Kerstin fragt … Nina antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Nina Detzner

Nina im Studio

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi! Ich bin Nina, Hörbuchsprecherin mit einer großen Liebe für Geschichten. Nach vielen Jahren beim Fernsehen habe ich mich selbstständig gemacht und darf jetzt genau das tun, was ich liebe! Ich spreche vor allem Romance, Fantasy und New Adult – also starke Gefühle, große Herausforderungen und Figuren, die sich entwickeln dürfen. Meistens arbeite ich in meinem eigenen Studio, aber auch gern extern – je nachdem, was das Projekt braucht.
Hompage: https://nina-spricht.de/
Instagram: https://www.instagram.com/sprecherin_nina/

Wie bereitest du dich auf die unterschiedlichen Figuren in einem Buch vor? Hast du ein System, um ihre Stimmen und Persönlichkeiten zu markieren oder festzulegen?

Ich komme über die Figurenarbeit zum Sprechen – also eher vom Schauspiel. Deshalb interessiert mich immer: Wo kommt die Figur her? Was hat sie erlebt? Was will sie? Und was hindert sie daran? Ich erarbeite für jede Figur eine innere Haltung, die man dann (hoffentlich) in der Stimme hört. Technisch markiere ich mir im Manuskript abschnittsweise Dinge wie Tempo, welche Emotion gerade mitschwingt usw. – aber das Wichtigste passiert vorher im Kopf und Herz.

Wie viel Einfluss hast du bei der Gestaltung von Hörbüchern (z. B. bei der Interpretation der Figuren oder der Sprechweise)?

Gerade im Selfpublishing habe ich viel Freiheit – da sprechen Autorin und ich ja direkt miteinander. Ich kann viele Facetten ausprobieren und Fragen stellen. In der Verlagsarbeit ist es je nach Projekt etwas anders, aber grundsätzlich gilt: Als Sprecherin bin ich die Interpretin – ich gebe dem Text meine Stimme, aber immer im Dienst der Geschichte.

Was macht dir an deinem Beruf als Hörbuchsprecher am meisten Spaß?

Die Figuren! Ich liebe es, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen, ihre Entwicklungen nachzuvollziehen und hörbar zu machen. Wenn ich merke: Jetzt stimmt alles – Haltung, Rhythmus, Gefühl – jetzt lebt sie! Das ist einfach mega schön.

Welche Ausbildung benötigt man, um Hörbuchsprecher zu werden?

Basis ist eine gesunde und belastbare Stimme, das kann z.B. eine Logopädin beurteilen. Ansonsten gibt es keinen vorgeschriebenen Weg – und das ist Fluch und Segen zugleich. Bei mir ist es eine Kombi aus meiner Arbeit als TV-Producerin und im Theater, Literaturstudium und Sprecherziehung. Wichtig ist: Stimme, Sprache, Timing und Interpretation müssen sitzen – egal, wie man dahin kommt. Und dann: üben, ausprobieren, zuhören – und dranbleiben.

Mit wem würdest du gerne mal ein Hörbuch einsprechen, und warum wäre diese Zusammenarbeit für dich besonders?

Da fällt mir sofort Dagmar Bittner ein – eine unglaublich vielseitige und warmherzige Kollegin, bei der ich einen großartigen Workshop machen durfte. Ihre Arbeit ist für mich total inspirierend. Zwar nehmen wir Sprecher:innen ja normalerweise allein auf, aber allein zu wissen, dass jemand wie sie an einem Projekt beteiligt ist, würde mich riesig freuen und wäre natürlich der absolute Ritterschlag.

