Kerstin fragt … Clarissa antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Clarissa Schmenger

Foto von der Autorin Clarissa Schmenger
Foto by Maike Hermann

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, mein Name ist Clarissa Schmenger und neben meiner großen Leidenschaft – dem Schreiben – schnüre ich sehr gerne und sehr oft meine Laufschuhe. Ich liebe Kaffee und Erdnussbutter sowie Geschichten voller fabelhafter Wesen und Abenteuer. Mit dem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie „Der Schlüssel – Schicksalserwachen“ habe ich mir meinen Traum, mich irgendwann Autorin nennen zu dürfen, verwirklicht.
Instagram: https://www.instagram.com/clarissa.schmenger/

Welches Genre schreibst/liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Eindeutig : Fantasy. Weil ich immer wieder fasziniert davon bin, welche wundervollen Welten, welche interessanten Charaktere und atemberaubende Geschichten in diesem Genre entstehen können. Außerdem liebe ich es, wenn immer etwas Humor in den Stories steckt.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

„Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier, sowie alle Folgebände. Ich habe den ersten Band an einem Abend verschlungen! Genau das ist für mich der Zauber an guten Geschichten. Man versinkt komplett in ihnen und verschlingt jedes geschriebene Wort.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

„Magie ist überall. Du musst nur bereit sein, sie wahrzunehmen.“ Dieses Zitat sagt der Hauptcharakter in meinem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie. Ich finde dieses Zitat passt wunderbar auch zu mir. Man sollte niemals den Glauben an Magie (in jeglicher Form) in dieser Welt verlieren und bereit sein, sie wahrzunehmen und zu erkennen. Das meine ich nicht im spirituellen Sinn, denn Magie kann auch ein Moment sein, eine Geste, ein Lächeln, ein gutes Gespräch, ein Gefühl oder einfach nur die ersten Sonnenstrahlen am Morgen.

Zu sehen ist das Cover vom ersten Band der Romantasy Trilogie: Der Schlüssel Schicksalserwachen von Clarissa Schmenger

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich mache eine Pause. Ich erlebe etwas komplett anderes oder gönne mir einfach eine Auszeit. Es bringt nichts, etwas zu erzwingen. Damit möchte ich nicht sagen, dass das Schreiben ohne einen gewissen Grad an Disziplin auskommt. Aber Zwang führt nie zu etwas Gutem.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich bin gerade mit dem zweiten Band meiner Trilogie fertiggeworden. Das Manuskript geht nun im nächsten Schritt zu meiner Lektorin. Parallel dazu wird das Cover erstellt und ich hoffe, dass das Buch im Dezember, also vor Weihnachten, auf den Markt gehen kann. Weiterhin habe ich bereits mit Band 3 begonnen und kann es kaum erwarten, meinen kompletten Fokus auf das große Finale zu richten.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Niemals aufgeben. Glaube an dich und deine Geschichte!

Liebe Clarissa vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Das Zitat aus deinem Buch: „Magie ist überall …“ finde ich total schön. Diese Magie verströmt für mich jeder Sonnenuntergang über dem Meer aufs neue.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Thorsten antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Thorsten Rauwolf

Thorsten Rauwolf

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich heiße Thorsten Rauwolf, bin 1969 geboren, habe zwei Kinder und eine Enkeltochter. Nicht mehr verheiratet, dafür seit 3 Jahren glücklich vergeben. Ich arbeite in einem Baustoffhandel an der Theke. Neben meinen Hobbys Fotografieren, Kochen, Feiern und Modellbau, schreibe ich schon immer. Allerdings habe ich erst am 14.02.2025 zum ersten Mal ein Buch veröffentlicht. „Nie wieder Krieg“. Mein zweites Buch kommt Ende Juni auf den Markt: „Die Wahrheit“.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Facebook und Instagram. Kontakte halten und Werbung für meine Bücher machen.
https://www.instagram.com/thorstenrauwolf/

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Unbeschreiblich, Lustig, Hungrig, Durstig, Kreativ.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Historie, 80ziger Jahre, geile Zeit und gleichzeitig das Thema zweiter Weltkrieg; Westernroman in Planung.

Nur wieder Krieg von Thorsten Rauwolf mit Grabstein

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Niemals aufgeben. Privat sowie beruflich wurden mir Steine in den Weg gelegt. Egal, andere Wege gehen.

