Kerstin fragt … Marius antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Marius Kriege

Autorenfoto Marius Kriege

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Moin, ich bin Marius, 40 Jahre alt, ich komme aus Niedersachsen, lebe aber schon seit langem in Hamburg. Ich schreibe im Grunde, seit ich zehn Jahre alt war. Habe dann nur eine längere Pause eingelegt. So richtig wieder angefangen habe ich über Reisen und das Schreiben und Bloggen darüber. 2017 erschien dann mein erstes Reisebuch via Self-Publishing, im Jahr 2021 dann mein erster Roman.

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Ich bin auf Instagram unterwegs. Und bin nach wie vor großer Freund, weil es die beste Chance ist, mit Followern und anderen Autor*innen in einen Austausch zu kommen und gemeinsam Literatur zu leben.
https://www.instagram.com/mariusautor/

Welches Genre schreibst/ liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Tatsächlich ändert sich das bei mir regelmäßig. Ich habe nicht das eine Lieblingsgenre, das wäre mir auf Dauer zu eintönig. In den letzten Monaten aber habe ich viel gelesen, in dem sich Realität und Fiktion durchmischen, wie etwa Daniel Kehlmann oder Haruki Murakami.

Welches Buch hat dich zuletzt so richtig zum Lachen gebracht?

Kolumnen von Max Goldt. Wenn es einem schlecht geht, helfen die immer.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Ja, da hat es schon einige Bücher gegeben. Zuletzt Christian Kracht’s „AIR“

Was wolltest du schon immer mal verraten, hattest aber noch nie die Gelegenheit dazu? Hier ist deine Bühne!

Als ich zehn Jahre alt war, habe ich mit Füller einen Krimi geschrieben, in dem ein reicher Graf ermordet wurde. Am Ende stellte sich heraus, dass der Butler ihn ermordet hat. Leider ist das kleine Heft verschollen. Streng genommen habe ich also als Krimiautor angefangen.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Stell dir vor, du wächst in einem ganz gewöhnlichen Dorf auf, das von vier Bergen umgeben ist. Mit der Zeit stellst du fest, dass einer dieser Berge seltsame Kräfte zu haben scheint, doch die Menschen im Dorf schauen größtenteils weg und wollen es nicht wahrhaben. Hättest du den Mut, alles zu riskieren, um die Wahrheit zu erfahren und das Geheimnis zu lüften?

Bild vom aufgeschlagenen Buch: Das Gemheimnis von Vierbergen von Marius Kriege

Hast du bestimmte Rituale oder Routinen, die dir beim Schreiben helfen?

Ich brauche Ruhe zum Schreiben, damit mich nichts ablenkt. Keinesfalls darf mein Handy in Griffweite herumliegen. Manchmal kann es helfen, vorher kurz spazierenzugehen und Musik über Kopfhörer anzuhören, die dich richtig pusht.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Für „Hanna kommt auch“ habe ich viel über Menschen mit dissoziativer Identitätsstörung recherchiert. Weil ich das Krankheitsbild realistisch und trotzdem literarisch darstellen wollte, hat mich das damals viel Zeit gekostet, um das Thema und das Krankheitsbild zu verstehen.

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Bei kleineren Schreibblockaden hilft Sport und Bewegung. Bei größeren fällt mir das Weitermachen sehr schwer. Was mir wirklich hilft, um Schreibblockaden vorzubeugen: nicht am Ende eines Absatzes oder Kapitels aufhören zu schreiben, sondern an einem Punkt, an dem du genau weißt, wie es weitergeht. So ist der Anfang beim Schreiben am nächsten Tag schon mal gesichert und du hast nicht gleich zu Beginn eine Blockade.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht, und gibt es eines, das dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Bislang wurden vier Bücher von mir veröffentlicht, zwei Reisebücher und zwei Romane. Alle liegen mir am Herzen. Aber „Nach Süden“ erzählt die Geschichte einer langen Reise durch Südamerika, daher liegt mir dieses besonders am Herzen, weil ich mich dank des Buches immer an diese Reise erinnern werde.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Das jetzt erscheinende Buch „Das Geheimnis von Vierbergen“ ist der Auftakt einer Vierbergen-Trilogie. Dementsprechend arbeite ich bereits am zweiten Teil der Reihe. 

