Ein Reisebericht: Leipziger Buchmesse 2025

Zwischen Büchern und Menschenmassen – Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse

Auf mich warteten vier Tage voller Bücherrausch, unzähligen Neuzugängen und mehr Leseempfehlungen, als ich jemals bewältigen kann – die Leipziger Buchmesse hat mich wieder voll erwischt! Die Kombination aus literarischen Entdeckungen, inspirierenden Begegnungen und dem einzigartigen Messeflair machen diese Tage jedes Jahr zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Der Weg ist das Ziel – oder auch nicht?

Monatelang hatte ich mich auf die Leipziger Buchmesse gefreut, und endlich war es soweit. Am Mittwochmorgen um 07:50 Uhr startete mein Zug nach Leipzig. Mit dabei: mein Moduletto, in dem ich meine Messetage als kleine Comicskizzen festhalten wollte, und mein Lesetagebuch für Autogramme. In Osnabrück reichte die Umstiegszeit sogar für Kaffee und Brötchen – alles lief nach Plan. Doch dann: Mein Anschlusszug in Hannover hatte erhebliche Verspätung. Nach kurzer Überlegung blieb ich im Zug nach Berlin sitzen und fuhr von dort aus weiter nach Leipzig.

Cover von meinem Leipziger Buchmesse Comic im Moduletto
Möchtest du den Inhalt sehen? Link zum Video auf Instagram folgt.

Glücklicherweise verflog die Zeit dank meines Buchs: Wahrheit oder Pflicht von Sophie Edenberg. Dieser Psychothriller verwandelte das gleichnamige Kinderspiel in eine düstere Geschichte – ein fesselndes Leseerlebnis, das ich bald in einer Rezension ausführlicher vorstellen werde. Die Atmosphäre des Buches zog mich so in seinen Bann, dass ich die Fahrzeit kaum bemerkte.

Mit nur geringer Verspätung kam ich als letzte unserer vierköpfigen Messe-WG in Leipzig an. Am Bahnhof warteten schon Sabrina, Saskia und Heike auf mich. Nach einer Kaffeepause ging es weiter zum Book Hotel Leipzig – eine Unterkunft wie gemacht für Buchliebhaber! Die imposante Fassade mit einem riesigen Bücherregal beeindruckte mich sofort. Auch die Zimmer waren liebevoll mit literarischen Details gestaltet. Nach einer schnellen Instagram-Roomtour machten wir uns auf den Weg zum Essen.

Blogger-Dinner als Messeauftakt

Traditionell beginnt für mich die Leipziger Buchmesse am Mittwochabend mit einem Essen in großer Bloggerrunde. Dieses Jahr hatten wir einen Tisch im Dhillons Irish Bar & Grill reserviert – ein Abend voller spannender Gespräche über die Messe, Bücher und das Geschehen auf Bookstagram. Es ist immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Herangehensweisen ans Bloggen und Rezensieren sind. Wir tauschten Tipps aus, sprachen über bevorstehende Highlights der Messe und ließen uns das leckere Essen schmecken.

Bücherfans auf dem Weg zur Messe

Der Donnerstag begann mit einem Frühstück am Bahnhof. Um einen Sitzplatz in der Tram zu ergattern, nahmen wir bewusst die Bahn um 08:15 Uhr – eine kluge Entscheidung! Pünktlich um neun öffnete das Pressezentrum, wo wir Jacken verstauten, Kaffee tranken und uns über den bevorstehenden Tag austauschten. Ich freute mich besonders auf ein Wiedersehen mit Diana von leselausch, die ich vor zwei Jahren bei einer Schnitzeljagd in Köln kennengelernt hatte.