Hast du schon mal eine Figur aus einem Buch in deinem Alltag zitiert oder nachgeahmt? Welche war es, und in welcher Situation?

Spock: Lebe lang und erfolgreich. Bei Geburtstagsfeten.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Fremde vom Himmel

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Zur Feier des Tages. Am Abend gibt es was leckeres zum Essen.

Thorsten Rauwolf liest aus Nie wieder Krieg

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Die 80ziger Jahre, die erste Liebe. Die Schwierigkeit die Wahrheit zu erfahren.

Was war die lustigste oder skurrilste Fanpost, die du je erhalten hast?

Man glaubt, ich wäre Peter aus dem Buch

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Das Erstellen eines Familienstammbaumes nebst besuchen von Verwandten über 20 Jahre lang. Dabei Hunderte von Personen erfasst und Familiengeschichte notiert.

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Beim Autofahren überlegen, was ich tun würde. Hilft bei Schreibblockade

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Warum gibt es dies nicht in englisch?

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Erste Veröffentlichung am 14.02.2025. Zweite folgt Ende Juni. In Buch 1: „Nie wieder Krieg“ erzählt Peter die Geschichte. In Buch 2: „Die Wahrheit“ erzählt Nicole die Geschichte aus einer anderen Sichtweise.

Wenn du das Cover eines deiner Bücher neu gestalten könntest, welches wäre es – und wie würde es aussehen?

Ich würde nichts ändern

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich arbeite an einem Westernroman: Siedlertreck nach Kansas. Geht um Liebe, Freundschaft, Entbehrung, Zusammenhalt.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Nicht auf die Meinung anderer hören. Mache dein Buch, es ist dein Werk. Schicke es einem Verlag. Dann erst kannst du deinem Bekanntenkreis davon berichten.

Autor Thorsten Rauwolf beim Signieren

Lieber Thorsten vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Bei Westernroman muss ich an viele Sonntage bei meinen Großeltern denken. Wir saßen im Wohnzimmer. Dort lief eigentlich immer ein Western im Fernsehen. Ich hatte ein Kissen zur Hand, um mich im Zweifel kurz dahinter zu verstecken.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Heidi antwortet

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heute mit Heidi Metzmeier

Autorinnenfoto Heidi Metzmeier_2025

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hallo liebe Bookies, ich bin Heidi, 57 Jahre jung, am Rhein geboren, aber in der Welt zu Hause. Meine beiden größten Leidenschaften sind das Schreiben und das Reisen. Wenn ich nicht gerade mit Mann und Hund in unserem – zum Expeditionsmobil umgebauten – Geländewagen unterwegs bin, lebe ich am Rand des Nordschwarzwalds bei Baden-Baden.
In meinem Arbeitsleben habe ich schon so manchen Beruf ausprobiert, von der Chemisch-Technischen Assistentin, über die promovierte Diplombiologin, bis hin zur Kommunikationsberaterin. Seit 2022 bin ich veröffentlichte Autorin. Seither bin ich angekommen, denn dieser Beruf ist eine Berufung und die Aufgaben erfüllen mich, trotz stressiger Situationen, mit Freude. Ich schreibe sowohl vom heimischen Schreibtisch aus, als auch von unterwegs. Die Themen meiner Bücher sind von meinen Reiseerfahrungen ebenso inspiriert, wie von meinem Hintergrund als Naturwissenschaftlerin.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Meine Lieblingsplattform ist der Blog meiner Webseite (https://heidimetzmeier.de). Hier kann ich weiterhin meine Leidenschaft als Reisebloggerin ausleben. Außerdem schreibe ich Kurzgeschichten, die dort eine Heimat finden. Schließlich werde ich auch gelegentlich persönlich, berichte über meinen Alltag als Selfpublisherin.
Außerdem habe ich einen Account @heidimetzmeier auf Instagram. Auch wenn mich die ständig wechselnden Herausforderungen durch den Algorithmus gelegentlich nerven, bin ich doch froh um diese Plattform, denn hier kann ich mich mit Buchbloggern, Lesenden und anderen Autoren über Themen austauschen, die mich bewegen. Als Autorin, die noch viel zu lernen hat, sauge ich die Informationen aus der Buchbubble auf wie ein Schwamm. Das Gefühl von Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, schätze ich sehr. Ich hoffe, dass ich durch meine Beiträge auch etwas zurückgeben kann.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Geschichtenerzählerin, Weltwandlerin, Ungewissheits-Junkie, Aufmerksamkeitslenkerin, Mutmacherin