Schreibplatz von Marius Kriege

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Kann ich damit Geld verdienen? Wie treffe ich einen Trend? Wie bekomme ich schnell viele Leser? – Wenn du so anfängst zu schreiben, wird es nicht klappen. Konzentrier dich voll und ganz auf die Geschichte, auf den Text. Alles andere folgt später. Und schreibe das, was in dir drin ist, nicht das, was andere hören wollen. Trends und Genrevorlieben muss es geben, aber es hilft nichts, nur für Mode-Trends zu schreiben. Das Schreiben kann nur mit Leidenschaft und Begeisterung ablaufen, wenn es dein Thema, deine Geschichte ist. Alles andere kommt später. Und nur so kann es Abwechslung und ein breites Spektrum an Literatur geben.

Lieber Marius vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich glaub in deinen Südamerika Reisebuch muss ich unbedingt mal hinein schauen. Vielleicht finde ich darin ja mein nächstes Reiseziel.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Nina antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Nina Lavender

Zu sehen ist das Buch: Tied by a Promise von Nina Lavender

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich bin so mittelalt, habe einen wunderschönen Beruf, Familie, Kinder und Tiere und lebe in Süddeutschland. Bisher habe ich eine abgeschlossene Fanfiktion zu „Stolz und Vorurteil“ auf 
www.fanfiktion.de hochgeladen und habe gerade meinen ersten Roman veröffentlicht: „Tied by a Promise“ – erschien am 10.08. 2025.

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Optimistisch, perfektionistisch, Tag- und Nachtträumerin, schokosüchtig, Swiftie.

Welches Genre schreibst/liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Ich liebe Romance. Ich liebe es so sehr, mich mit der Hauptperson immer wieder neu zu verlieben, verloren zu gehen, mich wiederzufinden, mit ihr zu leiden, zu lachen, zu weinen und dem Zauber der Geschichte zu erliegen, bis ich am Ende seufzend das Buch an mein Herz drücke und nicht in diese Welt zurückwill. Und deswegen schreibe ich Romance.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

„Whatever our wildest dreams may be, they only scratch the surface of what’s possible.“ (Mette Lykke)

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Ich lasse drei Testleserinnen für mein Buch sprechen: „Safe Space für Leserinnen“, „Suchtpotential“, „Das tut mir gerade richtig gut.“

Bibliografie

Autor: Nina Lavender
Reihe: Tied by-Reihe Band 1
Genre: Liebesroman
Verlag: Selfpublishing
ISBN/ ASIN: 978-3819433689
Erscheinungsdatum: 14. August 2025
Format: Ebook und Taschenbuch hier erhältlich*
Seitenzahl: 416

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Zu sehen ist das Cover vom Roman Tied by a Promise von Nina Lavender

Was passiert, wenn aus einem Vertrag plötzlich Herzklopfen wird?
Sie braucht legale Papiere.
Er braucht eine Ehefrau.
Ein Versprechen schweißt Ana und David zusammen und ein Spiel zwischen Wahrheit und Täuschung beginnt. Doch inmitten gemeinsamer Lügen und heimlicher Blicke wächst etwas zwischen ihnen, das sich viel zu echt anfühlt. Und plötzlich knistert es in ihrer perfekten Show. Dabei drohen beide das zu verlieren, was ihnen am wichtigsten ist.
Denn manchmal ist es das größte Risiko, jemandem zu vertrauen …

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

Die allerbeste Rückmeldung habe ich von meiner Testleserin D erhalten. Sie hat während des Lesens Sprachnachrichten aufgenommen und ist so in mein Buch eingetaucht. Das war wie Cheerleading live und hat mich unwahrscheinlich berührt und mitgerissen.