Begegnungen und Highlights

Um 09:45 Uhr durften wir als Pressevertreter die Hallen betreten – ein besonderer Moment voller Vorfreude. Ein Blick nach draußen zeigte bereits jetzt einen enormen Besucherandrang. Schon am Donnerstag waren die Gänge gut gefüllt, was mich neugierig machte, wie es wohl am Freitag und Samstag aussehen würde. Die ersten Stände wurden erkundet, Verlage besucht und erste Bücher auf meine Wunschliste gesetzt.

Gleich zu Beginn traf ich Carola von lesenmitcarola, die mich mit einem herzlichen „Überfall“ begrüßte. Im Laufe der Tage begegnete ich vielen weiteren bekannten Gesichtern: Stefanie Brunswick und Ella Lane, die gemeinsam einen Stand hatten, sowie Dirk Osygus, den ich als Mensch sehr schätze. Auch die Glücksschreiberinnen waren für mich ein Pflichtbesuch – Natascha Birovljevs kommendes Buch landete direkt auf meiner Leseliste für September.

  • Foto von Kerstin mit Andrea WIlk und Nadine Teuber
  • Ein Foto von Kerstin und Basma Hallak auf der Leipziger Buchmesse
  • Ein Foto von Kerstin und Dirk Osygus auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Ella Lane
  • Foto von Kerstin mit Jana Lukas und Leonie Lastella
  • Foto von Kerstin und Jani Friese
  • Foto von Kerstin und Katharina Mosel und Natascha Birovljev
  • Ein Foto von Kerstin und Louis Friedemann Thiele auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto mit Kerstin und Anja Sietz und Melanie Amelie Opalka
  • Ein Foto von Kerstin und Miriam Covi auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Nina Scheweling Henriette Schreurs
  • Foto von Kerstin und Stefanie Brunswick
  • Foto von Kerstin mit Thomas Bookclub
  • Foto mit Kerstin undAntonia Löding
  • Foto von Kerstin und Diana
  • Ein Foto von Kerstin und Stephanie auf der Leipziger Buchmesse
  • Ein Foto von Kerstin und Sabrina auf der Leipziger Buchmesse
  • Foto von Kerstin und Kathrin
  • Foto von Kerstin und Anne
  • Foto von Kerstin und Nadine

Besondere Highlights des Tages waren:

  1. Hörbücher 2.0 – eine spannende Veranstaltung zum Thema Object Based Audio, das in den nächsten Jahren neue Maßstäbe setzen könnte.
  2. Die Herbstvorschau von Droemer Knaur – ein kleines Blogger-Treffen, bei dem ich Thomas von Thomas_Bookclub traf. Mein persönliches Fangirl Highlight.
  3. Eine besondere Lesung im Mintastique – bei Kaffee und Cupcake lauschte ich Eva-Maria Bast und Jörn Precht, die unter Romy Herold gemeinsam den Roman „Ritter Sport Ein Traum von Schokolade“ geschrieben haben.

Fotospots und Entdeckungen am Freitag

Mit wenig Schlaf startete der Freitag. Nach einem Frühstück in Hotelnähe begaben wir uns auf eine kleine Fototour durch die Messehallen. Beim Fischer Verlag begrüßte uns das neue Bloggerteam und gab Einblicke in die Herbstvorschau. Ich entdeckte direkt neue Bücher von Tine Nell, deren Werke ich bisher einfach nur verschlungen habe.

Ein weiteres Highlight war die Lesung von Nina Scheweling aus Academy of Lies, die ich später beim Bloggertreffen von Loewe und Argon wiedertraf. Besonders spannend: Ein Gespräch im Anschluss mit Sprecherin Henriette Schreurs über ihre Arbeit. Dazu wird es bald ein Interview geben.

Abends führte der Weg ins Morrison’s zum Treffen der Bloggerlounge mit dem Selfpublisher-Verband – ein unterhaltsamer Abschluss des Tages.

