Fantasywoche – Interview mit Christin Burger

Willkommen in Kerstins Kartenwerkstatt. Hier dreht sich diese Woche alles um Fantasy. Heute darf ich dir zusammen mit Anne und Jessica die Autorin Christin Burger vorstellen.

Kerstin: Liebe Christin, würdest du dich unseren Lesern bitte kurz vorstellen?

Hallo ihr Lieben! Ich bin Christin Burger, 41 wunderbare Jahre alt und bin Vollblutautorin. Dieses Jahr ist besonders toll für mich, denn ich werde meine Trilogie „Im Kreis der Sieben“ abschließen. Ich schreibe nicht nur Romane, sondern auch Kinderbücher und für Fernsehserien. Ich darf den ganzen Tag nichts anderes machen, als mir Geschichten auszudenken und lebe damit einen Traum, den ich schon als Kind hatte.

Jessica: Welches Buch hat dich zum Schreiben inspiriert? Gab es ein solches Buch?

Es gibt eine Menge Bücher, die mich inspiriert haben. Aber als Kind habe ich „Die Unendliche Geschichte“ und „Momo“ verschlungen. Außerdem die Fantasyromane von Hohlbein. Ich wollte damals schon Autorin werden und irgendwann solche Bücher schreiben. Vom Stil beeinflusst haben mich dann später besonders „Alice im Wunderland“ und „Der Goldene Kompass“.

Kerstin: Ich bin jemand, der Texte erst mal mit Stift und Papier schreibt, bevor sie getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?

Das ist bei mir genauso! Eine Idee kommt – und dann wird alles handschriftlich festgehalten. Ich schreibe sehr viel handschriftlich und kann an keinem schönen Kugelschreiber oder Füller vorbei, ohne ihn einzustecken. Schlimm! Ich sammle also die Ideen, die meistens kommen, wenn ich mich im Wald bewege oder Fahrradtouren mache. Dann überfällt mich manchmal eine ganze Geschichte. Bei meinem dritten Teil war das so. Ich hatte nichts zu schreiben dabei – Fehler! Also habe ich alles als Sprachnachricht an meinen Mann geschickt. Jetzt habe ich immer was zum Schreiben dabei!

Anne: Was machst du, wenn du eine Schreibblockade hast?

Ich lasse mir Zeit. Weil ich weiß, dass die Ideen wiederkommen, wenn es soweit ist. Ich lenke mich dann mit anderen Sachen ab. Früher habe ich manchmal Panik bekommen, dass meine Quelle versiegt sein könnte. Aber mittlerweile weiß ich, dass Kreativität einfach auch Pausen braucht. Allerdings kommt es wirklich selten vor. Bei mir ist es eher so, dass es manchmal dauert, bis die komplette Geschichte da ist. Dann kann ich mit dem Schreiben noch nicht loslegen, das war auch beim dritten Teil so. Auf den habe ich lange gewartet. Wenn dann aber alles da ist, schreibe ich meiste ohne Blockade durch.

Jessica: Was ist dir bei deinen Büchern besonders wichtig?

Hm … so vieles. Ich möchte gerne Geschichten schreiben, die authentisch sind. Bei denen ich den Figuren gerecht werde und ihnen treu bleibe. Sprich, wenn sie Mist bauen, dann muss ich da genauso durch wie sie. Ich will nichts beschönigen oder es meinen Lieben einfacher machen. Ich glaube, wenn man gute Figuren hat, dann gehen die Leser mit. Das wünsche ich mir. Und ich wünsche mir, dass meine Bücher etwas Neues mitbringen. Ich freue mich über jede Rezension, die betont, dass meine Bücher „anders“ sind. Das war nämlich etwas, was mir Sorge bereitet hat – was aber offensichtlich gut ankommt. Das freut mich natürlich sehr!

Kerstin: In deinem Buch zur Fantasywoche „Im Kreis der Sieben“ macht Lara sich auf die Suche nach ihrem Vater. Magst du es meinen Lesern mit 3 Sätzen schmackhaft machen?

