Leipziger Buchmesse 2026: Mein persönlicher Rückblick auf vier intensive Messetage
Die Leipziger Buchmesse ist für mich inzwischen jedes Jahr ein Pflichttermin. Nun liegen die vier Tage voller Bücher, Begegnungen und Eindrücke schon fast einen Monat hinter mir. Wie schnell doch die Zeit wieder vergangen ist.
Ankommen und eintauchen
Am Mittwoch kam ich mit über einer Stunde Verspätung in Leipzig an und wurde von Heike empfangen. Zusammen ging es dann Richtung Hotel. Auch in diesem Jahr teilten wir uns wieder ein Zimmer im Book Hotel.



Das Hotel kann ich übrigens wärmstens empfehlen. Schon von außen erkennt man es durch das riesige Bücherregal an der Fassade und auch im Inneren ist das Bücherthema Programm. An der Rezeption wurden wir herzlich empfangen. Wie übrigens während unseres gesamten Aufenthalts. Mit viel Humor und lieben Worten fühlten wir uns hier einfach gut aufgehoben und haben das Zimmer direkt für 2027 wieder reserviert.
Am Abend fand dann das obligatorische Abendessen in lustiger Runde statt. Auch hier blieben wir dem Ort vom letzten Jahr treu und trafen uns zum Essen und Cocktails trinken im Dhillons. Diesmal waren wir sechs Blogger, die alle voller Vorfreude auf die Buchmesse waren.

Messetag 1: Großes Hallo und erste Buchmomente
Gestartet ist alles ganz entspannt mit einem Frühstück zusammen mit meiner liebsten Bücherheike, bevor es mit der Tram Richtung Messe ging und ich mich ins bunte Treiben gestürzt habe. Kaum angekommen durften die obligatorischen Fotos am Springbrunnen und bei den Fahnen nicht fehlen.



Schon dort gab es ein erstes Wiedersehen mit @lesewesen und ich war sofort wieder im Messefeeling der Begegnungen mit liebgewonnenen Menschen, die ich nur einmal im Jahr live sehe. Im Pressezentrum wurde gedrückt, geschnackt und sich ausgetauscht. Dort habe ich auch @leselausch direkt wieder in die Arme schließen können, was mich sehr gefreut hat.
Gegen zehn ging es dann endlich los und mein erster Stopp war Halle 3 bei Carlsen, um das Cove Club Bändchen zu ergattern. Danach ging es weiter ins CCL zu Penguin. Beim @team.bloggerportal folgte eine Programmvorschau nach der anderen. Ich habe fleißig Titel in mein Journal notiert und direkt Prioritäten gesetzt. Meine Wunschliste ist an diesem Vormittag bereits deutlich gewachsen und ich habe mich sehr über die Organisation und die Bücher gefreut.








In der Mittagspause bin ich noch schnell in Halle 4 gewechselt, um etwas von einer Lesung mitzunehmen. Denn ich liebe die Outer Banks Reihe von Jana Lukas und Leonie Lastella, die die Reihe unter Pseudonym schreiben.
Am Nachmittag folgte ein schöner Austausch bei einem kleinen Umtrunk mit Bloggern rund um Heidi Troi und Ella Marcs. Danach bin ich noch mit @biblionatio durch die Hallen 5, 3 und 1 geschlendert, immer auf der Suche nach bekannten Gesichtern und kleinen Buchmomenten. Man nennt es auch Fotospot Safari.

Am Abend war ich müde, aber gleichzeitig auch voller Eindrücke und Vorfreude auf alles, was noch kommen würde. Also habe ich mir ganz entspannt einen Salat gekauft und ihn im Hotelzimmer gegessen.
Messetag 2: Begegnungen, Lesungen und neue Lieblingsbücher
Der zweite Tag startete mit einer ersten Runde durch die Hallen. Ein bisschen treiben lassen, ein paar Fotospots mitnehmen und dann ging es auch schon weiter zum ersten Termin. Ich habe mich sehr über die Einladung vom Loewe Verlag gefreut. Das Bloggertreffen mit Ursula Poznanski, Christopher Tauber und Timo Grubing war für mich eines der Highlights des Tages.




Besonders die Einblicke in die Graphic Novel zu Cryptos haben mich neugierig gemacht und ich freue mich sehr auf das, was dort entstehen wird. Eine Zusage für das Rezensionsexemplar habe ich inzwischen erhalten und so darfst du dich im Juni hier auf ein ganz besonderes Buch freuen, das eigentlich so gar nicht in mein Genre passt.
Danach ging es weiter zur Lesung von Katharina Mosel aus Brandungsgesang, bevor ich wieder zurück ins CCL bin. Dort folgte direkt der nächste Termin bei Argon und Kyss und der Lesung aus Loki von Franka Neubauer. Auch Rebecca Veil war mit dabei und hat Einblicke in die Hörbuchumsetzung gegeben. Ich lausche ihrer Stimme einfach immer wieder gerne und so habe ich mir nun auch ein Foto mit ihr gesichert.

Ein kurzer Abstecher zum Meet and Greet mit Leonie Lastella und Jana Lukas durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich frage mich nur noch, wo das Foto davon ist. Ich weiß, dass eins gemacht wurde. Fragt sich nur, mit welchem Mobiltelefon. Dort traf ich wieder auf Anne und wir sind direkt in unsere nächste Fotostopp Runde gestartet, bei der wir richtig viel Spaß hatten.
Am späten Nachmittag habe ich noch die Lesung von Natascha Birovljev aus Herbstweiden besucht, bevor es zurück Richtung Pressezentrum ging. Nach einem kurzen Stopp im Hotel ging es am Abend weiter ins Vienna House zu Book meets Pizza.