Menschenmassen am Samstag

Der Samstag toppte alles – die Gänge waren brechend voll. Ich zog mich ins CCL zurück und besuchte das Blogger-Event von Dumont, bei dem ich spannende Neuerscheinungen entdeckte, darunter Der Krabbenfischer von Benjamin Wood. Außerdem erfuhr ich, dass ich beim Selfpublisher Blogger-Award den dritten Platz belegt hatte – eine tolle Überraschung!

Anschließend stürzte ich mich ins Messegetümmel, besuchte Lesungen und sammelte Autogramme. Besonders beeindruckend war der Talk mit Louis Friedemann Thiele zu The Story Behind Us sowie eine Veranstaltung mit Arno Strobel und Basma Hallak zum Thema My Audiobook is your Audiobook.

Abends ging es zum Fischer Krimiabend in der Moritzbastei, wo die Autoren Arno Strobel, Anna Täuber und Klaus-Peter Wolf aus ihren Werken lasen – ein perfekter Abschluss des Tages.

Sonntag – der Abschied naht

Der letzte Messetag begann müde – die Zeitumstellung machte sich bemerkbar. Nach einem gemütlichen Bummel durch die Hallen und einem letzten Kaffee im Pressezentrum hieß es Abschied nehmen. Am Ausgang entstand das obligatorische Foto mit dem Messemännchen, dann ging es zurück in die Stadt.

Nach einer abschließenden Kaffeepause im Café Kandler trat ich die Heimreise an. Doch auch hier gab es Verzögerungen: In Hannover wurde mir klar, dass ich die letzte Bahn nach Holdorf verpassen würde. Ein Taxischein rettete mich, sodass ich die letzten Kilometer entspannt zurücklegen konnte.

  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Kerstin mit dem Leipziger Messemännchen im Pressezentrum der Leipziger Buchmesse
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen
  • Fotospots auf der Leipziger Buchmesse 2025. Auf dem Foto ist jeweils auch die Buchbloggerin Kerstin von Kerstins Kartenwerkstatt zu sehen

Fazit: Erschöpft, aber glücklich

Mit über 296.000 Besuchern war die Buchmesse ein voller Erfolg – für mich persönlich aber auch das absolute Limit. Die Messe beherbergte 2.040 Aussteller aus 45 Ländern, darunter das Gastland Norwegen. Das Programm Leipzig liest bot 2.800 Veranstaltungen an 330 Leseorten.

Trotz Menschenmassen und wenig Schlaf war die Messe ein unvergessliches Erlebnis. Leipzig hat wieder bewiesen, dass Bücher mehr sind als nur Papier und Tinte – sie verbinden Menschen, inspirieren und lassen uns träumen.

Bis 2026 – das Hotelzimmer ist schon reserviert!

Griechischstunden von Han Kang

Griechischstunden

von Han Kang

Zu sehen ist das Lesetagebuch mit Sketchnotes zur Rezension vom Roman: Griechischstunden von Han Kang erschienen im Aufbau Verlag

Meine Meinung

Das Cover ist in blau und weiß gehalten und spiegelt so die Farben von Griechenland wieder. Zu sehen ist ein Meander Motiv in blau auf weißem Grund. Im Zentrum kann man den Kopf einer Frau erkennen. Mir sprang das Cover ins Auge und so war ich neugierig auf die Geschichte dahinter. 

Griechischstunden von Han Kang erschien im Aufbau Verlag. Ich wurde auf den Roman aufmerksam, durch den Literatur Nobelpreis für die Autorin im letzten Jahr. Von ihr habe ich bereits „Die Vegetarierin“ gelesen, es war im gewissen Sinne verstörend und nachdenklich zu gleich. Mit Griechischstunden hat die Autorin einen ganz anderen Ton getroffen. Hier geht es um zwei Menschen, die sich in Seoul beim Griechischunterricht kennenlernen. Sie ist dort als Schülerin und verfolgt Stumm den Unterricht, da sie ihre Stimme verloren hat, nach dem man ihr ihren Sohn entzogen hat. Er ist der Griechischlehrer, der sich akribisch auf seinen Unterricht vorbereitet, da ihm nach und nach das Augenlicht abhanden kommt. Er wuchs zwischen zwei Kulturen auf und lässt und als Leser daran teilhaben. 