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Eigentlich sind es zwei ;o) Meine ersten Bücher sind autobiografische Reiseerzählungen, aber auch in meinen Kurzgeschichten und Romanen bleibe ich dem Reisegenre treu. Ich kann gar nicht anders.
In meinem ersten Roman habe ich jedoch für das Kernthema das Fach gewechselt und gerade erst gelernt, dass es dafür ein neues Genre gibt, das bislang noch eine Nische ist: Climate Fiction.
Durch meine Reiseerfahrungen und meine Ausbildung als Naturwissenschaftlerin habe ich eines verstanden: Wir sind über ein fragiles Ökosystem miteinander verbunden. Diesen Lebensraum zu schützen, ist eine Aufgabe, der wir uns stellen müssen. Klimaschutz ist alternativlos, denn sonst werden wir Landflächen – ja ganze Inseln – für immer verlieren. Der Lebensraum nicht nur für uns, sondern für alle Spezies ist in akuter Gefahr. Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, sehe ich als eine wichtige Aufgabe meiner schriftstellerischen Tätigkeit an.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Den Buchtitel gibt es tatsächlich: „Reisen bewegt“. Die Anthologie habe ich mit vier weiteren reiselustigen Frauen geschrieben. Sie zeigt, dass die Erfahrungen, die wir unterwegs im Umgang mit anderen Kulturen machen, uns verändern. Keine Reise lässt dich unberührt, wenn du dich darauf einlässt. Für mich macht das den Kern des Reisens aus, sich permanent anderen Gegebenheiten auszusetzen, sich zu fordern und daran zu wachsen. Die eigene Komfortzone zu verlassen mag anstrengend sein, aber ich bekomme so viel zurück, dass ich süchtig danach geworden bin, immer wieder aufzubrechen.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Sehr gern! Auch in „Die Erbin der Wut“ (ET.: 26.06.2025) wird gereist und zwar nach Kreta. Die vermeintliche Urlaubsidylle bekommt aber schon bald erhebliche Risse durch eine schicksalhafte Begegnung, die ein lang gehütetes Geheimnis auffliegen lässt. Die Protagonistin Hanna – Studentin und Klima-Aktivistin – wird von Geistern der Vergangenheit eingeholt und ist dadurch gezwungen, die Weichen für ihr eigenes Leben neu zu stellen.

Zu sehen ist das Cover vom Roman: Die Erbin der Wut von Heidi Metzmeier

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Ich habe bislang drei Bücher veröffentlicht und an drei Spendenanthologien mitgeschrieben. Das Buch, das mir wohl immer besonders am Herzen liegen wird ist „Unter demselben Himmel“, mein Autorinnendebüt. Nicht nur, weil hier meine ganz persönliche Lebensgeschichte verarbeitet ist, sondern weil ich mit diesem Buch als Autorin durchgestartet bin.

Du hast von der Welt schon einiges gesehen. Wo war bisher dein ungewöhnlichster Schreib- bzw. Leseplatz?

Wenn wir unterwegs sind schreibe ich von meinem Stammplatz in der Sitzecke des Land Rovers. Dabei kann ich durch eine große Klappe auf die Landschaft um mich herum sehen. Das ist sehr inspirierend.
Der exotischste Leseplatz war wahrscheinlich in Afrika, genauer gesagt Simbabwe, im Mana Pools Nationalpark, am Sambesi-Fluss. Ich saß unter einem Mangobaum auf einer Decke. Ich blieb nicht lang alleine, ein Elefant näherte sich mir neugierig. Diese Geschichte erzähle ich ausführlich in „Unter demselben Himmel“. An das Buch, das ich versucht habe zu lesen, kann ich mich heute nicht mehr erinnern, aber die Szene – diesen Kopf mit riesigen Ohren und langem Rüssel – direkt vor meiner Nase, habe ich noch deutlich vor Augen. Es gibt sogar ein Foto davon.

Heidi trifft Elefant_Mana Pools

Dein erster Roman, der keinen autobiografischen Bezug hat spielt auf Kreta, wie bist du auf den Schauplatz gekommen?

