Kerstin fragt … Yvette antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Yvette Preiser

Foto der Hörbuchsprecherin Yvette Preiser

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Tja, was soll ich sagen … Ich bin Yvette und eigentlich noch Lehrerin, aber dann kam das Leben mit drei Kindern und einem zu sanierenden Haus dazwischen und streckte mich nieder. Ich bin derzeit 41 und habe mich, nachdem mich der Lehrerberuf krank gemacht hat, ein klein wenig neu ge- und erfunden.
https://www.yvettepreiser.de

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Derzeit bin ich nur auf Instagram (https://www.instagram.com/voice.by.yvette) unterwegs. Zwar habe ich noch ein Profil auf Facebook, aber das läuft nur so nebenher durch Crossposting.
Ich kann mich und meine Arbeit zeigen, in Kontakt mit lauter wundervollen, inspirierenden Menschen kommen und natürlich meine Dienstleistung anbieten. Sprich Akquise betreiben.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Planen, Lesen, Markieren, Sprechen, Schneiden

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

Ein Kinderbuch, welches ich meinen Kindern abends vorm Einschlafen vorlese: Txano & Oscar

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Für gewöhnlich hilft mir Optimismus gepaart mit etwas Realismus. Eine positive Sicht auf die Dinge zu haben, ist für mich einfach wichtig. Und ich habe mir den Leitsatz einer Protagonistin eines Buches, welches ich einsprechen durfte, übernommen: „Ich nehme das Leben leicht.“

Wie bereitest du dich auf die unterschiedlichen Figuren in einem Buch vor? Hast du ein System, um ihre Stimmen und Persönlichkeiten zu markieren oder festzulegen?

Ganz wichtig sind hierbei die Informationen der Autor*innen dazu, wie sie sich ihre Hauptcharaktere vorstellen. Welche Eigenschaften sie auszeichnen, wie sie klingen sollen usw.

Mit diesen Informationen lese ich mir die Dialoge nochmals durch und markiere mir farblich, wer was spricht. Hinzu kommen kurze Anweisungen (auf einem extra Zettel) für mich: Körperhaltung beim Sprechen, prägnante Emotionen, stimmliche Klangfarbe, …

Danach gibt’s zu jeder wichtigen Person im Buch eine kurze Sprachaufnahme als Hörprobe. Sobald dies mit den Vorstellungen der Autor*innen passt, habe ich meine Sprechprobe für die jeweiligen Personen, in die ich, falls nötig, immer wieder zum Abgleich reinhören kann.

Was war der lustigste oder skurrilste Versprecher, der dir während einer Aufnahme passiert ist?

„personifizierte Perfektion“

Keine Ahnung wie häufig ich diese beiden Worte wiederholen musste, bis es funktionierte.

Als ich dann den Versprecher „persofinizierte Perfektion“ nochmals genau so wiederholen wollte, kam es plötzlich korrekt heraus, also „personifizierte Perfektion“, nur um es dann beim nochmaligen Sprechen im Textfluss wieder verdreht zu sprechen und weiter ging die Zungenverknoterei.

Arpeitsplatz von Yvette Preiser

Wie gehst du mit langen oder besonders schwierigen Textpassagen um, die voller Zungenbrecher oder Fachjargon sind?

Gute Frage, … Ganz wichtig für mich ist es, dass ich das Buch, welches ich einsprechen darf, zuvor einmal komplett gelesen habe, so dass ich weiß, worum es geht, welche Wendungen es in der Geschichte gibt, wie sich die Hauptcharakteren entwickeln usw.

Gilt bei mir tatsächlich auch bei Sachbüchern, wobei es hier dann um etwaige Fremdwörter oder eben den Fachjargon geht. Und natürlich den Zusammenhang des großen Ganzen.

Schwierige Textpassagen kann ich mir dann so im Vorherein schon markieren und entsprechende Zeichen für Betonungen, auch innerhalb eines Wortes, setzen.

Bei Worten, die eine bestimmte Aussprache erfordern, recherchiere ich mir diese und schreibe mir die entsprechende Aussprache lautgetreu zum Wort dazu.