Die Geschichte wird aus zwei ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zum Einen haben wir da eine weibliche Person, deren Namen wir nicht erfahren. Sie erzählt aus der dritten Person. Sie ist eine gebildete Frau, die in ihrer Sprachlosigkeit gefangen zu sein scheint. Sie ist in der Welt der Sprachen zu Hause und so lernt sie Altgriechisch. Zu ihr ist mir folgendes Zitat in Erinnerung geblieben.

„Sie schreibt: διεφθάρθαι [Anm. ist beschädigt] Ein Wortsinn, kalt und hart wie eine Säule aus Eis. Ein Wortsinn, so selbsterklärend, dass kein weiteres Wort nötig ist. Ein Wortsinn, der, hat man sich einmal entschlossen, das Wort auszusprechen, eine unwiderrufliche Aussage macht.“

Zum Zweiten ist da ein männlicher Ich-Erzähler. Er ist der Griechischlehrer, der in seiner Jugend mit seiner Familie nach Deutschland auswanderte und nun wieder in Südkorea lebt und sein Wissen weiter gibt. Er lernt jeden einzelnen Moment von seinem Unterricht zu Hause auswendig, damit niemandem auffällt, wie wenig ihm seine Augen noch von der Welt zeigen. Er besitzt eine dicke Brille und kann nur mit viel Licht und einer Lupe noch einzelne Worte erkennen. 

„Als schließlich die Nacht hereinbrach, setzte ich mich auf den Boden des hölzernen Vorbaus eines großen Versammlungsraums, um das Schauspiel der Lichter zu beobachten, wenn die Lampions durch einen Windhauch in Bewegung gerieten.“

„Die roten Lampions, die sich über meinem Kopf aneinanderreihten, schaukelten leise im Wind, Schönheit und Ruhe ausstrahlend, einfach nur perfekt.“

Abwechselnd darf ich beiden Erzählern lauschen und immer tiefer in deren Vergangenheit eintauchen. Ich erlebe, wie sie an den heutigen Punkt gekommen sind, an dem sie in der Griechischstunde aufeinandertreffen. Fasziniert war ich von der gänzlichen Namenlosigkeit der Figuren. So kann man als Leser nicht wirklich eine Verbindung zu den Personen aufbauen, sondern bleibt als Betrachter im Nebel stehen. Nach und nach ergibt sich mir der Sinn der Erzählung und ich verfolge gespannt das Fortschreiten der Erblindung und den Versuch aus der der Sprachlosigkeit herauszukommen. Wie können die zwei miteinander kommunizieren? Die Frage habe ich mir immer wieder gestellt. Und warum besucht jemand einen Sprachkurs, der keine Stimme mehr hat? Diese Fragen werden dir beim Lesen bestimmt aufkommen. Tauche ein in diese nachdenkliche und tiefgründige Geschichte auf der Suche nach Antworten. 

Bist du bereit für einen Roman der aktuellen Literatur Nobelpreisträgerin Han Kang? Für mich ist es der zweite Roman der Autorin, der mir sehr viel besser als der erste: Die Vegetarierin gefallen hat. Die Sprache kommt ganz ähnlich gewaltig daher, doch sind hier die Figuren nicht verstörend gezeichnet, sondern man kann eine gewisse Bindung zu ihnen aufbauen, auch wenn sie bis zum Ende als Namenlose Wesen stehen bleiben. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, sondern ein Buch das zum Nachdenken und Mitdenken einlädt. Wie würde es dir ergehen, wenn du wüsstest in naher Zukunft würde dein Augenlicht verschwinden? Wie kämmst du damit klar, wenn dir in deiner Sprachlosigkeit dein Kind genommen würde? Dies sind nur ein paar Fragen, die durch den Roman angeregt werden. Ich empfehle das Buch gerne weiter, für alle die ungewöhnliche und Tiefgründige Geschichten mögen, die nicht einfach nur der Unterhaltung dienen, sondern eher in der aktuellen Literatur verortet sind.

