Blog Banner zum Blogbeitrag über I wie Interpretation im Rahmen von: Von A wie Autor bis Z wie Zeitung, Kerstins Gedanken zum geschriebenen Wort

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung

I wie Interpretation

Bei dem Buchstaben I habe ich etwas länger überlegt welcher Begriff für mich zum geschriebenen Wort passt. Die einfache Inhaltsangabe bzw. der Inhalt war mir zu langweilig. Die Idee zu einem Buch finde ich zwar sehr spannend, doch wollte mir da selbst nicht allzu viel zu einfallen. Ich hatte kurz an Indie- Autoren gedacht, doch auch das war nicht so ganz meins, die würde ich eher unter S wie Selfpublisher sehen. So kam ich zu meinem Lieblingsthema im Deutsch Grundkurs: der Interpretation.

Der Begriff Interpretation kommt aus dem lateinischen und wird mit Auslegung, Übersetzung oder Erklärung übersetzt. Im allgemeinen versteht man darunter die subjektive Deutung von z.B. Aussagen, Kunstwerken und Schriftstücken.

In der Schule haben wir alle die Textinterpretation kennengelernt. Wer erinnert sich nicht an lange Aufsätze, die grob in Einleitung, Hauptteil und Schluss gegliedert werden mussten. Hier geht es darum der Bedeutung eines Textes auf die Spur zukommen und dieses schlüssig zu begründen. Auch heute lese ich gerne mal zwischen den Zeilen eines Romans und überlege mir, was will der Autor mir damit sagen. In der Regel geht es um gute Unterhaltung, aber es finden sich auch immer wieder tiefgründige Themen, die den Leser zum Nachdenken anregen sollen.

Als ich anfing Rezensionen zu schreiben, war ich versucht zu dem Buch eine Interpretation zu schreiben, weil ich das in der Schule gelernt hatte. Aber die groben Richtlinien für Rezensionen hörten sich für mich so ganz anders an als eine Interpretation. Und so habe ich nach und nach meinen Weg für eine Rezension gefunden. Nun aber zur Interpretation und was mir dazu grob in Erinnerung geblieben ist. Meine folgende Abhandlung gibt keine gewähr auf Richtigkeit.

Die Interpretation beginnt mit den ganz objektiven Fakten zum Werk. Es werden also der Autor und die grobe Handlung der Geschichte genannt. Dies könnte ich für die Rezension glatt übernehmen. Ich für mich steige aber immer mit der Betrachtung des Covers in meine Rezensionen ein, denn das Cover ist für mich der Hauptgrund ein Buch zu kaufen und zu lesen. Ich muss mich bei der Betrachtung des Covers immer zurückhalten, denn da lässt sich so viel hinein interpretieren, was welches Element mit der Geschichte zu tun haben könnte. Und ich möchte ja nicht schon beim Cover zu viel vom Inhalt spoilern.

Weiter geht es mit dem Hauptteil der Interpretation. Hier werden die inhaltlichen, formalen, biografischen und historischen Gegebenheiten des Textes zuerst genannt, dann erläutert und schließlich interpretiert. Während für die Interpretation die Wiedergabe der chronologischen Handlung erforderlich ist, sollte man sich bei der Rezension auf die Aspekte konzentrieren, die auch schon im Klappentext erwähnt werden, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Bei der formalen Betrachtung des Textes kann man sich durchaus wieder an die Vorgaben für Interpretationen halten. Hierzu gehören die Erzählperspektive, die sprachliche Gestaltung und der Aufbau der Erzählung. Weiterhin können Zeit und Ort der Handlung betrachtet werden und in einen geschichtlichen Zusammenhang gesetzt werden. Bei allen Fakten dürfen die genauen Zitate nicht vergessen werden, um die Aussagen zu belegen. Ein Vergleich zu anderen Werken des Autors sollte bei der Interpretation gerne in Betracht gezogen werden. Bei meinen Rezensionen findest du an dieser Stelle nur einen Hinweis auf weitere Bücher des Autors, die ich ebenfalls rezensiert habe. Ebenso verweise ich auf weitere Bücher innerhalb einer Buchreihe und gebe Auskunft darüber, ob sich das Buch alleine lesen lässt oder nicht.

Damit wären wir beim Schlussteil der Interpretation angekommen. Hier findet sich eine wertende Zusammenfassung. Diese lässt sich ebenso bei der Rezension finden, wo es an meiner Stelle meist zur Leseempfehlung kommt.

Wenn ich mir meinen heutigen Text nochmal durchlese, dann erkenne ich doch viel mehr parallelen zwischen der Textinterpretation und der Buchrezension, als mir vorher klar war. Ich beglückwünsche mich gerade mal selber, mich nach so vielen Jahren nochmal mit den Details der Interpretation beschäftigt zu haben. Als Mathematiker liebe ich Strukturen, die von oben nach unten abgearbeitet werden können. Mit meinen heutigen Überlegungen kann ich mir einen ganz individuellen Leitfaden für meine Rezensionen stricken. Sei gespannt, ob und wie sich meine Texte in Zukunft ändern werden.

Hast du einen eigenen Leitfaden für deine Rezension?

Von A wie Autor bis Z wie Zeitung: Kerstins Gedanken zum geschriebenen Wort

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