Und passieren dann Versprecher, wird dieser Teil eben so lange wiederholt, bis es passt. Eine Pause zwischendrin tut dann auch immer mal gut.

Was macht dir an deinem Beruf als Hörbuchsprecher am meisten Spaß?

Neben dem Eintauchen in andere Leben, Personen, Welten, kann ich nach den Erfahrungen als Lehrerin sagen, dass es die Ruhe und das allein sein sind, was für mich wichtig ist. Ich kann mich vor dem Mikro ausleben, in andere Charaktere schlüpfen und muss mich dabei selbst nicht vor anderen zeigen. Beim Anhören des Hörbuchs weiß niemand welche gestik- und mimikbelandenen Tänze ich vor dem Mikro aufgeführt habe, damit alles so klingt wie es klingen soll. Ich kann somit meine extrovertierte Seite ausleben, ohne, dass ich dies vor anderen tue.

Welche Ausbildung benötigt man, um Hörbuchsprecher zu werden?

Tja was benötigt man um Sprecher*in zu werden …. Ich selbst bin Quereinsteigerin und hatte das Glück, dass ich durch mein Studium schon gewisse Grundlagen zu Sprechtechniken erworben hatte. Ansonsten bilde ich mich stetig weiter und besuche Workshops und Coachings, um an meiner Sprechtechnik zu feilen und ein wenig Schauspiel zu erlernen. Generell sollte man akzent-und dialektfrei Hochdeutsch sprechen können. Ein gewisses schauspielerisches Talent wäre auch von Vorteil. Ebenso wie flüssiges, lautes, Lesen.
Es gibt derzeit auf dem Markt diverse seriöse und leider auch unseriöse „Ausbildungsangebote“.

Liebe Yvette vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe den Einblick in deine Arbeit als Hörbuchsprecherin sehr genossen. Und musste kurz schmunzeln, weil du mich dran erinnert hast, warum ich den Lehrerberuf an den Nagel gehängt habe.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Antonia antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Antonia Löding

Autorinfoto Antonia Löding

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, ich bin Antonia Löding👋 Managerin bei Tag, Geschichtenerzählerin bei Nacht. Ich schreibe emotionale, vielschichtige Geschichten über Frauen, die sich selbst retten – zwischen Fantasy, Romance und dunklen Geheimnissen. Mein Alltag? Vollzeitjob, 4 Katzen 🐾, Krabbeltiere 🐛, Bücherregale 📚 und jede Menge Nerd-Kram – dabei den Kopf immer ein Stück in meiner Fantasie.
https://antonia-loeding.de https://www.instagram.com/antonia.loeding.autorin/

Logo von Antonia Löding

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Empathisch. Fantasievoll. Sinnlich. Widersprüchlich. Neugierig.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Ehrlich gesagt kann ich mich nicht auf ein Genre festlegen. Meine Geschichten bestimmen das selbst.
Manchmal brauche ich die Romantik von Romance, manchmal die Freiheit fantastischer Welten, um Themen zu erkunden, die in der realen Welt zu komplex wären. Was all meine Geschichten verbindet: Sie handeln von Frauen, die durch schwierige Situationen navigieren und dabei zu sich selbst finden. Das Genre ist nur das Mittel zum Zweck. Was mich wirklich interessiert, sind die emotionalen Reisen.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

„Goldenes Hexenvolk“ von Mary Gentle hat mich völlig gefesselt. Es geht um eine Erdenbotschafterin auf einem fremden Planeten, dessen Bewohner auf den ersten Blick wie Menschen wirken. Die Protagonistin ertappt sich immer wieder dabei, menschliche Maßstäbe auf diese Kultur zu übertragen und liegt damit völlig falsch. Langsam verändert sich ihr ganzes Denken. Diese allmähliche Transformation, wie jemand lernt, wirklich umzudenken – das hat mich nicht mehr losgelassen.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Schon in meiner Abi-Zeitung von 1998 stand bei mir der Spruch: „Das Leben besteht aus Problemen. Zu leben heißt, sie zu lösen.“ Das klingt vielleicht pessimistisch, aber für mich ist es das Gegenteil – es macht mich handlungsfähig. Jedes Problem ist ein Rätsel, das gelöst werden will. Ob im Job, beim Schreiben oder im Leben: Es gibt immer einen Weg.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