Liebe Nina vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe Tied by a Promise einfach nur geliebt und kann deinen Debütroman jedem einfach nur ans Herz legen.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Oreg antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Oreg Rogerson

Foto vom Autor Oreg Rogerson

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hey an alle. Ich bin Oreg Rogerson (ein Pseudonym, das sich aus meinem richtigen Vornamen zusammensetzt, aber mehr wird nicht verraten) und komme aus dem schön-hektischen Rhein-Main-Gebiet. In meinem Hauptberuf als Rechtsanwalt treffe ich auf viele interessante, manchmal aber auch äußerst sonderbare Menschen, die mich gelegentlich zu meinen Geschichten inspirieren. Als Autor bin ich schon ein paar Jährchen unterwegs, als Oreg Rogerson aber erst seit kurzem mit meiner Cozy Crime-Reihe „High Society Crimes“, die beim dp Verlag erscheint.
www.digital-publishers.com/de/autoren/oreg-rogerson

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Ich mag den Wechsel von Unordnung zu Ordnung und schreibe daher am liebsten über die Entwirrung von Rätseln (Krimis, Thriller). Neuerdings habe ich meine Liebe für Cozy Crime (wieder-)entdeckt, weil ich nach meinem letzten Psychothriller einfach mal Lust auf etwas Nettes, Beschauliches und Witziges hatte.

Mit welcher Buchfigur würdest du gerne einen Tag verbringen, und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Ich glaube, ich würde gerne einmal Kommissar Kurt Wallander einen Tag lang zu einer Schlafkur begleiten, weil mich seine dauernde Müdigkeit und das exzessive Nicht-Schlafen in den Roman wahnsinnig macht. Aber wahrscheinlich hätte er dafür keine Zeit.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Das passiert (leider) zu oft, worunter dann schon mal andere Dinge/Personen leiden. Im Thomas Mann-Jahr habe ich mir tatsächlich erstmals den „Zauberberg“ vorgenommen – und da ist es wieder passiert. Und wegen der Länge des Buchs waren die Fesseln dann natürlich entsprechend fest, weshalb ich fast den gesamten Sommerurlaub verlesen habe.

High Society Crimes Kunstvoll Morden von Oreg Rogerson Banner

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

In den ersten beiden Bänden der „High Society Crimes“-Reihe werden Mike und Alex, ein schwules Paar aus der Upper Class von L.A., unfreiwillig mit kriminellen Machenschaften konfrontiert, denen sie mit Witz und Pfiffigkeit begegnen. Die Reihe wurde ein wenig von der alten TV-Serie „Hart aber herzlich“ inspiriert, spielt aber im Jetzt und Heute, und außerdem ist das etwas spießige Ehepaar durch die beiden gar nicht spießigen Jungs ersetzt.

High Society Crimes Einbruch mit Stil von Oreg Rogerson Banner

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Entweder setze ich mich auf mein Fahrrad und fahre zwei Stunden durch die Gegend (am liebsten durch Felder und Wiesen) oder ich gehe in den Wald zum Nachdenken oder Musikhören. Danach eine Tasse starken Kaffee – dann geht es meistens wieder besser.

Was war die ungewöhnlichste Rückmeldung, die du zu einem deiner Bücher bekommen hast?

In einer Videorezension hat mal eine Bloggerin verkündet, ein Buch von mir nach 30 Seiten abgebrochen zu haben, weil der (vergebene) Protagonist eine Affäre angefangen hat. Das fand ich in unserer heutigen Zeit etwas schräg – aber jeder kann ja seine Meinung haben. Wenn sie weitergelesen hätte, hätte sie übrigens gesehen, dass die Affäre beiden Beteiligten ganz und gar nicht bekommen ist.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Zurzeit arbeite ich am dritten Band der „High Society Crimes“-Reihe. Mike und Alex werden in ein exklusives Luxus-Resort eingeladen, das von einem Bekannten von Mike auf einer einsamen Tropeninsel betrieben wird. Dort begegnen die beiden Jungs nicht nur vielen schrägen Leuten, sondern werden auch Zeugen einiger sehr gefährlicher Vorfälle, die sie auf Bitten des Hoteldirektors aufklären sollen. Doch das Ganze kommt natürlich ganz anders als erwartet.