Liebe Nina vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich immer wieder neue Stimmen zu erleben. Ich höre gerade das erste Hörbuch von dir und spüre deine Hingabe. Dagmar Bittner lausche ich immer wieder gerne und kann da deine Begeisterung voll und ganz nachempfinden.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Maren antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Maren Wolf von Buecher_fuechse

Bild der Bloggerin Bücher Füchse
Wurde mit Hilfe der Google KI von Maren erstellt

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hinter dem Pseudonym „Bücher Füchse“ steckten eigentlich mal zwei Freundinnen, die ihre Liebe am Lesen mit anderen teilen wollten. Doch das Leben kam dazwischen und so wurde aus den zwei Freundinnen nur noch eine. Hey, ich bin Maren, 26 Jahre jung und komme aus der schönen Südpfalz.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Mein Spruch ist „Lebe lang und in Frieden“ von Star Trek. Ich bin damit aufgewachsen und dieser Spruch löst Zufriedenheit Geborgenheit in mir aus. Spock war mein Kindheitsheld.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Lesen, Schreiben, Unterstützen, abtauchen, Bücherdrache

Wie gehst du mit einer Leseblockade um, falls sie dich trifft?

Schwierige Frage. Meist trifft mich so eine Blockade, wenn ich mir zu viele Bücher aufgehalst habe. Was mir hilft ist dann einen Abstand von ein oder zwei Tagen schaffen. Die Gedanken auf etwas anderes konzentrieren, wie zum Beispiel einkochen, Serie schauen oder spazieren gehen. Dann werden meine Leseziele klar strukturiert und schwups bin ich wieder dabei.

Wenn du über ein anderes Thema als Bücher bloggen könntest, welches Thema wäre es – und warum?

Meine eigenen Bücher zählen ja dann auch nicht. Das nächste wäre vielleicht Vorratshaltung mit Einkochen, Strukturierung, geeignete Lebensmittel, Raumgestaltung. Meien Familie ist auf meinen Vorratsraum schon neidisch. Ich will einfach vorbereitet sein. Man weiß nie was passiert und das einkochen ist für mich auch eine Art Meditation.

Leseplatz Bücher Füchse
Wurde mit Hilfe der Google KI von Maren erstellt

Wenn du eine fiktive Buchwelt betreten könntest, welche wäre es – und warum?

Ich würde so gerne in einer Zaubererwelt leben, so wie in Harry Potter, aber mit mehr Fabelwesen. Das hat mich schon immer fasziniert.

Was war die lustigste oder bemerkenswerteste Rückmeldung, die du zu einem deiner Beiträge bekommen hast?

Ich habe ein Rezensionsexemplar bekommen und fand die Geschichte dazu eigentlich sehr spannend. Aber ich hatte auch viele Kritikpunkte dazu. Die Rückmeldung der Autorin hat mich sehr beeindruckt. Sie war offen für meine Kritik und fand es sehr interessant, dass mir ihr Hauptcharakter nicht gefiel. Sie hatte ganz andere Eindrücke von ihm. Letztendlich hat sie mich gefragt, ob ich auch den Folgeband rezensieren möchte. Das hat mich sehr beeindruckt und ich freue mich auch schon sehr darauf.

Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu? Hier ist deine Bühne!

Ich schreibe selbst auch Bücher. Im Werdegang ein tragischer Liebesroman zwischen einem Lehrer und seiner Schülerin. Sowie eine Fantasyreihe. Hier habe ich den ersten Band fertig und bin schon beim zweiten angekommen. Aber veröffentlicht ist davon noch nichts, weil ich mich noch nicht getraut habe diesen Schritt zu gehen. Aber ich liebe meine Geschichten, vor allem die Charaktere aus meiner Fantasyreihe, die mir auch tagtäglich mit ihren Sprüchen den Tag versüßen.

Liebe Maren vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. In die Harry Potter Welt würde ich glatt mitkommen, nur ohne mehr Fabelwesen. Das mit deinen eigenen Büchern finde ich spannend. In meinen Autoreninterviews ist die letzte Frage oft Tipps an neue Autoren. Schau da gerne mal bei den letzten Interviews rein.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Dirk antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Dirk Osygus

Dirk Osygus mit einem Tablett voller Salami Probierhappen

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Dirk Osygus und denke seit 20 Jahren drüber nach, wie ich in Krimis Menschen töten und so entsorgen kann, dass die Polizei mich nicht erwischt. Weil ich mich offenbar nicht ganz ungeschickt anstelle, konnte ich die Erfahrungen in meinen vier Krimis und Thrillern umsetzen. Wenn ich nicht in Geschichten morde, arbeite ich als Maschinenbaukonstrukteur, nähe gerne, heize mit dem Motorrad durch die Gegend und gehe auf die Jagd.