„Bound by Deceit“ ist vor Kurzem erschienen, der zweite Teil meiner Romantic Suspense Dilogie Liebe Undercover. Nachdem FBI-Agentin Rachel in Band 1 Gefühle für Chris entwickelt hat, ihre Ermittlungen jedoch in einer Katastrophe endeten, muss sie nun gemeinsam mit den Mitgliedern des Motorradclubs herausfinden, was wirklich dahintersteckt. Es geht um Rätsel, Liebe, gebrochenes Vertrauen und alte Wunden, die längst nicht verheilt sind.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Für mein Alternate History Projekt schreibe ich mehrere Jahrhunderte Geschichte neu. Dabei wälze ich nicht nur historische Quellen, sondern spiele auch gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Verzweigungen durch. Was hätte das für Frauen bedeutet, für Sprache, für Machtverhältnisse? Es ist unglaublich viel Arbeit, aber ich kann einfach nicht aufhören. Jedes Detail kann entscheidend sein für die Geschichten, die in dieser Welt entstehen sollen. Die neue Realität ist einfach zu faszinierend.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Aktuell arbeite ich an Projekt Guardians, erneut Romantic Suspense, aber dieses Mal mit Edinburgh-Setting. Caitlin will in Schottland ihr Trauma hinter sich lassen, doch ihre Vergangenheit lässt sie nicht los. Zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern und einer Bedrohung aus der Vergangenheit muss sie lernen, für sich selbst einzustehen. Es ist eine Geschichte über Schmerz, Heilung und darüber, wie Liebe manchmal dort wächst, wo wir am verletzlichsten sind.

Liebe Antonia vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe deine Liebe Undercover Dilogie geliebt und bin gespannt auf dein nächstes Romantic Suspense Buch.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Clarissa antwortet

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heute mit Clarissa Schmenger

Foto von der Autorin Clarissa Schmenger
Foto by Maike Hermann

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, mein Name ist Clarissa Schmenger und neben meiner großen Leidenschaft – dem Schreiben – schnüre ich sehr gerne und sehr oft meine Laufschuhe. Ich liebe Kaffee und Erdnussbutter sowie Geschichten voller fabelhafter Wesen und Abenteuer. Mit dem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie „Der Schlüssel – Schicksalserwachen“ habe ich mir meinen Traum, mich irgendwann Autorin nennen zu dürfen, verwirklicht.
Instagram: https://www.instagram.com/clarissa.schmenger/

Welches Genre schreibst/liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Eindeutig : Fantasy. Weil ich immer wieder fasziniert davon bin, welche wundervollen Welten, welche interessanten Charaktere und atemberaubende Geschichten in diesem Genre entstehen können. Außerdem liebe ich es, wenn immer etwas Humor in den Stories steckt.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

„Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier, sowie alle Folgebände. Ich habe den ersten Band an einem Abend verschlungen! Genau das ist für mich der Zauber an guten Geschichten. Man versinkt komplett in ihnen und verschlingt jedes geschriebene Wort.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

„Magie ist überall. Du musst nur bereit sein, sie wahrzunehmen.“ Dieses Zitat sagt der Hauptcharakter in meinem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie. Ich finde dieses Zitat passt wunderbar auch zu mir. Man sollte niemals den Glauben an Magie (in jeglicher Form) in dieser Welt verlieren und bereit sein, sie wahrzunehmen und zu erkennen. Das meine ich nicht im spirituellen Sinn, denn Magie kann auch ein Moment sein, eine Geste, ein Lächeln, ein gutes Gespräch, ein Gefühl oder einfach nur die ersten Sonnenstrahlen am Morgen.