Schreibplatz vom Autor Oreg Rogerson

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Ich würde sagen: Locker bleiben und nie verbissen an die Sache herangehen. Man sollte schreiben, weil man selbst Spaß daran hat, nicht um anderen zu gefallen!

Lieber Oreg vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Cosy Crime finde ich immer wieder schön und nach deinen Antworten muss ich mir jetzt doch einfach mal Zeit für einen deiner Romane nehmen.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Anne antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Anne Polifka

Foto der Autorin Anne Polifka

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Ich heiße Anne, bin 34 Jahre alt und lebe seit Februar 2024 in Norwegen. Mit dem Schreiben habe ich etwa mit elf begonnen. Anfangs waren es größtenteils Gedichte und Fanfictions zu Musicals und Animes. Dann folgten textbasierte Rollenspielforen. 2020 veröffentlichte ich im Rahmen einer Anthologie zum ersten Mal eine Kurzgeschichte. Am 30.06.2022 veröffentlichte ich mit „Der letzte Außenposten“ meinen ersten Roman, 2024 folgte eine Neuauflage und Band 2. Band 3 befindet sich in Arbeit. Hauptsächlich schreibe ich Science-fiction, obwohl ich es früher nahezu kaum gelesen habe. Ich liebe die Recherche und Wissen zu vermitteln sowie die Frage „Was wäre wenn“.
https://www.instagram.com/annepolifka/
https://anne-polifka.wixsite.com/startseite

Auf welchen Plattformen bist du unterwegs, und welche Rolle spielen sie für dich?

Ich bin auf Facebook, Instagram und tiktok unterwegs, wobei Facebook nur noch automatisch bespielt wird. Hauptsächlich bin ich bei Instagram, für Trailer und Einlesungen nutze ich zudem auch gern tiktok. Inwieweit ich damit wirklich Erfolge generiere, ist fraglich. Es macht mir aber Spaß, auch wenn ich zur Zeit kaum poste.

Wenn dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er lauten – und warum?

Mein Buchtitel wäre vermutlich „Typisch untypisch“. Wenn irgendwas eigentlich „ganz einfach“  geht etc. kann ich darauf warten, dass es schief geht. Ich rutsche bei allen Regelungen immer durch alle Grauzonen durch. Ob das nun Zugverbindungen oder die Einwanderungshürden hier in Norwegen waren. Zudem weiche ich oft von anderen ab und fühl mich wie ein Alien, seien es Denkweisen, Hobbys oder sonst was. Lange hat mich das gestört, nirgends dazuzugehören, bis mir klar wurde, dass ich nirgends dazugehören muss und das auch nicht erzwingen kann. Hin und wieder treffe ich auf Leute, die auch Aliens sind und wir verstehen uns. :D

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

Sicher einige, aber in Erinnerung blieb mir auch nach Jahren tatsächlich nur „Dein Wille geschehe“ von Michael Robotham. Ich will nichts verraten (nichts ist schlimmer als Spoiler bei einem Thriller), kann den Psychothriller aber nur empfehlen.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Ich mache mir klar, dass ich nur eine begrenzte Zeit habe und den Timer nicht kenne. „Ist es das wert, mir Stress zu machen, falls das mein letzter Tag ist?“, wäre daher wohl ein passender Leitsatz bzw. Leitfrage eher. Aufgrund einer Erkrankung habe ich mir früh Gedanken zum Tod gemacht und was ich vom Leben möchte. Diese Frage hilft mir, den Fokus wiederzufinden und ruhiger zu werden. Natürlich hilft dann die Aussicht auf meine allabendliche Animeserien auch gut durch den Tag, denn ich weiß, egal wie stressig ein Tag ist, er wird schön ausklingen. :)