Ich könnte jetzt flapsig antworten, dass der Roman während einer langen Winterreise auf Kreta entstanden ist – aber das wäre nur die halbe Wahrheit.
Die ehemalige Hippie-Hochburg Matala passt perfekt zu den Vorlieben einer der Protagonistinnen. Zudem erzwingt die persönliche Geschichte einer der beiden Hauptfiguren ein Zusammentreffen außerhalb Deutschlands. Diese Rahmenbedingungen machten Kreta zum idealen Schauplatz. Da ich selbst dort war, lernt die Leserin die Schönheit und Geschichte dieses besonderen Ortes aus erster Hand kennen.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Vergleiche dich nicht mit Bestseller-Autoren und vergiss Zahlen wie Zugriffe auf Blogs, Ranking der Bücher, Menge der Follower auf Social Media etc. Ich habe dies als eher hemmend für meine Motivation und Kreativität empfunden. Wir sprechen alle mit einer individuellen Stimme und jeder Einzelne von uns findet sein Publikum, manche schneller, manche langsamer. Wenn du den Ruf der Geschichte in dir hörst, dann bist du als Autorin richtig – ganz so wie du bist!

Liebe Heidi vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich kann mich noch gut an die Buch Berlin 2022 erinnern, als du mich bei deiner Lesung aus „Unter demselben Himmel“ in deinen Bann gezogen hast. Ich freue mich nun auf einen gedanklichen Ausflug nach Kreta.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Nina antwortet

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heute mit Nina Detzner

Nina im Studio

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi! Ich bin Nina, Hörbuchsprecherin mit einer großen Liebe für Geschichten. Nach vielen Jahren beim Fernsehen habe ich mich selbstständig gemacht und darf jetzt genau das tun, was ich liebe! Ich spreche vor allem Romance, Fantasy und New Adult – also starke Gefühle, große Herausforderungen und Figuren, die sich entwickeln dürfen. Meistens arbeite ich in meinem eigenen Studio, aber auch gern extern – je nachdem, was das Projekt braucht.
Hompage: https://nina-spricht.de/
Instagram: https://www.instagram.com/sprecherin_nina/

Wie bereitest du dich auf die unterschiedlichen Figuren in einem Buch vor? Hast du ein System, um ihre Stimmen und Persönlichkeiten zu markieren oder festzulegen?

Ich komme über die Figurenarbeit zum Sprechen – also eher vom Schauspiel. Deshalb interessiert mich immer: Wo kommt die Figur her? Was hat sie erlebt? Was will sie? Und was hindert sie daran? Ich erarbeite für jede Figur eine innere Haltung, die man dann (hoffentlich) in der Stimme hört. Technisch markiere ich mir im Manuskript abschnittsweise Dinge wie Tempo, welche Emotion gerade mitschwingt usw. – aber das Wichtigste passiert vorher im Kopf und Herz.

Wie viel Einfluss hast du bei der Gestaltung von Hörbüchern (z. B. bei der Interpretation der Figuren oder der Sprechweise)?

Gerade im Selfpublishing habe ich viel Freiheit – da sprechen Autorin und ich ja direkt miteinander. Ich kann viele Facetten ausprobieren und Fragen stellen. In der Verlagsarbeit ist es je nach Projekt etwas anders, aber grundsätzlich gilt: Als Sprecherin bin ich die Interpretin – ich gebe dem Text meine Stimme, aber immer im Dienst der Geschichte.

Was macht dir an deinem Beruf als Hörbuchsprecher am meisten Spaß?

Die Figuren! Ich liebe es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, ihre Entwicklungen nachzuvollziehen und hörbar zu machen. Wenn ich merke: Jetzt stimmt alles – Haltung, Rhythmus, Gefühl – jetzt lebt sie! Das ist einfach mega schön.

Welche Ausbildung benötigt man, um Hörbuchsprecher zu werden?

Basis ist eine gesunde und belastbare Stimme, das kann z.B. eine Logopädin beurteilen. Ansonsten gibt es keinen vorgeschriebenen Weg – und das ist Fluch und Segen zugleich. Bei mir ist es eine Kombi aus meiner Arbeit als TV-Producerin und im Theater, Literaturstudium und Sprecherziehung. Wichtig ist: Stimme, Sprache, Timing und Interpretation müssen sitzen – egal, wie man dahin kommt. Und dann: üben, ausprobieren, zuhören – und dranbleiben.