Inhaltsangabe

Nobelpreis für Literatur 2024»Griechischstunden« erzählt die Geschichte zweier gewöhnlicher Menschen, die sich in einem Moment privater Angst begegnen. Han Kang hat einen schillernden Roman über die rettende Gnade der Sprache geschrieben.  

In einem Klassenzimmer in Seoul beobachtet eine junge Frau ihren Griechischlehrer. Sie versucht, zu sprechen, aber sie hat ihre Stimme verloren. Ihr Lehrer fühlt sich zu der stummen Frau hingezogen, denn er verliert von Tag zu Tag mehr von seinem Augenlicht. Bald entdecken die beiden, dass ein tiefer Schmerz sie verbindet. Sie hat in nur wenigen Monaten sowohl ihre Mutter als auch den Kampf um das Sorgerecht für ihren neunjährigen Sohn verloren. Für ihn ist es der Schmerz, zwischen Korea und Deutschland aufzuwachsen, zwischen zwei Kulturen und Sprachen hin- und hergerissen zu sein. 
Langsam entdecken die beiden ein tiefes Gefühl der Einheit, und ihre Stimmen überschneiden sich mit verblüffender Schönheit.

Bibliografie

Autor: Han Kang
Genre: Belletristik
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN/ ASIN: 978-3351037925
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2024
Format: gebundenes Buch, Ebook und Hörbuch erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 205
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir vom Aufbau Verlag über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Aufbau Verlag

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Wenn Sterne funkeln von Stefanie Brunswick

Wenn Sterne funkeln

von Stefanie Brunswick

Zu sehen ist das Lesetagebuch mit Sketchnotes zur Rezension vom Liebesroman: Wenn Sterne funkeln von Stefanie Brunswick erschienen im Selfpublishing

Meine Meinung

Das Cover zeigt einfach schön einen Farbverlauf von lila über blau nach Türkis. Oberhalb vom Titel sind ein paar unterschiedlich große Sterne abgebildet. Im Ganzen ein schönes Cover, das von der Gestaltung her den ersten drei Bänden ähnelt.

Wenn Sterne funkeln von Stefanie Brunswick wurde im Selfpublishing veröffentlicht. Es ist der vierte Band der Wenn-Liebe-anklopft-Reihe, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich kenne bisher nur den dritten Band: Wenn Glühwürmchen leuchten. Aber Band 1: Wenn Schmetterlinge tanzen und Band 2: Wenn Herzen brechen stehen gedanklich schon auf meiner Wunschliste. Im vierten Band geht es nun um Jon King, der als Anwalt in London in der Kanzlei seines Vaters arbeitet. Und um Felizia, die plötzlich vor Jon auftaucht und sein geordnetes Leben durcheinander wirbelt. Wie das seine Freundin Vivien findet musst du einfach selbst erfahren. 

Bei den einleitenden Worten der Ich-Erzählerin Vivien musste ich ein wenig schmunzeln. Sie zeigte sich von ihrer besten Seite und sammelte nicht unbedingt Sympathiepunkte bei mir. So war ich direkt gespannt, auf den Partner an ihrer Seite, der so viel Geld in die Hand nahm, für eine Geburtstagsparty auf der Themse.

„Schau mal“, meint er und deutet Richtung Nachthimmel. „Ist ja unglaublich, wie deutlich heute die Sterne leuchten.“

Bei den Worten von Jon ging mein romantisches Herz auf. Ich selbst liebe den Sternenhimmel und muss draußen im Dunklen immer nach oben schauen, auf der Suche nach dem Sternbild großer Wagen. So hoffte ich bei diesen Worten, bei der Geburtstagsparty von Vivien auf einen schönen Abend. Doch was dann kam, verstärkte meine erste Einschätzung, auf die ich hier gar nicht näher eingehen möchte. Also folgt einfach ein zweites Sternzitat.

