Krimi Woche mit Rainer Doh

Jetzt ist das Krimi Festival schon fast vorbei. Ich habe viele tolle neue Leute kennengelernt. Und noch viel mehr Bücher und Autoren. Besonders freue ich mich heute darauf, dir Rainer Doh vorzustellen.

Bei meiner Interview Anfrage ist mir mal wieder ein ganz typischer Fehler passiert. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich schon eine Email verschickt habe ohne den Anhang hinzu zufügen. Im Studium hat mich das einmal 3 Creditpoints gekostet. Aber scheinbar habe ich daraus nicht gelernt. Also bekam Rainer erst mit meiner zweiten Email meinen Fragenkatalog.

Autoren Interview mit Rainer Doh

Mordkap

autorenfoto-rainer-doh_copyright-privat

Rainer Doh ist Journalist und lebt im Süden Deutschland, in Gräfeling bei München.

Kerstin: Als Kind wollte ich unbedingt zur See fahren und Kapitän werden. Was war dein Berufswunsch als Kind?

Rainer : Ebenfalls Kapitän. Aber da führte kein Weg hin – ich werde seekrank.

Kerstin: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Rainer: Das ist mein Beruf. Ich bin Journalist.

Kerstin: Wo schreibst du deine Romane? Magst du mir ein Bild davon zeigen?

Rainer: Überall – am Schreibtisch, auf dem Sofa, im Garten, am Flughafen, im Zug; da gibt es keinen festen Platz.

Kerstin: Ich bin jemand, der Texte erst mal mit Stift und Papier schreibt, bevor sie getippt werden. Wie fängst du mit einem neuen Roman an?

Rainer: Ich arbeite ausschließlich digital: „Datei – Neu“ und schon geht’s los. Zu diesem Zeitpunkt ist aber schon die Hälfte im Kopf fertig.

Kerstin: Mein Blog heißt „Kerstins Kartenwerkstatt“ ich zeige hier meine Karten und Rezensionen. Hast du außer dem Schreiben weitere kreative Seiten?

Rainer: Ich mache viele Fotos, da sind immer mal wieder auch ein paar recht gute dabei.

Kerstin: Ich habe mich mal an einem Thriller versucht (so circa 50 Seiten) und dabei immer Joy Fielding im Kopf gehabt. Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Rainer: Bei Krimis und Thriller gibt es niemanden: ich mache es nicht zuletzt selber, weil mir das meiste einfach zu schlecht ist – immerzu Serienkiller und Psychopathen, so etwas geht bei mir überhaupt nicht.

Kerstin: Auch Autoren müssen mal eine Pause vom Schreiben machen. Was ist deine liebste Ablenkung vom Schreibtisch?

Rainer: Krimis sind schon die Ablenkung von dem, was ich beruflich schreibe.

Kerstin: Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht? Welches davon liegt dir besonders am Herzen?

Rainer: Vor längerem ein paar wissenschaftliche und technische Sachen. Bei Romanen ist es „1990“ – es ist kein Krimi und trotzdem gut.

Kerstin: Dein Kriminalroman spielt auf der Midnatsol. Mein Mann und ich sind mindestens einmal im Jahr auf Kreuzfahrt. Die Hurtigruten wollen wir, sobald das Geld dazu reicht auch mal fahren. Was hat dich zu diesem Roman inspiriert?

Rainer: Es waren mehrere Reisen auf der Hurtigrute, unter anderem auf der Midnatsol. Ich hatte zu wenig Bücher mitgenommen und fragte mich, wieso es eigentlich keine Krimis gibt, die dort spielen. Und da ich meistens einen Computer dabei habe, ging’s auch schon los.

Kerstin: Dein Buch zur Krimi Woche „Mordkap“ spielt auf der Midnatsol. Magst du es meinen Lesern mit 5 Sätzen schmackhaft machen?

Rainer: Auf der MS Midnatsol wird die Leiche eines Passagiers gefunden. Die Kriminalpolizei ist weit weg und sie hat eigentlich auch wenig Lust in der Nacht durch einen Schneesturm zu fahren: Deshalb übernimmt ein etwas unbedarfter Ortspolizist die Ermittlungen an Bord, während das Schiff auf seiner Route schon wieder weiterfährt. Zunächst sieht es ganz nach Selbstmord aus, aber so einfach ist es natürlich nicht. Klar, es ist ein gut kaschierter Mord – und dann stellt sich heraus, dass mehrere Geheimdienste an der Sache interessiert sind und dass es um richtig viel geht. Am Schluss muss der Ortspolizist sogar das ganze Schiff retten. Ob er das tatsächlich schafft, verrate ich natürlich nicht. Aber eines kann ich garantieren: es gibt an Bord weder Serienkiller noch Psychopathen.

Kerstin: Gerade im Genre Kriminalromane und Thriller fallen mir als erstes skandinavische oder amerikanische Autoren ein. Hast du eine Idee woran das liegen könnte?

Rainer: Mir fallen eigentlich nur skandinavische ein, aber auch das kann ich nicht erklären. Mittlerweile ist das wohl ein Selbstläufer geworden. Da mein Buch in Norwegen spielt, bin ich schon gefragt worden, warum ich kein skandinavisches Pseudonym gewählt habe, „Eriksen“ oder „Ludvigsen“ vielleicht – na, das ist jetzt zu spät.

Kerstin: Ist die Krimi- und Thriller- Woche eine Möglichkeit auf deutsche Autoren aufmerksam zu machen?

Rainer: Das will ich doch sehr hoffen.

Kerstin: Auf eine einsame Insel darfst du drei Bücher mitnehmen, welche wären es und warum?

Rainer: Keine Bücher: einen vollgepackten E-Book-Reader (die Insel hat doch wohl Strom und Internet?

Kerstin: Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

Rainer: Jörg Mauerer: Schwindelfrei ist nur der Tod.

Kerstin: Was möchtest du meinen Lesern noch zu dir verraten?

Das war doch schon eine ganze Menge …

Lieber Rainer herzlichen dank für dieses interessante und spannende Interview. Ich habe viel über dich erfahren.

Wer nun noch ein wenig von seinem Buch „Mordkap“ hören will, der kann sich  Hier die Aufzeichnung seiner Lesung anhören.

Hier findest du das Programm von heute: http://krimiwoche.de/

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5 Kommentare

  1. Danke liebe Sylvia, vielleicht kommst du ja jetzt noch rein und kannst dir die Lesungen noch anschauen. Es war eine Hammer Woche. Sehr tolle Erfahrungen, aber ich freue mich auch wenn es nächste Woche wieder ruhig wird auf meinem Blog. Lg Kerstin

  2. Sylvia Rudolf

    Hallo Kerstin
    Du bist unglaublich. Ich habe die ganze Woche deinen Blog verfolgt. Und gerade die Interviews fand ich superspannend. Auch wie du mit den unterschiedlichen Charakteren umgegangen bist. Und ich fand es auch superspannend weil, dadurch dass du die ähnlichen/gleichen Fragen gestellt hast, wir Leser viel mehr von den Autoren erfahren haben. Echt supertoll.
    Ich hatte mir ein Ticket gebucht, kam dann aber nicht rein. Hatte aber so wenig Zeit diese Woche, dass mir dein Blog erst mal gereicht hat.
    Hoffe du gewinnst noch was.
    Mach weiter so
    Lg Sylvia

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