Rezension: Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen von Petra Hülsmann

Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen

von Petra Hülsmann

Petra Hülsmann: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen. Rezension zum Ebook mit Sketchnotes

Frauenroman
Format: Taschenbuch und Ebook
575 Seiten
erschienen am: 25.05.2018
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-17690-8
erhältlich bei Amazon*
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Rezensionsexemplar

Inhalt

„Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind – die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn’s einfach wär, würd’s schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los.“ (Quelle: https://www.luebbe.de/

Meine Meinung

Das Cover finde ich ganz speziell. Es sticht durch seine Andersartigkeit hervor. Ich könnte jetzt ganz viel in das Cover hinein interpretieren. Der rosa Streifen in der rechten Ecke könnte ein Vorhang sein. Der grün-weiß gestreifte Bereich könnte eine Bühne darstellen. Aber ich will da gar nichts hinein interpretieren. Mir gefallen die bunten Farben, die kleinen Akzente mit Herzen und Erdbeere. Und in Kombination mit dem Titel ruft das Buch danach, in die Hand genommen zu werden.

Vorbereitung für den neuen Roman von Petra Hülsmann

Ich habe gerade eine neue Form der Notizen und Aufzeichnungen beim Lesen für mich entdeckt. Ich lese gerade „Das Sketchnote Handbuch“ von Mike Rohde. Meine Erkenntnisse aus dem Buch musste ich direkt umsetzten. Also habe ich mir mein Notizbuch genommen und den Titel für mein Sketchnote gestaltet. Wenn du genau hinsiehst, habe ich mich direkt beim Titel verschrieben. Aber ich finde es gibt schlimmeres. Bewaffnet mit Kaffee, Saft, Notizbuch, Stift und Reader konnte ich dann fleißig lesen und kritzeln.

Die Aussage des Titels kann ich so unterstreichen: „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“. Ich bewundere Annika, die Protagonisten im Roman. Mir fehlte der Wille und das Durchsetzungsvermögen, mich gegen die Schüler zu behaupten. So habe ich mich kurz nach dem Referendariat vom Lehrerberuf verabschiedet. Ich konnte Wissen vermitteln, doch die erzieherischen Maßnahmen, um eine Stunde durchzustehen gelangen mir einfach nicht. Ich war Luft für die Schüler. So habe ich mich kritisch selbstreflektiert und den Beruf an den Nagel gehängt. Es ist halt nicht einfach und ich glaube man muss dazu geboren sein.

Sketchnote Petra Hülsmann

Nun aber zurück zum Roman. Die Protagonisten Annika ist 27 Jahre jung und arbeitet als Musiklehrerin an einer Hamburger Schule. Da im Roman, wie im echten Leben fast überall Lehrermangel herrscht, wird Annika vorübergehend an eine andere Schule abgeordnet. Dies stellt sie vor ganz neue Herausforderungen.

Annika nimmt mich mit auf ihren Weg in die neue Stadtteilschule, die auch gerne als Brennpunkt Schule bezeichnet wird. In der Ich-Perspektive erzählt sie von ihrem Versuch zu den Schülern durch zu dringen. Mir gefällt ihr Weg, auch wenn ihr Antrieb aus ganz egoistischen Motiven gesteuert wird.

Beim Lesen musste ich an meinen Musical Besuch in Lohne denken. Dort führt das Gymnasium jedes Jahr ein Musical auf und ist dabei sehr professionell. Nicht zu vergleichen mit Annikas Truppe im Roman. Ich hätte damals auch gerne so eine engagierte Lehrerin und ein Musical AG gehabt. Ich hätte mich vermutlich mit einem Instrument in den Hintergrund begeben. Aber ich finde dieses Gemeinschaftsgefühl, was bei den Proben entsteht einfach schön.

Für mich hat der Roman gezeigt, dass man Kindern eine Chance aufzeigen muss. Und egal wie gut oder schlecht am Ende das Ergebnis ist, der Weg ist das Ziel. Ich habe den Roman verschlungen. Zum Einen, weil ich mich sehr gut mit der Protagonisten identifizieren konnte und ich den vermeintlich einfacheren Weg gewählt habe und zum Anderen, weil die Geschichte einfach Mut macht.

Mich hat die Geschichte überzeugt. Ich konnte beim Lesen träumen, schmunzeln und ganz laut vor mich hin lachen, zum Verdruss von meinem Mann, der das nicht verstehen kann. Es ist ein gelungener Frauenroman und eine gute Urlaubslektüre.


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