Zu sehen ist das Cover vom ersten Band der Romantasy Trilogie: Der Schlüssel Schicksalserwachen von Clarissa Schmenger

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich mache eine Pause. Ich erlebe etwas komplett anderes oder gönne mir einfach eine Auszeit. Es bringt nichts, etwas zu erzwingen. Damit möchte ich nicht sagen, dass das Schreiben ohne einen gewissen Grad an Disziplin auskommt. Aber Zwang führt nie zu etwas Gutem.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich bin gerade mit dem zweiten Band meiner Trilogie fertiggeworden. Das Manuskript geht nun im nächsten Schritt zu meiner Lektorin. Parallel dazu wird das Cover erstellt und ich hoffe, dass das Buch im Dezember, also vor Weihnachten, auf den Markt gehen kann. Weiterhin habe ich bereits mit Band 3 begonnen und kann es kaum erwarten, meinen kompletten Fokus auf das große Finale zu richten.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Niemals aufgeben. Glaube an dich und deine Geschichte!

Liebe Clarissa vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Das Zitat aus deinem Buch: „Magie ist überall …“ finde ich total schön. Diese Magie verströmt für mich jeder Sonnenuntergang über dem Meer aufs neue.

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Kerstin fragt … Thorsten antwortet

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heute mit Thorsten Rauwolf

Thorsten Rauwolf

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich heiße Thorsten Rauwolf, bin 1969 geboren, habe zwei Kinder und eine Enkeltochter. Nicht mehr verheiratet, dafür seit 3 Jahren glücklich vergeben. Ich arbeite in einem Baustoffhandel an der Theke. Neben meinen Hobbys Fotografieren, Kochen, Feiern und Modellbau, schreibe ich schon immer. Allerdings habe ich erst am 14.02.2025 zum ersten Mal ein Buch veröffentlicht. „Nie wieder Krieg“. Mein zweites Buch kommt Ende Juni auf den Markt: „Die Wahrheit“.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Facebook und Instagram. Kontakte halten und Werbung für meine Bücher machen.
https://www.instagram.com/thorstenrauwolf/

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Unbeschreiblich, Lustig, Hungrig, Durstig, Kreativ.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Historie, 80ziger Jahre, geile Zeit und gleichzeitig das Thema zweiter Weltkrieg; Westernroman in Planung.

Nur wieder Krieg von Thorsten Rauwolf mit Grabstein

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Niemals aufgeben. Privat sowie beruflich wurden mir Steine in den Weg gelegt. Egal, andere Wege gehen.

Hast du schon mal eine Figur aus einem Buch in deinem Alltag zitiert oder nachgeahmt? Welche war es, und in welcher Situation?

Spock: Lebe lang und erfolgreich. Bei Geburtstagsfeten.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Fremde vom Himmel

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Zur Feier des Tages. Am Abend gibt es was leckeres zum Essen.

Thorsten Rauwolf liest aus Nie wieder Krieg

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Die 80ziger Jahre, die erste Liebe. Die Schwierigkeit die Wahrheit zu erfahren.

Was war die lustigste oder skurrilste Fanpost, die du je erhalten hast?

Man glaubt, ich wäre Peter aus dem Buch

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Das Erstellen eines Familienstammbaumes nebst besuchen von Verwandten über 20 Jahre lang. Dabei Hunderte von Personen erfasst und Familiengeschichte notiert.

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Beim Autofahren überlegen, was ich tun würde. Hilft bei Schreibblockade

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Warum gibt es dies nicht in englisch?

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Erste Veröffentlichung am 14.02.2025. Zweite folgt Ende Juni. In Buch 1: „Nie wieder Krieg“ erzählt Peter die Geschichte. In Buch 2: „Die Wahrheit“ erzählt Nicole die Geschichte aus einer anderen Sichtweise.

Wenn du das Cover eines deiner Bücher neu gestalten könntest, welches wäre es – und wie würde es aussehen?

Ich würde nichts ändern

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich arbeite an einem Westernroman: Siedlertreck nach Kansas. Geht um Liebe, Freundschaft, Entbehrung, Zusammenhalt.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Nicht auf die Meinung anderer hören. Mache dein Buch, es ist dein Werk. Schicke es einem Verlag. Dann erst kannst du deinem Bekanntenkreis davon berichten.

