Wenn das Meer leuchtet von Jessica Koch

Wenn das Meer leuchtet

von Jessica Koch

Wenn das Meer leuchtet von Jessica Koch Sketchnote und Rezension

Liebesroman, Drama
Verlag: FeuerWerke Verlag
erscheint am 16. August 2018
ISBN eBook: 978-3-945362-42-6
ISBN Taschenbuch: 978-3-945362-43-3
Rezensionsexemplar

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Inhalt

„Marie ist nach Kalifornien gezogen und neu am College. Obwohl für sie alles anders ist, bleibt doch alles beim Alten. Sie ist die Außenseiterin, die niemand mag und von allen gehänselt wird. Deswegen bleibt sie für sich, versucht die feindselige Clique zu meiden und die Drohungen nicht zu sehr an sich heranzulassen. Bis sich eines Tages alles ändert. Ausgerechnet einer der beliebtesten Studenten am Campus zeigt Interesse, hilft ihr und schlägt sich scheinbar auf ihre Seite. Die beiden kommen sich näher. Doch Marie traut dem Frieden nicht. Zu Recht, wie sie eines Tages herausfindet. Alles war angeblich nicht mehr als die Einlösung einer verlorenen Wette. Für Marie bricht eine Welt zusammen. Sie kann mit dieser Erkenntnis nicht umgehen und weiß nun erst recht nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wer ihr Böses will.“ (Quelle: Feuerwerke Verlag)

Meine Meinung

Das Cover verbreitet romantische Stimmung. Ein Paar steht Arm in Arm am Bug eines Segelschiffes. Der Mond geht auf und leuchtet auf das ruhige Meer, die Sterne stehen hoch am Himmel. Bei dem Cover muss ich an eine schöne Szene aus dem Roman denken.   Die war so schön und lässt mich an tolle Bootsausflüge denken.

Die Protagonisten Marie nimmt mich als Ich-Erzähler mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Sie hofft durch eine Ortsveränderung am College neu zu starten. Doch schnell wird ihr klar, dass sie hier genauso behandelt wird, wie an ihrer vorherigen Schule. Von allen Seiten stösst sie auf Ablehnung. Nicht mal ihrer Mitbewohnerin hält zu ihr. Marie hat rotblonde Haare und stottert, wenn sie angespannt ist. Beides Eigenschaften die leider immer wieder für Ausgrenzung sorgen können.

Ich kann mich noch zu gut an meine eigene Schulzeit erinnern. Meine roten Haare sorgten für viele nervende und sehr verletzende Sprüche auf dem Schulhof. Dabei war der Spruch: „Rote Haare Sommersprossen, sind des Teufels Artgenossen“ noch der harmloseste. Schlimmer fand ich: „Oben rot, unten tot“, der mich ziemlich häufig über den Pausenhof begleitet hat. Die weiteren Sprüche möchte ich hier gar nicht nennen. Ich habe anfangs mit Ignoranz auf die Sprüche reagiert, was blieb mir auch anderes übrig. Zu Hause habe ich mich hinter Büchern und Geschichten versteckt und mir gegen Argumente überlegt. Nach langem Proben im stillen Kämmerlein konnte ich irgendwann mit Schlagfertigkeit reagieren. Von da an verloren die Jungs ihren Spaß und ich konnte wieder in Ruhe über den Schulhof schlendern.

Nun aber zurück zum Roman. Für mich hat die Autorin das Thema Ausgrenzung und Ablehnung sehr gut umgesetzt. Die Sicht des Opfers regt einen zum Nachdenken an. Wie hätte ich selbst auf Marie reagiert? Hätte ich mich dem Gruppenzwang gebeugt und mitgemacht?

Allein durch meine Haarfarbe hätte ich mich vermutlich solidarisch mit Marie gezeigt. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe war mir noch nie wichtig genug, um dafür einem anderen weh zu tun. Wobei wenn die Attacken dann auch gegen mich gerichtet worden wären, hätte ich mich wohl abgekapselt, um mich selbst zu schützen. Ich weiß nicht, ob ich in dem Alter schon genügend Zivilcourage gehabt hätte, um über den Dingen zu stehen.

Beim Lesen musste ich an mein Gespräch mit einer angehenden Deutschlehrerin denken. Wir hatten uns über aktuelle Romane und deren Einsatz im Schulunterricht unterhalten. Ich finde „Wenn das Meer leuchtet“ eignet sich dazu kontrovers im Unterricht diskutiert zu werden. Und sich selbst mal an die eigene Nase zu fassen, ob man ähnlich mit seinen Mitmenschen umgeht.

Ich habe den Roman an einem Tag verschlungen. Er hat mich emotional berührt und mich zum Nachdenken angeregt. Ich finde es sehr gut, dass Jessica Koch sich zum Ziel gesetzt hat mit ihren Romanen Tabu Themen anzusprechen. Denn unsere Welt besteht nun mal nicht nur aus Sonnenschein.

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