„Seufzend blickte ich in den nächtlichen Himmel. Er ist heute Nacht so klar, dass ich trotz der vielen Lichter, die London erhellen, ein paar Punkte dort oben erkennen kann. Der Polarstern leuchtet mir hell entgegen.“

Das soll es an Sternen Zitaten gewesen sein, die zum Titel des Buches führen. Der Protagonist Jon hat ein Faible für die Himmelskörper und so schwärmt er von dem Teleskop seines Großvaters. Er nimmt einen als Ich-Erzähler mit in die Gegenwart und in seine Vergangenheit, zu einem ganz besonderen Urlaub in die Casa Sunshine. Was es genau damit auf sich hat, und warum er sich genau jetzt an diesen Urlaub mit dem Freund seiner Schwester erinnert musst du einfach selbst lesen. 

Als weitere Ich-Erzählerin darfst du Felizia kennenlernen. Dem Namen nach hast du vermutlich eine Ahnung wo her sie kommt. Aktuell ist sie in London und reißt von ihrem Kalender folgenden Spruch ab: „Greif nach den Sternen“. Wenn das kein Omen ist. Auch ihr darf ich in verschiedene Lebenslagen folgen, wobei sie einen sehr viel geringeren Erzählanteil übernimmt. Die meiste Zeit lässt uns Jon an seinem Leben teilhaben.

Ich liebe es, wenn ich beim Lesen ein wenig durch die Welt reisen darf. Zusammen mit Jon darf ich an die spanische Küste reisen und einen ganz besonderen Urlaub erleben. Genauso nimmt er mich mit nach London, wo er im Hamsterrad der Kanzlei gefangen zu sein scheint. Ich fand ihn vom ersten Moment an sympathisch und habe gespannt seinen Weg verfolgt.

Durch die Rückblicke und den Wechsel der Erzähler wird eine gewisse Spannung erzeugt, so dass ich unbedingt immer weiter lesen musste. Was ist damals im Urlaub passiert? Und was macht Felizia in London? Fragen über Fragen, die mich immer weiter lesen ließen. Die Auflösung zeigt sehr schön, was wirklich wichtig im Leben ist und ließ mich einfach schmachtend am Ende zurück.

Hast du Lust einen Blick an den Sternhimmel zu werfen? Dann begleite Jon und Felizia in „Wenn Sterne funkeln“ von Stefanie Brunswick nach London und erfahre, welche Sternbilder trotz nächtlicher Lichter zu sehen sind. Tauche ein in die Geschichte und erlebe, dass Karriere, Erfolg und Geld nicht immer glücklich machen. Erfahre was wichtig im Leben ist und dass eine zweite Chance was sehr schönes sein kann. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen und Stunde um Stunde bin ich der Erzählung von Jon und Felizia gefolgt. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die Lust haben auf eine besondere Liebesgeschichte, die Hoffnung gibt, dass ein Urlaubsflirt vielleicht auch mehr werden kann, als eben nur ein Flirt. 

Inhaltsangabe

Funkeln die Sterne heller, wenn man mit sich selbst im Reinen ist?

„Du solltest endlich anfangen, du zu sein.“
„Was meinst du damit?“
„Siehst du nicht, dass du ein Leben lebst, das andere für dich ausgesucht haben?“

Jon hat alles, was man sich wünschen kann. Geld, Karriere, Erfolg, ein schönes Apartment in London. Und Vivian, die ihn liebt.
Sein Weg scheint geebnet und in eine klare Richtung zu gehen. Gedanken darüber, was passiert, wenn er nach links oder rechts abbiegen würde, schiebt er zur Seite.
Bis er auf Felizia trifft. Eine Frau, die ihn schon einmal dazu gebracht hat, sein Leben und seine Ziele in Frage zu stellen. Doch sind die Zweifel, die sie in ihm hervorruft, Grund genug, um alles aufzugeben?