Mit wem würdest du gerne mal ein Hörbuch einsprechen, und warum wäre diese Zusammenarbeit für dich besonders?

Da fällt mir sofort Dagmar Bittner ein – eine unglaublich vielseitige und warmherzige Kollegin, bei der ich einen großartigen Workshop machen durfte. Ihre Arbeit ist für mich total inspirierend. Zwar nehmen wir Sprecher:innen ja normalerweise allein auf, aber allein zu wissen, dass jemand wie sie an einem Projekt beteiligt ist, würde mich riesig freuen und wäre natürlich der absolute Ritterschlag.

Liebe Nina vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich immer wieder neue Stimmen zu erleben. Ich höre gerade das erste Hörbuch von dir und spüre deine Hingabe. Dagmar Bittner lausche ich immer wieder gerne und kann da deine Begeisterung voll und ganz nachempfinden.

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Kerstin fragt … Maren antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Maren Wolf von Buecher_fuechse

Bild der Bloggerin Bücher Füchse
Wurde mit Hilfe der Google KI von Maren erstellt

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hinter dem Pseudonym „Bücher Füchse“ steckten eigentlich mal zwei Freundinnen, die ihre Liebe am Lesen mit anderen teilen wollten. Doch das Leben kam dazwischen und so wurde aus den zwei Freundinnen nur noch eine. Hey, ich bin Maren, 26 Jahre jung und komme aus der schönen Südpfalz.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Mein Spruch ist „Lebe lang und in Frieden“ von Star Trek. Ich bin damit aufgewachsen und dieser Spruch löst Zufriedenheit Geborgenheit in mir aus. Spock war mein Kindheitsheld.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Lesen, Schreiben, Unterstützen, abtauchen, Bücherdrache

Wie gehst du mit einer Leseblockade um, falls sie dich trifft?

Schwierige Frage. Meist trifft mich so eine Blockade, wenn ich mir zu viele Bücher aufgehalst habe. Was mir hilft ist dann einen Abstand von ein oder zwei Tagen schaffen. Die Gedanken auf etwas anderes konzentrieren, wie zum Beispiel einkochen, Serie schauen oder spazieren gehen. Dann werden meine Leseziele klar strukturiert und schwups bin ich wieder dabei.

Wenn du über ein anderes Thema als Bücher bloggen könntest, welches Thema wäre es – und warum?

Meine eigenen Bücher zählen ja dann auch nicht. Das nächste wäre vielleicht Vorratshaltung mit Einkochen, Strukturierung, geeignete Lebensmittel, Raumgestaltung. Meien Familie ist auf meinen Vorratsraum schon neidisch. Ich will einfach vorbereitet sein. Man weiß nie was passiert und das einkochen ist für mich auch eine Art Meditation.

Leseplatz Bücher Füchse
Wurde mit Hilfe der Google KI von Maren erstellt

Wenn du eine fiktive Buchwelt betreten könntest, welche wäre es – und warum?

Ich würde so gerne in einer Zaubererwelt leben, so wie in Harry Potter, aber mit mehr Fabelwesen. Das hat mich schon immer fasziniert.

Was war die lustigste oder bemerkenswerteste Rückmeldung, die du zu einem deiner Beiträge bekommen hast?

Ich habe ein Rezensionsexemplar bekommen und fand die Geschichte dazu eigentlich sehr spannend. Aber ich hatte auch viele Kritikpunkte dazu. Die Rückmeldung der Autorin hat mich sehr beeindruckt. Sie war offen für meine Kritik und fand es sehr interessant, dass mir ihr Hauptcharakter nicht gefiel. Sie hatte ganz andere Eindrücke von ihm. Letztendlich hat sie mich gefragt, ob ich auch den Folgeband rezensieren möchte. Das hat mich sehr beeindruckt und ich freue mich auch schon sehr darauf.

Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu? Hier ist deine Bühne!

Ich schreibe selbst auch Bücher. Im Werdegang ein tragischer Liebesroman zwischen einem Lehrer und seiner Schülerin. Sowie eine Fantasyreihe. Hier habe ich den ersten Band fertig und bin schon beim zweiten angekommen. Aber veröffentlicht ist davon noch nichts, weil ich mich noch nicht getraut habe diesen Schritt zu gehen. Aber ich liebe meine Geschichten, vor allem die Charaktere aus meiner Fantasyreihe, die mir auch tagtäglich mit ihren Sprüchen den Tag versüßen.