Autor Thorsten Rauwolf beim Signieren

Lieber Thorsten vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Bei Westernroman muss ich an viele Sonntage bei meinen Großeltern denken. Wir saßen im Wohnzimmer. Dort lief eigentlich immer ein Western im Fernsehen. Ich hatte ein Kissen zur Hand, um mich im Zweifel kurz dahinter zu verstecken.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Heidi antwortet

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heute mit Heidi Metzmeier

Autorinnenfoto Heidi Metzmeier_2025

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hallo liebe Bookies, ich bin Heidi, 57 Jahre jung, am Rhein geboren, aber in der Welt zu Hause. Meine beiden größten Leidenschaften sind das Schreiben und das Reisen. Wenn ich nicht gerade mit Mann und Hund in unserem – zum Expeditionsmobil umgebauten – Geländewagen unterwegs bin, lebe ich am Rand des Nordschwarzwalds bei Baden-Baden.
In meinem Arbeitsleben habe ich schon so manchen Beruf ausprobiert, von der Chemisch-Technischen Assistentin, über die promovierte Diplombiologin, bis hin zur Kommunikationsberaterin. Seit 2022 bin ich veröffentlichte Autorin. Seither bin ich angekommen, denn dieser Beruf ist eine Berufung und die Aufgaben erfüllen mich, trotz stressiger Situationen, mit Freude. Ich schreibe sowohl vom heimischen Schreibtisch aus, als auch von unterwegs. Die Themen meiner Bücher sind von meinen Reiseerfahrungen ebenso inspiriert, wie von meinem Hintergrund als Naturwissenschaftlerin.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Meine Lieblingsplattform ist der Blog meiner Webseite (https://heidimetzmeier.de). Hier kann ich weiterhin meine Leidenschaft als Reisebloggerin ausleben. Außerdem schreibe ich Kurzgeschichten, die dort eine Heimat finden. Schließlich werde ich auch gelegentlich persönlich, berichte über meinen Alltag als Selfpublisherin.
Außerdem habe ich einen Account @heidimetzmeier auf Instagram. Auch wenn mich die ständig wechselnden Herausforderungen durch den Algorithmus gelegentlich nerven, bin ich doch froh um diese Plattform, denn hier kann ich mich mit Buchbloggern, Lesenden und anderen Autoren über Themen austauschen, die mich bewegen. Als Autorin, die noch viel zu lernen hat, sauge ich die Informationen aus der Buchbubble auf wie ein Schwamm. Das Gefühl von Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, schätze ich sehr. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge auch etwas zurückgeben kann.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Geschichtenerzählerin, Weltwandlerin, Ungewissheits-Junkie, Aufmerksamkeitslenkerin, Mutmacherin

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Eigentlich sind es zwei ;o) Meine ersten Bücher sind autobiografische Reiseerzählungen, aber auch in meinen Kurzgeschichten und Romanen bleibe ich dem Reisegenre treu. Ich kann gar nicht anders.
In meinem ersten Roman habe ich jedoch für das Kernthema das Fach gewechselt und gerade erst gelernt, dass es dafür ein neues Genre gibt, das bislang noch eine Nische ist: Climate Fiction.
Durch meine Reiseerfahrungen und meine Ausbildung als Naturwissenschaftlerin habe ich eines verstanden: Wir sind über ein fragiles Ökosystem miteinander verbunden. Diesen Lebensraum zu schützen, ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Klimaschutz ist alternativlos, denn sonst werden wir Landflächen – ja ganze Inseln – für immer verlieren. Der Lebensraum nicht nur für uns, sondern für alle Spezies ist in akuter Gefahr. Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, sehe ich als eine wichtige Aufgabe meiner schriftstellerischen Tätigkeit an.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Den Buchtitel gibt es tatsächlich: „Reisen bewegt“. Die Anthologie habe ich mit vier weiteren reiselustigen Frauen geschrieben. Sie zeigt, dass die Erfahrungen, die wir unterwegs im Umgang mit anderen Kulturen machen, uns verändern. Keine Reise lässt dich unberührt, wenn du dich darauf einlässt. Für mich macht das den Kern des Reisens aus, sich permanent anderen Gegebenheiten auszusetzen, sich zu fordern und daran zu wachsen. Die eigene Komfortzone zu verlassen mag anstrengend sein, aber ich bekomme so viel zurück, dass ich süchtig danach geworden bin, immer wieder aufzubrechen.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Sehr gern! Auch in „Die Erbin der Wut“ (ET.: 26.06.2025) wird gereist und zwar nach Kreta. Die vermeintliche Urlaubsidylle bekommt aber schon bald erhebliche Risse durch eine schicksalhafte Begegnung, die ein lang gehütetes Geheimnis auffliegen lässt. Die Protagonistin Hanna – Studentin und Klima-Aktivistin – wird von Geistern der Vergangenheit eingeholt und ist dadurch gezwungen, die Weichen für ihr eigenes Leben neu zu stellen.