Manchmal muss man lernen, den Gefühlen zu folgen, um sein eigenes Leben zu leben.

Bibliografie
Zu sehen ist das Cover vom Liebesroman: Wenn Sterne funkeln von Stefanie Brunswick erschienen im Selfpublishing

Autor: Stefanie Brunswick
Reihe: Wenn Liebe anklopft Band 4
Genre: Liebesroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN/ ASIN: B0D9ZS4S9B
Erscheinungsdatum: 02. April 2025
Format: Ebook erhältlich bei Amazon*
Seitenzahl: 279
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir Stefanie Brunswick zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Stefanie Brunswick

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.

Liebe hat tausend Seiten von Kelly Moran

Bookish Belles – Liebe hat tausend Seiten

von Kelly Moran

Zu sehen ist das Lesetagebuch mit Sketchnotes zur Rezension vom Hörbuch: Bookish Belles - Liebe hat tausend Seiten von Kelly Moran erschienen im Argon Verlag und eingesprochen von Christiane Marx

Meine Meinung

Das Cover kommt ohne viele Details daher. Auf einem Lesezeichen mit Trottel steht der Titel der Reihe: Bookish Belles. Darüber prangt in Großbuchstaben der Titel des Hörbuchs und nimmt damit einen großen Teil des Covers ein. Ich mag diese Art der Gestaltung, die simple und clean ist und nichts vom Inhalt verrät.

Liebe hat tausend Seiten von Kelly Moran erschien im Argon Verlag. Es ist der Auftakt der Bookish Belles Trilogie. Das Hörbuch wurde von Christiane Marx eingelesen, die mit ihrer Facettenreichen Stimme die Geschichte zu einem wahren Hörerlebnis macht. So erkennt man beim Hören direkt jede einzelne Figur. Die Protagonisten sind hier Rebecca Moore, die nach zehn Jahren zurück in die Kleinstadt Vallantine kommt und Graham Roberts, der der neue Chefredakteur der örtlichen Zeitung ist und diese zurück in die schwarzen Zahlen bringen soll. Mit dabei sind auch Scarlett und Dorothy, die zusammen mit Rebecca die Bookish Belles bilden und die historische Stadtbibliothek geerbt haben. Jedem der drei ist ein Band der Trilogie gewidmet und so macht nun Rebecca den Anfang in die spannende Geschichte. 

Die Erzählung lebt von den detailreichen Beschreibungen, so dass ich mir beim Hören ein genaues Bild von den Begebenheiten machen konnte. Ich darf die Räume der Redaktion kennenlernen und erfahren wie diese in neuem Licht erstrahlen. Ebenso streife ich durch das alte Gemäuer der Stadtbibliothek und bin live dabei, während die Umbauarbeiten geplant werden. So erfahre ich viel über die Geschichte des Hauses und ihrer ehemaligen Besitzerin Kathrin, die als Geist scheinbar immer noch in der Bibliothek zu Hause ist.

Ich war sofort mitten drin im Geschehen und habe mich einfach nur über die Stimme von Christiane Marx gefreut. Ich durfte schon viele Geschichten mit ihr genießen und so war für mich von Anfang an der Hörgenuss garantiert. Der Inhalt über die Bookish Belles tat sein nötiges dazu. Rebecca war mir sofort sympathisch. Sie ist jemand, der viele Ideen hat und diese auch in Taten umsetzen kann. Wobei ihr ihre Fibromyalgie immer mal wieder einen Strich durch ihre Rechnung macht. Gekonnt wurden die Symptome der Krankheit mit in die Geschichte integriert, so dass man als Leser einen guten Eindruck bekommt, wie es einem Menschen damit geht und kann vielleicht einfach besser nachvollziehen, warum heute etwas nicht geht, was sonst kein Problem darstellt. An dieser Stelle möchte ich auch noch kurz auf Graham eingehen, der genau das richtige Fingerspitzengefühl besaß, nach dem er von der Erkrankung erfahren hatte und so nimmt er Rebecca die Dinge ab, die zu einem akuten Schub führen könnten. 

