

Das Cover erinnert ein wenig an einen dunklen Hintergrund mit Neonreklame. Auf dem schwarzen Hintergrund liegt eine Spritze mit Kanüle, ein Esslöffel und ein Feuerzeug. Alles deutet auf klassisches Heroin Besteck hin. Schaut man sich in der Verbindung auch noch die Rückseite des Buches an findet man dort ein Glas mit einer Flüssigkeit und Eiswürfel, vermutlich ein alkoholisches Getränk. Der Titel des Buches prangt über dem Besteck wie eine Neonreklame in Rot und Blau. Es hat etwas verruchtes, was auf das Rotlichtmilieu hindeuten könnte. 

Für mich passt das Cover perfekt zum Roman. Es werden wichtige Details aufgegriffen und keine falschen Hoffnungen geweckt. Bei dem Cover muss ich sofort zum Buch greifen, um mehr über den Inhalt zu erfahren. 

Achtung: Der Roman ist nichts für schwache Nerven. Den Klappentext kann man auch als Triggerwarnung verstehen. Die Themen, die dort genannt werden, kommen genauso in ihrer vollen Grausamkeit vor. Teilweise sehr realistisch dargestellt oder einfach skizziert, um das eigene Kopfkino anzustellen. Wenn dir die Themen zu nahe gehen, dann lieber Finger weg von dem Buch.

Wenn du aber auf der Suche nach einem spannenden Buch bist, das auf der dunkeln Seite unserer Gesellschaft spielt, dann machst du mit diesem Buch nichts verkehrt. 

Die Hauptpersonen sind Stella, eine aus Rumänien stammende Prostituierte und ihr Sohn Beniamin und der Ex-Polizist Robert Bormann. Der Er- Erzähler wechselt die Perspektive zwischen diesen drei Personen. So erfahre ich als Leser das Geschehen aus drei verschiedenen Sichtweisen.

Passend zum Rotlichmilieu und der Drogenszene wird eine derbe Ausdrucksweise gewählt. Es geht um Korruption, Menschenhandel und Kindesmissbrauch. Der Autor schreibt am Ende des Buches, dass er inspiriert wurde durch die Machenschaften von James Gregory Marlow (Folsom Wolf) und seiner Mutter Doris Walls Marlow. Der Serienmörder war mir bis zum Buch kein Begriff, aber nach kurzer Recherche auch ziemlich verständlich, denn 1986 war ich gerade mal 5 Jahre alt und die Informationspolitik noch nicht so global wie heutzutage. 

Aber zurück zum Buch, die Handlung ist von der ersten Seite an fesselnd. Der Start wirft sofort viele Fragen auf, die mich zum Weiterlesen animiert haben. Wo ist Benni? Wurde er entführt? Wie kommt er an Drogen? Wie wurde er zum Dieb? Diese Fragen werden erst im Laufe der Geschichte bzw. ganz am Ende gelöst. Bis zur Lösung habe ich teilweise mit offenem Mund gelesen, weil ich einfach so entsetzt und erstaunt war. Die ganze Zeit über bin ich am überlegen: Wem der Personen kann ich vertrauen? Kaum etwas scheint so zu sein, wie es ist. 

Nach diesem spannenden, mitreißendem und erschreckendem Roman kommt mir meine Kindheit einfach nur traumhaft vor. Stellt sich mir die Frage: Wie viel wert ist eine glückliche Kindheit? – Ich finde sie ist Goldwert und jeder kann sich glücklich schätzen, wenn er nicht mal ansatzweise das erlebt, was hier im Roman passiert. 

Ich habe den Roman einfach nur verschlungen. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren. So erschreckend wie der Inhalt auch ist, es ist ein fesselnd geschriebener Roman, den ich nur schweren Herzens mal zur Seite legen konnte. 

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Thrillern mit der oben genannten Einschränkung zur Triggerwarnung. 

Inhalt

„Sie lebt in einem alten, heruntergekommenen Plattenbau in Bukarest. Nein, hier sieht die hübsche Rumänin Stella für sich und ihren Sohn Beniamin keine Zukunft. Auf der Suche nach Glück reisen sie nach Deutschland, wo Stella schließlich im Rotlichtmilieu arbeitet. Zu allem Überfluss verschwindet Beniamin nach einigen Monaten spurlos. Doch wer hilft schon einer Prostituierten auf der Suche nach ihrem Sohn?
In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an den Ex-Polizisten Robert Bormann, der für seine unkontrollierte Art bekannt ist. Auf eigene Faust sucht er nach Beniamin und gerät schnell in einen Sumpf aus Drogen, Kindesmissbrauch und Gewalt.
Wer kann wem trauen in diesem schmutzigen Spiel? Handelt es sich vielleicht um organisierten Menschenhandel? Und über allem die verzweifelte Frage: Wo ist Beniamin? Ist er noch am Leben?“ (Quelle: Books on Demand)

Buch: Hurensohn von Byron Weigand

Hurensohn

Wie die Mutter, so der Sohn
von Byron Weigand

Thriller
Seiten: 288
Formate: Taschenbuch, Ebook
ISBN: 9783752802948
Verlag: Books on Demand
erschienen am: 02.08.2018

Rezensionsexemplar

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