Auch dort sind wieder viele neue Kontakte entstanden und meine Wunschliste ist ein weiteres Mal gewachsen. Und es trudeln gerade ein paar Pakete mit Buchpost bei mir ein, über die ich mich sehr freue und bald mehr dazu schreiben werde.
Messetag 3: Treiben lassen und genießen
Der dritte Tag startete etwas ruhiger, da ich mich nicht ganz fit gefühlt habe. Am Abend zuvor bin ich schon mit Halsschmerzen ins Bett gegangen, was nie ein gutes Zeichen ist. Trotzdem wollte ich mir die geplanten Termine nicht entgehen lassen.
Am Vormittag standen The Bookfair Breakfast Society und das Bloggertreffen von Dumont auf dem Plan. Es war schön, bekannte Gesichter wiederzusehen und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Die Cupcakes waren mega lecker und die Lesung bei Dumont von Katrin Zipse aus Moosland hat einfach Freude gemacht.



Danach habe ich mich bewusst treiben lassen. Ich bin zur Audiobühne in Halle 2 gegangen und später weiter zur Beyond Pages Stage in Halle 4. Ohne festen Plan durch die Hallen zu gehen und einfach zu schauen, was sich ergibt, gehört für mich zu den schönsten Momenten der Buchmesse. Man weiß nie, über welche Neuentdeckung man stolpert.
Am Nachmittag ging es langsam zurück Richtung Pressezentrum. Auf dem Weg habe ich mir noch ein Eis bei Bastei Lübbe gegönnt, bevor ich im Hotel angekommen bin. Dort habe ich direkt meinen Koffer gepackt und festgestellt, dass wirklich nichts mehr hineinpasst.




Der Tag war damit aber noch nicht vorbei, denn am Abend stand noch die Forever und UJU Community Night an. Ein schöner Abschluss für einen Tag, der sich trotz ruhigem Start wieder mit vielen Eindrücken gefüllt hat. Und so wanderten noch zwei Bücher mehr auf meine Haben Seite und ein Booklover Jogginganzug, der direkt für kuschelige Lesetage auf der Couch einlädt.
Messetag 4: Abschied, letzte Begegnungen und Heimreise
An Tag vier der Leipziger Buchmesse wachte ich mit leichter Temperatur, Halsschmerzen und Husten auf. Keine idealen Bedingungen für einen weiteren Messetag, aber eine wirkliche Alternative gab es nicht, da mein Zug erst am Nachmittag fuhr. Also habe ich gemeinsam mit meiner liebsten Bücherheike unser Gepäck am Bahnhof in Schließfächern verstaut und bin anschließend mit der Tramlinie 16 noch einmal Richtung Messe gefahren.
Dort habe ich mir bewusst Zeit genommen, um meine kleinen Goodies zu verteilen, die ich extra für meine Buchmenschen vorbereitet hatte und am Vorabend beim Kofferpacken wiederentdeckt habe. Kleine Schachteln mit Blümchen und dem Spruch für dich, gefüllt mit einem Teebeutel und meiner Visitenkarte. So bin ich am Vormittag durch die Hallen geschlendert und habe hier und da einen kleinen Abschiedsgruß hinterlassen.
Zwischendurch habe ich noch einen kurzen Stopp bei der Lesung von Freya von Korff gemacht, die aus ihrem Roman Pharaonenblut gelesen hat, der bereits auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegt. Danach stand noch die Programmvorschau bei Piper auf meinem Plan, bei der ich wieder einige spannende Titel entdecken konnte. Mein Leipziger Buchmesse SUB wächst damit ins Unermessliche.
Anschließend ging es direkt mit der Tram zurück zum Bahnhof. Dort habe ich mir noch einen Kaffee, einen Muffin und ein belegtes Brötchen geholt, bevor ich mich in den Zug nach Hause gesetzt habe. Entgegen aller Erwartungen war dieser pünktlich, sodass auch das Umsteigen problemlos funktioniert hat.
Kurz nach zehn war ich wieder zu Hause und bin einfach nur noch ins Bett gefallen. Wobei das nicht ganz stimmt. Ich musste erst meinen Koffer noch schnell auspacken und meine ganzen neuen Bücher, 14 an der Zahl, auf dem Wohnzimmertisch ausbreiten.

Mein Fazit zur Leipziger Buchmesse 2026
Die Leipziger Buchmesse ist für mich auch in diesem Jahr wieder ein Ort voller Begegnungen gewesen und knapp 63000 Schritten. Die Tage sind geprägt von Begegnungen, Gesprächen und die vielen kleinen Momenten dazwischen. Das Wiedersehen mit Menschen, die man teilweise nur einmal im Jahr trifft. Das gemeinsame Lachen. Die spontanen Verabredungen zwischen zwei Terminen. Und dieses ganz besondere Gefühl, Teil dieser Buchbubble zu sein.
Meine Wunschliste ist in diesen vier Tagen enorm gewachsen. Mein Kopf ist voller Ideen. Gleichzeitig nehme ich so viele schöne Erinnerungen mit nach Hause, die noch lange nachwirken werden. Auch die Mischung aus geplanten Terminen und dem bewussten Treibenlassen hat dieses Jahr für mich wieder perfekt funktioniert.
Und selbst die vielen Schritte, die müden Füße und die leichte Erkältung am Ende zeigen mir, wie intensiv ich diese Tage erlebt habe.
Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist auf jeden Fall schon wieder da. Das Book Hotel ist bereits reserviert und ich bin mir sicher, dass ich auch 2027 wieder mit ganz viel Vorfreude nach Leipzig reisen werde.
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