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

Nachdem ein Asteroid die Erde verwüstet hatte, hat ein Teil der Crew der Internationalen Raumstation (ISS) die ersten 6 Monate überlebt. Wider Erwarten stellen sie fest, dass sie nicht die Einzigen Überlebenden im All sind. Die Begegnung wird jedoch von einer lebensbedrohlichen Gefahr gestört.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Am Aufwendigsten war die Recherche für Band 1, die etwa 400 Stunden umfasste. Ich war ein absoluter Neuling im Bereich der Raumfahrt. Ich musste also bei 0 anfangen. Das Leben auf einer Raumstation, die Raumfahrtsbehörden, die physikalischen Änderungen in der Mikrogravitation, Raummedizin, die Pläne der nächsten 10 Jahre in der Raumfahrt und so weiter. Dazu noch alles zum Thema die Auswirkungen eines größeren Asteroidenimpakts, kulturelle Unterschiede und auch die technischen Details der IS. Im Buch selber kommt nur ein Bruchteil der Rechercheergebnisse vor. Es ist nötig, die Hintergründe zu kennen, um eine Geschichte schlüssig zu halten, auch für Leser, die mehr Ahnung in den Bereichen haben, als ich (und das ist bei Sci-Fi zu erwarten). Prinzipiell habe ich den Text so gehalten, dass ein Leser ohne Kenntnisse allem folgen kann. Dafür habe ich auch Testleser gesucht, die sonst kein Sci-Fi lesen. Ich denke, nur wenn man einen Sachverhalt kennt und versteht, ist man in der Lage, das mit einfachen Worten zu erklären. Und genau diese Einfachheit, die selbst Komplexes einfach vermittelt ist für mich der Punkt, mit dem ich auch Leser mitnehmen kann, die Sci-Fi normalerweise nicht lesen. Zeitgleich habe ich mir hier und da auch mal künstlerische Freiheiten rausgenommen. ;)

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Tatsächlich hänge ich seit einigen Wochen in einer. Auch wenn ich nun sagen würde, einfach Schreiben, dann geht das schon, muss ich zugeben, dass das bei mir nicht funktioniert. Meistens lasse ich den Text ruhen und zeichne in der Zeit hauptsächlich. Das gilt aber nur, wenn der Grund nicht ein einziger Text ist. Da hilft Schreiben tatsächlich und natürlich das Warum zu ergründen. Die häufigste Ursache für Schreibblockaden liegen aber meist außerhalb der Texte und oft auch außerhalb meines Einflusses. Daher nehme ich es mittlerweile hin, auch wenn sich die Leser so länger gedulden müssen. Mir ist Qualität wichtig und die ist nicht gegeben, wenn ich Sätze auf Grundschulniveau irgendwie rausquetsche. Nach einer Weile geht das Schreiben dann plötzlich von jetzt auf gleich wieder.

Arbeitsplatz von Anne Polifka

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich habe mit der Rohfassung von Band 3 der Impaktchroniken begonnen. Der 2. Band hat den Grundstein zu neuen Konflikten und Gefahren gelegt. Ich bin gespannt, was die Figuren daraus machen. :) Während Band 1 sehr actiongeladen war und Band 2 sich mehr auf die Gefühlswelten einzelner Protagonisten konzentrierte, denke ich, dass Band 3 wieder mehr Action enthält. Und vielleicht wird auch das Finale eingeleitet – oder es wird selbst das Finale. Da ich nicht vorplane, kann ich nur spekulieren, was geschehen wird.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Ich kann jedem nur empfehlen, offen zu sein, nicht nur für Themen, sondern auch für Schreibvorgänge. Ich habe fast 19 Jahre lang Buchprojekte bis ins kleinste Detail vorgeplant und nie ein Manuskript beendet. Einfach, weil mir dieses Vorgehen als der einzig professionelle Weg vermittelt wurde. Dann habe ich den Schreibratgeber von Stephen gelesen und dass mein großes Vorbild ausgerechnet nicht plottet, sondern aus dem Bauch heraus schreibt, hat mir die Augen geöffnet. Seitdem plane ich nichts mehr vor und schon klappt es. :)

Liebe Anne vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Deine Einblicke in den Schreibprozess und die damit verbundene Recherche fand ich faszinierend. Ich selbst lese so gut wie kein Science-Fiction, aber du hast mich neugierig gemacht.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Antonia antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Antonia Löding

Autorinfoto Antonia Löding

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, ich bin Antonia Löding👋 Managerin bei Tag, Geschichtenerzählerin bei Nacht. Ich schreibe emotionale, vielschichtige Geschichten über Frauen, die sich selbst retten – zwischen Fantasy, Romance und dunklen Geheimnissen. Mein Alltag? Vollzeitjob, 4 Katzen 🐾, Krabbeltiere 🐛, Bücherregale 📚 und jede Menge Nerd-Kram – dabei den Kopf immer ein Stück in meiner Fantasie.
https://antonia-loeding.de https://www.instagram.com/antonia.loeding.autorin/

Logo von Antonia Löding

Beschreibe dich und dein Tun in 5 Worten.