Welches Genre liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Mein Lieblingsgenre ist der „Politische Thriller“, wie sie Tom Clancy und Robert Ludlum geschrieben haben. Ich liebe es von internationalen Verschwörungen zu lesen und bin fasziniert von der Arbeit der Geheimdienste. Mein Lieblingsbuch ist aber „Der Ninja“ von Eric van Lustbader. Obwohl das Buch schon sehr alt ist, zeigt es eine unerreichte Präsentation japanischen Denkens und der japanischen Kampfkunst.

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

Die Frage ist nicht schwer zu beantworten. Das ist ganz klar „Achtsam morden“ von Karsten Dusse. Überraschenderweise schafft es der Autor, die gesamte Geschichte mit einem humoristischen Unterton zu schreiben. Das hat mich schwer beeindruckt und ich musste sehr oft lachen. Das Buch habe ich in meinem Podcast „Buchcasting“ besprochen. Da fallen dann auch die Schwachstellen auf.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

„Selbstverschuldet“ ist ein sehr intensiver Thriller, in dem es um eine Frau geht, die wirklich gelebt hat. Sie ist leider an einer schweren Krankheit gestorben und konnte die Schuld ihr gegenüber nicht mehr begleichen. Das habe ich dann für sie getan und so ist eine spannende, temporeiche Geschichte entstanden, bei der zwei Frauen heftig aufeinanderprallen.

Cover vom Thriller: Selbstverschuldet von Dirk Osygus

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Bisher habe ich vier Bücher veröffentlicht. Alle liegen mir am Herzen. In „Selbstvergeltung“ geht es um einen Mann, der vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. In „Selbstgerächt“ habe ich meine Irene eingeführt. Eine wahnsinnig tolle Idee. In „Selbstverdammt“ wollte ich schon immer mal jemandem den Bauch aufschneiden und „Selbstverschuldet“ ist meine persönlichste Geschichte.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Im Moment schreibe ich an einem New Adult-Roman und es ist nicht einfach für mich, weiblich aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Der Spice macht mir keine Sorgen, dann schon eher die Spice-Menge. Ich werde im Gegensatz zum klassischen New Adult-Roman sicher die Frauen männlicher schreiben und dafür die Männer hoffentlich realistischer.

Dirk Osygus an seinem Schreibplatz

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Anfangen. Das ist der wichtigste Tipp. Alles andere ist sekundär. Wenn man sich einmal durchgerungen hat, anzufangen, ist der größte Hemmschuh weggeräumt. Und dann sollte man sich als Anfänger einen Schreibbuddy suchen, der einem ehrlich und knallhart die Wahrheit sagt. Schönfärberei nutzt niemandem. So lernt man zwei Dinge: kritikfähig zu werden und sein eigenes Schreiben zu reflektieren. Ich habe beides gemacht.

Liebe Dirk vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich freue mich immer wieder dich zu treffen und habe doch jetzt noch etwas neues von dir erfahren. Gespannt warte ich auf deinen New Adult-Roman. Und werde ein Augenmerk auf den männlichen Protagonisten werfen.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Andrea antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Andrea Voggenreiter

Andrea Voggenreiter mit Büchern

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hallo, ich bin Andrea Voggenreiter und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Passau. Das Schreiben begleitet mich schon seit meiner Schulzeit – begonnen hat alles mit Gedichten in der 6. Klasse. Lange hatte ich jedoch das Gefühl, noch nicht genug erlebt zu haben, um wirklich bedeutende Geschichten erzählen zu können. Diese Sehnsucht nach Erfahrungen hat mich hinaus in die Welt geführt – und heute sprudle ich nur so vor Abenteuern und Erlebten. Inzwischen in der Mitte meines Lebens angekommen, widme ich mich seit 2020 voller Leidenschaft dem Romanschreiben. 2022 erschien mein erster Roman in einem Kleinverlag, und es sind mittlerweile weitere Bücher gefolgt.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Man findet mich auf Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube – und natürlich habe ich auch eine eigene Website. Ich liebe die Möglichkeiten des Internets und bin begeistert davon, wie viele Menschen man damit weltweit erreichen kann. Diese Plattformen sind daher ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und meines Austauschs mit Leserinnen und Lesern.

