Beiträge zur Weltenbummler Challenge 2016, Books on Monday, Buch Rezension

Books on Monday – Jörg Böhm

Moffe_Final

Moffenkind von Jörg Böhm

Krimi
432 Seiten
ISBN 978-3-8271-9449-7
CW Niemeyer Buchverlage
Hier für 13,00 € kaufen 

Inhalt (Quelle: CW Niemeyer Buchverlage)

Eine verbotene Liebe.
Eine Kreuzfahrt in die Vergangenheit.

Feierlich tritt die »Star of the Ocean« von Hamburg aus ihre Jungfernfahrt zu den Metropolen Westeuropas an. Mit an Bord ist Wilhelmina Nissen, Matriarchin einer Hamburger Kaffeerösterei. Sie hütet ein schreckliches Geheimnis, das bis in die Kriegswirren von 1942 zurückreicht. Eva Bredin begleitet ihre Großtante. Sie folgt den Spuren ihrer Freundin Sanne, die vor zwanzig Jahren auf mysteriöse Weise verschwand.

Doch während der Kreuzfahrt werden ausgerechnet die beiden Passagiere ermordet, die Eva der Wahrheit ein großes Stück näherbringen sollten, und die dunkle Familiengeschichte wird ihr zum Verhängnis …

Autor (Quelle: CW Niemeyer Buchverlage)

Der Journalist Jörg Böhm (*1979) war nach seinem Studium der Journalistik, Soziologie und Philosophie unter anderem Chef vom Dienst der Allgemeinen Zeitung in Windhoek/Namibia, um dort von Land und Leuten und den Geschichten des Schwarzen Kontinents zu berichten. Danach arbeitete Jörg Böhm als Kommunikationsexperte und Pressesprecher für verschiedene große deutsche Unternehmen.  Seit 2014 widmet er sich nur noch seinen schriftstellerischen Tätigkeiten. Neben dem 1. Kreuzfahrtkrimi „Moffenkind“, den er exklusiv in Kooperation mit der Reederei AIDA Cruises und für die AIDAprima und deren Metropolenroute geschrieben hat, sind mittlerweile drei Landhaus-Krimis um seine dänisch-stämmige Kriminalhauptkommissarin Emma Hansen erschienen („Und nie sollst du vergessen sein“, „Und die Schuld trägt deinen Namen“ sowie „Und ich bringe dir den Tod“). Aktuell schreibt er an seinem vierten Emma-Hansen-Krimi, der im März 2017 erscheinen wird. Als bester Nachwuchsautor wurde er für seinen ersten Landhaus-Krimi „Und nie sollst du vergessen sein“ mit dem Krimi-Award „Black Hat“ ausgezeichnet.

Mehr über Jörg Böhm und seine Aktivitäten erfahren Sie unter jörgböhm.com

Meine Meinung

Das Cover gibt einen sehr guten Ausblick auf die Geschichte. Abgebildet ist ein Kreuzfahrtschiff. Der Himmel wird von einem jungen weiblichen Gesicht verdeckt. Zwischen dem Schiff und der Frau sind Blutspritzer neben dem Titel zu sehen. Für mich trifft diese Zusammenstellung ganz gut den Inhalt des Buches.

Der Krimi spielt auf einem Kreuzfahrtschiff, das von Hamburg aus nach Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Amsterdam und zurück nach Hamburg fährt. Jörg Böhm gibt detaillierte Beschreibungen von den einzelnen Häfen und den Ausflügen in die Umgebung. Ich habe beim Lesen an meine Reise 2013 mit der AidaSol gedacht. Zum Teil kannte ich die beschriebenen Orte. Sollte ich die Tour noch einmal machen muss ich unbedingt nach Salisbury. Vielleicht gibt es das kleine Café ja wirklich.

Die Geschichte wird in der Er-Perspektive erzählt. So erfahre ich als Leser sehr viel über die einzelnen Personen. Die Erzählperspektive wird nur für die Vergangenheit gewechselt. Da konnte ich abtauchen in das Leben einer jungen Frau im zweiten Weltkrieg. Sie erzählt in der Ich-Perspektive von ihrer Freundin und ihrem Leben in den Niederlanden.

Ich wurde nur langsam warm mit den Personen und der Geschichte. Zu Beginn stachen die detaillierten Beschreibungen der Umgebung hervor. Und die eigentliche Handlung verschwand für mich in den Hintergrund. Da mich interessierte, an welche Orte der Reise die Protagonisten gehen, habe ich tapfer weiter gelesen. Mein Durchhaltevermögen wurde belohnt. Ab der Mitte des Buches wurden die Beschreibungen weniger und die Handlung kam endlich in den Vordergrund. Ich war auf Mal so gefesselt von den Geschehnissen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Auch wenn das Buch lange braucht, um einen in den Bann zu ziehen, lohnt es sich. Jörg Böhm nimmt einen mit auf eine Kreuzfahrt, bei der nicht alle Passagiere am Ende wieder in Hamburg ankommen.

Das Buch habe ich von Marita und Dagmar aus der Facebookgruppe „Rezensionsexemplare auf Wanderschaft“ bekommen. Vielen Dank für die tolle Organisation.

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