Empathisch. Fantasievoll. Sinnlich. Widersprüchlich. Neugierig.

Welches Genre schreibst du am liebsten – und warum genau dieses?

Ehrlich gesagt kann ich mich nicht auf ein Genre festlegen. Meine Geschichten bestimmen das selbst.
Manchmal brauche ich die Romantik von Romance, manchmal die Freiheit fantastischer Welten, um Themen zu erkunden, die in der realen Welt zu komplex wären. Was all meine Geschichten verbindet: Sie handeln von Frauen, die durch schwierige Situationen navigieren und dabei zu sich selbst finden. Das Genre ist nur das Mittel zum Zweck. Was mich wirklich interessiert, sind die emotionalen Reisen.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

„Goldenes Hexenvolk“ von Mary Gentle hat mich völlig gefesselt. Es geht um eine Erdenbotschafterin auf einem fremden Planeten, dessen Bewohner auf den ersten Blick wie Menschen wirken. Die Protagonistin ertappt sich immer wieder dabei, menschliche Maßstäbe auf diese Kultur zu übertragen und liegt damit völlig falsch. Langsam verändert sich ihr ganzes Denken. Diese allmähliche Transformation, wie jemand lernt, wirklich umzudenken – das hat mich nicht mehr losgelassen.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

Schon in meiner Abi-Zeitung von 1998 stand bei mir der Spruch: „Das Leben besteht aus Problemen. Zu leben heißt, sie zu lösen.“ Das klingt vielleicht pessimistisch, aber für mich ist es das Gegenteil – es macht mich handlungsfähig. Jedes Problem ist ein Rätsel, das gelöst werden will. Ob im Job, beim Schreiben oder im Leben: Es gibt immer einen Weg.

Magst du in drei Sätzen neugierig auf dein aktuelles Buch machen?

„Bound by Deceit“ ist vor Kurzem erschienen, der zweite Teil meiner Romantic Suspense Dilogie Liebe Undercover. Nachdem FBI-Agentin Rachel in Band 1 Gefühle für Chris entwickelt hat, ihre Ermittlungen jedoch in einer Katastrophe endeten, muss sie nun gemeinsam mit den Mitgliedern des Motorradclubs herausfinden, was wirklich dahintersteckt. Es geht um Rätsel, Liebe, gebrochenes Vertrauen und alte Wunden, die längst nicht verheilt sind.

Welche Recherche für eines deiner Bücher war bisher die aufwändigste oder ungewöhnlichste?

Für mein Alternate History Projekt schreibe ich mehrere Jahrhunderte Geschichte neu. Dabei wälze ich nicht nur historische Quellen, sondern spiele auch gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Verzweigungen durch. Was hätte das für Frauen bedeutet, für Sprache, für Machtverhältnisse? Es ist unglaublich viel Arbeit, aber ich kann einfach nicht aufhören. Jedes Detail kann entscheidend sein für die Geschichten, die in dieser Welt entstehen sollen. Die neue Realität ist einfach zu faszinierend.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Aktuell arbeite ich an Projekt Guardians, erneut Romantic Suspense, aber dieses Mal mit Edinburgh-Setting. Caitlin will in Schottland ihr Trauma hinter sich lassen, doch ihre Vergangenheit lässt sie nicht los. Zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern und einer Bedrohung aus der Vergangenheit muss sie lernen, für sich selbst einzustehen. Es ist eine Geschichte über Schmerz, Heilung und darüber, wie Liebe manchmal dort wächst, wo wir am verletzlichsten sind.