https://www.andreavoggenreiter.de/ https://www.instagram.com/andrea_voggenreiter_autor/

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Autorin historischer Romane und Lektorin.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Nach einigen Experimenten habe ich historische Thriller für mich entdeckt, die im 20. Jahrhundert spielen. Ich möchte meine Leidenschaft für Geschichte und Geografie mit spannender Erzählkunst verbinden. Ich habe da immer den Englischen Patienten im Hinterkopf – vielschichtig, exotisch und atmosphärisch – und natürlich kommt die Romantik auch nicht zu kurz. Im Moment schreibe ich zwar noch eher regional, aber mit den nächsten Büchern soll sich das ändern. Deshalb habe ich auch das Motto: „Die spannendsten Abenteuer schreibt die Geschichte, die größten die Welt.“

Arbeitsplatz Andrea Voggenreiter

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Ich würde gerne einen Tag mit Jack aus „DAS HOTEL: Im Nebel der Berge“ verbringen. Er ist geheimnisvoll, hat als weit gereister Amerikaner viele spannende Geschichten zu erzählen und liebt Natur und Berge.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

„Aufstehen, Krone richten, weitergehen.“ Das erinnert mich daran, nicht aufzugeben, egal wie turbulent es gerade ist.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Ein abgelegenes Hotel. Eine dunkle Vergangenheit. Eine Frau auf der Flucht.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Für meine Mittelalterromane habe ich mich tief in die Geschichte Passaus eingegraben – inklusive Archivbesuchen, Gesprächen mit Historikern, dem Besuch von Burgbaustellen und Recherchen im Kriminalmuseum Rothenburg ob der Tauber. Zudem war es sehr spannend, die Schauplätze meiner Geschichte vor Ort nachzuempfinden.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Ich habe bisher zwei Mittelalterromane, einen historischen Fantasythriller, zwei Kinderbücher, einen Gedichtband und nun mit „DAS HOTEL“ meinen ersten historischen Psychothriller veröffentlicht. Besonders am Herzen liegt mir „DAS HOTEL“, weil ich hier endlich mein Genre, meine Zielgruppe und meinen ganz eigenen Stil gefunden habe.

alle Bücher auf Amazon https://www.amazon.de/stores/author/B0BP8D1V59/*

Wenn du das Cover eines deiner Bücher neu gestalten könntest, welches wäre es – und wie würde es aussehen?

Definitiv „Wolfsklingen“, mein Mittelalterroman. Er spielt in Passau, aber das aktuelle Cover transportiert diese besondere Atmosphäre der Stadt kaum. Ich wünsche mir ein Design, das die historischen Bauten und die Stimmung der Geschichte viel stärker in den Vordergrund stellt, damit potenzielle Leser gleich sehen, worum es im Roman geht.

Zu sehen ist das Cover von Wolfsklingen von Andrea Voggenreiter

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Zurzeit schreibe ich an einer Sommernovelle, die ich hoffentlich noch rechtzeitig zum Sommer fertigstellen werde. Außerdem stecke ich mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Band meiner Hotel-Reihe: „DAS HOTEL: Die Melodie des Winters“, der im Oktober erscheint.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Dranbleiben, durchhalten, den eigenen Stil finden – und sich nicht zu viel dreinreden lassen. Authentizität ist das A und O!

Liebe Andrea vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich bin ja mehr im Liebesromansektor unterwegs, aber dennoch finde ich klingt dein Buch bzw. die Reihe um „Das Hotel“ spannend.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Andra antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Andra Wolter

Autorin Andra Wolter mit Büchern

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich heiße Andrea, bin 54 Jahre alt und schreibe Kinderbücher und lustige Sachbücher unter dem Pseudonym Andra Wolter. Als Pädagogin arbeite ich mit Vorschulkindern. Sie sind auch mein bestes Publikum. Mein erstes Kinderbuch entstand aus einem gemeinsamen, pädagogischen Projekt.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Ein lustiges Sachbuch über die ungewöhnlichen Schnabeltiere. Eddie Schnabel erklärt den Kindern zum Beispiel, warum Schnabeltiere Eier legen und wie sie mit geschlossenen Augen ihre Nahrung finden.
Dazu gibt es ein spannendes Schnabeltier -ABC.