Das will ich gerne versuchen! Lara ist 16, als ihr Vater durch ein Computerprogramm verschwindet. Sie folgt ihm und landet zu ihrem Entsetzen im Totenreich, wo ihr Vater ihre verstorbene Mutter zurückholen wollte. In Begleitung eines vergesslichen, schwebenden Auges reist Lara durch das Totenreich auf der Suche nach ihrem Vater und dem süßen Jungen Timo und muss am Ende versuchen, Timo und ihr Leben zu retten…

Jessica: Entsteht das Ende deiner Geschichten manchmal noch bevor du den Anfang kennst?

Ich bilde mir das manchmal ein. Eigentlich habe ich immer den ganzen Bogen der Geschichte, wenn ich anfange zu schreiben. Aber dann passiert eigentlich immer das gleiche: Wenn ich zum Ende gekommen bin, erfahre ich selbst erst, wie die Bücher aufhören. Das ist ganz verrückt, wie ich finde. Ich habe ein Ende im Kopf und steuere darauf zu. Aber dann gibt es oft eine Wendung, mit der ich selbst gar nicht gerechnet habe und die viel besser ist als das, was ich mir ausgedacht hatte. Das liebe ich an diesem Beruf. Als würde man sein eigenes Buch selbst lesen… Heute – während ich das Interview gebe – schreibe ich übrigens das Finale von Teil 3, das komplett anders ist, als ich es mir je vorgestellt hätte!

Kerstin: Hast du einen bestimmten Platz zum Schreiben? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Abgesehen von der Natur schreibe ich immer am Schreibtisch. Das ist der ruhigste Platz für mich. Hier fluppt es!

(Quelle: Christin Burger)

Jessica: In welches Buch kannst du selbst immer wieder flüchten?

Es gibt ein Buch, das ich immer wieder gelesen habe: „Töne aller Arten“ von Peter Trabert. Es ist so warm und verrückt und wunderbar. Ich liebe es!

Anne: Welchen Beruf übst du aus, wenn du nicht Autorin bist?

Ich bin hauptberuflich Autorin (was das Schönste überhaupt ist!). Ich schreibe auch für Fernsehserien, was mir Riesen Spaß macht und was dafür sorgt, dass ich immer Abwechslung habe, neue Leute kennenlerne und jeden Tag mit Geschichten zu tun habe. Traumhaft, oder? Für die Fernsehserien kann ich zwar auch zuhause schreiben, wenn die Folgen aber geplottet und besprochen werden, fahre ich oft nach Leipzig, Berlin oder Köln. Was mir großen Spaß macht. Ich habe ja 14 Jahre in Großstädten gelebt und brauche den Trubel zwischendurch. Nach zwei Tagen will ich dann aber zurück in die Pampa!

Anne: Was machst du in deiner Freizeit?

Ich liebe es, mit meinem Mann und meinen Freunden zu kochen, Musik zu hören, sich zu unterhalten. Das ist das Wichtigste! Dann kommen Klavierspielen und Wandern dazu. Da ich beruflich viel unterwegs bin, mag ich es zuhause gerne ruhig, wenn ich ehrlich bin. Und versinke auch mal gerne in Serien, die ich dann am Stück weggucke. Zum Glück teilt mein Mann diese Leidenschaft, sonst könnte es schwierig werden.

Kerstin: Vielen Dank liebe Christin für das spannende Interview. Dein Buch klingt selbst für mich interessant, obwohl ich bis zu dieser Fantasy Woche mit dem Genre nichts zu tun hatte.

fantasywoche-februar-2017

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7 Kommentare

  1. juliasfantasticbooks

    oh ja…

  2. Das finde ich auch. Ich bewundere es, ich würde es auch gerne können. Lg

  3. Schönes Interview! Echt interessant, dass zu lesen 😉 Ich finde es immer wie komisch und vor allem verblüffend, sich vorzustellen wie eine so coole Geschichte wirklich aus der Kreativität eines ganz normalen Menschen entsprang 😀
    Lg, Julia

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