Liebe Antonia vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich habe deine Liebe Undercover Dilogie geliebt und bin gespannt auf dein nächstes Romantic Suspense Buch.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.


Kerstin fragt … Clarissa antwortet

Kerstin fragt … Autoren, Blogger und Sprecher antworten

heute mit Clarissa Schmenger

Foto von der Autorin Clarissa Schmenger
Foto by Maike Hermann

Moin, magst du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Hi, mein Name ist Clarissa Schmenger und neben meiner großen Leidenschaft – dem Schreiben – schnüre ich sehr gerne und sehr oft meine Laufschuhe. Ich liebe Kaffee und Erdnussbutter sowie Geschichten voller fabelhafter Wesen und Abenteuer. Mit dem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie „Der Schlüssel – Schicksalserwachen“ habe ich mir meinen Traum, mich irgendwann Autorin nennen zu dürfen, verwirklicht.
Instagram: https://www.instagram.com/clarissa.schmenger/

Welches Genre schreibst/liest du am liebsten – und warum genau dieses?

Eindeutig : Fantasy. Weil ich immer wieder fasziniert davon bin, welche wundervollen Welten, welche interessanten Charaktere und atemberaubende Geschichten in diesem Genre entstehen können. Außerdem liebe ich es, wenn immer etwas Humor in den Stories steckt.

Gibt es ein Buch, das dich so sehr gefesselt hat, dass du komplett die Zeit vergessen hast?

„Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier, sowie alle Folgebände. Ich habe den ersten Band an einem Abend verschlungen! Genau das ist für mich der Zauber an guten Geschichten. Man versinkt komplett in ihnen und verschlingt jedes geschriebene Wort.

Mein Lieblingsspruch ist: „Das Leben ist schön.“ Was ist dein persönlicher Leitsatz oder Spruch, der dir an stressigen Tagen hilft?

„Magie ist überall. Du musst nur bereit sein, sie wahrzunehmen.“ Dieses Zitat sagt der Hauptcharakter in meinem ersten Band meiner New Adult Romantasy-Trilogie. Ich finde dieses Zitat passt wunderbar auch zu mir. Man sollte niemals den Glauben an Magie (in jeglicher Form) in dieser Welt verlieren und bereit sein, sie wahrzunehmen und zu erkennen. Das meine ich nicht im spirituellen Sinn, denn Magie kann auch ein Moment sein, eine Geste, ein Lächeln, ein gutes Gespräch, ein Gefühl oder einfach nur die ersten Sonnenstrahlen am Morgen.

Zu sehen ist das Cover vom ersten Band der Romantasy Trilogie: Der Schlüssel Schicksalserwachen von Clarissa Schmenger

Wie gehst du mit Schreibblockaden um, falls sie auftreten?

Ich mache eine Pause. Ich erlebe etwas komplett anderes oder gönne mir einfach eine Auszeit. Es bringt nichts, etwas zu erzwingen. Damit möchte ich nicht sagen, dass das Schreiben ohne einen gewissen Grad an Disziplin auskommt. Aber Zwang führt nie zu etwas Gutem.

Woran arbeitest du aktuell? Magst du uns einen kleinen Einblick geben?

Ich bin gerade mit dem zweiten Band meiner Trilogie fertiggeworden. Das Manuskript geht nun im nächsten Schritt zu meiner Lektorin. Parallel dazu wird das Cover erstellt und ich hoffe, dass das Buch im Dezember, also vor Weihnachten, auf den Markt gehen kann. Weiterhin habe ich bereits mit Band 3 begonnen und kann es kaum erwarten, meinen kompletten Fokus auf das große Finale zu richten.

Was ist dein wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Niemals aufgeben. Glaube an dich und deine Geschichte!

Liebe Clarissa vielen Dank, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Das Zitat aus deinem Buch: „Magie ist überall …“ finde ich total schön. Diese Magie verströmt für mich jeder Sonnenuntergang über dem Meer aufs neue.

Beitragsbild zum Aufruf bei der Interview Runde: Kerstin Fragt - Autoren, Blogger und Sprecher antworten.