Kinderbuch: Mein unglaubliches Schnabeltier Wissen von Andra Wolter

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Für mein lustiges Sachbuch, mein unglaubliches Ameisenbären Wissen habe ich nicht nur im Internet recherchiert, sondern auch Zoos und Naturkundemuseum besucht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich danach noch ein zweites lustiges Sachbuch geschrieben habe.

Kinderbuch: Mein unglaubliches Ameisenbären Wissen von Andra Wolter

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Momentan schreibe und illustriere ich eine Fantasy – Geschichte für Erstleser oder zum Vorlesen. Zum ersten Mal sind zwei Kinder und keine Tiere meine Haupthelden. Die Idee dazu hatte ich, nachdem ich mir meine Fotos vom letzten Schnorchel Urlaub angesehen habe.
Der Inhalt : Die Zwillinge, Lena und Tom besuchen ihren Onkel auf Teneriffa. Als Meeresbiologe nimmt er die Kinder mit auf eine fantastische Reise in die Unterwasserwelt. Dann passiert etwas Unvorhersehbares.

Kinderbuch: Die Meerjungfrauen von Teneriffa von Andra Wolter

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Sich nicht beirren lassen und an sich glauben. Schreiben erweitert den Horizont und man kann viel dabei lernen.

Welche Figur aus deinen Büchern ist dir besonders ans Herz gewachsen, und warum?

Ariana Erdmann ist meine bisher wichtigste Hauptfigur. Sie ist zwar klein und unscheinbar, hat aber richtig coole Skills. Außerdem ist sie sehr hilfsbereit und findet immer wieder neue Freunde. Ich habe sie zu Hause als Plüschtier auf dem Sofa sitzen, als Inspiration und Muse.

Was macht für dich eine Illustration in einem Kinderbuch richtig lebendig und besonders?

Als Selfpublisher illustriere ich meine Bücher auch selbst. Ich liebe es den Figuren, die ich mir in meinem Kopf ausgedacht habe, eine Form zu verleihen. Deshalb sind sie für mich auch besonders, weil sie so schon in meinem Kopf waren.

Gibt es ein Kinderbuch, das dich als Kind besonders geprägt hat?

Ich habe schon als Kind, Fantasy und Abenteuergeschichten geliebt. Besonders beeindruckt hat mich von Alexander Wolkow das Buch der „Zauberer der Smaragdenstadt“.

Wie sieht ein typischer kreativer Tag bei dir aus – schreibst oder zeichnest du lieber zuerst?

Bei mir muss immer zuerst der Text stehen. Erst wenn der Text fertig ist, fange ich an ihn zu illustrieren. Das sind zwei Phasen kreativen Schaffens die aufeinander aufbauen. In beiden Phasen bin ich völlig versunken und werde nur ungern angesprochen. Wichtig sind meine Spaß- Getränke in greifbarer Nähe. Tee, Wasser, Saft zum Beispiel. Beim Schreiben sollte es ruhig sein, zum Illustrieren brauche ich ein Hörbuch.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum? 

Bisher habe ich zwölf Bücher veröffentlicht und ein paar Kurzgeschichten. Zwei Sachbücher und zehn tierische Detektiv Geschichten.
Mein erstes Buch „Ariana Erdmann besucht die Dino Welt“ liegt mir besonders am Herzen, da es aus einem pädagogischen Projekt heraus entstand. Die Kinder wünschten sich, dass ihr Gruppentier, ein Erdmännchen, einmal die Dinosaurier besucht. Daraus entwickelten sich die Abenteuer.

Bücher von Andra Wolter

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Das kann immer wieder passieren. Was mir hilft, ist lesen. Ich liebe Science-Fiction Bücher und Comics. Dabei kann ich gut entspannen und meistens klappt es dann auch wieder mit dem Schreiben. Allerdings kann es passieren, dass ich ein ganz anderes Projekt anfange.