Zu sehen ist das Cover vom Roman: Die Erbin der Wut von Heidi Metzmeier

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Ich habe bislang drei Bücher veröffentlicht und an drei Spendenanthologien mitgeschrieben. Das Buch, das mir wohl immer besonders am Herzen liegen wird ist „Unter demselben Himmel“, mein Autorinnendebüt. Nicht nur, weil hier meine ganz persönliche Lebensgeschichte verarbeitet ist, sondern weil ich mit diesem Buch als Autorin durchgestartet bin.

Du hast von der Welt schon einiges gesehen. Wo war bisher dein ungewöhnlichster Schreib- bzw. Leseplatz?

Wenn wir unterwegs sind schreibe ich von meinem Stammplatz in der Sitzecke des Land Rovers. Dabei kann ich durch eine große Klappe auf die Landschaft um mich herum sehen. Das ist sehr inspirierend.
Der exotischste Leseplatz war wahrscheinlich in Afrika, genauer gesagt Simbabwe, im Mana Pools Nationalpark, am Sambesi-Fluss. Ich saß unter einem Mangobaum auf einer Decke. Ich blieb nicht lang alleine, ein Elefant näherte sich mir neugierig. Diese Geschichte erzähle ich ausführlich in „Unter demselben Himmel“. An das Buch, das ich versucht habe zu lesen, kann ich mich heute nicht mehr erinnern, aber die Szene – diesen Kopf mit riesigen Ohren und langem Rüssel – direkt vor meiner Nase, habe ich noch deutlich vor Augen. Es gibt sogar ein Foto davon.

Heidi trifft Elefant_Mana Pools

Dein erster Roman, der keinen autobiografischen Bezug hat spielt auf Kreta, wie bist du auf den Schauplatz gekommen?

Ich könnte jetzt flapsig antworten, dass der Roman während einer langen Winterreise auf Kreta entstanden ist – aber das wäre nur die halbe Wahrheit.
Die ehemalige Hippie-Hochburg Matala passt perfekt zu den Vorlieben einer der Protagonistinnen. Zudem erzwingt die persönliche Geschichte einer der beiden Hauptfiguren ein Zusammentreffen außerhalb Deutschlands. Diese Rahmenbedingungen machten Kreta zum idealen Schauplatz. Da ich selbst dort war, lernt die Leserin die Schönheit und Geschichte dieses besonderen Ortes aus erster Hand kennen.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Vergleiche dich nicht mit Bestseller-Autoren und vergiss Zahlen wie Zugriffe auf Blogs, Ranking der Bücher, Menge der Follower auf Social Media etc. Ich habe dies als eher hemmend für meine Motivation und Kreativität empfunden. Wir sprechen alle mit einer individuellen Stimme und jeder Einzelne von uns findet sein Publikum, manche schneller, manche langsamer. Wenn du den Ruf der Geschichte in dir hörst, dann bist du als Autorin richtig – ganz so wie du bist!