Liebe Maren vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. In die Harry Potter Welt würde ich glatt mitkommen, nur ohne mehr Fabelwesen. Das mit deinen eigenen Büchern finde ich spannend. In meinen Autoreninterviews ist die letzte Frage oft Tipps an neue Autoren. Schau da gerne mal bei den letzten Interviews rein.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Dirk antwortet

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heute mit Dirk Osygus

Dirk Osygus mit einem Tablett voller Salami Probierhappen

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Dirk Osygus und denke seit 20 Jahren drüber nach, wie ich in Krimis Menschen töten und so entsorgen kann, dass die Polizei mich nicht erwischt. Weil ich mich offenbar nicht ganz ungeschickt anstelle, konnte ich die Erfahrungen in meinen vier Krimis und Thrillern umsetzen. Wenn ich nicht in Geschichten morde, arbeite ich als Maschinenbaukonstrukteur, nähe gerne, heize mit dem Motorrad durch die Gegend und gehe auf die Jagd.

Welches Genre liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Mein Lieblingsgenre ist der „Politische Thriller“, wie sie Tom Clancy und Robert Ludlum geschrieben haben. Ich liebe es von internationalen Verschwörungen zu lesen und bin fasziniert von der Arbeit der Geheimdienste. Mein Lieblingsbuch ist aber „Der Ninja“ von Eric van Lustbader. Obwohl das Buch schon sehr alt ist, zeigt es eine unerreichte Präsentation japanischen Denkens und der japanischen Kampfkunst.

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

Die Frage ist nicht schwer zu beantworten. Das ist ganz klar „Achtsam morden“ von Karsten Dusse. Überraschenderweise schafft es der Autor, die gesamte Geschichte mit einem humoristischen Unterton zu schreiben. Das hat mich schwer beeindruckt und ich musste sehr oft lachen. Das Buch habe ich in meinem Podcast „Buchcasting“ besprochen. Da fallen dann auch die Schwachstellen auf.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

„Selbstverschuldet“ ist ein sehr intensiver Thriller, in dem es um eine Frau geht, die wirklich gelebt hat. Sie ist leider an einer schweren Krankheit gestorben und konnte die Schuld ihr gegenüber nicht mehr begleichen. Das habe ich dann für sie getan und so ist eine spannende, temporeiche Geschichte entstanden, bei der zwei Frauen heftig aufeinanderprallen.

Cover vom Thriller: Selbstverschuldet von Dirk Osygus

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Bisher habe ich vier Bücher veröffentlicht. Alle liegen mir am Herzen. In „Selbstvergeltung“ geht es um einen Mann, der vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. In „Selbstgerächt“ habe ich meine Irene eingeführt. Eine wahnsinnig tolle Idee. In „Selbstverdammt“ wollte ich schon immer mal jemandem den Bauch aufschneiden und „Selbstverschuldet“ ist meine persönlichste Geschichte.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Im Moment schreibe ich an einem New Adult-Roman und es ist nicht einfach für mich, weiblich aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Der Spice macht mir keine Sorgen, dann schon eher die Spice-Menge. Ich werde im Gegensatz zum klassischen New Adult-Roman sicher die Frauen männlicher schreiben und dafür die Männer hoffentlich realistischer.

Dirk Osygus an seinem Schreibplatz

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Anfangen. Das ist der wichtigste Tipp. Alles andere ist sekundär. Wenn man sich einmal durchgerungen hat, anzufangen, ist der größte Hemmschuh weggeräumt. Und dann sollte man sich als Anfänger einen Schreibbuddy suchen, der einem ehrlich und knallhart die Wahrheit sagt. Schönfärberei nutzt niemandem. So lernt man zwei Dinge: kritikfähig zu werden und sein eigenes Schreiben zu reflektieren. Ich habe beides gemacht.

Liebe Dirk vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich immer wieder dich zu treffen und habe doch jetzt noch etwas neues von dir erfahren. Gespannt warte ich auf deinen New Adult-Roman. Und werde ein Augenmerk auf den männlichen Protagonisten werfen.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.