Wenn du das Cover eines deiner Bücher neu gestalten könntest, welches wäre es – und wie würde es aussehen? 

Das Cover zu „Die Reise in die Dinosaurier Zeit“ würde ich heute anders gestalten. Es wirkt auf mich durch den Titel im Banner wie ein Schulheft.
Ich würde es jetzt viel fröhlicher und leichter, designen mit viel mehr Dinos.

Kinderbuch: Ariana Erdmann besucht die Dino Welt - Die Dinos brauchen Hilfe von Andra Wolter

Liebe Andra vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe beim Basteln in der Regel auch ein Hörbuch laufen, da kann ich so gut bei entspannen und bekomme bessere kreative Ideen für meine Werke.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Heike antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Heike von Bücherheike

Logo vom Blog Bücherheike

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin Heike von Bücherheike. Blogger, Leser und Buchhändler. Und anscheinend sehr unzuverlässig, denn die Fragen von Kerstin liegen schon ewig bei mir.

Welches Genre liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Das Warum kann ich nicht beantworten. Ich glaube, dazu braucht es noch ausführlichere Studien. Aber ich lese eigentlich alles, was mich anspricht. Früher habe ich immer gesagt auf keinen Fall historisch und Krimi – naja, hat sich erledigt. Wenn mich ein Klappentext anspricht, lese ich es. Das Genre ist mir da egal.

Welches Buch liest du aktuell, und wie lautet dein Zwischenfazit?

Ich habe gerade „Nord West Sturm“ von Svea Jensen angefangen. Nach der Buchmesse fällt es mir immer schwer mit einem neuen Buch zu beginnen. Ich brauche immer ein paar Tage zum Runterkommen. Aber das Buch lag schon griffbereit. Ich bin noch nicht weit, aber es fesselt mich und das ist mir wichtig. Ich habe die Autorin im Rahmen einer Blogtour kennengelernt und lese seitdem jedes ihrer Bücher. 

Zu sehen ist ein Lesesessel auf dem der Roman: Nord West Sturm von Svea Jensen liegt. Es ist der Leseplatz von Bücherheike

Wie gehst du mit einer Leseblockade um, falls sie dich trifft?

Früher habe ich es immer erzwungen. Mir ein Buch geschnappt und gelesen. Das war sehr unbefriedigend. Mittlerweile weiß ich, die Leseblockade hat einen Grund und gönne mir dann eine Pause. Meistens trifft es mich nach einem sehr intensiven Buch oder wenn ich wirklich viel gelesen habe, ohne zwischen den Büchern eine Pause zu machen. Es kann auch ein Zeichen für Stress sein. Ich habe gelernt darauf zu hören. Länger als eine Woche dauert es nie, dann zieht es mich zum Bücherregal.

Wenn du über ein anderes Thema als Bücher bloggen könntest, welches Thema wäre es – und warum?

Ein anderes Thema als Bücher? Unmöglich. Aber wenn es unbedingt sein muss, dann über das Journaling. Ich bin vor ein paar Jahren zum Bullet Journal gekommen und liebe es. Mittlerweile teste ich viel drumherum. Im letzten Jahr war ich z. Bsp. zu einem Journaling Barcamp und habe zentangeln gelernt. Das mache ich heute noch zur Entspannung. Hätte ich vorher nie gedacht. 

Wenn du eine fiktive Buchwelt betreten könntest, welche wäre es – und warum?

Ich sehe mich selbst nicht in Buchwelten. Ich fühle mich beim Lesen wohl in der Position des Beobachters und möchte eigentlich nicht in eine hinein. Vor einiger Zeit habe ich auf meinem Blog mal einen Beitrag über die verschiedenen Arten zu lesen geschrieben. Ich denke, damit hängt das auch zusammen. Ich stelle mir die Protagonisten beim Lesen nicht vor, auch das Drumherum nicht. Ich folge der Geschichte und alles andere ist für mich eigentlich beim Lesen nicht wichtig. Vielleicht ist das etwas unfair den Autoren gegenüber, die sich viel Mühe mit der Ausarbeitung gegeben haben, aber ich habe beim Lesen einfach das Gefühl für die Geschichte, ohne ein spezielles Bild vor Augen zu haben. 