Die Unterhaltungen der zwei brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. So habe ich ein Zitat hier für dich, bei dem du deiner Fantasie einfach freien Lauf lassen kannst und du kommst trotzdem nicht wirklich hinter dessen genauer Bedeutung.

„Wie lang ist eine heiße Minute?“

Die Antwort auf dieser Frage von Graham erfährst du beim Hören. Freue dich auf eine interessante Definition der heißen Minute. 

Hast du Lust auf einen Ausflug nach Vallantine in Georgia? Dann schnappe dir „Liebe hat tausend Seiten“ von Kelly Moran und lausche der Stimme von Christiane Marx. Begleite Rebecca in ihre Heimatstadt und drehe zusammen mit ihr die Zeitung auf links. Freue dich auf ein treffen mit den Bookish Belles und verfolge gespannt die Umbaupläne für die alte Stadtbibliothek. Das klingt vielversprechend und lässt auf zwei weitere spannende Bände mit den Bookish Belles hoffen. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- und Leseempfehlung für alle, die ein Faible für Bücher haben und dabei einem Liebesroman nicht abgeneigt sind. Ich habe mir direkt die Folgebände auf Termin gesetzt, um sie nicht zu verpassen. 

Inhaltsangabe

Willkommen in Vallantine, Georgia, wo du dein Lächeln findest …

Zehn Jahre ist es her, dass Rebecca Moore das Kleinstadtleben gegen ihren großen Traum eingetauscht hat, eine preisgekrönte Journalistin zu werden – nur um diesen Traum dann zerbrechen zu sehen. Als dann auch noch ihre geliebte Großmutter stirbt, kommt sie wieder nach Hause, nach Vallantine, Georgia, wo sie einst Familie, Freundschaften und ihr Herz zurückgelassen hat. Doch ihre beiden besten Freundinnen aus Kindheitstagen sind entschlossen, sie nicht in Trauer versinken zu lassen. Das Trio hat zusammen die historische Stadtbibliothek geerbt, und sie wollen das marode Gebäude renovieren, um eine Buchhandlung daraus zu machen. Nicht umsonst waren die buchverliebten Freundinnen damals gemeinhin bekannt als die „Bookish Belles“. Nur braucht Rebecca in der Zwischenzeit einen Job. Eine Stelle bei der lokalen Zeitung zu bekommen, ist kein Problem. Dummerweise ist der Chefredakteur ein schlecht gelaunter, besserwisserischer Mistkerl. Doch ganz Vallantine scheint zu glauben, dass sie dem sexy Yankee nicht widerstehen könne …

Bibliografie
Zu sehen ist das Cover vom Hörbuch: Bookish Belles - Liebe hat tausend Seiten von Kelly Moran erschienen im Argon Verlag und eingesprochen von Christiane Marx

Autor: Kelly Moran
Sprecher: Christiane Marx
Reihe: Bookish Belles Band 1 von 3
Genre: Liebesroman
Verlag: Argon Verlag
ISBN/ ASIN: B0DNZJSJ1W
Erscheinungsdatum: 01. Februar 2025
Format: Hörbuch, Taschenbuch und Ebook erhältlich bei Amazon*
Zeit: 12h2
Leseexemplar: Ja
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, es wurde mir von Argon über Netgalley zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


Quellen:
Klappentext und Cover Original: ©Argon Verlag

*Affiliate Link – Ich erhalte eine kleine Provision. Der Preis bleibt für dich unverändert.