Liebe Heidi vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich kann mich noch gut an die Buch Berlin 2022 erinnern, als du mich bei deiner Lesung aus „Unter demselben Himmel“ in deinen Bann gezogen hast. Ich freue mich nun auf einen gedanklichen Ausflug nach Kreta.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Nina antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Nina Detzner

Nina im Studio

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi! Ich bin Nina, Hörbuchsprecherin mit einer großen Liebe für Geschichten. Nach vielen Jahren beim Fernsehen habe ich mich selbstständig gemacht und darf jetzt genau das tun, was ich liebe! Ich spreche vor allem Romance, Fantasy und New Adult – also starke Gefühle, große Herausforderungen und Figuren, die sich entwickeln dürfen. Meistens arbeite ich in meinem eigenen Studio, aber auch gern extern – je nachdem, was das Projekt braucht.
Hompage: https://nina-spricht.de/
Instagram: https://www.instagram.com/sprecherin_nina/

Wie bereitest du dich auf die unterschiedlichen Figuren in einem Buch vor? Hast du ein System, um ihre Stimmen und Persönlichkeiten zu markieren oder festzulegen?

Ich komme über die Figurenarbeit zum Sprechen – also eher vom Schauspiel. Deshalb interessiert mich immer: Wo kommt die Figur her? Was hat sie erlebt? Was will sie? Und was hindert sie daran? Ich erarbeite für jede Figur eine innere Haltung, die man dann (hoffentlich) in der Stimme hört. Technisch markiere ich mir im Manuskript abschnittsweise Dinge wie Tempo, welche Emotion gerade mitschwingt usw. – aber das Wichtigste passiert vorher im Kopf und Herz.

Wie viel Einfluss hast du bei der Gestaltung von Hörbüchern (z. B. bei der Interpretation der Figuren oder der Sprechweise)?

Gerade im Selfpublishing habe ich viel Freiheit – da sprechen Autorin und ich ja direkt miteinander. Ich kann viele Facetten ausprobieren und Fragen stellen. In der Verlagsarbeit ist es je nach Projekt etwas anders, aber grundsätzlich gilt: Als Sprecherin bin ich die Interpretin – ich gebe dem Text meine Stimme, aber immer im Dienst der Geschichte.

Was macht dir an deinem Beruf als Hörbuchsprecher am meisten Spaß?

Die Figuren! Ich liebe es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, ihre Entwicklungen nachzuvollziehen und hörbar zu machen. Wenn ich merke: Jetzt stimmt alles – Haltung, Rhythmus, Gefühl – jetzt lebt sie! Das ist einfach mega schön.

Welche Ausbildung benötigt man, um Hörbuchsprecher zu werden?

Basis ist eine gesunde und belastbare Stimme, das kann z.B. eine Logopädin beurteilen. Ansonsten gibt es keinen vorgeschriebenen Weg – und das ist Fluch und Segen zugleich. Bei mir ist es eine Kombi aus meiner Arbeit als TV-Producerin und im Theater, Literaturstudium und Sprecherziehung. Wichtig ist: Stimme, Sprache, Timing und Interpretation müssen sitzen – egal, wie man dahin kommt. Und dann: üben, ausprobieren, zuhören – und dranbleiben.

Mit wem würdest du gerne mal ein Hörbuch einsprechen, und warum wäre diese Zusammenarbeit für dich besonders?

Da fällt mir sofort Dagmar Bittner ein – eine unglaublich vielseitige und warmherzige Kollegin, bei der ich einen großartigen Workshop machen durfte. Ihre Arbeit ist für mich total inspirierend. Zwar nehmen wir Sprecher:innen ja normalerweise allein auf, aber allein zu wissen, dass jemand wie sie an einem Projekt beteiligt ist, würde mich riesig freuen und wäre natürlich der absolute Ritterschlag.

Liebe Nina vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich immer wieder neue Stimmen zu erleben. Ich höre gerade das erste Hörbuch von dir und spüre deine Hingabe. Dagmar Bittner lausche ich immer wieder gerne und kann da deine Begeisterung voll und ganz nachempfinden.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.