Hier geht’s zum erwähnten Artikel über Arten zu lesen.

Was war die lustigste oder bemerkenswerteste Rückmeldung, die du zu einem deiner Beiträge bekommen hast?

So genau habe ich das gar nicht im Kopf. Ich freue mich aber immer, wenn ich jemanden mit dem entsprechenden Buch infizieren kann. Wenn ich dann höre, er oder sie hat das Buch nur wegen mir gekauft und liebt es genau so wie ich, macht mich das Glücklich. Ziel erreicht!

Gab es ein Buch, das du abgebrochen hast? Warum hast du dich dazu entschieden?

Ich lese wirklich viel. Nicht nur als Blogger, sondern auch als Buchhändler. Da mache ich dann auch Unterschiede. Wenn mir als Blogger ein Buch angeboten wird und es passt dann wirklich nicht, breche ich ab und sage dann auch ehrlich warum. Meistens bekommt das Buch dann keine Rezension von mir. Ich will nicht negativ über ein Buch urteilen, das mich einfach nicht gekriegt hat. Das finde ich dann unfair. Es ist immer eine Geschmackssache. 

Als Buchhändler ist das anders. Ich versuche das Buch dann wenigstens quer zu lesen, damit ich es den Kunden empfehlen kann und einen Einblick in die Geschichte und die Art des Schreibens zu haben. Aber wenn es mich nicht gekriegt hat, finde ich es auch immer schwer, es zu empfehlen. Zum Glück habe ich Kollegen, die das Buch dann vielleicht mögen und empfehlen können.

Ich erinnere mich einmal ein Buch abgebrochen zu haben, weil ich mich so gar nicht damit identifizieren konnte. Es ist schon lange her und ich weiß weder Titel noch Autor. Aber es ist mir in Erinnerung geblieben, weil mein Abbruch und meine Rezension zu einer unschönen Reaktion der Autorin führten. 

Wie findest du die Balance zwischen deinen persönlichen Lesevorlieben und den Erwartungen deiner Blog-Leser?

Also ich weiß nicht, was meine Blog-Leser von mir erwarten. Ich hatte nie die Reaktion, dass mir gesagt wurde, ich solle dieses oder jenes Buch nicht lesen und dafür ein anderes. Ich blogge nicht für meine Follower, sondern vordergründig für mich selbst. Ich habe meine Art zu bloggen auch geändert. Am Anfang gab es nur Rezensionen, dann mehr und mehr anderes. Mittlerweile bestehen meine Beiträge auf dem Blog nur noch aus Text, keine Bilder, es sei denn ich will damit etwas zeigen. Ich konzentriere mich auf das Wort und damit fühle ich mich ganz wohl. Momentan. Wenn es einmal anders ist, werde ich auch anders bloggen. Wenn es jemandem nicht gefällt, muss er es ja nicht lesen.

Das Einzige, das ich von meinen Blog-Lesern höre, ist, dass sie Skoutzi wieder haben wollen und dem folge ich auch. Er wird demnächst wieder auf meinem Blog zu lesen sein. 

Welches Herz schlägt bei dir höher: das Buchblogger- oder das Buchhändlerherz?

Ich glaube, das kann ich gar nicht sagen. Der Blogger hat andere Möglichkeiten als der Buchhändler, aber sie ergänzen sich perfekt. Wenn der Blogger ein großartiges Buch entdeckt, kann der Buchhändler es unter die Leser bringen. Und wenn der Buchhändler ein Problem entdeckt, kann der Blogger es in die Welt hinausschreien. Mittlerweile sind sie eine Symbiose eingegangen, die nicht mehr getrennt werden kann. Ich fühle mich damit sehr wohl und hoffe, es bleibt noch sehr lange so. 

Liebe Heike vielen lieben Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast und ich habe sehr gerne darauf gewartet. Ich freue mich, dass wir zwei uns auf der Buch Berlin 2022 persönliche kennengelernt haben und inzwischen zu Buchmesse WG-Partnern geworden sind.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.